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  • Bayerns Exportstärke schwindet im wichtigsten Industriezweig

    Bayerns wichtigste Wirtschaftsbranche verliert auf dem Weltmarkt an Boden: Im vergangenen Jahr sind die Exporte der Metall- und Elektroindustrie um 0,3 Prozent auf einen Wert von 148,7 Milliarden Euro gesunken. Das war der zweite Rückgang in Folge, wie die beiden Arbeitgeberverbände bayme und vbm mitteilten. 

    Zur Metall- und Elektroindustrie gehören unter anderem die Autohersteller und deren Zulieferer sowie der Maschinenbau. Grundlage der Auswertung waren die Daten des Statistischen Bundesamts.

    USA und China gleichermaßen unfreundliches Pflaster 

    Die bayerischen Exporte insgesamt waren 2025 leicht gestiegen. Die Metall- und Elektrobranche ist der größte Industriezweig im Freistaat und beschäftigt derzeit noch etwa 830.000 Menschen. 

    Regelrechte Einbrüche gab es bei den Ausfuhren in die zwei größten Wirtschaftsnationen USA und China: Die Exporte in die USA gingen um 13,6 Prozent zurück, in China belief sich das Minus auf 10,4 Prozent. Im US-Geschäft waren die Zollerhöhungen der US-Regierung ein Negativfaktor, in China die von der Pekinger Führung vorgegebene Linie, Importe durch heimische Produktion zu ersetzen. 

    «Die massive Konkurrenz vor Ort in Kombination mit wettbewerbsverzerrenden Maßnahmen und Protektionismus schwächen unsere Firmen im globalen Wettbewerb», sagte Bertram Brossardt, der Hauptgeschäftsführer der beiden Verbände. Dass die weltweiten M+E-Exporte aus Bayern im Saldo dennoch nur leicht sanken, liegt daran, dass die Unternehmen ihre Vertriebsleute verstärkt auf Kundensuche in anderen Ländern schickten, vor allem in Europa. 

    Flugzeuge haben Konjunktur

    Die Exporte der Autoindustrie und -zulieferer als größter Sparte gingen um drei bis fünf Prozent auf 52,5 Milliarden Euro zurück, die Maschinenausfuhren um rund drei Prozent auf 39,5 Milliarden. Steil nach oben ging es dagegen mit einem Plus von 41 Prozent bei Luftfahrzeugen und Flugzeugteilen, die aber in Summe mit 6,6 Milliarden Euro nur einen vergleichsweise kleinen Teil der bayerischen Ausfuhren ausmachen.

    «Es gibt zwar einzelne erfreuliche Entwicklungen», sagte Brossardt. «Aber bei unseren wichtigsten Exportgütern verlieren wir weiter an Boden.» Der Wirtschaftsverband vbw fordert einen «großen Wurf» der Bundesregierung, um die deutsche Wettbewerbsfähigkeit wieder zu verbessern.

  • Nach Wahldebakel kündigt FDP-Landeschef Rülke Rücktritt an

    Nach dem voraussichtlichen Scheitern der FDP an der Fünf-Prozent-Hürde bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg hat Landeschef Hans-Ulrich Rülke seinen Rücktritt vom Landesvorsitz angekündigt. Das erklärte der 64-Jährige in Stuttgart.

  • SPD: Stoch kündigt Rückzug als Landes- und Fraktionschef an

    Nach dem SPD-Verlust bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg hat Spitzenkandidat Andreas Stoch seinen Rückzug als Landes- und Fraktionschef angekündigt. Das sagte SPD Generalsekretär Sascha Binder der Deutschen Presse-Agentur.

  • Prognosen: Grüne knapp vor CDU in Baden-Württemberg

    Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg liefern sich Grüne und CDU ein enges Rennen um Platz eins. Nach den Prognosen von ARD und ZDF liegen die Grünen mit Spitzenkandidat Cem Özdemir knapp vor der CDU mit Landeschef Manuel Hagel.

  • Hochrechnungen: Grüne knapp vor CDU in Baden-Württemberg

    Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg liefern sich Grüne und CDU ein enges Rennen um Platz eins. Nach den ersten Hochrechnungen von ARD und ZDF liegen die Grünen mit Spitzenkandidat Cem Özdemir knapp vor der CDU mit Landeschef Manuel Hagel.

  • Hecking neuer Trainer beim VfL Wolfsburg

    Dieter Hecking soll den VfL Wolfsburg vor dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga bewahren. Der 61-Jährige tritt beim Tabellenvorletzten die Nachfolge von Daniel Bauer an, von dem sich der Club nach dem 1:2 gegen den Hamburger SV getrennt hatte.

  • Anlagenbauer Gea schraubt Ziele nach oben

    Trotz der Konjunkturflaute hat der Maschinen- und Anlagenbauer Gea bessere Geschäfte gemacht und schraubt seine Wachstumsziele nach oben. Wie das Dax-Unternehmen in Düsseldorf mitteilte, stieg der Umsatz im vergangenen Jahr um 1,4 Prozent auf 5,5 Milliarden und der Nettogewinn um 7,5 Prozent auf rund 0,4 Milliarden Euro. Dabei profitierte Gea von einer steigenden Nachfrage nach nachhaltigen Technologien – also Maschinen und Anlagen, die relativ wenig Energie und Wasser benötigen und die zu einem geringen Abfallaufkommen führen. 

    Volle Auftragsbücher

    Die Auftragsbücher des Unternehmens, das im vergangenen Jahr in den Leitindex Dax aufgenommen wurde, sind deutlich voller. Im vergangenen Jahr bekam Gea den größten Auftrag seiner Unternehmensgeschichte, in Algerien baut die Firma eine große Milchfarm. Gea stellt unter anderem Melkroboter her.

    «2025 war ein sehr erfolgreiches Jahr für Gea», sagte Konzernchef Stefan Klebert. «Wir haben unseren Auftragseingang in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten gegen den Trend deutlich gesteigert, haben wesentliche Klimaziele vorzeitig erreicht und sind noch profitabler geworden.» Mit Blick auf den Iran-Krieg und dessen Folgen sehe er keine Risiken für Gea. Vielmehr will der Manager das Wachstum weiter ausbauen. So peilt das Management im laufenden Jahr ein Umsatzplus von 5,0 bis 7,0 Prozent an.

    Belegschaft leicht gewachsen

    Die Gesamtbelegschaft lag zum Jahreswechsel weltweit bei rund 19.500 Vollzeitstellen, das waren etwa 400 mehr als ein Jahr zuvor. Einige Tausend davon sind in Nordrhein-Westfalen angesiedelt. In Oelde im Münsterland stellt Gea Zentrifugen her, die etwa in der Bierproduktion eingesetzt werden. In Bönen werden Agrartechnik-Anlagen und in Hürth bei Köln Gefriertrockner gefertigt. Die Verwaltungszentrale ist in Düsseldorf.

  • VfL Wolfsburg trennt sich von Trainer und Geschäftsführer

    Der VfL Wolfsburg hat sich im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga von Trainer Daniel Bauer und Sport-Geschäftsführer Peter Christiansen getrennt. Das gab der Club einen Tag nach dem 1:2 der Niedersachsen gegen den Hamburger SV bekannt.

  • Studie: Viele Firmen erst am Anfang der Dekarbonisierung

    Viele kleine und mittlere Unternehmen in Sachsen stehen bei der Umstellung auf klimafreundlichere Produktionsprozesse noch am Anfang. Das geht aus einer Studie zu Dekarbonisierungsoptionen für die sächsische Wirtschaft hervor, die im Auftrag des Wirtschaftsministeriums erstellt wurde.

    Demnach stellt die Umstellung auf CO2-freie Prozesse bis 2045 für viele Betriebe eine technische und wirtschaftliche Herausforderung dar. Während große energieintensive Industrien bereits konkrete Dekarbonisierungsfahrpläne verfolgen, bestehen im Mittelstand noch Unsicherheiten – etwa bei Technologien, Investitionen oder der Rolle von Strom, Wasserstoff und Effizienzmaßnahmen.

    Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) sieht darin zugleich eine Chance für die Wirtschaft. «Der klimabewusste Umbau unserer Wirtschaft ist längst kein Zukunftsthema mehr, sondern findet bereits statt», sagte Panter. Wer jetzt handele, sichere Wettbewerbsfähigkeit, Wohlstand und Arbeitsplätze.

    Energieverbrauch der Branchen im Blick

    Untersucht wurden 19 Wirtschaftszweige sowie Teile des Handwerks. Insgesamt verbrauchen die betrachteten Branchen in Sachsen rund 15,5 Terawattstunden Endenergie pro Jahr, davon sind etwa 42 Prozent bereits elektrifiziert. Der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch liegt im Freistaat derzeit bei rund 28 Prozent.

    Besonders energieintensiv sind laut Studie die Papierindustrie mit etwa 2,2 Terawattstunden jährlich, gefolgt von der Ernährungs- und Getränkeindustrie (2,1 TWh) sowie der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten wie Computern oder Druckern (2,0 TWh).

    Um Treibhausgasemissionen deutlich zu senken, müsse der Einsatz fossiler Energieträger wie Erdgas, Öl oder Kohle schrittweise durch klimafreundliche Alternativen ersetzt werden. Als zentrale Hebel gelten Effizienzmaßnahmen, Elektrifizierung sowie der Wechsel zu erneuerbaren Brennstoffen wie Biogas oder grünem Wasserstoff.

    Branchensteckbriefe als Orientierung

    Die Studie enthält zudem Branchensteckbriefe mit Dekarbonisierungsoptionen etwa für Glas, Keramik, Papier, Chemie und Pharma, Maschinenbau oder die Lebensmittelindustrie. Auch für Handwerksberufe wie Bäcker, Fleischer und Textilreiniger gibt es entsprechende Übersichten.

    Panter betonte zudem die Bedeutung der Energieinfrastruktur für die Transformation. «Entscheidend für die Umsetzbarkeit von Dekarbonisierungstechnologien ist die vorgelagerte Energieinfrastruktur», sagte der Minister. Wichtig seien zuverlässige Netzanschlüsse sowie der Zugang zu bezahlbaren grünen Energieträgern.

    Die Studie wurde von der Forschungsstelle für Energiewirtschaft in München im Auftrag der Sächsischen Energieagentur Saena erstellt.

  • Anlagenbauer Gea schraubt Ziele nach oben

    Trotz der Konjunkturflaute hat der Maschinen- und Anlagenbauer Gea bessere Geschäfte gemacht und schraubt seine Wachstumsziele nach oben. Wie das Dax-Unternehmen in Düsseldorf mitteilte, stieg der Umsatz im vergangenen Jahr um 1,4 Prozent auf 5,5 Milliarden und der Nettogewinn um 7,5 Prozent auf rund 0,4 Milliarden Euro. Dabei profitierte Gea von einer steigenden Nachfrage nach nachhaltigen Technologien – also Maschinen und Anlagen, die relativ wenig Energie und Wasser benötigen und die zu einem geringen Abfallaufkommen führen. 

    Volle Auftragsbücher

    Die Auftragsbücher des Unternehmens, das im vergangenen Jahr in den Leitindex Dax aufgenommen wurde, sind deutlich voller. Im vergangenen Jahr bekam Gea den größten Auftrag seiner Unternehmensgeschichte, in Algerien baut die Firma eine große Milchfarm. Gea stellt unter anderem Melkroboter her.

    «2025 war ein sehr erfolgreiches Jahr für Gea», sagte Konzernchef Stefan Klebert. «Wir haben unseren Auftragseingang in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten gegen den Trend deutlich gesteigert, haben wesentliche Klimaziele vorzeitig erreicht und sind noch profitabler geworden.» Mit Blick auf den Iran-Krieg und dessen Folgen sehe er keine Risiken für Gea. Vielmehr will der Manager das Wachstum weiter ausbauen.

    Ambitioniertes Ziel für Lebensmittel-Zellfertigung

    Die Gesamtbelegschaft lag zum Jahreswechsel weltweit bei rund 19.500 Vollzeitstellen, das waren etwa 400 mehr als ein Jahr zuvor. Einige Tausend davon sind in Nordrhein-Westfalen angesiedelt. In Oelde im Münsterland stellt Gea Zentrifugen her, die etwa in der Bierproduktion eingesetzt werden. In Bönen werden Agrartechnik-Anlagen und in Hürth bei Köln Gefriertrockner gefertigt. Die Verwaltungszentrale ist in Düsseldorf.