Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, Marius Borg Høiby, ist einen Tag vor Beginn des Vergewaltigungsprozesses gegen ihn festgenommen worden. Das bestätigte seine Anwältin der Nachrichtenagentur NTB, nachdem Untersuchungshaft beantragt worden war.
Autor: Stojancho Gjorgjiev
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Marius Borg Høiby einen Tag vor seinem Prozess festgenommen
Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, Marius Borg Høiby, ist einen Tag vor Beginn des Vergewaltigungsprozesses gegen ihn festgenommen worden. Das bestätigte seine Anwältin der Nachrichtenagentur NTB, nachdem Untersuchungshaft beantragt worden war.
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IHK-Umfrage: Jedes vierte Unternehmen erwartet Jobabbau
Sachsens Unternehmen blicken weiterhin überwiegend pessimistisch auf die Konjunktur. Das geht aus einer gemeinsamen Umfrage der sächsischen Industrie- und Handelskammern zum Jahresbeginn hervor, die in Dresden vorgestellt wurde. Demnach erwartet fast jedes vierte der befragten Unternehmen einen Stellenabbau (24 Prozent). Zusätzliche Stellen schaffen wollen zwölf Prozent der Unternehmen.
«Abgesehen vom coronabedingten Einbruch im Frühjahr 2020 ist dies der schlechteste Wert seit der Wirtschafts- und Finanzkrise im Jahre 2009», sagte Fabian Magerl, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Leipzig. «Die sächsische Wirtschaft verharrt im Schwächemodus. Impulse sind dringend nötig.» Der IHK-Geschäftsklimaindex bleibt den Zahlen zufolge auf niedrigem Niveau und steigt im Vergleich zum Vorjahr um 2 auf 99 Punkte.
Besonders betroffen von der aktuellen Krisenstimmung sind den IHK-Spitzen zufolge der Automotive-Sektor, der Maschinenbau sowie die Chemieindustrie in Sachsen. Die Hoffnung auf den von der Bundesregierung angekündigten «Herbst der Reformen» sei bei den meisten Unternehmen mittlerweile überwiegend der Enttäuschung gewichen. Die IHK fordern geringere Arbeitskosten, weniger Bürokratie und einfachere Antrags- und Vergabeverfahren sowie mehr Investitionsanreize für die Wirtschaft.
Arbeitskosten sind meistgenannter Risikofaktor
An der Befragung beteiligten sich 1.760 Unternehmen aus Industrie, Bau, Handel, dem Dienstleistungs- und Verkehrssektor sowie aus dem Gast- und Tourismusgewerbe mit insgesamt fast 82000 Beschäftigten. Nur 14 Prozent der Firmen rechnen künftig mit besseren Geschäften, 26 Prozent mit schlechteren.
Eine schwache Nachfrage und hohe Kosten drückten Umsätze und Erträge: 38 Prozent der Betriebe meldeten demnach Umsatzrückgänge, 45 Prozent eine verschlechterte Ertragslage. Das wirke sich entsprechend auch auf die Planung aus, schilderte Andreas Sperl, Präsident der IHK Dresden: «Was mich besonders umtreibt, ist, dass die Investitionsbereitschaft nicht sehr ausgeprägt ist und wir bei den Personalplanungen eher Rückgänge erwarten.» Lediglich 17 Prozent der Umfrageteilnehmer planen demnach höhere Investitionsbudgets, 28 Prozent wollen kürzen.
Die Entwicklung der Arbeitskosten ist in der Befragung der meistgenannte Risikofaktor – besonders in Branchen wie dem Gast- und Tourismusgewerbe und dem Verkehrssektor. Danach folgen die Inlandsnachfrage, ungünstige wirtschaftliche Rahmenbedingungen wie Bürokratie und Regulierung sowie die hohen Energiepreise.
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Weinig will 400 Stellen streichen – vor allem in Deutschland
Der Maschinenbauer Weinig will in den kommenden zwei Jahren 400 Stellen streichen. Das teilte das Unternehmen in Tauberbischofsheim (Main-Tauber-Kreis) mit. Es seien hauptsächlich die deutschen Standorte betroffen. Der Abbau solle sozialverträglich erfolgen. Dies bedeutet etwa die Zahlung von Abfindungen, Vorruhestand oder das Setzen auf die natürliche Fluktuation. Weinig stellt Maschinen zur Holzbearbeitung her.
Konkrete Angaben zur Anzahl der aktuell Beschäftigten machte das Unternehmen nicht. Auf der Homepage werden 2.483 Personen genannt. Die Weinig-Gruppe begründete den Stellenabbau mit der Wirtschaftsflaute. Die aktuelle Auftragslage bleibe hinter den Erwartungen zurück. Um das Unternehmen langfristig gesund und resilient aufzustellen, seien Anpassungen der globalen Kostenstrukturen an die veränderten Marktbedingungen notwendig.
Details zu dem Stellenabbau nannte das Unternehmen nicht. Nach Angaben der «Fränkischen Nachrichten» sollen zwei Standorte verlagert werden – wohin, blieb zunächst unklar. Betroffen sind demnach die Standorte Weinig Operations in Malterdingen (Kreis Emmendingen) und Weinig Grecon im südniedersächsischen Alfeld.
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Wie die Sparkassen auf die Wirtschaft im Südwesten blicken
Aufgehelltes Geschäftsklima, mehr Kreditzusagen: Trotz großer Herausforderungen sehen die Sparkassen im Südwesten erste zarte Hinweise auf eine Wirtschaftserholung. Baden-Württemberg sei ein industrie- und exportstarkes Bundesland, sagte Sparkassenpräsident Matthias Neth in Stuttgart. Ein hoher Anteil an Wertschöpfung komme aus dem Maschinen- und Automobilbau. In diesen Bereichen sehe man unter anderem durch die Zoll- und Handelspolitik der USA und wachsenden Konkurrenzdruck aus China «einen regelrechten Strukturbruch».
2025 sei die Wirtschaftsleistung im Land laut aktuellen Einschätzungen zum dritten Mal in Folge rückläufig gewesen, sagte Neth. Das müsse man in aller Nüchternheit festhalten. Die Erwartungen an das laufende Jahr seien etwas besser, auch das Geschäftsklima habe sich zuletzt aufgehellt. Die Besserung spiele sich aber auf einem «viel zu niedrigen Niveau» ab, sagte der Sparkassenpräsident.
Eine neue Landesregierung müsse sich auf die wesentlichen Zuständigkeiten besinnen, die das Land habe. Unter anderem müsse das Thema Bürokratie angegangen werden. Aber auch Hochschulthemen seien wichtig. Es könne nicht sein, dass die Grundlagenforschung, aber nicht das daraus resultierende Produkt in Baden-Württemberg stattfinde, sagte Neth.
Mehr Kreditzusagen an Unternehmen
In den Geschäftszahlen der Südwest-Sparkassen zeigen sich aber auch erste positive Entwicklungen: 2025 haben die Institute Kredite in Höhe von rund 15,5 Milliarden Euro an Unternehmen und Selbstständige zugesagt – ein Plus von 11,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Davon entfielen fast 12 Milliarden Euro auf Betriebsmittel und Investitionen. Nach drei Jahren Rezession lasse das auf eine gewisse Belebung hoffen, sagte Neth. Tragfähige Vorhaben würden auch in unsicheren Zeiten finanziert. «Wir sind auch fähig und bereit für mehr».
Angesichts der Wirtschaftslage und der Zunahme von Insolvenzen sicherten sich die Sparkassen aber auch gegen Kreditausfälle ab. Dafür wurden 2025 nach vorläufigen Zahlen 435 Millionen Euro zurückgelegt. «Wir spüren, dass das Wirtschaftsleben in Baden-Württemberg gerade unter Druck ist», sagte Neth. Oft gehe es um mittelständischen Kunden wie Zulieferern von Zulieferern, die Probleme hätten. Die Risikovorsorge falle zwar niedriger aus als in früheren Jahren. Dennoch sei es ein Wert, der ihn besorge.
Wachstum verzeichnete der Sparkassenverband unter anderem auch bei den privaten Wohnbaukrediten, den Wertpapierumsätzen und Kundeneinlagen. Die Bilanzsumme stieg 2025 um 1,7 Prozent auf 254,3 Milliarden Euro. Der Gewinn unter dem Strich lag mit rund 1,5 Milliarden Euro leicht unter dem Vorjahreswert. Nach eigenen Angaben haben die 50 Sparkassen landesweit gut 1.670 Filialen und mehrere Millionen Privat- und Unternehmenskunden.
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Bericht: Iran bestätigt mögliches Treffen mit den USA
Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran wollen Regierungsvertreter beider Länder einem iranischen Bericht zufolge neue Verhandlungen aufnehmen. In den kommenden Tagen sei ein Treffen voraussichtlich zwischen Außenminister Abbas Araghtschi und dem US-Sondergesandten Steve Witkoff geplant, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim, die den mächtigen Revolutionsgarden im Iran nahesteht. Eine Bestätigung aus den USA stand zunächst aus.
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Haftbefehle wegen versuchter Sabotage an Marineschiff
Wegen des Verdachts der versuchten Sabotage an einem für die deutsche Marine vorgesehenen Schiff sind Haftbefehle gegen zwei Männer vollstreckt worden. Die Festnahmen erfolgten in Hamburg und in Griechenland, wie die Generalstaatsanwaltschaft Hamburg mitteilte.
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AfD-Mann Halemba zu Geldstrafe verurteilt
Das Amtsgericht Würzburg hat den bayerischen AfD-Landtagsabgeordneten Daniel Halemba wegen Geldwäsche und Nötigung zu einer Geldstrafe von 160 Tagessätzen verurteilt. Vom Vorwurf der Volksverhetzung und der versuchten Nötigung dagegen wurde der 24-Jährige freigesprochen.
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AfD-Mann Halemba zu Geldstrafe verurteilt
Das Amtsgericht Würzburg hat den bayerischen AfD-Landtagsabgeordneten Daniel Halemba wegen Geldwäsche und Nötigung zu einer Geldstrafe von 160 Tagessätzen verurteilt. Vom Vorwurf der Volksverhetzung und der versuchten Nötigung dagegen wurde der 24-Jährige freigesprochen.
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Stabile Aufträge hellen Stimmung im Maschinenbau auf
Die stabile Auftragslage lässt die deutsche Maschinenbauindustrie auf eine konjunkturelle Trendwende hoffen. Nach drei Jahren mit teils deutlichen Rückgängen sind im vergangenen Jahr preisbereinigt genauso viele Bestellungen eingegangen wie im Jahr zuvor, berichtet der Branchenverband VDMA in Frankfurt.
Das «reale Nullwachstum» sei vor allem durch zusätzliche Order aus dem Euro-Raum (+7 Prozent) getrieben. Aus dem Inland kamen hingegen 1 Prozent weniger Aufträge und auch die Bestellungen aus dem Nicht-Euro-Ausland gingen um 2 Prozent zurück. Hier wirken sich auch Einbußen durch die US-Zollpolitik unter Präsident Trump aus.
Bessere Stimmung bei wichtigen Kunden
Auch bei wichtigen Kunden wie der Autoindustrie sorgt das Europageschäft für bessere Stimmung. Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist im Januar wegen positiverer Geschäftserwartungen leicht gestiegen. Vor allem im Ausland rechnen die Unternehmen mit deutlich besseren Geschäften. «Den amtlichen Daten zu den Auftragseingängen nach zu urteilen, spielt hier der innereuropäische Handel die treibende Rolle», sagt Ifo-Expertin Anita Wölfl. Insbesondere gegenüber China, zunehmend aber auch zu den USA habe die deutsche Autoindustrie Wettbewerbsfähigkeit verloren.
Die Unternehmen im Maschinenbau blicken inzwischen insgesamt zuversichtlicher nach vorn. «Die Anzeichen auf eine konjunkturelle Bodenbildung für den Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland verdichten sich», bilanziert VDMA-Chefvolkswirt Johannes Gernandt.
Er weist auf die zunehmenden Bestellungen im vierten Quartal hin. Die Monate Oktober bis Dezember brachten nach Verbandsangaben getragen vom Auslandsgeschäft real drei Prozent mehr Aufträge. Hier waren gegen den Jahrestrend vor allem die Bestellungen aus den Nicht-Euro-Ländern überproportional gewachsen.
Produktion soll wieder zulegen
Das sollte 2026 auch auf die zuletzt stark zurückgefahrene Produktion in den Betrieben durchschlagen. «Für 2026 prognostizieren wir daher unverändert ein kleines Plus in der Produktion von real ein Prozent», bekräftigt Gernandt. Zuletzt hatte der Verband für 2025 den Produktionsrückgang auf 5 Prozent geschätzt. Auch in den beiden Jahren zuvor war die Produktion in dem Industriezweig geschrumpft.
Folgerichtig hat sich die Stimmung im Maschinen- und Anlagenbau zuletzt aufgehellt. Laut der VDMA-Konjunkturerhebung bewerteten im Januar knapp 30 Prozent der insgesamt 962 teilnehmenden Unternehmen die aktuelle Lage als gut oder sehr gut. Im Oktober hatten das nur 23 Prozent getan. Schlecht oder sehr schlecht ist die Lage aus der Sicht von 24 Prozent der Unternehmen. Bei der vorhergehenden Befragung hatten das noch 33 Prozent erklärt. Auch die mittelfristigen Aussichten haben sich spürbar verbessert.
Steigende Umsätze erwartet
Für das laufende Jahr rechnen rund 57 Prozent der Unternehmen mit einer nominalen Umsatzsteigerung, also einschließlich der Preiserhöhungen. Knapp 29 Prozent sehen eine Stagnation als realistisch an und weniger als 15 Prozent erwarten einen Umsatzrückgang.
Die Ergebnisse seien nicht mehr als ein hoffnungsvolles Zeichen, mahnt der VDMA-Chefvolkswirt. Es brauche jetzt politische Rückendeckung, um eine Trendwende hinzulegen. «Wir brauchen Reformen, die die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen in Deutschland und Europa.»