Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Der Bischof von Hildesheim wurde am Vormittag zum Nachfolger des bisherigen Vorsitzenden Georg Bätzing gewählt.
Autor: Stojancho Gjorgjiev
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Verdi ruft zu bundesweiten Warnstreiks im Nahverkehr auf
Die Gewerkschaft Verdi ruft für Freitag und in manchen Regionen auch für Samstag zu bundesweiten Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr auf. Wie Verdi mitteilte, will sie so den Druck auf die Arbeitgeberseite bei den Tarifverhandlungen erhöhen.
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EU scheitert mit Plänen zum Jahrestag von Ukraine-Krieg
Der EU ist es nicht gelungen, vor dem vierten Jahrestag der russischen Invasion in die Ukraine den Weg für neue Sanktionen gegen Moskau und milliardenschwere Finanzhilfen für Kiew freizumachen. Wie die Deutsche Presse-Agentur von EU-Diplomaten erfuhr, blockiert insbesondere Ungarn weiter die notwendigen Beschlüsse dafür.
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Epstein-Skandal: Britischer Ex-Botschafter festgenommen
Im Zusammenhang mit dem Epstein-Skandal ist der frühere britische US-Botschafter Peter Mandelson wegen des Verdachts auf Fehlverhaltens im Amt festgenommen worden. Das berichtete die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf Scotland Yard. Mandelson war wegen seiner engen Beziehung zum inzwischen verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in den Fokus von Ermittlungen geraten.
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Louvre-Direktorin tritt zurück
Nach dem Einbruch im Louvre und wegen weiterer Missstände hat die Direktorin des Museums ihren Rücktritt eingereicht. Wie der Élysée-Palast in Paris mitteilte, nahm Frankreichs Präsident Emmanuel Macron das Rücktrittsgesuch von Laurence des Cars an.
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Koalition einig über Reform von Heizungsgesetz
Die schwarz-rote Koalition hat sich auf Eckpunkte für eine Reform des Heizungsgesetzes geeinigt. Das geht aus einer Einladung zu einem gemeinsamen Auftritt der Fraktionsvorsitzenden von Union und SPD hervor.
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Öl- und Gasheizungen sollen weiter genutzt werden können
Öl- und Gasheizungen sollen nach dem Willen der schwarz-roten Koalition weiter in Wohnhäusern eingebaut werden. Das von der Ampel-Regierung eingeführte Gesetz solle so geändert werden, dass alle Heizungen wieder möglich seien, sagte Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) in Berlin.
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Kreise: US-Zoll auf EU-Importe soll 15 Prozent betragen
Nach der Zoll-Entscheidung des Obersten US-Gerichts soll auf EU-Importe in die Vereinigten Staaten US-Regierungskreisen zufolge künftig ein Zoll von 15 Prozent erhoben werden. Grundlage dafür sei das von US-Präsident Donald Trump jüngst unterzeichnete weltweite Zolldekret, teilte ein ranghoher Vertreter des Weißen Hauses mit.
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Defizit steigt kräftig: Deutscher Staat 2025 tiefer im Minus
Die Löcher im deutschen Staatshaushalt 2025 sind größer als zunächst angenommen. Das Defizit von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung lag bezogen auf die Wirtschaftsleistung bei 2,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Auf vorläufiger Basis hatte die Wiesbadener Behörde das Minus auf 2,4 Prozent beziffert.
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Tax Technology Studie 2026: KI übernimmt Compliance-Themen, Steuerfunktion wird zum Business-Enabler (FOTO)
Düsseldorf (ots) –
- Regulatorik als größter Treiber: E-Invoicing (87 %) hat stärksten Einfluss auf Automatisierung
- 94 % nutzen weiterhin Excel und erhalten hiermit Lücken innerhalb der Systemlandschaft
- Steuerfunktion entwickelt sich zum Business-Enabler: bereits heute arbeiten 58 % in Mischrolle „Compliance und Beratung“
In der deutschen Steuerlandschaft entwickelt sich die Automatisierung der Steuerfunktion vom Trendthema zum neuen strategischen Gebot. Was treibt, was hemmt die Automatisierung? Worauf sollten Unternehmen bei der Entwicklung automatisierter Prozesse achten? Welche Rolle wird die Steuerfunktion in Zukunft übernehmen; welche wird sie an die Künstliche Intelligenz (KI) abtreten? In der aktuellen Studie „Tax Technology 3.0″*, gemeinsam mit Lünendonk, gibt Grant Thornton in Deutschland Einblicke in die Zukunft der digitalen Transformation der Steuerfunktion.
Regulatorik ist dominanter Digitalisierungs-Treiber
Steigende regulatorische Anforderungen und internationale Berichtspflichten gehören zu den stärksten Treibern für den Wandel in der Steuerfunktion. 87 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass E-Invoicing den größten Einfluss auf die Steuerfunktion hat. 57 Prozent sehen die Regulatorik im Bereich der globalen Mindestbesteuerung durch Pillar 2 als größten Treiber an, 29 Prozent nennen die bürokratischen Hürden im ESG-Bereich. Automatisierung von Prozessen findet sich daher aktuell besonders im Bereich der VAT-Meldungen (57 Prozent) und des Reportings (54 Prozent).
Lückenlose System-Architektur und hohe Datenqualität sind entscheidend für Automatisierung der Steuerfunktion
Automatisierung und Künstliche Intelligenz bieten Potenzial für erhöhte Transparenz und Entscheidungsunterstützung. Auf dem Weg zur Automatisierung wird dabei eine funktionierende Prozesslandschaft entscheidender sein als lückenhaft verknüpfte, aber im Einzelnen perfektionierte Tool-Lösungen. Die Studie macht deutlich: Deutsche Unternehmen schätzen ihren Digitalisierungsgrad deutlich höher ein, als es in der Realität der Fall ist. So bewerten 23 Prozent der Unternehmen den Stand der Transformation ihres Unternehmens mit „hoch“, 45 Prozent mit „mittel“.
Dennoch nutzen ganze 94 Prozent der befragten Unternehmen weiterhin hauptsächlich Excel als „Vermittler“ zwischen unterschiedlichen Systemen – und erhalten so eine Lücke in der System-Architektur. 85 Prozent nutzen ERP-Systeme wie SAP; nur 33 Prozent KI- und Automatisierung als hauptsächliche Tools. Hinzu kommt: Während 89 Prozent der Unternehmen ihr Stammdatenmanagement bereits über ERP-Systeme betreiben, liegen bei knapp zwei Dritteln der befragten Unternehmen (61 Prozent) relevante Daten weiterhin in Excel-Dateien oder vielfach an dezentralen Stellen ab. Dieses Bild zeichnet sich ebenfalls bei der Betrachtung der größten Hemmnisse beim Einsatz neuer Technologien ab: die mit Budgetrestriktionen (71 Prozent), Systemintegration (63 Prozent) und Datenqualität (56 Prozent) angegeben werden.
Aktuell geringer Einsatz von KI im Bereich der Steuerfunktion
Knapp die Hälfte der befragten Unternehmen (44 Prozent) setzt bisher keine KI-Lösungen im Bereich der Steuerfunktion ein. Die Unternehmen, die KI nutzen, setzen sie v.a. zur Dokumentengenerierung (35 Prozent), zur Anfragebeantwortung (Chat Bots) (33 Prozent) oder zum Invoice-Matching (ein Viertel) ein.
Die verschiedenen KI-Technologien kommen unterschiedlich stark zum Einsatz: In 27 Prozent der Unternehmen sind RPA-Tools (regelbasierte Automatisierung) im produktiven Stadium; im Bereich der Generativen KI sind es 21 Prozent, und beim Machine Learning 14 Prozent. Die nächste Entwicklung, Agentic AI, steht bereits in den Startlöchern: Zwar haben 71 Prozent der Unternehmen bisher keine Agentic AI im Einsatz, jedoch befinden sich 15 Prozent der Unternehmen hiermit in der Planungs- und 14 Prozent in der Pilot-Phase. Keines der befragten Unternehmen setzt Agentic AI aktuell im produktiven Stadium ein.
Die Steuerfunktion der Zukunft: wertschöpfender Business-Enabler
„Wir sehen einen klaren Trend in der Entwicklung der Steuerfunktion“, erklärt Stefanie Nattkämper-Scholz, Partnerin und Sprecherin des Geschäftsbereichs Tax bei Grant Thornton in Deutschland. „Compliance und Beratung werden sich strukturell trennen. Compliance-Themen werden in Zukunft häufiger durch eine automatisierte Infrastruktur bearbeitet, während die Expertinnen und Experten in der Steuerfunktion vermehrt Beratungsaufgaben übernehmen. Basierend auf der Unterstützungsfunktion neuester Technologien, wird sich die Steuerfunktion daher zukünftig zum Business-Enabler und internen Berater weiterentwickeln.“
Bisher war die Arbeit der Steuerfunktion von externen Faktoren geprägt, arbeitete häufig reaktiv und erbrachte in der Regel Compliance-Services. In Zukunft werden automatisierte Prozesse verstärkter Teil der Arbeitsrealität der Steuerfunktion werden und den Bereich Compliance übernehmen, sodass sich die Teams zu wertschöpfenden, internen Beratern weiterentwickeln werden. Diese Entwicklung zeichnet sich schon heute ab: So hat in den befragten Unternehmen die Steuerfunktion bereits heute Einfluss auf die Investitionsplanung (63 Prozent), auf operative Themen (60 Prozent) und auf Standortwahl und Lieferketten-Thematiken (45 Prozent). Die Veränderung der Steuerfunktion wird auch in ihrem aktuellen Selbstverständnis deutlich: Stand heute verstehen sich nur noch 11 Prozent der Steuerfunktionen als reine Compliance-Abteilung. Der überwiegende Teil der Steuerfunktionen (58 Prozent) identifiziert sich bereits als Mischrolle aus Compliance und Beratung; 15 Prozent sehen sich schon jetzt als Business-Enabler und 16 Prozent als voll integrierter Planungsstab.
Das Studienbooklet ist auf Anfrage erhältlich.
*Über die Studie
Die Studie „Tax Technology 3.0“ wurde auf Initiative von Lünendonk in Kooperation mit DCCS, Ecovis, Grant Thornton, KMLZ und WTS durchgeführt. Im Zeitraum September bis November 2025 wurden 84 Unternehmen mit Sitz in Deutschland, hiervon 25 Klein- und Mittelständler, 28 Großunternehmen und 31 Konzerne, aus diversen Branchen wie Chemie, Pharma und Life Science, Maschinenbau, Automotive und Handel, durch Lünendonk befragt. Je ein Viertel der Teilnehmenden waren Tax Manager, CEOs bzw. CFOs oder Leiter der Steuerfunktion, die zu Themen wie Treibern und Hemmnissen der Automatisierung, Einbindung von KI in Unternehmensprozessen sowie zum zukünftigen Selbstverständnis der Steuerfunktion befragt wurden. Bei den Befragungen kamen, bei einem Mixed-Methods-Ansatz, vor allem standardisierte telefonische Interviews mit geschlossenen sowie offenen Fragen zum Einsatz.
Über Lünendonk
Lünendonk & Hossenfelder, mit Sitz in Mindelheim (Bayern), analysiert seit dem Jahr 1983 die europäischen Business-to-Business-Dienstleistungsmärkte (B2B). Im Fokus der Marktforscher stehen die Branchen Digital & IT, Business Consulting, Audit & Tax, Real Estate Services, Personaldienstleistung (Zeitarbeit, IT-Workforce) und Weiterbildung. Zum Portfolio zählen Studien, Publikationen, Benchmarks und Beratung über Trends, Pricing, Positionierung oder Vergabeverfahren. Weitere Informationen: www.luenendonk.de
Über Grant Thornton in Deutschland
Die Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gehört zu den zehn größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in Deutschland. Rund 2.000 Mitarbeitende betreuen an zehn Standorten neben dem gehobenen Mittelstand auch börsennotierte Unternehmen. Das Prüfungs- und Beratungsunternehmen besteht aus den Geschäftsbereichen Audit & Assurance, Tax, Advisory und Legal. Die Gesellschaft ist rechtlich selbständig und unabhängig. Um die nationalen Kunden auch international gut begleiten zu können, ist die Gesellschaft Mitglied im internationalen Netzwerk Grant Thornton International Ltd. (GTIL). GTIL und deren Mitgliedsfirmen sind keine weltweite Partnerschaft, sondern rechtlich selbständige Gesellschaften. Mit rund 80.000 Mitarbeitenden in über 150 Ländern berät das Grant Thornton Netzwerk Unternehmen auf der ganzen Welt. Weitere Informationen: www.grantthornton.de
Pressekontakt: Corporate Communications Grant Thornton in Deutschland kommunikation@de.gt.com
Weiteres Material: www.presseportal.de Quelle: Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft