Das Studienfach Chemie hat in Deutschland die größte Promotionsquote. Rechnerisch haben in diesem Fachbereich vier von fünf Studierenden, also 80 Prozent, nach ihrem Masterabschluss noch einen Doktortitel, erworben. Das geht aus einer Auswertung des CHE Centrums für Hochschulentwicklung auf Basis von Zahlen des Statistischen Bundesamt für das Jahr 2024 hervor.
Auf den Plätzen 2 und 3 folgen Medizin und Biologie mit einer Quote von 71 Prozent. Bei den absoluten Zahlen liegt Medizin allerdings seit Jahren vorn. 7.400 Mediziner machten 2024 ihren Doktor, in Chemie und Biologie waren es mit jeweils 2.000 deutlich weniger. Die Promotion ist der höchste zu erlangende Studienabschluss an deutschen Hochschulen.
Bei den Studienanfängern ist Betriebswirtschaftslehre (BWL) das beliebteste Fach. Allerdings macht zum Abschluss des Studiums nur jeder 20. Masterabsolvent auch seinen Doktor. Das ist eine Quote von 5 Prozent.
Zahlen zur Zahn- und Tiermedizin
Etwas besser sind die Zahlen bei den Ingenieurwissenschaften. Im Maschinenbau liegt die Quote bei 24 und in der Elektrotechnik bei 21 Prozent. In der Zahnmedizin promoviert mit 47 Prozent fast jeder zweite, in der Tiermedizin liegt die Quote nur bei 38 Prozent.
Das CHE mit Sitz in Gütersloh ist eine gemeinsame Tochter der Bertelsmann Stiftung und Hochschulrektorenkonferenz der Länder.
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