Der FSV Mainz 05 hat Urs Fischer als neuen Trainer verpflichtet. Der 59-jährige Schweizer übernimmt die Nachfolge von Bo Henriksen und erhält einen Vertrag bis zum Sommer 2028, wie der Fußball-Bundesligist mitteilte.
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Exportkontrollen, unfaire Politik: Wird China unsicherer?
Exportkontrollen, Lokalisierung, Preisdruck: Chinas Wirtschaftspolitik sorgt bei europäischen Firmen aus Sicht der EU-Kammer zunehmend für Unsicherheit. Wenn man sich die Abhängigkeiten bei seltenen Erden, Magneten oder den Nexperia-Chips ansehe – inwieweit könne man davon sprechen, dass Europa unabhängig sei, sagte Kammer-Präsident Jens Eskelund in Peking. Sobald Handel zu einer Frage der Sicherheit werde, würden Regierungen umdenken, erklärte der Däne.
China hatte im April im heißgelaufenen Handelsstreit mit den USA sieben seltene Erden und daraus verfertige Magneten mit Exportkontrollen belegt und Europa damit seine Abhängigkeit aufgezeigt. Sie werden in Deutschlands und Europas Industrie dringend gebraucht, kommen aber fast ausschließlich aus China. Im Herbst eskalierte ein Streit Chinas mit den Niederlanden um die Firma Nexperia, die Chips in der Volksrepublik unter anderem für die Autoindustrie weiterverarbeitet. In der Autoindustrie ging deswegen die Angst vor Produktionsstopps um.
Die Lage bei seltenen Erden sei ein «Weckruf für Europa» gewesen und habe gezeigt, dass man nicht annehmen könne, nicht versehentlich zum Kollateralschaden im Kampf eines anderen zu werden, sagte Eskelund.
Im neuen Lieferketten-Bericht der Kammer heißt es, China sei die weltweit einzige «Fertigungs-Supermacht». Doch langanhaltende «Schmerzpunkte» wie Benachteiligung bei Ausschreibungen oder neue Probleme wie Exportkontrollen verstärken demnach die Probleme für die Geschäftswelt.
Hadern mit Vor- und Nachteilen
Firmen hadern der Interessenvertretung europäischer Firmen in China zufolge deshalb damit, die positiven Aspekte chinesischer Lieferketten gegen die Notwendigkeit abzuwägen, Flexibilität und Widerstandsfähigkeit zu sichern. Die im April verhängten Exportkontrollen auf seltene Erden und daraus gefertigte Magnete belasteten viele Firmen. 68 Prozent erklärten laut einer Umfrage der Kammer, dass ihre Werke außerhalb der Volksrepublik auf Vorprodukte aus China angewiesen seien.
Kürzlich stellte China allgemeine Exportlizenzen in Aussicht. Doch darüber, wann solche Anträge genehmigt werden, herrscht noch Unklarheit. Auch lokalisieren Firmen ihre Lieferketten in China mittlerweile, damit ihre Produkte quasi «chinesisch» genug für ihre Kunden vor Ort sind.
So passen sich Firmen an
«Ich denke, seltene Erden und Magnete sind nur die Spitze der Spitze des Eisbergs», sagte Eskelund. Früher sei es vor allem um Wettbewerb und dessen Auswirkungen auf europäische Firmen gegangen. Neu sei nun, dass es zunehmend um Auswirkungen auf Unabhängigkeit und Handlungsfähigkeit gehe und welche Art von Europa man in Zukunft wolle.
Anekdotisch zeigt der Kammer-Bericht Folgen davon: Einige Firmen passten demnach wegen der Unsicherheiten ihre Lieferketten-Strategie so an, dass sie mehr Ware auf Lager hielten und dafür höhere Kosten in Kauf nehmen sowie für eine Sorte Ware auf zwei Zulieferer zu setzen. Aus Sicht der Kammer ist diese Art, Abhängigkeiten in China zu reduzieren, jedoch nicht immer sinnvoll – etwa wenn die Vorprodukte aus den USA kommen, mit denen China einen Handelsstreit führt.
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Exportkontrollen, unfaire Politik: Wird China unsicherer?
Exportkontrollen, Lokalisierung, Preisdruck: Chinas Wirtschaftspolitik sorgt bei europäischen Firmen aus Sicht der EU-Kammer zunehmend für Unsicherheit. Wenn man sich die Abhängigkeiten bei seltenen Erden, Magneten oder den Nexperia-Chips ansehe – inwieweit könne man davon sprechen, dass Europa unabhängig sei, sagte Kammer-Präsident Jens Eskelund in Peking. Sobald Handel zu einer Frage der Sicherheit werde, würden Regierungen umdenken, erklärte der Däne.
China hatte im April im heißgelaufenen Handelsstreit mit den USA sieben seltene Erden und daraus verfertige Magneten mit Exportkontrollen belegt und Europa damit seine Abhängigkeit aufgezeigt. Sie werden in Deutschlands und Europas Industrie dringend gebraucht, kommen aber fast ausschließlich aus China. Im Herbst eskalierte ein Streit Chinas mit den Niederlanden um die Firma Nexperia, die Chips in der Volksrepublik unter anderem für die Autoindustrie weiterverarbeitet. In der Autoindustrie ging deswegen die Angst vor Produktionsstopps um.
Die Lage bei seltenen Erden sei ein «Weckruf für Europa» gewesen und habe gezeigt, dass man nicht annehmen könne, nicht versehentlich zum Kollateralschaden im Kampf eines anderen zu werden, sagte Eskelund.
Im neuen Lieferketten-Bericht der Kammer heißt es, China sei die weltweit einzige «Fertigungs-Supermacht». Doch langanhaltende «Schmerzpunkte» wie Benachteiligung bei Ausschreibungen oder neue Probleme wie Exportkontrollen verstärken demnach die Probleme für die Geschäftswelt.
Hadern mit Vor- und Nachteilen
Firmen hadern der Interessenvertretung europäischer Firmen in China zufolge deshalb damit, die positiven Aspekte chinesischer Lieferketten gegen die Notwendigkeit abzuwägen, Flexibilität und Widerstandsfähigkeit zu sichern. Die im April verhängten Exportkontrollen auf seltene Erden und daraus gefertigte Magnete belasteten viele Firmen. 68 Prozent erklärten laut einer Umfrage der Kammer, dass ihre Werke außerhalb der Volksrepublik auf Vorprodukte aus China angewiesen seien.
Kürzlich stellte China allgemeine Exportlizenzen in Aussicht. Doch darüber, wann solche Anträge genehmigt werden, herrscht noch Unklarheit. Auch lokalisieren Firmen ihre Lieferketten in China mittlerweile, damit ihre Produkte quasi «chinesisch» genug für ihre Kunden vor Ort sind.
So passen sich Firmen an
«Ich denke, seltene Erden und Magnete sind nur die Spitze der Spitze des Eisbergs», sagte Eskelund. Früher sei es vor allem um Wettbewerb und dessen Auswirkungen auf europäische Firmen gegangen. Neu sei nun, dass es zunehmend um Auswirkungen auf Unabhängigkeit und Handlungsfähigkeit gehe und welche Art von Europa man in Zukunft wolle.
Anekdotisch zeigt der Kammer-Bericht Folgen davon: Einige Firmen passten demnach wegen der Unsicherheiten ihre Lieferketten-Strategie so an, dass sie mehr Ware auf Lager hielten und dafür höhere Kosten in Kauf nehmen sowie für eine Sorte Ware auf zwei Zulieferer zu setzen. Aus Sicht der Kammer ist diese Art, Abhängigkeiten in China zu reduzieren, jedoch nicht immer sinnvoll – etwa wenn die Vorprodukte aus den USA kommen, mit denen China einen Handelsstreit führt.
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Gottschalk verlässt seine Abschiedsshow mittendrin
Thomas Gottschalk hat seine letzte Samstagabendshow mitten in der Sendung verlassen. Unter großem Applaus ging der 75-Jährige während einer Musiknummer aus dem Saal der RTL-Spielshow «Denn sie wissen nicht, was passiert». Ob er zum Ende zurückkehrt, blieb zunächst offen.
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Paramount bietet 108,4 Milliarden für Warner Bros. Discovery
Der Medienkonzern Paramount macht dem Streaming-Riesen Netflix Konkurrenz und will den Gesamtkonzern Warner Brothers Discovery für 108,4 Milliarden Dollar (knapp 94 Mrd. Euro) übernehmen. Das teilte Paramount mit.
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Thomas Gottschalk hat seine letzte Samstagabendshow mitten in der Sendung verlassen. Unter großem Applaus ging der 75-Jährige während einer Musiknummer aus dem Saal der RTL-Spielshow «Denn sie wissen nicht, was passiert». Ob er zum Ende zurückkehrt, blieb zunächst offen.
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Maschinenbauer Voith will bis zu 2.500 Stellen streichen
Beim Maschinen- und Anlagenbauer Voith könnte gut ein Zehntel der Mitarbeiter den Job verlieren. Wie der Technologiekonzern aus dem Osten Baden-Württembergs mitteilte, prüft man Anpassungen bei Organisationsstrukturen und Belegschaft im Rahmen einer strategischen Weiterentwicklung. «Im Rahmen der Anpassungen wird eine Reduzierung von bis zu 2.500 Stellen erwartet», hieß es weiter.
Deutschland nehme bei den Überlegungen eine Schlüsselrolle ein. Zwar verfüge der Standort über technologische Kompetenz und
Innovationskraft, gleichzeitig gebe es strukturelle Probleme. Genannt wurden insbesondere hohe Energie- und Arbeitskosten, komplexe regulatorische Anforderungen und ein hoher bürokratischer Aufwand.Konkrete Entscheidungen zu Standorten oder Bereichen liegen den Angaben zufolge noch nicht vor. In den kommenden Wochen prüfe man Optionen, die gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern diskutiert und bewertet werden sollen. Der erwartete Stellenabbau beschreibe «einen globalen Rahmen und stellt keine Aussage über bestimmte Standorte, Bereiche oder Funktionen dar».
Der exportorientierte Maschinen- und Anlagenbau ist einer der wichtigsten Industriezweige im Südwesten. Voith hat seinen Stammsitz im schwäbischen Heidenheim an der Brenz. Im Stammland hat der Konzern noch weitere Werke. Darüber hinaus ist Voith in Bayern, NRW, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Sachsen mit Standorten vertreten. Für den Mittelständler arbeiten weltweit rund 22.000 in mehr als 60 Ländern.
Was macht Voith?
Das 1867 gegründete Unternehmen liefert Maschinen, Anlagen und technische Systeme für gleich mehrere Industriebranchen. Voith produziert unter anderem Turbinen, Generatoren und digitale Steuerungstechnik für Wasserkraftwerke. Ein weiterer traditioneller Schwerpunkt liegt auf Papiermaschinen und Anlagen zur Aufbereitung von Altpapier. Zusätzlich ist Voith im Bereich der Antriebs- und Industrietechnik aktiv. Dazu gehören unter Getriebe und Kupplungen für Züge, Schiffe und industrielle Anwendungen.
Der Konzern mit seinen drei Bereichen Hydro, Paper und Turbo hatte zuletzt wegen der Konjunkturflaute rote Zahlen geschrieben. Im Geschäftsjahr 2023/24 sackte das Konzernergebnis auf minus 247 Millionen Euro ab. Ein Jahr zuvor stand noch ein Gewinn von 73 Millionen Euro in den Büchern. Der Umsatz fiel auf 5,23 Milliarden Euro.
Die Zahlen für das im September abgelaufen Geschäftsjahr 2024/25 liegen bislang nicht vor. Vor einem Jahr hatte der Technologiekonzern noch mit einer Verbesserung bei Umsatz und Gewinn gerechnet.
«Voith steht vor großen Herausforderungen»
Konzernchef Dirk Hoke verwies auf einen zunehmenden Wettbewerbsdruck. «Voith steht vor großen Herausforderungen auf dem Weltmarkt, weshalb wir eine umfangreiche strategische Analyse unseres Geschäfts vorgenommen haben», teilte er mit. Um auch langfristig bestehen und wachsen zu können, müsse Voith über ausreichende Mittel für Investitionen verfügen und die Organisation so effizient wie möglich aufstellen.
«Die Organisation stärken, Innovation beschleunigen und Wachstumschancen nutzen – das müssen wir jetzt gemeinsam angehen, nicht zuletzt, um den Standort Deutschland zu sichern», betonte Hoke. Bei den Anpassungen geht es demnach unter anderem darum, Prozesse zu vereinfachen, Entscheidungswege zu verkürzen und gezielt in Zukunftsfelder zu investieren, die die langfristige Wettbewerbsfähigkeit sichern. Dazu zählt Hoke das profitable Service- und Digitalgeschäft, globale Wachstumsregionen sowie neue Technologien.
Maschinenbau in der Dauerkrise
Der angekündigte Stellenabbau fällt in eine für den deutschen Maschinenbau äußerst schwierige Phase. Die Branche schrumpft 2025 nach Angaben des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) bereits das dritte Jahr in Folge. Es wird erneut mit einem Produktionsrückgang von fünf Prozent gerechnet. Seit Anfang 2023 befindet sich die Produktion demnach im Sinkflug – inzwischen seit zwölf Quartalen in Folge. Die Auslastung der Fabriken liegt mit 78,3 Prozent deutlich unter dem langjährigen Mittel von rund 85 Prozent. Erst 2026 erwartet der Verband ein leichtes Plus.
Die schlechte Lage hinterlässt dem Verband zufolge immer deutlichere Spuren auf dem Arbeitsmarkt. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Beschäftigung um 2,4 Prozent auf gut eine Million Menschen zurückgegangen. In den Betrieben werde häufiger Kurzarbeit angewandt. Neben hohen Steuern und unnötiger Bürokratie belasten nach Angaben von VDMA-Präsident Bertram Kawlath insbesondere die US-Strafzölle das Geschäft der Unternehmen.