Die Olympischen Winterspiele von Mailand und Cortina d’Ampezzo haben offiziell begonnen. Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella erklärte das sportliche Mega-Ereignis bei der Auftakt-Zeremonie im Mailänder Fußballstadion San Siro für eröffnet.
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Gemeinsam von Aufrüstung profitieren – neues Netzwerk
Ein milliardenschweres Sondervermögen soll die Bundeswehr in Zeiten geopolitischer Krisen wieder flott machen. Auch andere Staaten rüsten kräftig auf. Das verspricht für Unternehmen ein großes Geschäft. Einen Teil des Kuchens wollen nicht nur längst in der Sicherheits- und Verteidigungstechnik aktive Firmen haben, sondern auch welche, die mit Rückgängen in anderen Branchen zu kämpfen haben und diese kompensieren wollen.
In Rheinland-Pfalz ist nun ein neues Netzwerk aus Unternehmen und Forschungseinrichtungen entstanden, das Kontakte herstellen, den Austausch vertiefen und so neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen soll. Es geht etwa um Kooperationen von Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Segmenten, von Künstlicher Intelligenz (KI) bis hin zu Automobilzulieferern.
Was genau ist neu entstanden?
In Mainz wurde der neue SVI-Hub ins Leben gerufen. SVI steht für Sicherheits- und Verteidigungsindustrie. Ihm gehören zunächst rund 30 Mitglieder an, darunter Großunternehmen wie Daimler Truck mit seinem Werk in Wörth oder die General Dynamics European Land Systems-Bridge Systems GmbH in Kaiserslautern, die unter anderem militärische Brückensysteme herstellt, aber auch weniger bekannte, kleinere Unternehmen, die in ihren Nischen teils Weltmarktführer sind. Das Spektrum reicht von KI-Experten bis hin zu Spezialisten für CNC-Zerspanung zur Formung komplexer Bauteile.
Ergänzt wird das Netzwerk durch Forschungseinrichtungen, darunter das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) oder das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE) in Kaiserslautern. Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt (FDP) spricht von einem imaginären Ort für Austausch, Vernetzung und Zusammenarbeit.
Wobei genau kann das Netzwerk helfen?
Bei Rüstungsgütern gibt es viele Anforderungen und Rahmenbedingungen, die sich vom zivilen Geschäft unterscheiden. Zu beachten sind spezielle Vergaberichtlinien oder Regeln für die Bevorratung. Bei allen solchen Dingen, aber auch Genehmigungsfragen oder Fragen zu Flächen für den Ausbau von Produktionskapazitäten solle unterstützt werden, erklärte Ministerin Schmitt. Im Rahmen des Netzwerks soll auch die Sichtbarkeit rheinland-pfälzischer Unternehmen auf wichtigen Branchenmessen gestärkt werden.
Auch gelte es, auf dem Weg Themen und Fragen zu bündeln, um diese beim in Koblenz sitzenden Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) zu platzieren. Rheinland-Pfalz sei schon lange ein wichtiger Stationierungsstandort und von daher gewohnt, mit militärischen Fragen umzugehen. «Ich glaube, das ist auch ein Aspekt, der gesellschaftliche Akzeptanz vor Ort stärkt», sagte Schmitt.
Der SVI-Hub unterstützte darin, Kooperationen zu schließen, Fähigkeiten und Kapazitäten zu entwickeln und zu bündeln, sagte Sebastian Lubig, Inhaber der Josef Lubig GmbH aus Deuselbach im Kreis Bernkastel-Wittlich. Das Unternehmen ist unter anderem auf die hochpräzise Serienfertigung von Metallteilen spezialisiert. «Viele kleine und mittlere Unternehmen bilden den wehrtechnischen Mittelstand», sagte Lubig. «Ihm kommt eine Schlüsselrolle zu», er arbeite an allen Stellen der Lieferketten und Wertschöpfung.
Für Andreas Klüter, Chef der Empolis Information Management GmbH aus Kaiserslautern, geht von dem Hub ein «wichtiger Impuls» aus, das Netzwerk führe technologische Kompetenz, industrielle Erfahrung und sicherheitspolitische Anforderungen zusammen. Damit werde ermöglicht, Innovationen schneller in die Anwendung zu bringen. Sein Unternehmen bietet etwa KI-Lösungen für eine möglichst effiziente Nutzung großer Datenmengen an. KI sei heutzutage eine Schlüsseltechnologie, sie könne etwa dabei helfen, alle verfügbaren Informationen schnell zu einem Lagebild zusammenzuführen, könne Abläufe beschleunigen und damit resilienter machen.
Was ist ein Beispiel für ein Unternehmen, das Neugeschäft sucht?
Exemplarisch zu nennen wäre die Firma Premosys mit Sitz in Kalenborn-Scheuern in der Vulkaneifel, die nach eigenen Angaben rund 30 Mitarbeiter hat und auf optoelektronische Messsysteme spezialisiert ist, grob gesagt also Sensortechnik. Sie hat bislang unter anderem Kunden in der Auto-, Medizin- oder auch Lebensmittelbranche, wie die kaufmännische Leiterin Madeleine Kuhl erklärt. Sensoren und die dafür nötige Software des Unternehmens könnten aber beispielsweise auch für die Detektion von Kampfstoffen genutzt werden. In dem Netzwerk suche man nun nach Partnern, sagte Kuhl.
Ist die Idee eines Clusters neu?
Nein, in Rheinland-Pfalz gibt es schon zwei solcher themen- oder branchenspezifischer Netzwerke. Eines für den Nutzfahrzeugsektor, das sogenannte Commercial Vehicle Cluster Südwest (CVC) und eines für die Biotechnologie mit Namen «BioVation RLP».
Erfahrungen aus bestehenden Clustern zeigten, dass solche Netzwerke Innovation und Wertschöpfung fördern könnten, sagt der Hauptgeschäftsführer der Landesvereinigung Unternehmerverbände (LVU) Rheinland-Pfalz, Karsten Tacke. Entscheidend sei, dass der Cluster praxisnah ausgestaltet werde. «In der Gründung eines solchen Clusters liegen gute Chancen, die vorhandenen industriellen Kompetenzen in Rheinland-Pfalz gezielt zu bündeln.»
Der nun erfolgten Gründung des SVI-Hubs ging im Sommer 2024 ein erstes Treffen von Unternehmensvertretern im Wirtschaftsministerium in Mainz voraus sowie eine größere Tagung im vergangenen Jahr in Mainz, bei dem auch die Präsidentin des BAAINBw, Annette Lehnigk-Emden, dabei war.
Sie sagte seinerzeit, Lieferantenstrukturen müssten erweitert werden. Das diene der Resilienz und Krisenreaktionsfähigkeit Deutschlands. Lieferungen könnten so auf mehrere Schultern verteilt werden. Für die langfristige Sicherung der Verteidigungsfähigkeit Deutschlands brauche es eine sehr leistungsfähige und innovative Industrie sowie eine aufgeschlossene Forschungslandschaft, für den wiederum ein Austausch mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik wie in Rheinland-Pfalz enorm wichtig sei.
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Mindestens 31 Tote bei Anschlag in Pakistan
In Pakistan sind bei dem Anschlag auf ein schiitisches Gemeindehaus nahe der Hauptstadt Islamabad mindestens 31 Menschen getötet worden. Rund 170 weitere Gläubige seien verletzt worden, sagte ein lokaler Behördenvertreter am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.
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Salzgitter kauft Spezialisten für Sicherheitsstahl in Dessau
Der Stahlkonzern Salzgitter übernimmt den Dessauer Sicherheitsstahlspezialistem Thyrolf & Uhle. Mit dem strategischen Zukauf erweitere der Konzern seine Kompetenzen im Zukunftsfeld Verteidigung, teilte die Salzgitter AG mit. Das mittelständische Unternehmen mit 100 Mitarbeitern verfüge über die notwendigen Zertifizierungen zur Bearbeitung von Teilen aus Sicherheitsstahl. Damit könne der wachsende Verteidigungsmarkt besser bedient werden.
Am Unternehmenssitz in Dessau-Roßlau wird den Angaben zufolge bereits seit 1859 Metall in allen Formen und Variationen mit umfassender Werkstoffkompetenz bearbeitet. Heute sei Thyrolf & Uhle einer der Hersteller von Stahlkomponenten und Baugruppen für den Infrastrukturschutz sowie für den zivilen und militärischen Fahrzeugbau, der immer mehr an Bedeutung gewinnt. Damit ergänze das Unternehmen das bestehende Portfolio der Salzgitter AG.
«Diese Akquisition ist ein weiterer Schritt unseres aktiven Portfoliomanagements mit gezielten Zukäufen in Wachstumsmärkten», sagte Salzgitter-Chef Gunnar Groebler. Deutschland und Europa benötigten eine leistungsfähige Verteidigungsindustrie mit einer qualifizierten Werkstoffbasis. «Genau hier stärken wir als Salzgitter AG unser Angebot.»
Die Übernahme steht den Angaben zufolge unter Vorbehalt insbesondere der behördlichen Freigaben. Zum Kaufpreis machte Salzgitter keine Angaben. Über die Übernahmemodalitäten hätten beide Seiten Stillschweigen vereinbart, hieß es. Die heutige Thyrolf & Uhle GmbH war 1993 per Management Buy-Out aus dem ehemaligen VEB Zementanlagenbau Dessau entstanden.
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Skispringer Raimund gewinnt Olympia-Gold
Philipp Raimund hat die Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen im Skispringen gewonnen. Der 25-Jährige siegte im italienischen Predazzo im Wettbewerb von der Normalschanze.
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EU-Kommission: Tiktok birgt Suchtgefahr – Strafe droht
Die Online-Plattform Tiktok verstößt nach den vorläufigen Ergebnissen einer EU-Untersuchung gegen europäisches Recht. Konkret gehe es dabei um suchtfördernde Mechanismen wie das ununterbrochene automatische Abspielen von Videos, teilte die zuständige EU-Kommission in Brüssel mit.
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Bundeswirtschaftsministerin Reiche kommt nach Halle
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche ist heute im Süden Sachsen-Anhalts zu Besuch. Gemeinsam mit ihrem CDU-Parteikollegen und Ministerpräsidenten Sven Schulz will sie in Halle-Ammendorf einen Rundgang bei der Maschinenbau und Service GmbH machen. Erfahren will sie dabei auch, welche politischen Rahmenbedingungen mittelständische Unternehmen brauchen, um sicher arbeiten zu können, hieß es vor dem Besuch.
Außerdem will sich die Ministerin zu den aktuellen Herausforderungen des industriellen Mittelstandes austauschen.
Die Maschinenbau und Service GmbH gibt es seit 2006. Sie beschäftigt den Angaben nach 239 Mitarbeitende und ist für die Instandhaltung, die Instandsetzung, die Revision und den Umbau von Schienenfahrzeugen zuständig. Der Jahresumsatz liegt demnach bei 30 Millionen Euro. Zu den Kunden des Unternehmens zählen die Deutsche Bahn und Siemens.
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Polizei: Kind soll 14-Jährigen in Dormagen getötet haben
Nach dem gewaltsamen Tod des 14-jährigen Yosef in Dormagen zwischen Köln und Düsseldorf ist ein Kind tatverdächtig. Das teilte die Polizei mit.
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Rolf Benz kehrt in deutsche Hände zurück
Der traditionsreiche Möbelhersteller Rolf Benz bekommt neue Eigentümer. «Ein deutsches Konsortium wird Rolf Benz übernehmen», teilte das Unternehmen aus Nagold im Nordschwarzwald mit. Damit sei man nach vielen Jahren wieder vollständig in deutschen Händen. Rolf Benz war 2018 von Kuka Investment und Management gekauft worden – einer Tochter des chinesischen Polstermöbelriesen Jason Furniture. Das Unternehmen ist vor allem für seine Sofas und Sitzgruppen bekannt.
Sprecher des Konsortiums ist der frühere Chef des Online-Brokers Flatexdegiro, Frank Niehage. Der Manager soll künftig auch dem Aufsichtsrat des 1964 vom Möbeldesigner Rolf Benz gegründeten Unternehmens vorstehen. «Die neuen Gesellschafter bringen unternehmerische, internationale Erfahrung sowie eine langfristige Perspektive für Rolf Benz ein», teilte Niehage mit.
Ziel der neuen Eigentümer sei unter anderem, die Marke weiter zu schärfen, die Innovationskraft zu erhöhen und das Unternehmen zu stärken und profitabel auszurichten. Geschehen soll dies Niehage zufolge durch gezielte Investitionen, Fokussierung – und gegebenenfalls strategische Expansion. Der Vollzug der Transaktion soll im März erfolgen. Der Kaufpreis und die weiteren Mitglieder des Konsortiums waren zunächst nicht bekannt.
Bei «Wetten, dass..?» saßen Gäste auf Rolf-Benz-Sofa
Rolf Benz gilt als eine der bekanntesten deutschen Möbelmarken. Sie steht für Design-Polstermöbel, die in Baden-Württemberg produziert werden. Das Unternehmen und ihr Namensgeber revolutionierten nach eigenen Angaben einst die Sitzgewohnheiten in Deutschland. In den 1960er Jahren gehörte zur klassischen Wohnzimmer-Einrichtung noch ein Sofa sowie zwei Sessel. Rolf Benz schuf die Sofalandschaft aus unterschiedlich kombinierbaren Elementen. Bei der legendären Fernsehshow «Wetten, dass..?» nahmen später die prominenten Gäste auf einem Rolf-Benz-Sofa Platz.
Die Identität der Firma mit mehr als 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern solle durch den Verkauf unverändert bleiben. «Premium, Designführerschaft und höchste Qualität bleiben unverrückbare Leitlinien», erklärte Vorstandschef Jürgen Mauß. Er bleibt ebenso wie Finanzchef Jens Hofmann im Management und beteiligt sich künftig auch am Unternehmen.
Die Eigentümer des Herstellers haben in der Vergangenheit bereits mehrfach gewechselt. Designer Rolf Benz stieg bereits im Jahr 1999 als Gesellschafter aus. Bereits zuvor hatte er mit seiner Familie den Möbelhersteller Walter Knoll im schwäbischen Herrenberg bei Stuttgart übernommen. Benz starb im vergangenen Jahr im Alter von 91 Jahren. Sein Sohn Markus Benz führt das Unternehmen Walter Knoll, auch die Enkelin ist Teil der Geschäftsleitung.
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Flughafen BER setzt Betrieb wetterbedingt weiterhin aus
Am Hauptstadtflughafen BER sind aktuell wegen Blitzeises und Eisregens weiterhin keine Starts und Landungen möglich. Es sei unklar, wann der Betrieb wieder starten könne, sagte eine Flughafensprecherin der Deutschen Presse-Agentur am Morgen.