Autor: Stojancho Gjorgjiev

  • McKinsey: Europa hat billionenschwere Investitionslücke

    Um Europa zu mehr Wirtschaftswachstum zu verhelfen, sind nach Einschätzung der Unternehmensberatung McKinsey billionenschwere Investitionen und mehr herausragende Firmen nötig. Das zeigt eine neue Analyse von McKinsey, die heute auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos vorgestellt werden soll.

    Habe der frühere EZB-Präsident Mario Draghi 2024 in seinem vielzitierten Bericht zur Wettbewerbsfähigkeit der EU den jährlichen Investitionsbedarf auf 800 Milliarden Euro beziffert, liege die Summe nun um die Hälfte höher: Stattdessen seien jährlich 1,2 Billionen Euro öffentliche und private Investitionen über die nächsten fünf Jahre nötig, schreibt McKinsey mit Verweis auf jüngste Schätzungen. Grund sei steigende Rüstungsausgaben.

    McKinsey: Nur wenige Unternehmen treiben das Wachstum

    Untersuchungen des McKinsey Global Institute zeigten, dass das nationale Produktivitätswachstum auf wenige ambitionierte Unternehmen zurückgehe. Bei einer Stichprobe habe man herausgefunden, dass mehr als zwei Drittel des Produktivitätswachstums in den USA zwischen 2011 und 2019 von 44 herausragenden Unternehmen getragen wurde. Übertragen auf Deutschland waren demnach 13 herausragende Firmen für zwei Drittel des Produktivitätswachstums verantwortlich.

    Um die Wirtschaft anzukurbeln und gegenüber den USA und China aufzuholen, müsse Europa nicht nur ambitionierte Unternehmen – darunter potenzielle Zukunftsfirmen in der Wachstumsphase – stärker fördern. In den vergangenen fünf Jahren hätten US-Unternehmen 2 Billionen Euro mehr in digitale Technologien investiert als die europäische Konkurrenz. Und in traditionellen Fertigungsindustrien investiere China dreimal so viel wie Europa. 

    Europa droht lange Flaute

    McKinsey zählt zehn Handlungsfelder für den öffentlichen Sektor auf, darunter ein radikal vereinfachter Rechtsrahmen in der EU für innovative Firmen («28th Regime») und eine investitionsfreundliche Haltung bei Übernahmen in Europa. Auch könnten Regierungen als Großkunden neue Märkte und Einnahmequellen erschließen.

    Unternehmen müssten mutig handeln und fünf strategische Schritte ergreifen, darunter der Ausbau der produktivsten Geschäftsmodelle oder Technologien, die Verlagerung der Portfolios hin zu den produktivsten und wachstumsstärksten Geschäftsbereichen und der Aufbau von Größenvorteilen.

    Europa drohe ein weiteres Jahrzehnt mit einem schwachen Wirtschaftswachstum von rund einem Prozent, warnt McKinsey. Das sei aber keinesfalls unvermeidlich. So hätten die ausländischen Direktinvestitionen in Europa deutlich angezogen und Finanzinvestoren Milliardeninvestitionen zugesagt. Wenn Unternehmen unterstützt vom öffentlichen Sektor darauf aufbauten und bei Investitionen mit ihren US-Pendants gleichzögen, könne Europa das Wachstum verdoppeln.

  • McKinsey: Europa hat billionenschwere Investitionslücke

    Um Europa zu mehr Wirtschaftswachstum zu verhelfen, sind nach Einschätzung der Unternehmensberatung McKinsey billionenschwere Investitionen und mehr herausragende Firmen nötig. Das zeigt eine neue Analyse von McKinsey, die heute auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos vorgestellt werden soll.

    Habe der frühere EZB-Präsident Mario Draghi 2024 in seinem vielzitierten Bericht zur Wettbewerbsfähigkeit der EU den jährlichen Investitionsbedarf auf 800 Milliarden Euro beziffert, liege die Summe nun um die Hälfte höher: Stattdessen seien jährlich 1,2 Billionen Euro öffentliche und private Investitionen über die nächsten fünf Jahre nötig, schreibt McKinsey mit Verweis auf jüngste Schätzungen. Grund sei steigende Rüstungsausgaben.

    McKinsey: Nur wenige Unternehmen treiben das Wachstum

    Untersuchungen des McKinsey Global Institute zeigten, dass das nationale Produktivitätswachstum auf wenige ambitionierte Unternehmen zurückgehe. Bei einer Stichprobe habe man herausgefunden, dass mehr als zwei Drittel des Produktivitätswachstums in den USA zwischen 2011 und 2019 von 44 herausragenden Unternehmen getragen wurde. Übertragen auf Deutschland waren demnach 13 herausragende Firmen für zwei Drittel des Produktivitätswachstums verantwortlich.

    Um die Wirtschaft anzukurbeln und gegenüber den USA und China aufzuholen, müsse Europa nicht nur ambitionierte Unternehmen – darunter potenzielle Zukunftsfirmen in der Wachstumsphase – stärker fördern. In den vergangenen fünf Jahren hätten US-Unternehmen 2 Billionen Euro mehr in digitale Technologien investiert als die europäische Konkurrenz. Und in traditionellen Fertigungsindustrien investiere China dreimal so viel wie Europa. 

    Europa droht lange Flaute

    McKinsey zählt zehn Handlungsfelder für den öffentlichen Sektor auf, darunter ein radikal vereinfachter Rechtsrahmen in der EU für innovative Firmen («28th Regime») und eine investitionsfreundliche Haltung bei Übernahmen in Europa. Auch könnten Regierungen als Großkunden neue Märkte und Einnahmequellen erschließen.

    Unternehmen müssten mutig handeln und fünf strategische Schritte ergreifen, darunter der Ausbau der produktivsten Geschäftsmodelle oder Technologien, die Verlagerung der Portfolios hin zu den produktivsten und wachstumsstärksten Geschäftsbereichen und der Aufbau von Größenvorteilen.

    Europa drohe ein weiteres Jahrzehnt mit einem schwachen Wirtschaftswachstum von rund einem Prozent, warnt McKinsey. Das sei aber keinesfalls unvermeidlich. So hätten die ausländischen Direktinvestitionen in Europa deutlich angezogen und Finanzinvestoren Milliardeninvestitionen zugesagt. Wenn Unternehmen unterstützt vom öffentlichen Sektor darauf aufbauten und bei Investitionen mit ihren US-Pendants gleichzögen, könne Europa das Wachstum verdoppeln.

  • Bischofskonferenz: Bätzing kandidiert nicht für Wiederwahl

    Georg Bätzing steht für eine zweite Amtszeit als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz nicht zur Verfügung. Das teilte die Bischofskonferenz in Bonn mit.

  • Mindestens 21 Tote bei Zugunglück in Spanien

    Bei dem schweren Eisenbahnunglück im Süden Spaniens sind mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Außerdem gebe es etwa 25 Schwerverletzte, berichtete der staatliche TV-Sender RTVE unter Berufung auf die Polizeieinheit Guardia Civil.

  • Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen: Freisprüche

    Im Prozess um das Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen mit fünf Toten hat das Landgericht München II die beiden Angeklagten freigesprochen. Das entschied das Gericht am Montag.

  • Kind stirbt bei Unfall in Berliner Kita

    Ein Kind ist in einer Berliner Kita bei einem Unfall gestorben. Es sei von einem schweren Gegenstand, vermutlich einer Tür, erschlagen worden, sagte ein Polizeisprecher.

  • Mindestens fünf Tote bei Zugunglück in Spanien

    Mindestens fünf Menschen sind im Süden Spaniens bei einem schweren Eisenbahnunglück ums Leben gekommen. Bei dem Unfall unweit der Gemeinde Adamuz in der andalusischen Provinz Córdoba sind zwei Hochgeschwindigkeitszüge entgleist, wie die Polizeieinheit Guardia Civil der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

  • Alvarez & Marsal veröffentlicht aktuellen Activist Alert: Aktivistische Investoren bei deutschen Unternehmen zunehmend skeptisch

    N.Y./München (ots)

    • Die Zahl aktivistischer Kampagnen in Europa sinkt 2025 von 174 auf 133 im Vergleich zum Vorjahr.
    • Der Anteil in Deutschland fällt von 24 % auf 17 %.
    • Der Markt zögert 2025 und sortiert sich angesichts zahlreicher disruptiver Faktoren neu.
    • Aktivismus wird 2026 auch in Deutschland wieder Fahrt aufnehmen.

    Alvarez & Marsal, (A&M), eines der weltweit führenden Beratungsunternehmen, hat die neueste Ausgabe seines A&M Activist Alert (AAA) mit einer Einordnung der jüngsten Tätigkeit aktivistischer Investoren und einem Ausblick auf 2026 veröffentlicht. Der AAA ist die führende Quelle für die Bewertung von Shareholder-Aktivismus in Europa. Die aktuelle Ausgabe zeigt, dass technologischer Wandel, geopolitische Unsicherheiten und makroökonomische Volatilität das Umfeld für Aktivismus in Deutschland und Europa im Jahr 2025 spürbar verändert haben.

    Der aktuelle A&M Activist Alert (AAA) verzeichnet einen deutlichen Rückgang bei der Gesamtzahl aktivistischer Kampagnen in Europa. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 133 Kampagnen registriert, im Jahr 2024 waren es hingegen noch 174. Gleichzeitig nimmt der Anteil von US-Fonds als Initiatoren zum fünften Mal in Folge von 33 % auf nun 41 % zu.

    Einer der wesentlichen Gründe für den allgemeinen Rückgang der Aktivität ist die anhaltende Unsicherheit rund um die internationale Zollpolitik, die viele Investoren zu einer zurückhaltenderen Vorgehensweise veranlasste. Regional verlagerte sich der Fokus der Aktivisten deutlich auf das Vereinigte Königreich. 41 % aller europäischen Kampagnen, insgesamt 39 Fälle, entfielen auf britische Unternehmen. Damit bleibt das Vereinigte Königreich der mit Abstand wichtigste Zielmarkt für aktivistische Investoren in Europa.

    Patrick Siebert, Managing Director und Co-Head von A&M Deutschland, erklärt die Entwicklung: „Mit dem Anstieg der M&A-Aktivität in den USA hat auch das Engagement aktivistischer Investoren dort spürbar zugenommen. In Europa bleibt das Vereinigte Königreich der zentrale Markt für Aktivismus. Dies wird bedingt durch moderat bewertete Aktienkurse, die britische Unternehmen besonders attraktiv für Investoren machen. Deutschland und die Schweiz folgen auf den Plätzen zwei und drei der aktivsten Märkte für aktivistische Investoren.“

    Deutschland stand 2025 weniger im Fokus

    Der Fokus aktivistischer Investoren auf Deutschland hat 2025 spürbar nachgelassen. Zwar verzeichnete Deutschland weiterhin die zweithöchste Anzahl aktivistischer Kampagnen in Europa, der Anteil an der Gesamtzahl ging aber von 24 % im Jahr 2024 auf 17 % im Jahr 2025 deutlich zurück. Ausschlaggebend für diese Entwicklung waren vor allem geopolitische Spannungen, internationale Handels- und Zollkonflikte sowie Chinas zunehmende Positionierung entlang der industriellen Wertschöpfungskette. Diese Faktoren betreffen insbesondere in Deutschland stark vertretene Industriesektoren wie die Automobilindustrie oder den Anlagen- und Maschinenbau und erhöhen die Unsicherheit für Investoren.

    Gleichzeitig eröffnen solche Rahmenbedingungen zwar grundsätzlich Chancen für aktivistische Engagements, erhöhen jedoch auch das Risiko, frühzeitig in strukturell belastete Geschäftsmodelle zu investieren. Entsprechend agieren Aktivisten derzeit selektiver und vorsichtiger.

    Patrick Siebert ordnet ein: „Während deutsche Unternehmen lange Exportweltmeister waren, übernimmt China heute zunehmend zentrale Teile der industriellen Wertschöpfung selbst. Diese Entwicklung macht aktivistische Investoren vorsichtiger: Sie engagieren sich nur dort, wo sie klare Schwächen erkennen, und realistische Chancen sehen, durch ihren Einfluss nachhaltig Wert zu schaffen. In vielen Fällen erscheint der Wettbewerbsdruck aus China jedoch zu groß. Besonders betroffen sind exportorientierte Branchen wie die Automobilindustrie, Zulieferer sowie der Anlagen- und Maschinenbau.“

    2026 kommt auch in Deutschland die Kehrtwende

    Für 2026 rechnen die Experten von A&M mit einer vorübergehenden Zurückhaltung aktivistischer Investoren in Deutschland. In den ersten sechs bis neun Monaten dürften Kampagnen weiter zurückgehen. Eine Trendwende erwartet A&M im zweiten Halbjahr, wenn klarer wird, wie Unternehmen auf aktuelle Herausforderungen reagieren. Insgesamt werden derzeit sieben deutsche Unternehmen mit einem hohen Risiko bewertet, innerhalb der nächsten sechs bis zwölf Monate zum Ziel aktivistischer Investoren zu werden, und weitere 19 Unternehmen könnten in den folgenden zwölf bis 18 Monaten ins Visier geraten.

    „KI-Strategien rücken zunehmend in den Fokus aktivistischer Investoren“, sagt Patrick Siebert. „Entscheidend ist hier nicht, ob über KI gesprochen wird, sondern ob sie messbar zur Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit beiträgt. 2026 wird das zur Kernfrage für viele Unternehmen.“

    Die Atempause ist vorbei

    Schon 2025 verlagerte sich Aktivismus zunehmend ins Verborgene und statt lauter Kampagnen setzen Investoren verstärkt auf diskrete Einflussnahme. Dabei nutzen sie auch unter der Meldeschwelle jede Gelegenheit, an Einfluss zu gewinnen.

    Nach einer Phase der Zurückhaltung infolge wirtschaftlicher Unsicherheit und geopolitischer Risiken zeigt sich nun, dass die Aktivität wieder deutlich zunimmt. Steigende M&A-Dynamik und mehr öffentliche Kampagnen deuten auf einen erneuten Aufschwung des Shareholder-Aktivismus in Europa hin.

    Den vollständigen Report und die Berichte aus den Vorjahren finden Sie unter diesem Link.

    Hinweis zum aktuellen A&M Activist Alert:

    Das Activist Alert-Modell von A&M umfasst detaillierte Analysen börsennotierter Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von mindestens 200 Millionen Euro und Sitz in Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Skandinavien, der Schweiz, den Benelux-Ländern, Italien und Spanien. Insgesamt wurden 1.543 europäische Unternehmen analysiert und ihre Performance mit 4.378 globalen Wettbewerbern verglichen. A&M analysiert jedes Unternehmen anhand von 49 quantitativen und qualitativen Variablen, die aus öffentlich zugänglichen Daten abgeleitet wurden. Auf dieser Basis bewertet A&M die relative Performance eines Unternehmens im Vergleich zu seinen globalen Wettbewerbern in derselben Branche.

    Über Alvarez & Marsal

    Alvarez & Marsal wurde 1983 gegründet und ist ein weltweit führendes Unternehmen für professionelle Dienstleistungen. Das Unternehmen ist bekannt für seine Führungsqualität, sein engagiertes, ergebnisorientiertes Handeln – Leadership, Action, Results und bietet Beratungs-, Leistungsverbesserungs- und Turnaround-Management-Services an. Alvarez & Marsal liefert praktische Lösungen für die individuellen Herausforderungen seiner Kunden. Mit seinem weltweiten Netzwerk von erfahrenen Mitarbeitern, erstklassigen Beratern sowie Experten mit langjähriger Erfahrung in Aufsichtsbehörden und Industrieunternehmen unterstützt Alvarez & Marsal Unternehmen, Vorstände, Private-Equity-Unternehmen, Anwaltskanzleien und Regierungsbehörden dabei, ihre Transformation voranzutreiben, Risiken zu minimieren und in jeder Wachstumsphase Mehrwert zu schaffen.

    Um mehr zu erfahren, besuchen Sie AlvarezandMarsal.com und folgen Sie uns auf LinkedIn, auf X und auf Facebook.

    Pressekontakt:
    PR-Agentur:
    HBI Communication Helga Bailey GmbH
    Corinna Voss M.D./Partner
    aandm@hbi.de
    
    Unternehmenskontakt:
    Alvarez & Marsal
    Jutta Bamberger
    Director Go To Market Germany
    jbamberger@alvarezandmarsal.com
    Weiteres Material: www.presseportal.de
    Quelle:            Alvarez & Marsal
  • IWF rechnet mit stärkerem Wachstum der deutschen Wirtschaft

    Die deutsche Wirtschaft wird im laufenden Jahr nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) stärker wachsen als bislang angenommen. 2026 dürfte das Plus bei 1,1 Prozent liegen und damit 0,2 Prozentpunkte höher ausfallen als noch im Oktober prognostiziert, wie der IWF mit Sitz in Washington mitteilte.

  • IWF rechnet mit stärkerem Wachstum der deutschen Wirtschaft

    Die deutsche Wirtschaft wird im laufenden Jahr nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) stärker wachsen als bislang angenommen. 2026 dürfte das Plus bei 1,1 Prozent liegen und damit 0,2 Prozentpunkte höher ausfallen als noch im Oktober prognostiziert, wie der IWF mit Sitz in Washington mitteilte.