Autor: Stojancho Gjorgjiev

  • Kone übernimmt TKE: IG Metall kritisiert fehlende Vorab-Info

    Die IG Metall hat mit Kritik auf die Ankündigung einer Übernahme des Aufzugherstellers TK Elevator (TKE) durch den finnischen Konkurrenten Kone reagiert. «Eine Ankündigung an die Presse und die Belegschaft, ohne vorher die Mitbestimmung – seien es die betrieblichen Mitbestimmungsgremien oder den Aufsichtsrat – zu informieren, ist ungeheuerlich», sagte der Bezirksleiter der IG Metall NRW und stellvertretende TKE-Aufsichtsratsvorsitzende Knut Giesler.

    In der Ankündigung sehe man einen Angriff auf die Mitbestimmung und die Beschäftigten in Deutschland, Europa und Global. «Darauf wird es auch entsprechende Reaktionen geben», so Giesler.

    Der börsennotierte, familiengeführte Kone-Konzern hatte zuvor bekanntgegeben, dass man TKE von den Finanzinvestoren Cinven und Advent übernehmen wolle. Die Transaktion bewertet die ehemalige Aufzugsparte von Thyssenkrupp mit 29,4 Milliarden Euro inklusive Schulden, wie die Parteien mitteilten. Damit entstünde einer der größten Aufzug- und Fahrtreppenhersteller der Welt.

    Giesler sieht «klaren Bruch der vertrauensvollen Zusammenarbeit»

    Er nehme die Ankündigung des Zusammenschlusses mit sehr großer Verärgerung zur Kenntnis, sagte Giesler. «Der Betriebsrat und die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sehen darin einen klaren Bruch der vertrauensvollen Zusammenarbeit.» Verhandlungen der letzten Wochen zu einem neuen Tarifvertrag, der einen möglichen Börsengang absichern sollte, seien damit ad absurdum geführt.

    Um eine «ausführliche Information» zum weiteren Prozess zu bekommen, forderte die Gewerkschaft die Einberufung einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung innerhalb der nächsten sieben Tage.

    TKE-Stellungnahme: Sind «im Austausch mit Mitbestimmung»

    TKE reagierte auf die Kritik: «TKE sowie seine Gesellschafter nehmen die Äußerungen der Arbeitnehmervertreter wahr und befinden sich im Austausch mit der IG Metall und der Mitbestimmung.» Die Parteien seien sich der Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden von TKE bewusst und nähmen die Anliegen der Mitarbeitenden und ihrer Vertreter sehr ernst.

    Der Unternehmenszusammenschluss unterliege noch der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden, hieß es. «Die aufseiten von TKE getroffenen Vereinbarungen zur Mitbestimmung und Tarifverträgen gelten unverändert und bieten Sicherheiten für die Mitarbeitenden in Deutschland.»

  • Bundesregierung will «Zuckerabgabe» einführen

    Die Bundesregierung plant die Einführung einer «Zuckerabgabe». Zur Konsolidierung des Haushalts sind daneben eine Erhöhung der Alkohol- und Tabaksteuer sowie der Abbau von Finanzhilfen geplant, wie es aus Kreisen des Finanzministeriums hieß.

  • Autozulieferer Aumovio verkauft Standort Rheinböllen

    Der Autozulieferer Aumovio verkauft seinen Standort in Rheinböllen im Rhein-Hunsrück-Kreis mit rund 320 Beschäftigten an die RHB-Industries. Bei dem Käufer handelt es sich um eine speziell für die Transaktion gegründete Tochter der Transformationsberatung Falkensteg. Übernommen werden nach Unternehmensangaben die Produktion, Forschung und Entwicklung, sämtliche Geschäftsaktivitäten sowie die Belegschaft. Die Transaktion soll bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein.

    In Rheinböllen werden Bremssättel und elektrische Parkbremsen gefertigt sowie autonome mobile Roboter entwickelt und produziert. Aumovio und RHB-Industries stünden im Austausch mit Arbeitnehmervertretern, hieß es. Eine tarifliche Regelung zur Überleitung der Beschäftigungsbedingungen sei bereits vereinbart.

    Investor für Robotik-Sparte gesucht

    RHB-Industries kündigte an, zunächst eine Auftragsfertigung im Bremsenbereich aufzubauen, um laufende Serienprojekte zu unterstützen. Parallel sollen neue Geschäftsfelder erschlossen werden – genannt werden unter anderem die Bereiche Verteidigung, Robotik sowie die Prozessindustrie mit Großwärmepumpen. Für das Robotikgeschäft will RHB-Industries nach eigenen Angaben einen strategischen Investor suchen, der Technologie, Know-how und Teile der Belegschaft übernimmt.

    Aumovio begründete den Verkauf mit der fortgesetzten Konsolidierung seiner europäischen Fertigungsstandorte und einem stärkeren Fokus auf das Kerngeschäft. Das Unternehmen war im September 2025 als Abspaltung aus dem früheren Continental-Unternehmensbereich Automotive hervorgegangen.

  • 1.200 Polizisten bei Razzia gegen «Hells Angels» im Einsatz

    Mit einer großangelegten Razzia geht die Polizei in Nordrhein-Westfalen gegen die Rockergruppe «Hells Angels» vor. Rund 1.200 Beamte seien in 28 Städten im Einsatz, erklärte das Innenministerium in Düsseldorf. Zuvor hatte die Behörde den Verein «Hells Angels Motorcycle Club Leverkusen» verboten.

  • Kenianer stürmt zu Marathon-Weltrekord unter zwei Stunden

    Der Kenianer Sabastian Sawe ist in London als erster Mensch in einem offiziellen Wettkampf einen Marathon unter zwei Stunden gelaufen. Sawe gewann bei dem prestigeträchtigen Rennen in 1:59:30 Stunden und war damit schneller als der bisherige Weltrekord seines Landsmanns Kelvin Kiptum, der 2023 in Chicago 2:00:35 Stunden lief.

  • Kenianer stürmt zu Marathon-Weltrekord unter zwei Stunden

    Der Kenianer Sabastian Sawe ist in London als erster Mensch in einem offiziellen Wettkampf einen Marathon unter zwei Stunden gelaufen. Sawe gewann bei dem prestigeträchtigen Rennen in 1:59:30 Stunden und war damit schneller als der bisherige Weltrekord seines Landsmanns Kelvin Kiptum, der 2023 in Chicago 2:00:35 Stunden lief.

  • Milliardendeal: Aufzughersteller Kone übernimmt TK Elevator

    Für fast 30 Milliarden Euro übernimmt der finnische Aufzughersteller Kone den deutschen Wettbewerber TK Elevator (TKE) von den Finanzinvestoren Cinven und Advent. Die Transaktion bewertet die ehemalige Aufzugsparte von Thyssenkrupp mit 29,4 Milliarden Euro inklusive Schulden, wie die Parteien mitteilten. Die Übernahme soll in bar und neuen Kone-Aktien erfolgen, hieß es. Mit einem Abschluss wird frühestens im zweiten Quartal 2027 gerechnet.

    Der Zusammenschluss würde Kones Größe fast verdoppeln. Das neue Unternehmen mit mehr als 100.000 Mitarbeitern käme auf einen Jahresumsatz von rund 20,5 Milliarden Euro. «Gemeinsam würden wir unseren Kunden, unseren Mitarbeitenden, und den Städten, in denen wir tätig sind, das Beste beider Unternehmen bieten», sagte TKE-Chef Uday Yadav. «Der beste Teil unserer Geschichte liegt noch vor uns.»

    TKE gehörte bis 2020 zum Industriekonzern Thyssenkrupp, der die Mehrheit an dem Unternehmen dann für 17,2 Milliarden Euro an Cinven und Advent verkaufte. Thyssenkrupp ist noch an TKE beteiligt. Man prüfe Auswirkungen auf die eigene Beteiligung, teilte das Unternehmen nun mit. Die Papiere von Thyssenkrupp legten an der Börse deutlich zu.

    Kone hatte damals schon mit Hilfe des Finanzinvestors CVC einen Versuch unternommen, TK Elevator zu übernehmen, kam aber nicht zum Zuge.

  • Kenianer stürmt zu Marathon-Weltrekord unter zwei Stunden

    Der Kenianer Sabastian Sawe ist in London als erster Mensch in einem offiziellen Wettkampf einen Marathon unter zwei Stunden gelaufen. Der 29-Jährige gewann bei dem prestigeträchtigen Rennen in 1:59:30 Stunden und war damit schneller als der bisherige Weltrekord seines Landsmanns Kelvin Kiptum, der 2023 in Chicago 2:00:35 Stunden lief.

  • 1.200 Polizisten bei Razzia gegen «Hells Angels» im Einsatz

    Mit einer großangelegten Razzia geht die Polizei in Nordrhein-Westfalen gegen die Rockergruppe «Hells Angels» vor. Rund 1.200 Beamte seien in 28 Städten im Einsatz, erklärte das Innenministerium in Düsseldorf. Zuvor hatte die Behörde den Verein «Hells Angels Motorcycle Club Leverkusen» verboten.

  • Trump nach Evakuierung: Ein Schütze festgenommen

    Nach der Evakuierung von US-Präsident Donald Trump bei einer Abendveranstaltung in Washington ist seinen Worten zufolge ein Schütze festgenommen worden. Das teilte Trump nach dem Vorfall beim White House Correspondents‘ Dinner auf seiner Plattform Truth Social mit.