Autor: Stojancho Gjorgjiev

  • Metallbetriebe beklagen Bewerbermangel in der Ausbildung

    Die überwältigende Mehrheit der norddeutschen Metall- und Elektrobetriebe erhält einer Umfrage zufolge zu wenige Bewerbungen auf Ausbildungsplätze. Das geht aus der «Ausbildungsumfrage 2025/2026» der Arbeitgeberverbände Nordmetall und AGV Nord hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 

    Demnach klagten 82 Prozent der Betriebe, sie könnten Ausbildungsplätze etwa nicht besetzen, weil es zu wenige Bewerbungen gebe. Im Vergleich zur zurückliegenden Umfrage 2023 hat sich das Problem verschärft: Damals meldeten noch 76 Prozent der Betriebe einen Mangel an Bewerbungen. Gründe der Entwicklung gehen aus einer Mitteilung zur Umfrage nicht hervor.

    Rund 180 Betriebe haben sich beteiligt

    Nordmetall und AGV Nord veröffentlichen die Umfrage alle zwei Jahre. Den Angaben nach beteiligten sich rund 180 Unternehmen aus Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen, dem nordwestlichen Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Die Befragung lief vom 8. Dezember 2025 bis zum 21. Januar. 

    Nordmetall und AGV Nord vereinen nach eigenen Angaben 690 Mitgliedsunternehmen mit mehr als 180.000 Beschäftigten. Zu den Mitgliedern gehören etwa Maschinen- und Schiffbauer, Firmen aus Luftfahrt- und Automobilindustrie sowie Stahlproduzenten. 

    Weniger ungeeignete Bewerbungen, weniger Abbrüche

    Aus Sicht der Betriebe erfreulich ist, dass die Eignung der Ausbildungskandidaten zugenommen hat: Nur ungefähr jeder zweite Betrieb (54 Prozent) klagte über ungeeignete Bewerbungen. 2023 lag der Wert mit 82 Prozent noch deutlich höher. 

    Auch sind Abbrüche der Umfrage nach seltener geworden: Sieben Prozent der Betriebe benannten Ausbildungsabbrüche als ein Problem. Zuvor klagte noch jeder fünfte Betrieb darüber. Thomas Küll, Mitglied der Geschäftsleitung der Verbände, sprach anlässlich der Entwicklungen von einem erfreulichen Signal.

  • Rheinmetall winkt bei VW-Werk Osnabrück ab

    Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat einer möglichen Übernahme des VW-Werks Osnabrück eine Absage erteilt. «Eine Übernahme des Werkes in Osnabrück ist unter den gegebenen Voraussetzungen kein Thema für Rheinmetall», sagte ein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die «Hannoversche Allgemeine Zeitung» darüber berichtet.

    VW sucht derzeit nach einer neuen Verwendung für den Standort, wenn dort 2027 die Pkw-Fertigung ausläuft. Rheinmetall aus Düsseldorf galt bisher als wichtigster Interessent. Dessen Vorstandschef Armin Papperger hat die Fabrik vor einem Jahr besucht und dort auch Möglichkeiten einer weiteren Zusammenarbeit ausgelotet. 

    Der Standort hätte sich nach Angaben des Rheinmetall-Sprechers für den Konzern zur Produktion von sechsrädrigen Radpanzern angeboten. «Hier werden jedoch aktuell keine weiteren Kapazitäten benötigt.» Eine erhöhte Nachfrage gebe es dagegen nach achträdrigen Radpanzern. Um dem gerecht zu werden, weite Rheinmetall stattdessen seine Kapazitäten in Kassel aus.

    Blume will bis Ende 2026 über Zukunft entscheiden

    Erst am Dienstag hatte VW-Chef Oliver Blume angekündigt, bis Ende 2026 über die Zukunft des Werkes Osnabrück zu entscheiden. Zugleich bestätigte er, dass es dort auch Gespräche mit Rüstungsunternehmen gebe. 

    Die Produktion der in Osnabrück gebauten Porsche-Modelle läuft in diesem Jahr aus, Mitte 2027 dann auch die Fertigung des VW T-Roc Cabrios. Das Werk hat rund 2.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

    Osnabrück ist das kleinste VW-Werk. Der Standort war 2009 nach der Insolvenz von Karmann zu VW gekommen. Zuvor war Karmann jahrzehntelang Auftragsfertiger für VW.

  • Reiche: Preiserhöhung an Tankstellen nur noch einmal täglich

    Tankstellen in Deutschland sollen nur noch einmal am Tag ihre Spritpreise erhöhen dürfen. Dieses Modell wolle die Bundesregierung so rasch wie möglich einführen, sagte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) in Berlin.

  • Razzien gegen rechtsextremen Verlag

    In mehreren deutschen Bundesländern sowie Spanien und Polen laufen aktuell Razzien wegen eines rechtsextremen Verlags. Das sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Karlsruhe. Zuvor hatte der rbb berichtet.

  • Deutschland gibt wegen Iran-Kriegs Teil der Ölreserven frei

    Deutschland gibt nach dpa-Informationen einen Teil der nationalen Ölreserven frei. Hintergrund sind die wegen des Iran-Kriegs deutlich gestiegenen Öl- und Spritpreise, die G7-Staaten hatten deshalb über eine Freigabe von Reserven beraten.

  • Deutschland gibt wegen Iran-Kriegs Teil der Ölreserven frei

    Deutschland gibt nach dpa-Informationen einen Teil der nationalen Ölreserven frei. Hintergrund sind die wegen des Iran-Kriegs deutlich gestiegenen Öl- und Spritpreise, die G7-Staaten hatten deshalb über eine Freigabe von Reserven beraten.

  • Bahnstrecke Hamburg-Berlin erst zum 14. Juni komplett fertig

    Die Bahnstrecke Hamburg-Berlin wird nach einer umfassenden Sanierung erst am 14. Juni wieder durchgehend befahrbar sein. Das teilte die Deutsche Bahn mit. Ursprünglich war die vollständige Inbetriebnahme am 1. Mai geplant.

  • Busbrand: Täter hatte laut Polizei wohl psychische Probleme

    Der mutmaßliche Täter des tödlichen Brandes in einem Linienbus in der Schweiz mit sechs Toten hatte nach Angaben der Staatsanwaltschaft wohl psychische Probleme. Der bei dem Feuer gestorbene Schweizer werde als Person beschrieben, die am Rande der Gesellschaft lebte und gestört gewesen sei, sagte ein Vertreter der Staatsanwaltschaft in einer Pressekonferenz.

  • Bundestagspräsidentin Klöckner zu erstem Besuch in Kiew

    Bundestagspräsidentin Julia Klöckner ist zu ihrem ersten Besuch in Kiew eingetroffen. Die CDU-Politikerin möchte dem ukrainischen Parlament die Solidarität Deutschlands im fünften Jahr des russischen Angriffskriegs übermitteln sowie sich über Herausforderungen der Energieversorgung und der Drohnenabwehr informieren.

  • Kommunalwahl in Bayern ausgezählt: CSU verliert, AfD legt zu

    Die CSU hat bei den bayerischen Kommunalwahlen landesweit leichte Verluste hinnehmen müssen: Ihr Stimmenanteil in den Landkreisen und kreisfreien Städten ging im Vergleich zur Wahl 2020 von 34,5 auf nun 32,5 Prozent zurück. Die AfD legte von 4,7 auf 12,2 Prozent zu, vor allem die Grünen fuhren dagegen Verluste ein, wurden aber landesweit zweitstärkste Kraft, wie nach Auszählung der 96 Gremienwahlen beim Statistischen Landesamt im Internet ersichtlich war.