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  • Maschinenbauteile nach Russland – Prozess gegen zwei Brüder

    Vor dem Landgericht Münster ist ein Prozess gegen zwei Geschäftsführer eines Unternehmens aus Oelde im Münsterland gestartet. Die beiden sollen trotz der verhängten Handels-Sanktionen der Europäischen Union große Warenmengen nach Russland ausgeführt haben. Der Vorwurf lautet: Verstoß gegen das Außenwirtschaftsgesetz in 65 Fällen. 

    Die 34- und 39-jährigen Brüder sind Deutsch-Russen. Gemeinsam mit ihrem Vater, gegen den ebenfalls ein Verfahren läuft, sollen sie Maschinenbauteile im Wert von mehr als 830.000 Euro nach Russland ausgeführt haben. Um die wegen des Ukrainekriegs von der EU verhängten Verkaufsverbote an Russland zu umgehen und vor dem Zoll zu verschleiern, sollen die Brüder die Geschäfte über Briefkastenfirmen in Kirgisistan und der Türkei abgewickelt haben. 

    Die beiden Brüder sitzen in Untersuchungshaft. Am ersten Verhandlungstag haben sie sich nicht zu den Vorwürfen geäußert. Um ein vermutlich sehr aufwendiges Gerichtsverfahren mit ursprünglich 19 Verhandlungstagen zu beschleunigen, wollen die Richter jetzt einen Vorschlag zur Verständigung zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidigung vorbereiten. Begründung: Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die EU-Sanktionen hätten das vorher legale Geschäftsmodell des Unternehmens unmöglich gemacht. Falls die Brüder ein Geständnis ablegen, könnten sie mit einer milderen Strafe rechnen. 

    Der Prozess wird am 1. Juli fortgesetzt.

  • Wirtschaftsweise senken Konjunkturprognose

    Die Wirtschaftsweisen erwarten in diesem Jahr wegen der Auswirkungen des Iran-Kriegs nur ein Mini-Wachstum der deutschen Wirtschaft von 0,5 Prozent. Im vergangenen Herbst hatte der Sachverständigenrat noch mit einem Plus des Bruttoinlandsprodukts von 0,9 Prozent gerechnet.

  • Schulbus in Belgien von Zug erfasst – vier Tote

    Bei einem Zusammenprall zwischen einem Schulbus und einem Zug sind in Belgien vier Menschen ums Leben gekommen. Bei dem Vorfall im flämischen Ort Buggenhout zwischen Brüssel und Antwerpen starben der Busfahrer, zwei Jugendliche und eine Begleitperson, wie es in einer Pressekonferenz des Krisenteams und der Gemeinde hieß.

  • Iran-Krieg bringt Chemiebranche Atempause

    Der Iran-Krieg beschert der kriselnden deutschen Chemieindustrie eine Sonderkonjunktur. Sie profitiert von Hamsterkäufen, da Industriekunden mit dem Konflikt und der gesperrten Straße von Hormus Lieferengpässe fürchten. Im ersten Quartal stiegen Produktion und Umsatz in der Chemie um je 2 Prozent zum Schlussquartal 2025, wie der Branchenverband VCI in Frankfurt mitteilte. 

    Dabei wuchsen die Erlöse in allen Bereichen, darunter bei Grund- und Spezialchemikalien, in der Petrochemie und bei Körperpflegemitteln. «Zusätzliche Bestellungen zu Jahresbeginn deuten teils auf Vorsichtsbestellungen und Lageraufbau angesichts der Eskalation am Golf hin», hieß es. Auch sei der Abwärtstrend bei den Erzeugerpreisen gestoppt. Insgesamt kletterte der Umsatz in der Chemie- und Pharmabranche saisonbereinigt um 2,1 Prozent auf fast 51 Milliarden Euro zum Vorquartal, die Auslastung der Anlagen stieg von niedrigem Niveau aus.

    Branche sieht nur Zwischenhoch

    Eine Trendwende für Deutschlands drittgrößte Industriebranche nach dem Auto- und Maschinenbau sieht VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup aber nicht. So lägen Umsatz und Produktion in der Chemie deutlich unter Vorjahresniveau und der Pharmabereich der Branche schwächele, der 2025 im Zollstreit mit den USA noch Vorzieheffekte erlebt hatte. «Wir sehen keine Aufbruchstimmung, sondern geopolitisches Hamstern», sagte Große Entrup. «Das ist ein panischer Zwischenpeak, von dem kurzfristig auch Teile der chemischen Industrie profitieren.» Im Gesamtjahr dürfte die Produktion sinken. 

    Weniger Druck aus China

    Die Chemieindustrie kämpft seit Jahren mit teurer Energie, hartem Wettbewerb aus Asien, der Konjunkturflaute und Überkapazitäten bei Basischemikalien. Doch die Konkurrenz aus China, die mit niedrigen Preisen Druck macht, ist von dem Iran-Krieg stärker betroffen und mehr von Rohstoffen aus dem Nahen Osten abhängig als Europas Chemiebranche. So ließ die Importschwemme aus Asien nach. Der Branchenriese BASF konnte zuletzt deutliche Preiserhöhungen durchsetzen, der Spezialchemiekonzern Evonik erwartet ein starkes zweites Quartal. 

    Da manche Wettbewerber aus Asien nicht liefern können, sinkt das Überangebot an Basischemikalien, die als Ausgangsstoff etwa für Arzneien und Kunststoffe dienen. «Positive Auswirkungen auf die Nachfrage spürt insgesamt gut ein Viertel der Unternehmen», schrieb der VCI. Vor allem Großunternehmen im Grundstoffbereich profitierten. Wenn der Krieg vorbei sei, werde der Druck aber wieder steigen. Zugleich würden Lösemittel und Harze knapp.

    Auch das Ifo-Institut sieht für die Chemie keine dauerhafte Besserung. Laut einer Umfrage bewertet die Branche ihre aktuelle Lage im Mai besser, die Geschäftserwartungen sanken aber auf einen Tiefstand seit Oktober 2022. Die Unternehmen sähen lediglich eine vorübergehende Belebung ihrer Geschäfte.

  • Vor Gericht: Maschinenbau-Exporte nach Russland verschleiert

    Wegen Verstößen gegen das Außenwirtschaftsgesetz stehen zwei Männer aus Oelde im Münsterland von Freitag (9.00 Uhr) an vor dem Landgericht Münster. Die beiden Brüder, 34 und 39 Jahre alt, sollen laut Anklage als Geschäftsführer einer Firma Sanktionen der Europäischen Union (EU) umgegangen und Waren nach Russland ausgeführt haben. 

    Dabei sollen die Fälle von 2023 bis 2024 überwiegend aus dem Bereich Maschinenbau über Briefkastenfirmen in der Türkei und Kirgistan verschleiert worden sein. Die Ermittler sind auf 65 Ausfuhren im Wert von knapp 833.000 Euro gestoßen. 

    Nach Angaben des Gerichts sollen die beiden Angeklagten ihren Tatplan gemeinschaftlich mit ihrem Vater umgesetzt haben. Gegen ihn läuft ein eigenes Verfahren. Den Söhnen sei bekannt gewesen, dass die Waren an die tatsächlichen Käufer in Russland weitergeleitet wurden. Die EU versucht mit den Ausfuhrbeschränkungen, Russlands Möglichkeiten, den Krieg gegen die Ukraine fortzusetzen, zu begrenzen. (Az.: 71 KLs 1/26)

  • Wolfsburg abgestiegen – Paderborn zurück in der Bundesliga

    Der VfL Wolfsburg ist zum ersten Mal in seiner Geschichte aus der Fußball-Bundesliga abgestiegen. Die Niedersachsen unterlagen im Rückspiel der Relegation beim Zweitliga-Dritten SC Paderborn mit 1:2 nach Verlängerung, am Donnerstag hatten sich beide Teams 0:0 getrennt.

  • Zweites Kind nach Unfall in Dinslaken gestorben

    Nach dem schweren Zusammenprall mit einem Auto im nordrhein-westfälischen Dinslaken ist auch das zweite lebensgefährlich verletzte Kind gestorben. Der Zwölfjährige erlag wie zuvor schon ein gleichaltriger Junge in einem Krankenhaus seinen Verletzungen, wie die Behörden mitteilten.

  • Kind stirbt nach Unfall in Dinslaken

    Nach einem Zusammenprall mit einem Auto in der Nähe einer Schule in Dinslaken (NRW) ist ein 12-jähriges Kind an seinen Verletzungen gestorben. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Eine Autofahrerin war in der Stadt im Kreis Wesel mit ihrem Wagen von der Fahrbahn abgekommen und hatte drei Kinder angefahren.

  • Stellwerksausfall: Störungen auf Bahnstrecke Hamburg–Berlin

    Wegen eines Stellwerksausfalls bei Lüneburg ist der Bahnverkehr zwischen Hamburg und Berlin bis voraussichtlich Donnerstagvormittag stark beeinträchtigt. Nach Angaben der Bahn kommt es zu Verspätungen und Zugausfällen.

  • Vor Gericht: Maschinenbau-Exporte nach Russland verschleiert

    Wegen Verstößen gegen das Außenwirtschaftsgesetz stehen zwei Männer aus Oelde im Münsterland von Freitag (9.00 Uhr) an vor dem Landgericht Münster. Die beiden Brüder, 34 und 39 Jahre alt, sollen laut Anklage als Geschäftsführer einer Firma Sanktionen der Europäischen Union (EU) umgegangen und Waren nach Russland ausgeführt haben. 

    Dabei sollen die Fälle von 2023 bis 2024 überwiegend aus dem Bereich Maschinenbau über Briefkastenfirmen in der Türkei und Kirgistan verschleiert worden sein. Die Ermittler sind auf 65 Ausfuhren im Wert von knapp 833.000 Euro gestoßen. 

    Nach Angaben des Gerichts sollen die beiden Angeklagten ihren Tatplan gemeinschaftlich mit ihrem Vater umgesetzt haben. Gegen ihn läuft ein eigenes Verfahren. Den Söhnen sei bekannt gewesen, dass die Waren an die tatsächlichen Käufer in Russland weitergeleitet wurden. Die EU versucht mit den Ausfuhrbeschränkungen, Russlands Möglichkeiten, den Krieg gegen die Ukraine fortzusetzen, zu begrenzen. (Az.: 71 KLs 1/26)