Die EU-Staaten wollen den Druck auf abgelehnte Asylbewerber erhöhen und Abschiebungen effizienter abwickeln. Dafür sollen Menschen ohne Bleiberecht neue Pflichten erhalten und Leistungskürzungen bei mangelnder Kooperation mit den Behörden erwarten müssen, wie die Mitgliedsländer nach einer Einigung bei einem Treffen der europäischen Innenminister in Brüssel mitteilten.
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Neue BSW-Spitze: De Masi und Mohamed Ali gewählt
Der Europaabgeordnete Fabio De Masi ist zum neuen Vorsitzenden der Partei Bündnis Sahra Wagenknecht gewählt worden. Der 45-Jährige erhielt beim BSW-Bundesparteitag in Magdeburg nach Angaben des Tagungsleiters 93,3 Prozent abgegebenen Stimmen. Die bisherige Co-Vorsitzende Amira Mohamed Ali wurde demnach mit 82,6 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt.
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Maschinenbauer Voith will bis zu 2.500 Stellen streichen
Beim schwäbischen Maschinenbauer Voith könnte gut ein Zehntel der Mitarbeiter den Job verlieren. Im Rahmen von Anpassungen werde eine Reduzierung von bis zu 2.500 Stellen erwartet, teilte das Familienunternehmen aus Heidenheim an der Brenz mit.
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Thyssenkrupp: Klappt die Stahl-Übernahme durch Jindal?
Thyssenkrupp-Chef Miguel López hat sich optimistisch zu einer möglichen Übernahme der Stahlsparte durch den indischen Stahlkonzern Jindal Steel geäußert. «Die Gespräche sind sehr intensiv und auch sehr vertrauensvoll. Es geht da gut voran», sagte López bei der Vorlage der Jahreszahlen für das Geschäftsjahr 2024/25, das Ende September zu Ende gegangen war. «Wir gehen (…) davon aus, dass die Gespräche mit Jindal, weil es einfach ein optimaler Fit ist, dass das auch wirklich funktionieren wird», sagte López weiter. Europa sei für Jindal Steel ein attraktives Marktumfeld.
Die angeschlagene Stahlsparte von Thyssenkrupp ist Deutschlands größter Stahlhersteller. Ende September waren rund 26.000 Menschen in der Sparte beschäftigt. Ein harter Sanierungskurs soll sie wieder wettbewerbsfähig machen. Er sieht den Abbau und die Auslagerung von Tausenden Stellen vor.
Konzernchef López: Aktuell läuft intensive Prüfung
Zum Stand der Gespräche mit Jindal Steel sagte López, man sei jetzt in einer Prüfungsphase, in der man sich das gesamte Vertragswerk und alle Zahlen genau anschaue. «Und dann beginnt man mit Verhandlungen.» Genauere Angaben zum Zeitplan wollte er nicht machen.
Thyssenkrupp und Jindal Steel hatten Mitte September bekannt gemacht, dass der familiengeführte Stahlkonzern die Stahlsparte von Thyssenkrupp kaufen will und bereits ein unverbindliches Angebot abgegeben hat. Nach Angaben des für Firmenübernahmen und -verkäufe zuständigen Vorstands Volkmar Dinstuhl zielt das Angebot auf eine mehrheitliche Übernahme ab. «Was mehrheitlich dann konkret heißt, wird sich dann im Laufe der Verhandlungen herausstellen.»
Thyssenkrupp hält an Grünstahl-Anlage in Duisburg fest
López bekräftigte die Pläne der Thyssenkrupp-Stahlsparte zum Bau einer neuen Anlage zur klimafreundlicheren Stahlherstellung in Duisburg. «Trotz eines komplexen wirtschaftlichen Umfelds und bestehender regulatorischer Unsicherheiten gehen wir mit dem Bau und dem geplanten Betrieb in Vorleistung», sagte López.
Damit schaffe man die Grundlage für den Einsatz großer Mengen grünen Wasserstoffs in Deutschland und leiste einen Beitrag zum Klimaschutz. «Dieses Vorgehen ist ein deutliches Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Deutschland. Und zu unserer Verantwortung für die Umwelt.»
López: Auch Jindal Steel wird Anlage weiterbauen
López geht davon aus, dass im Fall einer Übernahme Jindal Steel die sogenannte Direktreduktionsanlage weiterbauen wird. «Ich glaube, es ist zutreffend zu sagen, dass Jindal die DRI-Anlage in Duisburg bauen wird und will, so wie wir das auch wollen.»
Die sogenannte Direktreduktionsanlage kostet rund drei Milliarden Euro und soll einen Hochofen ersetzen. Bund und Land Nordrhein-Westfalen wollen den Bau mit bis zu zwei Milliarden Euro fördern. Die Anlage soll zunächst mit Erdgas und später mit Wasserstoff betrieben werden.
Bei der klassischen Herstellung von Roheisen in Hochöfen wird extrem viel Kohlendioxid ausgestoßen. Thyssenkrupp ist nach eigenen Angaben vor allem durch die Stahlproduktion für rund 2,5 Prozent der bundesweiten CO2-Emissionen verantwortlich.
532 Millionen Euro Überschuss im vergangenen Jahr erzielt
Nach einem Milliardenverlust im Vorjahr hat der Konzern das Geschäftsjahr 2024/25 (30. September) mit 532 Millionen Euro Gewinn abgeschlossen. Allerdings profitierte Thyssenkrupp hier von einer deutlichen Wertzuschreibung auf seinen verbliebenen Anteil im Aufzuggeschäft sowie dem Verkauf einer indischen Spezialstahl-Tochter. Demgegenüber standen millionenschwere Abschreibungen vor allem in der Stahl-Sparte sowie Umbaukosten.
Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung am 30. Januar die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 15 Cent je Aktie vor. In Summe würde dies – wie schon für die drei Geschäftsjahre zuvor – eine Ausschüttung von insgesamt 93 Millionen Euro bedeuten.
Die IG Metall sprach sich dagegen aus. In allen Bereichen gebe es Einschnitte bei den Belegschaften, «Standortschließungen, Personalabbau im vierstelligen Bereich, teils auch mit Kündigungen, Entgelt-Verzicht und vieles mehr», sagte der Zweite Vorsitzende der Gewerkschaft, Jürgen Kerner, laut einer Mitteilung. Die Auszahlung von 93 Millionen Euro entziehe dem Unternehmen Kapital, während notwendige Investitionen teilweise unter dem Vorbehalt der Finanzierungsfähigkeit des Konzerns stünden. Die Arbeitnehmerseite trage daher die Empfehlung des Aufsichtsrats an die Jahreshauptversammlung nicht mit. Kerner ist auch stellvertretender Aufsichtsratschef der Thyssenkrupp AG.
Der Umsatz lag bei 32,8 Milliarden Euro und damit 6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Thyssenkrupp nannte als Hauptgründe eine gesunkene Nachfrage sowie niedrigere Preise vor allem im Werkstoffhandel und in der Stahlsparte. Ende September beschäftigte der Konzern knapp 93.400 Menschen, fünf Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Auf die Stahlsparte entfielen dabei knapp 26.000, ebenfalls fünf Prozent weniger.
Stahl-Sanierung wird 25/26 deutlichen Verlust bringen
Die Sanierung der Stahlsparte wird Thyssenkrupp im neuen Geschäftsjahr millionenschwere Verluste einbrocken. Weil das Unternehmen dafür hohe Rückstellungen bilden muss, dürfte im laufenden Geschäftsjahr 2025/26 unter dem Strich ein Fehlbetrag von 400 bis 800 Millionen Euro auflaufen, hieß es. Thyssenkrupp Steel Europe leidet unter Überkapazitäten und niedrigen Preisen am Weltmarkt, asiatische Billigkonkurrenz setzt die Stahlsparte unter Druck.
Von der Konjunktur erwartet Thyssenkrupp im laufenden Jahr konzernweit keinen Rückenwind, das schwierige Marktumfeld dürfte anhalten. Beim Umsatz geht das Unternehmen von einer Bandbreite von minus zwei bis plus einem Prozent aus.
An der Börse kamen die Neuigkeiten nicht gut an. Experten bemängelten insbesondere den Ausblick des Unternehmens. Das im Börsensegment MDax notierte Papier lag am frühen Nachmittag mit 8,71 Euro rund 8,3 Prozent unter dem Vortageswert.
Thyssenkrupp befindet sich in einem tiefgreifenden Umbau. Im Oktober hatte der Konzern seine Marineschiffbausparte TKMS an die Börse gebracht, aber die Mehrheit der Aktien behalten. Auch die drei übrigen Geschäftsfelder Autoteile, Werkstoffhandel und grüne Technologien will Thyssenkrupp in den kommenden Jahren eigenständig aufstellen und kapitalmarktfähig machen. Die Thyssenkrupp AG soll künftig zu einer Finanzholding werden.
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Thyssenkrupp: Klappt die Stahl-Übernahme durch Jindal?
Thyssenkrupp-Chef Miguel López hat sich optimistisch zu einer möglichen Übernahme der Stahlsparte durch den indischen Stahlkonzern Jindal Steel geäußert. «Die Gespräche sind sehr intensiv und auch sehr vertrauensvoll. Es geht da gut voran», sagte López bei der Vorlage der Jahreszahlen für das Geschäftsjahr 2024/25, das Ende September zu Ende gegangen war. «Wir gehen (…) davon aus, dass die Gespräche mit Jindal, weil es einfach ein optimaler Fit ist, dass das auch wirklich funktionieren wird», sagte López weiter. Europa sei für Jindal Steel ein attraktives Marktumfeld.
Die angeschlagene Stahlsparte von Thyssenkrupp ist Deutschlands größter Stahlhersteller. Ende September waren rund 26.000 Menschen in der Sparte beschäftigt. Ein harter Sanierungskurs soll sie wieder wettbewerbsfähig machen. Er sieht den Abbau und die Auslagerung von Tausenden Stellen vor.
Konzernchef López: Aktuell läuft intensive Prüfung
Zum Stand der Gespräche mit Jindal Steel sagte López, man sei jetzt in einer Prüfungsphase, in der man sich das gesamte Vertragswerk und alle Zahlen genau anschaue. «Und dann beginnt man mit Verhandlungen.» Genauere Angaben zum Zeitplan wollte er nicht machen.
Thyssenkrupp und Jindal Steel hatten Mitte September bekannt gemacht, dass der familiengeführte Stahlkonzern die Stahlsparte von Thyssenkrupp kaufen will und bereits ein unverbindliches Angebot abgegeben hat. Nach Angaben des für Firmenübernahmen und -verkäufe zuständigen Vorstands Volkmar Dinstuhl zielt das Angebot auf eine mehrheitliche Übernahme ab. «Was mehrheitlich dann konkret heißt, wird sich dann im Laufe der Verhandlungen herausstellen.»
Grünstahl-Anlage in Duisburg wird weitergebaut
López bekräftigte die Pläne der Thyssenkrupp-Stahlsparte zum Bau einer neuen Anlage zur klimafreundlicheren Stahlherstellung in Duisburg. «Trotz eines komplexen wirtschaftlichen Umfelds und bestehender regulatorischer Unsicherheiten gehen wir mit dem Bau und dem geplanten Betrieb in Vorleistung», sagte López.
Damit schaffe man die Grundlage für den Einsatz großer Mengen grünen Wasserstoffs in Deutschland und leiste einen Beitrag zum Klimaschutz. «Dieses Vorgehen ist ein deutliches Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Deutschland. Und zu unserer Verantwortung für die Umwelt.»
López: Auch Jindal Steel wird Anlage weiterbauen
López geht davon aus, dass im Fall einer Übernahme Jindal Steel die sogenannte Direktreduktionsanlage weiterbauen wird. «Ich glaube, es ist zutreffend zu sagen, dass Jindal die DRI-Anlage in Duisburg bauen wird und will, so wie wir das auch wollen.»
Die sogenannte Direktreduktionsanlage kostet rund drei Milliarden Euro und soll einen Hochofen ersetzen. Bund und Land Nordrhein-Westfalen wollen den Bau mit bis zu zwei Milliarden Euro fördern. Die Anlage soll zunächst mit Erdgas und später mit Wasserstoff betrieben werden.
Bei der klassischen Herstellung von Roheisen in Hochöfen wird extrem viel Kohlendioxid ausgestoßen. Thyssenkrupp ist nach eigenen Angaben vor allem durch die Stahlproduktion für rund 2,5 Prozent der bundesweiten CO2-Emissionen verantwortlich.
532 Millionen Euro Überschuss im vergangenen Jahr erzielt
Nach einem Milliardenverlust im Vorjahr hat der Konzern das Geschäftsjahr 2024/25 (30. September) mit 532 Millionen Euro Gewinn abgeschlossen. Allerdings profitierte Thyssenkrupp hier von einer deutlichen Wertzuschreibung auf seinen verbliebenen Anteil im Aufzuggeschäft sowie dem Verkauf einer indischen Spezialstahl-Tochter. Demgegenüber standen millionenschwere Abschreibungen vor allem in der Stahl-Sparte sowie Umbaukosten. Aktionäre sollen erneut eine Dividende von 15 Cent je Aktie erhalten.
Der Umsatz lag bei 32,8 Milliarden Euro und damit 6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Thyssenkrupp nannte als Hauptgründe eine gesunkene Nachfrage sowie niedrigere Preise vor allem im Werkstoffhandel und in der Stahlsparte. Ende September beschäftigte der Konzern knapp 93.400 Menschen, fünf Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Auf die Stahlsparte entfielen dabei knapp 26.000, ebenfalls fünf Prozent weniger.
Stahl-Sanierung wird 25/26 deutlichen Verlust bringen
Die Sanierung der Stahlsparte wird Thyssenkrupp im neuen Geschäftsjahr millionenschwere Verluste einbrocken. Weil das Unternehmen dafür hohe Rückstellungen bilden muss, dürfte im laufenden Geschäftsjahr 2025/26 unter dem Strich ein Fehlbetrag von 400 bis 800 Millionen Euro auflaufen, hieß es. Thyssenkrupp Steel Europe leidet unter Überkapazitäten und niedrigen Preisen am Weltmarkt, asiatische Billigkonkurrenz setzt die Stahlsparte unter Druck.
Von der Konjunktur erwartet Thyssenkrupp im laufenden Jahr konzernweit keinen Rückenwind, das schwierige Marktumfeld dürfte anhalten. Beim Umsatz geht das Unternehmen von einer Bandbreite von minus zwei bis plus einem Prozent aus.
An der Börse kamen die Neuigkeiten nicht gut an. Experten bemängelten insbesondere den Ausblick des Unternehmens. Das im Börsensegment MDax notierte Papier lag am frühen Nachmittag mit 8,71 Euro rund 8,3 Prozent unter dem Vortageswert.
Thyssenkrupp befindet sich in einem tiefgreifenden Umbau. Im Oktober hatte der Konzern seine Marineschiffbausparte TKMS an die Börse gebracht, aber die Mehrheit der Aktien behalten. Auch die drei übrigen Geschäftsfelder Autoteile, Werkstoffhandel und grüne Technologien will Thyssenkrupp in den kommenden Jahren eigenständig aufstellen und kapitalmarktfähig machen. Die Thyssenkrupp AG soll künftig zu einer Finanzholding werden.
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Neuer BMW-Chef kommt wieder mal von innen
Betrachtet man die beruflichen Eckdaten des künftigen BMW-Chefs, folgt Milan Nedeljkovic vielen Traditionen. Angefangen bei seiner bisherigen Aufgabe: Denn Produktionsvorstand waren auch seine Vorgänger Oliver Zipse, Harald Krüger oder Norbert Reithofer. Und wie sie ist er mit Jahrzehnten im Unternehmen ein echtes Eigengewächs und hat einst Maschinenbau studiert. Er kennt und versteht BMW, seine Unternehmenskultur, und seine Produkte also – auch technisch.
Viel Einarbeitungszeit dürfte der Manager demnach nicht brauchen, wenn er Mitte Mai den Chefsessel vom scheidenden Oliver Zipse übernimmt. Viel Zeit hat er auch nicht. Denn auch wenn BMW derzeit etwas besser dasteht als seine deutschen Konkurrenten, bleibt der Konzern von den allgemeinen Krisen und Herausforderungen nicht verschont. Viel wird auf die Neue Klasse ankommen, deren Serienproduktion Nedeljkovic gerade auf die Schiene gesetzt hat.
Produktionsvorstand wurde er im Oktober 2019 – kurz nachdem sein Vorgänger Zipse den Chefsessel übernommen hatte. Im Unternehmen ist er allerdings schon seit 1993, war – neben München – unter anderem in den Werken Oxford und Leipzig. In letzterem verantwortete er als Leiter den Start von BMWs Vorreiter-Elektroauto i3. Davor hatte er in Aachen und am MIT in den USA Maschinenbau studiert – später promovierte er an der TU München.
Vorschusslorbeeren
Zu seiner Berufung bekam Nedeljkovic die üblichen Vorschusslorbeeren. Aufsichtsratschef Nicolas Peter lobte ihn für «strategischen Weitblick», große Umsetzungsstärke und unternehmerisches Denken. Die Arbeitnehmerseite äußerte sich ebenfalls positiv: «Milan Nedeljkovic genießt hohes Ansehen und Vertrauen in der Belegschaft von BMW», sagte Gesamtbetriebsratschef Martin Kimmich.
Wieder über die Altersgrenze
Zu beweisen, dass das Lob berechtigt ist, hat er rund fünf Jahre Zeit – sein Vertrag als BMW-Chef läuft bis ins Jahr 2031. Beim Start im Mai kommenden Jahres wird er 57 Jahre alt sein – erfüllt er den Vertrag bis zum Ende, wird er damit eine weitere Sache mit Vorgänger Zipse gemeinsam haben: Das Überschreiten der bei BMW üblichen Altersgrenze von 60 Jahren für die oberste Chefriege.
In mindestens einer biografischen Sache unterscheidet sich Nedeljkovic aber von seinen Vorgängern: Er hat eine doppelte Staatsbürgerschaft, neben der deutschen auch die serbische. In Serbien wurde er 1969 geboren, kam aber bereits als kleines Kind Anfang der 1970er Jahre nach Deutschland.
Privat ist Nedeljkovic Basketballfan. Ob seine Begeisterung auf seine Wurzeln oder die Zeit am MIT zurückzuführen ist, ist nicht bekannt. Bei BMW ist er damit aber gut aufgehoben: 2023 hat der Autohersteller nämlich Audi als Sponsor des FC Bayern Basketball abgelöst.
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Produktionschef Nedeljkovic folgt auf Zipse an BMW-Spitze
BMW bekommt einen neuen Chef: Milan Nedeljkovic soll am 14. Mai kommenden Jahres das Amt von Oliver Zipse übernehmen. Der Aufsichtsrat fasste am Dienstag einen entsprechenden Beschluss, wie das Unternehmen mitteilte. Derzeit ist Nedeljkovic Produktionsvorstand. Dieses Amt hatte auch Zipse inne, bevor er 2019 an die Spitze des Unternehmens rückte.
Zipse legt sein Amt demnach am 13. Mai planmäßig nieder – an diesem Tag hält BMW seine Jahreshauptversammlung ab. Zipse wird im Februar 62 Jahre alt, bei BMW ist eigentlich eine Altersgrenze von 60 Jahren für Vorstände üblich, diese wurde bei der letzten Verlängerung seines Mandats bis 2026 überschritten. Das dürfte auch bei Nedeljkovic der Fall sein. Er wird bei Amtsübernahme 57 sein, sein Vertrag läuft bis ins Jahr 2031.
Zipses Verlängerung hatte es dem BMW-Chef ermöglicht, das wichtigste Projekt seiner Amtszeit, den Start der Neuen Klasse als Basis für die Elektrostrategie des Unternehmens noch auf den Weg zu bringen. Diese sei das «größte Zukunftsprojekt des Unternehmens», lobte der Aufsichtsratsvorsitzende Nicolas Peter. Zudem habe Zipse «BMW durch globale Krisen wie die Corona-Pandemie geführt». Der Aufsichtsrat dankte ihm «ausdrücklich für seine großen Verdienste um die BMW Group».
Nedeljkovic ist seit 2019 Produktionsvorstand. Er zeichnete damit für den Produktionsstart der Neuen Klasse verantwortlich. Er ist – BMW-typisch – schon lange im Unternehmen. 1993 begann seine Laufbahn als Trainee. Sie führte ihn unter anderem über die Werke Oxford und Leipzig. In letzterem war er als Leiter für den Start von BMWs Elektroauto i3 verantwortlich.
Mit Nedeljkovic steht nun ein Manager mit doppelter Staatsbürgerschaft an der BMW-Spitze: Neben der deutschen hat er auch die serbische; in Serbien wurde er 1969 geboren. Er kam in den 1970er Jahren als Kind nach Deutschland, studierte später in Aachen und am MIT in den USA Maschinenbau und promovierte an der TU München.
Lob auch von der Arbeitnehmerseite
Aufsichtsratschef Peter lobte Nedeljkovic für «strategischen Weitblick», große Umsetzungsstärke und unternehmerisches Denken. «Er steht für klare Fokussierung im Umgang mit Ressourcen – seien es ökonomische oder ökologische.»
Auch von der Arbeitnehmerseite kommen Vorschusslorbeeren: «Milan Nedeljkovic genießt hohes Ansehen und Vertrauen in der Belegschaft von BMW. Mit ihm wollen wir die lange Tradition der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Betriebsrat und Unternehmensleitung fortsetzen und unsere BMW-Erfolgsgeschichte fortschreiben», sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Martin Kimmich.
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Rückgang bei Insolvenzzahlen – Aber keine Trendwende
Die Zahl der Insolvenzen ist im November zum ersten Mal seit dreieinhalb Jahren wieder so tief gesunken, dass sie unter dem Niveau des Vorjahresmonats liegt. Eine Trendwende bedeute dies allerdings noch nicht, sondern eher eine Verschnaufpause, teilte das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) mit. Laut IWH-Insolvenztrend liegt die Zahl der Insolvenzen im November bei 1.293. Das sind 17 Prozent weniger als im Vormonat und drei Prozent weniger als im November 2024. Im Vergleich zu einem durchschnittlichen November der Jahre 2016 bis 2019 – also vor der Corona-Pandemie – liegen die aktuellen Zahlen jedoch weiterhin um 46 Prozent höher.
«Das ist viel, das ist klar der rote Bereich», sagte Steffen Müller, Leiter der Insolvenzforschung beim IWH. Während die hohen Insolvenzzahlen der vergangenen Jahre vor allem auf Nachholeffekte der Pandemie zurückzuführen gewesen seien, lasse sich das anhaltend hohe Niveau inzwischen mit der schwachen wirtschaftlichen Lage und den starken Kostensteigerungen erklären. Der Anstieg der Insolvenzen in diesem Jahr sei breit über alle Branchen hinweg gewesen, betonte Müller.
Wie die Wirtschaftsauskunftei Creditreform am Montag mitteilte, werden Hochrechnungen zufolge bis Ende des Jahres 23.900 Unternehmen Insolvenz angemeldet haben. Das wären über acht Prozent mehr als im Vorjahr.
Strukturelle Krise vor allem im Süden
Besonders stark sind die Zuwächse laut IWH im Hotel- und Gastgewerbe gewesen, ebenso wie im Baubereich und bei Projektentwicklern. Regional ist nach Angaben des IWH vor allem der Süden mit Baden-Württemberg und Bayern betroffen. «Der Süden ist stark im Maschinenbau und in der Automobilzulieferung, das ist eine strukturelle Krise, die sich im Insolvenzgeschehen zeigt», sagte Müller. «Neu ist, dass der Osten in diesem Jahr deutlich aufgeholt hat – von einem niedrigen Niveau aus, aber mit Zuwächsen von 25 bis 30 Prozent.»
Neben der insgesamt gestiegenen Zahl der Insolvenzen bei Personen- und Kapitalgesellschaften sei auch die Zahl der betroffenen Jobs deutlich gestiegen. Für das laufende Jahr rechnet das IWH mit rund 170.000 betroffenen Stellen. Vor der Corona-Pandemie seien es nicht einmal 100.000 Jobs gewesen.
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Exporteure unter Druck: Geschäft mit USA und China schrumpft
Rückschläge im wichtigen Geschäft mit den USA und China bremsen die deutschen Exporteure aus. Im Oktober wuchsen die Ausfuhren nur minimal um 0,1 Prozent zum Vormonat auf 131,3 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Als Stütze erwies sich der europäische Markt.
Nach einer Erholung im September legten die Ausfuhren zwar mit dem Oktober-Plus den zweiten Monat in Folge zu. Ökonomen sehen aber zu wenig Schwung, um die deutsche Wirtschaft zu beleben. «Für einen positiven Impuls für die deutsche Konjunktur ist der Außenhandel nach wie vor zu schwach», schrieb Michael Herzum, Leiter Volkswirtschaft beim Fondsanbieter Union Investment.
Der deutsche Export stehe weiter unter Druck, schrieb Dirk Jandura, Präsident des Außenhandelsverbands BGA. «Wir verlieren kontinuierlich Marktanteile in den wichtigsten Weltregionen außerhalb Europas.»
Zwei zentrale Märkte im Minus
Insbesondere in den USA, dem wichtigsten Exportland für Deutschland, mussten die Exporteure nach der jüngsten Erholung einen Dämpfer hinnehmen. In die Vereinigten Staaten wurden im Oktober Waren im Wert von 11,3 Milliarden Euro geliefert, 7,8 Prozent weniger als im September.
Die unter Präsident Donald Trump erhöhten Zölle dämpfen die Nachfrage nach deutschen Waren. Im August waren die deutschen Exporte in die USA auf den niedrigsten Stand seit November 2021 gefallen.
Zwar haben die USA und die EU im Sommer ein grundsätzliches Abkommen im Handelsstreit erzielt. Die Einigung schrieb aber deutliche Zollerhöhungen für viele Produkte fest – darunter Autos. Dazu kommen hohe Zölle für Stahl und Aluminium, die etwa die deutschen Maschinenbauer belasten.
«Europa bleibt die sichere Bank unserer Wirtschaft»
Auch auf dem wichtigen Absatzmarkt China läuft es nicht rund. Die Exporte nach Fernost schrumpften um 5,8 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro. China produziert mittlerweile viele Waren selbst, anstatt sie aus Deutschland zu importieren.
Zuwächse konnten die deutschen Exporteure in der EU verbuchen. Dort wuchsen die Ausfuhren im Oktober zum Vormonat um 2,7 Prozent auf gut 76 Milliarden Euro.
«Die deutlichen Einbrüche, insbesondere in unseren zentralen Zielmärkten USA und China, sprechen eine unmissverständliche Sprache», sagte BGA-Präsident Jandura. «Europa bleibt die sichere Bank unserer Wirtschaft. Hier kann Made in Germany noch punkten.» Die Bundesregierung müsse als Antwort darauf den europäischen Binnenmarkt stärken.
Fast jeder vierte Job hängt am Export
Die deutsche Wirtschaft ist stark vom Außenhandel abhängig. Fast jeder vierte Arbeitsplatz hierzulande hängt vom Export ab, der im laufenden Jahr nach BGA-Schätzung um 2,5 Prozent schrumpfen dürfte.
Nach Deutschland importiert wurden im Oktober Waren im Wert von rund 114,5 Milliarden Euro und damit 1,2 Prozent weniger als im Vormonat.
Die Hoffnung auf einen Jahresendspurt im Außenhandel schwindet: Im November sanken die Ifo-Exporterwartungen. «Anzeichen einer nachhaltigen Erholung fehlen weiterhin», sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen.
Exporteure haben an Wettbewerbsfähigkeit verloren
Die deutschen Exporteure leiden nicht nur unter den erhöhten US-Zöllen und der Konkurrenz von China, sondern auch unter dem starken Euro, der deutsche Waren auf den Weltmärkten verteuert. Dazu kommen eigene strukturelle Schwächen: Der Bundesbank zufolge hat die deutsche Wirtschaft in Schlüsselbranchen wie Maschinenbau, Chemie oder Elektro an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt.
Die Schwäche der Exporteure ist ein Grund für die Krise der deutschen Wirtschaft, die 2025 allenfalls minimal wachsen dürfte. «Der Aufschwung der Exporte nach dem Sommer ist bereits zum Stillstand gekommen, was darauf hindeutet, dass die Exporte die Wirtschaft wahrscheinlich nicht aus der Stagnation herausholen werden», sagt Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der Bank ING.
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Wagenknecht-Partei trennt sich vom Namen der Gründerin
Das Bündnis Sahra Wagenknecht soll künftig «Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft» heißen. Dafür entschied sich der Bundesparteitag in Magdeburg. Beim Kürzel BSW soll es bleiben.