Johannes Lochner hat bei den Olympischen Winterspielen die Goldmedaille im Zweierbob gewonnen. Der 35-Jährige siegte in Cortina d’Ampezzo vor seinen deutschen Teamkollegen Francesco Friedrich und Adam Ammour.
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Neuntes Gold: Klaebo ist Rekordsieger bei Winter-Olympia
Der norwegische Skilangläufer Johannes Hoesflot Klaebo ist Rekordsieger bei Olympischen Winterspielen. Der 29-Jährige gewann mit der Staffel in Italien die neunte Olympia-Goldmedaille seiner Karriere und setzte sich damit an die Spitze der Rangliste.
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Ministerin: Haben ganzen Werkzeugkoffer für Krisenmanagement
Thüringen kann nach Einschätzung von Wirtschaftsministerin Colette Boos-John bei Standortkrisen von Unternehmen wirksam helfen. «Wir haben eine Art Krisennotfallkoffer, mit dem wir auch auf komplexe Probleme reagieren können, um Arbeitsplätze zu sichern», sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Schließlich mache es einen Unterschied, ob ein Unternehmen wegen eines verlorenen Großauftrags in Probleme gerate oder ob vom Management ein Produktionsstandort infrage gestellt werde oder eine finanzielle Schieflage drohe.
«Krisenmanagement gibt es bei uns nicht nur mit Blick auf Zalando», so Boos-John. Das Logistikzentrum des Internet-Modehändlers mit 2.700 Beschäftigten wird vom Konzern-Vorstand infrage gestellt – es soll Ende September schließen. Wirtschafts- und Arbeitsministerium haben daraufhin eine Taskforce gegründet, um für die Beschäftigten eine berufliche Zukunft zu suchen sowie mögliche Alternativen für die Nutzung der riesigen Logistikhalle.
Notfallkoffer mit Betreuungsangeboten und Geld
Wichtigste Bestandteile des Notfallkoffers ihres Ministeriums seien die Landesentwicklungsgesellschaft mit langjährigen Erfahrungen bei der Standortbetreuung und Investorensuche sowie die Thüringer Aufbaubank. Sie könne Investitionen durch Förderprogramme unterstützen und Kapitalspritzen durch Unternehmensbeteiligungen gewähren. Aber auch eine enge Zusammenarbeit mit den Arbeitsagenturen sowie Gewerkschaften, die oft frühzeitig Signale bei Problemen bekämen, seien ihr wichtig.
«Wir können nur gut sein, wenn wir alle Informationen auf dem Tisch haben», sagte die Ministerin. «Ich sehe mich in der Verantwortung, wo Chancen sind, sie auch zu nutzen.» Anders als in der Zeit nach der Wiedervereinigung könnten Probleme aber nicht vor allem mit Geld gelöst werden. Bei einer drohenden Insolvenz sei das auch beihilferechtlich gar nicht möglich.
«Es mangelt an Investitionsbereitschaft»
Nach Angaben von Boos-John stehen in Thüringen allein 73 Millionen Euro in verschiedenen Fonds für Unternehmensbeteiligungen zur Verfügung. Mit einem sogenannten Transformationsfonds, den die oppositionelle Linke bei den Haushaltsverhandlungen durchgesetzt hat, solle das Instrumentarium erweitert und abgerundet werden. Er soll ein Volumen von allein 70 Millionen Euro haben. «Im Moment mangelt es nicht an Geld, sondern an Investitionsbereitschaft», so die CDU-Politikerin.
Im Blick der Beteiligungsfonds seien auch Unternehmen, die hohe Kosten haben, um sich durch eine Neuausrichtung am Markt zu behaupten. «Klar ist: Das Angebot kann sich nur an gesunde Unternehmen richten, die sich und ihre Geschäftsmodelle anpassen oder neu aufstellen müssen.» Das ist bei einigen Thüringer Automobilzulieferern der Fall, die mit dem Trend zur Elektromobilität vor solchen Herausforderungen stehen.
2026 wirtschaftlich kein Selbstläufer
Nach einem wahrscheinlich leichten Wirtschaftswachstum im vergangenen Jahr – bisher liegen nur die Halbjahreszahlen vor mit einem im Vergleich zu anderen Bundesländern guten Plus von 0,6 Prozent – werde 2026 wirtschaftlich kein Selbstläufer, so Boos-John. Sie erwarte aber, dass die Investitionsprogramme von Bund und Land eine erste Wirkung zeigen.
Als einen begrenzenden Wachstumsfaktor sieht sie die sinkende Zahl an Erwerbstätigen in Thüringen. Allein 2025 waren es 11.400 weniger – vor allem, weil viele Arbeitnehmer das Rentenalter erreichen. «Der demografische Faktor wird uns in der wirtschaftlichen Entwicklung hemmen.»
Nach Zahlen des Statistischen Landesamtes erwirtschaftete Thüringens Industrie im vergangenen Jahr einen Umsatz von 36,8 Milliarden Euro. Das waren 178,0 Millionen Euro oder 0,5 Prozent mehr als im Jahr 2024.
Schwach präsentierten sich der Maschinenbau mit einem Umsatzrückgang von 18 Prozent sowie die Automobilindustrie mit einem Minus von 10,6 Prozent. -
Ministerin: Haben ganzen Werkzeugkoffer für Krisenmanagement
Thüringen kann nach Einschätzung von Wirtschaftsministerin Colette Boos-John bei Standortkrisen von Unternehmen wirksam helfen. «Wir haben eine Art Krisennotfallkoffer, mit dem wir auch auf komplexe Probleme reagieren können, um Arbeitsplätze zu sichern», sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Schließlich mache es einen Unterschied, ob ein Unternehmen wegen eines verlorenen Großauftrags in Probleme gerate oder ob vom Management ein Produktionsstandort infrage gestellt werde oder eine finanzielle Schieflage drohe.
«Krisenmanagement gibt es bei uns nicht nur mit Blick auf Zalando», so Boos-John. Das Logistikzentrum des Internet-Modehändlers mit 2.700 Beschäftigten wird vom Konzern-Vorstand infrage gestellt – es soll Ende September schließen. Wirtschafts- und Arbeitsministerium haben daraufhin eine Taskforce gegründet, um für die Beschäftigten eine berufliche Zukunft zu suchen sowie mögliche Alternativen für die Nutzung der riesigen Logistikhalle.
Notfallkoffer mit Betreuungsangeboten und Geld
Wichtigste Bestandteile des Notfallkoffers ihres Ministeriums seien die Landesentwicklungsgesellschaft mit langjährigen Erfahrungen bei der Standortbetreuung und Investorensuche sowie die Thüringer Aufbaubank. Sie könne Investitionen durch Förderprogramme unterstützen und Kapitalspritzen durch Unternehmensbeteiligungen gewähren. Aber auch eine enge Zusammenarbeit mit den Arbeitsagenturen sowie Gewerkschaften, die oft frühzeitig Signale bei Problemen bekämen, seien ihr wichtig.
«Wir können nur gut sein, wenn wir alle Informationen auf dem Tisch haben», sagte die Ministerin. «Ich sehe mich in der Verantwortung, wo Chancen sind, sie auch zu nutzen.» Anders als in der Zeit nach der Wiedervereinigung könnten Probleme aber nicht vor allem mit Geld gelöst werden. Bei einer drohenden Insolvenz sei das auch beihilferechtlich gar nicht möglich.
«Es mangelt an Investitionsbereitschaft»
Nach Angaben von Boos-John stehen in Thüringen allein 73 Millionen Euro in verschiedenen Fonds für Unternehmensbeteiligungen zur Verfügung. Mit einem sogenannten Transformationsfonds, den die oppositionelle Linke bei den Haushaltsverhandlungen durchgesetzt hat, solle das Instrumentarium erweitert und abgerundet werden. Er soll ein Volumen von allein 70 Millionen Euro haben. «Im Moment mangelt es nicht an Geld, sondern an Investitionsbereitschaft», so die CDU-Politikerin.
Im Blick der Beteiligungsfonds seien auch Unternehmen, die hohe Kosten haben, um sich durch eine Neuausrichtung am Markt zu behaupten. «Klar ist: Das Angebot kann sich nur an gesunde Unternehmen richten, die sich und ihre Geschäftsmodelle anpassen oder neu aufstellen müssen.» Das ist bei einigen Thüringer Automobilzulieferern der Fall, die mit dem Trend zur Elektromobilität vor solchen Herausforderungen stehen.
2026 wirtschaftlich kein Selbstläufer
Nach einem wahrscheinlich leichten Wirtschaftswachstum im vergangenen Jahr – bisher liegen nur die Halbjahreszahlen vor mit einem im Vergleich zu anderen Bundesländern guten Plus von 0,6 Prozent – werde 2026 wirtschaftlich kein Selbstläufer, so Boos-John. Sie erwarte aber, dass die Investitionsprogramme von Bund und Land eine erste Wirkung zeigen.
Als einen begrenzenden Wachstumsfaktor sieht sie die sinkende Zahl an Erwerbstätigen in Thüringen. Allein 2025 waren es 11.400 weniger – vor allem, weil viele Arbeitnehmer das Rentenalter erreichen. «Der demografische Faktor wird uns in der wirtschaftlichen Entwicklung hemmen.»
Nach Zahlen des Statistischen Landesamtes erwirtschaftete Thüringens Industrie im vergangenen Jahr einen Umsatz von 36,8 Milliarden Euro. Das waren 178,0 Millionen Euro oder 0,5 Prozent mehr als im Jahr 2024.
Schwach präsentierten sich der Maschinenbau mit einem Umsatzrückgang von 18 Prozent sowie die Automobilindustrie mit einem Minus von 10,6 Prozent. -
Kindliche Sexpuppen: EU-Kommission nimmt Shein ins Visier
Nach dem Skandal um den Verkauf von Sexpuppen mit kindlichem Aussehen leitet die EU-Kommission ein formelles Verfahren gegen den chinesischen Online-Händler Shein ein. Die Brüsseler Behörde verdächtigt das Unternehmen, nicht genug gegen den Vertrieb illegaler Produkte auf seiner Plattform zu tun und den Verbraucherschutz zu vernachlässigen.
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AfD Niedersachsen als extremistische Bestrebung eingestuft
Die AfD in Niedersachsen wird vom Landesverfassungsschutz als extremistische Bestrebung eingestuft. «Die Bewertung des Verfassungsschutzes ist eindeutig: Die größte Gefahr für unsere Gesellschaft geht vom Rechtsextremismus aus und die AfD Niedersachsen ist nach der Einstufung eindeutig diesem Phänomenbereich zuzuordnen», sagte Innenministerin Daniela Behrens (SPD).
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TV-Star Lambert Hamel ist tot
Der TV-Star Lambert Hamel ist tot. Der Schauspieler verstarb im Alter von 85 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit am vergangenen Freitag, wie seine Familie der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.
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Zwei weitere Todesopfer nach Hochhausbrand in Berlin
Nach dem Hochhausbrand im Berliner Osten sind zwei weitere Menschen gestorben. Dabei handelt es sich um eine 26-jährige Frau, deren Säugling bereits infolge des Feuers gestorben war, und deren zweites Kind (5), wie die Polizei mitteilte.
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Proteste gegen Aus für Playmobil-Produktion in Franken
Gewerkschaft und Betriebsrat wehren sich gegen die geplante Schließung der Playmobil-Produktion in Mittelfranken. Der Spielwarenhersteller Horst Brandstätter Group will diese an andere Standorte im Ausland verlagern. 350 Arbeitsplätze sind davon betroffen. Die Schließung sei der falsche Weg, und es brauche einen fairen Ausgleich für die betroffenen Mitarbeitenden, forderte die Gewerkschaft IGBCE. Der Hersteller sieht dagegen keine Alternative.
Die IGBCE hatte am Dienstag zusammen mit dem Betriebsrat zum Protest vor dem Werk in Dietenhofen (Landkreis Ansbach) aufgerufen. Daran beteiligten sich demnach rund 120 Beschäftigte aus Früh- und Spätschicht. Die Horst Brandstätter Group sprach dagegen von etwa 50 Protestierenden. Auswirkungen auf die Produktion habe es nicht gegeben, sagte ein Sprecher.
Kommunikation in der Kritik
In der Kritik steht auch die Art, wie der Hersteller über das geplante Aus für die Fertigung in Dietenhofen informiert hat. Auf der weltgrößten Spielwarenmesse in Nürnberg Ende Januar hatte Playmobil-Vorstand Bahri Kurter noch davon gesprochen, dass einige Indikatoren für eine Trendumkehr sprechen würden und er positiv auf das kommende Geschäftsjahr blicke. Die Transformation sei noch nicht abgeschlossen, mache aber gute Fortschritte.
Eine Woche später wurde dann die Belegschaft darüber informiert, dass die Produktion in Dietenhofen verlagert werde. «So geht man nicht mit Menschen um, die teilweise seit Jahrzehnten hier arbeiten», erklärte Landesbezirksleiter der IGBCE in Bayern, Harald Sikorski. In Dietenhofen werden seit mehr als 50 Jahren die in vielen Ländern bekannten Playmobilfiguren produziert.
Teil der strategischen Neuausrichtung
In den vergangenen Jahren hatten die Spielwelten aber nicht mehr so viele Käufer gefunden: Der Playmobil-Hersteller Horst Brandstätter Group büßte eigenen Angaben nach in den vergangenen Jahren mehr als ein Drittel seines Umsatzes ein. Eine Neuausrichtung der Marke und Innovationen sollen diesen wieder auf Wachstumskurs bringen.
Die Verlagerung sei ein Teil der strategischen Neuausrichtung, erläuterte der Sprecher der Horst Brandstätter Group. «Hintergrund sind die deutlich steigenden Produktionskosten in Deutschland.» Durch die Bündelung der Playmobil-Fertigung könne die Effizienz gesteigert, Synergien genutzt und die Wettbewerbsfähigkeit der Marke langfristig gesichert werden.
Sozialplan und Transfergesellschaft
Die größten Playmobil-Werke befinden sich ihm zufolge in Tschechien und Malta. In Dietenhofen soll dagegen die Produktion der Lechuza-Pflanzgefäße bestehen bleiben. Auch die Produktentwicklung für Playmobil, Verwaltung, Marketing und Logistik blieben in Deutschland erhalten.
«Gemeinsam mit dem Betriebsrat streben wir für die rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine sozialverträgliche Umsetzung an», sagte der Sprecher. Neben einem Sozialplan gehörten dazu auch eine Transfergesellschaft und die Unterstützung der Betroffenen bei Bewerbungen.
Es soll weitere Proteste geben
Die Gewerkschaft kündigte weitere Proteste an. Ziel sei es, die Unternehmensleitung zu Verhandlungen über Alternativen zur Standortschließung zu bewegen und Perspektiven für die 350 betroffenen Beschäftigten zu entwickeln, teilte die IGBCE mit.
Die Horst Brandstätter Group sprach dagegen von konstruktiven Gesprächen mit Betriebsrat und Gewerkschaft. Die Produktion der Verlagerung bis zum 30. Juni sei von allen Parteien akzeptiert worden, sagte der Sprecher.
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Rheinmetall darf Blohm+Voss und NVL übernehmen
Rheinmetall darf nach einer Entscheidung der EU-Kommission die Militärsparte NVL der Bremer Werftengruppe Lürssen kaufen. Deutschlands größter Rüstungskonzern hatte sich im September mit Lürssen auf den Kauf geeinigt. Dazu zählt auch die Blohm+Voss-Werft im Hamburger Hafen.
«Die Transaktion betrifft in erster Linie den Bau von Überwasserschiffen und damit verbundene Dienstleistungen im Verteidigungssektor», teilten die Wettbewerbshüter der Europäischen Union mit. Angesichts begrenzter Auswirkungen auf die Marktstruktur äußerten sie nach ihrer Prüfung keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken.
Rheinmetall will in den Marine-Bereich
Mit der Übernahme will sich Rheinmetall breiter aufstellen und den Marine-Schiffbau als zusätzliches Geschäftsfeld erschließen. Der Konzern baut bisher keine eigenen Schiffe, macht aber Geschäfte mit der Marine, etwa mit Schiffsgeschützen und mit Lasermodulen. Die Parteien vereinbarten Stillschweigen über den Kaufpreis.
Die private Werftengruppe Lürssen ist seit Oktober 2021 zweigeteilt in die Marinesparte Naval Vessels Lürssen (NVL) und in eine Jachtsparte. NVL ist auf die Konstruktion und Fertigung von Marine- und Behördenschiffen für die Deutsche Marine und Kunden weltweit spezialisiert. In Deutschland gehören zu NVL vier Werften: die Peene-Werft in Wolgast (Mecklenburg-Vorpommern), Teile von Blohm+Voss und die Norderwerft in Hamburg sowie die Neue Jadewerft in Wilhelmshaven. Hinzu kommen Standorte in Bulgarien, Kroatien, Ägypten und Brunei.