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  • 7 Milliarden Euro zusätzliches BIP: Mehr Ingenieurinnen als Schlüssel für Wachstum und Transformation (FOTO)

    Gutachten von VDI und IW vor der Hannover Messe

    Deutschland lässt wirtschaftliches Potenzial in Milliardenhöhe ungenutzt: Kurz vor der Hannover Messe, dem weltweit wichtigsten Branchentreff der Industrie, hat der VDI gemeinsam mit dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) neue Zahlen zur Rolle von Ingenieurinnen für den Standort Deutschland vorgestellt. Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierte der VDI ein Gutachten, das zeigt: Deutschland nutzt das Potenzial von Frauen in Ingenieur- und Informatikberufen noch immer nicht ausreichend.

    Mit biszu 56.100 zusätzlichen weiblichen Fachkräften bis 2035 sind rund 7 Milliarden Euroweitere Wertschöpfung pro Jahr möglich, wenn die Potenziale von Frauen für die Ingenieur- und Informatikberufe konsequenter gehoben werden. Das entspricht einem spürbaren Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) und könnte noch deutlich höher ausfallen, wenn zusätzlich Frauen mit einem Ingenieurstudium auch in anderen Berufsfeldern – etwa Bildung, Forschung oder öffentlichem Dienst – mit eingerechnet werden. Aktuell liegt der Frauenanteil in Ingenieurberufen bei20,6 Prozent. Das entspricht rund217.400 Ingenieurinnenbei insgesamt etwa 1,05 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in diesem Beruf.

    „Die Hannover Messe zeigt, welche Technologien unsere Zukunft prägen werden. Doch klar ist auch: Die größte Herausforderung der Transformation ist nicht die Technik, sondern ihre Umsetzung“, sagt Adrian Willig, Direktor des VDI. „Die Zukunftsfähigkeit Deutschlands entscheidet sich nicht an unseren Potenzialen, sondern daran, ob wir sie konsequent heben. Dazu gehört auch, dass wir das Potenzial von Ingenieurinnen endlich stärker nutzen. Mehr Ingenieurinnen sind nicht nur ein Gleichstellungsthema, sondern ein 7-Milliarden-Euro-Wachstumsprogramm für Deutschland. Es geht nicht um Ersatz, sondern um die konsequente Nutzung vorhandener Talente“, so Willig weiter.

    Ingenieurinnen sind keine Randfrage, sondern ein zentraler Hebel für Wachstum und Innovation in Deutschland. Die VDI-Initiative „Zukunft Deutschland 2050“ zeigt, dass hier ein zentraler Hebel liegt, wenn Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern will.

    Ingenieurinnen fehlen in industriellen Schlüsselbranchen

    Viele Ingenieurinnen arbeiten laut Erhebung nicht in industriellen Kernbranchen bzw. außerhalb ihres eigentlichen Berufsfeldes. Ingenieurinnen entscheiden sich häufiger für wissensintensive Bereiche wie Forschung, Lehre oder Bildung. Sie sind unter anderem Lehrkräfte in MINT-Fächern,Prüferinnen, Unternehmensberaterinnen oder Vertrieblerinnen technischer Produkte. Junge Frauen zeigen insbesondere bei zukunftsrelevanten Themen wie dem Klimaschutz ein starkes Interesse. In industriellen Schlüsselbranchen wie Maschinenbau oder Elektrotechnik sind Ingenieurinnen jedoch deutlich unterrepräsentiert. Im Maschinenbau liegt der Frauenanteil bei 9,0 Prozent. In der Elektroindustrie liegt er nur etwas höher bei 9,5 Prozent.

    Vorhandene Potenziale besser nutzen

    Die Beschäftigung von jungen Frauen in Ingenieur- und Informatikberufen ist in den letzten zehn Jahren bereits gestiegen. „Wenn wir das Potenzial von Frauen stärker nutzen, reden wir über ein Wachstumsprogramm in Milliardenhöhe für den Standort Deutschland“, sagt Prof. Axel Plünnecke vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln. „Allein durch eine weitere Erhöhung des Anteils von Frauen in Ingenieur- und Informatikberufen könnten bis 2035 rund 56.000 zusätzliche Fachkräfte gewonnen werden. Entscheidend ist, vor allem vorhandene Potenziale besser zu heben und zusätzlich neue Qualifikationen zu schaffen.“

    „Ingenieurinnen sind in vielen wichtigen Bereichen aktiv. Netzwerke, Sichtbarkeit und Role Models sind entscheidend, um mehr Frauen für technische Berufe zu gewinnen und sie langfristig in diesen Feldern zu halten“, sagt Prof. Burghilde Wieneke-Toutaoui, Co-Vorsitzende des Netzwerks Frauen im Ingenieurberuf. Der VDI setzt hier gezielt an; unter anderem mit dem Netzwerk „Frauen im Ingenieurberuf„, Mentoring-Programmen und der Initiative „Zukunft Deutschland 2050“. Ziel ist es, die Rolle von Ingenieurinnen stärker sichtbar zu machen und vorhandene Potenziale systematisch zu erschließen.

    Handlungsempfehlungen der VDI-/IW-Studie

    Um dieses Potenzial zu heben, formuliert die Studie konkrete Handlungsempfehlungen. Entscheidend sind bessere Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, flexible Arbeitsmodelle sowie gezielte Weiterbildungs- und Re-Skilling-Angebote – insbesondere für industrielle Schlüsselbranchen. Gleichzeitig gilt es, mehr Frauen für Führungspositionen zu gewinnen und ihre Sichtbarkeit durch Netzwerke und Role Models zu stärken. Ziel ist es, vorhandene Qualifikationen konsequenter in den Bereichen einzusetzen, in denen sie die größte Wirkung für Innovation und Wertschöpfung entfalten.

    Die Studie „Ingenieurinnen in Deutschland – Potenziale, Herausforderungen und Entwicklungen“ hier kostenlos herunterladen.

    Fachlicher Ansprechpartner:

    Maximilian Stindt
    Referent Beruf und Arbeitsmarkt 
    VDI e.V. 
    Telefon: +49 211 6214-653 
    E-Mail: maximilian.stindt@vdi.de
    Ihre Ansprechpartnerin in der VDI-Pressestelle:
    Sarah Janczura
    Pressesprecherin
    Telefon: +49 211 6214-641
    E-Mail: presse@vdi.de
    Weiteres Material: www.presseportal.de
    Quelle:            VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V.
  • Aras zeigt KI-gestützte Variantenoptimierung auf dem Microsoft-Stand auf der Hannover Messe 2026

    Künstliche Intelligenz ermöglicht die effiziente Steuerung komplexer Produktvarianten auch im großen Maßstab. Auf der diesjährigen Hannover Messe präsentiert Aras, ein führender Anbieter von Digital-Thread-Lösungen für das Product Lifecycle Management (PLM), auf dem Stand von Microsoft einen produktionsreifen KI-Agenten für das industrielle Variantenmanagement. Wie der „Variant BOM Agent“ die systematische Modularisierung über Produktfamilien hinweg automatisiert, wird auf der Industriemesse gemeinsam mit der SICK AG, einem der weltweit führenden Lösungsanbieter für sensorbasierte Anwendungen im industriellen Sektor, demonstriert.

    Der Variant BOM Agent basiert auf Aras InnovatorEdgeAI, einer KI-Serviceschicht auf Unternehmensebene für regelbasierte Steuerung. Diese ermöglicht es Herstellern, Workflows mit autonomen KI-Agenten entlang des digitalen Produktdatenflusses (Digital Thread) zu entwickeln, bereitzustellen und zu verwalten. Die Plattform basiert auf Microsoft Foundry. Diese schafft eine skalierbare Grundlage für den Einsatz generativer und agentischer KI in komplexen Engineering-Umgebungen und verwandelt fragmentierte Daten in eine KI-native zentrale Produktdatenbasis.

    KI-Agent ermöglicht Personalisierung im industriellen Maßstab

    Der „Variant BOM Agent“ analysiert bestehende Stücklisten (BOMs), identifiziert modulare Komponenten und schlägt standardisierte Varianten vor, die für die Wiederverwendung über Produktfamilien und Märkte hinweg optimiert sind. Ingenieurinnen und Ingenieure können über natürliche Sprache mit dem System interagieren, von der KI generierte Abhängigkeitsregeln überprüfen und Variantenstrukturen schrittweise verfeinern. Dadurch wird eine Configure-to-Order-Personalisierung möglich, ohne bestehende PLM- oder ERP-Systeme zu verändern.

    Weitere in der Demonstration gezeigte Agenten verdeutlichen die Erweiterbarkeit von InnovatorEdgeAI und ermöglichen es Kunden, Partnern und Drittanbietern, eigene Agenten auf derselben Infrastruktur zu entwickeln und zu betreiben.

    Große Datenmengen schneller verarbeiten und fundiertere Entscheidungen treffen

    Wie die neue Lösung in der Praxis funktioniert, zeigt der weltweit tätige Sensorhersteller SICK auf der Hannover Messe. Marcellus Menges, Vice President Global R&D der SICK AG: „Mit wachsender Produktvielfalt steigen auch Komplexität und Kosten im Variantenmanagement. Die KI-gestützte PLM-Lösung von Aras analysiert automatisch Abhängigkeiten, erkennt Konflikte frühzeitig und schafft Transparenz über alle Konfigurationen. So können wir große Datenmengen schneller verarbeiten und fundiertere Entscheidungen treffen – Risiken reduzieren, die Markteinführung beschleunigen und unsere Wettbewerbsfähigkeit stärken.“

    „Was wir auf der Hannover Messe zeigen, ist eine praxisnahe Anwendung von KI entlang des Digital Thread“, sagt Rob McAveney, CTO von Aras. „Durch die Kombination von InnovatorEdgeAI mit Microsoft Foundry auf Basis von Azure können Hersteller über isolierte KI-Experimente hinausgehen und skalierbare Transformation erreichen – Innovation beschleunigen, Lifecycle-Kosten senken und qualitativ hochwertigere Produktvarianten bereitstellen.“

    Treffen Sie Aras auf der Hannover Messe am Stand G06 in Halle 17

    Mit rund 3.500 Ausstellern und mehr als 120.000 erwarteten Besuchern gilt die Hannover Messe (20. bis 24. April 2026) als die weltweit wichtigste Plattform für industrielle Transformation. Sie finden Aras als Teil der „Redefine Product Lifecycle Intelligence Neighborhood“ am Stand G06 in Halle 17.

    Über Aras

    Aras bietet eine Digital-Thread-Plattform für Product Lifecycle Management und Engineering-KI. Aufbauend auf einer KI-nativen Low-Code-Architektur ermöglicht Aras die schnelle Bereitstellung flexibler Lösungen. Das Unternehmen verbindet Teams über Disziplinen und Funktionen hinweg mit geschäftskritischen Produktdaten und agentischer KI über den gesamten Produktlebenszyklus und die erweiterte Wertschöpfungskette hinweg. Besuchen Sie www.aras.com, um mehr zu erfahren, und folgen Sie uns auf YouTube, X, Facebook und LinkedIn.

    Pressekontakt
    Arne Stuhr
    Thöring & Stuhr
    Kommunikationsberatung
    Tel: +49 40 207 6969 83
    Mobil: +49 177 3055 194
    arne.stuhr@corpnewsmedia.de
    Weiteres Material: www.presseportal.de
    Quelle:            Aras Software GmbH
  • Studie: Deutsche Industrie bei KI-Einsatz vorn

    Künstliche Intelligenz (KI) hält Einzug in die Industrie und kommt immer öfter real zum Einsatz. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Netzwerk-Ausrüsters Cisco vor der am Montag beginnenden Hannover Messe (20. bis 24. April). Fast zwei Drittel der deutschen Industriebetriebe setzen KI demnach bereits in laufenden Industrieprozessen ein.

    Die Technologie komme damit aus dem Experimentierstadium heraus. «KI wird Realität», sagte Cisco-Manager Christian Korff der Deutschen Presse-Agentur. «KI hält Einzug in die Produktion, um Produktionsprozesse zu verbessern.»

    Deutsche Unternehmen seien hier sogar führend. Mit 65 Prozent liege der Anteil der Industrieunternehmen, die KI aktiv einsetzen, hier deutlich höher als im Rest Europas. Und auch höher als im weltweiten Durchschnitt. Europaweit liegt der Wert den Angaben zufolge nur bei 56 Prozent. Und auch weltweit waren es mit 61 Prozent weniger als in Deutschland.

    KI soll Produktivität steigern und Kosten senken

    Für die Untersuchung hatte Cisco weltweit mehr als 1.000 Führungskräfte aus Unternehmen in 19 Ländern befragt, davon rund 500 Manager in Europa und etwa 100 aus Deutschland. Am häufigsten genannt wurden dabei der Einsatz von KI-Assistenten, den fast drei von vier deutschen Industriebetrieben zumindest untersuchen. Wichtigste Ziele hinter der KI-Offensive: Verbesserung der Produktivität, gefolgt von Kostensenkung.

    «Die Reise hat vor zwei, drei Jahren begonnen – und jetzt ernten wir die Früchte», sagte Korff. «Am Anfang dieser KI-Welle war noch eine hohe Erwartungshaltung da. Es wurden fast panikartig Projekte initiiert.» Jetzt sei das Thema im realen Betrieb angekommen. «Da ist wahnsinnig viel Neugier im Spiel. Neugier und die Erkenntnis, wie leistungsfähig das ist.»

    Investitionen machen sich binnen zwei Jahren bezahlt

    Das mache sich nun bezahlt. «KI ist angekommen, wird genutzt, hat auch einen betriebswirtschaftlichen Nutzen und löst das Versprechen ein, dass sich diese Investition auch lohnt.» Genau das würden Unternehmen auch erwarten – dass sich Investitionen bezahlt machen, «idealerweise innerhalb von ein bis maximal zwei Jahren», so Korff. Und das sei «mittlerweile absolut realistisch».

    Allerdings zeige die Studie auch: Viele Firmen würden bei dem Thema noch hinterherhinken. Rund 40 Prozent der Firmen hätten die Zusammenarbeit von IT und Betriebsteam noch nicht vollzogen, berichtet Korff. Hier müsse dringend nachgebessert werden. «Wir können es uns eigentlich nicht leisten, dass über ein Drittel der Unternehmen abgehängt wird.»

  • Pilotengewerkschaft kündigt weitere Streiks bei Lufthansa an

    Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) kündigt weitere Streiks bei der Lufthansa und ihren Töchtern CityLine und Eurowings für Donnerstag und Freitag an. Zugleich schlägt VC ein Schlichtungsverfahren vor, wie die Gewerkschaft in Frankfurt mitteilte.

  • Warnstreik trifft Hannover Messe – Politik appelliert

    Ein Warnstreik im Nahverkehr am Montag und Dienstag zum Start der Hannover Messe setzt Politik und Veranstalter unter Druck. Kurz vor Beginn der weltweit wichtigsten Industrieschau appellieren sie an die Tarifparteien. Dafür trafen sich Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne (SPD), Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) und Messechef Jochen Köckler mit Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern. 

    Tonne betonte die Neutralität der Politik im Tarifkonflikt. «Wir sind nicht Tarifvertragspartei, wir mischen uns auch nicht in Tarifverhandlungen ein.» Zugleich unterstrich er die Dimension: «Die Hannover Messe ist wirklich ein Leuchtstern unter den Messen.» Die Bereitschaft der Tarifparteien zu Gesprächen wertete er als positiv. Mehr könne die Politik nicht tun; man habe appelliert und auf die Bedeutung der Messe hingewiesen. 

    Große Bühne, holpriger Auftakt 

    Zur Messe werden vom 20. bis zum 24. April mehr als 3.000 Aussteller und Besucher aus aller Welt erwartet. Im vergangenen Jahr kamen rund 127.000 Menschen. Zur Eröffnung werden zudem zahlreiche hochrangige Politiker erwartet, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva. 

    Ein Streik müsse «wehtun» – das sei hier «besonders gut gelungen», sagte Onay. Zugleich betonte er, man habe den Tarifparteien deutlich gemacht, welche Bedeutung die Messe für Wirtschaft und Standort habe. Konflikte dürften nicht zulasten der Stadt ausgetragen werden. Die Stadt werde sich daran messen lassen, gute Rahmenbedingungen und Alternativen im Verkehr zu schaffen, damit die Messe gelinge. Der Ball liege nun bei den Tarifparteien. 

    So soll die Anreise trotz Warnstreiks gelingen 

    Der Warnstreik falle in eine wirtschaftlich schwierige Zeit, sagte Köckler. «Aber wir wissen, wie man reagieren kann.» Man habe alles getan, damit Aussteller und Besucher trotz des Warnstreiks zur Messe kommen können. «Wir haben die Welt eingeladen, wir sind Gastgeber und wir müssen alles dafür tun, dass wir den Gästen zeigen, dass sie letztendlich willkommen sind.» 

    Geplant sind Shuttlebusse vom Hauptbahnhof und von stark frequentierten Hotels zum Messegelände sowie zusätzliche S-Bahn-Verbindungen. Zudem sollen mehr Taxis bereitstehen. Besucher sollen während möglicher Wartezeiten am Messegelände mit Getränken und Snacks versorgt werden. «Es wird sicherlich eine historische Hannover Messe werden, nicht wegen des Streiks, sondern wegen der Dinge, die man da sehen kann», sagte Köckler.

  • Jan van Aken gibt sein Amt als Linken-Chef im Juni ab

    Jan van Aken gibt sein Amt als Co-Vorsitzender der Linken im Juni aus gesundheitlichen Gründen ab. Das teilte van Aken in Berlin mit.

  • Ufo ruft zweitägigen Streik bei Lufthansa aus

    Passagiere der Lufthansa müssen sich auf weitere Streiktage einrichten. Die Kabinengewerkschaft Ufo hat die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter von Lufthansa und Cityline für Mittwoch und Donnerstag zu einem zweitägigen Streik aufgerufen.

  • Minister: Neun Tote nach Schüssen in türkischer Schule

    Die Zahl der Toten nach dem Angriff eines Achtklässlers in einer Schule im südosttürkischen Kahramanmaras ist auf neun gestiegen. Acht Schüler und ein Lehrer seien tot und es gebe 13 Verletzte, teilte der türkische Innenminister Mustafa Ciftci mit.

  • Sachsen will Exporte nach Indien und in EU-Länder verstärken

    Rückgänge in den bisher wichtigsten Exportmärkten USA, China und Großbritannien belasten Sachsens Außenhandel. Um gegenzusteuern, will der Freistaat seine Beziehungen zu anderen EU-Ländern ausbauen und setzt Hoffnungen auf Länder wie Indien. Europa habe die erste Priorität, sagte Staatssekretär Sebastian Scheel beim Außenwirtschaftstag in Chemnitz. «Europa first heißt aber nicht Abschottung wie in Amerika.» Es gehe vielmehr darum, den gemeinsamen Binnenmarkt zu stärken und Regulierungen abzubauen. 

    Den Angaben zufolge summierten sich Sachsens Exporte voriges Jahr auf 50,6 Milliarden Euro. Das seien 1,1 Prozent weniger als 2024, aber fast 26 Prozent mehr als vor der Corona-Pandemie. Aufgrund der globalen Entwicklungen gingen die Ausfuhren in die USA (-6 Prozent), China (-26) und Großbritannien (-1) zurück. Sie belegen bisher die vordersten Plätze im Länderranking. Derweil nahm der Export in andere EU-Länder um 5 Prozent zu. Auf sie entfallen mit 24,3 Milliarden Euro fast die Hälfte der Ausfuhren Sachsens. 

    Auto-Branche wichtige Stütze des Exports 

    Sachsen sei ganz klar ein Exportland, betonte der Präsident der IHK Chemnitz, Max Jankowsky. «Sächsische Produkte werden weltweit nachgefragt.» Den Hauptanteil mache die Automobilbranche aus. «Deswegen müssen wir um jeden Arbeitsplatz und um jeden Zulieferer kämpfen.» Zudem müsse Deutschland wieder wettbewerbsfähiger werden. Nachteilig seien im Wettbewerb mit anderen Ländern etwa die hohen Lohn- und Energiekosten. 

    Innerhalb der EU belasteten immer neue Auflagen den Warenaustausch und erhöhten die Bürokratiekosten, erklärte der Präsident der Handwerkskammer Chemnitz, Frank Wagner. Als Beispiel nannte er eine neue Verpackungsverordnung, wonach sich Unternehmen für Lieferungen in ein anderes EU-Land speziell registrieren lassen müssen. Das gelte selbst für kleine Mengen wie den Versand eines Schwibbogens, kritisierte Wagner. Landesregierung und Kammern wollen daher in Brüssel verstärkt Druck machen, solche Regulierungen «auf ein gesundes Maß zurückzuführen», hieß es. 

    Hoffnungen auf mehr Handel mit Indien 

    Schub für den Außenhandel erhofft sich die hiesige Wirtschaft von neuen Freihandelsabkommen der EU mit den Mercosur-Staaten und Indien. «Das wird zu einem drastischen Zollabbau führen», sagte der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Sachsen, Thomas Horn. Aktuell liege Indien auf Platz 31 bei den Exporten. «Wir werden sehen, dass das deutlich nach vorn gehen wird.» Gute Chancen gebe es etwa für die Fahrzeug- und Textilindustrie sowie den Maschinenbau. 

    Indien gewinne für die Wirtschaft im Freistaat angesichts geopolitischer Unsicherheiten und Handelskonflikte an Bedeutung, erklärte das Wirtschaftsministerium. Deswegen wollen Sachsen und der südindische Bundesstaat Tamil Nadu in Zukunft wirtschaftlich und bei der Gewinnung von Fachkräften stärker zusammenarbeiten. In Dresden wurde dazu den Angaben zufolge eine Absichtserklärung unterzeichnet. Mit der neuen Vereinbarung soll die Beziehung zu Tamil Nadu ausgeweitet werden.

  • Koalition: 1000 Euro Krisen-Bonus vom Arbeitgeber steuerfrei

    Union und SPD wollen es Arbeitgebern ermöglichen, Krisen-Boni von bis zu 1.000 Euro steuer- und abgabenfrei an ihre Beschäftigten zu zahlen. Zur Gegenfinanzierung werde die Tabaksteuer schon im Jahr 2026 erhöht, geht aus einem Beschlusspapier hervor.