Blog

  • Verdi bleibt bei Warnstreik zur Hannover Messe

    Die Gewerkschaft Verdi hält am angekündigten Warnstreik im Nahverkehr zum Start der Hannover Messe am Montag und Dienstag fest. «Wir bleiben beim Streik, da ändert sich für uns nichts», sagte ein Verdi-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Auch bei weiteren Gesprächen von Arbeitgebern und Gewerkschaft gab es keine Einigung.

    Der kommunale Arbeitgeberverband Niedersachsen (KAV) und Verdi trafen sich heute in kleiner Runde. Verdi habe jedoch kein Entgegenkommen gezeigt, teilte die Arbeitgeberseite mit. Nach Darstellung der Gewerkschaft ist hingegen die Arbeitgeberseite verantwortlich – der KAV sei bei seiner «Blockadehaltung» geblieben. 

    Streit um Arbeitszeit – Politik appelliert

    Ein Streitpunkt ist die von Verdi geforderte Reduzierung der Wochenarbeitszeit. Die Arbeitgeber sprechen sich geschlossen gegen eine Senkung aus. «Eine Reduzierung der Produktivität führt zu einer Verschlechterung des Fahrplanangebotes», sagte Hauptgeschäftsführer Michael Bosse-Arbogast.

    Am Donnerstag hatten Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne (SPD), Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) und Messechef Jochen Köckler an die Tarifparteien appelliert, die Bedeutung der weltweit wichtigsten Industrieschau zu berücksichtigen.

  • Minister gibt Okay für Rettungsversuch für Wal

    Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister gibt grünes Licht für den Rettungsversuch einer privaten Initiative für den bei Wismar gestrandeten Buckelwal. Das Konzept sehe eine Bergung des lebenden Tieres und einen Transport in die Nordsee und gegebenenfalls bis in den Atlantik vor, sagte Till Backhaus (SPD) bei einer Pressekonferenz in Schwerin.

  • Hohe Kerosinkosten: Lufthansa legt erste Flugzeuge still

    Die Lufthansa legt als Reaktion auf Streiks und hohe Kerosinkosten erste Flugzeuge still. Als Erstes sollen ab Samstag die 27 älteren Flugzeuge der Regionaltochter Cityline am Boden bleiben, wie das Unternehmen mitteilt.

  • EU-Kommission genehmigt deutschen Industriestrompreis

    Deutschland darf seine Industrie mit einem vergünstigten Strompreis unterstützen. Die EU-Kommission genehmigte die Maßnahme im Umfang von 3,8 Milliarden Euro, wie die Brüsseler Behörde mitteilte.

  • Bosch schreibt erstmals seit Jahren rote Zahlen

    Der Technologiekonzern Bosch ist 2025 zum ersten Mal seit Jahren in die roten Zahlen gerutscht. Das Ergebnis nach Steuern lag bei minus 400 Millionen Euro, wie Bosch-Finanzchef Markus Forschner bei der Bilanzvorlage sagte. 2024 hatte der Nachsteuergewinn von Bosch noch bei rund 1,3 Milliarden Euro gelegen.

  • Vier Tote bei Gewalttat an türkischer Schule

    Bei einer Gewalttat an einer Schule im südosttürkischen Kahramanmaras sind drei Schüler und ein Lehrer getötet worden. 20 Menschen seien verletzt worden, sagte der Provinzgouverneur Mükerrem Ünlüer.

  • Das sind die größten Baustellen bei Bosch

    Für den Technologiekonzern Bosch war 2025 ein äußerst schwieriges Jahr. Die schwächelnde Weltwirtschaft schlug mit Wucht auf alle Geschäftsbereiche der Schwaben durch. Und die Sparmaßnahmen des Managements drücken den Gewinn deutlich. Denn bevor der Abbau Tausender Stellen Wirkung zeigt, kostet er erst einmal Milliarden. 

    Im vergangenen Jahr machten die Schwaben einen Nachsteuerverlust von 363 Millionen Euro, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht. 2024 hatte sich der Gewinn unter dem Strich bei dem Stiftungsunternehmen im Vorjahresvergleich bereits halbiert, aber immerhin noch bei rund 1,3 Milliarden Euro gelegen. Zuletzt Verlust gemeldet hatte Bosch demnach im Krisenjahr 2009.

    Ein wesentlicher Grund für den Einbruch sind die Kosten für den Stellenabbau. Diese hätten das Ergebnis mit 2,7 Milliarden Euro belastet, maßgeblich in Form von hohen Rückstellungen. Außerdem wirkten auch Wechselkurseffekte, hohe Kosten, zusätzliche Zölle und Steuereffekte belastend. Der Umsatz stieg 2025 im Vergleich zu 2024 leicht auf 91,0 Milliarden Euro. 

    «Die wirtschaftliche Realität spiegelt sich auch in unseren Ergebnissen wider. 2025 war ein schwieriges, teils auch schmerzhaftes Jahr für Bosch», sagte Bosch-Chef Stefan Hartung bereits im Januar. Die selbstgesteckten Umsatz- und Gewinnziele habe man nicht erreicht. Aber woran lag das? Ein Überblick. 

    Weltlage und «mangelnde Wettbewerbsfähigkeit»

    Die Herausforderungen, die Bosch auf der ganz großen Bühne beschäftigt, sind nicht neu: Die Weltkonjunktur schwächelt, die geopolitische Lage ist nach wie vor unsicher. Hinzugekommen sind 2025 unter anderem die US-Zölle. Auch die Konkurrenz, gerade durch chinesische Anbieter, hat sich erheblich verschärft. Und das nicht nur in der Automobilindustrie, die ohnehin weniger produziert als noch vor ein paar Jahren. In diesem Jahr dürften außerdem die Folgen des Iran-Kriegs hinzukommen und das Unternehmen belasten.

    Nach eigenen Angaben ist Bosch in vielen Bereichen mittlerweile nicht mehr wettbewerbsfähig. Soll heißen: Der Konzern kann im Vergleich zur Konkurrenz nicht mithalten. Der Anspruch ist aber ein anderer. In den wesentlichen Märkten will Bosch zu den drei führenden Anbietern gehören. Das erfordert Hartung zufolge vor allem niedrigere Kosten und nachfrageorientierte Kapazitäten.

    Stellenabbau kostet Milliarden

    Um das Ruder herumzureißen, müssen die Schwaben deutlich sparen. Allein im Zulieferbereich geht es um Milliarden. «Wir arbeiten hart an unseren Sach- und Materialkosten, wir setzen KI noch intensiver ein, um unsere Produktivität zu erhöhen, und wir wägen jede Investition noch sorgfältiger ab», sagte Hartung zu Jahresbeginn. Um Wettbewerbsfähigkeit und Investitionskraft dauerhaft zu sichern, müsse man die Organisation aber auch deutlich verschlanken.

    Das heißt: Es muss am Personal gespart werden. Allein im Zulieferbereich will Bosch in den kommenden Jahren rund 22.000 Stellen streichen. Außerdem gibt es Abbaupläne in anderen Bereichen, unter anderem bei der Hausgerätetochter BSH und der Sparte für Elektrowerkzeuge. Um langfristig beim Personal sparen zu können, muss Bosch richtig tief in die Tasche greifen. 

    Ende 2025 beschäftigte die Gruppe rund 412.774 Menschen auf der ganzen Welt – 5.085 weniger als ein Jahr zuvor. Dabei zeigte sich eine Verschiebung von Europa in andere Weltregionen. Überproportional von der Entwicklung betroffen war Deutschland, wo knapp 30 Prozent der Beschäftigten arbeiten. Insgesamt waren es hier zuletzt 122.968 Menschen – und damit 6.681 oder gut fünf Prozent weniger als zum Ende des Vorjahres.

    Zukunftsprojekte: Teuer – und werfen (noch) wenig ab

    Bosch investiert seit Jahren Milliarden in die Zukunft. E-Mobilität, Software für das automatisierte Fahren, Wasserstoff, Wärmepumpen, bestimmte Chips – in all diesen Bereichen wollen die Schwaben künftig gut aufgestellt sein und Geld verdienen. Bisher geht die Rechnung aber nicht auf. Die Zukunftsfelder müssen nach wie vor erheblich vorfinanziert werden. «Das zehrt an den Erträgen, zumal die Durststrecke mit der verzögerten Marktdurchdringung neuer Technologien länger ist als ursprünglich erwartet», sagte Finanzchef Markus Forschner im Januar.

    Bosch hat also zahlreiche innovative Produkte im Schaufenster stehen. Aber es greifen weniger Kunden zu als ursprünglich erwartet. Dazu gehören Produkte und Komponenten für Elektroautos. Es gibt aber auch andere Beispiele: Bereits seit längerem haben die Schwaben einen prämierten Brennstoffzellen-Antrieb für Lastwagen im Angebot. Die Nachfrage ist nach der Pleite des Hauptkunden aber überschaubar. Bis sich das System auszahlt, dürften Jahre vergehen. 

    Kauflaune der Menschen ist im Keller

    Bosch ist nicht nur der weltgrößte Autozulieferer. Die Produkte des Konzerns finden sich auch in zahlreichen Haushalten. Viele Menschen halten wegen der mauen Wirtschaftslage ihr Geld aktuell aber lieber zusammen. Kühlschränke, Backöfen, Waschmaschinen, Elektrowerkzeuge und Gartengeräte verkauften sich zuletzt schlechter. Die Konsumgüterindustrie sei von einer andauernden Marktschwäche geprägt. Nur in diesem Bereich ging der Umsatz 2025 zurück.

    Wenn doch geshoppt wird, dann oft günstiger – und bei Anbietern aus Fernost. Gerade in Deutschland könne man zum Beispiel beobachten, dass weniger und preiswertere Küchen gekauft werden, sagte Hartung. Mit spürbaren Folgen für die Hausgerätetochter BSH, deren deutsche Werke nicht ausgelastet sind. 

    Zu BSH gehören die Handelsmarken Bosch, Siemens, Neff und Gaggenau. Mit fast identischen Problemen hat auch die Elektrowerkzeug-Sparte zu kämpfen. Die Folge sind auch dort Werksschließungen in Deutschland, Stellenabbau und eine Verlagerung der Produktion ins Ausland.

  • Bosch meldet erstmals seit Finanzkrise Verlust

    Die Milliardenkosten für den Stellenabbau, die US-Zölle und eine hohe Steuerbelastung haben den Technologiekonzern Bosch vergangenes Jahr tief in die roten Zahlen gedrückt. Das Ergebnis nach Steuern lag bei minus 363 Millionen Euro, wie aus dem Geschäftsbericht der Schwaben hervorgeht. 2024 hatte sich der Nachsteuergewinn von Bosch im Vorjahresvergleich bereits halbiert, aber immerhin noch gut 1,3 Milliarden Euro betragen. 

    Damit liegt das Unternehmen deutlich hinter den eigenen Erwartungen. Das Ergebnis sei vor dem Hintergrund der angespannten Rahmenbedingungen und der Sonderbelastungen noch im Bereich des Annehmbaren, sagte Bosch-Chef Stefan Hartung. Es zeige aber auch deutlich, dass man Ertragskraft und Wettbewerbsfähigkeit weiter verbessern müsse. Zuletzt Verlust gemeldet hatte der weltweit größte Autozulieferer demnach im Krisenjahr 2009.

    Kosten für Stellenabbau und Steuereffekte belasten

    Ein wesentlicher Grund für den Einbruch sind die Kosten für den Stellenabbau. Diese hätten das Ergebnis mit 2,7 Milliarden Euro belastet, maßgeblich in Form von Rückstellungen. Das heißt: Unter anderem die Kosten für Abfindungen sind nun in der Bilanz berücksichtigt, die tatsächlichen Auszahlungen erfolgen aber erst schrittweise in den kommenden Jahren. Außerdem wirkten demnach auch Wechselkurseffekte, hohe Kosten und zusätzliche Zölle belastend. 

    In die roten Zahlen drückte Bosch dann letztlich ein anderer Effekt: Vor Steuern lag der Gewinn bei gut 500 Millionen Euro. Dass vor dem Nachsteuergewinn ein Minus steht, hängt Finanzchef Markus Forschner zufolge mit dem Ergebnismix zusammen. Es gibt ihm zufolge Einheiten, die Gewinn machen und normal Steuern bezahlen. Es gebe aber Einheiten mit negativem Ergebnis. Diese bekommen demnach keine Steuern zurück, sondern die Verluste werden in der Zukunft verrechnet.

    Damit ergebe sich ein Bild, das von Sonder- und Einmaleffekten jenseits der eigentlichen Geschäftsentwicklung stark beeinflusst sei, sagte Forschner. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern lag bei 1,8 Milliarden Euro (minus 42 Prozent). Der Umsatz stieg leicht auf rund 91,0 Milliarden Euro. 

    Bosch muss Milliarden einsparen 

    Die schwierige Wirtschaftslage hat im vergangenen Jahr mit voller Wucht bei Bosch durchgeschlagen. Der weltweit größte Autozulieferer leidet nicht nur in seinem Kernbereich, sondern auch in fast allen anderen Geschäftsfeldern. So halten sich zum Beispiel viele Verbraucherinnen und Verbraucher wegen der aktuellen Wirtschaftslage beim Kauf von Geräten wie Kühlschränken, Backöfen, Waschmaschinen, Elektrowerkzeugen und Gartengeräten zurück.

    Nach eigenen Angaben ist Bosch in vielen Bereichen mittlerweile nicht mehr wettbewerbsfähig. Um das Ruder herumzureißen, spart das Management um Hartung kräftig an Personal und Strukturen. Allein im Zulieferbereich will der Konzern aus Gerlingen bei Stuttgart in den kommenden Jahren bis zu 22.000 Stellen streichen. Abbaupläne gibt es aber auch in anderen Bereichen – unter anderem bei der Hausgerätetochter BSH und der Sparte für Elektrowerkzeuge. 

    Verhandlungen über Stellenabbau abgeschlossen

    Die Gespräche im Mobility-Bereich über den Personalabbau sind den Angaben nach inzwischen abgeschlossen. Damit werde man angesichts des steigenden Preisdrucks die künftige Wettbewerbsposition verbessern. «Und auch wenn es noch etwas dauern wird, bis die Maßnahmen die volle Wirksamkeit erreichen, müssen wir sie jetzt umsetzen: so schnell und konsequent wie nötig, aber auch so sozialverträglich wie möglich», sagte Hartung.

    Ende 2025 beschäftigte die Gruppe etwa 412.774 Menschen auf der ganzen Welt – 5.085 weniger als ein Jahr zuvor. Dabei zeigte sich eine Verschiebung von Europa in andere Weltregionen. Überproportional von der Entwicklung betroffen war Deutschland, wo knapp 30 Prozent der Beschäftigten arbeiten. Insgesamt waren es hier zuletzt 122.968 Menschen – und damit 6.681 oder gut fünf Prozent weniger als zum Ende des Vorjahres.

    Wird 2026 besser für Bosch?

    Für eine Entwarnung ist es Hartung zufolge zu früh. Die Herausforderungen seien weiterhin vorhanden und noch immer erheblich. Das Management geht nach wie vor davon aus, dass die hohe globale Unsicherheit – vor allem die nicht abschätzbaren Auswirkungen des Kriegs im Nahen Osten – die Inflation und Wirtschaftsleistung beeinträchtigen werden. Außerdem dürfte der Preis- und Wettbewerbsdruck hoch bleiben. 

    Im laufenden Jahr rechnet Bosch dennoch mit etwas besseren Geschäften. Im ersten Quartal habe man den Umsatz in etwa auf Vorjahresniveau halten können. Für das Gesamtjahr peilen die Manager ein Umsatzwachstum von zwei bis fünf Prozent an. Davon soll auch wieder mehr Gewinn übrig bleiben. 

    «Für 2026 gehen wir von einer erheblichen Ergebnisverbesserung aus», sagte Finanzchef Forschner. Ein Grund dafür sei, dass Sondereffekte nicht mehr im Maße des Vorjahres belasteten. Ebenso wirken sich die Sparmaßnahmen sukzessive positiv auf das Ergebnis aus. Statt einer operativen Umsatzrendite von zwei Prozent wie 2025 rechnet der Finanzchef mit vier bis sechs Prozent.

  • KSB erhöht seine Beteiligung an ai-omatic (FOTO)

    Frankenthal (ots)

    • Anteil an ai-omatic solutions auf 47 Prozent ausgebaut
    • Ganzheitliche Lösung zur vorausschauenden Wartung industrieller Anlagen
    • Wartungscockpit basierend auf Künstlicher Intelligenz (KI) mit hohem Mehrwert in der Anlagenbetreuung

    Der Pumpen- und Armaturenhersteller KSB treibt seine Digitalstrategie konsequent voran. Das Unternehmen baut seine strategische Partnerschaft mit ai-omatic solutions deutlich aus und erhöht seine Beteiligung an dem Hamburger KI-Start-up von bisher 5 Prozent auf nun 47 Prozent. Mit dem Schritt vertieft KSB die Zusammenarbeit im Bereich KI-gestützter Serviceplattformen.

    Bereits die erste Beteiligung Anfang 2024 zeigte klare technologische und geschäftliche Vorteile. „Die digitale Vernetzung von Maschinenkomponenten unter Einsatz von KI bietet einen erheblichen Mehrwert sowohl für Kunden als auch die Maschinenhersteller. Sie führen zu einer neuen Definition der Kundenschnittstelle und erlauben ein ganz neues Portfolio an wichtigen Dienstleistungen wie vorbeugender Wartung“, sagt Dr. Stephan Timmermann, Sprecher der KSB-Geschäftsleitung. „Die KI-Plattform des Unternehmens ermöglicht eine Anlagenüberwachung, die weit über einzelne Komponenten wie Pumpen hinausgeht.“

    Serviceangebot erweitert

    KSB bietet mit dem „KSB Guard Monitoring Service“ bereits jetzt eine etablierte Lösung zur Pumpenüberwachung. Die Technologie von ai-omatic erweitert diesen Ansatz auf komplette Maschinenparks bis hin zu ganzen Industrieanlagen. „Damit können wir unseren Kunden ein ganzheitliches Anlagen-Monitoring aus einer Hand anbieten“, so Dr. Timmermann.

    In gemeinsamen Kundenprojekten zeigt sich heute der Erfolg der Partnerschaft. Die Daten der KSB-Sensorik fließen in die Software von ai-omatic ein und werden dort mit KI-basierten Modellen ausgewertet. Für die Kunden hat das viele Vorteile: Ungeplante Stillstände von Anlagen lassen sich durch frühzeitiges Erkennen von Abweichungen reduzieren. Die Wartungsmannschaften werden entlastet, ein Vorteil in Zeiten des Fachkräftemangels. Darüber hinaus lässt sich die Instandhaltung optimieren, weil der Austausch von Anlagenbauteilen zum bestmöglichen Zeitpunkt stattfindet.

    Wachsender Markt für Predictive Maintenance

    Der Markt für KI-gestützte vorbeugende Wartung wächst jährlich um bis zu 30 Prozent. Besonders Branchen mit kontinuierlichen Produktionsprozessen wie Chemie, Industrie, Energie und Stahl setzen auf entsprechende Lösungen, da Ausfälle hier hohe Folgekosten verursachen. KI bietet dabei einen erheblichen Mehrwert. „Das Unternehmen ai-omatic verfügt über ein innovatives, in der Praxis erprobtes Produkt, das perfekt zu unserer Digitalstrategie passt“, erläutert Dr. Timmermann.

    Zukauf statt Eigenentwicklung

    Die erhöhte Beteiligung ist zugleich ein klares „Win-Win“-Modell für alle Beteiligte. „Durch die Integration des Produktes von ai-omatic verkürzen wir die Entwicklungszeit der KSB-eigenen Steuerungs- und Überwachungsplattform erheblich. Gleichzeitig unterstützen wir ai-omatic in der Professionalisierung ihres Marktzuganges, indem wir dem Unternehmen die KSB-Vertriebskompetenz und das zugehörige Netzwerk zur Verfügung stellen“, sagt Dr. Timmermann.

    KSB ist ein international führender Hersteller von Pumpen und Armaturen. Der Konzern mit seiner Zentrale in Frankenthal ist mit eigenen Vertriebsgesellschaften, Fertigungsstätten und Servicebetrieben auf fünf Kontinenten vertreten. Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2025 mit rund 16.800 Mitarbeitern einen Umsatz von über 3 Mrd. EUR erzielt

    Pressekontakt:
    Sonja Ayasse
    Tel + 49 6233 86-3118
    Mobil +49 151 22953838
    sonja.ayasse@ksb.com
    Weiteres Material: www.presseportal.de
    Quelle:            KSB SE & Co. KGaA
  • 7 Milliarden Euro zusätzliches BIP: Mehr Ingenieurinnen als Schlüssel für Wachstum und Transformation (FOTO)

    Gutachten von VDI und IW vor der Hannover Messe

    Deutschland lässt wirtschaftliches Potenzial in Milliardenhöhe ungenutzt: Kurz vor der Hannover Messe, dem weltweit wichtigsten Branchentreff der Industrie, hat der VDI gemeinsam mit dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) neue Zahlen zur Rolle von Ingenieurinnen für den Standort Deutschland vorgestellt. Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierte der VDI ein Gutachten, das zeigt: Deutschland nutzt das Potenzial von Frauen in Ingenieur- und Informatikberufen noch immer nicht ausreichend.

    Mit biszu 56.100 zusätzlichen weiblichen Fachkräften bis 2035 sind rund 7 Milliarden Euroweitere Wertschöpfung pro Jahr möglich, wenn die Potenziale von Frauen für die Ingenieur- und Informatikberufe konsequenter gehoben werden. Das entspricht einem spürbaren Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) und könnte noch deutlich höher ausfallen, wenn zusätzlich Frauen mit einem Ingenieurstudium auch in anderen Berufsfeldern – etwa Bildung, Forschung oder öffentlichem Dienst – mit eingerechnet werden. Aktuell liegt der Frauenanteil in Ingenieurberufen bei20,6 Prozent. Das entspricht rund217.400 Ingenieurinnenbei insgesamt etwa 1,05 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in diesem Beruf.

    „Die Hannover Messe zeigt, welche Technologien unsere Zukunft prägen werden. Doch klar ist auch: Die größte Herausforderung der Transformation ist nicht die Technik, sondern ihre Umsetzung“, sagt Adrian Willig, Direktor des VDI. „Die Zukunftsfähigkeit Deutschlands entscheidet sich nicht an unseren Potenzialen, sondern daran, ob wir sie konsequent heben. Dazu gehört auch, dass wir das Potenzial von Ingenieurinnen endlich stärker nutzen. Mehr Ingenieurinnen sind nicht nur ein Gleichstellungsthema, sondern ein 7-Milliarden-Euro-Wachstumsprogramm für Deutschland. Es geht nicht um Ersatz, sondern um die konsequente Nutzung vorhandener Talente“, so Willig weiter.

    Ingenieurinnen sind keine Randfrage, sondern ein zentraler Hebel für Wachstum und Innovation in Deutschland. Die VDI-Initiative „Zukunft Deutschland 2050“ zeigt, dass hier ein zentraler Hebel liegt, wenn Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern will.

    Ingenieurinnen fehlen in industriellen Schlüsselbranchen

    Viele Ingenieurinnen arbeiten laut Erhebung nicht in industriellen Kernbranchen bzw. außerhalb ihres eigentlichen Berufsfeldes. Ingenieurinnen entscheiden sich häufiger für wissensintensive Bereiche wie Forschung, Lehre oder Bildung. Sie sind unter anderem Lehrkräfte in MINT-Fächern,Prüferinnen, Unternehmensberaterinnen oder Vertrieblerinnen technischer Produkte. Junge Frauen zeigen insbesondere bei zukunftsrelevanten Themen wie dem Klimaschutz ein starkes Interesse. In industriellen Schlüsselbranchen wie Maschinenbau oder Elektrotechnik sind Ingenieurinnen jedoch deutlich unterrepräsentiert. Im Maschinenbau liegt der Frauenanteil bei 9,0 Prozent. In der Elektroindustrie liegt er nur etwas höher bei 9,5 Prozent.

    Vorhandene Potenziale besser nutzen

    Die Beschäftigung von jungen Frauen in Ingenieur- und Informatikberufen ist in den letzten zehn Jahren bereits gestiegen. „Wenn wir das Potenzial von Frauen stärker nutzen, reden wir über ein Wachstumsprogramm in Milliardenhöhe für den Standort Deutschland“, sagt Prof. Axel Plünnecke vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln. „Allein durch eine weitere Erhöhung des Anteils von Frauen in Ingenieur- und Informatikberufen könnten bis 2035 rund 56.000 zusätzliche Fachkräfte gewonnen werden. Entscheidend ist, vor allem vorhandene Potenziale besser zu heben und zusätzlich neue Qualifikationen zu schaffen.“

    „Ingenieurinnen sind in vielen wichtigen Bereichen aktiv. Netzwerke, Sichtbarkeit und Role Models sind entscheidend, um mehr Frauen für technische Berufe zu gewinnen und sie langfristig in diesen Feldern zu halten“, sagt Prof. Burghilde Wieneke-Toutaoui, Co-Vorsitzende des Netzwerks Frauen im Ingenieurberuf. Der VDI setzt hier gezielt an; unter anderem mit dem Netzwerk „Frauen im Ingenieurberuf„, Mentoring-Programmen und der Initiative „Zukunft Deutschland 2050“. Ziel ist es, die Rolle von Ingenieurinnen stärker sichtbar zu machen und vorhandene Potenziale systematisch zu erschließen.

    Handlungsempfehlungen der VDI-/IW-Studie

    Um dieses Potenzial zu heben, formuliert die Studie konkrete Handlungsempfehlungen. Entscheidend sind bessere Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, flexible Arbeitsmodelle sowie gezielte Weiterbildungs- und Re-Skilling-Angebote – insbesondere für industrielle Schlüsselbranchen. Gleichzeitig gilt es, mehr Frauen für Führungspositionen zu gewinnen und ihre Sichtbarkeit durch Netzwerke und Role Models zu stärken. Ziel ist es, vorhandene Qualifikationen konsequenter in den Bereichen einzusetzen, in denen sie die größte Wirkung für Innovation und Wertschöpfung entfalten.

    Die Studie „Ingenieurinnen in Deutschland – Potenziale, Herausforderungen und Entwicklungen“ hier kostenlos herunterladen.

    Fachlicher Ansprechpartner:

    Maximilian Stindt
    Referent Beruf und Arbeitsmarkt 
    VDI e.V. 
    Telefon: +49 211 6214-653 
    E-Mail: maximilian.stindt@vdi.de
    Ihre Ansprechpartnerin in der VDI-Pressestelle:
    Sarah Janczura
    Pressesprecherin
    Telefon: +49 211 6214-641
    E-Mail: presse@vdi.de
    Weiteres Material: www.presseportal.de
    Quelle:            VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V.