US-Präsident Donald Trump will den von ihm verkündeten weltweiten 10-Prozent-Zollsatz auf Importe in die USA auf 15 Prozent erhöhen. Das kündigte der Republikaner auf der Plattform Truth Social an.
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Trump will nach Zollurteil Alternativen nutzen
US-Präsident Donald Trump will nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs gegen die von ihm verhängten Zölle andere Wege gehen. Er werde Alternativen nutzen, mit denen er mehr Geld einnehmen werde, sagte Trump in Washington.
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Merz als CDU-Vorsitzender wiedergewählt
Die CDU hat ihren Vorsitzenden Friedrich Merz mit großer Mehrheit wiedergewählt. Beim Parteitag in Stuttgart stimmten 878 Delegierte für den Bundeskanzler. Es wurden 963 gültige Stimmen abgegeben.
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Streit um Zölle: Niederlage für Trump vor Oberstem Gericht
US-Präsident Donald Trump hat im Streit um seine aggressive Zollpolitik eine Niederlage vor dem Supreme Court kassiert. Das Oberste Gericht der USA entschied, dass Trump seine Befugnisse überschritten hat, als er sich auf ein Notstandsgesetz berief, um umfangreiche Zölle gegen viele Handelspartner zu verhängen – darunter auch die Europäischen Union.
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Lochner holt Olympia-Gold im Viererbob vor Friedrich
Zweierbob-Olympiasieger Johannes Lochner hat bei den Winterspielen in Cortina d’Ampezzo auch Gold im Vierer gewonnen. Der 35-Jährige verwies mit seiner Crew das Team von Francesco Friedrich auf Platz zwei.
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Bayerns Exporte legen leicht zu – trotz Trump und Xi
Bayerns exportabhängige Industrie hat sich 2025 trotz großen Gegenwinds in den USA und China wacker geschlagen: Die weltweiten Ausfuhren sind im vergangenen Jahr um 0,9 Prozent auf knapp 227 Milliarden Euro gestiegen, wie das Statistische Landesamt mitteilte.
Bayerns zwei wichtigste Industriezweige – Auto- und Maschinenbau – allerdings erlitten im Saldo Einbußen. Abgesehen davon blieb es bei dem seit einigen Jahren gewohnten Handelsdefizit, auch wenn dieses vergleichsweise klein ist: Auch die Importe legten um 0,9 Prozent auf 229,3 Milliarden Euro zu.
Bayerns Industrie auf Kundensuche außerhalb der USA und Chinas
Die Handelsbilanz des vergangenen Jahres offenbart eine großenteils politisch bedingte Verschiebung der Handels- und Warenströme: Die Exporte in die USA brachen um knapp 10 Prozent auf 26 Milliarden Euro ein, die Ausfuhren nach China um knapp 11 Prozent auf etwa 14 Milliarden Euro.
Dafür legten die Ausfuhren in die restliche EU, Großbritannien, die Türkei und einige andere Länder zu. Die Exportwirtschaft brauche dringend neue Ausgleichsmärkte, resümierte Bertram Brossardt, der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft.
Das Landesamt veröffentlichte wie üblich nur die nackten Zahlen ohne Analyse der Ursachen, doch bei den schlechten Geschäften mit den beiden größten Volkswirtschaften spielt die Politik eine maßgebliche Rolle: Im Falle der USA sind es die Zollerhöhungen der Trump-Regierung, im Falle Chinas die langjährige Strategie der Pekinger Führung unter Staatschef Xi Jinping, Importe durch heimische Produkte ersetzen.
«Sowohl in den USA als auch in China machen Protektionismus und wettbewerbsverzerrende Maßnahmen unseren Unternehmen das Leben schwer», kommentierte Brossardt. Viele Unternehmen reagieren darauf, indem sie ihre Vertriebsmanager vermehrt auf Kundensuche in anderen Ländern schicken.
Einst erfolgreiches Chinageschäft zur Belastung geworden
Im Außenhandel mit China jedoch wächst das Handelsdefizit von Jahr zu Jahr: Während die bayerischen Unternehmen 2025 nur noch Waren für knapp 14 Milliarden Euro in die Volksrepublik ausführten, stiegen auf der anderen Seite die Importe aus China auf über 33 Milliarden Euro.
Im vergangenen Jahrzehnt war das Chinageschäft ein Pfeiler des bayerischen Exporterfolgs, inzwischen hat sich dies umgekehrt: China reduziert die Importe, erhöht aber die Ausfuhren. Auch dabei spielen mittelbar die USA eine Rolle: Da Präsident Trump chinesische Exporte in die Vereinigten Staaten erschwert, dringen chinesische Firmen vermehrt nach Europa und andere Märkte vor.
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Zwischen Dankbarkeit und Neubeginn – Ukrainerinnen in Hessen
Viele Tausend Menschen haben seit dem russischen Angriff auf die Ukraine vor vier Jahren ihre Heimat verlassen und in Hessen Zuflucht gesucht. Unter ihnen sind drei Frauen, die jetzt im Main-Kinzig-Kreis leben und von dem Verein Ukrainehilfe Birstein und Brachttal unterstützt werden. Ihr Schicksal steht für die Lebenssituation vieler anderer Frauen.
Wie gelingt es den Ukrainerinnen, sich ihr neues Leben in Hessen aufzubauen? Wollen sie hierbleiben oder irgendwann wieder heimkehren?
Galina Federenko kam im Mai 2022 mit ihren beiden Kindern nach Deutschland. Ihr Sohn ist heute 18 Jahre alt und ihre Tochter 12. Die drei leben in Freigericht, der Rest ihrer Familie weiter in der Ukraine. Die alleinerziehende Mutter ist derzeit dabei, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern und die nötigen Zertifikate zu bekommen. «Ich bin Buchhalterin und möchte wieder in meinem Beruf arbeiten», sagt die 42-Jährige. «Ich habe viel Berufserfahrung, muss aber weiter Deutsch lernen.»
«Mama hat nur vier Stunden Strom»
Mit der Familie und den Freunden in der Ukraine hat sie täglich Kontakt, zumeist über Whatsapp. Die Situation zu Hause sei sehr schwierig. «Meine Mama hat nur vier Stunden Strom am Tag. Vergangene Woche gab es kein Wasser, und die Heizung hat nicht funktioniert.» Auch bei ihrem Mann und ihrer Schwester sehe es nicht besser aus.
Ob sie eines Tages in die Ukraine zurückkehren, weiß Federenko nicht. Ursprünglich habe sie das immer vorgehabt. Doch inzwischen hat ihr Sohn Dmytro seinen Realschulabschluss gemacht und bereitet sich derzeit in Hanau auf sein Fachabi vor. Und der Sohn sieht seine Zukunft eindeutig in Deutschland.
«Ich will einmal Maschinenbau studieren», sagt Dmytro. Der 18-Jährige spricht sehr gut Deutsch. Er habe auch sehr viele deutsche Freunde. Eine Rückkehr in sein Geburtsland kann er sich nicht vorstellen. Das sei zu schwer, in Deutschland habe er ein ganz anderes Leben, sagt er.
Deutschland schon vor der Flucht kennengelernt
Olena Demeshko hätte es in dieser Hinsicht etwas einfacher, falls sie einmal in die Ukraine zurückkehren möchte. Ihr Sohn ist erst fünf und damit weit von der Volljährigkeit entfernt. Allerdings habe ihr Kind keine Erinnerung mehr an die Ukraine, sagt die 33-Jährige, die in Bad Soden-Salmünster ein Tattoo-Studio besitzt. Sie floh im April 2022 mit ihrem Sohn vor dem Krieg in ihrer Heimat. Sie hatte allerdings schon vor dem Krieg unter anderem als Au-pair Deutschland-Erfahrung gesammelt.
«Ich konnte schon ein bisschen Deutsch und habe gedacht, vielleicht finde ich hier Arbeit», erzählt sie. Und das hat auch geklappt. Sie arbeitete zunächst für ein Tattoo-Studio in Steinau (Main-Kinzig-Kreis), bevor sie wenige Monate nach ihrer Ankunft in Hessen in Bad Soden-Salmünster ihren eigenen Laden eröffnete.
«Vielleicht erst einmal ein paar Jahre hier bleiben»
Ihre Schwester und deren Familie wohnen in der Nähe von Kiew. «Sie wollen immer mal wieder nach Deutschland zu Besuch kommen, aber irgendwie klappt das nicht», sagt Demeshko. Die 33-Jährige hat sich trotz aller Schwierigkeiten gut in Hessen eingelebt. Ob ihre Zukunft und die ihres Sohnes in der Ukraine oder in Deutschland liegt, weiß die alleinerziehende Mutter aktuell nicht wirklich.
Ihre Heimatstadt liegt im russisch besetzten Teil des Landes. Die Großstadt Lwiw (deutsch Lemberg) in der Westukraine oder Kiew wären eine Option bei einer Rückkehr, überlegt sie. «Ich möchte vielleicht erst einmal ein paar Jahre hier bleiben, weil ich hier mit dem, was ich machen will, eigentlich gut verdienen kann.» Ihr Sohn im Kindergartenalter spreche gut Deutsch.
Eröffnung eines eigenen Ladens geplant
Wie Olena Demeshko floh auch Kristina Basos wenige Wochen nach Kriegsbeginn mit ihrem Sohn aus der Ukraine. Beide wohnen in Bad Soden-Salmünster. Wegen einer Behinderung besucht ihr neun Jahre alter Sohn eine Förderschule in Schlüchtern. In der Ukraine arbeitete sie in der Gastronomie. In Deutschland sei ihre Ausbildung inzwischen anerkannt worden, doch sie sei dabei, sich in einer anderen Branche selbstständig zu machen.
Online bietet die Ukrainerin hübsche Geschenksortimente an, die sie je nach Wunsch der Kundschaft beispielsweise mit Blumen, Süßigkeiten, Obst oder Spielsachen arrangiert. Demnächst wird sie Nachbarin von Demeshko und neben deren Tattoo-Studio ihren eigenen Laden eröffnen.
«Elektrizität ist wie Gold»
Basos‘ Schwester und Eltern leben im Norden der Ukraine. Mit ihnen hält sie per Smartphone Kontakt. Wegen der vielen Stromengpässe sei bei ihren Verwandten aber oft der Handy-Akku leer. «Elektrizität ist wie Gold. Damit muss man sparsam umgehen.» Wenn es Strom gebe, müsse man viel erledigen, die Wäsche waschen und alles aufladen.
«Ich möchte vielen Dank sagen»
Ihre Zukunft sieht sie für sich und ihren Sohn in Deutschland. In der Ukraine werde es nie wieder so wie vor dem Krieg werden, sagt sie. Sie wolle sich jetzt hier eine Existenz aufbauen und nicht auf gepackten Koffern sitzen. Das sei auch besser für ihren Sohn.
Und eine Sache ist Kristina Basos noch ganz wichtig: «Ich möchte vielen Dank sagen. Sehr, sehr viele helfen und unterstützen uns.»
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Chemie-Tarifgespräche für 585.000 Beschäftigte fortgesetzt
Die bundesweiten Tarifverhandlungen für rund 585.000 Beschäftigte in der Chemie- und Pharmaindustrie sind in die zweite Runde gegangen. In Wiesbaden treffen sich die Branchengewerkschaft IG BCE und der Arbeitgeberverband BAVC, die Gespräche sind bis Dienstag angesetzt. Der aktuelle Tarifvertrag für die Branche läuft Ende Februar aus.
Zum Verhandlungsauftakt in Hannover vor wenigen Wochen lagen IG BCE und BAVC noch weit auseinander. So will die Gewerkschaft Jobs in der kriselnden Chemiebranche sichern und höhere Entgelte über der Inflationsrate erreichen, wenngleich sie auf eine konkrete Lohnforderung verzichtet.
«Jobsicherheit und Kaufkraftsteigerung gibt es für uns nur im Paket», sagte IG-BCE-Verhandlungsführer Oliver Heinrich vor der zweiten Runde. Die Frage der Jobsicherung sei ein gutes Stück vorangekommen, beim Entgelt bewege man sich dagegen «im Schneckentempo». Die Reallöhne der Menschen lägen bis heute fünf Prozent unter dem Niveau von 2018.
Klassische Chemie in der Krise, Pharma wächst
Die Arbeitgeber pochen dagegen auf Lohnzurückhaltung angesichts der Krise der Chemieindustrie, die unter hohen Energiepreisen, Konjunkturflaute, US-Zöllen und Überkapazitäten am Weltmarkt leidet. BAVC-Verhandlungsführer Matthias Bürk betonte, die Branche produziere 20 Prozent weniger als 2018, zahle aber deutlich höhere Tariflöhne.
Die Chemie- und Pharmabranche ist die drittgrößte Industriebranche in Deutschland nach dem Auto- und Maschinenbau. Dem Chemieverband VCI zufolge erzielte sie 2025 einen Umsatz von rund 220 Milliarden Euro. Während die Geschäfte der Pharmaindustrie im vergangenen Jahr deutlich wuchsen und diese Milliarden in Deutschland investiert, steckt die klassische Chemie seit Jahren in der Flaute. Konzerne wie BASF und Evonik haben Sparprogramme verkündet samt Stellenabbau, teils wurden Anlagen geschlossen.
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Ifo-Index steigt: Hoffen auf Aufschwung trotz Trumps Zöllen
Die Stimmung in den Chefetagen deutscher Unternehmen hellt sich stärker auf als gedacht und schürt die Hoffnung auf eine Erholung der Wirtschaft. Im Februar stieg der Ifo-Index, das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer, stärker als erwartet und liefert das nächste Signal für ein leichtes Wachstum nach Jahren der Krise. Wäre da nicht Donald Trump: Einmal mehr verunsichert die Zollpolitik des US-Präsidenten, der nach seiner Niederlage vor dem obersten Gerichtshof prompt neue Zölle ankündigte.
Im Februar stieg der Ifo-Geschäftsklimaindex um 1,0 Punkte auf 88,6 Zähler. Die Unternehmen zeigten sich zufriedener mit ihren aktuellen Geschäften, auch die Erwartungen besserten sich, so das Ifo-Institut. «Die deutsche Wirtschaft zeigt erste Signale einer Belebung», kommentierte Präsident Clemens Fuest das Ergebnis der jüngsten Ifo-Umfrage unter 9.000 Unternehmen. Demnach stieg das Geschäftsklima in der Industrie, bei Dienstleistern und am Bau. Nur im Einzelhandel gab es leicht nach.
«Deutschland klettert aus dem Konjunkturtal»
«Die Zahlen untermauern die Trendwende in der Industrie», meint Jens-Oliver Niklasch, Ökonom bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Natürlich dürften Trumps jüngste Zolleskapaden die Unternehmen belasten. Dennoch zeigten die Frühindikatoren nach oben, schrieb er mit Blick etwa auf die jüngst gestiegenen Industrieaufträge.
Die deutsche Wirtschaft, die 2025 nur ein Mini-Wachstum verzeichnete und in den beiden Vorjahren geschrumpft war, wird nach Einschätzung der Bundesregierung 2026 um ein Prozent zulegen. Nach Ansicht der Bundesbank geht es im ersten Quartal verhalten nach oben.
«Deutschland klettert aus dem Konjunkturtal» schrieb Christoph Swonke, Konjunkturanalyst bei der DZ Bank. Pünktlich zu den milderen Temperaturen laufe sich auch Deutschlands Wirtschaft warm – «zumindest in Mini-Schritten». Der Aufwärtstrend liege vor allem an den Fiskalpaketen für Infrastruktur und Verteidigung. «Trotzdem bleibt die weltweite Lage äußerst fragil.»
Robin Winkler, Deutschland-Chefvolkswirt der Deutschen Bank, sieht dagegen Grund für mehr Optimismus als allgemein angenommen. «Wir sehen immer deutlichere Anzeichen, dass die Konjunktur ordentlich Schwung aufnimmt.»
Exportrekord in der Elektroindustrie
Positive Nachrichten liefert die deutsche Elektro- und Digitalindustrie, die 2025 ihre Exporte auf den Rekordwert von fast 258 Milliarden Euro steigerte – trotz Zollstreits mit den USA. Dabei halfen laut Branchenverband ZVEI ein starkes Europageschäft und sprunghaft wachsende Ausfuhren im Dezember.
Höhere Exporte zum Jahresende 2025 meldete auch der Maschinenbauverband VDMA. In der Jahresbilanz sanken die weltweiten Ausfuhren von Maschinen und Anlagen aber um 1,8 Prozent gegenüber 2024, das Geschäft mit den USA brach wegen der Zölle um acht Prozent ein.
Nächstes Kapitel im Zollstreit mit Trump
Und der Zollstreit geht bereits in die nächste Runde: Trump kündigte nach seiner Schlappe vor dem obersten Gerichtshof am Wochenende neue weltweite Zölle vorübergehend von zehn und dann 15 Prozent auf Importe in die USA an.
Der Supreme Court hatte Trump untersagt, unter Berufung auf ein Notstandsgesetz aus den 1970er Jahren Zölle gegen den Import von Waren aus vielen Ländern zu verhängen. Unklar ist nun, ob Unternehmen zu viel gezahlte Milliardenbeträge zurückbekommen.
Die US-Zollbehörde hat nach der Gerichtsentscheidung die Erhebung von Abgaben teilweise gestoppt. Zölle auf der Grundlage von Notstandsbefugnissen würden ab Dienstag nicht mehr erhoben. Andere Importzölle bleiben unberührt, etwa solche aus Gründen der nationalen Sicherheit oder wegen unlauterer Handelspraktiken.
Kippt der Zolldeal mit Washington?
Auch gibt es Zweifel, ob der Handelsdeal zwischen Brüssel und Washington von vergangenem Sommer überhaupt umgesetzt wird. Damals wurde vereinbart, dass für die meisten EU-Importe in die USA ein Zoll von maximal 15 Prozent gelten soll. Das Abkommen muss noch vom EU-Parlament angenommen werden. Der Vorsitzende des Handelsausschusses, Bernd Lange, forderte vor einer Sondersitzung des Verhandlungsteams im EU-Parlament am Montag eine Aussetzung des Deals.
«Rüstungsaufträge machen noch keinen Aufschwung.»
Ulrich Kater, Chefvolkswirt bei der Dekabank meint, die Zollkapriolen der USA sollten nicht überbewertet werden. «Für die Unternehmen ist jetzt Planungssicherheit wichtiger, als ob es mit den Zöllen noch einmal etwas herauf oder herunter geht.»
Viele Experten sehen die größten Baustellen für die deutsche Wirtschaft ohnehin zu Hause. Das Ifo-Geschäftsklima zeige anders als in der ersten Hälfte 2025 noch nicht klar nach oben, schrieb Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. «Das Ausbleiben der notwendigen breiten Wirtschaftsreformen belastet die Stimmung. Rüstungsaufträge allein machen noch keinen Aufschwung.»
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Studie: Innovationsstärke von Unternehmen zufriedenstellend, Innovationsimage von CXOs ausbaufähig (FOTO)
Renommierte Befragung von Dr. Doeblin untersucht Innovationskraft der deutschen Wirtschaft – strategische Innovationskommunikation und CXO-Positionierung als zentrale Hebel
Wirtschaftsjournalist:innen haben ein insgesamt positives Bild, was die Innovationsstärke der deutschen Wirtschaft angeht – doch es gibt nur wenige Manager:innen, die als besonders innovativ gelten. Das zeigt eine im Auftrag der Fink & Fuchs AG durchgeführte Umfrage der Dr. Doeblin Gesellschaft für Wirtschaftsforschung unter 126 Wirtschaftsjournalist:innen.
53 Prozent der Befragten bewerten die deutsche Wirtschaft als sehr oder ziemlich innovativ. Demgegenüber halten 47 Prozent sie für wenig oder überhaupt nicht innovativ. Besonders auffällig: Während die Wirtschaftsjournalist:innen klare Einschätzungen zu innovativen Mittelstandsunternehmen abgeben können, gibt es vergleichsweise wenige Manager:innen dort, die unter Journalist:innen als innovativ gelten. In der Positionierung der Entscheider:innen wird hier viel Wirkung verschenkt. Denn entscheidende Faktoren für ein positives Innovationsimage liegen nicht nur in der Qualität und Sichtbarkeit der Innovationen, sondern auch bei den Personen, die für diese Innovationskraft stehen.
Innovationslevel sehr Branchen-spezifisch
Ein Blick auf die als besonders innovativ empfundenen Branchen (Mehrfachnennungen möglich) zeigt enorme Unterschiede: Der Maschinen- und Anlagenbau (43 Prozent), Chemie/Pharma (40 Prozent) sowie allgemein Familienunternehmen (28 Prozent) stellen die Top 3 der innovativsten Segmente Deutschlands dar.
Mit 27 Prozent landet die Digitalwirtschaft dahinter auf Platz 4. Gerade in einer Zeit, in der digitale Souveränität ein immer größeres Thema für Deutschland und Europa darstellt, bieten sich hier Chancen und Gesprächsanlässe für Unternehmen, um stärker zu punkten.
Die klassische Schlüsselindustrie Automobil landet mit nur 21 Prozent abgeschlagen auf Platz 7. Das passt zur Krisensituation in der Branche – und zur Wahrnehmung, dass die innovativen Impulse hier von anderen gesetzt werden.
Nachholbedarf bei CXO-Positionierung
Mit Blick auf die Rolle des Mittelstands als Rückgrat der deutschen Wirtschaft lohnt sich die Detailbetrachtung, wie die Innovationsstärke hier wahrgenommen wird. Auf die Frage, wer die innovativsten Führungskräfte an der mittelständischen Unternehmensspitze sind, gibt es nur wenige Manager:innen, die häufiger genannt werden. Gerade im Mittelstand stehen Führungskräfte jedoch exemplarisch für Innovationskraft und Unternehmenskultur. Die geringe Sichtbarkeit deutet auf eine strategische Lücke in der Positionierung von CXOs hin.
Erfolgsgeschichten lassen sich besonders wirksam über Persönlichkeiten erzählen. Medien suchen starke Stimmen, die einordnen, Haltung zeigen und Debatten mitgestalten. Eine klare CXO-Positionierung zahlt direkt auf Innovationsreputation und Gesamtimage ein.
„Führungskräfte können als Thought Leader die Innovationskraft ihres Unternehmens verkörpern und damit Reputation nachhaltig aufbauen“, sagt Alexandra Groß, Vorstand der Fink & Fuchs AG. „Positive Narrative sind entscheidend, um wirtschaftliche Zuversicht zu stärken – für einzelne Unternehmen wie auch für den Standort insgesamt.“
Deutschland verfügt über Innovationsstärke, aber nicht über ein geschlossen positives Innovationsimage. Strategische Innovationskommunikation ist der zentrale Hebel, um tatsächliche Erfolge sichtbar zu machen und im internationalen Wettbewerb als führend wahrgenommen zu werden.
Im Fokus sollten dabei nicht nur einzelne Produkte oder Features stehen, sondern eine übergeordnete Erzählung, die Innovationen in wirtschaftliche und gesellschaftliche Kontexte einordnet und ihnen damit Bedeutung verleiht. Das gilt auch für die CXO-Positionierung: Medienverantwortliche suchen Erfolgsgeschichten, idealerweise illustriert durch kommunikationsstarke Persönlichkeiten auf Führungsebene, die Agenda-Punkte setzen, einordnen und den Mut haben, den Finger in die Wunde zu legen.
Top 3 der innovativen Unternehmen im Mittelstand
Als Vorbilder können die mittelständischen Unternehmen dienen, die von den Wirtschaftsjournalist:innen am häufigsten als innovativ benannt werden: Trumpf, Würth und Viessmann stellen die Top 3 dar. Ausschlaggebend ist laut Befragten das Zusammenspiel aus technologischer Exzellenz, strategischem Weitblick, Stabilität – und überzeugender Kommunikation.
Die Ergebnisse sind kein Zufall. Trumpf positioniert seine Kommunikation breit um die Themen Technologieführerschaft, Innovationserfolge und Tradition. Der Fokus liegt dabei nicht auf der Produktebene, sondern einer übergeordneten Innovationsreputation, die Diskurse auf Wirtschafts- und Politikebene aufgreift und das eigene Unternehmen darin verortet.
Der Bundesverband der Kommunikatoren (BdKom) verlieh dem Kommunikationsteam von Trumpf 2024 den Award für das Team des Jahres – auch aufgrund des Dreiklangs aus Mitarbeiterbindung, Technologie- und CEO-Kommunikation. Gerade CEO Nicola Leibinger-Kammüller bezieht immer wieder klar Stellung, auch in gesellschaftlichen und politischen Debatten.
Würth verknüpft in seiner Kommunikation Kontinuität mit Zukunftsorientierung und setzt Akzente mit Digitalisierungs-Narrativen. Die B2B-Kommunikation fokussiert auf ein Kernset klarer Storylines und die Rolle im wirtschaftlichen Ökosystem. Das Thema Generationenübergang, Verantwortung und Haltung ist mit Reinhold Würth und Benjamin Würth sichtbar – auch wenn sie in ihren Rollen als Vorsitzender des Stiftungsaufsichtsrates beziehungsweise als Ehrenvorsitzender nicht Teil der Konzernführung sind, sondern des übergeordneten Gremiums.
Viessmann gehörte 2025 zu den sichtbarsten Akteuren der deutschen Industriekommunikation, kommuniziert auf Thought-Leadership-Ebene und verzahnt die Technologiekommunikation mit der übergeordneten gesellschaftlichen Perspektive, etwa beim Thema Wärmewende. 2025 hat das Unternehmen den Thought Leadership Award von UNICEPTA erhalten, der im Rahmen des Deutschen PR-Preises verliehen wird. Überzeugt wurde die Jury von einer konstruktiven, glaubwürdigen und gesellschaftlich relevanten Kommunikation mit klarer, positiver Haltung. Der nächste Award für Byung-Hun Park, Vice President Corporate Communications bei Viessmann. 2023 hatte ihn die Jury des PR Report Awards bereits zum Kommunikator des Jahres gekürt.
„Die genannten Unternehmen vereint, dass sie nicht nur strategisch handeln, sondern ihre Innovationskraft auch strategisch sichtbar machen“, so Groß. „Sie zeigen, dass Reputation das Ergebnis konsequenter Kommunikationsarbeit ist.“
Kurzprofil Fink & Fuchs AG
Als Agentur für Innovationskommunikation ist Fink & Fuchs seit über 35 Jahren der strategische Partner für Unternehmen, Verbände und öffentliche Auftraggeber. Die Kommunikationsagentur beschäftigt in Wiesbaden, München und Berlin 60 Mitarbeiter:innen, zählt zu den zehn am meisten empfohlenen Agenturen in Deutschland (Business Punk, Statista-Ranking 2021) und wurde dreimal als Agentur des Jahres (PR Report / Holmes Report) ausgezeichnet. Zu den über 50 Kunden gehören unter anderem NIO, der Bundesverband der Hörsysteme-Industrie (BVHI), Cisco Deutschland, Computacenter, DE-CIX, Panasonic, Salesforce und die Socialcard. Fink & Fuchs gestaltet im Präsidium des Agenturverbandes GPRA die Weiterentwicklung der Kommunikationsbranche mit. Weitere Informationen: “ www.finkfuchs.de | “ LinkedIn
Vorstand: Alexandra Groß
Vorsitzender des Aufsichtsrats: Harald Zapp; Amtsgericht Wiesbaden, HRB 7013
Pressekontakt: Fink & Fuchs AG Berliner Straße 164 65205 Wiesbaden Tel.: 0611-74131-0 info@finkfuchs.de
Weiteres Material: www.presseportal.de Quelle: Fink & Fuchs AG