Autor: Stojancho Gjorgjiev

  • Maschinenbauer Hermle legt 2025 dank Großaufträgen zu

    Wegen vieler neuer Aufträge im zweiten Halbjahr hat sich das Geschäft des Maschinenbauers Berthold Hermle 2025 besser entwickelt als erwartet. Die umfangreichen neuen Bestellungen kamen aus dem Ausland, teilweise von Start-up-Unternehmen, wie das Unternehmen aus Gosheim im Landkreis Tuttlingen mitteilte. Damit habe man die deutlich gesunkene Inlandsnachfrage mehr als ausgleichen können. 

    Der Auftragseingang des Werkzeugmaschinen- und Automationsspezialisten stieg im vergangenen Jahr demnach um 5,9 Prozent auf 483,8 Millionen Euro. Da die neuen Projekte bis Ende 2025 abgearbeitet worden seien, habe sich auch der Umsatz deutlich besser entwickelt, als zu Jahresbeginn erwartet. Dieser stieg leicht auf rund 492 Millionen Euro. 

    Trotz Endspurt: Gewinn geht deutlich zurück

    Das Betriebsergebnis sackte um 18,9 Prozent auf 69,2 Millionen Euro ab. Der Wert habe aber nicht nur die Prognose zu Jahresbeginn übertroffen, sondern auch die wegen der besseren Auslastung nach oben korrigierte Erwartung. 

    Im ersten Halbjahr – also vor den Großaufträgen – waren die Kapazitäten bei Hermle nicht gut ausgelastet. Beschäftigte waren auch in Kurzarbeit. Als weitere Gründe für den Rückgang nannte der Mittelständler unter anderem den gestiegenen Preis- und Wettbewerbsdruck, hohe Personal- und Energiekosten sowie Währungseffekte. Unter dem Strich blieb ein Überschuss von 51,4 Millionen Euro übrig (minus 22 Prozent). 

    Vorsichtiger Ausblick auf 2026

    Für 2026 zeigt sich das Unternehmen vorsichtig optimistisch. Im besten Fall könne der Umsatz um rund zehn Prozent steigen. Bei ungünstigem Verlauf sei aber auch ein Rückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich möglich. Das Betriebsergebnis könnte im positiven Szenario annähernd das Vorjahresniveau erreichen, im negativen Fall jedoch um bis zu 50 Prozent sinken. Die Folgen des Iran-Kriegs seien nicht abschätzbar und daher nicht in der Prognose enthalten.

    Hermle stellt vor allem Fräsmaschinen und Bearbeitungszentren her. Das sind computergesteuerte Maschinen, mit denen zum Beispiel Metallteile sehr exakt gefräst werden können. Zum Einsatz kommen sie in Branchen wie der Luft- und Raumfahrt, der Medizintechnik, der Elektronik- und Chipindustrie sowie dem Maschinenbau und der Automobilindustrie.

  • Mutmaßlicher Russland-Spion in Berlin festgenommen

    Die Bundesanwaltschaft hat in Berlin einen mutmaßlichen Spion festnehmen lassen, der für Russland tätig gewesen sein soll. Der Mann soll «spätestens seit Mai 2025 von Deutschland aus fortlaufend in Kontakt zu einem russischen Geheimdienst» gestanden haben, wie die Karlsruher Behörde mitteilte.

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  • EU: Facebook und Instagram schützen Kinder nicht ausreichend

    Facebook und Instagram schützen Kinder nach vorläufigen Ermittlungsergebnissen der EU-Kommission nicht ausreichend vor den Gefahren ihrer Angebote. Die Brüsseler Internetwächter verlangen von den Plattformen, das selbst in den Nutzungsbedingungen festgelegte Mindestalter von 13 Jahren durchzusetzen, ansonsten droht dem Mutterkonzern Meta unter Leitung von Mark Zuckerberg laut Mitteilung eine empfindliche Strafe.

  • Ifo: Material für deutsche Industrie wird knapper

    Die deutschen Industrieunternehmen erhalten infolge des Iran-Kriegs immer weniger Material. Der Anteil der Unternehmen, die im April über Beschaffungsengpässe klagten, lag bei 13,8 Prozent – mehr als doppelt so viel wie noch im Januar (5,8 Prozent), wie das Ifo-Institut in einer Umfrage ermittelte.

    «Die Lieferketten geraten spürbar unter Druck», sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. «Der Konflikt im Nahen Osten und die Einschränkungen im Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wirken sich zunehmend auf die Versorgung mit Vorprodukten aus.»

    Zunehmend knapp wird es demnach vor allem in Branchen, die stark von ölbasierten und energieintensiven Vorprodukten abhängig sind. So war in der chemischen Industrie fast ein Drittel (31,1 Prozent) der Unternehmen von Materialmangel betroffen. 

    Straße von Hormus als Nadelöhr im Welthandel 

    Bei den Herstellern von Gummi- und Kunststoffwaren stieg der Anteil deutlich auf knapp ein Viertel (22,9 Prozent). Der Maschinenbau sowie Hersteller elektrischer Ausrüstungen spürten die Knappheit ebenso wie die Automobilindustrie. 

    «Die aktuellen Entwicklungen zeigen, wie stark die Industrie von globalen Rohstoff- und Energielieferungen abhängt», sagte Wohlrabe. Durch die Straße von Hormus zwischen Iran und Oman wird normalerweise rund ein Fünftel des globalen Ölangebots transportiert. Die Meerenge ist seit Wochen wegen des Iran-Kriegs weitgehend blockiert. «Gerade bei petrochemischen Vorprodukten können sich Störungen sehr schnell in der gesamten Wertschöpfungskette bemerkbar machen», betonte das Ifo.

  • Trump attackiert Merz: «Hat keine Ahnung, wovon er spricht!»

    Nach deutlicher Kritik von Bundeskanzler Friedrich Merz an der US-Offensive gegen den Iran hat US-Präsident Donald Trump ihn massiv verbal angegriffen. «Er hat keine Ahnung, wovon er spricht!», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

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  • Schlepper übernimmt Barge mit gestrandetem Wal

    Ein Schlepper hat die Barge mit dem an der Ostseeküste gestrandeten Buckelwal übernommen. Auf Livestreams war zu sehen, wie der mit Wasser gefüllte Lastkahn, mit dem der Wal in die Nordsee gebracht werden soll, von kleineren Booten aus der Kirchsee der Insel Poel heraus in die Wismarbucht zu dem Schlepper «Robin Hood» gebracht und von diesem auf den Haken genommen wurde.

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