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  • Dax steigt auf Rekordhoch

    Der deutsche Leitindex Dax ist erstmals seit Januar wieder auf einen Rekordwert gestiegen. Das Börsenbarometer erreichte am Donnerstagnachmittag 25.517 Punkte.

  • Frauen betäubt und missbraucht – Schlag gegen Online-Gruppen

    Internationale Ermittler sind nach einem Bericht von Europol erstmals gezielt gegen Online-Netzwerke von Männern vorgegangen, die ihre Partnerinnen betäuben und dann sexuell missbrauchen. 156 Opfer und Täter seien bei der Aktion mit Beteiligung des Bundeskriminalamtes und des Hamburger Landeskriminalamtes identifiziert worden, teilte Europol in Den Haag mit.

  • Weidel als AfD-Co-Chefin wiedergewählt

    Alice Weidel bleibt Co-Chefin der AfD. Der Parteitag in Erfurt bestätigte die 47-Jährige ohne Gegenkandidaten mit 81 Prozent im Amt. Sie steht seit 2022 gemeinsam mit Tino Chrupalla an der Spitze der AfD.

  • Wechsel von Nationalspieler Brown zum FC Bayern perfekt

    Fußball-Nationalspieler Nathaniel Brown wechselt von Eintracht Frankfurt zum FC Bayern München. Wie der deutsche Rekordmeister mitteilte, erhält der 23-Jährige dort einen Vertrag bis zum 30. Juni 2031.

  • Ukraine soll bei Nato-Gipfel Milliardenversprechen erhalten

    Die von Russland angegriffene Ukraine soll beim Nato-Gipfel in Ankara ein neues Versprechen für milliardenschwere Militärhilfen bekommen. Darauf verständigten sich die 32 Bündnisstaaten wenige Tage vor dem Spitzentreffen in Brüssel in den abschließenden Beratungen über die geplante Gipfelerklärung, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr.

  • Chrupalla als AfD-Co-Chef wiedergewählt

    Tino Chrupalla bleibt Co-Chef der AfD. Der Parteitag in Erfurt bestätigte den 51-jährigen Sachsen mit 70 Prozent im Amt. Es gab keinen Gegenkandidaten.

  • EuGH bestätigt Rekord-Wettbewerbsstrafe für Google

    Google muss nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs eine Wettbewerbsstrafe der EU-Kommission in Rekordhöhe von 4,1 Milliarden Euro zahlen. Das Unternehmen habe Herstellern von Android-Smartphones und Mobilfunkanbietern illegale Beschränkungen auferlegt, um die Marktdominanz seiner Suchmaschine zu stärken, entschieden die Richterinnen und Richter in Luxemburg.

  • Klopp bestätigt Bundestrainer-Gespräche: «Ich bin bereit»

    Jürgen Klopp hat Gespräche mit dem Deutschen Fußball-Bund über das Bundestrainer-Amt bestätigt. «Ich bin mittlerweile mehr als aufgetankt, also ich bin bereit», sagte Klopp bei MagentaTV und ergänzte, es müssten aber noch Dinge mit seinem jetzigen Arbeitgeber Red Bull geklärt werden.

  • Auftragsplus sorgt für Hoffnungsschimmer in der Industrie

    Hoffnungsschimmer für die angeschlagene deutsche Industrie: Nach dem Rückschlag im April hat der Auftragseingang im Mai wieder zugelegt. Der Anstieg fiel zudem deutlich höher aus als von Experten im Schnitt erwartet. Die Aufträge stiegen im Mai im Vergleich zum Vormonat saison- und kalenderbereinigt um 1,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag in Wiesbaden mitteilte. Von Bloomberg befragte Volkswirte hatten nur mit einem Plus von 1,1 Prozent gerechnet.

    Allerdings machten die Aufträge den Rückgang aus dem Vormonat bei weitem nicht wett. Im April waren die Aufträge um revidierte 3,2 Prozent gesunken. In einer ersten Schätzung war noch ein Rückgang um 3,8 Prozent ermittelt worden.

    «Zuletzt scheinen die Auftragseingänge im verarbeitenden Gewerbe jedoch ihrem Aufwärtstrend, der in der zweiten Jahreshälfte 2025 eingesetzt hat, wieder fortzusetzen», kommentierte das Bundeswirtschaftsministerium die Zahlen. «Allerdings ist die Entwicklung aufgrund von Großaufträgen nach wie vor sehr volatil.» So profitierte die Industrie im Mai von Großaufträgen. Ohne die Berücksichtigung dieser Orders ist der Auftragseingang um 1,0 Prozent im Vergleich zum Vormonat gestiegen.

    Gestützt wurde die Auftragsentwicklung auch durch Auslandsaufträge. Diese stiegen um 2,2 Prozent. Die Nachfrage aus den 21 Ländern der Eurozone legte um 11,2 Prozent zu. Die Aufträge außerhalb der Eurozone sanken hingegen um 3,2 Prozent. Aufträge aus dem Inland stiegen um 1,3 Prozent.

    Hoffnung auf moderate Erholung

    «Insgesamt machen die heutigen Zahlen Hoffnung auf eine moderate Erholung der deutschen Industrie, die nach einer langen Stagnationsphase zuletzt auch noch vom Iran-Krieg gebeutelt wurde», kommentierte Commerzbank-Ökonom Marco Wagner. Er verweist auf die Öl- und Gaspreise die zuletzt deutlich gefallen sind. Die Ölpreise fielen zuletzt unter das Niveau, das vor Kriegsbeginn Ende Februar herrschte. Ende März war der Ölpreis noch bis auf fast 120 Dollar je Barrel (159 Liter) gestiegen. Am Montag kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent rund 72 Dollar.

    VP-Bank-Chefvolkswirt Thomas Gitzel erwartet keine kräftige Erholung in diesem Jahr. «Der schrumpfende Automobilbau belastet viele Zulieferer, besonders der Maschinenbau leidet darunter», heißt es in einer Analyse. «Der Iran-Krieg dämpft die positiven Effekte der staatlichen Rüstungs- und Infrastrukturausgaben.»

    Entwicklung im Nahen Osten entscheidend

    Entscheidend dürfte für die Industrie die Entwicklung im Nahen Osten sein. Die Hoffnung auf eine nachhaltige Lösung im Iran-Krieg hatte die Ölpreise zuletzt stark gedrückt. Die Entspannung am Ölmarkt entlastet auch die Industrie. Zudem sinkt bei fallenden Ölpreisen die Wahrscheinlichkeit, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen weiter anhebt. Zuletzt hatte die Notenbank im Juni den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte erhöht. Steigende Zinsen verteuern Kredite. Dies wirkt sich negativ auf Investitionen aus und belasten die Nachfrage.

    Allerdings ist die Lage im Nahen Osten weiter durch große Unsicherheiten geprägt. Eine erneute Verschärfung kann die Ölpreise wieder nach oben treiben. Auch das Wirtschaftsministerium verweist auf die hohe Unsicherheit bis zu einem endgültigen Abschluss der Friedensverhandlungen.

    Ökonomen sehen aber neben den Folgen des Iran-Kriegs weiterhin strukturelle Faktoren, die eine Erholung erschweren. «Die Kosten sind zu hoch, das Regulierungsdickicht ist üppig und der Fachkräftemangel eine reale Herausforderung», kommentierte Jens-Oliver Niklasch, Volkswirt bei der Landesbank Baden-Württemberg. «Die Frage ist, ob die jüngsten Reformvereinbarungen der Bundesregierung den Knoten platzen lassen.» Nach seiner Einschätzung stimme aber die Richtung.

    Keine starke Erholung zu erwarten

    Eine starke Erholung sei aber angesichts der «Erosion der Standortqualität» in Deutschland nicht zu erwarten, schreibt Commerzbank-Ökonom Wagner. «Auch wenn das Reformpaket der Bundesregierung in einzelnen Punkten Fortschritte gebracht hat, dürfte es aber keinen Durchbruch in der Breite darstellen.»

    Die Spitzen der Koalition aus CDU, CSU und SPD hatten am Mittwoch ein umfangreiches Reformpaket beschlossen. Es umfasst vor allem eine Steuerreform mit der Entlastung niedriger und mittlerer Einkommen, eine Rentenreform, eine Reform der gesetzlichen Krankenversicherung und einen Bürokratieabbau.

    Etwas Hoffnung macht der vom Institut Sentix erhobene Konjunkturindikator für die Eurozone. Dieser erholte sich im Juli den dritten Monat in Folge. Der Anstieg war auch stärker als erwartet. «Rückenwind liefert die deutliche Aufhellung der deutschen Konjunktur», heißt es in der Mitteilung. «Die neuesten politischen Maßnahmen scheinen bei den Anlegern Eindruck zu machen.»

    Zuvor hatten sich auch andere wichtige Frühindikatoren verbessert. So hatte sich im Juni auch das viel beachtete Ifo-Geschäftsklima erholt. Auch hier wurde auf die Entspannung im Nahen Osten verwiesen. An den Finanzmärkten wird aber weiterhin nur ein schwaches Wirtschaftswachstum erwartet. Die Commerzbank prognostiziert für das laufende Jahr nach den Daten weiterhin nur ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 0,6 Prozent. Die Deutsche Bundesbank hatte ihre Prognose Mitte-Juni auf 0,5 Prozent reduziert.

    Weiteren Aufschluss über die Entwicklung der Industrie dürften die am Dienstag anstehenden Produktionsdaten für Mai liefern. Hier erwarten Ökonomen im Schnitt einen leichten Anstieg.

  • Auftragseingang legt stärker als erwartet zu

    Hoffnungsschimmer für die angeschlagene deutsche Industrie: Nach dem Rückschlag im April hat der Auftragseingang im Mai wieder zugelegt. Der Anstieg fiel zudem deutlich höher aus als von Experten erwartet. Die Aufträge stiegen im Mai im Vergleich zum Vormonat saison- und kalenderbereinigt um 1,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag in Wiesbaden mitteilte. Von Bloomberg befragte Volkswirte hatten lediglich mit einem Plus von 1,1 Prozent gerechnet.

    Allerdings machten die Aufträge den Rückgang aus dem Vormonat nicht wett. Im April waren die Aufträge um revidierte 3,2 Prozent gesunken. In einer ersten Schätzung war noch ein Rückgang um 3,8 Prozent ermittelt worden.

    Industrie profitiert von Großaufträgen

    Im Mai profitierte die Industrie von Großaufträgen. Ohne die Berücksichtigung dieser Orders sei der Auftragseingang um 1,0 Prozent im Vergleich zum Vormonat gestiegen, hieß es weiter.

    Gestützt wurde die Auftragsentwicklung auch durch Auslandsaufträge. Diese stiegen um 2,2 Prozent. Die Nachfrage aus den 21 Ländern der Eurozone legte um 11,2 Prozent zu. Die Aufträge außerhalb der Eurozone sanken hingegen um 3,2 Prozent. Aufträge aus dem Inland stiegen um 1,3 Prozent.

    Wohl keine kräftige Erholung zu erwarten

    «Insgesamt machen die heutigen Zahlen Hoffnung auf eine moderate Erholung der deutschen Industrie, die nach einer langen Stagnationsphase zuletzt auch noch vom Iran-Krieg gebeutelt wurde», kommentierte Commerzbank-Ökonom Marco Wagner. Er verweist auf die Öl- und Gaspreise, die zuletzt deutlich gefallen sind. Eine starke Erholung sei aber angesichts der «Erosion der Standortqualität» in Deutschland nicht zu erwarten. «Auch wenn das Reformpaket der Bundesregierung in einzelnen Punkten Fortschritte gebracht hat, dürfte es aber keinen Durchbruch in der Breite darstellen», schreibt Wagner.

    Auch VP-Bank-Chefvolkswirt Thomas Gitzel erwartet keine kräftige Erholung in diesem Jahr. «Der schrumpfende Automobilbau belastet viele Zulieferer, besonders der Maschinenbau leidet darunter», heißt es in einer Analyse. «Der Iran-Krieg dämpft die positiven Effekte der staatlichen Rüstungs- und Infrastrukturausgaben.»