Industrie unter Druck – mit Folgen für die Gewerkschaft IG Metall

Die Schwierigkeiten in einigen Industriebranchen und gesellschaftliche Veränderungen haben Auswirkungen auf die Arbeit der Gewerkschaften. Die IG Metall möchte sich deshalb neu ausrichten. «Die Veränderungen sind da», sagte der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Daniel Friedrich, nach einer Konferenz in Bremen. «Wir wollen nicht von ihnen überrollt werden. Wir wollen sie gestalten.» 

Wichtig ist demnach, dass sich die Gewerkschaft stärker auf Mitglieder, Betriebe und Tarifpolitik konzentriert. «Die Zukunft der Gewerkschaft entscheidet sich vor allem in den Betrieben», so Friedrich. Bei der Konferenz berieten rund 200 Teilnehmende aus verschiedenen IG-Metall-Einheiten im Bezirk Küste über die künftige Ausrichtung der Organisation und erstellten Vorschläge. 

Brenner: Job IG Metall ist Stabilisierung der Mitte der Gesellschaft

Die IG-Metall-Chefin Christiane Benner verwies darauf, dass Transformation, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und geopolitische Krisen die Industriebranchen fundamental verändern. Seit der Corona-Pandemie seien etwa in der Metall- und Elektroindustrie, der Autoindustrie, im Maschinenbau und in der Stahlindustrie zahlreiche Jobs abgebaut worden. Durch Zölle und technologische Prozesse steige der Druck. 

Die Schrumpfung der Industrie müsse umgedreht werden, Wertschöpfung in Deutschland und Europa gehalten werden. «Wir brauchen Wirtschaftswachstum in diesem Land», betonte sie. Der Job der IG Metall sei, die Mitte der Gesellschaft zu stabilisieren. 

Die IG Metall hat nach eigenen Angaben bundesweit mehr als 2,2 Millionen Mitglieder. Die IG Metall Küste ist in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Bremen und Niedersachsen aktiv.

Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert