Autor: Stojancho Gjorgjiev

  • Bundeswirtschaftsministerin Reiche kommt nach Halle

    Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche ist am Mittwoch im Süden Sachsen-Anhalts zu Besuch. Gemeinsam mit ihrem CDU-Parteikollegen und Ministerpräsidenten Sven Schulz will sie in Halle-Ammendorf einen Rundgang bei der Maschinenbau und Service GmbH machen. Erfahren will sie dabei auch, welche politischen Rahmenbedingungen mittelständische Unternehmen brauchen, um sicher arbeiten zu können, hieß es vor dem Besuch. 

    Außerdem will sich die Ministerin zu den aktuellen Herausforderungen des industriellen Mittelstandes austauschen. 

    Die Maschinenbau und Service GmbH gibt es seit 2006. Sie beschäftigt den Angaben nach 239 Mitarbeitende und ist für die Instandhaltung, die Instandsetzung, die Revision und den Umbau von Schienenfahrzeugen zuständig. Der Jahresumsatz liegt demnach bei 30 Millionen Euro. Zu den Kunden des Unternehmens zählen die Deutsche Bahn und Siemens.

  • Jobabbau nach besseren Zahlen bei ams Osram

    Der deutsch-österreichische Lichtkonzern ams Osram will weltweit Jobs abbauen. Mehrere hundert fallen an Standorten in Deutschland weg, wie das Unternehmen mitteilte. Insgesamt geht es um 2.000 Stellen, je etwa 1.000 in Europa und Asien – ein Teil der Maßnahmen ist allerdings bereits bekannt. Parallel dazu legte ams Osram am Morgen Zahlen vor, die einen klaren Aufwärtstrend zeigen: Der Verlust sinkt.

    Schwerpunkt des Jobabbaus in Europa ist Deutschland. Hier fällt im Halbleitergeschäft in Regensburg eine niedrige bis mittlere dreistellige Zahl an Jobs weg, wie ams-Osram-Chef Aldo Kamper sagte. Es gehe vor allem um etablierte Produkte, die auch von asiatischen Wettbewerbern angeboten würden. Deren Produktion wird aus Kostengründen nach Asien verlagert. Dadurch entstehe in Regensburg aber Platz für hochautomatisierte Fertigungen. 

    Lampengeschäft schrumpft

    Weitere Jobs werden im Lampengeschäft gestrichen. Hier geht es vor allem um die Standorte Herbrechtingen in Baden-Württemberg und Schwabmünchen bei Augsburg. Die Schließung in Schwabmünchen ist bereits seit einiger Zeit bekannt, ams Osram rechnet sie in den aktuellen Zahlen allerdings mit. Die IG Metall hatte zuletzt den Abbau dort mit 270 Jobs beziffert. Das Geschäft mit klassischen Halogenlampen für Autos schrumpft langsam, weil die Produkte sukzessiv von LEDs verdrängt werden. Kamper betonte aber, dass es noch viele Jahre weitergehen werde. 

    In Herbrechtingen seien bis einschließlich 2029 ungefähr 250 Mitarbeiter von Maßnahmen betroffen, sagte der Geschäftsführer der Osram GmbH, Rainer Barthel. Das sei ein erheblicher Einschnitt, jedoch könne so langfristig die Beschäftigung am Standort garantiert werden. Vereinbarungen mit dem Betriebsrat sähen mehrere sozialverträgliche Maßnahmen vor. Betriebsbedingte Kündigungen könnten zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden. Es werde aber versucht, diese zu vermeiden, so Barthel. An dem Standort in Baden-Württemberg sind Angaben eines Sprechers zufolge rund 470 Personen beschäftigt. 

    Gut 1.000 Jobs sollen außerdem an den asiatischen Standorten wegfallen. Derzeit hat ams Osram weltweit gut 19.000 Mitarbeiter, 7.500 davon in Europa und 10.700 in Asien. Den Jobabbau nannte Kamper einen wichtigen, aber schmerzhaften Schritt, um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. 

    Aufwärtstrend bei den Zahlen

    Finanziell verbessert sich die Situation von ams Osram, wie die ebenfalls vorgelegten Geschäftszahlen zeigen. Im abgelaufenen Jahr hat das Unternehmen nach Steuern 129 Millionen Euro Verlust gemacht – das ist ein Sechstel des Wertes aus dem Vorjahr. Vor allem im operativen Bereich lief es sehr viel besser. Der Konzern litt dabei allerdings noch immer unter hohen Schulden. Für einen Teil davon hat er vor wenigen Tagen durch den Verkauf eines Geschäftsteils an Infineon eine Lösung gefunden.

  • Lichtkonzern ams Osram baut Stellen in Baden-Württemberg ab

    Trotz besserer Zahlen will der deutsch-österreichische Lichtkonzern ams Osram weltweit Jobs abbauen – betroffen ist davon auch ein Standort in Baden-Württemberg. Mehrere hundert fallen an Standorten in Deutschland weg, wie das Unternehmen mitteilte. Insgesamt geht es um 2.000 Stellen, je etwa 1.000 in Europa und Asien – ein Teil der Maßnahmen ist allerdings bereits bekannt. Parallel dazu legte ams Osram am Morgen Zahlen vor, die einen klaren Aufwärtstrend zeigen: Der Verlust sinkt. 

    Am Standort Herbrechtingen (Kreis Heidenheim), wo Halogenlampen hergestellt werden, sollen auch Jobs gestrichen werden. Wie viele, sagte ein Sprecher auf Anfrage zunächst nicht. In Herbrechtingen seien rund 470 Personen beschäftigt, so der Sprecher. 

    Erheblicher Einschnitt geplant

    Am Nachmittag machte der Geschäftsführer der Osram GmbH, Rainer Barthel, genauere Angaben. Demnach seien bis einschließlich 2029 ungefähr 250 Mitarbeiter von Maßnahmen betroffen. Das sei ein erheblicher Einschnitt, jedoch könne so langfristig die Beschäftigung am Standort garantiert werden. Vereinbarungen mit dem Betriebsrat sähen mehrere sozialverträgliche Maßnahmen vor. Betriebsbedingte Kündigungen könnten zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden. Es werde aber versucht, diese zu vermeiden, so Barthel.

    Schwerpunkt des Jobabbaus in Europa ist Deutschland. Hier fällt im Halbleitergeschäft in Regensburg eine niedrige bis mittlere dreistellige Zahl an Jobs weg, wie ams-Osram-Chef Aldo Kamper sagte. Es gehe vor allem um etablierte Produkte, die auch von asiatischen Wettbewerbern angeboten würden. Deren Produktion wird aus Kostengründen nach Asien verlagert. Dadurch entstehe in Regensburg aber Platz für hochautomatisierte Fertigungen. 

    Lampengeschäft schrumpft 

    Weitere Jobs werden im Lampengeschäft gestrichen. Hier geht es neben dem Standort in Baden-Württemberg vor allem um Schwabmünchen bei Augsburg. Die Schließung in Schwabmünchen ist bereits seit einiger Zeit bekannt, ams Osram rechnet sie in den aktuellen Zahlen allerdings mit. Die IG Metall hatte zuletzt den Abbau dort mit 270 Jobs beziffert. Das Geschäft mit klassischen Halogenlampen für Autos schrumpft langsam, weil die Produkte sukzessiv von LEDs verdrängt werden. Kamper betonte aber, dass es noch viele Jahre weitergehen werde. 

    Gut 1.000 Jobs sollen außerdem an den asiatischen Standorten wegfallen. Derzeit hat ams Osram weltweit gut 19.000 Mitarbeiter, 7.500 davon in Europa und 10.700 in Asien. Den Jobabbau nannte Kamper einen wichtigen, aber schmerzhaften Schritt, um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. 

    Aufwärtstrend bei den Zahlen 

    Finanziell verbessert sich die Situation von ams Osram, wie die ebenfalls vorgelegten Geschäftszahlen zeigen. Im abgelaufenen Jahr hat das Unternehmen nach Steuern 129 Millionen Euro Verlust gemacht – das ist ein Sechstel des Wertes aus dem Vorjahr. Vor allem im operativen Bereich lief es sehr viel besser. Der Konzern litt dabei allerdings noch immer unter hohen Schulden. Für einen Teil davon hat er vor wenigen Tagen durch den Verkauf eines Geschäftsteils an Infineon eine Lösung gefunden.

  • Lichtkonzern ams Osram baut Stellen in Baden-Württemberg ab

    Trotz besserer Zahlen will der deutsch-österreichische Lichtkonzern ams Osram weltweit Jobs abbauen – betroffen ist davon auch ein Standort in Baden-Württemberg. Mehrere hundert fallen an Standorten in Deutschland weg, wie das Unternehmen mitteilte. Insgesamt geht es um 2.000 Stellen, je etwa 1.000 in Europa und Asien – ein Teil der Maßnahmen ist allerdings bereits bekannt. Parallel dazu legte ams Osram am Morgen Zahlen vor, die einen klaren Aufwärtstrend zeigen: Der Verlust sinkt. 

    Am Standort Herbrechtingen (Kreis Heidenheim), wo Halogenlampen hergestellt werden, sollen auch Jobs gestrichen werden. Wie viele, sagte ein Sprecher auf Anfrage zunächst nicht. In Herbrechtingen seien rund 470 Personen beschäftigt, so der Sprecher. 

    Erheblicher Einschnitt geplant

    Am Nachmittag machte der Geschäftsführer der Osram GmbH, Rainer Barthel, genauere Angaben. Demnach seien bis einschließlich 2029 ungefähr 250 Mitarbeiter von Maßnahmen betroffen. Das sei ein erheblicher Einschnitt, jedoch könne so langfristig die Beschäftigung am Standort garantiert werden. Vereinbarungen mit dem Betriebsrat sähen mehrere sozialverträgliche Maßnahmen vor. Betriebsbedingte Kündigungen könnten zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden. Es werde aber versucht, diese zu vermeiden, so Barthel.

    Schwerpunkt des Jobabbaus in Europa ist Deutschland. Hier fällt im Halbleitergeschäft in Regensburg eine niedrige bis mittlere dreistellige Zahl an Jobs weg, wie ams-Osram-Chef Aldo Kamper sagte. Es gehe vor allem um etablierte Produkte, die auch von asiatischen Wettbewerbern angeboten würden. Deren Produktion wird aus Kostengründen nach Asien verlagert. Dadurch entstehe in Regensburg aber Platz für hochautomatisierte Fertigungen. 

    Lampengeschäft schrumpft 

    Weitere Jobs werden im Lampengeschäft gestrichen. Hier geht es neben dem Standort in Baden-Württemberg vor allem um Schwabmünchen bei Augsburg. Die Schließung in Schwabmünchen ist bereits seit einiger Zeit bekannt, ams Osram rechnet sie in den aktuellen Zahlen allerdings mit. Die IG Metall hatte zuletzt den Abbau dort mit 270 Jobs beziffert. Das Geschäft mit klassischen Halogenlampen für Autos schrumpft langsam, weil die Produkte sukzessiv von LEDs verdrängt werden. Kamper betonte aber, dass es noch viele Jahre weitergehen werde. 

    Gut 1.000 Jobs sollen außerdem an den asiatischen Standorten wegfallen. Derzeit hat ams Osram weltweit gut 19.000 Mitarbeiter, 7.500 davon in Europa und 10.700 in Asien. Den Jobabbau nannte Kamper einen wichtigen, aber schmerzhaften Schritt, um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. 

    Aufwärtstrend bei den Zahlen 

    Finanziell verbessert sich die Situation von ams Osram, wie die ebenfalls vorgelegten Geschäftszahlen zeigen. Im abgelaufenen Jahr hat das Unternehmen nach Steuern 129 Millionen Euro Verlust gemacht – das ist ein Sechstel des Wertes aus dem Vorjahr. Vor allem im operativen Bereich lief es sehr viel besser. Der Konzern litt dabei allerdings noch immer unter hohen Schulden. Für einen Teil davon hat er vor wenigen Tagen durch den Verkauf eines Geschäftsteils an Infineon eine Lösung gefunden.

  • Mercosur-Deal: EU-Parlament ebnet Weg für Schutz für Bauern

    Die Schutzklauseln zu Agrarimporten im Mercosur-Handelsabkommen sind so gut wie beschlossen. Mit breiter fraktionsübergreifender Mehrheit nahm das Europäische Parlament die neue Verordnung an. Im Dezember war darüber eine Einigung zwischen Unterhändlern von Parlament und EU-Staaten erzielt worden, um den Abschluss des Freihandelsabkommens zu ermöglichen. Nun steht noch die Zustimmung des Rats aus, was aber als Formalie gilt. 

    Vorgesehen ist, dass rasch Gegenmaßnahmen in Gang gesetzt werden können, wenn die Einfuhren aus den Mercosur-Ländern Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay stark ansteigen oder es zu einem übermäßigen Preisverfall kommt. Auf ein Inkrafttreten des Handelsabkommens hat das keinen Einfluss. Es wird damit gerechnet, dass es im Laufe des ersten Halbjahres vorläufig in Kraft treten könnte.

    Eier, Honig und Zucker besonders im Blick

    Die in den Schutzklauseln vorgesehenen Gegenmaßnahmen würden dazu führen, dass Zollvorteile vorübergehend wieder ausgesetzt werden. Eine besonders intensive Überwachung ist bei der Einfuhr von Produkten wie Rindfleisch, Geflügel, Reis, Honig, Eiern, Knoblauch, Ethanol, Zitrusfrüchten und Zucker vorgesehen. 

    483 Abgeordnete stimmten für die Schutzklauseln, 102 dagegen und 67 enthielten sich. 

    Abkommen soll Handel ankurbeln

    Der Mercosur-Deal war zu Jahresbeginn in Paraguay nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen unterzeichnet worden. Es soll eine neue Freihandelszone mit mehr als 700 Millionen Einwohnern geschaffen werden. Geplant ist, Zölle und Handelsbarrieren zwischen der EU einerseits und Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay andererseits weitestgehend abzubauen und so den Austausch von Waren und Dienstleistungen anzukurbeln. 

    Europäische Landwirte fürchten die Konkurrenz aus den Mercosur-Staaten und sprechen von einer Existenzbedrohung für die europäische Landwirtschaft. Umweltschützer befürchten, dass durch eine stärkere Nachfrage landwirtschaftlicher Produkte in Europa die Abholzung des Regenwaldes in Südamerika befeuert werden könnte. Befürworter des Abkommens sehen dagegen besonders große Chancen für die Autoindustrie, den Maschinenbau und die Pharmabranche. 

    EuGH soll Deal prüfen

    Bevor das Freihandelsabkommen in Kraft treten kann, muss es noch vom Europäischen Parlament gebilligt werden. Das Parlament beschloss jedoch im Januar mit knapper Mehrheit, den EuGH vor der Entscheidung über die abschließende Ratifizierung untersuchen zu lassen, ob das Abkommen mit EU-Recht vereinbar ist. 

    Nach Rechtsauffassung des Rates der Mitgliedstaaten kann es allerdings schon vor einer EuGH-Entscheidung vorläufig angewandt werden, sobald es von mindestens einem Mercosur-Staat ratifiziert wurde. Dieser Schritt wird noch in der ersten Jahreshälfte erwartet.

    Streit um Mercosur-Abstimmung im Januar

    Mehrere deutsche Grünen-Abgeordnete im Europaparlament hatten im Januar dafür gestimmt, das EU-Abkommen mit Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) überprüfen zu lassen. Das sorgte für Gegenwind auch aus der eigenen Partei. Hätten sie dagegen gestimmt, wäre es nicht zur Überprüfung gekommen. 

    Die Grünen-Abgeordnete Anna Cavazzini erklärte nun vor der Abstimmung, solche Schutzklauseln seien Standard in Freihandelsabkommen. Wie man zu dem Abkommen an sich oder der rechtlichen Prüfung stehe, sei daher weniger entscheidend für das Stimmverhalten.

  • IG Metall will mit neuen Regeln heimische Industrie stärken

    Angesichts der schwierigen Lage der deutschen Industrie sollten aus Sicht der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen zentrale Produktionszweige im eigenen Land durch Fördervorgaben geschützt werden. «Es ist unverständlich, dass wir das woanders machen», sagte Bezirksleiter Jan Otto und nannte die Batterie – und Chipherstellung. Die Gewerkschaft fordert sogenannte Local-Content-Regeln für Investitionen und Auftrags-Vergaben.

    Unter Local Content wird der Anteil an der Wertschöpfung verstanden, der in einer Region erbracht, also nicht importiert wird. Das kann bedeuten, dass Unternehmen, die über staatliche Förderung oder in Form von öffentlichen Aufträgen Geld bekommen, auch in Teilen in Deutschland produzieren müssen. Local-Content-Kriterien werden vor dem Hintergrund der Konkurrenz aus China und der Zollpolitik der USA diskutiert. 

    Otto: Schlüsseltechnologien dürfen nicht abwandern

    «Damit wird sichergestellt, dass die großen öffentlichen finanzpolitischen Anstrengungen wieder in den Wirtschaftskreislauf eingehen, statt in andere Weltregionen abzufließen», heißt es in einem «Masterplan» zur Arbeitsplatz-Sicherung der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen. «Wir können dafür sorgen, dass wir bei Schlüsseltechnologien sagen, wir machen sie hier», sagte Bezirksleiter Otto. Die Bundesländer müssen laut Gewerkschaft auch Flächen für neue Ansiedlungen bereitstellen.

    Große Unternehmen der Automobil-, Elektro- und Stahlbranche in Deutschland bauen Tausende Stellen ab. Bei der Batteriefertigung zum Beispiel gelten Europa und Deutschland als abgeschlagen. 

    Gewerkschaft: Auftragsbücher in der Luftfahrt-Industrie voll

    Volle Auftragsbücher gibt es laut IG Metall bei der Luftfahrt-Industrie. Dort gebe es einen Beschäftigungsaufbau, sagte Otto. Der Triebwerkshersteller Rolls Royce im brandenburgischen Blankenfelde-Mahlow etwa baut sein Werk aus. Auch eine Sogwirkung des Flughafens BER setze langsam ein, meinte der Gewerkschafter. 

    Für das Mercedes-Werk in Ludwigsfelde sei er zuversichtlich, dass «wir eine gute Zukunft hinbekommen». Bei der Gewerkschaft gab es Sorgen um die Perspektiven für den Standort, und die IG Metall zog im vergangenen Jahr protestierend vors Werkstor. In Ludwigsfelde werden Transporter Sprinter produziert. Schließungspläne gibt es laut Unternehmen nicht.

  • IG Metall will mit neuen Regeln heimische Industrie stärken

    Angesichts der schwierigen Lage der deutschen Industrie sollten aus Sicht der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen zentrale Produktionszweige im eigenen Land durch Fördervorgaben geschützt werden. «Es ist unverständlich, dass wir das woanders machen», sagte Bezirksleiter Jan Otto und nannte die Batterie – und Chipherstellung. Die Gewerkschaft fordert sogenannte Local-Content-Regeln für Investitionen und Auftrags-Vergaben.

    Unter Local Content wird der Anteil an der Wertschöpfung verstanden, der in einer Region erbracht, also nicht importiert wird. Das kann bedeuten, dass Unternehmen, die über staatliche Förderung oder in Form von öffentlichen Aufträgen Geld bekommen, auch in Teilen in Deutschland produzieren müssen. Local-Content-Kriterien werden vor dem Hintergrund der Konkurrenz aus China und der Zollpolitik der USA diskutiert. 

    Otto: Schlüsseltechnologien dürfen nicht abwandern

    «Damit wird sichergestellt, dass die großen öffentlichen finanzpolitischen Anstrengungen wieder in den Wirtschaftskreislauf eingehen, statt in andere Weltregionen abzufließen», heißt es in einem «Masterplan» zur Arbeitsplatz-Sicherung der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen. «Wir können dafür sorgen, dass wir bei Schlüsseltechnologien sagen, wir machen sie hier», sagte Bezirksleiter Otto. Die Bundesländer müssen laut Gewerkschaft auch Flächen für neue Ansiedlungen bereitstellen.

    Große Unternehmen der Automobil-, Elektro- und Stahlbranche in Deutschland bauen Tausende Stellen ab. Bei der Batteriefertigung zum Beispiel gelten Europa und Deutschland als abgeschlagen. 

    Gewerkschaft: Auftragsbücher in der Luftfahrt-Industrie voll

    Volle Auftragsbücher gibt es laut IG Metall bei der Luftfahrt-Industrie. Dort gebe es einen Beschäftigungsaufbau, sagte Otto. Der Triebwerkshersteller Rolls Royce im brandenburgischen Blankenfelde-Mahlow etwa baut sein Werk aus. Auch eine Sogwirkung des Flughafens BER setze langsam ein, meinte der Gewerkschafter. 

    Für das Mercedes-Werk in Ludwigsfelde sei er zuversichtlich, dass «wir eine gute Zukunft hinbekommen». Bei der Gewerkschaft gab es Sorgen um die Perspektiven für den Standort, und die IG Metall zog im vergangenen Jahr protestierend vors Werkstor. In Ludwigsfelde werden Transporter Sprinter produziert. Schließungspläne gibt es laut Unternehmen nicht.

  • Künstliche Intelligenz in der Robotik – Neues Positionspapier der International Federation of Robotics veröffentlicht

    Die neue Generation KI-gestützter Roboter, die aktuell aus den Forschungslabors in die reale Welt Einzug hält, wird von KI-Technologieunternehmen und Analysten mit einem zukünftigen Marktwert von mehreren Billionen Dollar beziffert. Die Vision ist es, künstlicher Intelligenz eine Gestalt zu geben. Die International Federation of Robotics hat ein neues Positionspapier zu den Trends, Herausforderungen und kommerziellen Anwendungen von „KI in der Robotik“ veröffentlicht.

    „KI verändert die Robotik rasant“, sagt Takayuki Ito, Präsident der International Federation of Robotics. „Mit der Integration von KI in die Robotik lassen sich Fähigkeiten verbessern, Effizienzen steigern und Anpassungsfähigkeit erhöhen. Diese Entwicklung verwandelt KI von einer unterstützenden Technologie in einen leistungsstarken Wegbereiter und öffnet damit Türen für einen breiteren Einsatz von Robotik über alle Branchen hinweg.“

    Vorreiter-Branchen

    Derzeit gibt es mehrere Schlüsselbranchen, die bei der Integration von KI und Robotik eine Vorreiterrolle einnehmen:

    Logistik- und Lagerhaltungwerden häufig als führender Bereich genannt. Dies ist auf die hohe Nachfrage, verfügbare Investitionen und relativ kontrollierbare Umgebungen zurückzuführen. Zu den Anwendungsbereichen gehören Logistik, Lagerhaltung und Intralogistik sowie die weitere Lieferkette. Aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit und seines Wachstumspotenzials zieht der Sektor verstärkte Aufmerksamkeit auf sich.

    DieFertigungs- und Industrieautomationbildet einen weiteren Investitionsschwerpunkt: Da Unternehmen bestrebt sind, ihre Abläufe zu rationalisieren und die Produktionsqualität zu verbessern, spielen KI und Robotik eine immer zentralere Rolle in modernen Fertigungsstrategien. Der Sektor umfasst eine Vielzahl von Branchen wie die Automobilindustrie, die Elektronikindustrie und allgemeine Industriezweige wie die Pharmaindustrie. Schwerpunkte liegen auf hochqualifizierten Produktionsprozessen, Fabrikautomatisierungssystemen und präzisen Montageaufgaben.

    DerDienstleistungssektorgehört ebenfalls zu den führenden Kundenbranchen, die KI und Robotik einsetzen. KI unterstützt hier unter anderem die Mensch-Roboter-Interaktion, ermöglicht beispielsweise eine natürliche Kommunikation und macht die Roboter personalisierter und benutzerfreundlicher. Die Nachfrage wird von steigenden Kosten und den Arbeitskräftemangel getrieben. Das gilt insbesondere in Bereichen, in denen nach der Pandemie offene Stellen nicht mehr besetzt werden können. Restaurantbetriebe experimentieren zum Beispiel mit Roboter-Kellnern und Küchenassistenzrobotern. Die Zukunft liegt in hybriden Modellen, bei denen Roboter repetitive Aufgaben übernehmen und Menschen für die persönliche Ansprache sorgen.

    Neue Vision für KI in der Robotik

    Roboter- und Chiphersteller investieren derzeit verstärkt in spezielle Hard- und Software, die reale Umgebungen simulieren. Diese sogenannte „physische KI“ ermöglicht es Robotern, sich in virtuellen Umgebungen selbst zu trainieren und anhand ihrer Erfahrungen zu agieren, anstatt für Einzelaufgaben programmiert zu werden. Die Begeisterung für diese „Embodied AI“ hat das Interesse großer Technologieunternehmen und Regierungen auf der ganzen Welt auf sich gezogen.

    In denUSAkündigten Unternehmen wie Amazon, Tesla und NVIDIA Rekordinvestitionen an. Das Risikokapital fließt in ein wachsendes Ökosystem von Start-ups, die sich auf spezialisierte Roboteranwendungen konzentrieren.

    InEuropaunterzeichnete ABB jüngst eine Vereinbarung zur Veräußerung seines Robotikbereichs an die japanische SoftBank Group. Mit dem Zusammenschluss sollen die Kompetenzen im KI-Bereich von ABB Robotics mit denen von SoftBank gebündelt werden.

    InChinakündigte das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) einen speziellen Aktionsplan zur Beschleunigung der „Embodied AI“ an und hat diese als „Zukunftsindustrie“ eingestuft, die für Chinas wirtschaftliche Transformation von entscheidender Bedeutung sein soll.

    Ausblick

    In den kommenden fünf bis zehn Jahren wird KI voraussichtlich in verschiedenen Robotikanwendungen breit eingesetzt werden. Durch Effizienzsteigerung, Fehlerreduktion und Senkung von Wartungskosten, verspricht es Unternehmen im Vergleich zu Nicht-KI-Systemen oft einen schnelleren Return on Investment (ROI).

    Über das POSITION PAPER „AI in Robotics“ von IFR

    Kostenfreier Download in englischer Sprache unter https://ifr.org/papers/download

    Inhaltsübersicht:

    1. Wie KI die Robotik unterstützt

    2. Führende Branchen

    3. KI verändert den Arbeitsplatz

    4. Makroökonomische Trends und KI

    5. Sicherheit und Schutz für KI in der Robotik

    6. Nachhaltigkeit adressieren

    7. Staatliche KI-Regulierung

    8. Ausblick

    Downloads

    Über die IFR

    Die International Federation of Robotics ist das Sprachrohr der weltweiten Robotikindustrie. IFR vertritt nationale Roboterverbände, Forschungseinrichtungen sowie Roboterhersteller aus mehr als zwanzig

    Ländern. IFR wurde 1987 als nicht gewinnorientierte Organisation gegründet. Mehr auf: www.ifr.org

    IFR auf LinkedIn und YouTube

    Pressekontakt:
    International Federation of Robotics
    PRESS OFFICER
    Carsten Heer
    econNEWSnetwork
    Telefon +49 (0) 40 822 44 284
    E-Mail: press@ifr.org
    Weiteres Material: www.presseportal.de
    Quelle:            IFR - International Federation of Robotics
  • Lichtkonzern ams Osram baut Stellen in Baden-Württemberg ab

    Trotz besserer Zahlen will der deutsch-österreichische Lichtkonzern ams Osram weltweit Jobs abbauen – betroffen ist davon auch ein Standort in Baden-Württemberg. Mehrere hundert fallen an Standorten in Deutschland weg, wie das Unternehmen mitteilte. Insgesamt geht es um 2.000 Stellen, je etwa 1.000 in Europa und Asien – ein Teil der Maßnahmen ist allerdings bereits bekannt. Parallel dazu legte ams Osram am Morgen Zahlen vor, die einen klaren Aufwärtstrend zeigen: Der Verlust sinkt. 

    Am Standort Herbrechtingen (Kreis Heidenheim), wo Halogenlampen hergestellt werden, sollen auch Jobs gestrichen werden. Wie viele, sagte ein Sprecher auf Anfrage nicht. In Herbrechtingen seien rund 470 Personen beschäftigt, so der Sprecher. 

    Schwerpunkt des Jobabbaus in Europa ist Deutschland. Hier fällt im Halbleitergeschäft in Regensburg eine niedrige bis mittlere dreistellige Zahl an Jobs weg, wie ams-Osram-Chef Aldo Kamper sagte. Es gehe vor allem um etablierte Produkte, die auch von asiatischen Wettbewerbern angeboten würden. Deren Produktion wird aus Kostengründen nach Asien verlagert. Dadurch entstehe in Regensburg aber Platz für hochautomatisierte Fertigungen. 

    Lampengeschäft schrumpft 

    Weitere Jobs werden im Lampengeschäft gestrichen. Hier geht es neben dem Standort in Baden-Württemberg vor allem um Schwabmünchen bei Augsburg. Die Schließung in Schwabmünchen ist bereits seit einiger Zeit bekannt, ams Osram rechnet sie in den aktuellen Zahlen allerdings mit. Die IG Metall hatte zuletzt den Abbau dort mit 270 Jobs beziffert. Das Geschäft mit klassischen Halogenlampen für Autos schrumpft langsam, weil die Produkte sukzessiv von LEDs verdrängt werden. Kamper betonte aber, dass es noch viele Jahre weitergehen werde. 

    Gut 1.000 Jobs sollen außerdem an den asiatischen Standorten wegfallen. Derzeit hat ams Osram weltweit gut 19.000 Mitarbeiter, 7.500 davon in Europa und 10.700 in Asien. Den Jobabbau nannte Kamper einen wichtigen, aber schmerzhaften Schritt, um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. 

    Aufwärtstrend bei den Zahlen 

    Finanziell verbessert sich die Situation von ams Osram, wie die ebenfalls vorgelegten Geschäftszahlen zeigen. Im abgelaufenen Jahr hat das Unternehmen nach Steuern 129 Millionen Euro Verlust gemacht – das ist ein Sechstel des Wertes aus dem Vorjahr. Vor allem im operativen Bereich lief es sehr viel besser. Der Konzern litt dabei allerdings noch immer unter hohen Schulden. Für einen Teil davon hat er vor wenigen Tagen durch den Verkauf eines Geschäftsteils an Infineon eine Lösung gefunden.

  • Jobabbau nach besseren Zahlen bei ams Osram

    Der deutsch-österreichische Lichtkonzern ams Osram will weltweit Jobs abbauen. Mehrere hundert fallen an Standorten in Deutschland weg, wie das Unternehmen mitteilte. Insgesamt geht es um 2.000 Stellen, je etwa 1.000 in Europa und Asien – ein Teil der Maßnahmen ist allerdings bereits bekannt. Parallel dazu legte ams Osram am Morgen Zahlen vor, die einen klaren Aufwärtstrend zeigen: Der Verlust sinkt.

    Schwerpunkt des Jobabbaus in Europa ist Deutschland. Hier fällt im Halbleitergeschäft in Regensburg eine niedrige bis mittlere dreistellige Zahl an Jobs weg, wie ams-Osram-Chef Aldo Kamper sagte. Es gehe vor allem um etablierte Produkte, die auch von asiatischen Wettbewerbern angeboten würden. Deren Produktion wird aus Kostengründen nach Asien verlagert. Dadurch entstehe in Regensburg aber Platz für hochautomatisierte Fertigungen. 

    Lampengeschäft schrumpft

    Weitere Jobs werden im Lampengeschäft gestrichen. Hier geht es vor allem um die Standorte Herbrechtingen in Baden-Württemberg und Schwabmünchen bei Augsburg. Die Schließung in Schwabmünchen ist bereits seit einiger Zeit bekannt, ams Osram rechnet sie in den aktuellen Zahlen allerdings mit. Die IG Metall hatte zuletzt den Abbau dort mit 270 Jobs beziffert. Das Geschäft mit klassischen Halogenlampen für Autos schrumpft langsam, weil die Produkte sukzessiv von LEDs verdrängt werden. Kamper betonte aber, dass es noch viele Jahre weitergehen werde. 

    Gut 1.000 Jobs sollen außerdem an den asiatischen Standorten wegfallen. Derzeit hat ams Osram weltweit gut 19.000 Mitarbeiter, 7.500 davon in Europa und 10.700 in Asien. Den Jobabbau nannte Kamper einen wichtigen, aber schmerzhaften Schritt, um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. 

    Aufwärtstrend bei den Zahlen

    Finanziell verbessert sich die Situation von ams Osram, wie die ebenfalls vorgelegten Geschäftszahlen zeigen. Im abgelaufenen Jahr hat das Unternehmen nach Steuern 129 Millionen Euro Verlust gemacht – das ist ein Sechstel des Wertes aus dem Vorjahr. Vor allem im operativen Bereich lief es sehr viel besser. Der Konzern litt dabei allerdings noch immer unter hohen Schulden. Für einen Teil davon hat er vor wenigen Tagen durch den Verkauf eines Geschäftsteils an Infineon eine Lösung gefunden.