Autor: Stojancho Gjorgjiev

  • SPS-Fachkräfte im Wandel: Industrie 4.0 treibt Nachfrage und neue Kompetenzprofile

    Der Fachkräftemangel in der industriellen Automatisierung bleibt hoch. Eine Analyse von rund 7.000 Stellenanzeigen durch die Developer Akademie zeigt eine konstant starke Nachfrage nach SPS-Programmierern über zahlreiche Branchen hinweg. Besonders gefragt sind diese Fachkräfte im Maschinen- und Anlagenbau (18 %), im IT-Sektor (17 %), in der Metall- (8 %) und Bauindustrie (8 %) sowie im Groß- und Einzelhandel (6 %) und der Automobilbranche (5 %).

    Trotz konjunktureller Schwäche investieren Unternehmen gezielt in die Automatisierung ihrer Produktionsprozesse. „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten steigt der Druck, Prozesse effizienter und produktiver zu gestalten. Automatisierung wird damit zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor und die Fachkräfte in diesem Bereich zu einer Schlüsselressource“, sagt Linus Kauer, Geschäftsführer der Developer Akademie.

    Branchenverbände warnen seit Längerem vor strukturellen Engpässen. So betont der ZVEI die zentrale Rolle der Automatisierung für die Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland. Parallel verweist der VDMA darauf, dass rund 80 Prozent der Maschinenbauunternehmen Schwierigkeiten haben, ausreichend qualifizierte Fachkräfte für Industrie-4.0-Anwendungen zu finden.

    Mit der zunehmenden Vernetzung von Produktionsanlagen wandelt sich zugleich das Berufsbild. Steuerungstechnik wächst immer stärker mit IT-Integration zusammen. Gefragt sind hybride Profile, die Maschinenprozesse verstehen und Anlagen in übergeordnete Systeme wie ERP-, Cloud- oder IoT-Plattformen einbinden können. „Unternehmen suchen gezielt nach SPS-Programmierern, die Maschinenprozesse verstehen und zugleich Softwarearchitekturen entwickeln können“, erklärt Kauer.

    Für die Umsetzung von Industrie 4.0 werden daher zunehmend zusätzliche IT-Kenntnisse erwartet – etwa in Programmiersprachen wie Python, C# und JavaScript sowie in Bereichen wie Schnittstellen- und Datenintegration, SQL, Docker und Cloud-Deployment. Diese erweiterten Qualifikationen zahlen sich auch finanziell aus: Während klassische SPS-Spezialisten mit mehrjähriger Erfahrung häufig zwischen 55.000 und 70.000 Euro verdienen, können Fachkräfte mit IT-Integrations-Know-how deutlich höhere Gehälter erzielen.

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    Quelle:            Developer Akademie GmbH
  • Heidelberger Druck steigt in Drohnenabwehr ein

    Der Druckmaschinenhersteller Heidelberg steigt in das Geschäft mit Drohnenabwehrsystemen zum Schutz kritischer Infrastruktur ein. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) will sich am Nachmittag über das Vorhaben am Standort Brandenburg an der Havel informieren. 

    Es handelt sich um ein neues Gemeinschaftsunternehmen einer Tochter der Heidelberger Druckmaschinen AG mit dem US-amerikanisch-israelischen Technologie-Anbieter Ondas Autonomous Systems. Der Standort in Brandenburg an der Havel soll zum führenden Kompetenzzentrum für Drohnenabwehr und autonome Sicherheitssysteme ausgebaut werden, wie es vom Unternehmen Heidelberger Druckmaschinen hieß. 

    Bei der Drohnenabwehr stehen unter anderem Flughäfen, Bundeswehr-Standorte und Energieversorger im Fokus. Nach Angaben der Bundesregierung haben Drohnensichtungen an wichtigen Einrichtungen in Deutschland seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine zugenommen. 

    Zuletzt waren Drohnen in der Luft ein Sicherheitsrisiko etwa am Hauptstadtflughafen BER. Abwehrsysteme sollen unbemannte Fluggeräte, die unerlaubt etwa für Spionage- und Sabotagezwecke aufsteigen, unschädlich machen.

  • Cockpitpersonal der Lufthansa streikt am Montag und Dienstag

    Die Pilotinnen und Piloten der deutschen Lufthansa-Gruppe sind an diesem Montag und Dienstag zu Streiks aufgerufen. Der Ausstand ist von Montag 00.01 Uhr bis Dienstag 23.59 Uhr vorgesehen, wie die Vereinigung Cockpit am Samstag mitteilte.

  • Trump kündigt Seeblockade der Straße von Hormus an

    Nach dem vorläufigen Scheitern der Verhandlungen mit dem Iran hat US-Präsident Donald Trump eine Seeblockade angekündigt. Die US-Marine werde allen Schiffen die Einfahrt in die Straße von Hormus oder das Verlassen der Meerenge versperren, teile Trump auf der Plattform Truth Social mit.

  • Friedensverhandlungen zwischen Iran und USA begonnen

    In der pakistanischen Hauptstadt Islamabad haben Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran begonnen. Das teilten pakistanische Regierungsvertreter mit, auch der iranische Staatssender Irib meldete den Beginn.

  • «Artemis 2»-Crew nach Flug um den Mond zurück auf der Erde

    Die ersten Menschen, die seit mehr als 50 Jahren in der Nähe des Mondes waren, sind zurück auf der Erde. Die vier «Artemis 2»-Astronauten landeten nach rund zehn Tagen im All an Bord der «Orion»-Kapsel plangemäß im Pazifik, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit.

  • US-Vizepräsident Vance: Keine Einigung mit Iran erzielt

    Bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran unter Vermittlung Pakistans ist nach den Worten von US-Vizepräsident JD Vance keine Einigung erzielt worden. Man kehre nun in die USA zurück, sagte Vance nach stundenlangen direkten Gesprächen mit dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad.

  • Kreml: Putin verkündet Oster-Waffenruhe

    Der russische Präsident Wladimir Putin hat nach Kremlangaben anlässlich des orthodoxen Osterfests eine Waffenruhe im Krieg gegen die Ukraine verkündet. Sie soll demnach am Samstag um 16.00 Uhr (15.00 Uhr MESZ) beginnen und den gesamten Sonntag andauern. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuletzt mehrfach eine Waffenruhe über die Osterfeiertage gefordert.

  • Union Berlin trennt sich von Trainer Baumgart

    Union Berlin hat sich von Cheftrainer Steffen Baumgart getrennt. Wie der Fußball-Bundesligist nach der 1:3-Niederlage beim 1. FC Heidenheim mitteilte, übernimmt die bisherige U19-Trainerin Marie-Louise Eta interimsmäßig bis Saisonende.

  • Verurteilte Rechtsextremistin Liebich gefasst

    Die verurteilte Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich ist nach monatelanger Fahndung in Tschechien gefasst worden. Tschechische Polizisten hätten Liebich auf der Grundlage eines europäischen Haftbefehls festgenommen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Halle. Zuvor hatte die «Mitteldeutsche Zeitung» berichtet.