Im Umfeld des Zweitligaspiels zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden sind bei Ausschreitungen mindestens 64 Polizisten verletzt worden. Die Polizisten seien mit Pyrotechnik beschossen, mit Absperrgittern und Steinen beworfen sowie mit einem Gullydeckel und Gehwegplatten angegriffen worden, teilte das Innenministerium in Magdeburg mit.
Autor: Stojancho Gjorgjiev
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US-Ministerium: Person nach Schüssen von Beamten tot
Eine Person ist nach Schüssen durch einen Bundesbeamten in Minneapolis nach Angaben des US-Heimatschutzministeriums gestorben. Die Person sei am Einsatzort für tot erklärt worden, teilte das Ministerium auf X mit.
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Geschäftsklimaindex Consulting: Trotz positivem Blick nach vorn fordern vielfältige Herausforderungen die Aufmerksamkeit der Branche (FOTO)
Der Geschäftsklimaindex im Consulting, den der Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen BDU e.V. quartalsweise erhebt, zeigt im letzten Quartal 2025 eine leicht rückläufige Seitwärtsbewegung. Dabei nähert er sich mit einem Wert von 88,7 (Q3 2025: 90,3) weiter dem ifo-Geschäftsklimaindex (87,6) an. „Die anhaltende Seitwärtsbewegung bestätigt eine gewisse Marktzurückhaltung. Dennoch hat die Marktdynamik im vierten Quartal 2025 zugenommen, so dass wesentlich mehr Firmen positiv in die Zukunft blicken als Ende 2024.“, erläutert BDU-Präsidentin Iris Grewe. „Hierbei ist interessant, wie die unterschiedlich ausgerichteten Consultingfirmen auf die veränderten Marktanforderungen, besonders bezogen auf die Kompetenzen und Aufgaben der Beschäftigten, reagieren.“
Die aktuelle Geschäftslage ist zwar im Vergleich zum Vorjahr ähnlich, allerdings sehen die Unternehmen für 2026 deutlich positiver in die Zukunft. 30 Prozent der Beratungen erwarten günstigere Geschäftsaussichten (Q4/24: 26%) und nur 23 Prozent gehen von ungünstigeren Geschäftsaussichten aus (Q4/24: 30%). „Viele Beratungen spüren eine wiedererwachte Bereitschaft im Markt, bestimmte Projekte trotz uneinheitlicher Gesamtkonjunktur anzugehen.“, erklärt Iris Grewe diese Veränderung gegenüber dem Vorjahr.
Kleine Beratungen am stärksten unter Druck
Bezogen auf die Unternehmensgröße spüren kleine Beratungen die aktuelle Zurückhaltung im Markt am stärksten. Hier ist der Geschäftsklimaindex, der die aktuelle Geschäftslage sowie die Zukunftsaussichten umfasst, um fast zehn Punkte auf 81,7 gefallen. Am positivsten zeigt sich der Index der großen Beratungen (+2,6 Punkte) und der Beratungen zwischen 250.000 Euro und 1 Mio. Euro Umsatz (+2,4 Punkte).
Aufgeschlüsselt nach Beratungsbereichen zeigen sich bei Sanierungsberatung mit einem Geschäftsklimaindex von 106 (+3,4 Punkte) und in der IT-Beratung mit einem Index von 93 (+3,5 Punkte) die stärksten Indexwerte. Das Schlusslicht bildet die HR-Beratung mit einem Geschäftsklimaindex von 82
(-2,1%). Auffallend ist, dass Strategieberatungen mit 27 Prozent (Q3: 12%) und Organisations- und Prozessberatungen mit 28 Prozent (Q3: 17%) am ehesten ungünstigere Geschäftsaussichten erwarten.
Professional Services mit stärkstem Nachfragezuwachs in 2025
Bei den Branchen führen im Jahresvergleich weiterhin Versorger (47%) und Public Sector (42%) die Liste der nachfragestärksten Branchen an. Fahrzeugbau (15%), Maschinenbau (14%) und Chemie (7%) bilden wie im vierten Quartal 2024 die Schlusslichter.
In der Branche der Professional Services zeigte sich im Laufe des letzten Jahres stetig wachsende Nachfrage nach Beratungsdienstleistungen, so dass die Branche im Q4/25 mit 35% die drittstärkste Nachfrage zeigte (Q4/24: 23%, Platz 11).
Mittelgroße und große Beratungen stellen sich aktiver den Veränderungen in Kompetenzen und Aufgaben als kleine Firmen
Bei den Veränderungen der Kompetenzen zeigt sich eine Spreizung nach Größenklassen: Mit zunehmender Unternehmensgröße steigt der Anteil der Unternehmen, die von Kompetenzveränderungen berichten.
Bei den Aufgaben fällt auf, dass sich weniger die Aufgaben an sich verändert haben, sondern vor allem die Art der Bearbeitung. Auf Leitungsebene geben 73 Prozent der kleineren, 81 Prozent der mittelgroßen und 79 Prozent der großen Consultingunternehmen an, dass sich die Aufgaben „etwas“ oder „deutlich“ verändert haben. „KI und Automatisierung verändern in vielen Dingen die Tätigkeitsdurchführung. Die Tätigkeit an sich verändert sich dabei jedoch nicht.“, konkretisiert Iris Grewe.
Beleuchtet man den Umgang mit dieser Veränderung unter Berücksichtigung der Größenklassen der Unternehmen, zeigen sich deutliche Unterschiede. Kleinere Consultingunternehmen gehen bislang weniger systematisch mit dem Kompetenzwandel um. So integrieren nur 37 Prozent der kleineren Firmen die Kompetenzentwicklung in Leistungs- und Karriereprozesse. Im Gegensatz dazu tun dies bereits 69 Prozent der mittelgroßen und 93 Prozent der großen Unternehmen. Ebenso haben bisher nur 24 Prozent der kleinen Unternehmen ihre Recruiting-Profile angepasst, im Gegensatz zu 72 Prozent der mittelgroßen bzw. 79 Prozent der großen Unternehmen.
Wichtigkeit von Kundennähe im Widerspruch zu gelebtem Homeoffice
Trotz der vermeintlichen Wichtigkeit von Kundennähe sind Beraterinnen und Berater im Schnitt nur 1,4-1,5 Tage pro Woche beim Kunden. Die Möglichkeit für Homeoffice ist in 95 Prozent des Gesamtmarkts etabliert, allerdings planen 17 Prozent der Unternehmen in den nächsten zwölf Monaten höhere Präsenzzeiten und nur noch vier Prozent eine weitere Flexibilisierung. Hier zeigt sich ein Zielkonflikt vieler Unternehmen: Während Homeoffice bei 75 Prozent der Befragten zur Zufriedenheit der Mitarbeitenden beiträgt, so sehen nur 40 Prozent einen positiven Einfluss bei der Produktivität. Deutlich negativ wird Home Office im Hinblick auf die Einarbeitung neuer Teammitglieder (81%), der Zusammenarbeit (70%) und der Kundennähe (58%) sowie dem Vertriebserfolg (54%) gesehen. „Die Unternehmen müssen die positiven Effekte für das Personal gegen die operativen und marktbezogenen Herausforderungen abwägen.“, sagt Iris Grewe und ergänzt: „Erwartbar ist daher, dass sich mittelfristig das Verhältnis von Präsenzarbeit und Home Office weiter in Richtung Präsenz verschieben wird. Vor allem, wenn es um die Akquisition und Betreuung von Neukunden und -geschäft geht“.
Über den BDU:
Im Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen BDU e.V. sind aktuell rund 600 Unternehmen mit 19.000 Beraterinnen und Beratern organisiert. Damit zählt der BDU weltweit zu den drei führenden Wirtschafts- und Berufsverbänden der Consultingwirtschaft.
Zur Systematik
Der an die Systematik des ifo-Instituts angelehnte BDU-Geschäftsklimaindex (GKI) erscheint quartalsweise und bildet die aktuelle wirtschaftliche Lage und die Erwartungen der Branche an die geschäftliche Entwicklung ab.
Größenklassen:Der BDU-Geschäftsklimaindex ordnet die Beratungen in die fünf Kategorien Große Beratungen mit einem Jahresumsatz von mehr als 50 Millionen Euro, Mittelgroße Beratungen (1 bis 10 Millionen bzw. 10 bis 50 Millionen Euro) sowie Kleinere Beratungen (1 Million bis 250.000 bzw. unter 250.000 Euro).
Beratungsfelder:Organisations- und Prozessberatung, Strategieberatung, IT-Beratung, HR-Beratung, Sanierungsberatung
Teilnehmende:An der Befragung haben sich insgesamt 253 Beraterinnen und Berater beteiligt.
Pressekontakt: Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen BDU e.V. Annette Sausen Joseph-Schumpeter-Allee 29 | 53227 Bonn T +49 (0) 228 9161-14 | annette.sausen@bdu.de
Weiteres Material: www.presseportal.de Quelle: BDU Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen
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Messerangreiferin vom Hauptbahnhof muss in Psychiatrie
Acht Monate nach dem Messerangriff im Hamburger Hauptbahnhof mit zahlreichen Verletzten muss die 40 Jahre alte Täterin dauerhaft in die Psychiatrie. Das hat das Hamburger Landgericht entschieden.
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EU und Indien einigen sich auf Handelsdeal
Die EU und Indien haben die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen abgeschlossen. Das teilten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Indiens Premierminister Narendra Modi mit.
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Armee: Letzte tote Geisel aus Gaza zurück in Israel
Israel hat die letzte tote Geisel aus dem Gazastreifen geholt und identifiziert. Das teilte das israelische Militär mit. Damit ist eine zentrale Bedingung erfüllt, um in die nächste Phase des von den USA vorangetriebenen Gaza-Friedensplans überzugehen.
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EU ermittelt gegen Musks X wegen sexualisierter KI-Bilder
Nach dem Skandal um sexualisierte KI-Bilder von Elon Musks Chatbot Grok leitet die EU-Kommission ein Verfahren gegen den US-Konzern X ein. Die Brüsseler Behörde verdächtigt das Unternehmen des Tech-Milliardärs laut Mitteilung, die Risiken bei der Einführung seiner Künstlichen Intelligenz auf der Online-Plattform nicht richtig bewertet und reduziert zu haben.
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Keine U-Haft mehr für Bar-Besitzer aus Crans-Montana
Ein Schweizer Gericht hat die Untersuchungshaft gegen den Besitzer der Bar in Crans-Montana aufgehoben, in der vor gut drei Wochen bei einem Brand 40 Menschen ums Leben kamen. Jacques Moretti kommt gegen Auflagen auf freien Fuß.
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Zwischen Dokumentenflut und Datenschutz: Marvin Jennrich von Jennrich IT erklärt, wie Kanzleien effizienter arbeiten können (FOTO)
Die steigende Dokumentenflut und der zunehmende Zeitdruck belasten den Alltag vieler Anwaltskanzleien. Gleichzeitig herrscht Unsicherheit beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz, insbesondere in Bezug auf Datenschutz und Verantwortung. IT- und Automatisierungsexperte Marvin Jennrich zeigt mit seinem Unternehmen Jennrich IT, wie Kanzleien ihre Dokumentenprozesse effizient und rechtssicher digitalisieren können. Der folgende Beitrag erklärt, wie dieser Ansatz funktioniert und warum Automatisierung für Kanzleien zum entscheidenden Vorteil wird.
Die tägliche Postbearbeitung gehört für viele Anwaltskanzleien zu den größten Zeitfressern im Arbeitsalltag. Dokumente erreichen die Kanzlei über unterschiedliche Kanäle, müssen manuell gesichtet, zugeordnet und auf Fristen geprüft werden. Gleichzeitig wächst der Druck, effizienter zu arbeiten, während der Fachkräftemangel die Belastung für Anwälte und Rechtsanwaltsfachangestellte weiter erhöht. Kann Künstliche Intelligenz hier tatsächlich Entlastung schaffen oder birgt ihr Einsatz gerade im sensiblen juristischen Umfeld mehr Risiken als Nutzen? „Automatisierung ist in Kanzleien kein Selbstzweck“, erklärt IT- und Automatisierungsexperte Marvin Jennrich von Jennrich IT.
„Sie muss so eingesetzt werden, dass sie unterstützt, ohne die Kontrolle aus der Hand zu geben. Genau darum geht es bei unserer Lösung: Prozesse vereinfachen, ohne rechtliche Sicherheit oder Datenschutz zu gefährden.“ Marvin Jennrich bringt dafür mehr als zehn Jahre Erfahrung in der IT- und Softwareentwicklung mit. Nach seiner Ausbildung zum IT-Systemkaufmann entschied er sich bewusst für den Weg in die Programmierung und spezialisierte sich früh auf digitale Prozesslösungen. Heute begleitet er Anwaltskanzleien bei der sicheren Digitalisierung ihrer Dokumentenprozesse und verbindet technisches Know-how mit einem klaren Verständnis für die besonderen Anforderungen der Branche. Mit Jennrich IT verfolgt er das Ziel, Kanzleien spürbar zu entlasten und ihnen den Freiraum zu verschaffen, sich auf ihre eigentliche juristische Arbeit zu konzentrieren.
Vorgehensweise von Jennrich IT: Struktur und Sicherheit in der Kanzlei-Post
Jennrich IT setzt bei Anwaltskanzleien direkt am täglichen Dokumenteneingang an. Schriftstücke erreichen die Kanzlei über Post, E-Mail, Fax oder das besondere elektronische Anwaltspostfach (beA) und müssen bislang manuell verarbeitet werden. Genau hier greift der Ansatz von Marvin Jennrich an: Alle Dokumente werden zentral erfasst, analysiert und strukturiert weiterverarbeitet. „Wir holen die Unterlagen aus allen Eingangskanälen ab und lassen sie durch eine KI-gestützte Analyse laufen“, erklärt Marvin Jennrich. „Wichtig ist dabei, dass die Systeme DSGVO-konform arbeiten und die Daten in einer Umgebung bleiben, die für Kanzleien rechtlich sicher ist.“
Im nächsten Schritt ordnet das System die erkannten Dokumente den jeweiligen Mandanten zu, schlägt Fristen und Wiedervorlagen vor und bereitet die Weiterverarbeitung in der Kanzleisoftware vor. Die endgültige Kontrolle bleibt dabei bewusst beim Menschen: Rechtsanwaltsfachangestellte prüfen die Vorschläge und übernehmen sie mit wenigen Klicks. Dieser strukturierte Ablauf sorgt dafür, dass Postbearbeitung nicht mehr den gesamten Arbeitstag blockiert, sondern sich nahtlos in den Kanzleialltag integriert – mit deutlich weniger Zeitaufwand und höherer Prozesssicherheit.
Technologische Unabhängigkeit und ihre Vorteile – warum Jennrich IT auf kontrollierte KI-Umgebungen setzt
Beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Kanzleien geht Marvin Jennrich bewusst einen kontrollierten Weg. Statt auf frei verfügbare KI-Dienste zu setzen, die Daten außerhalb Europas verarbeiten, baut Jennrich IT auf klar definierte, DSGVO-konforme Umgebungen. „Gerade für Anwälte ist entscheidend, wo Daten verarbeitet werden und wer darauf Zugriff hat“, erläutert Marvin Jennrich. „Deshalb arbeiten wir entweder mit Microsoft-basierten Lösungen, mit lokal gehosteten Systemen oder – je nach Anforderung – auch mit europäischen KI-Anbietern wie Mistral. Entscheidend ist: Die Kanzlei behält die Kontrolle über ihre Daten und über die Verantwortung im Prozess.“ Ziel ist es, Automatisierung nutzbar zu machen, ohne rechtliche Grauzonen oder Abhängigkeiten von unsicheren Drittanbietern zu schaffen.
Dieser Ansatz verschafft Kanzleien ein hohes Maß an Kontrolle und Planungssicherheit. Während viele KI-Anwendungen auf externe Server angewiesen sind und sich rechtliche Rahmenbedingungen kurzfristig ändern können, bleibt die technische Basis bei Jennrich IT stabil und nachvollziehbar. Gleichzeitig lassen sich Prozesse schnell umsetzen, da keine langwierigen Abstimmungen mit externen Plattformen oder rechtliche Nachbesserungen nötig sind. Die Kanzleien profitieren so von effizienteren Abläufen, ohne Kompromisse bei Datenschutz, Verantwortung und Verlässlichkeit eingehen zu müssen.
Wie digitale Prozesse im Kanzleialltag konkret entlasten
Wie sich dieser Ansatz in der Praxis bewährt, zeigt das Beispiel einer Anwaltskanzlei, mit der Marvin Jennrich aktuell zusammenarbeitet. Die Kanzlei ist digital aufgeschlossen, stand jedoch – wie viele andere – vor der Herausforderung, ein stetig wachsendes Dokumentenaufkommen effizient zu bewältigen. Nach der Einführung der Dokumentenautomatisierung werden eingehende Schriftstücke nun strukturiert vorverarbeitet und direkt in die Kanzleisoftware überführt. Die Mitarbeitenden arbeiten produktiv mit dem System, während Fristen und Wiedervorlagen übersichtlich vorbereitet werden.
Auf dieser Grundlage wird die Zusammenarbeit derzeit weiter ausgebaut. Als nächste Ausbaustufe wird die Lösung gemeinsam mit der Kanzlei um eine RAG-Architektur (Retrieval-Augmented Generation) erweitert. Damit kann die KI auf freigegebene, interne Wissensbestände zugreifen – etwa auf frühere Schriftsätze, Argumentationsmuster und Entscheidungen aus vergleichbaren Verfahren. In der Praxis fungiert das System als intelligenter Sparringspartner: Es bereitet den aktuellen Schriftverkehr strukturiert auf, weist auf mögliche Lücken oder offene Punkte hin und liefert Hinweise, die im hektischen Kanzleialltag leicht untergehen. Zudem ermöglicht die Technologie eine interne Blitzrecherche: Die KI findet in Sekunden ähnliche, bereits abgeschlossene Fälle und stellt die relevanten Fundstellen samt Quellenbezug zusammen. Auf dieser Basis können erste Textbausteine oder Entwurfsgerüste für Schriftsätze entstehen – stets als Vorschlag, der von der Kanzlei geprüft, angepasst und freigegeben wird. So profitieren Anwälte von der gesammelten Erfahrung der gesamten Kanzlei und gewinnen Zeit für die juristische Feinprüfung und Ausarbeitung. Die Kanzlei setzt damit konsequent auf eine schrittweise Digitalisierung, die sich an den realen Abläufen orientiert und nicht am technischen Selbstzweck.
Mission von Jennrich IT: Kanzleien durch Automatisierung zukunftsfähig machen
„Künstliche Intelligenz wird auch im juristischen Umfeld keine vorübergehende Erscheinung bleiben“, ist Marvin Jennrich überzeugt. Kanzleien, die heute beginnen, ihre internen Abläufe zu strukturieren und zu automatisieren, verschaffen sich langfristig einen klaren Vorteil. Dabei gehe es nicht darum, Anwälte zu ersetzen oder Entscheidungen aus der Hand zu geben, sondern darum, wertvolle Arbeitszeit freizusetzen und Prozesse stabiler zu gestalten. Gerade in Kanzleien mit mehreren Mitarbeitern kann eine durchdachte Automatisierung den Unterschied machen, ob Wachstum möglich ist oder ob der Arbeitsalltag dauerhaft im Engpass bleibt.
Mit Jennrich IT verfolgt Marvin Jennrich das Ziel, sich als langfristiger Ansprechpartner für KI- und Automatisierungslösungen speziell für Anwaltskanzleien zu etablieren. Die Digitalisierung einzelner Prozesse versteht er dabei nicht als einmaliges Projekt, sondern als kontinuierliche Entwicklung, die sich an den realen Anforderungen des Kanzleialltags orientiert. Kanzleien, die diesen Weg konsequent gehen, schaffen stabile Strukturen, gewinnen Zeit zurück und erhöhen ihre organisatorische Sicherheit – eine Voraussetzung, um auch künftig effizient arbeiten und Mandanten verlässlich betreuen zu können.
Sie möchten Ihre Kanzlei effizienter, sicherer und DSGVO-konform organisieren? Dann vereinbaren Sie jetzt ein unverbindliches Erstgespräch mit Marvin Jennrich von Jennrich IT und erfahren Sie, wie Automatisierung Ihren Kanzleialltag spürbar entlasten kann.
Pressekontakt: Jennrich IT Consulting E-Mail: kontakt@jennrich-it.de Webseite: https://jennrich-it.de/
Weiteres Material: www.presseportal.de Quelle: Jennrich IT Consulting
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EU und Indien wollen riesige Freihandelszone aufbauen
Die EU und Indien haben sich auf ein Abkommen für eine riesige neue Freihandelszone verständigt. Die bei einem Gipfeltreffen in Neu-Delhi verkündete Einigung sieht vor, Handelsbarrieren und Zölle abzubauen, um den Austausch von Waren und Dienstleistungen anzukurbeln. Dies soll das Wachstum und Arbeitsplätze fördern und zugleich unerwünschte Abhängigkeiten von anderen Staaten reduzieren.
Vor dem Hintergrund der aggressiven Zoll- und Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump sowie dem zunehmenden Machtstreben Chinas gilt der Aufbau der neuen Freihandelszone zudem auch als geopolitisch bedeutsamer Schritt. Die Verhandlungen über das Abkommen waren bereits 2007 begonnen worden. Es soll nun möglichst noch in diesem Jahr unterzeichnet werden und dann schnell in Kraft treten.
EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen sagte bei der Zeremonie zum Abschluss der Verhandlungen: «Die EU und Indien schreiben heute Geschichte und vertiefen die Partnerschaft zwischen den größten Demokratien der Welt.» Man schaffe eine Freihandelszone mit zwei Milliarden Menschen, von der beide Seiten wirtschaftlich profitieren würden. Zudem werde das Signal in die Welt gesandt, dass regelbasierte Zusammenarbeit weiterhin hervorragende Ergebnisse liefere. Indiens Premierminister Narendra Modi sagte, Menschen auf der ganzen Welt bezeichneten das Abkommen als «die Mutter aller Handelsdeals». Auch von der Leyen nannte es so.
Markt mit fast zwei Milliarden Menschen
Durch die Einigung mit Indien feiert die EU schon den zweiten großen Erfolg in der Handelspolitik in diesem Jahr. Erst vor etwas mehr als einer Woche hatten von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa in Südamerika das rund ein Vierteljahrhundert verhandelte Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay unterzeichnet.
Das nun mit Indien vorgesehene Abkommen ist zwar weniger umfassend, weil zum Beispiel Produkte wie Rindfleisch, Geflügelfleisch, Reis und Zucker von der Liberalisierung ausgenommen sind. Angesichts der Größe des indischen Marktes wird es dennoch eines der wichtigsten sein, die bislang vereinbart wurden.
Indien ist noch vor China mit mehr als 1,45 Milliarden Einwohnern das bevölkerungsreichste Land der Welt. In der EU leben rund 450 Millionen Menschen. Gemeinsam repräsentieren beide Seiten nahezu ein Viertel des weltweiten BIP und der Weltbevölkerung.
Autobauer können auf Zollabbau hoffen
Angaben der EU zufolge könnte von dem Abkommen insbesondere die deutsche Autoindustrie profitieren, da Indien den Import von Fahrzeugen aus der EU bislang mit Zöllen von bis zu 110 Prozent belastet. Diese sollen nun zumindest für 250.000 Fahrzeuge pro Jahr schrittweise auf 10 Prozent gesenkt werden, während sie für Autoteile nach fünf bis zehn Jahren vollständig abgeschafft werden. Auch Zölle von bis zu 44 Prozent auf Maschinen, 22 Prozent auf Chemikalien und 11 Prozent auf Pharmazeutika würden weitgehend beseitigt, heißt es.
Zudem betont die EU, dass sich auch für europäische Landwirte neue Chancen in Indien eröffnen. Demnach werden etwa indische Zölle auf Wein bei Inkrafttreten des Abkommens auf 75 Prozent gesenkt und später dann auf bis zu 20 Prozent reduziert. Die Zölle auf verarbeitete Agrarprodukte wie Brot und Süßwaren von bis zu 50 Prozent sollen ganz abgeschafft werden. Ähnliche Proteste wie beim Mercosur-Abkommen sind deswegen nicht zu erwarten – vor allem auch, da das Abkommen mit Indien für hiesige Landwirte sensible Bereiche nicht einbezieht.
EU sieht enormes Potenzial
Zum Potenzial der Handelsbeziehungen zwischen der EU und Indien teilte die EU mit, es werde erwartet, dass das Abkommen bis 2032 zu einer Verdoppelung der EU-Exporte nach Indien führen werde, indem Zölle auf 96,6 Prozent des Wertes der EU-Warenexporte nach Indien abgeschafft oder gesenkt würden. Insgesamt würden die Zollsenkungen Einsparungen von rund vier Milliarden Euro pro Jahr an Abgaben auf europäische Produkte ermöglichen. Nach EU-Angaben sind bereits heute mehr als 6.000 europäische Unternehmen in Indien vertreten.
Eine EU-Beamtin in Brüssel sagte, der Handel mit Indien mache bislang nur rund 2,5 Prozent des gesamten EU-Warenhandels aus – im Vergleich zu knapp 15 Prozent bei China. Trotz vergleichsweise hoher Zölle auf indischer Seite sei der Handel zwischen der EU und Indien in den letzten zehn Jahren bereits um fast 90 Prozent gewachsen. Zu den wichtigsten Exporten Indiens in die EU-Länder gehören Maschinen, Haushaltsgeräte, Chemikalien, Metallplatten, Mineralerzeugnisse und Textilien.
Signal an Trump
Als äußerst relevant wird das Abkommen zudem auch angesehen, weil die Handelsbeziehungen zu den USA wegen der Zollpolitik von US-Präsident Trump zuletzt unberechenbar geworden sind. Betroffen davon ist neben der EU auch Indien. Auf Importe aus Indien erheben die USA inzwischen Zölle in Höhe von 50 Prozent, einschließlich der 25 Prozent wegen Handelsgeschäften des Landes mit Russland.
Von der Leyen sagte bereits in der vergangenen Woche: «Wir entscheiden uns für fairen Handel statt für Zölle. Für Partnerschaft statt Isolation.» Die EU wolle Nachhaltigkeit statt Ausbeutung und meine es ernst mit der Risikominderung und der Diversifizierung von Lieferketten.
Auch Bundeskanzler Friedrich Merz hatte zuletzt Mitte Januar stark für den Abschluss der Verhandlungen geworben. Mehr als 2.000 deutsche Unternehmen seien heute schon in Indien aktiv, und immer mehr indische Unternehmen investierten auch in Deutschland, sagte er bei einem Treffen mit Modi.
Unterzeichnung des Abkommens steht noch aus
Wann das Abkommen unterzeichnet wird, ist derzeit noch unklar. Grund ist, dass der Vertragstext noch rechtlich überprüft und in alle Amtssprachen der EU übersetzt werden muss. Anschließend muss er zudem noch von den Mitgliedstaaten und dem Europäischen Parlament gebilligt werden.
Wirtschaftsvertreter forderten am Dienstag Tempo. «Nach der politischen Abschlusserklärung müssen die nächsten Schritte zügig folgen, damit das Abkommen schnell in Kraft treten kann», mahnte Wolfgang Niedermar vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Die deutsche Industrie erwarte starke Impulse durch das Abkommen – vor allem für Schlüsselsektoren wie Maschinenbau, Chemie, Elektrotechnik, Luft- und Raumfahrt, aber auch für die Automobilindustrie und ihre Zulieferer.
Hildegard Müller vom Verband der Automobilindustrie sagte, auch wenn nicht sämtliche Hindernisse abgebaut würden, sei der erfolgreiche Abschluss der Verhandlungen ein wichtiger Schritt für das Exportland Deutschland. Damit werde ein dringend benötigter verbesserter Marktzugang in einem weltweit zunehmend protektionistischen Umfeld umgesetzt.