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  • Selbstfahrende Teslas bringen Schüler und Senioren ans Ziel

    Wer auf dem Land wohnt und kein Auto hat, hat es schwer. Wenn dann auch keine Busse fahren, ist man aufgeschmissen: Das ist gerade für Schüler und ältere Menschen ein Problem. Genau diese Personen nimmt ein Pilotprojekt in der Eifel in den Blick: Sie können sich jetzt mit einem selbstfahrenden Tesla kostenlos zur Schule oder zum Arzt bringen lassen.

    Das Projekt ist eine Kooperation zwischen der Verbandsgemeinde Arzfeld, dem Eifelkreis Bitburg-Prüm und dem Maschinenbauer Tesla Automation in der Eifelstadt Prüm. Es ist auch deshalb bundesweit einmalig, weil die Teslas hier als Shuttle bereits zu Testzwecken mit dem Software-Update «Full Self-Driving» (Überwacht) fahren, das bundesweit noch nicht zugelassen ist.

    «Es ist so entspannt»

    Die Auszubildenden Emilia Fuchs und Lukas Müller steigen an der Berufsbildenden Schule in Gerolstein in den Tesla ein. Im Auto immer mit dabei ist ein Fahrer, der im Notfall eingreifen kann. Er gibt das Ziel Bitburg ein: Das Lenkrad dreht sich von allein, der Fahrer legt seine Hände auf die Knie.

    Die rund 40 Kilometer lange Strecke geht über kurvige Landstraßen, durch Kreisverkehre, an Baustellen vorbei. Das Auto fährt selbstständig: Es setzt den Blinker, biegt ab, erkennt kreuzende Fußgänger, fährt links an einem parkenden Auto vorbei. Der Fahrer greift nur einmal ein, um das Tempo nach oben zu regulieren.

    «Ich finde die Fahrt super. Es ist so entspannt», sagt der 20-jährige Müller, der Elektroniker für Betriebstechnik lernt. «Ich fühle mich sicherer, als wenn ich selbst fahren würde.» Die angehende Industriekauffrau Fuchs (22) meint: «Ich fand es anfangs ein bisschen befremdlich, aber nach ein paar Minuten, als ich gesehen habe, es funktioniert, bin ich schon beruhigter gewesen.»

    Senioren lassen sich zum Arzt oder Einkaufen fahren

    Das Projekt läuft seit Dezember. Und zwar so gut, dass es nun auf weitere Landkreise ausgeweitet wird, wie der Landrat des Eifelkreises Bitburg-Prüm, Andreas Kruppert (CDU), sagt. «Wir testen das jetzt in einer relativ großen Region, die eine gute halbe Million Menschen abdeckt.» Statt an zwei Tagen sollen die Shuttles künftig nach Bedarf an fünf Tagen eingesetzt werden.

    «Wir sehen beim autonomen Fahren gerade für den ländlichen Raum eine riesige Chance.» Es gebe in der Eifel viele kleine und kleinste Gemeinden. «Und wir haben immer weite Wege.» Schon jetzt gebe es viele Rufbus-Systeme, um den öffentlichen Personennahverkehr flächendeckend hinzubekommen. Eine attraktive zeitliche Taktung bleibe aber schwierig.

    Das Tesla-Angebot in der Verbandsgemeinde ist an das ehrenamtliche Bürgerbus-Projekt Arzfeld angedockt. «Wir haben von Anfang an ein positives Feedback gehabt», sagt Bürgermeister Johannes Kuhl (CDU). Senioren nutzen die Teslas von den kleinsten Gehöften zur Fahrt zur Apotheke, zum Arzt oder zum Einkaufen. «Und wir zeigen: Innovationsprojekte müssen nicht immer im urbanen Raum starten. Das funktioniert auch im Ländlichen.»

    Bisher mussten Fahrer kaum eingreifen

    Zwischenfälle bei den Tesla-Fahrten in der Eifel habe es bisher keine gegeben. In wenigen Fällen griff der Fahrer ein: Einmal zum Beispiel, als das Auto in eine Sackgasse fuhr und auf einem engen Parkplatz wenden wollte. Es ist das erste Shuttle-Projekt in Europa, bei dem die Teslas mit FSD (Überwacht) fahren.

    Dieses fortgeschrittene Assistenzsystem können Tesla-Fahrer in den USA schon seit Jahren nutzen. Für die europäischen Länder hat das Unternehmen die Zulassung beantragt. Als erstes Land haben die Niederlande im April grünes Licht gegeben. Wann das Go für Deutschland kommt, ist noch offen.

    Das Eifeler Projekt sieht Tesla auch als weiteren internen Test an. Hier sind zwei Tesla Model Y im Einsatz, die in Grünheide bei Berlin gebaut wurden. Das Unternehmen Tesla Automation, das hochautomatisierte Produktionslinien für die Fabriken des Elektroautobauers Tesla weltweit herstellt, zählt rund 1.900 Mitarbeiter an vier Standorten: Prüm und Neuwied in Rheinland-Pfalz sowie Neutraubling in Bayern und das baden-württembergische Reutlingen.

    «K.I.T.T, fahr mich!»

    Dass die jungen Leute die Fahrten in dem Hightech-Shuttle cool finden – das habe man erwartet, sagt der Landrat. Bei älteren Menschen sei er aber anfangs von Vorbehalten ausgegangen. War aber nicht so: «Viele sind begeistert und nutzen das Angebot regelmäßig», sagt Kuhl. Bei Anfragen werde heute explizit gefragt, ob der Tesla kommen könne. 

    Wenn das System eines Tages voll autonom unterwegs sein könnte, wäre es natürlich noch breiter einsetzbar, sagt Kuhl. Er selbst würde es dann auch gerne nutzen. Gerade bei Terminen am Wochenende: «Da würde ich mich dann ins Auto setzen und wie früher in der Fernsehserie „Knight Rider“ zum Auto sagen: „K.I.T.T., fahr mich!“»

  • EU-Einigung: Mehr wichtige Medikamente in Europa herstellen

    Im Kampf gegen Engpässe bei lebenswichtigen Medikamenten in der EU haben sich Unterhändler in Brüssel auf Regeln geeinigt, um die Produktion von Arzneimitteln leichter mit öffentlichen Geldern unterstützen zu können. Das teilten die Vertreter des Europäischen Parlaments und der Mitgliedstaaten mit.

  • Produktionsstätte für Plastikersatz in Hamburg eröffnet

    Das Unternehmen Traceless hat in Hamburg-Harburg eine Produktionsstätte für Plastikersatz eröffnet. Das Bundesumweltministerium, das das Projekt mit rund fünf Millionen Euro gefördert hat, bezeichnete die Anlage als die weltweit erste ihrer Art. «Solche Ideen brauchen wir für erfolgreichen Klima- und Umweltschutz», sagte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) laut einer Mitteilung. Schneider zufolge kann das Material, das Traceless erzeugt, konventionelles Plastik ersetzen. 

    Traceless investiert nach eigenen Angaben mehr als 20 Millionen Euro in die Produktionsstätte. An dem Standort, dem neuen Hauptsitz, sind auch Vertrieb, Entwicklung, Logistik und Verwaltung angesiedelt. Rund 3.000 Tonnen Plastikersatz will Traceless im Jahr herstellen können. Zu den Kunden zählen der Händler Otto und der Verpackungshersteller Mondi, wie es heißt. 

    Traceless gibt an, den Plastikersatz aus pflanzlichen Reststoffen der Agrarindustrie herzustellen. Genauer gesagt geht es um Nebenprodukte der Getreideverarbeitung. Die von Traceless produzierten Granulate seien selbst kein Plastik. Die neue Produktionsanlage ist dem Unternehmen zufolge teils schon in Betrieb genommen worden. Die Fertigung soll in den nächsten Monaten hochgefahren werden, wie das Unternehmen mitteilte. 

    Traceless ist den Angaben nach 2020 gegründet worden und beschäftigt etwa 110 Mitarbeiter. Im niedersächsischen Buchholz in der Nordheide betrieb das Unternehmen eine sogenannte Pilotanlage, also eine Testanlage. Traceless plant laut Mitteilung, die Produktionskapazitäten in Zukunft auszubauen. Der Bau einer noch größeren Anlage sei bereits in Planung.

  • Bayern-Funktionärin Krüger wird Sportvorständin beim HSV

    Die frühere Profi-Fußballerin Kathleen Krüger wird neue Sportvorständin beim Fußball-Bundesligisten Hamburger SV und damit Nachfolgerin von Stefan Kuntz. Das teilte der norddeutsche Club mit. Die 40-Jährige war zuletzt Funktionärin beim FC Bayern München und betreute den Rekordmeister zuvor als Teammanagerin.

  • Anschlag in Hamburg geplant? 17-Jähriger festgenommen

    Ein 17-jähriger Syrer soll einen Terroranschlag in Hamburg geplant haben und ist deshalb festgenommen worden. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft Hamburg mit.

  • Deutsche Messe setzt auf neue Vorstände und Masterplan

    Die Deutsche Messe stellt sich angesichts schwieriger Zeiten im internationalen Messegeschäft neu auf und nimmt dabei auch die Zukunft ihres Geländes in Hannover in den Blick. Messe-Chef Jochen Köckler bleibt Vorstandsvorsitzender, bekommt aber zwei weitere Vorstände an die Seite, wie das niedersächsische Wirtschaftsministerium mitteilte. Das Führungstrio soll das Unternehmen strategisch neu ausrichten und einen langfristigen Masterplan entwickeln. 

    Niedersachsens Wirtschaftsminister und Aufsichtsratschef Grant Hendrik Tonne (SPD) sprach von einem «tiefgreifenden Wandel» der Branche. Das Messegeschäft sei wirtschaftlich «enorm herausfordernd», zugleich gebe es Chancen für starke Standorte wie Hannover. 

    Ziel sei es, den Standort zu sichern, Arbeitsplätze zu erhalten und den Ruf der Messe national wie international zu festigen. «Das Wohl der Messe ist immer eine zentrale landespolitische Angelegenheit gewesen und sie ist es nach wie vor», sagte der Minister. Das Land Niedersachsen hält 50 Prozent der Anteile an der Deutschen Messe.

    Hannover Messe schrumpft deutlich

    Aushängeschild der Messegesellschaft ist die Hannover Messe, die zuletzt mit einem deutlichen Rückgang bei Besuchern und Ausstellern zu kämpfen hatte. In diesem Jahr kamen rund 110.000 Besucher. 2027 soll die weltweit bekannte Industrieschau nur noch vier statt bislang fünf Tage dauern.

    2019 habe die Hannover Messe noch mehr als 200.000 vermietete Quadratmeter umfasst, sagte Tonne. In diesem Jahr seien es nur noch etwas mehr als 80.000 Quadratmeter gewesen. «Und das auch nur dank einer wirklichen Kraftanstrengung aller Beteiligten, um das zu organisieren.»

    Nun müsse die Messe neue Veranstaltungen nach Hannover holen, um zusätzliche Besuchergruppen anzusprechen und das Gelände besser auszulasten, sagte Tonne. Ein Beispiel sei die Verteidigungs- und Sicherheitsmesse DSEI Germany, die im kommenden Jahr erstmals auf dem Gelände stattfindet. Das zeige, «dass Hannover neue Formate kann».

    Neue Köpfe für den Neustart

    Es brauche ein nachhaltiges und selbsttragendes Geschäftsmodell. «Das haben wir derzeit so nicht, und deswegen braucht es dort eine Verstärkung und auch eine Konzentration darauf», sagte Tonne. Trotz des größten Messegeländes in Deutschland spiele Hannover wirtschaftlich derzeit nicht in einer Liga mit Standorten wie Frankfurt, München oder Düsseldorf. Deshalb gebe es kurzfristigen Handlungsbedarf.

    Dafür holt die Messe zwei neue Manager in die Führung. Holger Feist gehört seit Anfang Mai zum Vorstand und soll neue Geschäftsfelder entwickeln sowie die Digitalisierung vorantreiben. Ab dem 18. Mai kommt Konstantin Kühl hinzu. Er soll den Masterplan für die Messe erarbeiten. Der Vorstandsvorsitzende Jochen Köckler soll sich weiter um das klassische Messegeschäft kümmern.

    Kein Investor in Sicht

    Nach Angaben von Tonne soll der Masterplan die Zukunft des gesamten Messegeländes in den Blick nehmen. Dabei gehe es unter anderem um den künftigen Bedarf an Hallen und Flächen, mögliche neue Nutzungskonzepte sowie Themen wie Modernisierung, Flexibilität und Energieeffizienz. Auch die Frage, welche Bereiche langfristig womöglich nicht mehr benötigt werden, müsse beantwortet werden.

    Über mögliche neue Investoren wird inzwischen ebenfalls gesprochen. Einen strategischen Partner für die Deutsche Messe, wie ihn CDU-Fraktionschef Sebastian Lechner zuletzt ins Spiel gebracht hatte, schloss Tonne nicht grundsätzlich aus. Ein solcher Investor müsse allerdings zur Ausrichtung und zum Selbstverständnis des Unternehmens passen. «So etwas gibt es bisher nicht, um das auch deutlich zu sagen.»

  • Deutsche Messe setzt auf neue Vorstände und Masterplan

    Die Deutsche Messe stellt sich angesichts schwieriger Zeiten im internationalen Messegeschäft neu auf und nimmt dabei auch die Zukunft ihres Geländes in Hannover in den Blick. Messe-Chef Jochen Köckler bleibt Vorstandsvorsitzender, bekommt aber zwei weitere Vorstände an die Seite, wie das niedersächsische Wirtschaftsministerium mitteilte. Das Führungstrio soll das Unternehmen strategisch neu ausrichten und einen langfristigen Masterplan entwickeln. 

    Niedersachsens Wirtschaftsminister und Aufsichtsratschef Grant Hendrik Tonne (SPD) sprach von einem «tiefgreifenden Wandel» der Branche. Das Messegeschäft sei wirtschaftlich «enorm herausfordernd», zugleich gebe es Chancen für starke Standorte wie Hannover. 

    Ziel sei es, den Standort zu sichern, Arbeitsplätze zu erhalten und den Ruf der Messe national wie international zu festigen. «Das Wohl der Messe ist immer eine zentrale landespolitische Angelegenheit gewesen und sie ist es nach wie vor», sagte der Minister. Das Land Niedersachsen hält 50 Prozent der Anteile an der Deutschen Messe.

    Hannover Messe schrumpft deutlich

    Aushängeschild der Messegesellschaft ist die Hannover Messe, die zuletzt mit einem deutlichen Rückgang bei Besuchern und Ausstellern zu kämpfen hatte. In diesem Jahr kamen rund 110.000 Besucher. 2027 soll die weltweit bekannte Industrieschau nur noch vier statt bislang fünf Tage dauern.

    2019 habe die Hannover Messe noch mehr als 200.000 vermietete Quadratmeter umfasst, sagte Tonne. In diesem Jahr seien es nur noch etwas mehr als 80.000 Quadratmeter gewesen. «Und das auch nur dank einer wirklichen Kraftanstrengung aller Beteiligten, um das zu organisieren.»

    Nun müsse die Messe neue Veranstaltungen nach Hannover holen, um zusätzliche Besuchergruppen anzusprechen und das Gelände besser auszulasten, sagte Tonne. Ein Beispiel sei die Verteidigungs- und Sicherheitsmesse DSEI Germany, die im kommenden Jahr erstmals auf dem Gelände stattfindet. Das zeige, «dass Hannover neue Formate kann».

    Neue Köpfe für den Neustart

    Es brauche ein nachhaltiges und selbsttragendes Geschäftsmodell. «Das haben wir derzeit so nicht, und deswegen braucht es dort eine Verstärkung und auch eine Konzentration darauf», sagte Tonne. Trotz des größten Messegeländes in Deutschland spiele Hannover wirtschaftlich derzeit nicht in einer Liga mit Standorten wie Frankfurt, München oder Düsseldorf. Deshalb gebe es kurzfristigen Handlungsbedarf.

    Dafür holt die Messe zwei neue Manager in die Führung. Holger Feist gehört seit Anfang Mai zum Vorstand und soll neue Geschäftsfelder entwickeln sowie die Digitalisierung vorantreiben. Ab dem 18. Mai kommt Konstantin Kühl hinzu. Er soll den Masterplan für die Messe erarbeiten. Der Vorstandsvorsitzende Jochen Köckler soll sich weiter um das klassische Messegeschäft kümmern.

  • Deutsche Messe setzt auf neuen Vorstand und Masterplan

    Die Deutsche Messe stellt sich angesichts schwieriger Zeiten im internationalen Messegeschäft neu auf und nimmt dabei auch die Zukunft ihres Geländes in Hannover in den Blick. Ein neuer dreiköpfiger Vorstand soll das Unternehmen umbauen und einen langfristigen Masterplan entwickeln, wie das niedersächsische Wirtschaftsministerium mitteilte. Das Land Niedersachsen hält 50 Prozent der Anteile an der Deutschen Messe.

    Wirtschaftsminister und Aufsichtsratschef Grant Hendrik Tonne (SPD) sprach von einem «tiefgreifenden Wandel» der Branche. Das Messegeschäft sei wirtschaftlich «enorm herausfordernd», zugleich gebe es Chancen für starke Standorte wie Hannover. Ziel sei es, den Standort zu sichern, Arbeitsplätze zu erhalten und den Ruf der Messe national wie international zu festigen. «Das Wohl der Messe ist immer eine zentrale landespolitische Angelegenheit gewesen und sie ist es nach wie vor», sagte der Minister.

    Hannover Messe schrumpft deutlich

    Aushängeschild der Messegesellschaft ist die Hannover Messe, die zuletzt mit einem deutlichen Rückgang bei Besuchern und Ausstellern zu kämpfen hatte. In diesem Jahr kamen rund 113.000 Besucher. 2027 soll die weltweit bekannte Industrieschau nur noch vier statt bislang fünf Tage dauern.

    2019 habe die Hannover Messe noch mehr als 200.000 vermietete Quadratmeter umfasst, sagte Tonne. In diesem Jahr seien es nur noch etwas mehr als 80.000 Quadratmeter gewesen. «Und das auch nur dank einer wirklichen Kraftanstrengung aller Beteiligten, um das zu organisieren.»

    Nun müsse die Messe neue Veranstaltungen nach Hannover holen, um zusätzliche Besuchergruppen anzusprechen und das Gelände besser auszulasten, sagte Tonne. Ein Beispiel sei die Verteidigungs- und Sicherheitsmesse DSEI Germany, die im kommenden Jahr erstmals auf dem Gelände stattfindet. Das zeige, «dass Hannover neue Formate kann».

    Neue Köpfe für den Neustart

    Es brauche ein nachhaltiges und selbsttragendes Geschäftsmodell. «Das haben wir derzeit so nicht, und deswegen braucht es dort eine Verstärkung und auch eine Konzentration darauf», sagte Tonne. Trotz des größten Messegeländes in Deutschland spiele Hannover wirtschaftlich derzeit nicht in einer Liga mit Standorten wie Frankfurt, München oder Düsseldorf. Deshalb gebe es kurzfristigen Handlungsbedarf.

    Dafür holt die Messe zwei neue Manager in die Führung. Holger Feist gehört seit Anfang Mai zum Vorstand und soll neue Geschäftsfelder entwickeln sowie die Digitalisierung vorantreiben. Ab dem 18. Mai kommt Konstantin Kühl hinzu. Er soll den Masterplan für die Messe erarbeiten. Der Vorstandsvorsitzende Jochen Köckler soll sich weiter um das klassische Messegeschäft kümmern.

  • Messer stellt Weichen für die Zukunft: Geplanter CEO-Wechsel und Veränderung in der europäischen Führung (FOTO)

    Industriegasespezialist Messer richtet sich strategisch auf die kommenden Jahre aus und setzt dabei auf Kontinuität, Stabilität und nachhaltiges Wachstum. Nach einer Phase tiefgreifender Veränderungen in Eigentümerstruktur, Finanzierung, Governance und globalem Geschäftsmodell baut das Familienunternehmen nun gezielt auf diesen gestärkten Fundamenten auf.

    Wie geplant wird Bernd Eulitz, seit Februar 2022 stellvertretender CEO und seit April 2023 CEO von Messer, mit Ablauf seines Vertrags in den Ruhestand treten. Unter seiner Führung wurden entscheidende Meilensteine erreicht, darunter die Akquisition der Anteile an Messer Americas von CVC, das Gewinnen des globalen Langzeitinvestors GIC als Minderheitsgesellschafter sowie zentrale Refinanzierungsmaßnahmen. Bernd Eulitz trug maßgeblich dazu bei, die weltweiten Teams bei Messer zu einer globalen Belegschaft mit einheitlicher Unternehmensstruktur zusammenzuführen.

    „Nach einer intensiven und äußerst erfüllenden Zeit bei Messer und langer Karriere in globalen Führungspositionen ist für mich nun der richtige Moment gekommen, mich von der Gesamtverantwortung zurückzuziehen und mich meiner Familie und meinen persönlichen Interessen zu widmen. Es hat mir großen Spaß gemacht, dieses Unternehmen in einer entscheidenden Phase weltweit weiterzuentwickeln. Mit Stolz blicke ich darauf, was mit einem herausragenden Team, ganz besonders in enger Zusammenarbeit mit unserem Vorstand und dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats Stefan Messer, erreicht wurde. Ich bin überzeugt, dass Messer hervorragend aufgestellt ist, um diesen erfolgreichen Weg fortzusetzen“, sagt Bernd Eulitz.

    „Bernd Eulitz hat einen bedeutenden Beitrag für Messer geleistet und genießt unsere tiefste Wertschätzung. Er hat Messer in einer transformativen Phase und in einem turbulenten makroökonomischen Umfeld mit großer Klarheit, persönlicher Integrität und einer starken globalen Vision geführt. Er legte den Schwerpunkt verstärkt auf neue Wachstumschancen und hat solide Partnerschaften in den Kernmärkten von Messer begründet. Im Namen der Eigentümer und des Aufsichtsrats von Messer danke ich ihm für seine Führungsrolle und dafür, dass er die Werte von Messer so vorbildlich verkörpert hat“, sagt Stefan Messer, Vorsitzender des Aufsichtsrats.

    Peter Mohnen wird neuer CEO

    Mit Wirkung zum 1. Juli 2026 übernimmt Peter Mohnen die Funktion des CEO des weltweit größten privaten Industriegaseunternehmens. Peter Mohnen wurde kürzlich in den Aufsichtsrat von Messer berufen und scheidet zu seinem Amtsantritt als CEO aus diesem Gremium aus. Er verfügt über mehr als 30 Jahre internationale Führungserfahrung in globalen Industriekonzernen. Zuletzt war er von 2018 bis 2025 CEO des Automatisierungsunternehmens KUKA.

    „Peter Mohnen wird bewahren und fördern, was Messer als Familienunternehmen stark gemacht hat, und zugleich die nachhaltige Weiterentwicklung der globalen Organisation vorantreiben – in enger Abstimmung mit der Eigentümerfamilie. Unser neuer CEO steht für das, was uns wichtig ist: Menschen in ihrer Verschiedenheit respektieren, ihre Stärken sichtbar machen und ein Umfeld schaffen, in dem Motivation aus Vertrauen entsteht, um für unsere Kunden weiterhin ein wichtiger und verlässlicher Partner zu sein. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit“, so Stefan Messer.

    „Ich bin stolz darauf, die Verantwortung für das Unternehmen zu übernehmen, das über Generationen hinweg auf Verlässlichkeit, Kundennähe und langfristiges Denken aufgebaut wurde. Mein Ziel ist es, dieses Erbe weiterzuführen und gleichzeitig neue Wege zu gehen. Ich trete das Amt mit großem Respekt vor der Geschichte von Messer und großer Zuversicht in seine Zukunft an“, sagt Peter Mohnen.

    Veränderung in der europäischen Führung

    Nach erfolgreicher Integration der drei europäischen Regionen wird Virginia Esly, Vorstandsmitglied und COO Europe, das Unternehmen zum 30. Juni 2026 auf eigenen Wunsch verlassen. In den vergangenen Jahren hat sie das Europageschäft zu einer leistungsfähigen, profitableren und zukunftsorientierten Organisation geformt.

    Unter ihrer Führung verzeichnete die europäische Region eine starke Geschäftsentwicklung mit einem Umsatz von rund 1,3 Milliarden Euro und einem deutlich gesteigerten EBITDA. Mit klarem Fokus hat sie Sicherheitskultur, Prozessexzellenz und digitale Transformation maßgeblich vorangetrieben und die europäischen Gesellschaften damit nachhaltig gestärkt.

    Stefan Messer: „Im Namen des Aufsichtsrats und des gesamten Messer-Teams möchte ich Virginia Esly für ihren wertvollen Beitrag und ihr Engagement danken. Unter ihrer Leitung ist das europäische Geschäft integrierter und profitabler geworden. Wir wünschen ihr alles Gute für ihre weitere berufliche Laufbahn.“

    Virginia Esly: „Ich möchte dem Aufsichtsrat und dem Vorstand von Messer, allen meinen Kolleginnen und Kollegen sowie unseren Kunden und Geschäftspartnern für die hervorragende und vertrauensvolle Zusammenarbeit danken. Es war mir eine Ehre, mit solch talentierten Teams zusammenzuarbeiten. Gemeinsam haben wir die Position von Messer in Europa gestärkt und das Unternehmen noch widerstandsfähiger gemacht. Ich bin überzeugt, dass Messer sehr gut für die Zukunft gerüstet ist.“

    Die Verantwortung für das europäische Geschäft übernimmt zum 1. Juli 2026 Matthias Thiele, der seit Januar 2026 als Chief Marketing Officer (CMO) von Messer tätig ist. Er wird in der neuen Funktion als COO Europe direkt an CEO Peter Mohnen berichten. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit wird auf kundennahem Wachstum und der weiteren Stärkung der Länderorganisationen liegen. Matthias Thiele begann seine Karriere bei Messer vor mehr als 40 Jahren und verfügt über langjährige Führungserfahrung, darunter in verschiedenen Positionen als Geschäftsführer von Messer-Gesellschaften seit 2002.

    Familienunternehmen mit klarem Wertekompass

    Mit der neuen Führungsaufstellung möchte Messer seinen Anspruch unterstreichen, als unabhängiges Familienunternehmen langfristig, verlässlich und wertebasiert zu agieren: „Vertrauen, Integrität, Verantwortung und unternehmerischer Geist bleiben die Grundlage der Unternehmensführung. Messer ist finanziell solide, organisatorisch gut aufgestellt und tief in seiner DNA als Familienunternehmen verwurzelt. Auf dieser Basis gehen wir den nächsten Schritt.“, so Stefan Messer.

    Pressekontakt:
    Diana Buss
    Senior Vice President Corporate Communications
    Tel.: +49 2151 7811-251
    Mobil: +49 173 540 5045
    E-Mail: communications@messergroup.com
    
    Angela Giesen
    Manager Communications
    Tel.: +49 2151 7811-331
    Mobil: +49 174 328 1184
    E-Mail: communications@messergroup.com
    Weiteres Material: www.presseportal.de
    Quelle:            Messer SE & Co. KGaA
  • Pistorius zu Gesprächen in der Ukraine eingetroffen

    Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) ist zu Gesprächen über einen Ausbau der Rüstungskooperation mit der Ukraine in der Hauptstadt Kiew eingetroffen. Bei neuen Projekten stehe die gemeinsame Entwicklung modernster unbemannter Waffensysteme aller Reichweiten im Fokus, sagte er der Deutschen Presse-Agentur zum Auftakt der Reise, die aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich angekündigt worden war.