Blog

  • «China-Schock» trifft vor allem die Autoindustrie

    Schrumpfende Ausfuhren, steigende Importe: Im Handel mit China sieht das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) die deutsche Industrie gleich von zwei Seiten unter Druck. «Exportseitig geht an China hängende Wertschöpfung verloren», heißt es in einer Analyse des arbeitgebernahe Instituts mit Sitz in Köln. «Und importseitig steigt der Konkurrenzdruck durch chinesische Produkte, was nicht nur die Exportfirmen trifft, sondern die Industrie in der Breite.» Besonders betroffen sei die Autoindustrie, aber auch der Maschinenbau als inzwischen wichtigste Branche beim China-Export.

    Nach jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes wurden im vergangenen Jahr Waren «Made in Germany» im Gesamtwert von 81,3 Milliarden Euro nach China geliefert. Das waren 9,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Zugleich importierte Deutschland 8,8 Prozent mehr Waren aus chinesischer Produktion in einem Gesamtvolumen von 170,6 Milliarden Euro.

    Unfairer Wettbewerb? 

    Die «problematische Divergenz zwischen Exporteinbruch und Importzuwachs» schlage sich auch im daraus resultierenden Rekord-Handelsbilanzdefizit von knapp 90 Milliarden Euro nieder, ordnet IW-Forscher Jürgen Matthes ein. «Offensichtlich sind chinesische Waren relativ zu deutschen viel zu billig. Das liegt auch an massiven Wettbewerbsverzerrungen durch Subventionen und eine unterbewertete Währung, wie selbst der Internationale Währungsfonds (IWF) kritisiert», schreibt Matthes. Chinas Export-Hits waren nach Angaben des Bundesamtes im vergangenen Jahr Elektronik, Optik und Maschinen.

    Exporteinbruch in der Autoindustrie

    Eine Branche trifft der «China-Schock», wie IW-Forscher Matthes es nennt, besonders hart: die Automobilindustrie. Sie ist für mehr als drei Viertel des gesamten deutschen Exportrückgangs im Geschäft mit China verantwortlich. «Verglichen mit dem Jahr 2022, als die Ausfuhren von Autos und Autoteilen auf ihrem historischen Höchststand noch fast 30 Milliarden Euro ausmachten,
    kam es zu einem Rückgang von über 54 Prozent auf nur noch 13,6 Milliarden Euro», heißt es in der IW-Analyse.

    Bei Maschinen weise Deutschland gegenüber China noch einen Exportüberschuss von rund 2,8 Milliarden Euro auf. Der positive Saldo sei in den vergangenen Jahren jedoch stark geschrumpft. Im Jahr 2018 lag er noch auf Rekordniveau von 10,5 Milliarden Euro. Seitdem stiegen die Einfuhren aus China im Trend deutlich an, und die Maschinen-Ausfuhren gingen zurück.

    Überdurchschnittliche Exportrückgänge im Geschäft mit China gab es der Übersicht zufolge im vergangenen Jahr auch bei Metallerzeugnissen, Gummi- und Kunststoffwaren sowie Pharmaprodukten aus deutscher Herstellung.

  • «Gelbe Briefe» gewinnt Goldenen Bären der Berlinale

    Das Politdrama «Gelbe Briefe» des Berliner Regisseurs İlker Çatak hat den Goldenen Bären der Berlinale gewonnen. Das gaben die Internationalen Filmfestspiele in Berlin bekannt.

  • Winterspiele beendet: Olympische Flamme in Italien erloschen

    Die olympische Flamme der Winterspiele in Italien ist erloschen. Zuvor hatte IOC-Präsidentin Kirsty Coventry die Spiele bei der Schlussfeier in Verona für beendet erklärt.

  • Winterspiele beendet: Olympische Flamme in Italien erloschen

    Die olympische Flamme der Winterspiele in Italien ist erloschen. Zuvor hatte IOC-Präsidentin Kirsty Coventry die Spiele bei der Schlussfeier in Verona für beendet erklärt.

  • «Gelbe Briefe» gewinnt Goldenen Bären der Berlinale

    Das Politdrama «Gelbe Briefe» des Berliner Regisseurs İlker Çatak hat den Goldenen Bären der Berlinale gewonnen. Das gaben die Internationalen Filmfestspiele in Berlin bekannt.

  • Sandra Hüller gewinnt als beste Schauspielerin bei Berlinale

    Die Schauspielerin Sandra Hüller ist bei der Berlinale mit dem Silbernen Bären für die beste schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle ausgezeichnet worden. Die 47-Jährige erhielt die Auszeichnung für ihre Rolle im Drama «Rose» von Markus Schleinzer.

  • Ifo-Index steigt: Hoffen auf Aufschwung trotz Trumps Zöllen

    Die Stimmung in den Chefetagen deutscher Unternehmen hellt sich stärker auf als gedacht und schürt die Hoffnung auf eine Erholung der Wirtschaft. Im Februar stieg der Ifo-Index, das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer, stärker als erwartet und liefert das nächste Signal für ein leichtes Wachstum nach Jahren der Krise. Wäre da nicht Donald Trump: Einmal mehr verunsichert die Zollpolitik des US-Präsidenten, der nach seiner Niederlage vor dem obersten Gerichtshof prompt neue Zölle ankündigte.

    Im Februar stieg der Ifo-Geschäftsklimaindex um 1,0 Punkte auf 88,6 Zähler. Die Unternehmen zeigten sich zufriedener mit ihren aktuellen Geschäften, auch die Erwartungen besserten sich, so das Ifo-Institut. «Die deutsche Wirtschaft zeigt erste Signale einer Belebung», kommentierte Präsident Clemens Fuest das Ergebnis der jüngsten Ifo-Umfrage unter 9.000 Unternehmen. Demnach stieg das Geschäftsklima in der Industrie, bei Dienstleistern und am Bau. Nur im Einzelhandel gab es leicht nach.

    «Deutschland klettert aus dem Konjunkturtal»

    «Die Zahlen untermauern die Trendwende in der Industrie», meint Jens-Oliver Niklasch, Ökonom bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Natürlich dürften Trumps jüngste Zolleskapaden die Unternehmen belasten. Dennoch zeigten die Frühindikatoren nach oben, schrieb er mit Blick etwa auf die jüngst gestiegenen Industrieaufträge.

    Die deutsche Wirtschaft, die 2025 nur ein Mini-Wachstum verzeichnete und in den beiden Vorjahren geschrumpft war, wird nach Einschätzung der Bundesregierung 2026 um ein Prozent zulegen. Nach Ansicht der Bundesbank geht es im ersten Quartal verhalten aufwärts.

    «Deutschland klettert aus dem Konjunkturtal» schrieb Christoph Swonke, Konjunkturanalyst bei der DZ Bank. Pünktlich zu den milderen Temperaturen laufe sich auch Deutschlands Wirtschaft warm – «zumindest in Mini-Schritten». Der Aufwärtstrend liege vor allem an den Fiskalpaketen für Infrastruktur und Verteidigung. «Trotzdem bleibt die weltweite Lage äußerst fragil.»

    Robin Winkler, Deutschland-Chefvolkswirt der Deutschen Bank, sieht dagegen Grund für mehr Optimismus als allgemein angenommen. «Wir sehen immer deutlichere Anzeichen, dass die Konjunktur ordentlich Schwung aufnimmt.» 

    Exportrekord in der Elektroindustrie

    Positive Nachrichten liefert die deutsche Elektro- und Digitalindustrie, die 2025 ihre Exporte auf den Rekordwert von fast 258 Milliarden Euro steigerte – trotz Zollstreits mit den USA. Dabei halfen laut Branchenverband ZVEI ein starkes Europageschäft und sprunghaft wachsende Ausfuhren im Dezember. 

    Höhere Exporte zum Jahresende 2025 meldete auch der Maschinenbauverband VDMA. In der Jahresbilanz sanken die weltweiten Ausfuhren von Maschinen und Anlagen aber um 1,8 Prozent gegenüber 2024, das Geschäft mit den USA brach wegen der Zölle um acht Prozent ein.

    Nächstes Kapitel im Zollstreit mit Trump

    Und der Zollstreit geht bereits in die nächste Runde: Trump kündigte nach seiner Schlappe vor dem obersten Gerichtshof am Wochenende neue weltweite Zölle vorübergehend von zehn und dann 15 Prozent auf Importe in die USA an. 

    Der Supreme Court hatte Trump untersagt, unter Berufung auf ein Notstandsgesetz aus den 1970er Jahren Zölle gegen den Import von Waren aus vielen Ländern zu verhängen. Unklar ist nun, ob Unternehmen zu viel gezahlte Milliardenbeträge zurückbekommen.

    Die US-Zollbehörde hat nach der Gerichtsentscheidung die Erhebung von Abgaben schon teilweise gestoppt. Zölle auf Grundlage von Notstandsbefugnissen würden ab Dienstag nicht mehr erhoben. Andere Importzölle bleiben unberührt, etwa solche aus Gründen der nationalen Sicherheit oder wegen unlauterer Handelspraktiken.

    Kippt der Zolldeal mit Washington?

    Auch ist unklar, was die neuen Zollankündigungen von Trump für den Handelsdeal zwischen Brüssel und Washington von vergangenem Sommer bedeuten. Dieses sah eine Zollobergrenze von 15 Prozent für die meisten EU-Importe in den USA vor. 

    Am Montag legte das Europäische Parlament, wo die Annahme des Abkommens noch ausstand, die Umsetzung formell auf Eis. Man wolle von den USA die klare Zusicherung, dass sie das Abkommen einhalten, sagte der Vorsitzende des Handelsausschusses, Bernd Lange (SPD). Später hieß es aus US-Regierungskreisen, der amerikanische Zoll auf EU-Importe solle 15 Prozent betragen.

    «Rüstungsaufträge machen noch keinen Aufschwung.»

    Ulrich Kater, Chefvolkswirt bei der Dekabank meint, die Zollkapriolen der USA sollten nicht überbewertet werden. «Für die Unternehmen ist jetzt Planungssicherheit wichtiger, als ob es mit den Zöllen noch einmal etwas herauf oder herunter geht.»

    Viele Experten sehen die größten Baustellen für die deutsche Wirtschaft ohnehin zu Hause. Das Ifo-Geschäftsklima zeige anders als in der ersten Hälfte 2025 noch nicht klar nach oben, schrieb Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. «Das Ausbleiben der notwendigen breiten Wirtschaftsreformen belastet die Stimmung. Rüstungsaufträge allein machen noch keinen Aufschwung.»

  • Trump will weltweiten Zollsatz auf 15 Prozent erhöhen

    US-Präsident Donald Trump will den von ihm verkündeten weltweiten 10-Prozent-Zollsatz auf Importe in die USA auf 15 Prozent erhöhen. Das kündigte der Republikaner auf der Plattform Truth Social an.

  • Trump will weltweiten Zollsatz auf 15 Prozent erhöhen

    US-Präsident Donald Trump will den von ihm verkündeten weltweiten 10-Prozent-Zollsatz auf Importe in die USA auf 15 Prozent erhöhen. Das kündigte der Republikaner auf der Plattform Truth Social an.

  • Trump will nach Zollurteil Alternativen nutzen

    US-Präsident Donald Trump will nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs gegen die von ihm verhängten Zölle andere Wege gehen. Er werde Alternativen nutzen, mit denen er mehr Geld einnehmen werde, sagte Trump in Washington.