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  • RTL: Gottschalk wird in Samstagabendshow auftreten

    Fernsehmoderator Thomas Gottschalk wird trotz seiner Krebserkrankung in einer Liveshow auftreten. «Die Show „Denn sie wissen nicht, was passiert“ wird wie geplant am kommenden Samstag, den 6. Dezember, stattfinden», sagte ein RTL-Sprecher. «Auf ausdrücklichen Wunsch von Thomas Gottschalk wird er gemeinsam mit Barbara Schöneberger und Günther Jauch noch einmal Seite an Seite mit dem Publikum einen unterhaltsamen Abschiedsabend von der großen Showbühne feiern.»

  • RTL Deutschland streicht rund 600 Stellen im Konzern

    RTL Deutschland baut im Zuge einer Neustrukturierung rund 600 Stellen ab. Man stehe vor zwei großen Herausforderungen – dem tiefgreifenden Wandel im Medienmarkt und der schwierigen konjunkturellen Lage, sagte RTL-Deutschlandchef Stephan Schmitter der Deutschen Presse-Agentur.

  • Längere Kurzarbeit soll Arbeitsmarkt stabilisieren

    Das Bundesarbeitsministerium plant erneut eine Verlängerung der Bezugsdauer für Kurzarbeitergeld auf bis zu 24 Monate. Das geht aus einem neuen Verordnungsentwurf hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

    Als Grund wird die unsichere wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2026 genannt. Gerade exportorientierte Branchen würden unter der sprunghaften Handels- und Sicherheitspolitik der USA und möglichen Gegenreaktionen durch Handelspartner leiden. 

    Bas: «Stehe an der Seite der Beschäftigten und der Unternehmen»

    Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) teilte mit, sie kämpfe «um jeden guten Industriearbeitsplatz in unserem Land». Trotz des Investitionspakets von 500 Milliarden Euro seien «einige Unternehmen und vor allem ihre Beschäftigten in der aktuellen Situation auf Unterstützung angewiesen», so Bas. Deshalb werde eine Verlängerung des Kurzarbeitergeldes auf 24 Monate bis Ende 2026 jetzt «sehr schnell auf den Weg» gebracht. «Als Arbeitsministerin stehe ich an der Seite der Beschäftigten und der Unternehmen in diesem Land», betonte Bas.

    Mehr Planungssicherheit, weniger Personalabbau

    Regulär ist eine Bezugsdauer von längstens zwölf Monaten vorgesehen. Eine Verlängerung solle auf Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite wirken: Den Beschäftigten sollen ihre bedrohten Jobs gesichert werden. Den Unternehmen soll das Halten ihrer oft langjährigen bewährten Arbeitskräfte erleichtert werden.

    Ohne eine Verlängerung befürchtet das Bundesarbeitsministerium einen «erheblichen Personalabbau bei den von Kurzarbeit betroffenen Betrieben», heißt es in dem Entwurf. Das Bundesministerium rechnet mit Mehrausgaben zulasten des Haushaltes der Bundesagentur für Arbeit (BA) «von schätzungsweise rund 180 Millionen Euro».

    Mehr als 200.000 Beschäftigte in Kurzarbeit

    Kurzarbeit bedeutet, dass alle oder nur ein Teil der Beschäftigten in einem Betrieb weniger Stunden arbeiten, als sie normalerweise arbeiten müssten. Die Auszahlung des Kurzarbeitergeldes durch die Agentur für Arbeit soll Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber bei den Kosten entlasten und Kündigungen verhindern.

    Aktuell arbeiten rund 209.000 Beschäftigte in Kurzarbeit. Zum Vergleich: Vor Ausbruch der Corona-Pandemie im September 2019 waren es rund 75.000. Rund 76 Prozent entfallen auf das Verarbeitende Gewerbe, mit Schwerpunkten im Maschinenbau und in der Herstellung von Metallerzeugnissen.

    Es ist nicht das erste Mal, dass die Bezugsdauer von Kurzarbeitergeld ausgedehnt wird: Auch aktuell gilt eine Bezugsdauer von 24 Monaten, die aber am 31. Dezember 2025 ausläuft.

  • Umfrage: Jeder Fünfte sorgt sich um seinen Job im Südwesten

    Die Menschen in Baden-Württemberg haben Angst um ihren Job. Jeder Fünfte sorgt sich um seinen Arbeitsplatz, wie aus einer in Stuttgart veröffentlichten Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Unternehmer Baden-Württemberg hervorgeht. Männer fürchteten deutlich mehr um ihr Beschäftigungsverhältnis als Frauen, jüngere Erwerbstätige mehr als ältere.

    Der Präsident der Unternehmer Baden-Württemberg, Thomas Bürkle, sagte, die Menschen im Land seien besorgt, und diese Besorgnis erschöpfe sich nicht in kurzfristigen Stimmungswerten. «Sie reicht tief in das Zukunftsvertrauen hinein. Wir müssen das ernst nehmen.» Der repräsentativen Umfrage zufolge sieht die Mehrheit der Bevölkerung im Südwesten die Lage der Industrie kritisch. 38 Prozent halten die Lage der Industrie im Bundesland für gut, 56 Prozent für schwierig wie Allensbach-Geschäftsführerin Renate Köcher mitteilte.

    Umfrage wenige Monate vor der Landtagswahl

    Baden-Württemberg ist stark durch die Autoindustrie und ihre Zulieferer und den Maschinenbau geprägt. Viele Unternehmen kündigten in der Vergangenheit zum Teil einen massiven Stellenabbau an. So will unter anderem Bosch Tausende Jobs streichen. Aber gleichfalls bauen Porsche, Mercedes-Benz, Daimler Truck oder viele kleinere Mittelständler Arbeitsplätze ab. 79 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass eine fortgesetzte Schwächung der Industrie den Wohlstand im Land bedrohen würde. Köcher sagte, insbesondere in der jungen Generation gebe es mittlerweile weit verbreitet die Befürchtung, dass das Wohlstandsniveau sinken und sie entsprechend nicht das Wohlstandsniveau ihrer Eltern erreichen werde.

    Der Unternehmerverband gab die Erhebung wenige Monate vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg in Auftrag. Die Wahl ist am 8. März 2026. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) tritt nicht mehr an. In den Umfragen liegt die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Manuel Hagel derzeit vor den Grünen. Ihr Spitzenkandidat ist der frühere Landwirtschaftsminister Cem Özdemir.

  • Gemüseanbau in Stadtnähe / DBU fördert Startup „Pflanzentheke“ mit 175.000 Euro (FOTO)

    Stadtnahe Produktion von Lebensmitteln: Das hessische Startup Pflanzentheke bietet dafür als Lösung A-förmige Pflanzen-Regale an, die von Hobbygärten bis zu landwirtschaftlichen Großbetrieben genutzt werden können. Dort wachsen – bei geringem Flächenbedarf – Pflanzen nicht in der Erde, sondern in nährstoffreichem Wasser. Der nächste Schritt: die Automatisierung und gezielte Steuerung des Anbaus. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Forschungsprojekt mit 175.000 Euro.

    Effiziente Nutzung von Zeit, Ressourcen und Energie

    Der Großteil des in Deutschland konsumierten Obsts und Gemüses wird importiert. Laut Zahlen des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Heimat (BMLEH) liegt die Selbstversorgungsrate – also der Anteil der im Land produzierten im Vergleich zu den insgesamt verbrauchten Gütern – für Gemüse bei 36 Prozent, für Obst lediglich bei 20 Prozent. Besonders große Städte sind auf die Versorgung durch Lebensmittellieferungen über weite Distanzen angewiesen. DBU-Generalsekretär AlexanderBonde: „Nahrungsmittelanbau nah an urbanen Zentren mit hohem Bedarf spart teure und klimaschädliche Transportwege. Das geht jedoch nur mit einer effizienten Nutzung der knappen Flächen.“ Genau dieses Ziel verfolgt das Startup Pflanzentheke aus dem hessischen Lorsch mit sogenannten Vertical-Farming-Systemen für den geschützten Anbau – also dem vertikalen Anbau von Lebensmitteln in geschlossenen Anlagen wie Gewächshäusern oder Folientunneln. Mitgründer LeonWelker: „Das Gemüse wächst in A-förmigen Regalen in einem sogenannten hydroponischen System – Pflanzen gedeihen also in nährstoffhaltigem Wasser anstatt in Erde auf im Schnitt sieben Stufen pro Anlage.“ Nun nimmt das Unternehmen mit der DBU-Förderung in Höhe von 175.000 Euro die Automatisierung des Systems ins Visier – für einen effizienteren Einsatz von Zeit, Ressourcen und Energie.

    Automatisiertes und datenbasiertes Pflanzenwachstum

    Nach den Worten von Startup-Mitgründer Welker erfolgte die Bestückung mit Jungpflanzen der vertikalen Anlagen sowie die Ernte bislang manuell. Nun arbeitet das Startup an einer vollständigen Automatisierung des Produktionsprozesses – bei minimalem Energieverbrauch und niedrigen Betriebskosten. „Wir setzen auf praxisnahe Automatisierungsschritte, die konkret dort ansetzen, wo kleine und mittlere Betriebe heute an ihre Grenzen stoßen: bei Ernte, Wiederbepflanzung und Systempflege“, so Welker. Das Ziel sei, die tägliche Arbeit „deutlich zu erleichtern – mit einem modularen System, das ressourcenschonend arbeitet, Wasser spart und Arbeitszeit reduziert“. Welker: „Damit machen wir effiziente Hydroponik auch für kleinere Betriebe wirtschaftlich zugänglich.“ Dazu werde das vorhandene A-förmige Anbaumodell in Bewegung versetzt und an eine intelligente Steuerung angeschlossen. „Mit Sensoren zur Überwachung werden die Pflanzenreihen mit den passenden Nährstoffen für die jeweilige Wachstumsphase versorgt – vollständig datenbasiert“, so der Startup-Mitgründer. Jede Reihe beherberge ein Gemüse in einem anderen Wachstumsstadium. Welker: „Durch die bewegliche Anlage optimieren wir auch den Zugang zum Sonnenlicht je nach Reifegrad.“ Schließlich könne eine Reihe geerntet und wiederbestückt werden, während die anderen Pflanzen durch die Umpositionierung ungestört wachsen.

    Anlage soll Böden schonen sowie Wasser- und Düngerverbrauch reduzieren

    Die von dem Startup entwickelte Anlage ermöglicht Welker zufolge, Böden zu schonen, den Wasser- und Düngerverbrauch zu reduzieren und auf kleinen Flächen möglichst viele Lebensmittel anzubauen. „Das System kommt bei gleichem Ertrag mit rund 90 Prozent weniger Wasser und 85 Prozent weniger Dünger aus als die konventionelle Landwirtschaft,“ so der Pflanzentheke-Mitgründer. „Wir verbinden die Vorteile des Indoor-Vertical-Farmings – etwa bei Nährstoffnutzung und Wassereffizienz – mit einem entscheidenden Plus: Unsere Anlagen nutzen natürliches Sonnenlicht und kommen daher mit einem Bruchteil der Energiekosten aus“, sagt Welker. „Das macht den ressourcenschonenden Anbau wirtschaftlich tragfähig – auch ohne energieintensive Beleuchtungssysteme.“ Welker weiter: „Weite Transporte erzeugen hohe Mengen klimaschädlicher Treibhausgase. Der Anbau nah an Städten mithilfe solcher Vertical-Farming-Systeme reduziert die Lieferwege sowie die je nach Lebensmittel energieintensiven Kühlketten.“

    DBU-Förderung ermöglicht klima- und umweltschonenden Lebensmittelanbau

    Das Startup war bereits bis Ende 2024 Teil der Green Startup-Förderung der DBU. Dadurch wurde nach Welkers Worten die Marktreife des Produkts erfolgreich erreicht. Die Entwicklung der Anlage sei zudem mit fachlicher Unterstützung durch die Hochschule Osnabrück erfolgt. „Die Automatisierung ist nun ein neues, zeitintensives Forschungsprojekt – eine Entwicklung, die wir im laufenden Betrieb nicht leisten könnten“, so Welker. Die erneute Förderung ermögliche mehr klima- und umweltschonenden Lebensmittelanbau mithilfe der automatisierten Pflanzentheke-Anlagen. Zielgruppen sind dem Unternehmen zufolge vor allem kleine und mittelgroße Betriebe. „Die Pflanzentheken sind schnell installierbar, da sie an bestehender Infrastruktur befestigt werden können“, so Welker. Neben den ökologischen Vorteilen des Systems solle die Automatisierung auch den steigenden Fachkräftemangel im Gartenbau in Teilen kompensieren.

    Pressekontakt:
    Klaus Jongebloed
    - Pressesprecher -
    
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    Weiteres Material: www.presseportal.de
    Quelle:            Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
  • Thomas Gottschalk: «Ich habe Krebs»

    Moderator Thomas Gottschalk hat eine Krebserkrankung öffentlich gemacht. «Ich glaube, es wird Zeit, dass wir die Karten auf den Tisch legen. Ich habe Krebs», sagte er in einem «Bild»-Interview, das er gemeinsam mit seiner Ehefrau Karina gab.

  • Moskau erklärt Pokrowsk für erobert

    Das russische Militär hat dem Kreml zufolge die seit etwa einem Jahr umkämpfte ukrainische Bergarbeiterstadt Pokrowsk im Gebiet Donezk vollständig eingenommen. Dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sei die Eroberung von Pokrowsk gemeldet worden, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Journalisten. Aus Kiew gab es zunächst keine Bestätigung.

  • Britischer Dramatiker Tom Stoppard ist tot

    Der britische Dramatiker und Oscar-Preisträger Tom Stoppard («Shakespeare In Love») ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Das berichtete die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf seine Agentur, die ein Statement auf ihrer Webseite veröffentlichte.

  • Korrektur: Z-IMG Zachert Ingenieurtechnik und Maschinenbau GmbH stellt Insolvenzantrag – angekündigter Rücktritt der Verkäuferseite beendet Grundlage für Neustart

    Korrigierte Fassung der Meldung vom 02.12.2025 – 13:53

    (Bitte beachten Sie die Korrektur im vierten Absatz. Es muss „die in Aussicht gestellten Aufträge“ heißen.)

    Die Z-IMG Zachert Ingenieurtechnik und Maschinenbau GmbH wird heute beim zuständigen Insolvenzgericht einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen. Grund hierfür ist der angekündigte Rücktritt der Verkäuferseite vom im Dezember 2024 geschlossenen Asset Deal. Damit entfällt die vertragliche Grundlage, auf der der Neustart des Betriebs zum 1. April 2025 beruhte.

    Traditionsbetrieb mit Zukunftspotenzial unter klaren Bedingungen

    Die frühere IMG galt über Jahrzehnte als prägender Industriestandort in Rostock und war international im Nischenbereich des Anlagen- und Automatisierungsbaus für den Schiffbau anerkannt. Der Kauf durch Investor Olaf Zachert erfolgte vor dem Hintergrund eines dynamischen Marktumfelds: Seit 2025 verzeichnet die globale Schiffbauindustrie eine deutliche Belebung, getragen von Modernisierungsprogrammen und steigender Nachfrage nach technologischen Sonderlösungen. Unter verlässlichen Rahmenbedingungen hätte Z-IMG in diesem Umfeld gute Chancen auf eine nachhaltige Fortführung gehabt.

    Wirtschaftliche Zusagen nicht eingelöst, Vertragsklarheit blieb aus

    Entscheidend für die Kaufentscheidung waren umfangreiche Darstellungen der Verkäuferseite, darunter eine ursprünglich mit rund 380 Millionen Euro bezifferte Projektpipeline. Diese wurde im Laufe der Vorbereitungen auf etwa 45 Millionen Euro konkretisiert, wobei kurz vor Vollzug nochmals mehrere potenzielle Aufträge durch die Verkäuferseite bestätigt wurden. Diese Aussichten machten einen Neustart unter den gegebenen Marktbedingungen plausibel.

    Nach Vollzug der Übernahme am 1. April 2025 zeigte sich jedoch, dass die in Aussicht gestellten Aufträge nicht realisierbar waren und neue Kunden nicht gewonnen werden konnten. Zudem erwiesen sich gekaufte Assets als unvollständig. Zur Klärung dieser Diskrepanzen legte Z-IMG im September 2025 eine Ergänzungsvereinbarung vor, die Anfang Oktober offiziell übermittelt wurde. Eine Einigung kam bis zuletzt nicht zustande. Die fortgesetzte Ungewissheit über Vertragsinhalt, Eigentumsverhältnisse und Zuständigkeiten verhinderte langfristige Geschäftsentscheidungen – insbesondere gegenüber Werften, deren Projekte langfristige Zusagen erfordern.

    Finanzierung unmöglich bei fehlender Rechtssicherheit

    Externe Investoren standen grundsätzlich bereit, die notwendige Kapitalzufuhr zu leisten, insbesondere zur Begleichung ausstehender Löhne. Voraussetzung dafür war jedoch eine geklärte vertragliche und rechtliche Situation. Wegen der über Monate offenen Fragen zu IP, Vermögenszuordnung und Haftungsstruktur war eine rechtssichere Einbindung von Kapital nicht möglich. Ebenso wenig ließ sich unter diesen Umständen eine Kaufpreiszahlung verantworten.

    Trotz wiederholter Angebote zur Abstimmung – zuletzt auch mit der Verkäuferseite und dem Gläubigerausschuss – blieb eine Lösung aus. Der nun erklärte Rücktritt der Verkäuferseite macht deutlich: Es existiert keine tragfähige Grundlage mehr für eine Fortführung.

    Verantwortungsvoller Umgang mit Mitarbeitenden und Gläubigern

    „Wir waren überzeugt, diesem traditionsreichen technischen Standort im Schiffbaumarkt eine neue Zukunftsperspektive geben zu können“, sagt Olaf Zachert, Investor und Gründer von Zachert Private Equity. „Dass sich diese Erwartungen nicht erfüllt haben und entscheidende Klärungen ausblieben, trifft vor allem die Mitarbeitenden, die in den vergangenen Monaten große Geduld und Loyalität gezeigt haben. Der Insolvenzantrag ist nun der einzig verantwortbare Schritt, um die Situation transparent zu ordnen, die offenen Löhne regulär abzuwickeln und den Beschäftigten die Klarheit zu geben, die sie nach dieser belastenden Zeit verdienen.“

    „Die Antragstellung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die vertragliche Lage erstmals eindeutig ist“, so Zachert weiter. „Der Gesellschafter ist bereit im nun folgenden strukturierten Verfahren die notwendige Liquidität bereitzustellen, um die berechtigten Löhne und Gehälter vollständig auszugleichen.“

    Unabhängig vom Insolvenzverfahren wird der Gesellschafter die Vorgänge der vergangenen Monate, vor allem zur Informationslage, Vertragsgestaltung und wirtschaftlichen Entwicklung, rechtlich aufarbeiten lassen.

    Über die Z-IMG GmbH

    Z-IMG Zachert Ingenieurtechnik und Maschinenbau GmbH ist ein Maschinenbauunternehmen mit Fokus auf Sonderanlagen für den Schiffbau sowie für den Brücken- und Schienenbau. Das Unternehmen entstand aus dem Asset Deal mit der insolventen IMG und beschäftigte nach der Übernahme im April 2025 rund 60 Mitarbeitende.

    Pressekontakt:
    zachert@wmp-ag.de
    Weiteres Material: www.presseportal.de
    Quelle:            Zachert Private Equity GmbH
  • Korrektur: Z-IMG Zachert Ingenieurtechnik und Maschinenbau GmbH stellt Insolvenzantrag – angekündigter Rücktritt der Verkäuferseite beendet Grundlage für Neustart

    Korrigierte Fassung der Meldung vom 02.12.2025 – 13:53

    (Bitte beachten Sie die Korrektur im vierten Absatz. Es muss „die in Aussicht gestellten Aufträge“ heißen.)

    Die Z-IMG Zachert Ingenieurtechnik und Maschinenbau GmbH wird heute beim zuständigen Insolvenzgericht einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen. Grund hierfür ist der angekündigte Rücktritt der Verkäuferseite vom im Dezember 2024 geschlossenen Asset Deal. Damit entfällt die vertragliche Grundlage, auf der der Neustart des Betriebs zum 1. April 2025 beruhte.

    Traditionsbetrieb mit Zukunftspotenzial unter klaren Bedingungen

    Die frühere IMG galt über Jahrzehnte als prägender Industriestandort in Rostock und war international im Nischenbereich des Anlagen- und Automatisierungsbaus für den Schiffbau anerkannt. Der Kauf durch Investor Olaf Zachert erfolgte vor dem Hintergrund eines dynamischen Marktumfelds: Seit 2025 verzeichnet die globale Schiffbauindustrie eine deutliche Belebung, getragen von Modernisierungsprogrammen und steigender Nachfrage nach technologischen Sonderlösungen. Unter verlässlichen Rahmenbedingungen hätte Z-IMG in diesem Umfeld gute Chancen auf eine nachhaltige Fortführung gehabt.

    Wirtschaftliche Zusagen nicht eingelöst, Vertragsklarheit blieb aus

    Entscheidend für die Kaufentscheidung waren umfangreiche Darstellungen der Verkäuferseite, darunter eine ursprünglich mit rund 380 Millionen Euro bezifferte Projektpipeline. Diese wurde im Laufe der Vorbereitungen auf etwa 45 Millionen Euro konkretisiert, wobei kurz vor Vollzug nochmals mehrere potenzielle Aufträge durch die Verkäuferseite bestätigt wurden. Diese Aussichten machten einen Neustart unter den gegebenen Marktbedingungen plausibel.

    Nach Vollzug der Übernahme am 1. April 2025 zeigte sich jedoch, dass die in Aussicht gestellten Aufträge nicht realisierbar waren und neue Kunden nicht gewonnen werden konnten. Zudem erwiesen sich gekaufte Assets als unvollständig. Zur Klärung dieser Diskrepanzen legte Z-IMG im September 2025 eine Ergänzungsvereinbarung vor, die Anfang Oktober offiziell übermittelt wurde. Eine Einigung kam bis zuletzt nicht zustande. Die fortgesetzte Ungewissheit über Vertragsinhalt, Eigentumsverhältnisse und Zuständigkeiten verhinderte langfristige Geschäftsentscheidungen – insbesondere gegenüber Werften, deren Projekte langfristige Zusagen erfordern.

    Finanzierung unmöglich bei fehlender Rechtssicherheit

    Externe Investoren standen grundsätzlich bereit, die notwendige Kapitalzufuhr zu leisten, insbesondere zur Begleichung ausstehender Löhne. Voraussetzung dafür war jedoch eine geklärte vertragliche und rechtliche Situation. Wegen der über Monate offenen Fragen zu IP, Vermögenszuordnung und Haftungsstruktur war eine rechtssichere Einbindung von Kapital nicht möglich. Ebenso wenig ließ sich unter diesen Umständen eine Kaufpreiszahlung verantworten.

    Trotz wiederholter Angebote zur Abstimmung – zuletzt auch mit der Verkäuferseite und dem Gläubigerausschuss – blieb eine Lösung aus. Der nun erklärte Rücktritt der Verkäuferseite macht deutlich: Es existiert keine tragfähige Grundlage mehr für eine Fortführung.

    Verantwortungsvoller Umgang mit Mitarbeitenden und Gläubigern

    „Wir waren überzeugt, diesem traditionsreichen technischen Standort im Schiffbaumarkt eine neue Zukunftsperspektive geben zu können“, sagt Olaf Zachert, Investor und Gründer von Zachert Private Equity. „Dass sich diese Erwartungen nicht erfüllt haben und entscheidende Klärungen ausblieben, trifft vor allem die Mitarbeitenden, die in den vergangenen Monaten große Geduld und Loyalität gezeigt haben. Der Insolvenzantrag ist nun der einzig verantwortbare Schritt, um die Situation transparent zu ordnen, die offenen Löhne regulär abzuwickeln und den Beschäftigten die Klarheit zu geben, die sie nach dieser belastenden Zeit verdienen.“

    „Die Antragstellung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die vertragliche Lage erstmals eindeutig ist“, so Zachert weiter. „Der Gesellschafter ist bereit im nun folgenden strukturierten Verfahren die notwendige Liquidität bereitzustellen, um die berechtigten Löhne und Gehälter vollständig auszugleichen.“

    Unabhängig vom Insolvenzverfahren wird der Gesellschafter die Vorgänge der vergangenen Monate, vor allem zur Informationslage, Vertragsgestaltung und wirtschaftlichen Entwicklung, rechtlich aufarbeiten lassen.

    Über die Z-IMG GmbH

    Z-IMG Zachert Ingenieurtechnik und Maschinenbau GmbH ist ein Maschinenbauunternehmen mit Fokus auf Sonderanlagen für den Schiffbau sowie für den Brücken- und Schienenbau. Das Unternehmen entstand aus dem Asset Deal mit der insolventen IMG und beschäftigte nach der Übernahme im April 2025 rund 60 Mitarbeitende.

    Pressekontakt:
    zachert@wmp-ag.de
    Weiteres Material: www.presseportal.de
    Quelle:            Zachert Private Equity GmbH