Der Stromhunger der KI-Rechenzentren treibt die Geschäfte bei Siemens Energy an. Insbesondere diese Nachfrage habe im zweiten Quartal des Geschäftsjahres für Rekordauftragseingänge gesorgt, teilte der Konzern mit, der nach zweieinhalb Jahren meist steigender Aktienkurse inzwischen zu den wertvollsten Unternehmen in Deutschland gehört.
Dass die Geschäfte blendend laufen, hatte Siemens Energy bereits im April auf Basis vorläufiger Zahlen gemeldet und die Prognose angehoben. Diese Zahlen bestätigte der Konzern nun: Der Gewinn nach Steuern stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwei Drittel auf 835 Millionen Euro, der Umsatz von 10 auf 10,3 Milliarden und der Auftragseingang von 14,4 auf 17,7 Milliarden Euro. Bis zum Ende des Geschäftsjahres am 30. September will Siemens Energy rund 4 Milliarden Euro Gewinn machen.
Marktumfeld «sehr positiv»
«Das Marktumfeld, in dem wir uns bewegen, bleibt trotz geopolitischer Unsicherheiten sehr positiv», sagt Siemens-Energy-Chef Christian Bruch. «Das spiegelt sich in einem erneut sehr starken Quartal und einem
überzeugenden ersten Halbjahr wider. Dass wir den Ausblick anheben, zeigt unsere Überzeugung, dass sich diese Entwicklung fortsetzt.»
Selbst die Krisentochter Siemens Gamesa, die in der Vergangenheit immer wieder den ganzen Konzern in die roten Zahlen gezogen hatte, kommt auf ihrem Weg in die Gewinnzone voran. Im abgelaufenen Quartal meldete sie nur noch einen Verlust von 39 Millionen Euro. Vor einem Jahr waren es noch mehr als eine halbe Milliarde Euro gewesen. Gamesa soll in einem der nächsten Quartale wieder schwarze Zahlen schreiben.
Die größten Gewinnbringer waren im zweiten Quartal erneut die Sparten Gas Services und Grid Technologies (Netztechnologie) mit jeweils mehr als einer halben Milliarde Gewinn. Einen Teil der Einkünfte will Energy bereits wieder an seine Aktionäre zurückgeben: Das laufende Aktienrückkaufprogramm soll beschleunigt werden.
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