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  • Dürr will Ergebnis verbessern – Unsicherheit durch Krieg

    Der Maschinenbauer Dürr setzt weiter auf Kostenoptimierungen und will sein Ergebnis in diesem Jahr weiter verbessern. Dies setze allerdings voraus, dass der Krieg im Nahen Osten die Weltwirtschaft nur vorübergehend beeinträchtigt, teilte der Konzern aus Bietigheim-Bissingen (Kreis Ludwigsburg) mit.

    «2025 war herausfordernd», sagte Dürr-Chef Jochen Weyrauch laut Mitteilung. Zollkonflikte und die weltpolitischen Spannungen hätten die Investitionsbereitschaft vieler Kunden gedämpft. «Dass wir das Ergebnis trotzdem deutlich steigern konnten, unterstreicht die Widerstandsfähigkeit unseres Geschäftsmodells», sagte Weyrauch. 

    Hoher Gewinn durch Verkauf der Umwelttechnik

    Unter dem Strich verbuchte der Konzern 2025 einen mehr als doppelt so hohen Gewinn im Vergleich zum Vorjahr. Das Ergebnis des Gesamtkonzerns nach Steuern stieg von 102,1 Millionen Euro auf 206,4 Millionen Euro, wobei dies unter anderem auf den Buchgewinn aus dem Verkauf der Umwelttechnik zurückgehe. Der Umsatz ging hingegen um 4,6 Prozent auf 4,48 Milliarden Euro zurück. 

    Im vergangenen Jahr arbeiteten 17.881 Menschen für den Konzern, was einem Rückgang von 3,9 Prozent entspricht. Auch in Deutschland ging die Zahl der Beschäftigten zurück. Hier beschäftigte Dürr zum Jahresende 8.552 Personen, nach 8.884 am Vorjahresstichtag.

  • Regierung will Kranke und Kinder aus Nahost zurückholen

    Die Bundesregierung bereitet die Rückholung von Kindern, Kranken und Schwangeren unter den im Nahen Osten gestrandeten Deutschen vor. Dazu würden Maschinen von Fluglinien nach Riad und Maskat geschickt, sagte Außenminister Johann Wadephul (CDU) in Berlin.

  • Libanon verbietet Hisbollah militärische Aktivitäten

    Die libanesische Regierung hat die militärischen Aktivitäten der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz für illegal erklärt. Das kündigte Ministerpräsident Nauaf Salam in einer Fernsehansprache an. Damit verändert sich der Status der Gruppe von einer teilweise geduldeten Widerstandsbewegung zu einer verbotenen Organisation.

  • Wadephul: Erster Nahost-Rückholflug am Mittwoch

    Die Bundesregierung will ihre Rückholaktion für Kinder, Kranke und Schwangere unter den in Nahost gestrandeten Deutschen an diesem Mittwoch starten. Ein erster Flug sei nach Maskat geplant, der Hauptstadt des Oman, kündigte Außenminister Johann Wadephul (CDU) im Sender Welt TV an.

  • AfD-Fraktion schließt Jan Wenzel Schmidt aus

    Die AfD-Bundestagsfraktion hat den Abgeordneten Jan Wenzel Schmidt aus ihren Reihen ausgeschlossen. Die Fraktion stimmte einem entsprechenden Antrag der Fraktionsspitze zu, die ihm fraktionsschädigendes Verhalten vorgeworfen hatte, wie ein Sprecher bestätigte. Hintergrund ist die Debatte über sogenannte Vetternwirtschaft in der AfD.

  • Siemens investiert 200 Millionen Euro in Standort Amberg

    Für rund 200 Millionen Euro will die Firma Siemens an ihrem Standort in Amberg eine Fabrik für den Geschäftsbereich Smart Infrastructure errichten. Damit solle unter anderem der steigende Bedarf an elektronischen High-Tech-Produkten gedeckt und der digitale Wandel vorangetrieben werden, teilte der Konzern mit. Der Neubau soll 2030 fertiggestellt sein. Weitere Investitionen seien in die Modernisierung und Dekarbonisierung des Standortes geplant, also die Umstellung auf eine weniger klimaschädliche Energieversorgung. 

    «Diese Investition ist ein klares Bekenntnis zum Standort. Und ein zusätzlicher Wachstumsimpuls für Siemens in Deutschland, der noch über die im Rahmen der „Made for Germany“-Initiative gemachten Investitionszusagen hinausgeht», sagte Roland Busch, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG. Das Unternehmen wolle damit seine Wettbewerbsfähigkeit stärken und zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen. 

    KI in der Produktion

    Siemens will in der neuen Fabrik den Angaben nach eine selbstlernende, autonome und flexible Produktion aufbauen, die von Künstlicher Intelligenz mitgesteuert wird.

    Die KI werde mit Echtzeitdaten gespeist, um Auftragsplanung und -realisierung sowie Materialtransport und Anlagensteuerung aufeinander abzustimmen und laufend zu optimieren. So werde der Betrieb nicht nur effizienter und nachhaltiger gestaltet, sondern auch flexibler gemacht – etwa, um auf neue Entwicklungen im Markt schneller reagieren zu können.

    Die neue Fabrik soll zudem über einen Reinraum für die Elektronikproduktion verfügen sowie über eine vollautomatisierte Logistik mit fahrerlosen Transportsystemen und humanoider Robotik. 

    Die rund 2.400 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Siemens Smart Infrastructure sollen beim digitalen Wandel mitgenommen werden, wie es hieß. Dafür würden sie umfassend weitergebildet und auf die veränderten Aufgaben in einer digitalisierten Fabrik vorbereitet.

    In den beiden bestehenden Siemens-Werken in Amberg sind demnach rund 4.500 Menschen beschäftigt. An dem Standort werden den Angaben nach Schalt-, Schutz- und Überwachungsgeräte für industrielle Anwendungen produziert und entwickelt sowie Industriesteuerungen im Werk des Geschäftsbereiches Digital Industries für Kunden in aller Welt. 

    Oberbürgermeister: Unschätzbarer Gewinn für die Stadt

    Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny (CSU) sprach von einem «unschätzbaren Gewinn» für die Stadt. «In konjunkturell anspruchsvollen Zeiten sendet dieses Projekt ein starkes Zeichen für die Stärke der deutschen Industrie weit über die Grenzen Bayerns hinaus. Für uns in Amberg bedeutet diese Entscheidung in erster Linie die Festigung als Innovationsstandort und die Sicherung von High-Tech-Arbeitsplätzen.»

    Als klares Bekenntnis zum Fertigungs- und Entwicklungsstandort Bayern betrachtete auch Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) die geplante Investition von Siemens: «Sie zeigt, wo unsere Stärken liegen: bei KI, Robotik und Automatisierung – kurz: bei Hightech in Verbindung mit hochqualifizierten Mitarbeitern und exzellenter Forschung.»

  • EU und Schweiz schließen Abkommen für engere Kooperation

    Die EU und die Schweiz haben nach jahrelangem Ringen neue Abkommen zur Stabilisierung und zum Ausbau ihrer Beziehungen geschlossen. Die in Brüssel unterzeichneten Vereinbarungen sollen unter anderem eine intensivere Zusammenarbeit auf dem Strommarkt sowie bei der Lebensmittelsicherheit und im Gesundheitsbereich ermöglichen.

  • IAEA: Neue Schäden an Gebäuden iranischer Atomanlage

    Inmitten der Angriffe Israels und der USA gegen den Iran hat die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) neue Schäden an Eingangsgebäuden der unterirdischen Urananreicherungsanlage in Natans bestätigt. Die Organisation geht nicht davon aus, dass Radioaktivität freigesetzt und die Anlage weiter beschädigt worden ist, wie sie mitteilte.

  • Bericht: Mehr als 550 Tote bei Angriffen im Iran

    Bei den Angriffen Israels und der USA sind im Iran nach dortigen Angaben mindestens 555 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 100.000 Rettungskräfte seien landesweit im Einsatz, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf den Roten Halbmond im Iran.

  • Maschinenbauer melden kleines Auftragsplus zum Jahresauftakt

    Die Maschinenbauer aus dem Südwesten sind mit einem leichten Auftragsplus ins Jahr gestartet. Bei den Neubestellungen habe es im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat ein preisbereinigtes Plus von einem Prozent gegeben, teilte der Geschäftsführer des regionalen Ablegers des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA), Dietrich Birk, in Stuttgart mit. Die Inlandsaufträge gingen demnach um fünf Prozent zurück, während die Bestellungen aus dem Ausland um vier Prozent zulegten. 

    Im weniger schwankungsanfälligen Drei-Monats-Zeitraum von November 2025 bis Januar 2026 zeigen sich den Angaben zufolge ebenfalls positive Signale: Die Bestellungen lagen vier Prozent über dem Vorjahresniveau. Aus dem Inland wurden zwölf Prozent mehr Order verbucht. Die Auftragseingänge aus dem Ausland lagen hingegen auf Vorjahresniveau. 

    Zaghafter Aufwind nach Durststrecke

    «Die leichte Stabilisierung der Auftragslage verschafft dem Maschinenbau im Südwesten etwas Luft, auch wenn einige Stimmungsindikatoren zuletzt einen besseren Jahresauftakt erwarten ließen», wird Birk in einer Mitteilung zitiert.

    Mit Blick auf die kommenden Monate gab er sich vorsichtig: Die nach wie vor unberechenbare US‑Zollpolitik und der Iran-Krieg dürften die aktuell ohnehin schwache Investitionsbereitschaft auf der ganzen Welt weiter bremsen. Für neue Wachstumssignale im Inland sei außerdem die Politik gefordert, den Reformstau anzugehen, hieß es. 

    In Baden-Württemberg ist der Maschinenbau – neben der Autoindustrie – einer der wichtigsten Wirtschaftszweige. Mehrere Hunderttausend Menschen sind in der Branche beschäftigt. Der VDMA im Land vertritt mehr als 800 Firmen. In den drei zurückliegenden Jahren hatten die Maschinen- und Anlagenbauer Auftragsrückgänge verzeichnet.