Pressestatement zur bayerischen Industrieproduktion / Erneuter Rückgang verdeutlicht die Investitionsschwäche im Freistaat

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.:

„Diebayerische Industrieproduktionist in den ersten zwei Monaten 2026 um 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraumgesunken. Die Produktion der Investitionsgüterproduzenten ging im selben Zeitraum sogar um 7,8 Prozent zurück.

Das ist ein eindrückliches Zeichen für die vor allemstrukturelle Talfahrtdes Herzstücks der bayerischen Wirtschaft zu Beginn dieses Jahres. Die zaghaften Hoffnungsschimmer zum Ende des letzten Jahres haben sich damit in Luft aufgelöst. Vielmehr zeigen dieverschleppten Reformenihre negativen Auswirkungen. Investiert wird im Ausland, im Inland wird konsolidiert und abgewickelt. Das muss sich dringend ändern, um den Kern unserer Wirtschaft, die Industrie, am Leben zu erhalten. Wir brauchenstrukturelle Reformen, die unsereWettbewerbsfähigkeitwieder herstellen, Augenmaß bei den Arbeitskosten, endlich den Willen zum Bürokratieabbau und einige unbequeme Entscheidungen bei den sozialen Sicherungssystemen. Ohne diese wird es nicht gehen.

Besondersdramatischsieht die Lage in den beiden größten Industriezweigen aus: So ist die Produktion vonKraftwagen und Kraftwagenteilenum neun Prozent im Jahresvergleich Januar-Februar 2026 gegenüber 2025 zurückgegangen, beimMaschinenbauwaren es sogar 11,6 Prozent. Wenn nicht zeitnah der Turnaround geschafft wird, stehen weitereInsolvenzenmit entsprechendemArbeitsplatzabbauan. Das gilt es unbedingt zu verhindern. Geradezuabstruswirkt da die Ankündigung einer steuer- und abgabenfreienEntlastungsprämievon 1.000 Euro im Kalenderjahr 2026, die von den Unternehmen gezahlt werden soll. Dieseeinseitige Belastungder Wirtschaft ist völlig unverständlich und strikt abzulehnen.“

Pressekontakt:
Tobias Rademacher, +49 (0) 89-551 78-399, tobias.rademacher@vbw-bayern.de
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Quelle:            vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

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