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  • Rüstung erstmals mit eigenem Bereich auf Hannover Messe

    Die Hannover Messe setzt in diesem Jahr erstmals auch auf das Thema Rüstung: In einem neuen Themenbereich auf der weltgrößten Industrieschau (20. bis 24. April) werden Lösungen für den schnellen Aufbau der Produktion von Rüstungsgütern gezeigt, teilte die Messegesellschaft in Hannover mit. In Halle 26 wird dafür ein spezieller Ausstellungsbereich ausgewiesen, der Defense Production Park. 

    Rund 40 Unternehmen stellen dort auf 1.200 Quadratmetern ihre Angebote zur Produktionstechnik für Rüstung aus. Als Gäste erwartet werden unter anderem Rheinmetall-Chef Armin Papperger und Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). Papperger will dabei auch über die Bedeutung industrieller Leistungsfähigkeit im Spannungsfeld von Sicherheit, Geopolitik und technologischer Unabhängigkeit referieren. 

    Weniger Aussteller als vor einem Jahr

    Hauptthema der Hannover Messe ist aber erneut der Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Produktion, Automatisierung und Robotik. 3.500 Aussteller aus den Bereichen Maschinenbau, Elektro- und Digitalindustrie sowie der Energiewirtschaft werden erwartet, 500 weniger als vor einem Jahr. Vertreten sind auch zahlreiche Technologie-Firmen wie Microsoft, Amazon Web Services, SAP und Siemens. Hinzu kommen Mittelständler und mehr als 200 Start-ups. 2025 kamen 127.000 Besucher.

    Eröffnet wird die Messe von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und dem Präsidenten des diesjährigen Partnerlandes Brasilien, Luiz Inácio Lula da Silva. «Die Zusammenarbeit mit Brasilien ist mehr als Handel – sie ist ein strategisches Bündnis», sagte Messechef Jochen Köckler. «Gerade in Zeiten globaler Spannungen müssen wir auf verlässliche Partner setzen. Die Hannover Messe bietet dafür die ideale Plattform.»

    Für die Messegesellschaft ist der neue Bereich Verteidigung auch ein Vorgeschmack auf die bevorstehende Sicherheits- und Verteidigungsmesse, die hier in gut einem Jahr erstmals stattfinden soll. Premiere der Defence & Security Equipment International Germany ist im März 2027.

  • Solides Baujahr 2025: Starke Branche, bereit für drängende Aufgaben

    Alle Betriebe des Bauhauptgewerbes, inklusive der Betriebe mit weniger als 20 Beschäftigten, haben im Jahr 2025 ca. 172 Mrd. Euro umgesetzt, ein nominales Plus von 5,3 Prozent, unter Herausrechnung der Preisentwicklung ein reales Wachstum um ca. 2,5 Prozent. Die Auftragseingänge stiegen 2025 real um ca. sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dazu Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe:

    „Das Bauhauptgewerbe hat ein insgesamt solides Jahr hinter sich. Während die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland nur schleppend verläuft, wuchs das Bauhauptgewerbe real um rund 2,5 Prozent. Das ist ein klares Signal, dass sich die Baubranche trotz vieler Hindernisse als einer der Stabilitätsanker der deutschen Wirtschaft weiter behaupten kann. Und das muss sie auch, denn die drängenden Aufgaben von Wohnungsbau über Infrastruktur und Energiewende müssen gebaut werden. Unsere Betriebe stehen dafür bereit.

    Wachstumsimpulse gab es aus einzelnen Bereichen des Tiefbaus. Treiber waren Großprojekte zum Umbau der Energieinfrastruktur, zur Sanierung der Schienenwege, zum Ausbau des ÖPNV und zum Breitbandausbau.

    Der Straßenbau dagegen lief enttäuschend. Wegen der späten Verabschiedung des Bundeshaushaltes und der Umgliederung von Haushaltsmitteln ins Sondervermögen blieben die Order bis ins vierte Quartal deutlich unter dem Vorjahresniveau. Insgesamt stieg der Umsatz im Tiefbau um 11 Prozent, real ca. 9 Prozent.

    Hochbau weiter schwach

    Der Wohnungsbau bleibt das Sorgenkind der Branche. Der über drei Jahre andauernde Rückgang der Baugenehmigungen hat sich erwartungsgemäß in der Umsatzentwicklung niedergeschlagen (nominal ca. +1,0 Prozent, real ca. minus 2 Prozent). Zudem blieb die Umsatzentwicklung im Wirtschaftshochbau verhalten. Einerseits hat die schwache Konjunktur im Maschinenbau, der Automobilindustrie und der chemischen Industrie die Investitionsneigung in Wirtschaftsgebäude gebremst. Deutliche Impulse kamen demgegenüber aus dem Aufbau von Rechenzentren. Insgesamt kam der Hochbau nur auf ein nominales Umsatzwachstum von knapp zwei Prozent, real ein Rückgang um ca. 1,0 Prozent.

    Umsatzprognose 2026: Plus 2,5 Prozent

    Für 2026 rechnen wir mit einem realen Umsatzwachstum im Bauhauptgewerbe von 2,5 Prozent. Treiber der Entwicklung bleibt der Tiefbau, der nun zusätzliche Impulse aus dem Sondervermögen erhält. Im Wohnungsbau ist der Tiefpunkt der Nachfrage durchschritten. Baugenehmigungen und Order haben hier auf niedrigem Niveau wieder Fuß gefasst. Das reicht aber noch nicht, um auf die benötigten gut 300.000 Wohnungen zu kommen. Die Sonderabschreibung sollte auf den EH-55-Standard abgesenkt werden, so wie es bei der degressiven AfA bereits gilt und bei der KfW-Förderung verankert werden muss.

    Beschäftigte

    Schon im vergangenen Jahr konnte der Beschäftigtenstand erfreulicherweise gehalten werden. Nach ca. 916.300 Beschäftigten 2024 waren im Bauhauptgewerbe 2025 ca. 923.000 Beschäftigte an Bord. Die Zahl der Auszubildenden steigt erfreulich weiter an.

    Die steigende Nachfrage im Tiefbau hat dieses Wachstum möglich gemacht. Die Bauwirtschaft steht bereit, den Kapazitätsaufbau fortzusetzen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.“

    Alle Zahlen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes und eigenen Berechnungen. Die Zahlen gelten für sämtliche Betriebe des Bauhauptgewerbes.

    Pressekontakt:
    Iris Rabe
    Leiterin Abteilung Kommunikation und Presse
    Zentralverband Deutsches Baugewerbe
    Kronenstr. 55-58
    10117 Berlin
    Telefon 030-20314-409, Fax 030-20314-420
    eMail rabe@zdb.de
    Weiteres Material: www.presseportal.de
    Quelle:            ZDB Zentralverband Dt. Baugewerbe
  • Alpha Alliance: Über 30 Industriepartner treiben mit Proxima Fusion den Fusionsdemonstrator Alpha voran (FOTO)

    Das neue Industriekonsortium bündelt Europas Fusionsökosystem erstmals in einem konkreten Ingenieursprojekt und legt damit die Basis für eine skalierbare Wertschöpfungskette vom Demonstrator zum kommerziellen Fusionskraftwerk.

    Proxima Fusion, Europas am schnellsten wachsendes Unternehmen für Fusionsenergie, hat heute den Start der Alpha Alliance bekannt gegeben. Das Industriekonsortium aus über 30 führenden europäischen und internationalen Unternehmen verfolgt das Ziel, den Fusionsdemonstrator Alpha zu realisieren. Dieser wird auf Basis der Stellarator-Technologie einen Netto-Energiegewinn generieren und gilt als entscheidender Meilenstein auf dem Weg zu Europas erstem kommerziellen Fusionskraftwerk.

    Alpha wird von Proxima Fusion in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) entwickelt und markiert den nächsten Schritt auf dem Weg, Europas führende Rolle in der Fusionsforschung in die industrielle Realität zu überführen. Die Anlage wird Fertigungsmethoden, Materialien und Hochleistungssysteme erproben und validieren, die für künftige Stellarator-basierte Fusionskraftwerke notwendig sind.

    Die Gründung der Alpha Alliance erfolgt im Vorfeld der Konferenz FusionXInvest:Global, die vom 25. bis 27. Februar 2026 in München internationale Investorinnen und Investoren im Bereich der Fusionsenergie zusammenbringt.

    Industrielle Voraussetzungen für Fusion schaffen

    Die Alpha Alliance wurde gegründet, um die industrielle Umsetzung von Alpha durch koordinierte Fertigung, Systemintegration und robuste Lieferketten sicherzustellen. Die Mitgliedsunternehmen bringen ihre Expertise in den Bereichen Materialien, Komponenten, Montage und Infrastruktur ein, die benötigt werden, um Fusionssysteme industriell zu fertigen und zu skalieren.

    Erstmals bündelt ein breites Spektrum des für Fusionsprojekte relevanten industriellen Ökosystems in Europa – ergänzt um ausgewählte internationale Partner – seine Kräfte hinter einem konkreten Ingenieursprojekt, das von Beginn an auf kommerzielle Skalierung ausgelegt ist.

    Alpha: Ein entscheidender Schritt hin zur kommerziellen Fusion

    Die Alpha Alliance richtet ihre Arbeit auf diesen klar definierten technischen Meilenstein aus. Damit bereitet sie Europas vorhandene Industrie sowohl auf die Realisierung von Alpha als auch auf den Bau und breiten Einsatz von Fusionskraftwerken vor. Dieser Ansatz erleichtert gezielte Investitionen, verkürzt Lernkurven und beschleunigt den Aufbau einer wettbewerbsfähigen Fusionslieferkette.

    Der Bau von Alpha wird voraussichtlich in den verschiedenen Projektphasen mehrere tausend Arbeitsplätze schaffen. Außerdem entsteht über mehrere Jahre eine kontinuierliche Auftragsbasis für Industriepartner unter anderem in der Fertigung, im Bauwesen, bei supraleitenden Magneten, in der Leistungselektronik und in der Kraftwerksinfrastruktur.

    „Mit Alpha tritt die Fusionsenergie in eine Phase, in der die industrielle Umsetzung entscheidet“, sagt Francesco Sciortino, CEO und Mitgründer von Proxima Fusion. „Die Alpha Alliance bündelt komplementäre industrielle Fähigkeiten, damit Europa komplexe Fusionssysteme in großer Stückzahl fertigen, integrieren und liefern kann.“

    Eine europäische Allianz mit globaler Expertise

    Zu den Mitgliedern der Alpha Alliance gehören: AFRY, Air Liquide, Ampegon, Bilfinger, Daher Logistik, Diamonds Materials, Dockweiler, Eni, ENSA, DWE, Framatome, Fujikura, Fusion for Energy (F4E), Kraftanlagen Heidelberg GmbH, Kraftanlagen Energies & Services SE, Kyoto Fusioneering Europe GmbH, Mühlbauer, Pfeiffer Vacuum GmbH, ProBeam, Research Instruments, Rolf Kind, Siemens Energy, SIMIC, Thales, THEVA Dünnschichttechnik GmbH, TRUMPF, TÜV Rheinland, VIA Electronic, Wälischmiller Engineering GmbH and Walter Tosto.

    Eine vollständige und aktuelle Liste der Mitglieder ist unter alpha-alliance.org abrufbar.

    Zitate:

    „Die Fusion ist zu einem strategischen industriellen Wettbewerb geworden, und Europa tritt in diese Phase mit weltweit führender Wissenschaft und einer starken industriellen Basis ein. Mit Alpha schlagen wir die Brücke von jahrzehntelang öffentlich finanzierter Fusionsforschung zur industriellen Umsetzung im großen Maßstab. Die Alpha Alliance steht für das gemeinsame Engagement der europäischen Industrie, diese Führungsposition in industrielle Umsetzung zu überführen. Durch die Bündelung von Kompetenzen entlang der gesamten Lieferkette schaffen wir die Voraussetzungen, um Fusionssysteme im industriellen Maßstab zu bauen und Europa als führende industrielle Basis für den Bau von Fusionskraftwerken zu positionieren.“ –Lucio Milanese, Chief External Affairs Officer und Mitgründer von Proxima Fusion

    „Air Liquide ist stolz darauf, mehr als 20 Jahre Erfahrung in der fortschrittlichen Kryotechnik für weltweite Deep-Tech- und Fusionsprojekte in die Alpha Alliance einzubringen. Unsere hochmodernen kryogenen Lösungen und Ingenieurskompetenzen stellen die entscheidende Infrastruktur bereit, um Supraleitung im industriellen Maßstab zu ermöglichen. Durch den Einsatz unseres industriellen Know-hows tragen wir dazu bei, den Übergang der Fusion vom wissenschaftlichen Durchbruch zu einer nachhaltigen, CO2-armen Energiequelle im Stromnetz zu beschleunigen.“ –Philippe Merino, Vice President, Air Liquide Engineering & Technologies

    „Die Zukunft der Energieerzeugung erfordert visionäre Ideen, wissenschaftlichen Pioniergeist und Komponenten, die extremsten Anforderungen standhalten. Proxima Fusion ist ein herausragendes Beispiel für die Umsetzung modernster Technologien im Zeitalter der Fusion. Für das strukturelle Trägersystem der Stellarator-Magnete von Proxima Fusion liefert die Rolf Kind GmbH Schmiedeteile aus hochlegierten Edelstählen, die darauf ausgelegt sind, extremen mechanischen Belastungen und magnetischen Kräften bei kryogenen Temperaturen standzuhalten. Projekte wie der Demonstrator Alpha von Proxima Fusion zeigen, wie deutsche Ingenieurskunst, wissenschaftliche Präzision und internationale Zusammenarbeit echten Fortschritt ermöglichen. Als Familienunternehmen mit jahrzehntelanger Erfahrung im Bereich Speziallegierungen verstehen wir uns nicht nur als Zulieferer, sondern als Technologiepartner und Enabler. Wir danken Proxima Fusion für das Vertrauen in unsere Expertise und freuen uns, Teil dieses wegweisenden Projekts zur Realisierung nachhaltiger Energietechnologien zu sein.“ –Markus Kind, Geschäftsführer, Rolf Kind GmbH

    Über Proxima

    Fusion Proxima Fusion wurde 2023 aus dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik ausgegliedert, um die erste Generation von Fusionskraftwerken mit QI-HTS-Stellaratoren zu bauen. Proxima hat seitdem ein Weltklasse-Team von Wissenschaftlern und Ingenieuren aus führenden Unternehmen und Institutionen zusammengestellt, darunter das IPP, das MIT, Harvard, SpaceX, Tesla und McLaren. Durch einen simulationsgesteuerten Ansatz in der Technik, der fortschrittliche Computer und Hochtemperatur-Supraleiter nutzt, um auf den bahnbrechenden Ergebnissen des W7-X-Experiments des IPP aufzubauen, führt Proxima Europa in eine neue Ära sauberer Energie, und zwar für immer.

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  • 74 Tote bei Festnahme von Drogenboss «El Mencho» in Mexiko

    Bei der Festnahme des mexikanischen Drogenbosses Nemesio Oseguera Cervantes alias «El Mencho» und anschließenden Kämpfen zwischen Sicherheitskräften und Verdächtigen sind mindestens 74 Menschen ums Leben gekommen. Darunter seien auch 25 Beamte der Nationalgarde, sagte Sicherheitsminister Omar García Harfuch.

  • EU scheitert mit Plänen zum Jahrestag von Ukraine-Krieg

    Der EU ist es nicht gelungen, vor dem vierten Jahrestag der russischen Invasion in die Ukraine den Weg für neue Sanktionen gegen Moskau und milliardenschwere Finanzhilfen für Kiew freizumachen. Wie die Deutsche Presse-Agentur von EU-Diplomaten erfuhr, blockiert insbesondere Ungarn weiter die notwendigen Beschlüsse dafür.

  • EU scheitert mit Plänen zum Jahrestag von Ukraine-Krieg

    Der EU ist es nicht gelungen, vor dem vierten Jahrestag der russischen Invasion in die Ukraine den Weg für neue Sanktionen gegen Moskau und milliardenschwere Finanzhilfen für Kiew freizumachen. Wie die Deutsche Presse-Agentur von EU-Diplomaten erfuhr, blockiert insbesondere Ungarn weiter die notwendigen Beschlüsse dafür.

  • Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2025 / Wirtschaftsleistung um 0,3 % höher als im Vorquartal

    Bruttoinlandsprodukt (BIP), 4. Quartal 2025

    +0,3 % zum Vorquartal (preis-, saison- und kalenderbereinigt)

    +0,6 % zum Vorjahresquartal (preisbereinigt)

    +0,4 % zum Vorjahresquartal (preis- und kalenderbereinigt)

    Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 4. Quartal 2025 gegenüber dem 3. Quartal 2025 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 0,3 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, bestätigte sich damit das Ergebnis der Schnellmeldung vom 30. Januar 2026. „Damit endete das konjunkturell wechselhafte Jahr 2025 mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung“, sagt Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes. „Zur positiven Entwicklung trugen vor allem die privaten und staatlichen Konsumausgaben bei. Aber auch die Bauinvestitionen zogen deutlich an.“ Für das Gesamtjahr 2025 haben die neuesten Berechnungen den Anstieg der Wirtschaftsleistung um 0,2 % zum Vorjahr (kalenderbereinigt: +0,3 %) bestätigt.

    Konsumausgaben steigen im Vergleich zum Vorquartal, Exporte im Minus

    Wie schon in den Quartalen zuvor nahmen die preis-, saison- und kalenderbereinigten Konsumausgaben insgesamt zu, sie stiegen um 0,7 % im Vergleich zum 3. Quartal 2025. Dabei erhöhte der Staat seine Konsumausgaben mit +1,1 % stärker als die privaten Haushalte (+0,5 %).

    Zugleich wurde wieder mehr investiert: Die Bauinvestitionen stiegen mit +1,6 % deutlich im Vergleich zum 3. Quartal 2025 an. In Ausrüstungen – also Maschinen, Geräte und Fahrzeuge – wurde ebenfalls mehr investiert als im Vorquartal. Nach dem starken Anstieg im 3. Quartal 2025 flachte die Entwicklung der Ausrüstungsinvestitionen allerdings ab (+0,1 %).

    Vom Außenhandel blieben positive Signale erneut aus: Exportiert wurden im 4. Quartal 2025 preis-, saison- und kalenderbereinigt insgesamt 0,6 % weniger Waren und Dienstleistungen als im 3. Quartal 2025. Dabei sank sowohl die Ausfuhr von Waren (-0,4 %) als auch die von Dienstleistungen (-1,2 %). Die Importe von Waren und Dienstleistungen nahmen im Vergleich zum Vorquartal ebenfalls ab, mit -0,3 % aber weniger stark als die Exporte. Deutlich geringeren Dienstleistungsimporten (-1,5 %) standen dabei leicht gestiegene Wareneinfuhren (+0,2 %) gegenüber.

    Bruttowertschöpfung legt im 4. Quartal 2025 wieder zu

    Die preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im 4. Quartal 2025 mit +0,4 % wieder an, nachdem sie im 3. Quartal 2025 noch stagniert hatte. Den deutlichsten Zuwachs gegenüber dem Vorquartal verzeichnete das Baugewerbe mit +1,7 %, was vor allem auf die positive Entwicklung im Ausbau zurückzuführen war. Auch die Dienstleistungsbereiche konnten ihre saison- und kalenderbereinigte Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2025 steigern, lediglich im Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe war diese nahezu unverändert (0,0 %). Die Bruttowertschöpfung des Wirtschaftsbereichs Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit sowie der sonstigen Dienstleister legte hingegen spürbar zu (jeweils +0,8 %). Im Verarbeitenden Gewerbe insgesamt stagnierte die Wertschöpfung gegenüber dem Vorquartal (0,0 %). Während die Hersteller von Metallerzeugnissen sowie von elektrischen Ausrüstungen ihre Wirtschaftsleistung steigern konnten, ging die Produktion in der chemischen Industrie und im Maschinenbau zurück.

    Bruttoinlandsprodukt im Vorjahresvergleich gestiegen

    Im Vorjahresvergleich war das BIP im 4. Quartal 2025 preisbereinigt um 0,6 % höher als im 4. Quartal 2024. Preis- und kalenderbereinigt war der Anstieg geringer (+0,4 %), da 0,7 Arbeitstage mehr zur Verfügung standen als im Vorjahreszeitraum.

    Konsumausgaben und Investitionen höher als im Vorjahr

    Die preisbereinigten Konsumausgaben nahmen auch im 4. Quartal 2025 im Vergleich zum Vorjahresquartal zu, sie stiegen um 1,6 %. Darunter entwickelten sich sowohl die privaten als auch die staatlichen Konsumausgaben positiv. Die Ausgaben der privaten Haushalte stiegen um 1,8 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum, unter anderem aufgrund höherer Ausgaben für Pkw. Der Staatskonsum wuchs um 1,3 %, vor allem, weil mehr soziale Sachleistungen zur Verfügung gestellt wurden. Auch die preisbereinigten Investitionen in Ausrüstungen nahmen im Vergleich zum 4. Quartal 2024 zu (+0,4 %). Vor allem die Investitionen des Staates, die investive Ausgaben im Verteidigungsbereich einschließen, stiegen stark an. Auch die gewerblichen Pkw-Zulassungen entwickelten sich sehr positiv. Die Investitionen in sonstige Fahrzeuge sowie Maschinen und Geräte nahmen dagegen ab. In Summe ergab sich so nur ein leichtes Plus bei den Ausrüstungsinvestitionen. Auch in Bauten wurde wieder mehr investiert als im Vorjahreszeitraum (+0,9 %), zum ersten Mal seit dem 1. Quartal 2022.

    Der Handel mit dem Ausland zeigte im 4. Quartal 2025 eine Belebung gegenüber dem Vorjahresquartal: Die preisbereinigten Exporte wuchsen um 1,6 %. Die Warenexporte waren deutlich höher als im Vorjahreszeitraum (+2,0 %), wozu insbesondere stärkere Ausfuhren von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektrischen Ausrüstungen beitrugen. Die Dienstleistungsexporte nahmen dagegen nur sehr geringfügig zu (+0,1 %). Auch die Importe von Waren und Dienstleistungen verzeichneten mit +4,0 % im Vergleich zum Vorjahresquartal einen deutlichen Zuwachs. Dieser ging allein auf die Warenimporte zurück (+6,4 %). Grund für den deutlichen Anstieg waren vor allem höhere Einfuhren von Nahrungsmitteln, Metallerzeugnissen und Kraftwagen- und Kraftwagenteilen. Die Dienstleistungsimporte sanken dagegen um 1,2 %, was unter anderem auf geringere Transport-, EDV- und sonstige unternehmensbezogene Dienstleistungen wie etwa Forschung und Entwicklung zurückzuführen ist.

    Bruttowertschöpfung in fast allen Bereichen im Plus

    Im 4. Quartal 2025 konnten fast alle Wirtschaftsbereiche ihre Bruttowertschöpfung im Vergleich zum Vorjahresquartal ausweiten. In den Dienstleistungsbereichen Information und Kommunikation (+2,7 %), Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,7 %) sowie Handel, Verkehr, Gastgewerbe (+1,6 %) stieg die preisbereinigte Bruttowertschöpfung deutlich. Erstmals seit dem 1. Quartal 2023 konnte auch das Verarbeitende Gewerbe seine Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorjahresquartal steigern. Der Anstieg um 0,7 % war vor allem auf Zuwächse bei der Herstellung von elektrischen Ausrüstungen sowie im Sonstigen Fahrzeugbau zurückzuführen. Auch das Baugewerbe steigerte seine preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Vergleich zum Vorjahr leicht (+0,4 %). Eine positive Entwicklung im Vorjahresvergleich hatte es hier zuletzt im 2. Quartal 2021 gegeben. Während der Tiefbau Zuwächse verzeichnete, stagnierte die Produktion im Hochbau. Einen Rückgang der Bruttowertschöpfung mussten lediglich die Finanz- und Versicherungsdienstleister hinnehmen, deren Wirtschaftsleistung wie auch schon in den Vorquartalen deutlich sank (-2,5 %).

    Erwerbstätigkeit leicht gesunken

    Die Wirtschaftsleistung wurde im 4. Quartal 2025 von rund 46,1 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 58 000 Personen (-0,1 %) weniger als im 4. Quartal 2024. Dabei wurden die Rückgänge im Verarbeitenden Gewerbe und im Baugewerbe nicht vom Anstieg der Erwerbstätigkeit in den Dienstleistungsbereichen kompensiert (siehe Pressemitteilung Nr. 053 vom 18. Februar 2026).

    Die durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden je erwerbstätiger Person stiegen nach ersten vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit im 4. Quartal 2025 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,7 %. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen – also das Produkt aus der leicht gesunkenen Erwerbstätigenzahl und den gestiegenen geleisteten Stunden je erwerbstätiger Person – nahm im gleichen Zeitraum um 0,5 % zu.

    Die gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivität – gemessen als preisbereinigtes BIP je Erwerbstätigenstunde – lag nach vorläufigen Berechnungen auf dem Niveau des 4. Quartals 2024 (0,0 %). Je Erwerbstätigen gerechnet war sie um 0,7 % höher als vor einem Jahr.

    Konsum steigt stärker als Einkommen, Sparquote niedriger als im Vorjahr

    In jeweiligen Preisen war das BIP im 4. Quartal 2025 um 3,8 % und das Bruttonationaleinkommen um 4,1 % höher als ein Jahr zuvor. Das Volkseinkommen war um 5,0 % höher als im 4. Quartal 2024. Dabei stieg nach vorläufigen Berechnungen das Arbeitnehmerentgelt insgesamt um 4,8 %. Zum Arbeitnehmerentgelt sowie zu den Löhnen und Gehältern zählen neben den regelmäßig gezahlten Lohnbestandteilen auch außerordentlich gezahlte Komponenten wie Prämien und Abfindungen. Die Unternehmens- und Vermögenseinkommen nahmen mit +5,5 % etwas stärker zu als das Arbeitnehmerentgelt, dies folgte jedoch auf einen kräftigen Einbruch im Vorjahreszeitraum. Je Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer stiegen die durchschnittlichen Bruttolöhne und -gehälter im 4. Quartal 2025 um 4,4 % im Vergleich zum Vorjahresquartal, die Bruttolohn- und gehaltssumme um 4,3 %. Netto erhöhten sich die gesamten Löhne und Gehälter mit +3,3 % aufgrund erheblich gestiegener Sozialbeiträge der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie höherer Lohnsteuer deutlich schwächer.

    Da der Konsum der privaten Haushalte im Vorjahresvergleich stärker zulegte (+4,4 %) als ihr gesamtwirtschaftliches Einkommen (+3,3 %), reduzierte sich die Sparquote auf 9,4 %. Im 4. Quartal 2024 hatte sie noch bei 10,4 % gelegen.

    Die deutsche Wirtschaft im internationalen Vergleich

    Zum Ende des Jahres entwickelte sich die Wirtschaft in der Europäischen Union (EU) positiv: In Spanien wuchs das preis-, saison- und kalenderbereinigte BIP mit +0,8 % zum Vorquartal erneut am stärksten unter den großen EU-Mitgliedstaaten. In der EU insgesamt (+0,3 %), in Italien (+0,3 %) und in Frankreich (+0,2 %) nahm die Wirtschaftsleistung in ähnlichem Ausmaß zu wie in Deutschland (+0,3 %). In den USA fiel das BIP im Vergleich zum 3. Quartal 2025 um 0,4 % höher aus.

    Im preis-, saison- und kalenderbereinigten Vorjahresvergleich nahm die Wirtschaftsleistung in Deutschland leicht um 0,4 % zu, während sie in der EU insgesamt deutlich um 1,5 % anstieg.

    Ein detaillierter Vergleich der Wachstumsraten der EU-Mitgliedstaaten ist auf der Seite „Europa in Zahlen“ im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes verfügbar.

    Revision der bisherigen Ergebnisse

    Neben der Berechnung des 4. Quartals 2025 hat das Statistische Bundesamt wie üblich auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse überarbeitet und neu verfügbare statistische Informationen in die Berechnungen der übrigen Quartale des Jahres 2025 einbezogen. Mit den seit der Schnellmeldung am 30. Januar 2026 neu verfügbaren statistischen Informationen ergaben sich dabei für das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt insgesamt keine Änderungen der bisherigen Ergebnisse.

    Methodische Hinweise:

    In allen Meldungen zu Konjunkturindikatoren sind die unterschiedlichen Vergleichszeiträume zu beachten. Im Fokus der Konjunkturbeobachtung steht der Vergleich der saison- und kalenderbereinigten Werte zum Vormonat/Vorquartal. Hieraus lässt sich die kurzfristige konjunkturelle Entwicklung ablesen. Der Vorjahresvergleich dient einem längerfristigen Niveauvergleich und ist von saisonalen Schwankungen weitgehend unabhängig.

    Mit den ersten vorläufigen Berechnungen zum vierteljährlichen BIP (BIP-Schnellmeldung) veröffentlicht das Statistische Bundesamt bereits rund 30 Tage nach dem Ende eines Quartals eine hochaktuelle Einschätzung zur wirtschaftlichen Gesamtentwicklung. Aufgrund der mit der hohen Aktualität einhergehenden begrenzten Datenlage sind diese ersten Ergebnisse immer mit größeren Unsicherheiten behaftet als die tiefer gegliederten Ergebnisse. Diese erscheinen in der Regel 25 Tage später und haben eine deutlich präzisere Datenbasis insbesondere für den letzten Monat des jeweils aktuellen Berichtsquartals. Auch danach werden die Ergebnisse noch mehrmals überarbeitet, um neu verfügbare statistische Informationen zu berücksichtigen. Nähere Informationen zum Revisionszyklus in den VGR bietet der Revisionskalender im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes.

    Weitere Informationen:

    Tiefer gegliederte Ergebnisse bieten die Tabellen 81000 in der Datenbank GENESIS-Online, die Fachserie 18 „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen“, Reihe 1.2 „Vierteljahresergebnisse“ sowie Reihe 1.3 „Saisonbereinigte Vierteljahresergebnisse nach X13“. Eine lange Reihe mit Quartalsergebnissen zum Bruttoinlandsprodukt seit dem 1. Quartal 1970 ist im Statistischen Bericht „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen“ verfügbar.

    Das BIP ist auch im „Dashboard Konjunktur“ enthalten, das Teil des „Dashboard Deutschland“ (www.dashboard-deutschland.de) ist. In diesem Datenportal bündelt das Statistische Bundesamt hochaktuelle Indikatoren der amtlichen Statistik und weiterer Datenanbieter zu den Themen Wirtschaft und Finanzen sowie Arbeitsmarkt, Bauen und Wohnen, Energie und Ukraine. Mit dem „Pulsmesser Wirtschaft“ steht dort auch ein interaktives Tool zur Konjunkturbeobachtung in Echtzeit bereit.

    Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.

    Weitere Auskünfte:
    VGR-Infoteam
    Telefon: +49 611 75 2626
    www.destatis.de/kontakt
    Pressekontakt:
    Statistisches Bundesamt
    Pressestelle
    www.destatis.de/kontakt
    Telefon: +49 611-75 34 44
    Weiteres Material: www.presseportal.de
    Quelle:            Statistisches Bundesamt
  • EU-Parlament stoppt Umsetzung von Zolldeal mit USA

    Das Europäische Parlament hat die Umsetzung des Zollabkommens zwischen den USA und der EU erneut formell auf Eis gelegt. Hintergrund sind die neu von US-Präsident Donald Trump angekündigten Zölle, wie der Vorsitzende des Handelsausschusses, Bernd Lange (SPD), mitteilte.

  • Epstein-Skandal: Britischer Ex-Botschafter festgenommen

    Im Zusammenhang mit dem Epstein-Skandal ist der frühere britische US-Botschafter Peter Mandelson wegen des Verdachts auf Fehlverhaltens im Amt festgenommen worden. Das berichtete die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf Scotland Yard. Mandelson war wegen seiner engen Beziehung zum inzwischen verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in den Fokus von Ermittlungen geraten.

  • Mann soll Frau, zwei Kinder und sich selbst erschossen haben

    Ein Familienvater soll in Oberfranken seine Frau, seine beiden Kinder und sich selbst erschossen haben. Polizisten fanden die vier Leichen am Freitagabend in einer Wohnung in Strullendorf im Landkreis Bamberg, wie die Beamten am Montag mitteilten.