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  • Trump verkündet zehntägige Waffenruhe im Libanon

    Mehr als sechs Wochen nach Beginn der jüngsten Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz hat US-Präsident Donald Trump eine Waffenruhe im Libanon verkündet. Die zehntägige Feuerpause solle um Mitternacht (Ortszeit) beginnen, schrieb er nach Gesprächen mit dem libanesischen Staatspräsidenten Joseph Aoun und mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu auf seiner Plattform Truth Social.

  • Drei Tote durch mutmaßlichen Unfall in Lederfabrik

    Bei einem mutmaßlichen Unglück in einer Lederfabrik im hessischen Runkel sind drei Menschen ums Leben gekommen. Zwei weitere Personen seien schwer verletzt in Krankenhäuser gebracht worden, teilte das Landesinnenministerium mit. Als mögliche Ursache werde unter anderem Kohlenstoffdioxid in Betracht gezogen.

  • Weniger Studienplätze: Wie Berlins Hochschulen sparen

    Das Sommersemester hat am 1. April begonnen, doch an Berlins staatlichen Hochschulen stehen Einschnitte an: Studiengänge sollen gestrichen, Plätze abgebaut und Stellen teils nicht neu besetzt werden. Hintergrund sind Sparmaßnahmen infolge der neu verhandelten Hochschulverträge. 

    Zu Erinnerung: Gemäß der neuen Verträge übernimmt das Land Berlin seit Jahresbeginn die Pensionslasten der verbeamteten Hochschulbeschäftigten, außerdem sind für 2027 und 2028 zusätzliche 62 Millionen Euro vereinbart. Weitere rund 156 Millionen Euro sind für ein Solidarmodell vorgesehen, das vor allem kleinere Hochschulen stärken soll. Knackpunkt bleiben aber die Grundzuschüsse, die geringer steigen als zunächst geplant. Wie sich das an den Hochschulen auswirkt.

    Die Lage an der Humboldt-Universität (HU)

    «Angesichts der massiven Kürzungen muss die Universität in allen Bereichen drastisch sparen, um weiterhin leistungsfähig zu bleiben», erklärte eine HU-Sprecherin. Vergangenes Jahr standen der Uni rund 24,4 Millionen Euro weniger zur Verfügung. Eine genaue Berechnung der Lücke für 2026 sei schwierig. Ab dem 1. April 2026 dürften frei werdende, aus dem Haushalt finanzierte Stellen zunächst sechs Monate lang nicht neu besetzt werden – diese Regelung gelte befristet bis zum 31. Dezember 2027.

    An der HU werde ein Gesamtsparplan erarbeitet, betroffen seien alle Bereiche. Ziel sei, möglichst wenige Studienplätze abzubauen – und wenn, dann vor allem wenig nachgefragte. Ob ganze Studiengänge gestrichen werden, ist offen. 

    Die HU rechne damit, künftig weniger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in frühen Karrierephasen zu beschäftigen, wolle aber sicherstellen, dass aktuell befristet Beschäftigte ihre Qualifikationsphasen abschließen könnten. Laut Zahlen der Berliner Wissenschaftsverwaltung waren im Oktober vergangenen Jahres rund 35.000 Studierende an der HU eingeschrieben.

    Die Lage an der Freie Universität (FU)

    Der FU stehen dieses Jahr 42,41 Millionen Euro weniger zur Verfügung. Alle Fachbereiche und Verwaltungsbereiche sind von Kürzungen im Personalbudget von rund 10 Prozent betroffen, wie eine FU-Sprecherin mitteilte. Im Wissenschaftsbereich treffe es den Angaben nach vor allem befristete Stellen und damit vor allem Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. 

    Zwangsläufig wirken sich die Einbußen beim Personal auch auf Studienplätze und Studienangebot aus. Wie konkret, werde derzeit noch diskutiert, sagte die FU-Sprecherin. Abschließende Entscheidungen gebe es noch nicht. Die Kürzungen würden vollumfänglich in den kommenden acht bis zehn Jahren umgesetzt. Die Uni setze aber alles darin, das Angebot und die Studienqualität bestmöglich aufrechterhalten. Im Wintersemester waren laut der Sprecherin 34.500 Studierende an der FU immatrikuliert.

    Die Lage an der Technische Universität (TU)

    «Die finanzielle Haushaltslage und die Budgetkürzungen sind große Herausforderungen, auch unsere Bausubstanz. Was das anbelangt, ist die Stimmung insgesamt bedrückend», sagte TU-Präsidentin Fatma Deniz kürzlich. Die TU Berlin muss eigenen Angaben zufolge bis Ende 2028 einen Betrag von 65 Millionen Euro dauerhaft kürzen (15 Prozent des Haushaltes). Gleichzeitig beläuft sich der Sanierungsstau für die Hochschule auf 2,4 Milliarden Euro. Zahlreiche Gebäude sind marode. 

    2025 erklärte die TU, 18 Strukturprofessuren sowie ein Vielfaches an Stellen für die Wissenschaftlichen Mitarbeitenden streichen zu müssen. Die Uni rechne mit mindestens 5.000 weniger Studienplätzen, hieß es damals.

    Die TU hat die geänderten Hochschulverträge als einzige staatliche Hochschule noch nicht unterschrieben. Ex-TU-Präsidentin Geraldine Rauch war im Februar nicht zu dem Termin erschienen. Ob und wann die neue Präsidentin Deniz dies nachholt, ließ sie bei einem dpa-Interview im März offen. Im Oktober vergangenen Jahres zählte die TU rund 34.000 Studierende.

    Die Lage an der Universität der Künste (UDK)

    Die UDK erwartet bis 2028 ein Defizit von 7,5 Millionen Euro, wie eine UDK-Sprecherin mitteilte. Eine der Folgen: Der Master-Studiengang Lied / Oratorium / Konzert der Fakultät Darstellende Kunst wird eingestellt. In einzelne Fällen seien Kürzungen von Studienplätzen im zweistelligen Bereich angedacht. In den nächsten Monaten will die Hochschule prüfen, ob sich die Einsparungen zunächst über gestraffte Studienordnungen und ein kleineres Lehrangebot auffangen lassen. Reiche das nicht aus, müssten weitere Studienplätze wegfallen.

    Und beim Personal? 17 Vollzeit-Professorenstellen, 18 Vollzeitstellen im Mittelbau aller vier Fakultäten und 27 Vollzeitstellen in der zentralen Verwaltung sollen wegfallen, wie die UDK-Sprecherin sagte. Sobald die Stellen frei würden, würden sie nicht mehr nachbesetzt. Unmittelbare Auswirkungen gibt es auf befristete Stellen, auf denen oft Nachwuchswissenschaftler sitzen. Die UDK spricht von der am weitreichendsten Umstrukturierung seit den letzten «drastischen Kürzungsvorgaben» 2003/2004. An der UDK studieren rund 4.500 Menschen.

    Die Lage der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW)

    Bis 2028 muss die HTW 41 Millionen Euro sparen. In der Folge könnten dadurch pro Jahr 430 Studienplätze weniger angeboten werden, davon 320 Bachelor- und 110 Master-Studienplätze, sagte eine HTW-Sprecherin. In den Blick genommen würden Studiengänge, die nicht ausgelastet seien. Die Maßnahmen greifen ihren Angaben zufolge frühstens ab kommenden Wintersemester. 

    Folgende Studiengänge könnten laut Plan gestrichen werden: der Fernstudiengang Maschinenbau, der Master Construction and Real Estate Management und der Fernstudiengang BWL. In anderen Bereichen könnten Fachbereiche zusammengeführt werden.

    Die Personalstellen sollen um rund zehn Prozent reduziert werden. In den kommenden Jahren würden rund 80 Stellen abgebaut, sagte die HTW-Sprecherin. Auslaufende Stellen würde nur sehr beschränkt wiederbesetzt. Dieses Wintersemester zählte die HTW nach Angaben der Sprecherin rund 16.240 Studierende.

    Die Lage an der Berliner Hochschule für Technik (BHT)

    In den Bachelor-Studiengängen sollen etwa 320 Plätze gestrichen werden, wie BHT-Präsidentin Julia Neuhaus erklärte. Vor allem in Studiengängen, die nicht ausgelastet sind, soll demnach gekürzt werden. So will die Hochschule vermeiden, die Zahl der Studierenden insgesamt begrenzen zu müssen. 

    Komplett gestrichen werden die Studiengänge Elektromobilität und Computational Engineering and Design. Ziel sei es, die Inhalte über Wahlmodule in angrenzenden Studiengängen zu erhalten. «Geplant ist auch von den zwei Physik-Studiengängen nur einen weiterzuführen.» Außerdem würden Studienplätze in den Studiengängen Gebäude- und Energietechnik sowie Lebensmitteltechnologie, Mechatronik und Maschinenbau reduziert.

    In Lehre und Forschung sollen 34 Strukturprofessuren wegfallen, auch einige offene Laborstellen würden nicht mehr besetzt. In der Verwaltung würden alle Stellen vor einer Ausschreibung kritisch auf eine Wiederbesetzung geprüft. 

    Die BHT musste allein vergangenes Jahr acht Millionen Euro sparen, wie Neuhaus sagte. Bis 2028 müssten 15 Millionen Euro aus Rücklagen verwendet werden, um das Finanzloch auszugleichen. An der BHT waren diesen Winter knapp 12.000 Studierende immatrikuliert (Stand Dezember 2025).

  • Elektrobranche profitiert von Boom bei Rechenzentren

    Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie sieht sich nach den Produktionsrückgängen der Vorjahre wieder auf Wachstumskurs. «Die Talsohle ist erreicht, Wachstum stellt sich wieder ein», sagte der Präsident des Branchenverbandes ZVEI, Gunther Kegel, im Vorfeld der Hannover Messe, die am Montag beginnt. Die zwei Prozent Zuwachs bei der Produktion, die er im Januar prognostiziert habe, seien nach wie vor zu erreichen, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

    Daran änderten auch die aktuellen Verwerfungen durch den Iran-Konflikt und die explodierenden Ölpreise nichts, so der Verbandschef, der am Sonntag bei der Eröffnungsfeier der Messe sprechen wird. «Wir glauben nach wie vor, dass wir nach drei schwierigen Jahren wieder zulegen können, wenn die Verwerfungen durch den Iran-Krieg und beim Ölpreis schnell überwunden werden können.»

    «Politisch pfeift den Unternehmen ein scharfer Gegenwind um die Ohren», räumte Kegel ein. Bisher drücke das aber in der Elektro- und Digitalindustrie noch nicht auf das Geschäft. «Die Branche zeigt sich einigermaßen immun, weil sie wichtige Megatrends bedient», so der Verbandschef. «Bis zuletzt waren die Zahlen noch stabil. Unsere Auftragseingänge sind 2025 und auch Anfang 2026 gestiegen und können nun abgearbeitet werden.»

    KI lässt Rechenzentren boomen

    Denn dank Künstlicher Intelligenz gebe es gerade «einen unglaublichen Boom» bei Rechenzentren, berichtete der Manager, der selbst Chef des Mannheimer Sensorherstellers Pepperl+Fuchs ist. «Das sind gigantische Investitionen, die zu einem großen Teil der Elektro- und Digitalindustrie zugutekommen.» Ob Schaltschränke, Kühlung, Leistungselektronik, Sensorik, Verbindungstechnik. «Ohne Produkte deutscher Hersteller ist das nicht zu schaffen.»

    Sorgen um einen erneuten Stellenabbau in der Branche macht sich Kegel daher kaum. «Wir erwarten für dieses Jahr zumindest keinen signifikanten Stellenabbau.» Im vergangenen Jahr war die Zahl der Beschäftigten der Branche noch um 18.000 Stelle auf 872.000 geschrumpft, ein Rückgang um zwei Prozent. «Der Beschäftigungsabbau ist trotz der schwachen Konjunktur nur moderat gewesen», sagte Kegel. «Die Unternehmen wollen die Belegschaften am Standort halten.»

    Einbruch von 2024 noch nicht aufgeholt

    Bereits 2025 war es für die Branche am Ende besser gelaufen als gedacht: Zwar schrumpfte die Produktion – aber nur um 0,3 Prozent, berichtete Kegel. Das war deutlich weniger als die zunächst befürchteten zwei Prozent. 2024 war die Branche noch um neun Prozent geschrumpft. Aufgeholt sei das noch lange nicht, gibt Kegel zu bedenken. «Wir haben uns auf einem deutlich niedrigeren Niveau gerade einmal seitwärts bewegt.»

    Und auch mit zwei Prozent Wachstum in diesem Jahr lasse sich die Lücke von 2024 noch nicht schließen. «Aber immerhin, mit zwei Prozent Wachstum würden wir zum Aufholprozess ansetzen.»

    Geholfen habe der Branche zuletzt vor allem das Europa-Geschäft. «Das lässt sich etwa an den Exporten ablesen, die 2025 wertmäßig so hoch waren wie nie zuvor», sagte Kegel. «Erfreulich war, dass die Schwäche im Geschäft mit den USA und China durch erhöhte Ausfuhren in den europäischen Binnenmarkt kompensiert werden konnten.»

    «Die bestellen, als gäbe es kein morgen»

    Im US-Geschäft helfe der Branche auch, dass die dortigen Abnehmer kaum Alternativen hätten. «In vielen Bereichen – etwa der industriellen Sensorik – gibt es keine nennenswerten amerikanischen Hersteller mehr», berichtete Kegel. «Dadurch haben gerade die Unternehmen der Elektro- und Digitalindustrie weiterhin eine starke Marktstellung in den USA.» Trotz der Zölle, die auf den Preis aufgegangen würden. Hinzu komme der Boom bei US-Rechenzentren. «Dort ist der Bedarf riesig – die bestellen, als gäbe es kein morgen.»

  • VW-Technikchef: Brauchen mehr Tempo bei Reformen

    VW-Technikvorstand Thomas Schmall wünscht sich in Deutschland deutlich mehr Tempo bei Reformen. Technologisch sei Deutschland keineswegs abgehängt, sagt er im Vorfeld der Hannover Messe im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Doch damit das auch wirtschaftlich zum Tragen komme, müsste sich der Standort schneller anpassen und die Rahmenbedingungen ändern.

    Die Messe, die kommenden Montag beginnt, will Schmall daher nutzen, um bei den dann zahlreich erscheinenden Politikern für mutigere Reformen zu werben. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wird die weltgrößte Industrieschau am Sonntagabend eröffnen, am Montag wird er zum Messerundgang erwartet. Weitere Bundespolitiker haben sich angekündigt, darunter Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) und Digitalminister Karsten Wildberger (CDU).

    Wachstumsmotor kommt ins Stottern 

    «Die Hannover Messe zeigt: Wir können Technologie», sagt Schmall. Das habe auch VW unter Beweis gestellt, etwa durch die Entwicklung der ersten eigenen Batteriezelle aus Salzgitter innerhalb von drei Jahren, die auch auf dem Messestand des Konzerns zu sehen sein wird. «Das ist der Beweis, dass wir Spitzentechnologie in kürzester Zeit können.» 

    «Die Frage ist: Können wir das in Deutschland künftig noch wettbewerbsfähig herstellen bei den Kostenstrukturen und Rahmenbedingungen?» Hohe Energiepreise und zu viel Bürokratie bereiteten ihm Sorgen. Das habe den Innovations- und Wachstumsmotor ins Stottern gebracht.

    Bürokratie bremst Innovationen

    «Wir haben gerade im Umgang mit neuen Technologien eine Überregulierung», sagt Schmall. In Deutschland gebe es 60 bis 70 Prozent mehr Regulierungen als in anderen westeuropäischen Ländern. «Von China will ich gar nicht erst anfangen.» Als Beispiel verweist er auf den Aufbau der eigenen Batteriefertigung. «In Salzgitter sollten zum Beispiel Brandschutzanlagen eingebaut werden, die es weltweit gar nicht gibt. Ich glaube, da überziehen wir deutlich.»

    Um das zu ändern, bedarf es nach Einschätzung Schmalls einer gemeinsamen Kraftanstrengung von Politik und Wirtschaft. «Wenn wir auch künftig Spitzentechnologie in Deutschland industrialisieren wollen, dann müssen Politik und Wirtschaft jetzt gemeinsam ein „Made-in-Europe“-Reformprogramm hinkriegen», sagt er. «Sonst wird es vermutlich sehr schwer, das Land wieder auf Wachstumskurs zu bringen.»

    Mehr Tempo bei Reformen gefordert

    Auch die Unternehmen müssten hier ihren Beitrag leisten. Aber auch die Politik müsse für bessere Rahmenbedingungen sorgen. Und dabei vor allem mehr Tempo machen bei den Reformen. «Wir müssen die Handbremse lösen und wieder Geschwindigkeit aufnehmen», sagt Schmall. «Die Transformationsgeschwindigkeit, wie wir sie im Moment haben, wird nicht ausreichen.»

    Das eigene Unternehmen sieht Schmall hier inzwischen gut aufgestellt. «Volkswagen hat sich bereits stark verändert. Bei den Schlüsseltechnologien der E-Mobilität sind wir gut unterwegs.» Und mit den in den vergangenen Jahren aufgelegten Effizienzprogrammen sei der Konzern «heute robuster, handlungsfähiger und besser aufgestellt». 

    Zugleich bekenne sich das Unternehmen zum Standort Deutschland. «Wir stehen als Volkswagen für Wertschöpfung in Deutschland», betont Schmall. «Wir wollen hier weiter industrialisieren. Aber dafür müssen wir jetzt die Bedingungen schaffen, um es auch wirtschaftlich darstellen zu können.»

  • Verdi bleibt bei Warnstreik zur Hannover Messe

    Die Gewerkschaft Verdi hält am angekündigten Warnstreik im Nahverkehr zum Start der Hannover Messe am Montag und Dienstag fest. «Wir bleiben beim Streik, da ändert sich für uns nichts», sagte ein Verdi-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Auch bei weiteren Gesprächen von Arbeitgebern und Gewerkschaft gab es keine Einigung.

    Der kommunale Arbeitgeberverband Niedersachsen (KAV) und Verdi trafen sich heute in kleiner Runde. Verdi habe jedoch kein Entgegenkommen gezeigt, teilte die Arbeitgeberseite mit. Nach Darstellung der Gewerkschaft ist hingegen die Arbeitgeberseite verantwortlich – der KAV sei bei seiner «Blockadehaltung» geblieben. 

    Streit um Arbeitszeit – Politik appelliert

    Ein Streitpunkt ist die von Verdi geforderte Reduzierung der Wochenarbeitszeit. Die Arbeitgeber sprechen sich geschlossen gegen eine Senkung aus. «Eine Reduzierung der Produktivität führt zu einer Verschlechterung des Fahrplanangebotes», sagte Hauptgeschäftsführer Michael Bosse-Arbogast.

    Am Donnerstag hatten Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne (SPD), Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) und Messechef Jochen Köckler an die Tarifparteien appelliert, die Bedeutung der weltweit wichtigsten Industrieschau zu berücksichtigen.

  • Minister gibt Okay für Rettungsversuch für Wal

    Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister gibt grünes Licht für den Rettungsversuch einer privaten Initiative für den bei Wismar gestrandeten Buckelwal. Das Konzept sehe eine Bergung des lebenden Tieres und einen Transport in die Nordsee und gegebenenfalls bis in den Atlantik vor, sagte Till Backhaus (SPD) bei einer Pressekonferenz in Schwerin.

  • Hohe Kerosinkosten: Lufthansa legt erste Flugzeuge still

    Die Lufthansa legt als Reaktion auf Streiks und hohe Kerosinkosten erste Flugzeuge still. Als Erstes sollen ab Samstag die 27 älteren Flugzeuge der Regionaltochter Cityline am Boden bleiben, wie das Unternehmen mitteilt.

  • EU-Kommission genehmigt deutschen Industriestrompreis

    Deutschland darf seine Industrie mit einem vergünstigten Strompreis unterstützen. Die EU-Kommission genehmigte die Maßnahme im Umfang von 3,8 Milliarden Euro, wie die Brüsseler Behörde mitteilte.

  • Bosch schreibt erstmals seit Jahren rote Zahlen

    Der Technologiekonzern Bosch ist 2025 zum ersten Mal seit Jahren in die roten Zahlen gerutscht. Das Ergebnis nach Steuern lag bei minus 400 Millionen Euro, wie Bosch-Finanzchef Markus Forschner bei der Bilanzvorlage sagte. 2024 hatte der Nachsteuergewinn von Bosch noch bei rund 1,3 Milliarden Euro gelegen.