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  • Trump verlängert Iran-Ultimatum erneut

    US-Präsident Donald Trump hat sein Ultimatum an den Iran zur Freigabe der Straße von Hormus erneut verlängert. Bis zum Abend des 6. Aprils (US-Ostküstenzeit) werde es keine Angriffe auf iranische Kraftwerke geben, kündigte Trump unter Verweis auf «sehr gute» Gespräche auf der Plattform Truth Social an.

  • Buckelwal befreit sich in der Nacht von Ostsee-Sandbank

    Der vor Timmendorfer Strand auf einer Sandbank festsitzende Buckelwal hat sich in der Nacht zum Freitag befreit. Dies bestätigte der Biologe Robert Marc Lehmann. Am Donnerstag hatten Experten vor Ort an einer Rinne für das Tier gearbeitet.

  • Filmemacher und Autor Alexander Kluge ist tot

    Der Filmemacher und Autor Alexander Kluge ist tot. Wie der Suhrkamp-Verlag unter Berufung auf seine Familie mitteilte, starb er am Mittwoch im Alter von 94 Jahren in München.

  • Deutsche Unternehmensberatungen erwarten 2026 eine Rückkehr zum Wachstumskurs, während sie sich im Spannungsfeld der KI-Transformation behaupten müssen (FOTO)

    Im Jahr 2025 erreichte die deutsche Unternehmensberatungsbranche einen Gesamtumsatz von 49,0 Milliarden Euro und verzeichnete damit +0,5 Prozent Wachstum. Für 2026 prognostiziert die Branche ein positives Wachstum von +4,5 Prozent, was ein Umsatzwachstum auf 51,1 Mrd. Euro bedeuten würde. Dies sind die zentralen Ergebnisse der Studie „Facts & Figures zum Consultingmarkt 2026“, die der Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen BDU e.V. veröffentlicht hat. Die Studie umfasst den deutschen Unternehmensberatungsmarkt ohne Personalberatungen. „Wie tragfähig der Ausblick für 2026 letztlich ist, hängt zum einen stark von den Standortbedingungen in Deutschland und deren Wirkung auf die Kundenbranchen ab und zum anderen von der Fähigkeit der Beratungen, mit dem technologischen Wandel umzugehen.“, sagt Iris Grewe, Präsidentin des Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen.

    Die Entwicklung der Beratungsfelder im Jahr 2025 verlief uneinheitlich: Während IT-Beratung (+2,8%) und Strategieberatung (+1,1%) gewachsen sind, waren HR- sowie Organisations- und Prozessberatung (jeweils -0,8%) leicht rückläufig.

    Die Wachstumsprognose für 2026 zeigt hingegen eine spürbare Erholung über alle Hauptberatungsfelder hinweg. Besonders dynamisch entwickeln sich die Strategie- (+5,2%) und IT-Beratung (+4,7%), die weiterhin als zentrale Wachstumstreiber fungieren.

    Gleichzeitig gewinnt die Organisations- und Prozessberatung (+3,5%) im Zuge steigender Transformationsanforderungen erneut an Bedeutung. Auch die HR-Beratung (+4,2%) verzeichnet wieder positive Impulse.

    Kleine Beratungen weiterhin unter Druck

    Der Markt wird größtenteils von den mittelgroßen Beratungen (1 bis 50 Mio. Euro Umsatz) getrieben mit einem Wachstum zwischen +0,5 bis +2,0 Prozent. Die Beratungen ab 50 Mio. Euro Umsatzgröße bestätigten hingegen einen stagnierenden Markt (+0,0%). Kleine Beratungen (bis 1 Mio. Euro Umsatz) sind weiterhin unter Druck und verzeichnen ein negatives Wachstum von bis zu -2,5 Prozent.

    Projekte entstanden im Jahr 2025 eher vor dem Hintergrund des Transformations-/Effizienzdrucks und mussten vom Auftraggeber häufig belastbarer begründet werden als in der Vergangenheit. Wachstum erfordert differenzierte Dienstleistungen und Produkte mit klarem Kundennutzen sowie Flexibilität bezüglich des Liefermodells. Insbesondere Letzteres kann für kleinere Beratungen mitunter recht herausfordernd sein. „Beratungen müssen in der heutigen Zeit sehr flexibel agieren können und entsprechend der Kundenbedürfnisse auch technologisch innovativ und versiert liefern.“, führt Iris Grewe weiter aus. „Das fällt großen, breit aufgestellten Beratungen häufig etwas leichter als kleinen Beratungen, die nun alles dafür tun müssen, sich zukunftssicher aufzustellen.“

    KI prägt das Beratungsgeschäft

    KI entwickelte sich 2025 zum zentralen Wachstumstreiber im deutschen Unternehmensberatungsmarkt: Für Künstliche Intelligenz wurde ein Wachstum von +18,8 Prozent ausgewiesen, was deutlich über dem Gesamtmarkt lag. Auch im Jahr 2026 bleibt KI mit einer Prognose von +22 Prozent der Wachstumstreiber der Branche.

    Dabei wirkt KI doppelt: Sie treibt Wachstum als eigenständiges Beratungsfeld und fungiert gleichzeitig als Effizienzhebel in Kundenorganisationen, etwa durch Automatisierung und Produktivitätssteigerungen. Dies zeigt, dass in vielen Beratungsprojekten Technologie einen großen Anteil hat und der Einsatz von KI mittlerweile zum Standard gehört. „Viele Beratungen sehen KI und Automatisierung daher als zwei Seiten einer Medaille – als Treiber der kundenseitigen Marktbedürfnisse und ebenso als Treiber der eigenen internen Transformation.“, konkretisiert Iris Grewe. „Es wird sich für viele Beratungen in den nächsten Jahren entscheiden, ob sie Transformationsagent oder -opfer sein werden.“

    Wachstum in den Kundenbrachen wird von Energiewirtschaft und öffentlicher Hand getragen

    Die Branchenentwicklung im Jahr 2025 zeigt ein gemischtes Bild: Wachstum kommt vor allem aus den Bereichen Energie & Versorgungswirtschaft (+5,4%) und Public & Non-Profit (+2,9%). Demgegenüber stehen deutliche Rückgänge in einzelnen Branchen, insbesondere Bauindustrie & Immobilien (-6,7%) sowie Fahrzeugbau (-5,6%).

    Die Wachstumsprognose für 2026 zeigt im Gegensatz dazu eine breite Erholung über die meisten Branchen hinweg. Weiterhin sehr dynamisch entwickeln sich der Sektor Energie- und Versorgungswirtschaft (+6,5%) sowie Public & Non Profit (+6,1%), die damit auch im Jahr 2026 als zentrale Nachfrageanker fungieren. Danach folgen die Kreditinstitute (+5,5%) sowie Healthcare und Porfessional Servies (beide +5.3%). Selbst in Teilen des verarbeitenden Gewerbes ist die Prognose für 2026 positiv, wenn auch etwas vorsichtiger. Die Entwicklung der Branchen Fahrzeugbau (+1,4%), Chemie (+0,5%), Pharma (+3,6%) und Konsumgüterindustrie (+4,3%) wird für 2026 zwar wieder positiver erwartet, aber geringer als der Marktdurchschnitt. Im verarbeitenden Gewerbe wächst lediglich der Maschinenbau (+4,9%) wieder überdurchschnittlicher.

    Über den BDU:

    Im Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen BDU e.V. sind aktuell rund 600 Unternehmen mit 19.000 Beraterinnen und Beratern organisiert. Damit zählt der BDU weltweit zu den drei führenden Wirtschafts- und Berufsverbänden der Consultingwirtschaft.

    GEMEINSAM BESSER BERATEN. BDU.

    Pressekontakt:
    Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen BDU e.V.
    Annette Sausen
    Joseph-Schumpeter-Allee 29 | 53227 Bonn
    T +49 (0) 228 9161-14 | annette.sausen@bdu.de
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    Quelle:            BDU Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen
  • Erfolgreiches Closing: AEQUITA-Beteiligung IFA gehört jetzt zu Neapco

    Der Verkauf des traditionsreichen Antriebswellen- und Gelenkherstellers IFA Group an das US-Unternehmen Neapco ist perfekt. Nach der Freigabe der Transaktion durch die Kartellbehörden ist die Übernahme mit dem gestern erfolgten Closing offiziell vollzogen. Trotz eines herausfordernden Marktumfelds kann die Münchener Industriegruppe AEQUITA ihre Beteiligung damit vier Jahre nach ihrem Einstieg erfolgreich an einen strategischen Investor übergeben.

    „Größe ist im internationalen Autozuliefermarkt längst der entscheidende Faktor“, sagt AEQUITA-Gründer und Managing Partner Dr.-Ing. Axel Geuer. „Wir haben in den vergangenen vier Jahre intensiv daran gearbeitet, IFA zu transformieren und wieder wettbewerbsfähig zu machen. Wir freuen uns, dass das Unternehmen nun als Teil von Neapco beste Entwicklungschancen hat.“

    Mit der Übernahme der IFA Group wird Neapco der weltweit drittgrößte Hersteller von Längs- und Seitenwellen mit mehr als 5.000 Mitarbeitenden und einem Umsatz von rund 2 Mrd. US-Dollar. Das Unternehmen war bisher ein direkter Wettbewerber von IFA. Der Kaufvertrag, dem ein Unternehmenswert in dreistelliger Millionenhöhe zu Grunde liegt, wurde bereits im November unterzeichnet.

    Transformation und Neuausrichtung unter Führung der AEQUITA

    Die Münchner Industriegruppe AEQUITA hatte die IFA Group Ende 2022 übernommen. In den folgenden Jahren wurde der traditionsreiche Spezialist für die Entwicklung und Herstellung von Kardan- und Seitenwellen sowie Gelenken umfassend neu ausgerichtet. Eckpunkte des Transformations-programms waren die Einführung innovativer Fertigungstechnologien, eine umfassende Modernisierung und Neustrukturierung sämtlicher Fertigungsstandorte in Asien, Europa und Nordamerika, sowie neue Produkte im Bereich der Seitenwelle. „Durch die technologische und organisatorische Weiterentwicklung unter der Führung von AEQUITA hat sich die globale Wettbewerbsfähigkeit von IFA deutlich verbessert“, betont der IFA-Beiratsvorsitzende und frühere BMW-Vorstand Dr.-Ing. Andreas Wendt. So hat IFA in dieser Zeit bedeutende Großaufträge im Bereich Elektromobilität gewonnen und potenzialstarke neue Kunden akquiriert.

    „Ob Verbrenner, Hybrid oder Elektro: Mit ihrem heutigen Technologieportfolio ist IFA nicht nur für eine breite automobile Zukunft gerüstet, sondern kann auch das bestehende Angebot von Neapco in wichtigen Segmenten optimal ergänzen“, sagt Stefan Bultmann, scheidender Geschäftsführer der IFA Group.

    „Die vergangenen Jahre bei IFA waren intensiv und oft herausfordernd“, sagt Jan-Christoph Maser, Geschäftsführungskollege von Bultmann. „Die nun vollzogene Übergabe zeigt, dass sich die Arbeit gelohnt hat. Wir bedanken uns bei allen Kolleginnen und Kollegen von AEQUITA für ihre Unterstützung und bei den Mitarbeitenden und Geschäftspartnern von IFA für ihr Vertrauen.“

    Neapco: Global Player bei Antriebslösungen

    Neapco, gegründet im Jahr 1921, ist ein führender Anbieter innovativer Antriebslösungen für die Automobilindustrie. Mit Hauptsitz in Farmington Hills, Michigan, entwickelt, produziert und vertreibt das Unternehmen hochwertige Antriebsstrangprodukte für den OEM- und Aftermarket-Bereich – für Pkw, Nutzfahrzeuge sowie landwirtschaftliche und industrielle Anwendungen. Alle Produkte werden in hochmodernen Fertigungsstätten in Nordamerika,

    Europa und Asien entwickelt und hergestellt. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 3.300 Mitarbeitende an 13 Standorten weltweit.

    Über AEQUITA:

    AEQUITA ist eine in München ansässige Industriegruppe, die weltweit in Transformationssituationen wie Carve-outs und Nachfolgeregelungen investiert. Mit derzeit elf Tochtergesellschaften in den Segmenten Chemie, Industriegüter/ -dienstleistungen und Automotive beschäftigt AEQUITA mehr als 19.000 Mitarbeiter weltweit und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von mehr als 10 Milliarden Euro.

    Pressekontakt:
    AEQUITA SE & Co. KGaA
    Kolja Hübner
    Partner
    Gabrielenstr. 9, 80636 Munich
    T. +49 89 2620 4840-0
    E. contact@aequita.com
    Weiteres Material: www.presseportal.de
    Quelle:            AEQUITA
  • Mehr Geld für 585.000 Menschen in Chemie- und Pharmabranche

    Die rund 585.000 Beschäftigten in der deutschen Chemie- und Pharmaindustrie bekommen mehr Geld. Ein Tarifabschluss zwischen der Gewerkschaft IG BCE und der Arbeitgeberverband BAVC sieht Lohnsteigerungen in zwei Schritten vor sowie Mittel zur Beschäftigungssicherung in den Betrieben bei einer Laufzeit bis Ende Mai 2028.

  • Mehrjährige Haftstrafen wegen Hamas-Mitgliedschaft

    Das Kammergericht Berlin hat vier Männer als Mitglieder der islamistischen Hamas zu Haftstrafen von viereinhalb bis sechs Jahren verurteilt. Nach Überzeugung des Gerichts waren die 36- bis 58-Jährigen als sogenannte Auslandsoperateure für Waffendepots der Terrororganisation in mehreren europäischen Staaten zuständig, die für Anschläge genutzt werden sollten.

  • Nasa, BMW und Cowboys: CSU-Chef Söder reist nach Texas

    Raumfahrt, Wissenschaft, Cowboys: 20 Jahre nach Edmund Stoiber reist mit Markus Söder erstmals wieder ein bayerischer Ministerpräsident in die USA. Am Sonntag startet der CSU-Chef zu seiner Reise über den großen Teich. Ziele sind die US-Bundesstaaten Texas und South Carolina – um die Hauptstadt Washington mit Präsident Donald Trump macht Söder somit einen großen Bogen. 2005 war Stoiber in Kalifornien zu Gast. 2002 hatte ihn, damals als Kanzlerkandidat der Union, unter anderem auch US-Präsident Georg W. Bush im Weißen Haus getroffen. Derzeit undenkbar. 

    Erste US-Reise eines bayerischen Regierungschefs seit 2002 

    «Die Reise wird etwas Besonderes. Es ist die erste Reise eines bayerischen Ministerpräsidenten in die USA seit fast 20 Jahren», sagte Söder vor der Abreise der Deutschen Presse-Agentur in München. Söder ist ein überzeugter Transatlantiker – in den vergangenen Jahren wurde aber auch seine Nähe zu den USA wegen Zollstreitigkeiten und Handelskonflikten wiederholt auf die Probe gestellt.

    Bei Söders Reisen geht es immer auch um Land und Leute

    Zweimal war Söder nach eigener Aussage schon in den USA, «einmal in New York 2012 und einmal an der Westküste 2014». Nun folgt also die erste Dienstreise als Regierungschef. «Wir wollen Allianzen zu Power-Regionen schließen. Texas und South Carolina sind zwei wirtschaftlich sehr starke Regionen in den USA. Die Reise folgt dem Motto: regional, technologisch, wirtschaftlich.» 

    Neben viel Politik und Technologie geht es bei Söder-Reisen traditionell immer auch um Land und Leute. Nachdem er etwa in Schweden mit Schlittenhunden über den Schnee düste und in Ägypten vor den berühmten Pyramiden posierte, sind jetzt Besuchstermine beim «NASA Mission Control Center» in Houston und auf einer Cowboy-Ranch keine echten Überraschungen.

    Ziel: Nasa-Kooperation für Raumfahrtachse von Bayern und Texas

    «Ein Ziel ist die Erweiterung von Partnerschaften bei Technologie und Universitäten, insbesondere im Bereich Luft- und Raumfahrt. Das ist eine Branche, die in Bayern sehr stark wächst. Die Raumfahrtachse Bayern-Texas wird ausgebaut», betonte Söder. Unter anderem solle dazu ein gemeinsames Projekt zum Thema KI-Steuerung in der Raumfahrt zwischen dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen bei München und der Nasa in Houston vereinbart werden. 

    Konkret gehe es bei dem Projekt um die Steuerung von Raumfahrzeugen auch ohne andauernde Bodenkommunikation, also selbstständiges Operieren im Weltall, so Söder. «Diese Technologie soll effizientere und schnellere Bewegungen im All ermöglichen. Die Wissenschaft und auch Start-ups aus Bayern können hier entscheidende Impulse liefern. DLR, ESA und NASA werden insgesamt noch enger zusammenarbeiten.» 

    Zudem sollen die Universitätspartnerschaften für neue Technologien und innovative Ideen ausgebaut werden, etwa im Bereich Medizin und Pflege. Geplant ist auch der außerdem der Besuch eines Werks von Everllence – ein Maschinenbauer mit Hauptsitz in Augsburg.

    Zweite Station der Reise: South Carolina mit BMW

    Zweite große Station der viertägigen Reise ist South Carolina – in Spartanburg ist das wichtigste und größte Auslandswerk von BMW. «BMW ist dort einer der größten Arbeitgeber. Wir sprechen vor Ort über das Thema Automotive und das Auto der Zukunft – auch im Hinblick auf Investitionen in den USA und Investitionen in Bayern. Bayern ist Autoland und soll es bleiben – auch durch unser Engagement im Ausland», sagte Söder. 

    Treffen mit republikanischem US-Gouverneur Henry McMaster

    In Zeiten von Zollkrieg und US-Protektionismus der Trump-Administration stellt sich auch die Frage, wie sich Söder dazu verhalten will. «Wir pflegen unterhalb der Präsidialebene Netzwerke und bauen Partnerschaften aus, insbesondere zu Gouverneuren und Abgeordneten. Das ist auch mit Blick auf die Zukunft sinnvoll», betonte er. Geplant ist unter anderem ein Empfang samt politischer Gespräche mit South Carolinas Gouverneur Henry McMaster – wie der US-Präsident ein Republikaner – in Columbia sowie ein Empfang im Senat und im Repräsentantenhaus. 

    Die Möglichkeiten der Einflussnahme einzelner US-Regionen auf den internationalen Zollstreit sind nach Söders Einschätzung zwar begrenzt. «Aber wir bleiben im Austausch und hören rein, wie die Stimmung vor Ort in den USA ist. Für Bayern ist klar: Wir sind für möglichst viel Freihandel und gegen Zölle.»

  • Innomotics ist Marktführer für Turbinenersatztechnologiefinanz (FOTO)

    Nürnberg (ots)

    • Innomotics gewinnt mehrere Aufträge zur Lieferung von Motor- und Antriebstechnologie für Turbinenersatzprojekte mit einem Gesamtvolumen im hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich
    • Ökologische, operative und finanzielle Vorteile für zahlreiche Branchen und industrielle Anwendungen
    • Geografische Diversität unterstreicht das Marktpotenzial

    Innomotics, ein weltweit führender Anbieter von Elektromotoren und großen Antriebssystemen, hat mehrere bedeutende Aufträge für Turbinenersatzprojekte auf nahezu allen Kontinenten gewonnen. Das Gesamtvolumen aller Aufträge liegt im hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

    Mit der zunehmenden Elektrifizierung industrieller Anwendungen lassen sich durch den Ersatz bestehender Turbinen durch elektrische Antriebssysteme – die sogenannte Turbinenersatztechnologie – erhebliche Effizienzgewinne bei Betriebskosten sowie eine Reduktion von CO₂-Emissionen erzielen. Diese Technologie kann sowohl in Hochgeschwindigkeits-Pumpenanwendungen (Kreiselpumpen) als auch in leistungsstarken Kompressorsystemen in Raffinerien, der Petrochemie sowie in der Öl- und Gasindustrie eingesetzt werden.

    Insbesondere der Bedarf, großskalige, turbinengetriebene Speisewasserpumpen in Kraftwerken mit Hochspannungsmotoren auszurüsten, gewinnt zunehmend an Bedeutung, da dadurch Energieverbrauch, CO₂-Emissionen und Betriebskosten erheblich gesenkt werden können.

    Der Übergang zu elektrischer Antriebstechnologie für rotierende Anlagen ist ein wichtiger Bestandteil der umfassenden Elektrifizierungs- und Dekarbonisierungsstrategie von Industrieanlagen, da er den Einsatz kostenintensiver und umweltschädlicher fossiler Brennstoffe reduziert.

    Wird die Energie aus erneuerbaren Quellen wie Wind, Sonne oder Wasserkraft bezogen, können CO₂-Emissionen nahezu vollständig vermieden werden. Dies ist insbesondere für energieintensive Industrien und Anwendungen relevant. Neben ökologischen Aspekten bietet der Einsatz von Hochgeschwindigkeitsmotoren erhebliche Vorteile für Kunden, darunter eine höhere Effizienz, geringere Betriebskosten und Wartungsanforderungen sowie eine einfache Installation und Inbetriebnahme.

    „Der Ersatz bestehender Gas- und Dampfturbinen durch elektrische Motor- und Antriebssysteme ist eine komplexe Aufgabe. Dank unseres hochmotivierten und qualifizierten Teams ist Innomotics seit über 25 Jahren Vordenker und Taktgeber in der Turbinenersatztechnologie und hat weltweit mehr als 70 Projekte realisiert. Unser herausragendes Portfolio setzt Maßstäbe: Die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit unserer fortschrittlichen Hochgeschwindigkeits-Hochspannungsmotorsysteme ist aufgrund unseres einzigartigen Rotor-Designs konkurrenzlos. Darüber hinaus umfasst unsere Mittelspannungs-Antriebstechnologie erweiterte Redundanzmaßnahmen wie Zell-Bypass-Systeme für maximale Verfügbarkeit“, sagt Michael Reichle, CEO von Innomotics.

    Betreiber turbinengetriebener Systeme stehen derzeit vor hohen Betriebskosten, die durch Turbinenersatztechnologie erheblich reduziert oder sogar vollständig eliminiert werden können. So konnten beispielsweise in einem Projekt mit Repsol in Spanien jährlich 68.000 Tonnen CO₂ eingespart und der Energieverbrauch um rund 25 Prozent gesenkt werden.

    Kürzlich gewonnene Turbinenersatzprojekte

    Elektrischer Antriebsumbau für die INA-Raffinerie in Kroatien:

    INA modernisiert seine Raffinerie in Rijeka, um Effizienz zu steigern und Emissionen zu reduzieren. Dabei werden Dampfturbinen, die Kompressoren antreiben, durch elektrische Antriebssysteme ersetzt. Dies reduziert die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, senkt den Wartungsaufwand und erhöht die Energieeffizienz.

    Zur Umsetzung innerhalb einer laufenden Raffinerie arbeitet INA mit Innomotics und Siemens Energy zusammen. Das Projekt umfasst vier elektrische Antriebsstränge mit HV- und HS-Modyn-Motoren von 1,8 MW bis 6 MW sowie Perfect Harmony GH180 Frequenzumrichtern.

    Die Lösung gewährleistet hohe Zuverlässigkeit durch redundantes Systemdesign und ermöglicht eine schnelle Installation auf bestehenden Fundamenten mit minimalem Bauaufwand. Dadurch konnte INA die CO₂-Emissionen um 96.000 Tonnen reduzieren, die Betriebskosten senken, die Hochdruckdampferzeugung um etwa 25 % verringern und die Anlagenverfügbarkeit verbessern.

    Turbinenersatztechnologie für den Repsol-Industriekomplex in Spanien:

    Repsol hat einen Gaskompressor in seinem Industriekomplex in Puertollano elektrifiziert, indem eine Dampfturbine durch eine Elektromotorlösung von Innomotics ersetzt wurde. Dieses Upgrade steigert die Energieeffizienz um 25 Prozent und reduziert die CO₂-Emissionen um rund 68.000 Tonnen pro Jahr. Die Lösung umfasst einen Hochspannungsmotor in Kombination mit einem Perfect Harmony GH180 Mittelspannungsumrichter mit einer Leistung von 8,25 MW bei 5.800 U/min. Das System ist auf hohe Zuverlässigkeit und kontinuierlichen Betrieb ausgelegt und ermöglicht Wartungsintervalle von bis zu fünf Jahren. Mit diesem Elektrifizierungsprojekt stärkt Repsol sein Engagement zur Erreichung von Netto-Null-Emissionen bis 2050 und verbessert gleichzeitig deutlich die betriebliche Effizienz sowie die Anlagenverfügbarkeit.

    Turbinenersatztechnologie für Chemiepark in den Niederlanden:

    Der Betreiber eines Chemieparks in den Niederlanden will die Energiewende in der chemischen Industrie beschleunigen und innerhalb von zehn Jahren Netto-Null-Emissionen erreichen. Innomotics erhielt den Auftrag für ein Turbinenersatzprojekt in einer Propylenanlage.

    Der Auftrag umfasst einen 25-MW- sowie einen 8,6-MW-Hochgeschwindigkeits-Induktionsmotor sowie zwei Mittelspannungs-GH150-Umrichter und zusätzliche Serviceleistungen.

    Turbinenersatztechnologie für Kraftwerke in Südkorea:

    Ein koreanischer Energieversorger beauftragte Innomotics mit dem Ersatz bestehender Turbinen durch einen elektrischen Hochgeschwindigkeits-Hochspannungsmotor (12,5 MW) und Mittelspannungsumrichter.

    Das Ergebnis: mindestens 20 % höhere Energieeffizienz, entsprechende Energieeinsparungen und reduzierte CO₂-Emissionen. Die Lösung unterstützt direkt die Net-Zero-Strategie des Kunden. Der parallele Betrieb von drei Umrichtern sorgt zudem für eine besonders stabile und unterbrechungsfreie Stromversorgung.

    Turbinenersatz für eine Propan-Dehydrierungsanlage (PDH) in Spanien:

    Ein deutscher Chemie- und Kunststoffkonzern verfolgt das Ziel „Netto-Null-Emissionen bis 2050“. Eine Maßnahme ist der Ersatz von Dampferzeugung durch Wärmepumpen und elektrisch betriebene Kompressoren.

    Am spanischen Standort wurde daher ein Turbinenersatzprojekt gestartet. Der Auftrag für Innomotics liegt im zweistelligen Millionenbereich und umfasst einen 23,3-MW-Hochgeschwindigkeits-Hochspannungs-Induktionsmotor, einen Mittelspannungsumrichter sowie einen Umrichtertransformator.

    Turbinenersatz für indisches Erdgasunternehmen:

    Innomotics erhielt außerdem einen Pilotauftrag eines staatlichen Energieunternehmens im Bundesstaat Madhya Pradesh (Indien) zum Ersatz einer von acht installierten Gasturbinen.

    Die Lösung setzt neue Maßstäbe, da statt eines Hochgeschwindigkeits-Hochspannungsmotorsystems ein Hochspannungs-HV-Motor mit Getriebe und Mittelspannungsumrichter eingesetzt wird.

    Weitere Materialien zur Turbinenersatztechnologie:

    Whitepaper zu Turbinenaustausch

    Expertenvideo zu Turbinenaustausch

    Rechner für betriebliche Einsparungen, Referenzprojekte und Erfolgsgeschichten

    Podcastfolge auf Spotify

    3D-Visualisierung in unserer virtuellen Welt: Innomotics Electrosphere

    Für weitere Informationen besuchen Sie: Turbine Replacement | Innomotics

    Folgen Sie uns auf LinkedIn: www.linkedin.com/company/innomotics.

    Weitere Informationen finden Sie unter www.innomotics.com.

    Pressekontakt:
    Innomotics GmbH 
    Julia Ebenberger
    Mobile: +49 152 38272322; E-Mail: julia.ebenberger@innomotics.com
    Weiteres Material: www.presseportal.de
    Quelle:            Innomotics GmbH
  • Thyssenkrupp will Elektrostahl-Fertigung erneut aussetzen

    Erneut will Deutschlands größter Stahlhersteller Thyssenkrupp Steel wegen hoher Billigstahl-Importe aus Asien in einem Werk die Produktion von sogenanntem Elektrostahl zeitweise aussetzen. Im französischen Isbergues solle die Produktion von Juni bis September stillgelegt werden, teilte die Stahl-Sparte in Duisburg mit. Betroffen sind rund 600 Beschäftigte. Sie sollen für diese Zeit eine Unterstützung des französischen Staats bekommen. 

    An den Standorten von Thyssenkrupp Electrical Steel in Gelsenkirchen und Isbergues arbeiten jeweils rund 600 Menschen. Ende 2025 waren die beiden Standorte bereits für einen halben Monat stillgelegt worden. Seit Januar produziere Isbergues nur mit 50 Prozent der Gesamtkapazität, hieß es.

    Thyssenkrupp sieht «ruinöse Importschwemme»

    Der Chef der Tochtergesellschaft Thyssenkrupp Electrical Steel, Angelo Di Martino, sprach von einer «ruinösen Importschwemme». Die temporäre Stilllegung des französischen Standortes sei notwendig, um das Unternehmen angesichts einer weiter verschlechterten Auftragslage zu stabilisieren. Vergleichbare Maßnahmen seien in Gelsenkirchen nicht geplant, sagte ein Sprecher der Stahl-Sparte.

    Die Importpreise lägen teilweise weit unterhalb der Produktionskosten in der EU. «Wir brauchen daher dringend einen wirksamen Handelsschutz, um faire Wettbewerbsbedingungen für dieses strategisch wichtige Produkt herzustellen», erklärte er. Man sei dazu in einem guten Dialog mit der EU-Kommission und hoffe auf eine zeitnahe Einführung effektiver Handelsschutzmaßnahmen. 

    Spezialstahl für Trafos und Windräder 

    Thyssenkrupp Electrical Steel stellt Spezialstähle für die Energiewirtschaft her. Das Material, sogenanntes kornorientiertes Elektroband, wird allgemein für den Stromtransport verwendet, kommt aber auch in Transformatoren in Umspannwerken und Windkraftanlagen zum Einsatz. In Europa gibt es nach Unternehmensangaben nur noch zwei Hersteller dieser Spezialstähle.

    Laut Thyssenkrupp haben sich die Importmengen in die EU seit 2022 verdreifacht. Das Unternehmen geht davon aus, dass sie mittlerweile mehr als 50 Prozent des europäischen Marktvolumens ausmachen. «Diese Entwicklungen haben zu einer dramatischen Reduzierung der Auftragsvolumina und somit zur erheblichen Unterauslastung der europäischen Produktionsanlagen geführt», hieß es. Der Markt für kornorientiertes Elektroband bleibe aber attraktiv: «Marktstudien zufolge verdreifacht sich der globale Bedarf bis 2050.»