Autor: Stojancho Gjorgjiev

  • Trump verkündet Verlängerung der Waffenruhe im Libanon

    Die aktuell geltende Waffenruhe zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon und Israel soll nach Angaben von US-Präsident Donald Trump um drei Wochen verlängert werden. Das teilte er nach einem Treffen von Vertretern der verfeindeten Nachbarländer Israel und Libanon im Weißen Haus auf seiner Plattform Truth Social mit.

  • Weniger Besucher – Hannover Messe künftig nur noch vier Tage

    Nach einem deutlichen Besucherrückgang in diesem Jahr stellt sich die Hannover Messe neu auf und wird verkürzt. Sie dauert künftig nur noch vier statt fünf Tage, wie die Deutsche Messe AG am letzten Ausstellungstag mitteilte. «Die Hannover Messe entwickelt sich konsequent weiter – fokussierter, effizienter und näher an der Industrie», sagte Messe-Chef Jochen Köckler. 

    Die Konzentration auf die vier besucherstärksten Tage von Montag bis Donnerstag sei ein konsequenter Schritt, sagte der Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen, Benedikt Hüppe. «Eine klare Fokussierung, eine stringente Struktur und eine zukunftsgerichtete Ausrichtung erhöhen die Effizienz für Aussteller und Besucher gleichermaßen.»

    Ernüchternde Bilanz und politische Kritik

    In diesem Jahr kamen rund 110.000 Besucher auf das Messegelände – das waren 13.000 weniger als im Vorjahr. Zudem ging die Zahl der Aussteller um ein Viertel zurück. «Die diesjährige Hannover Messe war kein Aufbruchssignal, sondern ein Stresstest – und dieser fällt ernüchternd aus», sagte der AfD-Landtagsabgeordnete Omid Najafi. Nicht einmal die Hälfte der Messehallen sei belegt gewesen. «Das ist nicht Verdichtung, das ist Rückbau.» 

    Den Besucherrückgang begründete die Messe unter anderem mit Warnstreiks im Flug- und Nahverkehr, die die Anreise erschwert hätten. Rund 40 Prozent der Gäste seien aus dem Ausland gekommen. Im Mittelpunkt standen Künstliche Intelligenz, Automatisierung und Robotik, erstmals auch Rüstung.

    CDU bringt Investor ins Spiel

    Kritik kam auch von der CDU im Landtag. Fraktionschef Sebastian Lechner zeigte sich besorgt um den Messestandort Hannover. Die Messe sei für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes von großer Bedeutung. Niedersachsen hält 50 Prozent der Anteile an der Deutschen Messe AG. 

    Lechner forderte ein Zukunftskonzept für die Messe, auch mit Blick auf ihre Größe. Es müsse geklärt werden, ob die aktuelle Dimension langfristig tragfähig sei oder Anpassungen nötig würden. Zudem sprach er sich für eine Investitions- und Modernisierungsoffensive aus und brachte einen strategischen Investor ins Spiel, der neben Kapital auch Know-how einbringe. 

    Der Landesregierung warf er vor, nicht entschlossen genug zu handeln. «Auf mich wirkt es so, dass es noch keine Grundsatzentscheidung gibt, wo die Messe hin will», sagte Lechner.

    Regierung betont Erfolg – und Handlungsbedarf

    Die Landesregierung widersprach der Kritik. Politisch sei die Messe ein «voller Erfolg» gewesen, sagte ein Regierungssprecher. Als Beleg verwies er unter anderem auf den Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und des Präsidenten des Partnerlands Brasilien, Luiz Inácio Lula da Silva, sowie auf zahlreiche Gespräche zu internationalen Handelsbeziehungen.

    Zugleich räumte die Landesregierung ein, dass wirtschaftliche Herausforderungen sich negativ auf die Zahl der Besucher und Aussteller ausgewirkt hätten. Themen wie ein Zukunftskonzept und die weitere Ausrichtung der Messe würden im Aufsichtsrat der Messegesellschaft beraten, sagte der Regierungssprecher. Im Aufsichtsrat sitzen unter anderem Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne (SPD) und Umweltminister Christian Meyer (Grüne).

    Konzept in Arbeit

    Vom Wirtschaftsministerium hieß es, alle Beteiligten seien sich darüber im Klaren, dass Handlungsbedarf bestehe. Die Strategie werde derzeit angepasst, Details würden jedoch zunächst intern erarbeitet. Ein Konzept sei in Vorbereitung. Sobald die Planungen abgeschlossen seien, solle darüber informiert werden. «Da braucht sich Herr Lechner wirklich keine Sorgen zu machen, dass die Messe nicht im Fokus dieser Landesregierung steht.»

    Die nächste Hannover Messe findet vom 5. bis 8. April 2027 statt. Partnerland ist Spanien.

  • Hannover Messe schließt mit Besucherminus

    Die Hannover Messe geht mit einem deutlichen Besucherrückgang zu Ende. An den fünf Messetagen seien rund 110.000 Besucher auf das Messegelände gekommen, teilte die Deutschen Messe AG am letzten Ausstellungstag mit. Das waren 13.000 weniger als vor einem Jahr.

    Ab kommenden Jahr wird die Industrieschau von bisher fünf auf vier Tage verkürzt. 2027 findet sie vom 5. bis 8. April statt. Sie endet dann bereits am Donnerstag. Partnerland ist dann Spanien.

    Warnstreiks erschweren Anreise

    Den Besucherrückgang in diesem Jahr begründete die Messe teilweise mit Warnstreiks im Flug- und öffentlichen Nahverkehr, die die Anreise deutlich erschwert hätten. In Hannover waren an den ersten beiden Messetagen Busse und Stadtbahnen bestreikt worden. Rund 40 Prozent der Gäste seien aus dem Ausland angereist. Zu den wichtigsten Herkunftsländern zählten demnach China, Brasilien, die USA, Japan sowie Südkorea.

    Vor einem Jahr hatte die Messe für 2025 noch 127.000 Besucher gemeldet. Die damals nur geschätzte Zahl habe sich als zu hoch erwiesen, hieß es. Sie wurde auf 123.000 nach unten korrigiert.

    Weniger Aussteller als 2025

    Rund 3.000 Aussteller aus den Bereichen Maschinenbau, Elektro- und Digitalindustrie sowie der Energiewirtschaft hatten seit Montag ihre Neuheiten gezeigt. Auch das waren weniger als vor einem Jahr: 2025 waren es noch 4.000 gewesen. Hauptthemen waren der Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Produktion, Automatisierung und Robotik. Erstmals mit einem eigenen Themenschwerpunkt vertreten war der Bereich Rüstung.

    «Die Hannover Messe war in diesem Jahr Technologieschau und Impulsgeber zugleich», sagte Messe-Chef Jochen Köckler. «Die Unternehmen haben gezeigt, dass Deutschland und Europa über die notwendigen Werkzeuge verfügen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.»

  • Reformen, und zwar schnell! Coface Kongress diskutiert Perspektiven für den Wirtschaftsstandort Deutschland (FOTO)

    Reformstau, geopolitische Risiken, hohe Energiekosten und fehlende Planbarkeit: Die Herausforderungen am Wirtschaftsstandort Deutschland sind groß. Beim 19. Coface Kongress am 23. April in Mainz diskutierten Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie Risikoexperten und Unternehmer, welche Weichenstellungen jetzt nötig sind, damit Deutschland im internationalen Wettbewerb nicht weiter an Boden verliert. Der Tenor des Tages: Die deutsche Wirtschaft ist frustriert – und wartet auf entschlossene politische Reformen.

    „Wir erleben in Deutschland eine Phase struktureller Stagnation und einen spürbaren globalen Ordnungswandel“, sagte Katarzyna Kompowska, Coface-CEO für Nordeuropa, zur Eröffnung. Viele Unternehmen wollten Veränderung, doch dieser Weg sei alles andere als eindeutig. „Aber Unternehmen warten nicht, sie handeln“, so Kompowska.

    Bildung, Resilienz und Arbeitsmarkt: Strukturelle Defizite bremsen Potenziale

    Die Soziologin Prof. Jutta Allmendinger ordnete die wirtschaftliche Lage auf Basis gesellschaftlicher Entwicklungen ein und machte deutlich, dass viele strukturelle Probleme bereits im Kindesalter entstünden. In Deutschland seien Bildungschancen stärker als in anderen europäischen Ländern von der sozialen Herkunft abhängig – mit erheblichen Folgen für Innovations- und Wachstumspotenziale. „Bildungspolitik ist die beste Sozial- und Wirtschaftspolitik in einer alternden Gesellschaft“, so Allmendinger. Sie plädierte für mehr Mut zu Veränderungen: flexible Bildungs- und Erwerbsbiografien, lebenslange Weiterbildung und ein Abschied von der „Zertifikatsgläubigkeit“. Alles mit dem Ziel, mehr Menschen länger in Arbeit zu bringen. Statt starrer Altersgrenzen sei ein flexibler Übergang in den Ruhestand nötig, ebenso bessere Rahmenbedingungen, damit hochqualifizierte Frauen nicht schrittweise aus der Vollzeitbeschäftigung gedrängt werden. Entscheidend sei zudem, Menschen früh Selbstwirksamkeit, Resilienz und Handlungsfähigkeit zu vermitteln. Alles Eigenschaften, die in Zeiten permanenter Transformation unverzichtbar seien.

    Wirtschaft fordert Planbarkeit statt Mikromanagement

    Die Paneldiskussion verdeutlichte, wie groß die Enttäuschung vieler Unternehmen angesichts der aktuellen politischen Umsetzungskraft ist. Bianca Illner vom VDMA forderte schnelle und verlässliche Reformen. Um die Stagnation zu überwinden, brauche es Industrieimpulse, weniger Bürokratie und vor allem Planungssicherheit. Resilienz entstehe dort, wo Unternehmen langfristig kalkulieren könnten, Unsicherheit sei dagegen Gift für Investitionen. Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau habe weiterhin gute Chancen, stoße jedoch zunehmend an Grenzen. Die Folge: Investitionen werden wegen fehlender Rahmenbedingungen im Ausland getätigt.

    Deutliche Worte fand auch Andrea Thoma-Böck, Geschäftsführerin der Thoma Metallveredelung GmbH. Die strukturellen Probleme Deutschlands seien hausgemacht, betonte sie. Viele der angekündigten Maßnahmen seien nicht umgesetzt worden, was Frust und Vertrauensverlust in der Wirtschaft verstärke. Besonders alarmierend sei die Entwicklung der Insolvenzen: „Alle 22 Minuten stirbt in Deutschland ein Unternehmen. Das ist dramatisch für den Wirtschaftsstandort“, so Thoma-Böck. Der Staat solle sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren, verlässliche Rahmen setzen und den Unternehmen wieder mehr Vertrauen entgegenbringen.

    Innovation, Energie und internationale Wettbewerbsfähigkeit

    Auch Dieter Worf vom Mainzer Konzern Schott mahnte grundlegende Reformen an. Die Gesellschaft sei grundsätzlich zu Veränderungen bereit, doch der politischen Umsetzung fehle oft der Mut. Regulatorische Hürden bremsten Innovation, statt sie zu fördern. Ein leistungsfähiges Bildungssystem sei ebenso zentral wie stabile energiepolitische Rahmenbedingungen. Innovation müsse nicht nur erfunden, sondern auch bis zur Marktreife begleitet werden, um wirtschaftlich wirksam zu sein.

    Die Perspektive von außen lieferte Frank Sieren, China-Experte und Bestseller-Autor, der aus Peking zugeschaltet war. China habe sich von der Werkbank zum Innovationstreiber entwickelt und sei in einigen Bereichen, etwa bei E-Mobilität oder neuen Technologien, Taktgeber geworden. „Aus einem Partner ist ein Wettbewerber geworden, der jetzt sein eigenes Tempo macht“, so Sieren. Während Europa Innovation häufig zuerst regulieren wolle, gehe China pragmatisch vor und schaffe Fakten. In einer multipolaren Weltordnung mit stärkeren BRICS-Staaten müsse Deutschland klar definieren, wo eigene Stärken liegen und wie diese international ausgespielt werden können.

    Wirtschaftsausblick von Coface bleibt gedämpft

    Einen Blick auf aktuelle Wirtschaftsrisiken warf Coface-Volkswirt Markus Kuger. Geopolitische Spannungen, fragile Lieferketten und hohe Finanzierungskosten belasteten die Unternehmen weiterhin. Zwar seien die Öl- und Gaspreise deutlich niedriger als zum Höhepunkt der Energiekrise, dennoch bleibe die Kostenbelastung für viele Unternehmen hoch. Zusätzlich mache die Erwartung weiterer Zinsschritte in der zweiten Jahreshälfte Druck auf Investitionen und Liquidität. Für 2026 erwartet Coface ein globales Wachstum von 2,1 Prozent, für Deutschland lediglich 0,4 Prozent. „Wir kommen nicht vom Fleck“, lautete sein Fazit.

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    Coface, Niederlassung in Deutschland
    Sebastian Knierim - Pressesprecher -
    Tel. 06131/323-335
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    Quelle:            Coface Deutschland
  • Rohstahlproduktion in Deutschland erholt sich leicht

    Die Hüttenwerke in Deutschland haben im ersten Quartal mit 9,3 Millionen Tonnen neun Prozent mehr Rohstahl produziert als im Vorjahreszeitraum. Diese «leichte Erholung» sei jedoch kein Grund zur Entwarnung, teilte der Branchenverband Wirtschaftsvereinigung Stahl (WV Stahl) mit. «Trotz der Zuwächse bei der Produktion bleibt die Lage in der Stahlindustrie weiter angespannt», erklärte Verbands-Hauptgeschäftsführerin Kerstin Maria Rippel.

    Auf das Jahr hochgerechnet ergebe dies eine Menge von 37 Millionen Tonnen. Damit bleibe man weiterhin unter der Schwelle von 40 Millionen Tonnen, was das Minimum für eine gesunde Kapazitätsauslastung der Branche sei. 2025 war die Rohstahlproduktion in Deutschland mit 34,1 Millionen Tonnen nach Angaben der WV Stahl «historisch» niedrig ausgefallen. «Vergleichbare Werte wurden zuletzt während der globalen Finanzkrise 2009 erreicht», hieß es.

    Verband beklagt strukturelle Nachfrageschwäche

    Der Verband sprach von einer seit Jahren anhaltenden, strukturellen Nachfrageschwäche. «Seit 2017 ist die Stahlnachfrage in Deutschland rückläufig und hat bis 2025 rund 30 Prozent verloren – etwa 12 Millionen Tonnen.» Auch 2025 sei die Nachfrage in allen wichtigen Abnehmerbranchen wie etwa Automobilindustrie oder Maschinen- und Anlagenbau gedämpft geblieben.

    «Eine zuletzt beobachtete Stabilisierung der Marktversorgung basiert überwiegend auf Lageraufbau und nicht auf einer nachhaltigen Belebung der Nachfrage.» Zusätzlich verschärfe ein anhaltend hoher Importdruck die Situation. Hintergrund seien wachsende globale Überkapazitäten im Stahlsektor.

    Deutschland erzeugt in Europa den meisten Stahl. Größter Stahlstandort in Deutschland ist Duisburg, wo die Unternehmen Thyssenkrupp Steel und HKM Stahl erzeugen.

  • Serge Gnabry sagt wegen Verletzung für Fußball-WM ab

    Fußball-Nationalspieler Serge Gnabry fällt wegen seiner Adduktorenverletzung für die WM aus. Der 30-Jährige vom FC Bayern München verkündete via Instagram: «Wie der Rest des Landes werde ich die Jungs von zuhause unterstützen.»

  • Polizei nimmt in Bayern zwei mutmaßliche Spione fest

    Bei einer Routinekontrolle in Bayern sind der Polizei möglicherweise zwei ausländische Agenten ins Netz gegangen. Es bestehe der Verdacht, dass die am 12. April auf der Autobahn 6 im mittelfränkischen Neuendettelsau festgenommenen Männer aus Lettland und der Ukraine «im Auftrag einer Vereinigung beziehungsweise einer Einrichtung außerhalb Deutschlands handelten», teilte das Landeskriminalamt in München mit.

  • Mordermittlungen nach tödlicher Explosion in Völklingen

    Nach der Explosion mit einem Toten und vier Verletzten in einer Unterführung im saarländischen Völklingen steht ein 45 Jahre alter Mann unter Mordverdacht. Er sitzt in Untersuchungshaft, wie die Staatsanwaltschaft Saarbrücken mitteilte.

  • Hohe Spritpreise: Firmenchef sieht «Übergewinn» des Staats

    Die steuerfreie 1.000-Euro-«Entlastungsprämie» für Beschäftigte stößt in Nordrhein-Westfalens Wirtschaft auf Kritik. Der Chef des Düsseldorfer Maschinen- und Anlagenbauers Gea, Stefan Klebert, sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Ich bin kein Freund dieses Vorhabens, denn es löst das Problem nicht – gerade in einer Phase, in der kaum wirtschaftliches Wachstum stattfindet und viele Unternehmen unter Druck stehen.» 

    Wegen des Irankrieges sind die Spritpreise deutlich gestiegen, was für viele Bürgerinnen und Bürger eine zusätzliche finanzielle Belastung ist. Um die Menschen zu entlasten, sollen Firmen ihren Beschäftigten bis zu 1.000 Euro als steuerfreie Prämie zahlen dürfen, so ein Vorhaben der Bundesregierung. Es handelt sich um eine freiwillige Leistung von Arbeitgebern. Der Bundestag stimmte am Freitag mit den Stimmen der schwarz-roten Koalition zu, am 8. Mai soll sich der Bundesrat damit befassen. 

    Nicht die Wirtschaft, sondern der Staat soll zahlen 

    «Für Unternehmen, die global aufgestellt sind, stellt die Prämie ein zusätzliches Dilemma dar, da sie nur den deutschen Mitarbeitenden zugutekommt», sagt Kleber. In anderen Staaten seien Gea-Beschäftigte aber auch von den Preissteigerungen betroffen. Der Staat sollte den Bürgern lieber direkt Entlastung schaffen. «Die höheren Spritpreise bedeuten ja schon per se höhere Steuereinnahmen», sagt Klebert. «Zumindest dieser „Übergewinn“ könnte problemlos an die Bürger weitergegeben werden.» 

    Gea hatte zum Jahreswechsel weltweit 18.628 Vollzeitstellen, von denen circa ein Drittel in Deutschland waren. Der Verwaltungssitz ist in Düsseldorf, wo etwa 400 Menschen für den Maschinen- und Anlagenbauer tätig sind. In Oelde hat die Firma mit rund 1.900 Vollzeitstellen ihr größtes Werk. 

    Die Firma stellt Melk- und Fütterungsroboter für Landwirte, Produktions- und Verpackungsmaschinen für Nudeln, Zentrifugen für Brauereien und Sprühtrockner für Molkereien her, in denen Milch zu Milchpulver gemacht wird. Im vergangenen Jahr kam Gea auf einen Umsatz von 5,5 Milliarden Euro, was im Vergleich zu 2024 ein Plus von 1,4 Prozent gewesen war.

  • Bundesregierung halbiert Konjunkturprognose

    Die Bundesregierung halbiert wegen der Folgen des Iran-Kriegs ihre Konjunkturprognose. Sie erwartet für dieses Jahr nur noch ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,5 Prozent – im Januar hatte sie noch mit einem Plus von 1,0 Prozent gerechnet.