Autor: Stojancho Gjorgjiev

  • Industrieproduktion geht erneut zurück

    Bayerns Industrie findet keinen Weg aus der jahrelangen Krise: Im ersten Quartal ist die Produktion des verarbeitenden Gewerbes im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent gesunken. Besser als die beiden Vormonate lief allerdings der März, in dem die Industrieproduktion wieder stieg. Das teilte das Statistische Landesamt mit. 

    Im Saldo aller drei Monate jedoch schnitten die beiden wichtigsten Industriezweige sehr schlecht ab, wie aus den Zahlen der Fürther Behörde hervorgeht. Die Produktion der Autoindustrie sank um 7,1 Prozent, im Maschinenbau belief sich der Rückgang auf 7,9 Prozent. Aufwärts ging es mit einem kräftigen Plus von 10,6 Prozent jedoch im «sonstigen Fahrzeugbau». Zu dieser statistischen Kategorie gehören unter anderem die boomende Rüstungs- und die Luftfahrtindustrie. 

    Die Krise will nicht enden

    Für dieses Jahr hatten Ökonomen dank des 500-Milliarden-Euro-Schuldenpakets der Bundesregierung und den damit einhergehenden Investitionen eigentlich eine Erholung erwartet, doch der Irankrieg hat diese Hoffnungen zunichtegemacht. 

    Bayerns über Jahrzehnte vom Erfolg verwöhnte Industrie ist nun schon seit 2019 in schwieriger Lage. Neben Corona-Pandemie und den weltpolitischen Wirren der vergangenen Jahre spielt dabei vor allem die erstarkte chinesische Konkurrenz eine Rolle, die den heimischen Firmen Marktanteile abnimmt. 2025 war für die Unternehmen mit einem leichten Produktionsplus von 0,6 Prozent zwar etwas weniger trist verlaufen, doch das reichte nicht, um den Einbruch des Jahres 2024 mit einem Produktionsminus von 5,5 Prozent auszugleichen. Nun verlief der Jahresstart erneut sehr schwach.

  • Energieintensive Industrie fährt Produktion zurück

    Hohe Energiepreise haben in Deutschland zu einer geringeren Produktion und Jobverlusten in besonders energieintensiven Industriebereichen geführt. Der Produktionsrückgang in ausgewählten Branchen wie Chemie, Papier, Glas oder Metallerzeugung fiel mit 15,2 Prozent seit Februar 2022 deutlich größer aus als in der gesamten Industrie mit 9,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Werte schließen den März dieses Jahres mit ein. 

    Mit dem Produktionsrückgang gingen etliche Arbeitsplätze verloren. Im März 2026 arbeiteten 794.400 Menschen in energieintensiven Branchen, 6,3 Prozent weniger als im Februar 2022. Das entspricht einem Verlust von etwa 53.200 Stellen. Die Papierindustrie verlor anteilig am meisten (minus 8,6 Prozent), gefolgt von der Metallerzeugung und -verarbeitung (minus 7,1 Prozent). 

    Raffinerien legen zu 

    Eine Ausnahme bildet die Mineralölverarbeitung: Sie steigerte ihre Produktion um 24,6 Prozent und schuf sogar 1.000 neue Arbeitsplätze. Dort wurden insbesondere seit Januar 2026 deutliche Zuwächse verzeichnet.

    Die energieintensiven Industriezweige benötigten im Jahr 2024 drei Viertel (75,6 Prozent) der insgesamt in der Industrie verbrauchten Energie. Größter Verbraucher war die Chemie mit einem Anteil von 27,9 Prozent vor der Metallerzeugung und -bearbeitung (23,7 Prozent) und der Mineralölverarbeitung (10,7 Prozent). Die wichtigsten Energieträger waren Erdgas mit einem guten Viertel (26,3 Prozent), Mineralöl (21,0 Prozent), Kohle (18,1 Prozent) sowie Strom (15,2 Prozent).

  • VW-Dachgesellschaft macht fast eine Milliarde Euro Verlust

    Eine milliardenschwere Abschreibung auf die Beteiligung am Volkswagen-Konzern hat bei der Eigentümerholding Porsche SE erneut für Verlust gesorgt. Unter dem Strich machte die VW-Dachgesellschaft im ersten Quartal ein Minus von 923 Millionen Euro, wie das Dax-Unternehmen in Stuttgart mitteilte.

  • Kinderarzt wegen 130 Fällen sexueller Straftaten angeklagt

    Ein Kinderarzt an einer Klinik im Havelland in Brandenburg wird wegen Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung in 130 Fällen angeklagt. Hierzu zählen unter anderem die Vorwürfe des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern sowie der Vergewaltigung, viele davon während seines Dienstes, wie die Staatsanwaltschaft Potsdam mitteilte.

  • Bayern-Funktionärin Krüger wird Sportvorständin beim HSV

    Die frühere Profi-Fußballerin Kathleen Krüger wird neue Sportvorständin beim Fußball-Bundesligisten Hamburger SV und damit Nachfolgerin von Stefan Kuntz. Das teilte der norddeutsche Club mit. Die 40-Jährige war zuletzt Funktionärin beim FC Bayern München und betreute den Rekordmeister zuvor als Teammanagerin.

  • Özdemir zum Ministerpräsidenten Baden-Württembergs gewählt

    Der Grünen-Politiker Cem Özdemir ist der neue Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Die Abgeordneten des Landtags wählten ihn in Stuttgart zum Regierungschef.

  • Vorwurf der Falschaussage – Ermittlungen gegen Fabians Vater

    Im Fall des getöteten achtjährigen Fabian aus Güstrow ermittelt die Staatsanwaltschaft Rostock nun wegen des Vorwurfs der Falschaussage gegen den Vater des Jungen. Das habe die Staatsanwaltschaft zu Beginn des vierten Verhandlungstages mitgeteilt, bestätigte eine Sprecherin des Landgerichts Rostock. Zuvor hatte die «Bild» berichtet.

  • Mäc Geiz stellt Insolvenzantrag

    Die MäcGeiz Handelsgesellschaft mbH hat einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Halle (Saale) gestellt. Dies wurde auf der amtlichen Internetseite Insolvenzbekanntmachungen.de mitgeteilt. Der Geschäftsbetrieb in den gut 180 Filialen soll vorerst weiterlaufen.

  • VW-Dachgesellschaft macht fast eine Milliarde Euro Verlust

    Eine milliardenschwere Abschreibung auf die Beteiligung am Volkswagen-Konzern hat bei der Eigentümerholding Porsche SE erneut für Verlust gesorgt. Unter dem Strich machte die VW-Dachgesellschaft im ersten Quartal ein Minus von 923 Millionen Euro, wie das Dax-Unternehmen in Stuttgart mitteilte.

  • Union: Entlastungsprämie für Arbeitnehmer ist vom Tisch

    Die Entlastungsprämie für Arbeitnehmer ist nach Angaben aus der Führung der Unionsfraktion vom Tisch. Der Koalitionsausschuss habe entschieden, das Vorhaben nicht weiterzuverfolgen, schrieben Fraktionschef Jens Spahn (CDU) und CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann an die Abgeordneten der Union. Die Nachricht liegt der Deutschen Presse-Agentur vor, zuvor hatte die «Rheinische Post» über das Ende der Entlastungsprämie berichtet.