Die angeschlagene Warenhauskette Galeria erhält für die weitere Sanierung einen neuen Kredit in Höhe von bis zu 160 Millionen Euro. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur mit.
Autor: Stojancho Gjorgjiev
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Bosch-Chef Stefan Hartung geht vorzeitig
Überraschender Chefwechsel bei Bosch: Stefan Hartung tritt ab. Der 60-Jährige lege zum 30. Juni auf eigenen Wunsch sein Mandat als Vorsitzender der Geschäftsführung nieder, teilte der Technologiekonzern in Gerlingen bei Stuttgart mit. Hartung wolle sich künftig neuen gesellschaftlichen und unternehmerischen Aufgaben außerhalb der Bosch-Gruppe widmen. Sein Nachfolger soll der bisherige Vize-Chef Christian Fischer werden.
Der Wechsel erfolgt demnach in enger Abstimmung und im Einvernehmen mit der obersten Ebene bei Bosch. «Die Gesellschafter und der Aufsichtsrat bedauern die Entscheidung von Stefan Hartung und danken ihm ausdrücklich für seine großen Verdienste bei der umsichtigen Führung des Unternehmens in einer außergewöhnlich anspruchsvollen Phase», teilte Aufsichtsratschef Stefan Asenkerschbaumer mit. Hartung habe die kraftvolle Weiterentwicklung von Bosch gezielt fortgesetzt.
«Wir respektieren die persönliche Entscheidung von Stefan Hartung und wünschen ihm viel Erfolg für seine Zukunft», wird Asenkerschbaumer weiter zitiert. Der Manager ist zugleich geschäftsführender Gesellschafter der Robert Bosch Industrietreuhand KG, dem Machtzentrum des Konzerns. Sie hält mehrheitlich die Stimmrechte an dem weltgrößten Autozulieferer.
Vertrag von Hartung war erst verlängert worden
Bosch hatte den Vertrag von Hartung erst im vergangenen Herbst verlängert. Details wurden damals nicht genannt. Aber dem Vernehmen nach wurde eine Laufzeit bis 2031 vereinbart. Der gebürtige Dortmunder und frühere McKinsey-Manager, der als quirlig und offen gilt, hat seine Bosch-Karriere 2004 bei der Hausgeräte-Tochter BSH begonnen. 2013 stieg er in die Geschäftsführung auf.
Den Chefposten des Stiftungskonzerns übernahm er Anfang 2022. Mit dem vorzeitigen Weggang beendet der promovierte Maschinenbauer als siebter Chef nach Gründer Robert Bosch seine Tätigkeit in dem Unternehmen, das neben Autoteilen, Halbleitern, Hausgeräten und Elektrowerkzeugen auch Industrie- und Gebäudetechnik herstellt. Und damit nach vergleichsweise kurzer Zeit: Seine drei Vorgänger Volkmar Denner, Franz Fehrenbach und Hermann Scholl führten den Konzern deutlich länger.
Hartung: Richtige Zeitpunkt, mein Mandat niederzulegen
Corona, Ukraine-Krieg, US-Zölle, zunehmende Konkurrenz aus China – all das fiel in die viereinhalb Jahre dauernde Amtszeit von Hartung. In dieser Periode investierte Bosch Milliarden in E-Mobilität, Software für das automatisierte Fahren, Wasserstoff, Wärmepumpen und in bestimmte Chips. Doch nicht alle Strategien gingen auf, und auch die Weltwirtschaft und die Kunden spielten nicht immer mit. Die Folge waren verschobene Finanzziele, Sparmaßnahmen und ein Stellenabbau im großen Stil – für den das Management um Hartung auch bei den Arbeitnehmern scharf in der Kritik stand.
Hartung teilte mit: «Nachdem die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens weiter gestärkt ist und wir wichtige Meilensteine in der Restrukturierung erreicht haben, ist jetzt für mich der richtige Zeitpunkt, mein Mandat niederzulegen.»
Fischer übernimmt am 1. Juli
Der neue Bosch-Chef Fischer verantwortete zuletzt die Konsumgütersparte – und war so etwas wie der Chefstratege der Gruppe. Die berufliche Karriere des 58-Jährigen startete einst bei den Schwaben als Trainee. Über Stationen bei der Unternehmensberatung Roland Berger, Walter Bau, dem RFID-Unternehmen Smartrac und wieder Roland Berger kam Fischer 2018 zurück zu Bosch – direkt in die Geschäftsführung.
Der Vertrag von Fischer hat nach dpa-Informationen eine Laufzeit von fünf Jahren. Die Stellvertreter-Position teilen sich in Zukunft zwei Manager: Finanzgeschäftsführer Markus Forschner und Zuliefer-Chef Markus Heyn.
Bosch steckt in der Krise
Die schwierige Wirtschaftslage hat im vergangenen Jahr mit voller Wucht bei Bosch durchgeschlagen. Der Zulieferer leidet nicht nur in seinem Kernbereich, wo ihm unter anderem der schleppende Wandel zur Elektro-Mobilität zusetzt, sondern auch in fast allen anderen Geschäftsfeldern. So halten sich zum Beispiel viele Verbraucherinnen und Verbraucher wegen der aktuellen Wirtschaftslage beim Kauf von Geräten wie Kühlschränken, Backöfen, Waschmaschinen, Elektrowerkzeugen und Gartengeräten zurück.
Nach eigenen Angaben ist Bosch in vielen Bereichen mittlerweile nicht mehr wettbewerbsfähig. Um das Ruder herumzureißen, wird kräftig an Personal und Strukturen gespart. Allein in der Zuliefersparte will der Konzern in den kommenden Jahren bis zu 22.000 Stellen streichen. Abbaupläne gibt es aber auch in anderen Bereichen – unter anderem bei der Hausgerätetochter BSH und der Sparte für Elektrowerkzeuge.
Die Kosten für den beispiellosen Stellenabbau haben – neben den US-Zöllen und Steuereffekten – auch die Geschäftszahlen der Schwaben schwer belastet. Insgesamt schlugen die Programme mit 2,7 Milliarden Euro zu Buche, vor allem in Form von Rückstellungen. Im vergangenen Jahr musste Bosch daher erstmals seit 2009 einen Nachsteuerverlust in Höhe von 363 Millionen Euro verbuchen. Bereits in Vorjahr hatte sich der Gewinn halbiert. Der Umsatz stieg 2025 nur leicht auf 91 Milliarden Euro. Damit lag das Unternehmen auch deutlich hinter den eigenen Erwartungen.
Wird 2026 für Bosch besser?
In den vergangenen Jahren wurden dem neuen Bosch-Chef zufolge wichtige Grundlagen gelegt und die Transformation gestartet. «Die Strategie nach vorne steht, doch das Umfeld und unsere Märkte verändern sich in nie dagewesenem Tempo», teilte der promovierte Wirtschaftswissenschaftler mit. Darauf müsse man Anstrengungen ausrichten, Entscheidungen mit großer Entschlossenheit treffen und Innovationen schnell in Produkte und Märkte bringen.
Für das laufende Jahr rechnete Bosch zuletzt – trotz der schwierigen Lage der Weltwirtschaft – mit etwas besseren Geschäften. Im ersten Quartal lag der Umsatz demnach etwa auf Vorjahresniveau. Für 2026 peilte das Management ein Umsatzwachstum von zwei bis fünf Prozent und auch mehr Gewinn an.
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Das ist der neue Bosch-Chef Christian Fischer
Kein Ingenieur, sondern Kaufmann: Der künftige Bosch-Chef Christian Fischer ist kein klassisches Eigengewächs des Technologiekonzerns. Er übernimmt den Posten am 1. Juli – und steht dann erst als achter Manager an der Spitze nach Gründer Robert Bosch. Der 58 Jahre alte gebürtige Hamburger steht vor großen Herausforderungen.
Die schwierige Wirtschaftslage hat im vergangenen Jahr mit voller Wucht bei Bosch durchgeschlagen. Der weltweit größte Autozulieferer leidet nicht nur in seinem Kernbereich, sondern auch in fast allen anderen Geschäftsfeldern. So halten sich zum Beispiel viele Verbraucherinnen und Verbraucher wegen der aktuellen Wirtschaftslage beim Kauf von Geräten wie Kühlschränken, Backöfen, Waschmaschinen, Elektrowerkzeugen und Gartengeräten zurück.
In Stuttgart studiert und promoviert
Der verheiratete Vater von zwei Töchtern, der eng mit Stuttgart verbunden ist, muss es nun richten. Er studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität Hohenheim und promovierte gleichfalls dort.
Seine berufliche Karriere startete er einst bei Bosch als Trainee. Über Stationen beim Beratungsunternehmen Roland Berger, Walter Bau, Smartrac und wieder Roland Berger kam er 2018 zurück zu Bosch direkt in die Geschäftsführung. Seit Januar 2022 ist der Manager stellvertretender Bosch-Chef und unter anderem für die Konsumgüter, strategische Wachstumsinitiativen und das Afrika-Geschäft zuständig.
Fischer fädelte unter anderem diskret den Zukauf des Heizungs-,
Lüftungs- und Klimageschäfts von Johnson Controls und Hitachi – der größten
Akquisition der Unternehmensgeschichte – ein. Das sieht das Unternehmen als eines der zentralen Zukunftsfelder. Fischer habe in den vergangenen Jahren
bewiesen, dass er strategisch denke, unternehmerisch handele und weitsichtig
führe, sagte Aufsichtsratschef Stefan Asenkerschbaumer.Großer Stellenabbau geplant
Nach eigenen Angaben ist Bosch in vielen Bereichen mittlerweile nicht mehr wettbewerbsfähig. Um das Ruder herumzureißen, wird kräftig an Personal und Strukturen gespart. Allein in der Zuliefersparte will der Konzern in den kommenden Jahren bis zu 22.000 Stellen streichen. Abbaupläne gibt es aber auch in anderen Bereichen – unter anderem bei der Hausgerätetochter BSH und der Sparte für Elektrowerkzeuge. Fischer wird in einer Mitteilung mit den Worten zitiert: «Wir müssen unsere Transformationsanstrengungen darauf ausrichten, Entscheidungen mit großer Entschlossenheit treffen und auch Innovationen schnell in Produkte und Märkte bringen. Ich bin überzeugt, das wird uns bei Bosch auch in Zukunft gelingen.»
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Bericht: VW verschärft Sparkurs – Widerstand angekündigt
Zwei Jahre nach dem erbitterten Tarifkonflikt steht VW offenbar vor einem erneuten Streit um Einsparungen: Einem Medienbericht zufolge will Konzernchef Oliver Blume den Sparkurs noch einmal deutlich verschärfen. Bereits Anfang Juli soll der Aufsichtsrat darüber beraten. Gewerkschaft und Betriebsrat kündigten umgehend Widerstand gegen die Pläne an.
Bis zu 100.000 Stellen könnten weltweit wegfallen, doppelt so viele wie bisher geplant. Vier Werke in Deutschland könnten sogar komplett schließen, schreibt das «Manager Magazin». Die Pläne seien Teil des neuen Zielbilds 2030, das der Vorstand am Mittwoch behandelt habe. Das letzte Wort habe nun der Aufsichtsrat, der am 9. Juli darüber beraten solle.
IG Metall schlägt Alarm
IG Metall und VW-Betriebsrat zeigten sich entsetzt und kündigten umgehend Widerstand dagegen an. «Sollten solche Pläne vorangetrieben werden, würden wir sie mit aller Macht verhindern», heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme von IG-Metall-Chefin Christiane Benner, Bezirksleiter Thorsten Gröger und Betriebsratschefin Daniela Cavallo.
«Die erneuten Medienberichte verunsichern unsere Belegschaft und unsere Standortregionen zu Recht», heißt es in der Mitteilung. «Angriffe auf das VW-Gesetz, die Mitbestimmung und unsere Standorte sind unverantwortliche Drohungen.»
Bei der Aufsichtsratssitzung im Juli droht damit ein heftiger Schlagabtausch: Arbeitnehmervertreter stellen dort die Hälfte der Mitglieder, IG-Metall-Chefin Benner ist sogar stellvertretende Vorsitzende des Gremiums. Zusammen mit den beiden Vertretern des Landes Niedersachsen sind sie in der Mehrheit. Das Land ist mit 20 Prozent der Stimmrechte an VW beteiligt und hat bei wichtigen Entscheidungen ein Veto-Recht.
Niedersachsen will Werksschließungen verhindern
Auch das Land Niedersachsen sprach sich bereits gegen Standortschließungen aus. «Das Land Niedersachsen wird keiner Entwicklung zustimmen, die auf Werksschließungen als vermeintlich einfache Lösung setzt oder die bewährte Mitbestimmung infrage stellt», teilten Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) und seine Stellvertreterin Julia Willie Hamburg (Grüne) mit.
«Die Zukunft von Volkswagen wird nicht dadurch gewonnen, dass man immer neue Werksschließungen oder immer größere Stellenabbauprogramme in den Fokus stellt», heißt es in ihrer gemeinsamen Stellungnahme. «Über konkrete Maßnahmen wird der Aufsichtsrat beraten und entscheiden», so die beiden Politiker, die das Land in dem VW-Kontrollorgan vertreten. «Das Land Niedersachsen wird seine Verantwortung dort mit der gebotenen Sorgfalt wahrnehmen.»
Droht vier Werken das Aus?
Bei den vier Werken, die dem Bericht zufolge «mittelfristig» schließen könnten, handelt es sich um die VW-Werke in Hannover, Zwickau und Emden sowie den Audi-Standort Neckarsulm. Der dortige Betriebsrat kündigte ebenfalls umgehend Widerstand dagegen an: «Eine Schließung des Werks Neckarsulm steht für uns als Arbeitnehmervertretungen nicht zur Debatte», hieß es in einer ersten Stellungnahme.
Ein konkretes Datum für die Maßnahmen nannte das «Manager Magazin» nicht. Bis mindestens 2030 gilt an den deutschen Konzernstandorten eine Beschäftigungssicherung, die mit der IG Metall vereinbart wurde.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer zeigte sich besorgt. «Das darf sich so nicht realisieren», sagte der CDU-Politiker. Sein Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) will eine mögliche Schließung des Standorts Zwickau nicht hinnehmen. «Wir werden um das Werk, um die Arbeitsplätze kämpfen. Das steht außer Frage», sagte er. Kritik kam auch aus der Politik in Berlin. «Der geplante Stellenabbau bei VW ist eine bodenlose Sauerei», sagte Linken-Vorsitzende Ines Schwerdtner.
Konzern plant «umfassende Transformation»
Der Konzernvorstand habe «in den vergangenen Monaten intensiv an einem Zukunftsplan für die Neuaufstellung des Unternehmens gearbeitet», bestätigte ein Sprecher auf Anfrage. «Es geht darum, das Unternehmen insgesamt effizienter und schlanker aufzustellen sowie technologische Synergiepotenziale konsequent zu nutzen.»
Ziel sei eine «umfassende Transformation», so der Sprecher weiter. «Der gesamte Konzern – inklusive Marken und Gesellschaften – muss sich tiefgreifend verändern.» Im nächsten Schritt solle dies nach Befassung des Aufsichtsrats in die Umsetzung gebracht werden. Details zu konkreten Maßnahmen nannte der Sprecher nicht.
Blume: VW braucht neues Geschäftsmodell
Konzernchef Oliver Blume hat in den vergangenen Monaten wiederholt erklärt, dass das bisherige Geschäftsmodell von VW so nicht mehr funktioniere, der Konzern sich neu aufstellen müsse und die Kosten weiter sinken müssten. «Wir werden jeden Stein umdrehen», hatte Blume bereits im Frühjahr angekündigt. Bisher hatte er es aber vermieden, Details zu möglichen Einsparungen zu nennen.
Sparen will der Konzern dem «Manager Magazin» zufolge auch bei der Modellpalette: Die Zahl der Fahrzeugmodelle im Konzern solle von bisher 150 auf weniger als 100 sinken. Auch ein mögliches US-Werk von Audi würde dem Rotstift zum Opfer fallen. Stattdessen solle Audi bei der neuen US-Marke Scout unterkommen.
Abbau von 37.000 Stellen fix
Bis 2030 hat Volkswagen bereits den Abbau von konzernweit 50.000 Stellen in Deutschland angekündigt, davon 35.000 bei der Kernmarke VW. In Dresden ist die Fahrzeugproduktion jüngst ausgelaufen, für Osnabrück sucht der Konzern derzeit nach einer Lösung, wenn dort im kommenden Jahr die Cabrio-Fertigung ausläuft.
Zuletzt war es bei VW 2024 zum heftigen Tarifstreit gekommen. Mehrmals legte die IG Metall mit Warnstreiks die Produktion lahm. Erst kurz vor Weihnachten kam es nach einem einwöchigen Verhandlungsmarathon zum Kompromiss. Betriebsbedingte Kündigungen wurden ausgeschlossen, der Stellenabbau erfolgt vor allem über Altersteilzeit und Abfindungsprogramme.
Konzernweit haben bereits mehr als 37.000 Beschäftigte unterschrieben, wie ein Konzernsprecher bestätigte. Zuvor hatte das «Handelsblatt» berichtet.
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Tesla will Produktion ankurbeln – 1.000 neue Mitarbeiter
Der US-Elektroautobauer Tesla will seine Produktion im Werk Grünheide bei Berlin stärker hochfahren. Das Unternehmen teilte mit, weitere 1.000 Beschäftigte einzustellen und ab Oktober die Produktion auf 7.500 Fahrzeuge pro Woche zu steigern. Im April hatte Tesla bereits die Einstellung von 1.000 neuen Mitarbeitern angekündigt.
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Das ist der neue Bosch-Chef Christian Fischer
Kein Ingenieur, sondern Kaufmann: Der künftige Bosch-Chef Christian Fischer ist kein klassisches Eigengewächs des Technologiekonzerns. Er übernimmt den Posten am 1. Juli – und steht dann erst als achter Manager an der Spitze nach Gründer Robert Bosch. Der 58 Jahre alte gebürtige Hamburger steht vor großen Herausforderungen.
Die schwierige Wirtschaftslage hat im vergangenen Jahr mit voller Wucht bei Bosch durchgeschlagen. Der weltweit größte Autozulieferer leidet nicht nur in seinem Kernbereich, sondern auch in fast allen anderen Geschäftsfeldern. So halten sich zum Beispiel viele Verbraucherinnen und Verbraucher wegen der aktuellen Wirtschaftslage beim Kauf von Geräten wie Kühlschränken, Backöfen, Waschmaschinen, Elektrowerkzeugen und Gartengeräten zurück.
In Stuttgart studiert und promoviert
Der verheiratete Vater von zwei Töchtern, der eng mit Stuttgart verbunden ist, muss es nun richten. Er studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität Hohenheim und promovierte gleichfalls dort.
Seine berufliche Karriere startete er einst bei Bosch als Trainee. Über Stationen beim Beratungsunternehmen Roland Berger, Walter Bau, Smartrac und wieder Roland Berger kam er 2018 zurück zu Bosch direkt in die Geschäftsführung. Seit Januar 2022 ist der Manager stellvertretender Bosch-Chef und unter anderem für die Konsumgüter, strategische Wachstumsinitiativen und das Afrika-Geschäft zuständig.
Fischer fädelte unter anderem diskret den Zukauf des Heizungs-,
Lüftungs- und Klimageschäfts von Johnson Controls und Hitachi – der größten
Akquisition der Unternehmensgeschichte – ein. Das sieht das Unternehmen als eines der zentralen Zukunftsfelder. Fischer habe in den vergangenen Jahren
bewiesen, dass er strategisch denke, unternehmerisch handele und weitsichtig
führe, sagte Aufsichtsratschef Stefan Asenkerschbaumer.Großer Stellenabbau geplant
Nach eigenen Angaben ist Bosch in vielen Bereichen mittlerweile nicht mehr wettbewerbsfähig. Um das Ruder herumzureißen, wird kräftig an Personal und Strukturen gespart. Allein in der Zuliefersparte will der Konzern in den kommenden Jahren bis zu 22.000 Stellen streichen. Abbaupläne gibt es aber auch in anderen Bereichen – unter anderem bei der Hausgerätetochter BSH und der Sparte für Elektrowerkzeuge. Fischer wird in einer Mitteilung mit den Worten zitiert: «Wir müssen unsere Transformationsanstrengungen darauf ausrichten, Entscheidungen mit großer Entschlossenheit treffen und auch Innovationen schnell in Produkte und Märkte bringen. Ich bin überzeugt, das wird uns bei Bosch auch in Zukunft gelingen.»
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Das ist der neue Bosch-Chef Christian Fischer
Kein Ingenieur, sondern Kaufmann: Der künftige Bosch-Chef Christian Fischer ist kein klassisches Eigengewächs des Technologiekonzerns. Er übernimmt den Posten am 1. Juli – und steht dann erst als achter Manager an der Spitze nach Gründer Robert Bosch. Der 58 Jahre alte gebürtige Hamburger steht vor großen Herausforderungen.
Die schwierige Wirtschaftslage hat im vergangenen Jahr mit voller Wucht bei Bosch durchgeschlagen. Der weltweit größte Autozulieferer leidet nicht nur in seinem Kernbereich, sondern auch in fast allen anderen Geschäftsfeldern. So halten sich zum Beispiel viele Verbraucherinnen und Verbraucher wegen der aktuellen Wirtschaftslage beim Kauf von Geräten wie Kühlschränken, Backöfen, Waschmaschinen, Elektrowerkzeugen und Gartengeräten zurück.
In Stuttgart studiert und promoviert
Der verheiratete Vater von zwei Töchtern, der eng mit Stuttgart verbunden ist, muss es nun richten. Er studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität Hohenheim und promovierte gleichfalls dort.
Seine berufliche Karriere startete er einst bei Bosch als Trainee. Über Stationen beim Beratungsunternehmen Roland Berger, Walter Bau, Smartrac und wieder Roland Berger kam er 2018 zurück zu Bosch direkt in die Geschäftsführung. Seit Januar 2022 ist der Manager stellvertretender Bosch-Chef und unter anderem für die Konsumgüter, strategische Wachstumsinitiativen und das Afrika-Geschäft zuständig.
Fischer fädelte unter anderem diskret den Zukauf des Heizungs-,
Lüftungs- und Klimageschäfts von Johnson Controls und Hitachi – der größten
Akquisition der Unternehmensgeschichte – ein. Das sieht das Unternehmen als eines der zentralen Zukunftsfelder. Fischer habe in den vergangenen Jahren
bewiesen, dass er strategisch denke, unternehmerisch handele und weitsichtig
führe, sagte Aufsichtsratschef Stefan Asenkerschbaumer.Großer Stellenabbau geplant
Nach eigenen Angaben ist Bosch in vielen Bereichen mittlerweile nicht mehr wettbewerbsfähig. Um das Ruder herumzureißen, wird kräftig an Personal und Strukturen gespart. Allein in der Zuliefersparte will der Konzern in den kommenden Jahren bis zu 22.000 Stellen streichen. Abbaupläne gibt es aber auch in anderen Bereichen – unter anderem bei der Hausgerätetochter BSH und der Sparte für Elektrowerkzeuge. Fischer wird in einer Mitteilung mit den Worten zitiert: «Wir müssen unsere Transformationsanstrengungen darauf ausrichten, Entscheidungen mit großer Entschlossenheit treffen und auch Innovationen schnell in Produkte und Märkte bringen. Ich bin überzeugt, das wird uns bei Bosch auch in Zukunft gelingen.»
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Bosch-Chef Stefan Hartung geht vorzeitig
Überraschender Chefwechsel bei Bosch: Stefan Hartung tritt ab. Der 60-Jährige lege zum 30. Juni auf eigenen Wunsch sein Mandat als Vorsitzender der Geschäftsführung nieder, teilte der Technologiekonzern in Gerlingen bei Stuttgart mit. Hartung wolle sich künftig neuen gesellschaftlichen und unternehmerischen Aufgaben außerhalb der Bosch-Gruppe widmen. Sein Nachfolger soll der bisherige Vize-Chef Christian Fischer werden.
Der Wechsel geschieht demnach in enger Abstimmung und im Einvernehmen mit der obersten Ebene bei Bosch. «Die Gesellschafter und der Aufsichtsrat bedauern die Entscheidung von Stefan Hartung und danken ihm ausdrücklich für seine großen Verdienste bei der umsichtigen Führung des Unternehmens in einer außergewöhnlich anspruchsvollen Phase», teilte Aufsichtsratschef Stefan Asenkerschbaumer mit. Hartung habe die kraftvolle Weiterentwicklung von Bosch gezielt fortgesetzt.
«Wir respektieren die persönliche Entscheidung von Stefan Hartung und wünschen ihm viel Erfolg für seine Zukunft», wird Asenkerschbaumer weiter zitiert. Der Manager ist zugleich geschäftsführender Gesellschafter der Robert Bosch Industrietreuhand KG, dem Machtzentrum des Konzerns. Sie hält mehrheitlich die Stimmrechte an dem weltgrößten Autozulieferer.
Vertrag war erst verlängert worden
Bosch hatte den Vertrag von Hartung erst im vergangenen Herbst verlängert. Details wurden damals nicht genannt. Aber dem Vernehmen nach wurde eine Laufzeit bis 2031 vereinbart. Der gebürtige Dortmunder und frühere McKinsey-Manager hat seine Bosch-Karriere 2004 bei der Hausgeräte-Tochter BSH begonnen. Seit 2013 war Hartung Teil der Geschäftsführung.
Den Chefposten des Stiftungskonzerns übernahm er Anfang 2022. Mit dem vorzeitigen Weggang beendet der promovierte Maschinenbauer als siebter Chef nach Gründer Robert Bosch seine Tätigkeit in dem Unternehmen, das neben Autoteilen, Halbleitern, Hausgeräten und Elektrowerkzeugen auch Industrie- und Gebäudetechnik herstellt.
Der neue Bosch-Chef Fischer verantwortete zuletzt die Konsumgütersparte – und war so etwas wie der Chefstratege der Gruppe. Die berufliche Karriere des 58-Jährigen startete einst bei den Schwaben als Trainee. Über Stationen bei der Unternehmensberatung Roland Berger, Walter Bau, Smartrac und wieder Roland Berger kam der promovierte Wirtschaftswissenschaftler 2018 zurück zu Bosch – direkt in die Geschäftsführung. Die Stellvertreter-Position teilen sich demnach in Zukunft zwei Manager: Finanzgeschäftsführer Markus Forscher und der Chef der Zuliefersparte, Markus Heyn.
Bosch steckt in der Krise
Die schwierige Wirtschaftslage hat im vergangenen Jahr mit voller Wucht bei Bosch durchgeschlagen. Der weltweit größte Autozulieferer leidet nicht nur in seinem Kernbereich – wo ihm unter anderem der schleppende Wandel zur E-Mobilität zusetzt – sondern auch in fast allen anderen Geschäftsfeldern. So halten sich zum Beispiel viele Verbraucherinnen und Verbraucher wegen der aktuellen Wirtschaftslage beim Kauf von Geräten wie Kühlschränken, Backöfen, Waschmaschinen, Elektrowerkzeugen und Gartengeräten zurück.
Nach eigenen Angaben ist Bosch in vielen Bereichen mittlerweile nicht mehr wettbewerbsfähig. Um das Ruder herumzureißen, wird kräftig an Personal und Strukturen gespart. Allein in der Zuliefersparte Zulieferbereich will der Konzern in den kommenden Jahren bis zu 22.000 Stellen streichen. Abbaupläne gibt es aber auch in anderen Bereichen – unter anderem bei der Hausgerätetochter BSH und der Sparte für Elektrowerkzeuge.
Die Kosten für den beispiellosen Stellenabbau haben – neben den US-Zöllen und Steuereffekten – auch die Geschäftszahlen der Schwaben schwer belastet. Insgesamt schlugen die Programme mit 2,7 Milliarden Euro zu Buche, vor allem in Form von Rückstellungen. Im vergangenen Jahr musste Bosch daher erstmals seit 2009 einen Nachsteuerverlust in Höhe von 363 Millionen Euro verbuchen. Bereits in Vorjahr hatte sich der Gewinn halbiert. Der Umsatz stieg 2025 nur leicht auf 91 Milliarden Euro. Damit lag das Unternehmen auch deutlich hinter den eigenen Erwartungen.
Wird 2026 für Bosch besser?
Für das laufende Jahr rechnete Bosch zuletzt – trotz der schwierigen Lage der Weltwirtschaft – mit etwas besseren Geschäften. Im ersten Quartal lag der Umsatz demnach etwa auf Vorjahresniveau. Für das Gesamtjahr peilte das Management ein Umsatzwachstum von zwei bis fünf Prozent an. Davon soll auch wieder mehr Gewinn übrig bleiben.
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Präsidentin: Mindestens 164 Tote bei Erdbeben in Venezuela
Nach den zwei schweren Erdbeben in Venezuela ist die Zahl der Toten nach Angaben der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez auf mindestens 164 gestiegen. Mindestens 971 Menschen wurden verletzt, wie Rodríguez im Sender VTV mitteilte.
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Rekord für wärmste Nacht in Deutschland eingestellt
Die vergangene Nacht zieht nach vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes mit der wärmsten Nacht in Deutschland seit Beginn der Messungen gleich. Im rheinland-pfälzischen Bad Bergzabern fiel die Temperatur nicht unter 26,2 Grad. Bisheriger Rekordhalter war der Berg Weinbiet in Rheinland-Pfalz, wo die Temperatur am 25. Juli 2019 ebenfalls nicht unter 26,2 Grad gesunken war.