Die Gewerkschaft Verdi hat für Mittwoch zu einem ganztägigen Warnstreik am Hauptstadtflughafen BER aufgerufen. Welche Auswirkungen das auf den Flugbetrieb haben wird, ist noch offen.
Autor: Stojancho Gjorgjiev
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BER stellt am Mittwoch Flugverkehr wegen Warnstreiks ein
Infolge eines Warnstreiks stellen die Betreiber des Hauptstadtflughafens BER den Passagier-Flugbetrieb am Mittwoch vollständig ein. Betroffen seien 445 Abflüge und Landungen mit rund 57.000 Passagieren, teilte die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg mit.
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Jessie Buckley gewinnt Oscar als beste Hauptdarstellerin
Jessie Buckley hat den Oscar als beste Hauptdarstellerin gewonnen. Die 36-Jährige wurde für ihre Rolle der Ehefrau von William Shakespeare in dem Spielfilm «Hamnet» ausgezeichnet.
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Israel: Wichtiger iranischer Funktionär Laridschani getötet
Der einflussreiche iranische Funktionär Ali Laridschani ist nach israelischen Angaben bei einem Luftangriff in Teheran getötet worden. Wie der israelische Verteidigungsminister Israel Katz nach Angaben seines Büros erklärte, kam der Generalsekretär des Sicherheitsrats bei einem gezielten Angriff in der Nacht ums Leben.
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Werkserweiterung Aresing: BAUER Maschinen GmbH investiert in die Zukunft (FOTO)
Seit einigen Wochen rollen in Aresing nahe Schrobenhausen die Bagger, täglich verlassen zahlreiche Lkw die Baustelle – und Schritt für Schritt nimmt eines der größten Investitionsprojekte der BAUER Maschinen GmbH der vergangenen Jahre Gestalt an. Mit einer neuen Produktions- und Logistikhalle investiert das Unternehmen gezielt in die Zukunft seines Standorts, optimiert seine Logistikprozesse und schafft so die Möglichkeit für weiteres künftiges Wachstum. Das Investitionsvolumen liegt im mittleren zweistelligen Millionenbereich.
Neue Produktions- und Logistikhalle als Herzstück
Zentrales Element der Erweiterung ist eine rund 22.000 m² große Produktions- und Logistikhalle mit einer maximalen Länge von 240 m und einer maximalen Breite von 100 m. Ergänzt wird der Neubau durch eine neue Freilagerfläche südlich der Finish-Halle.
In der Halle entstehen moderne, klar strukturierte Bereiche:
- Materialwirtschaft(flächenmäßig der größte Bereich im Neubau) mit automatischem Kleinteilelager, Palettenlager, Lager für sperrige Teile, Warenannahme sowie Kommissionierung für die Produktion
- Produktionfür die Vormontage von Stahl- und Hydraulikkomponenten, Elektronik-Montage sowie Ausbildungsflächen für Elektroniker
- Qualitätssicherung:Prüfräume, Sperrlager und Büros für den Wareneingang und die Reklamationsbearbeitung
- Versand- und Verpackungsbereichefür Komponenten
Östlich des Neubaus wird eine zusätzliche Außenlager- und Versandfläche mit Portalkran errichtet. Im Südwesten entsteht ein modernes Trainings- und Kundencenter. Zudem wird im Süden ein neuer Mitarbeiterparkplatz gebaut, da der bisherige Parkplatz dem Hallenneubau weichen muss. Im Südosten – südlich der bestehenden Finish-Halle – entsteht eine zusätzliche Freifläche zum Lagern, Verladen und Versenden von Großgeräten. Ein neues Pförtnerhaus mit großzügigen Wartebereichen für Lkw und Schwertransporte sorgt künftig für eine deutlich verbesserte Verkehrssteuerung am Standort. Als weitere Maßnahme wird das Regenrückhaltebecken nördlich der Kreisstraße Richtung Gerolsbach ausgebaut – ein wichtiger Beitrag zum Hochwasserschutz.
Baufortschritt bislang voll im Plan
Der offizielle Baubeginn erfolgte Ende Januar 2026. Aktuell verlaufen die Bauarbeiten planmäßig. Zunächst werden die neue Freilagerfläche sowie der Mitarbeiterparkplatz fertiggestellt, um Ersatz für die künftig überbaute Fläche zu schaffen.
Mit den erforderlichen Erdarbeiten wurde der Geschäftsbereich Bauer Umwelt der BAUER Resources GmbH beauftragt. Dazu gehört der Abtrag der an das bestehende Werksgelände angrenzenden Ackerflächen südlich der Finish-Halle, auf denen künftig das neue Freilager entsteht, sowie der Flächen östlich des Geländes, auf denen der Hallenneubau geplant ist.
Insgesamt werden zwischen Februar und Juni 2026 rund 200.000 m³ Bodenmaterial abgetragen und abtransportiert. Das entspricht einer täglichen Abfuhrmenge von etwa 2.000 bis 2.500 m³ – an Spitzentagen bis zu 180 Lkw-Fuhren. Das Material wird für örtliche Baumaßnahmen sowie zur Verfüllung von Kiesgruben verwendet. Bereits zuvor wurde der Oberboden abgetragen und auf angrenzenden Ackerflächen wieder aufgebracht. In Kalenderwoche 12 startete der Rückbau der bestehenden Befestigungen im Bereich des heutigen Freilagers, darunter Beton- und Asphaltflächen, Kranschienen sowie Fundamente.
Effizienz durch Zentralisierung
Voraussichtlich im Sommer dieses Jahres beginnt der Hochbau der Halle. In den betroffenen Abteilungen der BAUER Maschinen GmbH – Lager, Produktion, Qualität und Versand – laufen bereits die Detailplanungen für den Innenausbau. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für das zweite Halbjahr 2027 geplant, exakt 25 Jahre nachdem die Hallen und das Freigelände in Aresing von Bauer angekauft wurden.
Mit der Erweiterung werden Strukturen gezielt gebündelt. Verschiedene Abteilungen aus Schrobenhausen und Edelshausen ziehen nach Aresing um. Durch das zentrale Lager direkt vor Ort lassen sich Prozesse deutlich effizienter gestalten. Materialflüsse verkürzen sich, Abstimmungen werden vereinfacht, Schnittstellen reduziert. So kann das geplante Wachstum des Unternehmens nachhaltig und strukturiert abgebildet werden.
Auch ökologische Aspekte spielen bei der Umsetzung eine wichtige Rolle. Beispielsweise werden auf dem Areal lebende Zauneidechsen in ein eigens geschaffenes Ersatzhabitat umgesiedelt. Darüber hinaus sind Photovoltaikanlagen auf Teilen der Dachflächen vorgesehen. Ein Stromspeicher soll Verbrauchsspitzen abfangen. Des Weiteren ist eine Beheizung mittels Wärmepumpe und Geothermie geplant.
Starkes Bekenntnis zum Standort
Mit der Werkserweiterung setzt die BAUER Maschinen GmbH ein klares Signal für den Standort Aresing und für langfristige Investitionen in moderne Infrastruktur. „Mit der Erweiterung unseres Werks in Aresing investieren wir gezielt in die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens“, betont Geschäftsführer Wulf Flos. „Wir schaffen effizientere Prozesse, bündeln Kompetenzen an einem Standort und stärken damit unsere Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig. Dieses Projekt ist ein klares Bekenntnis zu Aresing und zu unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“
Pressekontakt: Ruth Wallner BAUER Aktiengesellschaft BAUER-Straße 1 86529 Schrobenhausen Tel.: +49 8252 97-1844 public.relations@bauer.dehttps://www.bauer.de/de/pressemitteilungen
Weiteres Material: www.presseportal.de Quelle: BAUER Aktiengesellschaft
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Krise in Autobranche – Rüstungsindustrie als Rettungsanker?
Für die kriselnde Auto-Zulieferbranche in Sachsen und Thüringen bieten sich laut einer Studie Chancen in der Rüstungsindustrie. «Rüstung ist nicht der alleinige Rettungsanker für den Automotive-Bereich», stellt der Branchenexperte Werner Olle klar. «Aber die Unternehmen müssen sich breiter aufstellen und da kann Rüstung eine Komponente sein.» Das könne helfen, Beschäftigung zu sichern. Als Beispiele nannte er die Fertigung von Karosserieteilen, Antriebskomponenten, aber auch Fahrzeug- und Assistenzsystemen.
Die Absatzschwäche der deutschen Auto-Industrie und der Wandel hin zur Elektromobilität trifft viele Zulieferbetriebe. Jobabbau ist die Folge. Dagegen verzeichnet die Rüstungsindustrie wegen internationaler Konflikte wie dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine starke Zuwächse und expandiert. So hat etwa der Konzern KNDS das frühere Waggonwerk in Görlitz übernommen, um dort Panzerteile zu produzieren. Die Auto-Industrie hat ebenfalls Rüstungsprojekte im Blick, um Überkapazitäten abzubauen. So sucht Volkswagen eine Zukunft für sein Werk im niedersächsischen Osnabrück und führt dazu nach eigenen Angaben auch Gespräche mit Rüstungsunternehmen.
Sonderfahrzeuge, Panzerung, Elektronik
Schon heute sind etliche Unternehmen der Automobilbranche für den Rüstungsbereich tätig, wie die Analyse belegt, die Olle im Auftrag des Verbandes Automotive Thüringen erstellt hat. Dabei wurden bundesweit 150 Zulieferer der Rüstungsindustrie näher analysiert.
Beispiele gebe es auch in Sachsen und Thüringen, sagte der Forscher der Deutschen Presse-Agentur. So etwa im Sonderfahrzeugbau, bei der Panzerung von Fahrzeugen, aber auch im Bereich Optik, Photonik und Elektronik.
Die Zentren der deutschen Rüstungsproduktion liegen historisch bedingt vor allem in Westdeutschland. «Es wird schwer werden, in Ostdeutschland große Rüstungsunternehmen anzusiedeln», schätzt Olle mit Blick auf Forderungen, der Osten müsse stärker von den Rüstungsaufträgen profitieren. Doch biete die Auto-Branche technologisch viele Anknüpfungspunkte gerade mit Blick auf Produkte, die zivil und militärisch genutzt werden können. Zudem gehe es bei Rüstungsaufträgen um kleinere Stückzahlen. Das biete gerade kleinen und mittleren Unternehmen die Chance, hier als Zulieferer aktiv zu werden.
Das Interesse seitens der Unternehmen sei groß, konstatiert Rico Chmelik, Geschäftsführer des Verbandes Automotive Thüringen. Voriges Jahr hätten bei einer Branchenumfrage rund 75 Prozent der Unternehmen angegeben, im Bereich Verteidigung tätig zu sein oder einen Einstieg zu erwägen.
Chmelik: «Das Fenster ist da»
Allerdings gibt es dabei Hürden, wie Olle erklärt. Denn die Rüstungsindustrie sei für interessierte Zulieferer Neuland – mit anderen Strukturen, Auftraggebern, Geschäftsmodellen und Anforderungen. Erfolgversprechend sei vor allem, Teile oder Komponenten an Rüstungsunternehmen zu liefern oder sich mit anderen Unternehmen zusammenzutun, die schon in diesem Bereich tätig sind.
Es gebe derzeit gute Möglichkeiten für Autozulieferer, in diesen Sektor einzusteigen, konstatiert Chmelik: «Das Fenster ist da.» Die Politik könne Unternehmen hierbei unterstützen – etwa als Türöffner zu den großen Rüstungsunternehmen wie Rheinmetall, Airbus oder KNDS. Auch Olle rät dazu, Bedarf und Angebot zu vernetzen und gemeinsame Plattformen zu schaffen.
Kritik an einem stärkeren Fokus der Autozulieferer auf Rüstung kommt von der Linken. Die Rüstungsindustrie könne nicht die Probleme der Thüringer Wirtschaft lösen, erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der Landtagsfraktion in Erfurt, Andreas Schubert. Die hiesige Autozulieferindustrie sei kleinteilig und spezialisiert. «Das ist ein großer Vorteil, um einen Einstieg in die Sondernutzfahrzeugsparte zu finden.» Doch nicht fürs Militär, sondern für Einsätze in der Landwirtschaft und dem öffentlichen Personennahverkehr.
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Krise in Autobranche – Rüstungsindustrie als Rettungsanker?
Für die kriselnde Auto-Zulieferbranche in Sachsen und Thüringen bieten sich laut einer Studie Chancen in der Rüstungsindustrie. «Rüstung ist nicht der alleinige Rettungsanker für den Automotive-Bereich», stellt der Branchenexperte Werner Olle klar. «Aber die Unternehmen müssen sich breiter aufstellen und da kann Rüstung eine Komponente sein.» Das könne helfen, Beschäftigung zu sichern. Als Beispiele nannte er die Fertigung von Karosserieteilen, Antriebskomponenten, aber auch Fahrzeug- und Assistenzsystemen.
Die Absatzschwäche der deutschen Auto-Industrie und der Wandel hin zur Elektromobilität trifft viele Zulieferbetriebe. Jobabbau ist die Folge. Dagegen verzeichnet die Rüstungsindustrie wegen internationaler Konflikte wie den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine starke Zuwächse und expandiert. So hat etwa der Konzern KNDS das frühere Waggonwerk in Görlitz übernommen, um dort Panzerteile zu produzieren. Die Auto-Industrie hat ebenfalls Rüstungsprojekte im Blick, um Überkapazitäten abzubauen. So sucht Volkswagen eine Zukunft für sein Werk im niedersächsischen Osnabrück und führt dazu nach eigenen Angaben auch Gespräche mit Rüstungsunternehmen.
Sonderfahrzeuge, Panzerung, Elektronik
Schon heute sind etliche Unternehmen der Automobilbranche für den Rüstungsbereich tätig, wie die Analyse belegt, die Olle im Auftrag des Verbandes Automotive Thüringen erstellt hat. Dabei wurden bundesweit 150 Zulieferer der Rüstungsindustrie näher analysiert.
Beispiele gebe es auch in Sachsen und Thüringen, sagte der Forscher der Deutschen Presse-Agentur. So etwa im Sonderfahrzeugbau, bei der Panzerung von Fahrzeugen, aber auch im Bereich Optik, Photonik und Elektronik.
Die Zentren der deutschen Rüstungsproduktion liegen historisch bedingt vor allem in Westdeutschland. «Es wird schwer werden, in Ostdeutschland große Rüstungsunternehmen anzusiedeln», schätzt Olle mit Blick auf Forderungen, der Osten müsse stärker von den Rüstungsaufträgen profitieren. Doch biete die Auto-Branche technologisch viele Anknüpfungspunkte gerade mit Blick auf Produkte, die zivil und militärisch genutzt werden können. Zudem gehe es bei Rüstungsaufträgen um kleinere Stückzahlen. Das biete gerade kleinen und mittleren Unternehmen die Chance, hier als Zulieferer aktiv zu werden.
Das Interesse seitens der Unternehmen sei groß, konstatiert Rico Chmelik, Geschäftsführer des Verbandes Automotive Thüringen. Voriges Jahr hätten bei einer Branchenumfrage rund 75 Prozent der Unternehmen angegeben, im Bereich Verteidigung tätig zu sein oder einen Einstieg zu erwägen.
Chmelik: «Das Fenster ist da.»
Allerdings gibt es dabei Hürden, wie Olle erklärt. Denn die Rüstungsindustrie sei für interessierte Zulieferer Neuland – mit anderen Strukturen, Auftraggebern, Geschäftsmodellen und Anforderungen. Erfolgversprechend sei vor allem, Teile oder Komponenten an Rüstungsunternehmen zu liefern oder sich mit anderen Unternehmen zusammenzutun, die schon in diesem Bereich tätig sind.
Es gebe derzeit gute Möglichkeiten für Autozulieferer, in diesen Sektor einzusteigen, konstatiert Chmelik: «Das Fenster ist da.» Die Politik könne Unternehmen hierbei unterstützen – etwa als Türöffner zu den großen Rüstungsunternehmen wie Rheinmetall, Airbus oder KNDS. Auch Olle rät dazu, Bedarf und Angebot zu vernetzen und gemeinsame Plattformen zu schaffen.
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Krise in Autobranche – Rüstungsindustrie als Rettungsanker?
Für die kriselnde Auto-Zulieferbranche bieten sich laut einer Studie Chancen in der Rüstungsindustrie. «Rüstung ist nicht der alleinige Rettungsanker für den Automotive-Bereich», sagte der Branchenexperte Werner Olle der Deutschen Presse-Agentur. «Aber die Unternehmen müssen sich breiter aufstellen und da kann Rüstung eine Komponente sein.» Als Beispiele nannte Olle die Fertigung von Karosserieteilen, Antriebskomponenten, aber auch Fahrzeug- und Assistenzsystemen.
Die Absatzschwäche der deutschen Auto-Industrie und der Wandel hin zur Elektromobilität trifft viele Zulieferbetriebe. Jobabbau ist die Folge. Dagegen verzeichnet die Rüstungsindustrie wegen internationaler Konflikte wie den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine starke Zuwächse und expandiert.
So hat etwa der Konzern KNDS das frühere Waggonwerk in Görlitz übernommen, um dort Panzerteile zu produzieren. Die Auto-Industrie hat ebenfalls Rüstungsprojekte im Blick, um Überkapazitäten abzubauen. So sucht Volkswagen eine Zukunft für sein Werk im niedersächsischen Osnabrück und führt dazu nach eigenen Angaben auch Gespräche mit Rüstungsunternehmen.
Sonderfahrzeuge, Panzerung, Elektronik
Schon heute sind etliche Unternehmen der Automobilbranche für Rüstung tätig, wie die Analyse belegt, die Olle im Auftrag des Verbandes Automotive Thüringen erstellt hat. Dabei wurden bundesweit 150 Zulieferer der Rüstungsindustrie näher analysiert.
Mehr als 40 davon seien der weitgefächerten Zulieferstruktur der Automobilindustrie zuzuordnen: von Metallbearbeitung über die Kunststoff-, Glas- und Keramikindustrie bis hin zu IT- und Ingenieurdienstleistungen. Das zeige, dass heute Unternehmen der Automobilbranche und ihre Zulieferindustrien bereits in beachtlichem Umfang für den sogenannten Defence-Bereich tätig seien, heißt es in der Studie.
Die Auto-Branche biete technologisch viele Anknüpfungspunkte gerade mit Blick auf Produkte, die zivil und militärisch genutzt werden können, erklärte Olle. Zudem gehe es bei Rüstungsaufträgen um kleinere Stückzahlen. Das biete auch kleinen und mittleren Unternehmen die Chance, hier als Zulieferer aktiv zu werden.
Doch gibt es dabei Hürden, wie Olle erklärt. Die Rüstungsindustrie sei für viele interessierte Zulieferer Neuland – mit anderen Strukturen, Auftraggebern, Geschäftsmodellen und Anforderungen. Erfolgversprechend sei vor allem, Teile oder Komponenten an Rüstungsunternehmen zu liefern oder sich mit Unternehmen zusammenzutun, die schon in diesem Bereich tätig sind.
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„Zeit für große und schwierige Entscheidungen“ – EP-Präsidentin Metsola drängt auf Tempo bei Wettbewerbsfähigkeit und EU-Reform
Weniger Bürokratie in allen Branchen, echte Autonomie bei der Verteidigung: Bei ihrem Berlin-Besuch am 16. und 17. März hat EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola für mutige Reformen geworben und die Führungsrolle Deutschlands betont.
Die Stärke Europas in der Welt hänge neben dessen militärischer Verteidigungsfähigkeit gleichermaßen von seiner Wirtschaftskraft ab, sagte Roberta Metsola am Dienstag in ihrer Eröffnungsrede der „Europe 2026“-Konferenz in Berlin mit Blick auf die geopolitische Lage und den anstehenden EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs am 19. und 20. März in Brüssel: „Sicherheit und Wohlstand gingen schon immer Hand in Hand.“
Auf dem Programm standen außerdem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz, Justiz- und Verbraucherschutzministerin Stefanie Hubig und Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, ein Austausch mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie sowie eine Townhall-Diskussion mit Studierenden.
Europa wieder wettbewerbsfähig machen
Im Mittelpunkt des Berlin-Besuchs der Präsidentin stand die Frage der europäischen Wettbewerbsfähigkeit – ein Thema, das auch den kommenden EU-Gipfel prägen wird. Das Europäische Parlament trage seinen Teil bei und arbeite an der Entbürokratisierung, um die Wirtschaft zu stärken, erklärte Metsola:
„Zu oft müssen sich Unternehmen in Europa Schicht um Schicht durch Regeln kämpfen, die sie verlangsamen und ihnen Innovationen und Investitionen erschweren. Die Regeln zu vereinfachen, bedeutet nicht, Standards zu senken. Es bedeutet anzuerkennen, dass wir unseren eigenen Unternehmen das Leben schwerer machen als allen anderen, wenn wir immer neue Regeln auf bestehende stapeln, ohne zu bedenken, wie sie in der realen Welt funktionieren.“
Europäische Champions aufbauen mit einer Spar- und Investitionsunion
„Europa muss außerdem in die Industrien investieren, die die Zukunft prägen werden, sei es künstliche Intelligenz, fortschrittliche Fertigung, saubere Technologien oder digitale Innovation, denn wir wissen, dass diese Sektoren das Wachstum der nächsten Generation bestimmen werden“, so Präsidentin Metsola.
„Doch dafür brauchen wir Investitionen. Jedes Jahr legen europäische Haushalte enorme Summen zurück – Billionen von Euro. Doch zu viel dieses Geldes liegt ungenutzt auf Sparkonten, statt europäische Unternehmen und europäische Ideen zu unterstützen. Deshalb ist der Aufbau einer echten Spar- und Investitionsunion eines der wichtigsten Dinge, die wir jetzt tun können. Europäische Ersparnisse sollten helfen, die nächste Generation europäischer Champions aufzubauen.“
Verantwortung für unsere Verteidigung übernehmen
Die Europäerinnen und Europäer verstehen, dass die Verantwortung für die Verteidigung unseres Kontinents bei uns selbst liegt, so Metsola. Gleichzeitig verwies sie auf Herausforderungen und Ineffizienzen:
„Es kann nicht sein, dass Europa 178 verschiedene Waffensysteme hat, während die Vereinigten Staaten nur 30 besitzen. Mit diesem Maß an Fragmentierung versucht Europa, sich mit einer Hand auf dem Rücken gefesselt zu verteidigen.“
Zur aktuellen Situation im Nahen Osten erklärte die Präsidentin:
„Die Eskalation des iranischen Regimes, insbesondere gegenüber den Golfstaaten, ist inakzeptabel und wird weitreichende Konsequenzen haben. Das iranische Regime treibt die Energiepreise bereits wieder nach oben und erinnert uns daran, wie schnell Ereignisse in weit entfernten Regionen direkt europäische Haushalte und die europäische Industrie erreichen können. Wir dürfen bei alldem das iranische Volk nicht vergessen. Mehr als 90 Millionen Iranerinnen und Iraner kämpfen seit 47 Jahren für Freiheit.“
Große Sprünge wagen für Europa
„Es ist Zeit für große, mutige und schwierige Entscheidungen. Kleine Schritte reichen in der heutigen Welt nicht mehr aus. Europa muss sich anpassen, schneller handeln und zeigen, dass unsere Lebensweise und unsere europäischen Werte unsere Zukunft in einer turbulenten Welt ebenso prägen können, wie sie unsere Vergangenheit geprägt haben.“
„Die Führung, die wir derzeit hier in Deutschland sehen, ist wichtig. Bundeskanzler Merz hat deutlich gemacht, dass Europa sich nicht einfach treiben lassen kann, während sich die Welt um uns herum verändert. Seine Entscheidungen zu Verteidigung, Wettbewerbsfähigkeit und Reformen geben den Ton für Europa an.“
Pressekontakt: Philipp BAUER Pressereferent | Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments in Deutschland + 49 (0)30 2280 1025 + 49 (0)171 801 8603 philipp.bauer@ep.europa.eupresse-berlin@europarl.europa.eu @EPinDeutschland Thilo KUNZEMANN Pressereferent | Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments in Deutschland + 49 (0)30 2280 1030 + 49 (0)171 388 47 75 thilo.kunzemann@ep.europa.eupresse-berlin@europarl.europa.eu @EPinDeutschland
Weiteres Material: www.presseportal.de Quelle: Europäisches Parlament
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„Zeit für große und schwierige Entscheidungen“ – EP-Präsidentin Metsola drängt auf Tempo bei Wettbewerbsfähigkeit und EU-Reform
Weniger Bürokratie in allen Branchen, echte Autonomie bei der Verteidigung: Bei ihrem Berlin-Besuch am 16. und 17. März hat EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola für mutige Reformen geworben und die Führungsrolle Deutschlands betont.
Die Stärke Europas in der Welt hänge neben dessen militärischer Verteidigungsfähigkeit gleichermaßen von seiner Wirtschaftskraft ab, sagte Roberta Metsola am Dienstag in ihrer Eröffnungsrede der „Europe 2026“-Konferenz in Berlin mit Blick auf die geopolitische Lage und den anstehenden EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs am 19. und 20. März in Brüssel: „Sicherheit und Wohlstand gingen schon immer Hand in Hand.“
Auf dem Programm standen außerdem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz, Justiz- und Verbraucherschutzministerin Stefanie Hubig und Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, ein Austausch mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie sowie eine Townhall-Diskussion mit Studierenden.
Europa wieder wettbewerbsfähig machen
Im Mittelpunkt des Berlin-Besuchs der Präsidentin stand die Frage der europäischen Wettbewerbsfähigkeit – ein Thema, das auch den kommenden EU-Gipfel prägen wird. Das Europäische Parlament trage seinen Teil bei und arbeite an der Entbürokratisierung, um die Wirtschaft zu stärken, erklärte Metsola:
„Zu oft müssen sich Unternehmen in Europa Schicht um Schicht durch Regeln kämpfen, die sie verlangsamen und ihnen Innovationen und Investitionen erschweren. Die Regeln zu vereinfachen, bedeutet nicht, Standards zu senken. Es bedeutet anzuerkennen, dass wir unseren eigenen Unternehmen das Leben schwerer machen als allen anderen, wenn wir immer neue Regeln auf bestehende stapeln, ohne zu bedenken, wie sie in der realen Welt funktionieren.“
Europäische Champions aufbauen mit einer Spar- und Investitionsunion
„Europa muss außerdem in die Industrien investieren, die die Zukunft prägen werden, sei es künstliche Intelligenz, fortschrittliche Fertigung, saubere Technologien oder digitale Innovation, denn wir wissen, dass diese Sektoren das Wachstum der nächsten Generation bestimmen werden“, so Präsidentin Metsola.
„Doch dafür brauchen wir Investitionen. Jedes Jahr legen europäische Haushalte enorme Summen zurück – Billionen von Euro. Doch zu viel dieses Geldes liegt ungenutzt auf Sparkonten, statt europäische Unternehmen und europäische Ideen zu unterstützen. Deshalb ist der Aufbau einer echten Spar- und Investitionsunion eines der wichtigsten Dinge, die wir jetzt tun können. Europäische Ersparnisse sollten helfen, die nächste Generation europäischer Champions aufzubauen.“
Verantwortung für unsere Verteidigung übernehmen
Die Europäerinnen und Europäer verstehen, dass die Verantwortung für die Verteidigung unseres Kontinents bei uns selbst liegt, so Metsola. Gleichzeitig verwies sie auf Herausforderungen und Ineffizienzen:
„Es kann nicht sein, dass Europa 178 verschiedene Waffensysteme hat, während die Vereinigten Staaten nur 30 besitzen. Mit diesem Maß an Fragmentierung versucht Europa, sich mit einer Hand auf dem Rücken gefesselt zu verteidigen.“
Zur aktuellen Situation im Nahen Osten erklärte die Präsidentin:
„Die Eskalation des iranischen Regimes, insbesondere gegenüber den Golfstaaten, ist inakzeptabel und wird weitreichende Konsequenzen haben. Das iranische Regime treibt die Energiepreise bereits wieder nach oben und erinnert uns daran, wie schnell Ereignisse in weit entfernten Regionen direkt europäische Haushalte und die europäische Industrie erreichen können. Wir dürfen bei alldem das iranische Volk nicht vergessen. Mehr als 90 Millionen Iranerinnen und Iraner kämpfen seit 47 Jahren für Freiheit.“
Große Sprünge wagen für Europa
„Es ist Zeit für große, mutige und schwierige Entscheidungen. Kleine Schritte reichen in der heutigen Welt nicht mehr aus. Europa muss sich anpassen, schneller handeln und zeigen, dass unsere Lebensweise und unsere europäischen Werte unsere Zukunft in einer turbulenten Welt ebenso prägen können, wie sie unsere Vergangenheit geprägt haben.“
„Die Führung, die wir derzeit hier in Deutschland sehen, ist wichtig. Bundeskanzler Merz hat deutlich gemacht, dass Europa sich nicht einfach treiben lassen kann, während sich die Welt um uns herum verändert. Seine Entscheidungen zu Verteidigung, Wettbewerbsfähigkeit und Reformen geben den Ton für Europa an.“
Pressekontakt: Philipp BAUER Pressereferent | Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments in Deutschland + 49 (0)30 2280 1025 + 49 (0)171 801 8603 philipp.bauer@ep.europa.eupresse-berlin@europarl.europa.eu @EPinDeutschland Thilo KUNZEMANN Pressereferent | Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments in Deutschland + 49 (0)30 2280 1030 + 49 (0)171 388 47 75 thilo.kunzemann@ep.europa.eupresse-berlin@europarl.europa.eu @EPinDeutschland
Weiteres Material: www.presseportal.de Quelle: Europäisches Parlament