Tech-Milliardär Elon Musk hat die Raumfahrtfirma SpaceX und seinen KI-Entwickler xAI zusammengelegt. Gemeinsam sollen die Unternehmen unter anderem Rechenzentren im All bauen, wie Musk ankündigte.
Blog
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Zugbegleiter stirbt nach Angriff in Regionalexpress
Nach dem Angriff auf einen Zugbegleiter bei einer Ticketkontrolle in Rheinland-Pfalz ist der Mann nach Angaben der Deutschen Bahn an seinen Verletzungen gestorben. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei hatte ein 26-Jähriger den 36 Jahre alten Bahnmitarbeiter am Montagabend in einem Regionalexpress angegriffen.
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US-Parlament ebnet Weg für Ende des Shutdowns
Ein Ende des Teilstillstands von US-Regierungsgeschäften ist in greifbarer Nähe. Das Repräsentantenhaus billigte ein Haushaltspaket, für dessen Inkrafttreten nur noch die Unterschrift von Präsident Donald Trump fehlt.
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Industrieaufträge steigen stark: «Sieht nach Trendwende aus»
In der deutschen Industrie mehren sich die Anzeichen für eine Trendwende. Im Dezember erhielten die Unternehmen den vierten Monat in Folge mehr Aufträge. Die Zahl der Bestellungen stieg im Monatsvergleich um 7,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Analysten wurden überrascht: Sie hatten einen Dämpfer erwartet und waren im Schnitt von einem Rückgang um 2,2 Prozent ausgegangen.
Bei dem kräftigen Auftragsplus spielten Großaufträge eine wichtige Rolle. Ohne sie wäre der Auftragseingang nur um 0,9 Prozent höher als im Vormonat ausgefallen, erklärten die Statistiker.
«Die deutsche Industrie steht vor einem Aufschwung», schrieb Thomas Gitzel, Chefvolkswirt bei der Liechtensteiner VP Bank. Das Auftragsplus sei einmal mehr der Rüstungsindustrie zu verdanken. Der Bund dürfte seine Bestellungen für Verteidigung zum Jahresende 2025 deutlich erhöht haben. «Die Auftragseingänge machen aus Hoffnungen harte Fakten: Die deutsche Industrie wird in den kommenden Monaten einen Zahn zulegen.»
«Fulminanter Auftragsboom»
Das Auftragsplus im Dezember ging zu einem großen Teil auf deutliche Anstiege bei der Herstellung von Metallerzeugnissen und im Maschinenbau zurück, so die Statistiker. Auch wirkten sich mehr Bestellungen für elektronische und optische Erzeugnissen positiv aus. In der Autoindustrie ging der Auftragseingang hingegen um 6,3 Prozent im Monatsvergleich zurück.
Sebastian Dullien, wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung der Hans-Böckler-Stiftung, sprach von einem fulminanten Auftragsschub für die Industrie im Dezember. Das Auftragsvolumen habe ein Niveau wie zuletzt Anfang 2022 erreicht. «Das Quartalsplus bei den Auftragseingängen ist dabei ein weiteres Indiz, dass die steigenden Staatsausgaben im neuen Jahr die Wirtschaft ankurbeln werden.»
Ähnlich äußerte sich Jens-Oliver Niklasch, Ökonom bei der Landesbank Baden-Württemberg. «Das sieht jetzt wirklich sehr stark nach Trendwende aus. Wir haben erstmals seit längerer Zeit Grund für Zuversicht.» Zumindest die Prognose, dass die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr um rund 1 Prozent zulegen werde, scheine realistisch.
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Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe im Dezember 2025: +7,8 % zum Vormonat / Auftragseingang ohne Großaufträge: +0,9 %
Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe
Dezember 2025 (real, vorläufig):
+7,8 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)
+13,0 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)
November 2025 (real, revidiert):
+5,7 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)
+10,6 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)
Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Dezember 2025 gegenüber November 2025 saison- und kalenderbereinigt um 7,8 % gestiegen. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen war der Auftragseingang um 0,9 % höher als im Vormonat. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich lag der Auftragseingang im 4. Quartal 2025 um 9,5 % höher als im 3. Quartal, ohne Großaufträge stieg er im gleichen Zeitraum um 2,5 %. Im November 2025 stieg der Auftragseingang nach Revision der vorläufigen Ergebnisse gegenüber Oktober 2025 um 5,7 % (vorläufiger Wert +5,6 %).
Die positive Entwicklung des Auftragseingangs im Verarbeitenden Gewerbe im Dezember 2025 ist zu einem großen Teil auf die deutlichen Anstiege bei der Herstellung von Metallerzeugnissen (saison- und kalenderbereinigt +30,2 % zum Vormonat) und im gewichtigen Maschinenbau (+11,5 %) zurückzuführen. In diesen beiden Wirtschaftszweigen meldete eine Reihe von Betrieben aus unterschiedlichen Bereichen Großaufträge. Auch die Zuwächse in der Herstellung von elektrischer Ausrüstung (+9,8 %) sowie in der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (+5,7 %) wirkten sich positiv auf das Gesamtergebnis aus. In der Automobilindustrie ging der Auftragseingang hingegen um 6,3 % zurück. Im Sonstigen Fahrzeugbau (Flugzeuge, Schiffe, Züge, Militärfahrzeuge) sanken die Auftragseingänge um 18,7 % gegenüber November 2025, als sie gegenüber Oktober 2025 stark gestiegen waren. Dennoch gab es auch hier wieder umfangreiche Großaufträge.
Bei den Investitionsgütern stieg der Auftragseingang im Dezember 2025 um 10,5 % gegenüber dem Vormonat. Bei den Vorleistungsgütern lag er um 5,7 % höher und bei den Konsumgütern um 5,3 % niedriger.
Die Auslandsaufträge stiegen im Dezember 2025 um 5,6 %. Dabei fielen die Aufträge aus der Eurozone um 0,6 % und die Aufträge von außerhalb der Eurozone nahmen um 9,7 % zu. Die Inlandsaufträge stiegen um 10,7 %.
Umsatz im Dezember 2025 um 1,4 % niedriger als im Vormonat
Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben im Dezember 2025 saison- und kalenderbereinigt 1,4 % niedriger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Dezember 2024 war der Umsatz kalenderbereinigt 1,9 % niedriger. Für November 2025 ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Anstieg von 2,9 % gegenüber Oktober 2025 (vorläufiges Ergebnis: +2,7 %).
Im Gesamtjahr 2025 war der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe kalenderbereinigt um 1,3 % niedriger als im Vorjahr.
Methodische Hinweise:
In allen Meldungen zu Konjunkturindikatoren sind die unterschiedlichen Vergleichszeiträume zu beachten. Im Fokus der Konjunkturbeobachtung steht der Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte zum Vormonat/Vorquartal. Hieraus lässt sich die kurzfristige konjunkturelle Entwicklung ablesen. Der kalenderbereinigte Vorjahresvergleich dient einem längerfristigen Niveauvergleich und ist von saisonalen Schwankungen und Kalendereffekten unabhängig.
Auftragseingänge und Umsätze im Verarbeitenden Gewerbe werden in der Gliederung der „Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008)“ erfasst und ausgewertet. Dabei werden die Auftragseingänge nur in ausgewählten Wirtschaftszweigen des Verarbeitenden Gewerbes erhoben. Die Veränderungsraten basieren auf den preisbereinigten Indizes des Auftragseingangs- und Umsatzindexes im Verarbeitenden Gewerbe. Das durchschnittliche Ergebnis im Jahr 2021 wird dabei als Basis des Index verwendet und auf 100 Indexpunkte festgelegt (2021 = 100). Die Saison- und Kalenderbereinigung erfolgte mit dem Verfahren X13 JDemetra+.
In dieser Pressemitteilung werden für einige Wirtschaftszweige für ein besseres Verständnis Kurzbezeichnungen verwendet, die von den Bezeichnungen der „Klassifikation der Wirtschaftszweige (Ausgabe 2008)“ abweichen. Eine Übersicht dieser Kurzbezeichnungen ist auf der Themenseite „Industrie, Verarbeitendes Gewerbe“ im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes zu finden.
Weitere Informationen:
Ergebnisse in tiefer Gliederung und lange Zeitreihen können in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden (42151-0004 Auftragseingangsindizes, 42151-0008 Auftragseingangsindizes ohne Großaufträge und 42152-0004 Umsatzindizes).
Eine Analyse zum Zusammenhang zwischen Materialknappheit, Auftragseingängen, Produktion und Preisen in der Industrie bietet ein Dossier auf der Themenseite „Konjunkturindikatoren“ im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes. Ausführliche Informationen zur Produktion der energieintensiven Industriezweige stehen auf der Themenseite „Industrie, Verarbeitendes Gewerbe“ bereit.
Der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist auch im „Dashboard-Konjunktur“ verfügbar, das Teil des „Dashboard Deutschland“ (www.dashboard-deutschland.de) ist. In diesem Datenportal bündelt das Statistische Bundesamt hochaktuelle Indikatoren der amtlichen Statistik und weiterer Datenanbieter zu den Themen Wirtschaft und Finanzen sowie Arbeitsmarkt, Bauen und Wohnen, Energie und Ukraine. Mit dem „Pulsmesser Wirtschaft“ steht dort auch ein Tool zur Konjunkturbeobachtung in Echtzeit bereit. Zudem bietet das „Dashboard Konjunktur“ auch einen neuen Frühindikator zur Schätzung des Umsatzes im Verarbeitenden Gewerbe. Damit liegen erste Daten zum Umsatz bereits 20 Tage nach Ende eines Berichtsmonats vor. Seit dem Berichtsmonat Juli 2025 wird für den Frühindikator auch die aktuelle preis-, saison- und kalenderbereinigte Veränderungsrate zum Vormonat ausgewiesen.
Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.
Weitere Auskünfte: Konjunkturindizes, Saisonbereinigung Telefon: +49 611 75 2806 www.destatis.de/kontakt
Pressekontakt: Statistisches Bundesamt Pressestelle www.destatis.de/kontakt Telefon: +49 611-75 34 44
Weiteres Material: www.presseportal.de Quelle: Statistisches Bundesamt
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HEIDELBERG steigert nach neun Monaten im GJ 2025/2026 die Profitabilität deutlich – strategische Neuausrichtung im Plan (FOTO)
Heidelberg (ots) –
- Umsatz nach neun Monaten mit rund 6,1 Prozent über Vorjahreswert
- Bereinigtes EBITDA gegenüber Vorjahr deutlich verbessert; Effizienzmaßnahmen mit spürbaren Effekten
- Auftragseingang erwartungsgemäß unter Vorjahr durch Entfall drupa-Effekt sowie aufgrund wirtschaftlicher Rahmenbedingungen
- Erfolgreiche Positionierung in Sicherheits-, Verteidigungs- und Energietechnologien
- Jahresprognose trotz anspruchsvollem Umfeld bestätigt
Die Heidelberger Druckmaschinen AG (HEIDELBERG) liegt nach neun Monaten im Geschäftsjahr 2025/2026 (1. April bis 31. Dezember 2025) im Rahmen der Erwartungen und hat ihre Profitabilität stark gesteigert. Zudem treibt das Unternehmen seine strategische Transformation in neue, wachstumsstarke Geschäftsfelder weiterhin konsequent voran.Nach drei Quartalen stieg derUmsatztrotz anspruchsvollem Umfeld auf 1.602 Mio. € und lag damit rund 6,1 Prozent über dem Vorjahreswert von 1.509 Mio. €, obwohl negative Währungseffekte in Höhe von rund 44 Mio. € gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu verzeichnen waren. Positiv entwickelten sich in diesem Zeitraum vor allem die Region Europa sowie das Maschinengeschäft im Verpackungs- und Etikettendruck. Dasdritte Quartallag mit 617 Mio. € um rund 4 Prozent über dem Vorjahresquartal, somit konnte der Umsatz im bisherigen Geschäftsjahresverlauf von Quartal zu Quartal gesteigert werden.
Dasbereinigte operative Ergebnis(EBITDA) stieg nach neun Monaten signifikant auf 114 Mio. € (Vorjahreszeitraum: bereinigt 86 Mio. €), die bereinigteEBITDA-Margeverbesserte sich deutlich auf 7,1 Prozent (Vorjahreszeitraum: 5,7 Prozent). Die Umsetzung der im Zukunftsplan vorgesehenen Personal- und Effizienzmaßnahmen zeigt spürbare Effekte. So konnten die Produktions- und Gesamtfunktionskosten gegenüber dem Niveau des Vorjahreszeitraums verbessert werden. DiePersonalkostenquoteging im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Vorjahres auf 36 Prozent zurück (Vorjahreszeitraum bereinigt um Sondereinflüsse: 39 Prozent). Für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2025/2026 erwartet das Unternehmen, dass die Personalkosten insgesamt unter dem Vorjahr liegen werden.
DerAuftragseinganglag nach neun Monaten bei 1.628 Mio. € (Vorjahr: 1.823 Mio. €) und damit – unter Berücksichtigung des drupa-bedingt sehr starken Vorjahres – im Rahmen der Erwartungen. Im Berichtszeitraum wirkten sich Wechselkurseffekte mit rund 46 Mio. € deutlich negativ aus. Der Auftragseingang im dritten Quartal betrug 517 Mio. € (Vorjahresquartal: 550 Mio. €) Positiv entwickelte sich insbesondere der Auftragseingang im dritten Quartal in derRegion Americasmit einem Plus von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.
HEIDELBERG treibt strategische Transformation weiter voran und erschließt neue Wachstumsmärkte
HEIDELBERG setzt seine strategische Transformation trotz eines weiterhin herausfordernden Marktumfelds konsequent fort. Auf Basis seiner ausgeprägten Industrie- und Systemkompetenz erschließt das Unternehmen systematisch zusätzliche Märkte in den Bereichen Defense, Sicherheit, Energie, Ladeinfrastruktur sowie industrielle Systemlösungen. Zentraler Baustein dieser Entwicklung ist die Bündelung aller entsprechenden Aktivitäten unter derHD Advanced Technologies GmbH. Diese strategische Weiterentwicklung stärkt die Zukunftsfähigkeit von HEIDELBERG und eröffnet langfristige Wachstumsperspektiven.
Der Umsatz im SegmentHEIDELBERG Technologylag nach neun Monaten bei 42 Mio. € und damit leicht über dem Vorjahreswert von 41 Mio. €. Auch wenn sich die Umsatzentwicklung derzeit noch moderat zeigt, bilden die eingeleiteten strategischen Maßnahmen die Grundlage dafür, dass HEIDELBERG Technology perspektivisch einen deutlich stärkeren Beitrag zum Gesamtgeschäft leisten wird. Insbesondere die kontinuierliche Erschließung neuer Industrien sowie der Aufbau skalierbarer Geschäftsmodelle stärken die Erwartungen hinsichtlich einer positiven Umsatzdynamik in den kommenden Jahren.
„Mit den von uns angestoßenen Maßnahmen bestätigen wir unseren Wachstumsplan“, sagt Jürgen Otto, Vorstandsvorsitzender der Heidelberger Druckmaschinen AG.
„HEIDELBERG ist strategisch wie operativ sehr gut positioniert, um dies aktiv zu gestalten und zusätzliche Chancen in dynamischen Zukunftsmärkten zu nutzen.“
Kerngeschäft legt Fundament der Transformation
Parallel zur Erschließung neuer Geschäftsfelder entwickelt sich das Kerngeschäft robust. Im SegmentPrint & Packaging Equipmentprofitiert HEIDELBERG von seiner starken Marktposition im Verpackungs- und Etikettendruck und legte beim Umsatz im Berichtszeitraum auf 804 Mio. € zu (Vorjahreswert: 705 Mio. €). Im SegmentDigital Solutions & Lifecyclebaut das Unternehmen seine Rolle als Systemintegrator weiter aus – mit hybriden Drucklösungen, Software- und Serviceangeboten innerhalb eines digitalen Ökosystems. Hier erzielte HEIDELBERG nach neun Monaten einen Umsatz von 755 Mio. € (Vorjahreswert: 763 Mio. €).
„Unsere Stärke liegt in der intelligenten Verbindung von Maschinen, Software und Service“, sagt Dr. David Schmedding, Vorstand Technologie und Vertrieb. „Mit dem gezieltenAusbau unseres Digitaldruck-Portfoliosund neuen Hochleistungssystemen wie der Jetfire 75 schaffen wir zusätzliche Wachstumsperspektiven – sowohl im Kerngeschäft als auch darüber hinaus.“
DerFree Cashflowvon HEIDELBERG verbesserte sich nach drei Quartalen gegenüber dem Vorjahr auf -81 Mio. € (Vorjahreszeitraum: -97 Mio. €), blieb jedoch aufgrund der Polar-Akquisition sowie Restrukturierungsaufwendungen im hohen einstelligen Millionen-Euro-Bereich erwartungsgemäß noch negativ. DasErgebnis nach Steuernwurde mit 17 Mio. € nach neun Monaten signifikant gesteigert (Vorjahreszeitraum: -42 Mio. €).
Jahresprognose trotz anspruchsvollem Umfeld bestätigt
Das Unternehmen bestätigt die Prognose für das Geschäftsjahr 2025/2026. Ein solider Auftragsbestand, laufende Effizienzmaßnahmen und die konsequente Umsetzung der Strategie bilden die Grundlage für das Erreichen der Ziele. Angesichts der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und unter Berücksichtigung der Chancen und Risiken erwartet das Unternehmen, vorausgesetzt, dass das globale Wirtschaftswachstum nicht schwächer ausfällt, als von den Instituten prognostiziert, einenUmsatzin Höhe von rund 2.350 Mio. € im Geschäftsjahr 2025/2026 (2024/2025: 2.280 Mio. €). In Anbetracht der erheblichen Währungseffekte und der anhaltend schwachen gesamtwirtschaftlichen und unsicheren handelspolitischen Lage geht das Unternehmen davon aus, dass diebereinigte EBITDA-Margeeher im unteren Bereich der prognostizierten Steigerung auf bis zu 8 Prozent liegen wird (Vorjahr: 7,1 Prozent).
Über HEIDELBERG:
Die Heidelberger Druckmaschinen AG (HEIDELBERG) ist ein führendes Technologieunternehmen, das weltweit seit 175 Jahren für Innovationskraft, Qualität und Zuverlässigkeit im Maschinenbau steht. Mit einem klaren Fokus auf Wachstum treibt HEIDELBERG als Gesamtanbieter die Weiterentwicklung in den Kernbereichen Verpackungs- und Digitaldruck, Softwarelösungen und dem Lifecycle-Geschäft mit Service und Verbrauchsmaterialien voran, damit Kunden maximale Produktivität und Effizienz erreichen können. Darüber hinaus setzt das Unternehmen auf den Ausbau neuer Geschäftsfelder im Industriegeschäft wie den hochpräzisen Anlagenbau mit integrierter Steuerung, Automatisierungstechnik und Robotik sowie die wachsenden Green Technologies. Aufgrund einer starken internationalen Präsenz in rund 170 Ländern, der Schaffenskraft und Kompetenz seiner rund 9.500 Mitarbeitenden, eigener Produktionsstätten in Europa, China und den USA sowie einem der größten globalen Vertriebs- und Servicenetzwerke, ist das Unternehmen optimal für zukünftiges Wachstum positioniert.
Bild 1:Ein Team der Hoifu-Gruppe rund um Chairman Ou Shun Chou (vorne, sechster von links), und HEIDELBERG u.a. mit Steven Hou, General Manager South China sowie Michael Nilges, Leiter Standort Shanghai (vorne, siebter und achter von links) treffen sich anlässlich der Abnahme der 1.000. Speedmaster CX 104 am HEIDELBERG Standort Shanghai.
Bild 2:Die Digitaldruckstraße bei rubmedia umfasst eine Jetfire 50 und Versafire LV von HEIDELBERG sowie die dazu passende Weiterverarbeitung und ermöglicht dem Unternehmen die komplette und industrialisierte Inhouse-Produktion personalisierter und hochwertiger Kleinauflagen.
Bild 3: Heute ist das HEIDELBERG Kundenportal für weltweit bereits über 3.000 Druckereien die digitale Steuerzentrale. Tendenz weiter steigend.
Bildmaterial und weitere Informationen über das Unternehmen stehen im Investor-Relations– und Presseportal der Heidelberger Druckmaschinen AG unter www.heidelberg.com zur Verfügung.
Wichtiger Hinweis:
Diese Presseerklärung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, welche auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung der Heidelberger Druckmaschinen Aktiengesellschaft beruhen. Auch wenn die Unternehmensleitung der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich abweichen. Zu diesen Faktoren können beispielsweise die Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Lage, der Wechselkurse und der Zinssätze sowie Veränderungen innerhalb der grafischen Industrie gehören. Die Heidelberger Druckmaschinen Aktiengesellschaft übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in dieser Presseerklärung geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.
Für weitere Informationen Corporate Communications Thomas Fichtl Telefon: +49 6222 82- 67123 E-Mail: Thomas.Fichtl@heidelberg.com Investor Relations Sascha Donat Tel: +49 6222 82-64201 E-Mail: Sascha.Donat@heidelberg.com
Weiteres Material: www.presseportal.de Quelle: Heidelberger Druckmaschinen AG
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Marius Borg Høiby kurz vor seinem Prozess festgenommen
Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, Marius Borg Høiby, ist am Sonntagabend festgenommen worden. Das bestätigte seine Anwältin der Nachrichtenagentur NTB, nachdem kurz vor Beginn des Vergewaltigungsprozesses gegen Høiby an diesem Dienstag Untersuchungshaft beantragt worden war.
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Sind Aldi und Lidl wirklich billiger als die Supermärkte?
Mal Butter, mal Kaffee, Orangensaft oder Wurst: Die Discounter Aldi und Lidl liefern sich derzeit einen besonders harten Wettkampf. Mal senkt der eine die Preise zuerst, mal der andere. Vor wenigen Tagen ärgerte Lidl seinen Konkurrenten und unterbot dessen kurz zuvor angekündigte Preissenkung für Schokoladenprodukte teilweise.
Preise sind für Kunden so wichtig wie wohl lange nicht mehr. Das zeigt auch eine Umfrage des Handelsforschungsinstituts IFH Köln: 70 Prozent haben wegen der Preissteigerungen der vergangenen Jahre ihre Ausgaben schon reduziert oder planen dies. Gut 70 Prozent dieser Gruppe vergleichen beim Lebensmitteleinkauf stärker die Preise und greifen häufiger zu Sonderangeboten.
Besonders groß ist der Druck auf Aldi und Lidl. «Discount» – übersetzt Rabatt – ist schließlich ein Versprechen. Aldi gilt als dessen Erfinder und langjähriger Preisführer – ein Image, kein offiziell vergebener Titel. Herausforderer Lidl stellt diesen Anspruch infrage. «Eure Nr. 1. Der Preisführer lohnt sich», so wirbt der Händler. Doch wer ist tatsächlich billiger? Und macht es sich für Kunden überhaupt bemerkbar, wo sie einkaufen? Ein Überblick:
Wo ist es am günstigsten?
Die Vergleichsapp Smhaggle hat im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur die dominierenden Regalpreise der großen Lebensmittelhändler in Deutschland im Jahr 2025 analysiert. Untersucht wurden die Kernsortimente, etwa 2.000 Produkte, die bei allen Anbietern verfügbar und damit gut vergleichbar sind. Sonderangebote wurden nicht berücksichtigt.
«Egal ob Milch, Joghurt, Nudeln, Butter oder Salatgurke: Die Preise dieser Produkte sind bis auf wenige Ausnahmen auf den Cent gleich», sagt Smhaggle-Geschäftsführer Sven Reuter. Dies gelte sowohl für Eigenmarken als auch für Markenprodukte – unabhängig davon, ob es sich um Discounter oder Supermarkt handelt. Die Preise könnten regional und in von selbstständigen Kaufleuten geführten Märkten unter Umständen abweichen. Über die Smhaggle-App laden Nutzer laut Reuter täglich mehr als 10.000 Kassenbons hoch. So lässt sich die Entwicklung der Preise detailliert nachvollziehen.
Wie läuft das ab?
Meistens senken die Discounter als erste die Preise. Die anderen Händler wie Rewe, Edeka oder Kaufland ziehen anschließend schnell nach. Laut Reuter reagieren sie auf Preisänderungen innerhalb weniger Stunden oder ein bis zwei Tagen. Da die Preise anschließend wieder anbieterübergreifend nahezu identisch seien, könne von einer Preisführerschaft eines Händlers keine Rede sein, sagt Reuter.
Die Supermarktkette Rewe wirbt mit einem Versprechen. Auf der Internetseite heißt es: «Bei Rewe findest du 4.000 Produkte, die immer genauso günstig sind wie beim Discounter.» Die Verkaufspreise werden regelmäßig mit denen von Aldi und Lidl abgeglichen. Bei Edeka ist es ähnlich.
Wo wird am liebsten eingekauft?
Ein klarer Favorit lässt sich nicht ausmachen. Laut einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur bevorzugen 32 Prozent der Menschen in Deutschland Supermärkte wie Rewe und Edeka, 29 Prozent ziehen Discounter wie Aldi und Lidl vor. 38 Prozent haben keine feste Präferenz. Die Gründe unterscheiden sich deutlich. Was den jeweiligen Kunden wichtig ist:
- Erreichbarkeit (Supermärkte: 62 Prozent, Discounter: 65)
- Frische Produkte wie Obst, Gemüse und Fleisch (52, 36)
- Eigenmarken (48, 55)
- Sonderangebote (43, 60)
- Große Auswahl an Lebensmitteln (42, 15)
- Preise (35, 77)
Beim Preis liegen die Discounter klar vorn. Supermärkte überzeugen mit der größeren Auswahl an Lebensmitteln. Andere Merkmale, mit denen sie sich abzuheben versuchen, spielen eine geringere Rolle. Nur jeweils 29 Prozent geben die Vielzahl an Markenprodukten oder die schöne Einkaufsatmosphäre mit größerem Platzangebot an, lediglich 21 Prozent freundliches Personal.
Was sagen Experten?
Die Unterschiede zwischen den Formaten verschwimmen zunehmend. Die Discounter setzen heute stärker auf Ambiente und Markenprodukte. «Die Qualität der Ware ist auch hoch», sagt Michael Gerling, Geschäftsführer des Handelsforschungsinstituts EHI. «Die Supermärkte müssen sich anstrengen und an Erlebniswert drauflegen.» Sie sollten mit besonderen Angeboten punkten, wie etwa Gastronomie, Veranstaltungen, Bedientheken oder Regionalität.
Ein Unterschied ist bestehen geblieben: Discounter führen deutlich weniger Artikel. Aus Sicht von Carsten Kortum, Handelsprofessor an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Heilbronn, ist dies nicht zwingend ein Nachteil. Ganz im Gegenteil. «Auswahl ist grundsätzlich gut, zu viel kann aber auch überfordern», sagt er. «Viele Kunden fühlen sich wohl, wenn es übersichtlicher ist.» Das erleichtere die Kaufentscheidung.
Wer ist größer?
Die Discounter, zu denen auch Penny und Netto gezählt werden, liegen beim Umsatz vorn. Im Handel mit Produkten des täglichen Bedarfs kamen sie laut YouGov zuletzt auf einen Marktanteil von gut 38 Prozent, die Supermärkte wie Rewe und Edeka auf rund 28,5 Prozent. Der Rest entfiel unter anderem auf SB-Warenhäuser wie Kaufland, Fachhandel und Drogerien.
Größter Lebensmittelhändler in Deutschland ist laut EHI Edeka. Bei den Discountern setzt Lidl zwar mehr um als Aldi Nord und Aldi Süd jeweils, zusammen liegen die beiden Aldi-Unternehmensgruppen jedoch knapp vorn. Die Marktanteile verschieben sich seit Jahren zugunsten der Discounter. Experten begründen dies damit, dass Kunden wegen der hohen Inflation preisbewusster konsumiert haben. «Für Discounter sind schlechte Zeiten gute Zeiten», sagt Handelsexperte Gerling.
Laut YouGov kauften 44 Prozent wegen der gestiegenen Preise in den vergangenen Jahren häufiger bei Discountern ein. «Dabei zahlen sie dort für die gleichen Produkte nicht weniger als in Supermärkten. Die Discounter Aldi und Lidl haben zudem deutlich weniger Sonderangebote», sagt Smhaggle-Chef Reuter. Am besten sparen können Verbraucher demnach, wenn sie primär gezielt Aktionsprodukte kaufen.
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Sind Aldi und Lidl wirklich billiger als die Supermärkte?
Mal Butter, mal Kaffee, Orangensaft oder Wurst: Die Discounter Aldi und Lidl liefern sich derzeit einen besonders harten Wettkampf. Mal senkt der eine die Preise zuerst, mal der andere. Vor wenigen Tagen ärgerte Lidl seinen Konkurrenten und unterbot dessen kurz zuvor angekündigte Preissenkung für Schokoladenprodukte teilweise.
Preise sind für Kunden so wichtig wie wohl lange nicht mehr. Das zeigt auch eine Umfrage des Handelsforschungsinstituts IFH Köln: 70 Prozent haben wegen der Preissteigerungen der vergangenen Jahre ihre Ausgaben schon reduziert oder planen dies. Gut 70 Prozent dieser Gruppe vergleichen beim Lebensmitteleinkauf stärker die Preise und greifen häufiger zu Sonderangeboten.
Besonders groß ist der Druck auf Aldi und Lidl. «Discount» – übersetzt Rabatt – ist schließlich ein Versprechen. Aldi gilt als dessen Erfinder und langjähriger Preisführer – ein Image, kein offiziell vergebener Titel. Herausforderer Lidl stellt diesen Anspruch infrage. «Eure Nr. 1. Der Preisführer lohnt sich», so wirbt der Händler. Doch wer ist tatsächlich billiger? Und macht es sich für Kunden überhaupt bemerkbar, wo sie einkaufen? Ein Überblick:
Wo ist es am günstigsten?
Die Vergleichsapp Smhaggle hat im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur die dominierenden Regalpreise der großen Lebensmittelhändler in Deutschland im Jahr 2025 analysiert. Untersucht wurden die Kernsortimente, etwa 2.000 Produkte, die bei allen Anbietern verfügbar und damit gut vergleichbar sind. Sonderangebote wurden nicht berücksichtigt.
«Egal ob Milch, Joghurt, Nudeln, Butter oder Salatgurke: Die Preise dieser Produkte sind bis auf wenige Ausnahmen auf den Cent gleich», sagt Smhaggle-Geschäftsführer Sven Reuter. Dies gelte sowohl für Eigenmarken als auch für Markenprodukte – unabhängig davon, ob es sich um Discounter oder Supermarkt handelt. Die Preise könnten regional und in von selbstständigen Kaufleuten geführten Märkten unter Umständen abweichen. Über die Smhaggle-App laden Nutzer laut Reuter täglich mehr als 10.000 Kassenbons hoch. So lässt sich die Entwicklung der Preise detailliert nachvollziehen.
Wie läuft das ab?
Meistens senken die Discounter als erste die Preise. Die anderen Händler wie Rewe, Edeka oder Kaufland ziehen anschließend schnell nach. Laut Reuter reagieren sie auf Preisänderungen innerhalb weniger Stunden oder ein bis zwei Tagen. Da die Preise anschließend wieder anbieterübergreifend nahezu identisch seien, könne von einer Preisführerschaft eines Händlers keine Rede sein, sagt Reuter.
Die Supermarktkette Rewe wirbt mit einem Versprechen. Auf der Internetseite heißt es: «Bei Rewe findest du 4.000 Produkte, die immer genauso günstig sind wie beim Discounter.» Die Verkaufspreise werden regelmäßig mit denen von Aldi und Lidl abgeglichen. Bei Edeka ist es ähnlich.
Wo wird am liebsten eingekauft?
Ein klarer Favorit lässt sich nicht ausmachen. Laut einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur bevorzugen 32 Prozent der Menschen in Deutschland Supermärkte wie Rewe und Edeka, 29 Prozent ziehen Discounter wie Aldi und Lidl vor. 38 Prozent haben keine feste Präferenz. Die Gründe unterscheiden sich deutlich. Was den jeweiligen Kunden wichtig ist:
- Erreichbarkeit (Supermärkte: 62 Prozent, Discounter: 65)
- Frische Produkte wie Obst, Gemüse und Fleisch (52, 36)
- Eigenmarken (48, 55)
- Sonderangebote (43, 60)
- Große Auswahl an Lebensmitteln (42, 15)
- Preise (35, 77)
Beim Preis liegen die Discounter klar vorn. Supermärkte überzeugen mit der größeren Auswahl an Lebensmitteln. Andere Merkmale, mit denen sie sich abzuheben versuchen, spielen eine geringere Rolle. Nur jeweils 29 Prozent geben die Vielzahl an Markenprodukten oder die schöne Einkaufsatmosphäre mit größerem Platzangebot an, lediglich 21 Prozent freundliches Personal.
Was sagen Experten?
Die Unterschiede zwischen den Formaten verschwimmen zunehmend. Die Discounter setzen heute stärker auf Ambiente und Markenprodukte. «Die Qualität der Ware ist auch hoch», sagt Michael Gerling, Geschäftsführer des Handelsforschungsinstituts EHI. «Die Supermärkte müssen sich anstrengen und an Erlebniswert drauflegen.» Sie sollten mit besonderen Angeboten punkten, wie etwa Gastronomie, Veranstaltungen, Bedientheken oder Regionalität.
Ein Unterschied ist bestehen geblieben: Discounter führen deutlich weniger Artikel. Aus Sicht von Carsten Kortum, Handelsprofessor an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Heilbronn, ist dies nicht zwingend ein Nachteil. Ganz im Gegenteil. «Auswahl ist grundsätzlich gut, zu viel kann aber auch überfordern», sagt er. «Viele Kunden fühlen sich wohl, wenn es übersichtlicher ist.» Das erleichtere die Kaufentscheidung.
Wer ist größer?
Die Discounter, zu denen auch Penny und Netto gezählt werden, liegen beim Umsatz vorn. Im Handel mit Produkten des täglichen Bedarfs kamen sie laut YouGov zuletzt auf einen Marktanteil von gut 38 Prozent, die Supermärkte wie Rewe und Edeka auf rund 28,5 Prozent. Der Rest entfiel unter anderem auf SB-Warenhäuser wie Kaufland, Fachhandel und Drogerien.
Größter Lebensmittelhändler in Deutschland ist laut EHI Edeka. Bei den Discountern setzt Lidl zwar mehr um als Aldi Nord und Aldi Süd jeweils, zusammen liegen die beiden Aldi-Unternehmensgruppen jedoch knapp vorn. Die Marktanteile verschieben sich seit Jahren zugunsten der Discounter. Experten begründen dies damit, dass Kunden wegen der hohen Inflation preisbewusster konsumiert haben. «Für Discounter sind schlechte Zeiten gute Zeiten», sagt Handelsexperte Gerling.
Laut YouGov kauften 44 Prozent wegen der gestiegenen Preise in den vergangenen Jahren häufiger bei Discountern ein. «Dabei zahlen sie dort für die gleichen Produkte nicht weniger als in Supermärkten. Die Discounter Aldi und Lidl haben zudem deutlich weniger Sonderangebote», sagt Smhaggle-Chef Reuter. Am besten sparen können Verbraucher demnach, wenn sie primär gezielt Aktionsprodukte kaufen.
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Sind Aldi und Lidl wirklich billiger als die Supermärkte?
Mal Butter, mal Kaffee, Orangensaft oder Wurst: Die Discounter Aldi und Lidl liefern sich derzeit einen besonders harten Wettkampf. Mal senkt der eine die Preise zuerst, mal der andere. Vor wenigen Tagen ärgerte Lidl seinen Konkurrenten und unterbot dessen kurz zuvor angekündigte Preissenkung für Schokoladenprodukte teilweise.
Preise sind für Kunden so wichtig wie wohl lange nicht mehr. Das zeigt auch eine Umfrage des Handelsforschungsinstituts IFH Köln: 70 Prozent haben wegen der Preissteigerungen der vergangenen Jahre ihre Ausgaben schon reduziert oder planen dies. Gut 70 Prozent dieser Gruppe vergleichen beim Lebensmitteleinkauf stärker die Preise und greifen häufiger zu Sonderangeboten.
Besonders groß ist der Druck auf Aldi und Lidl. «Discount» – übersetzt Rabatt – ist schließlich ein Versprechen. Aldi gilt als dessen Erfinder und langjähriger Preisführer – ein Image, kein offiziell vergebener Titel. Herausforderer Lidl stellt diesen Anspruch infrage. «Eure Nr. 1. Der Preisführer lohnt sich», so wirbt der Händler. Doch wer ist tatsächlich billiger? Und macht es sich für Kunden überhaupt bemerkbar, wo sie einkaufen? Ein Überblick:
Wo ist es am günstigsten?
Die Vergleichsapp Smhaggle hat im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur die dominierenden Regalpreise der großen Lebensmittelhändler in Deutschland im Jahr 2025 analysiert. Untersucht wurden die Kernsortimente, etwa 2.000 Produkte, die bei allen Anbietern verfügbar und damit gut vergleichbar sind. Sonderangebote wurden nicht berücksichtigt.
«Egal ob Milch, Joghurt, Nudeln, Butter oder Salatgurke: Die Preise dieser Produkte sind bis auf wenige Ausnahmen auf den Cent gleich», sagt Smhaggle-Geschäftsführer Sven Reuter. Dies gelte sowohl für Eigenmarken als auch für Markenprodukte – unabhängig davon, ob es sich um Discounter oder Supermarkt handelt. Die Preise könnten regional und in von selbstständigen Kaufleuten geführten Märkten unter Umständen abweichen. Über die Smhaggle-App laden Nutzer laut Reuter täglich mehr als 10.000 Kassenbons hoch. So lässt sich die Entwicklung der Preise detailliert nachvollziehen.
Wie läuft das ab?
Meistens senken die Discounter als erste die Preise. Die anderen Händler wie Rewe, Edeka oder Kaufland ziehen anschließend schnell nach. Laut Reuter reagieren sie auf Preisänderungen innerhalb weniger Stunden oder ein bis zwei Tagen. Da die Preise anschließend wieder anbieterübergreifend nahezu identisch seien, könne von einer Preisführerschaft eines Händlers keine Rede sein, sagt Reuter.
Die Supermarktkette Rewe wirbt mit einem Versprechen. Auf der Internetseite heißt es: «Bei Rewe findest du 4.000 Produkte, die immer genauso günstig sind wie beim Discounter.» Die Verkaufspreise werden regelmäßig mit denen von Aldi und Lidl abgeglichen. Bei Edeka ist es ähnlich.
Wo wird am liebsten eingekauft?
Ein klarer Favorit lässt sich nicht ausmachen. Laut einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur bevorzugen 32 Prozent der Menschen in Deutschland Supermärkte wie Rewe und Edeka, 29 Prozent ziehen Discounter wie Aldi und Lidl vor. 38 Prozent haben keine feste Präferenz. Die Gründe unterscheiden sich deutlich. Was den jeweiligen Kunden wichtig ist:
- Erreichbarkeit (Supermärkte: 62 Prozent, Discounter: 65)
- Frische Produkte wie Obst, Gemüse und Fleisch (52, 36)
- Eigenmarken (48, 55)
- Sonderangebote (43, 60)
- Große Auswahl an Lebensmitteln (42, 15)
- Preise (35, 77)
Beim Preis liegen die Discounter klar vorn. Supermärkte überzeugen mit der größeren Auswahl an Lebensmitteln. Andere Merkmale, mit denen sie sich abzuheben versuchen, spielen eine geringere Rolle. Nur jeweils 29 Prozent geben die Vielzahl an Markenprodukten oder die schöne Einkaufsatmosphäre mit größerem Platzangebot an, lediglich 21 Prozent freundliches Personal.
Was sagen Experten?
Die Unterschiede zwischen den Formaten verschwimmen zunehmend. Die Discounter setzen heute stärker auf Ambiente und Markenprodukte. «Die Qualität der Ware ist auch hoch», sagt Michael Gerling, Geschäftsführer des Handelsforschungsinstituts EHI. «Die Supermärkte müssen sich anstrengen und an Erlebniswert drauflegen.» Sie sollten mit besonderen Angeboten punkten, wie etwa Gastronomie, Veranstaltungen, Bedientheken oder Regionalität.
Ein Unterschied ist bestehen geblieben: Discounter führen deutlich weniger Artikel. Aus Sicht von Carsten Kortum, Handelsprofessor an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Heilbronn, ist dies nicht zwingend ein Nachteil. Ganz im Gegenteil. «Auswahl ist grundsätzlich gut, zu viel kann aber auch überfordern», sagt er. «Viele Kunden fühlen sich wohl, wenn es übersichtlicher ist.» Das erleichtere die Kaufentscheidung.
Wer ist größer?
Die Discounter, zu denen auch Penny und Netto gezählt werden, liegen beim Umsatz vorn. Im Handel mit Produkten des täglichen Bedarfs kamen sie laut YouGov zuletzt auf einen Marktanteil von gut 38 Prozent, die Supermärkte wie Rewe und Edeka auf rund 28,5 Prozent. Der Rest entfiel unter anderem auf SB-Warenhäuser wie Kaufland, Fachhandel und Drogerien.
Größter Lebensmittelhändler in Deutschland ist laut EHI Edeka. Bei den Discountern setzt Lidl zwar mehr um als Aldi Nord und Aldi Süd jeweils, zusammen liegen die beiden Aldi-Unternehmensgruppen jedoch knapp vorn. Die Marktanteile verschieben sich seit Jahren zugunsten der Discounter. Experten begründen dies damit, dass Kunden wegen der hohen Inflation preisbewusster konsumiert haben. «Für Discounter sind schlechte Zeiten gute Zeiten», sagt Handelsexperte Gerling.
Laut YouGov kauften 44 Prozent wegen der gestiegenen Preise in den vergangenen Jahren häufiger bei Discountern ein. «Dabei zahlen sie dort für die gleichen Produkte nicht weniger als in Supermärkten. Die Discounter Aldi und Lidl haben zudem deutlich weniger Sonderangebote», sagt Smhaggle-Chef Reuter. Am besten sparen können Verbraucher demnach, wenn sie primär gezielt Aktionsprodukte kaufen.