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  • Aluminium-Industrie beklagt viertes Krisenjahr in Folge

    Die deutsche Aluminiumindustrie befindet sich nach Angaben des Branchenverbandes weiterhin in der Krise. Beklagt wird vor allem eine andauernde Unterauslastung der Kapazitäten. Seit 2021 gebe es kein Wachstum, berichtete Aluminium Deutschland bei der Vorlage der Jahreszahlen in Düsseldorf. Die Produktionsniveaus lägen je nach Bereich bei 76 bis 89 Prozent des Vorkrisenniveaus.

    Die Entwicklung 2025 verlief allerdings uneinheitlich. So ging die Produktion von Recycling-Aluminium im vergangenen Jahr um ein Prozent auf gut 2,7 Millionen Tonnen zurück. Ebenfalls ein Produktionsminus von einem Prozent auf 463.000 Tonnen gab es bei den sogenannten Strangpressprodukten, zu denen Stangen, Profile und Rohre gehören. Die Auslastung sank dort auf 76 Prozent im Vergleich zu 2021.

    Plus bei Walzprodukten

    Bei Aluminium-Walzprodukten wurden dagegen mit gut 1,8 Millionen Tonnen zwei Prozent mehr produziert. Walzprodukte aus Aluminium sind etwa Karosserieteile, Fassadenverkleidungen oder Getränkedosen. Die Auslastung bei den Walzprodukte-Herstellern lag 2025 im Vergleich zu 2021 bei rund 89 Prozent.

    Als Hauptgrund für die Unterauslastung im vierten Jahr in Folge sieht der Verband eine schwache Nachfrage vor allem in der Automobil- und der Bauindustrie sowie dem Anlagenbau. Auch seien die Standortbedingungen in Deutschland international nicht mehr wettbewerbsfähig. Der Verband kritisierte in diesem Zusammenhang unter anderem hohe Energiepreise.

    Laut Aluminium Deutschland blieb der Branchenumsatz 2025 mit 22,8 Milliarden Euro trotz der Produktionsrückgänge stabil. Grund seien höhere Preise an der Londoner Metallbörse. Die 237 Betriebe der Branche in Deutschland beschäftigten im vergangenen Jahr 55.800 Menschen.

  • Proteste gegen Aus für Playmobil-Produktion in Franken

    Gewerkschaft und Betriebsrat wehren sich gegen die geplante Schließung der Playmobil-Produktion in Mittelfranken. Der Spielwarenhersteller Horst Brandstätter Group will diese an andere Standorte verlagern. 350 Arbeitsplätze sind davon betroffen. 

    Die Schließung sei der falsche Weg, und es brauche einen fairen Ausgleich für die betroffenen Mitarbeitenden, forderte die Gewerkschaft IGBCE. Diese hatte am Dienstag zusammen mit dem Betriebsrat zum Protest vor dem Werk in Dietenhofen (Landkreis Ansbach) aufgerufen. Daran beteiligten sich demnach rund 120 Beschäftigte aus Früh- und Spätschicht. 

    Kommunikation in der Kritik

    In der Kritik steht auch die Art, wie der Hersteller über das geplante Aus für die Fertigung in Dietenhofen informiert hat. Auf der weltgrößten Spielwarenmesse in Nürnberg Ende Januar hatte Playmobil-Vorstand Bahri Kurter noch davon gesprochen, dass einige Indikatoren für eine Trendumkehr sprechen würden und er positiv auf das kommende Geschäftsjahr blicke. Die Transformation sei noch nicht abgeschlossen, mache aber gute Fortschritte. 

    Eine Woche später wurde dann die Belegschaft darüber informiert, dass die Produktion in Dietenhofen verlagert werde. «So geht man nicht mit Menschen um, die teilweise seit Jahrzehnten hier arbeiten», erklärte Landesbezirksleiter der IGBCE in Bayern, Harald Sikorski. In Dietenhofen werden seit mehr als 50 Jahren die in vielen Ländern bekannten Playmobilfiguren produziert. 

    Proteste sollen weitergehen

    In den vergangenen Jahren hatten die Spielwelten aber nicht mehr so viele Käufer gefunden: Der Playmobil-Hersteller Horst Brandstätter Group büßte eigenen Angaben nach in den vergangenen Jahren mehr als ein Drittel seines Umsatzes ein. Eine Neuausrichtung der Marke und Innovationen sollen diesen wieder auf Wachstumskurs bringen. 

    Gewerkschaft und Betriebsrat kündigten an, dass die Kundgebung erst der Anfang der Proteste gewesen sei. Ziel sei es, die Unternehmensleitung zu Verhandlungen über Alternativen zur Standortschließung zu bewegen und Perspektiven für die 350 betroffenen Beschäftigten zu entwickeln, teilte die IGBCE mit.

  • US-Bürgerrechtler Jesse Jackson gestorben

    Der US-Bürgerrechtler Jesse Jackson ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Das teilte die von ihm gegründete Stiftung Rainbow Push Coalition in einem Statement der Familie mit.

  • Analysen: Nawalny von Moskau mit Pfeilgift getötet

    Der vor zwei Jahren in russischer Haft gestorbene Alexej Nawalny ist Analysen zufolge mit einem starken Nervengift getötet worden. Außenminister Johann Wadephul (CDU) und seine Kolleginnen und Kollegen aus Großbritannien, Schweden und den Niederlanden beschuldigten Russland, den Kremlkritiker umgebracht zu haben.

  • Durchbruch im Tarifstreit um öffentlichen Dienst

    Gewerkschaften und Arbeitgeber haben im Tarifkonflikt um den öffentlichen Dienst der Länder eine Einigung erzielt. Die Beschäftigten sollen insgesamt 5,8 Prozent mehr Gehalt in drei Schritten erhalten, bei 27 Monaten Laufzeit, teilte die Gewerkschaft Verdi mit.

  • Medien: Hollywood-Star Robert Duvall gestorben

    Hollywood-Star Robert Duvall ist nach übereinstimmenden US-Medienberichten tot. Der 95-Jährige starb am Sonntag, wie unter anderem «New York Times» und CNN unter Berufung auf ein Statement seiner Frau berichteten.

  • Dürr verdient mehr als anvisiert

    Der Maschinenbauer Dürr hat die eigenen Gewinnpläne für das vergangene Jahr übertroffen. Der Nettogewinn liege mit voraussichtlich rund 200 Millionen Euro über der Prognosebandbreite von 120 bis 170 Millionen Euro, teilte das SDax-Unternehmen in Bietigheim-Bissingen auf Basis vorläufiger Zahlen mit. 

    Zum einen habe sich das Tagesgeschäft gut entwickelt, zum anderen sei der Buchgewinn aus dem Ende Oktober vollzogenen Verkauf des Umwelttechnikgeschäfts höher ausgefallen als erwartet, hieß es. 

    Der Auftragseingang betrug knapp 3,9 Milliarden Euro und lag damit im Rahmen der Planungen. Beim Umsatz hingegen blieb Dürr mit 4,17 Milliarden Euro knapp unter dem Zielkorridor von 4,2 bis 4,6 Milliarden Euro. Hier hatte das Management zuletzt ohnehin das untere Ende erwartet. Weitere Details nennt Dürr am 5. März.

  • Dürr verdient mehr als anvisiert

    Der Maschinenbauer Dürr hat die eigenen Gewinnpläne für das vergangene Jahr übertroffen. Der Nettogewinn liege mit voraussichtlich rund 200 Millionen Euro über der Prognosebandbreite von 120 bis 170 Millionen Euro, teilte das SDax-Unternehmen in Bietigheim-Bissingen auf Basis vorläufiger Zahlen mit. 

    Zum einen habe sich das Tagesgeschäft gut entwickelt, zum anderen sei der Buchgewinn aus dem Ende Oktober vollzogenen Verkauf des Umwelttechnikgeschäfts höher ausgefallen als erwartet, hieß es. 

    Der Auftragseingang betrug knapp 3,9 Milliarden Euro und lag damit im Rahmen der Planungen. Beim Umsatz hingegen blieb Dürr mit 4,17 Milliarden Euro knapp unter dem Zielkorridor von 4,2 bis 4,6 Milliarden Euro. Hier hatte das Management zuletzt ohnehin das untere Ende erwartet. Weitere Details nennt Dürr am 5. März.

  • Bahnsanierung Hamburg-Berlin dauert länger als geplant

    Der Abschluss der umfassenden Sanierung der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin verzögert sich auf unbestimmte Zeit. Aufgrund der Winterwitterung in den vergangenen Wochen sei der Fertigstellungstermin Ende April nicht zu halten, teilte die Deutsche Bahn mit.

  • Sportgericht bestätigt Ausschluss von Ukrainer bei Olympia

    In einem Eilverfahren ist der Ausschluss des Ukrainers Wladislaw Heraskewytsch vom olympischen Skeleton-Rennen bestätigt worden. Der Internationale Sportgerichtshof Cas wies den Einspruch des 27-Jährigen gegen die Entscheidung des Weltverbands IBSF zurück, der Heraskewytsch wegen seines vom IOC verbotenen Helms mit Bildern von im Krieg getöteten Sportkollegen disqualifiziert hatte.