Der Hamburger Technologiekonzern Körber rechnet 2026 mit einem schwächeren Umsatzwachstum als in Vorjahren. Körber erwartet ein Umsatzplus zwischen vier bis sechs Prozent, wie der Vorstandsvorsitzende Stephan Seifert im Interview der Deutschen Presse-Agentur sagte. Das entspreche organisch einem Umsatz von rund 3,2 bis 3,3 Milliarden Euro.
Dass die Erwartung niedriger ist als in Vorjahren, hängt Seifert zufolge mit der aktuell volatilen und angespannten Weltlage zusammen. «Die Märkte sind insgesamt für uns in Ordnung», sagte Seifert, dessen Unternehmen international tätig ist. «Wegen der vielen Unsicherheiten planen wir dieses Jahr zwar etwas moderater, aber mal schauen, wo wir am Ende des Jahres landen.»
Seifert zufolge ist das Stiftungsunternehmen Körber, das einen Teil des Gewinns an die gemeinnützige Körber-Stiftung ausschüttet, in vergangenen Jahren schnell gewachsen: «Die letzten sechs, sieben Jahre haben wir immer ein zweistelliges Umsatzwachstum gehabt zwischen 10 und 20 Prozent.»
Die Ursprünge Körbers reichen bis 1946 zurück. Das Unternehmen belieferte als Maschinenbauer die Tabakindustrie, später kamen Bereiche wie Papier und Schleiftechnik hinzu. Seifert leitete nach eigener Aussage Ende 2016 einen Umbau ein: Körber gab mehrere konventionelle Geschäftsfelder ab und kaufte an anderer Stelle zu – etwa im Softwarebereich.
Inzwischen ist Körber in die Bereiche Pharma, Supply-Chain und Technologies (Deutsch: Lieferkette und Technologien) gegliedert. Körber bietet vor allem Maschinen, Anlagen und Software an. Laut Website hat der Konzern rund 13.000 Mitarbeiter an mehr als 100 Standorten weltweit.
Schreiben Sie einen Kommentar