Autor: Stojancho Gjorgjiev

  • EU erschwert ukrainischen Männern die Flucht vor dem Krieg

    Die EU erschwert ukrainischen Männern die Flucht vor dem Krieg gegen Russland. Wehrfähige Ukrainer profitieren in Deutschland und anderen Mitgliedsländern künftig nicht mehr von vereinfachten Aufnahmeregeln, wie ein Sprecher nach einem entsprechenden Beschluss des Rates der Mitgliedstaaten sagte.

  • Dax steigt auf Rekordhoch

    Der Dax hat am Montag einen Rekordwert erreicht. Der deutsche Leitindex stieg am Morgen auf 25.912,59 Punkte – und damit über den Anfang Juli erreichten Höchststand von 25.900,10 Punkten.

  • Inflation zieht sprunghaft an: 2,8 Prozent im Juli

    Das Leben in Deutschland hat sich im Juli wieder stärker verteuert. Die Verbraucherpreise lagen um 2,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats – nach 2,3 Prozent Inflation im Juni, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte.

  • ZURÜCKZIEHUNG – Dies ist eine aus technischen Gründen gesendete Testmeldung

    Test: Dies ist eine aus technischen Gründen gesendete Testmeldung als Archivberichtigung. Bitte ignorieren Sie den Inhalt. Sie ist nicht zur Veröffentlichung bestimmt.

  • Maschinenbau: Großaufträge im Juni sorgen für Auftragsplus

    Vor allem einzelne Großaufträge haben den Maschinenbauern im Südwesten ein ordentliches Auftragsplus im Juni und einen versöhnlichen Quartalsabschluss beschert. Nach einer zuletzt verhaltenen Entwicklung bei den Neuaufträgen verzeichnete der Maschinen- und Anlagenbau «ein erfreuliches Auftragsplus» von preisbereinigt 28 Prozent, wie der baden-württembergische Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) in Stuttgart mitteilte.

    Insgesamt falle die Entwicklung der Auftragseingänge im zweiten Quartal dieses Jahres damit positiv aus, hieß es laut Mitteilung. Im Zeitraum von April bis Juni lag das Plus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei acht Prozent. Die Bestellungen aus dem Inland erhöhten sich demzufolge um zwei Prozent, das Auslandsgeschäft legte um zehn Prozent zu.

    «Die Entwicklung der Auftragseingänge hat sich in den vergangenen Monaten etwas stabilisiert», sagte der Geschäftsführer des VDMA Baden-Württemberg, Dietrich Birk, laut Mitteilung. Trotz der anhaltend hohen Volatilität infolge der geopolitischen Krisen habe sich insbesondere die Nachfrage aus dem Ausland leicht aufgehellt. «Im Inland warten wir hingegen weiterhin auf klare
    Wachstumssignale», sagte Birk. Für neues Vertrauen der Investoren müsse die eingeleitete Reformpolitik entschlossen fortgesetzt werden und dürfe nicht zerredet werden.

  • Großaufträge aus Übersee retten Auftragsbilanz

    Mehrere Großaufträge aus Übersee haben im Juni die Auftragsbilanz der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer gerettet. Der preisbereinigte Wert sämtlicher Bestellungen übertraf damit im Juni den Vorjahresmonat um 21 Prozent, wie der Branchenverband VDMA in Frankfurt berichtet. Für das erste Halbjahr ergibt sich ein Zuwachs von fünf Prozent. 

    Dem starken Geschäft mit Kunden aus Nicht-Euro-Ländern, das im ersten Halbjahr um 16 Prozent zulegte, stehen Einbußen im Inland und im Euroraum gegenüber. Von heimischen Kunden kamen zwei Prozent weniger Aufträge als ein Jahr zuvor und im gemeinsamen Währungsraum sanken die Order sogar um acht Prozent.

    VDMA-Konjunkturexpertin Anke Uhlig erklärt dazu: «Die Verunsicherung und Investitionszurückhaltung durch globale Krisen bleibt hoch, am Standort Deutschland und Europa kommt grundlegender Reformbedarf für bessere Rahmenbedingungen der Unternehmen hinzu.»

  • Siemens Energy: Endlich ist auch das Windgeschäft profitabel

    Bei Siemens Energy sprudeln die Gewinne. Im dritten Geschäftsquartal von April bis Juni verdiente der Energietechnikkonzern nach Steuern 1,2 Milliarden Euro, wie er mitteilt. Das sind rund 70 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dazu trägt – neben der hohen Nachfrage nach Strom unter anderem durch Rechenzentren – auch bei, dass das scheinbar ewige Sorgenkind endlich aus den roten Zahlen ist. 

    Jahrelang hatte die Windkrafttochter Siemens Gamesa den ganzen Konzern in die Verlustzone gezogen. Immer wieder sorgte sie für Gewinnwarnungen und zehrte die Erträge der anderen Sparten ganz oder zuletzt noch teilweise auf. Jetzt trägt sie zum ersten Mal seit 2022 wieder positiv zum Ergebnis bei. In Zahlen: Statt eines operativen Verlusts von 425 Millionen vor einem Jahr stehen in der Sparte nun 56 Millionen Plus zu Buche. 

    Rekorde bei Auftragseingang, Umsatz und Profitabilität 

    «Wir haben Rekordwerte bei Auftragseingang, Umsatzerlösen und Profitabilität erzielt und verbesserten zugleich unsere Effizienz», sagt Siemens-Energy-Chef Christian Bruch. «Dass unser Windgeschäft erstmals seit 2022 in einem Quartal wieder profitabel ist, ist eine fantastische Leistung des Teams.» Allerdings sagt er auch: «Da ist noch viel harte Arbeit vor uns.»

    Auch wenn Gamesa eine besonders starke Verbesserung hinlegte, die Gewinne stammen vor allem aus anderen Bereichen. Das Geschäft mit Gasturbinen und deren Wartung sowie die Netztechnik verbesserten ihre Ergebnisse jeweils um rund 60 Prozent auf 645 Millionen beziehungsweise 718 Millionen Euro. Transformation of Industry steuerte 218 Millionen bei – rund 39 Prozent mehr als vor einem Jahr. 

    Die hohe Nachfrage sorgte auch für Rekorde beim Quartalsumsatz, der um rund 18 Prozent auf 11 Milliarden Euro kletterte und beim Auftragseingang, der um rund 8 Prozent auf 18 Milliarden zulegte. Insbesondere aus den USA gab es viele Aufträge. 

    Auf Kurs zum Jahresziel 

    Nach drei Quartalen hat Siemens Energy damit bereits 2,8 Milliarden an Gewinn eingefahren und ist auf Kurs für sein Jahresziel von rund 4 Milliarden Euro. 

    Ein Punkt dürfte dem Team um Bruch allerdings Sorgen bereiten: Die Auftragseingänge bei Gamesa sind regelrecht eingebrochen. Im dritten Quartal waren es 1,05 Milliarden – nach 4,89 vor einem Jahr. Das liegt laut Energy zwar an einem Großauftrag im Vergleichsquartal, doch das Volumen der neuen Aufträge ist sehr viel kleiner als der abgearbeitete Umsatz von 2,7 Milliarden. Und das gilt nicht nur für das dritte Quartal, sondern auch für das laufende Geschäftsjahr. 

    Insbesondere im Offshorebereich – also bei Windkraft auf dem Meer – schaue man sehr genau auf den Auftragseingang, sagt Bruch. Hier kämen bereits geplante Projekte ins Rutschen, weil sie sich für die Betreiber nicht rechneten. «Da muss dringend Schwung reinkommen», fordert er. Im Onshorebereich – Windkraft an Land – macht sich laut Bruch zudem noch immer der zwischenzeitliche Stopp nach den Qualitätsproblemen mit Turbinen bemerkbar. Da sei man in einem langsamen Hochlaufen. 

    Wenn die Entwicklung so weitergehe, werde man irgendwann ein Problem in der Auslastung sehen, sagt Bruch. Schnell wird das aber nicht passieren: Der Bestand liegt im Windkraftbereich noch immer bei 31 Milliarden Euro – also einem Mehrfachen des Jahresumsatzes. 

    Überlegungen zu Transformation of Industry

    Bruch äußerte sich zudem zu den schon seit einiger Zeit laufenden Spekulationen, dass der kleinste Geschäftsbereich Transformation of Industry (TI) abgespalten werden könnte. Man schaue ständig, wie man das Portfolio optimal entwickle, Entscheidungen oder einen Zeitplan für Entscheidungen gebe es aber nicht, betont er. 

    Grundsätzlich sei man mit zwei unterschiedlichen Segmenten unterwegs – während der Rest von Siemens Energy sich an Stromunternehmen richte, sei bei TI die Industrie die Zielgruppe. Am Ende gehe es darum, ein erfolgreiches Geschäft erfolgreich zu halten. 

    Und dann zieht Bruch seinen ganzen Konzern als Positivbeispiel für eine Abspaltung heran. Sechs Jahre ist dessen Abspaltung von Siemens inzwischen her und Bruch betont: Wenn Energy im Siemens-Konzern geblieben wäre, wäre das Unternehmen «heute nicht da, wo wir sind».

  • Siemens Energy: Endlich ist auch das Windgeschäft profitabel

    Bei Siemens Energy sprudeln die Gewinne. Im dritten Geschäftsquartal von April bis Juni verdiente der Energietechnikkonzern nach Steuern 1,2 Milliarden Euro, wie er mitteilt. Das sind rund 70 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dazu trägt – neben der hohen Nachfrage nach Strom unter anderem durch Rechenzentren – auch bei, dass das scheinbar ewige Sorgenkind endlich aus den roten Zahlen ist. 

    Jahrelang hatte die Windkrafttochter Siemens Gamesa den ganzen Konzern in die Verlustzone gezogen. Immer wieder sorgte sie für Gewinnwarnungen und zehrte die Erträge der anderen Sparten ganz oder zuletzt noch teilweise auf. Jetzt trägt sie zum ersten Mal seit 2022 wieder positiv zum Ergebnis bei. In Zahlen: Statt eines operativen Verlusts von 425 Millionen vor einem Jahr stehen in der Sparte nun 56 Millionen Plus zu Buche. 

    Rekorde bei Auftragseingang, Umsatz und Profitabilität 

    «Wir haben Rekordwerte bei Auftragseingang, Umsatzerlösen und Profitabilität erzielt und verbesserten zugleich unsere Effizienz», sagt Siemens-Energy-Chef Christian Bruch. «Dass unser Windgeschäft erstmals seit 2022 in einem Quartal wieder profitabel ist, ist eine fantastische Leistung des Teams.» 

    Auch wenn Gamesa eine besonders starke Verbesserung hinlegte, die Gewinne stammen vor allem aus anderen Bereichen. Das Geschäft mit Gasturbinen und deren Wartung sowie die Netztechnik verbesserten ihre Ergebnisse jeweils um rund 60 Prozent auf 645 Millionen beziehungsweise 718 Millionen Euro. Transformation of Industry steuerte 218 Millionen bei – rund 39 Prozent mehr als vor einem Jahr. 

    Die hohe Nachfrage sorgte auch für Rekorde beim Quartalsumsatz, der um rund 18 Prozent auf 11 Milliarden Euro kletterte und beim Auftragseingang, der um rund 8 Prozent auf 18 Milliarden zulegte. Insbesondere aus den USA gab es viele Aufträge. 

    Auf Kurs zum Jahresziel 

    Nach drei Quartalen hat Siemens Energy damit bereits 2,8 Milliarden an Gewinn eingefahren und ist auf Kurs für sein Jahresziel von rund 4 Milliarden Euro. 

    Ein Punkt könnte dem Team um Bruch allerdings Sorgen bereiten: Die Auftragseingänge bei Gamesa sind regelrecht eingebrochen. Im dritten Quartal waren es 1,05 Milliarden – nach 4,89 vor einem Jahr. Das liegt laut Energy zwar an einem Großauftrag im Vergleichsquartal, doch das Volumen der neuen Aufträge ist sehr viel kleiner als der abgearbeitete Umsatz von 2,7 Milliarden. Und das gilt nicht nur für das dritte Quartal, sondern auch für das laufende Geschäftsjahr. Allerdings liegt der Auftragsbestand immer noch bei 31 Milliarden Euro. Ein akuter Mangel sieht anders aus.

  • Dräger warnt: «Die Chemieindustrie stirbt leise»

    Der Chef des Lübecker Sicherheitstechnik-Herstellers Drägerwerk, Stefan Dräger, warnt vor dem Niedergang der deutschen Chemieindustrie. «Die Chemieindustrie stirbt leise», sagte Dräger in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. Die Aufmerksamkeit richte sich vor allem auf die Krise der Automobilbranche. «Alle schauen auf Automotive, und das finde ich übertrieben.»

    Dräger beliefert die Chemieindustrie mit Messgeräten, Warnanlagen und Atemschutzmasken. Der Konzern ist darüber hinaus Dienstleister und stellt Personal, das etwa Produktionsprozesse in Chemiewerken überwacht. 

    «Wir beobachten, dass viele Anlagen gar nicht wieder angefahren werden und stillstehen», sagte der Dräger-Vorstandsvorsitzende. «Wenn man über Werksgelände läuft, ist es trostlos.» Das Unternehmen verzeichne im Chemiebereich Umsatzrückgänge. Diese könne es aber über Wachstum in anderen Bereichen mehr als ausgleichen. 

    Die zwei Hauptgründe für die schwierige Lage der Chemieindustrie sind Dräger zufolge die Energiepreise und die Bürokratie. 

    Dräger (63) leitet in fünfter Generation das 1889 in Lübeck gegründete Familienunternehmen. Vergangenes Jahr beschäftigte der börsennotierte Konzern mehr als 16.000 Mitarbeiter und erzielte einen Umsatz von annähernd 3,5 Milliarden Euro. Die Stammaktien hält mehrheitlich die Familie Dräger. 

    Branche steckt seit Jahren in einer Krise

    Die Chemiebranche, die zu den größten Industriebranchen des Landes gehört, steckt seit Jahren in einer Krise. Der Branchenverband VCI teilte jüngst mit, dass die Produktion, der Umsatz und die Investitionen im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen sind. 

    Am Stammsitz des weltgrößten Chemiekonzerns BASF in Ludwigshafen fiel im Mai erstmals seit 1954 die Zahl der Vollzeitstellen unter 30.000.

  • Deutsche Wirtschaft mit Mini-Wachstum im zweiten Quartal

    Die deutsche Wirtschaft ist trotz der Belastungen durch den Iran-Krieg im zweiten Quartal minimal gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte zum Vorquartal um 0,2 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Daten errechnet hat.