Die Handballer des SC Magdeburg sind deutscher Meister. Der Bundesliga-Tabellenführer machte den vorzeitigen Titelgewinn durch ein 31:30 (13:13) gegen Verfolger SG Flensburg-Handewitt vorzeitig perfekt.
Autor: Stojancho Gjorgjiev
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Wolfsburg abgestiegen – Paderborn zurück in der Bundesliga
Der VfL Wolfsburg ist zum ersten Mal in seiner Geschichte aus der Fußball-Bundesliga abgestiegen. Die Niedersachsen unterlagen im Rückspiel der Relegation beim Zweitliga-Dritten SC Paderborn mit 1:2 nach Verlängerung, am Donnerstag hatten sich beide Teams 0:0 getrennt.
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SC Magdeburg vorzeitig deutscher Handball-Meister
Die Handballer des SC Magdeburg sind deutscher Meister. Der Bundesliga-Tabellenführer machte den vorzeitigen Titelgewinn durch ein 30:30 (13:13) gegen Verfolger SG Flensburg-Handewitt vorzeitig perfekt.
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Preisanpassungs-Studie zeigt: 11 % höhere Kosten, aber nur 7 % Preisweitergabe setzen Industrieunternehmen unter Druck (FOTO)
Geopolitische Spannungen, Handelskonflikte und verschärfte regulatorische Anforderungen belasten Industrieunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zunehmend. Unternehmen erwarten durchschnittliche Kostensteigerungen von elf Prozent, können davon jedoch nur rund zwei Drittel über Preiserhöhungen an ihre Kunden weitergeben. Gleichzeitig erfordern volatile Märkte schnellere und flexiblere Preisprozesse, auf die viele Unternehmen bislang nicht vorbereitet sind.
- B2B-Unternehmen erwarten im Durchschnitt 11 % höhere Kosten
- Im Schnitt werden nur rund zwei Drittel geplanter Preiserhöhungen tatsächlich umgesetzt
- 60 % sehen bereits heute deutliche negative Auswirkungen auf ihr Geschäft
- Viele Unternehmen wollen kurzfristig Preise erhöhen – arbeiten intern aber weiterhin mit Prozessen, die auf jährliche Preisanpassungen ausgerichtet sind
- Wettbewerbsdruck bleibt die größte Hürde bei Preisverhandlungen
- Unternehmen sehen Nachholbedarf bei Preisverhandlungen und Preiskommunikation
Steigende Rohstoffpreise, höhere Logistikkosten und geopolitische Unsicherheiten verschärfen die wirtschaftlichen Herausforderungen für Industrieunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Laut der aktuellen „B2B Price Increase Study 2026“ der globalen Strategieberatung Simon-Kucher rechnen Unternehmen branchenübergreifend mit durchschnittlich elf Prozent höheren Kosten.
Besonders kritisch sind gemäß Studie zwei Entwicklungen: Viele Unternehmen geben steigende Kosten von vornherein nur teilweise weiter. Gleichzeitig gelingt es häufig nicht, angekündigte Preiserhöhungen vollständig durchzusetzen. Im Durchschnitt werden nur rund zwei Drittel der kommunizierten Preiserhöhungen realisiert. Viele Unternehmen bleiben dadurch auf einem erheblichen Teil der gestiegenen Kosten sitzen.
Überdurchschnittlich stark betroffen sind gemäß Studie Verpackungshersteller, Baustoffunternehmen und Komponentenhersteller. In der Verpackungsindustrie erwarten die befragten Unternehmen Kostensteigerungen von knapp 17 Prozent. „In vielen Unternehmen gelten Preiserhöhungen noch immer als einmaliges Kriseninstrument“, sagt Dr. Markus Mayer, Partner bei Simon-Kucher. „Wer Preise nur reaktiv erhöht und keine agilen Prozesse etabliert, reagiert schlicht zu langsam auf geopolitische Kostenschocks.“
Zwischen Anspruch und Realität klafft eine massive Lücke
Aus Sorge vor Wettbewerbsverlusten, schwierigen Kundenverhandlungen oder langfristigen Vertragsbindungen verzichten viele Unternehmen auf konsequente Kostenweitergabe. „Das eigentliche Problem ist oft nicht die Höhe der Kostensteigerung, sondern die fehlende Fähigkeit, Preise konsequent durchzusetzen“, sagt Carola Golz, Senior Director bei Simon-Kucher. „Viele Unternehmen verlieren Preiserhöhungen nicht im Markt, sondern im eigenen Vertriebsprozess.“
Klassische Preisrunden stoßen an ihre Grenzen
Die Studie zeigt zudem deutlichen Nachholbedarf im Pricing vieler Unternehmen. Zwar wollen zwei Drittel der Befragten Preiserhöhungen innerhalb von drei Monaten umsetzen, viele Unternehmen arbeiten intern weiterhin in starren jährlichen Preisprozessen.
Auch in der Vertriebssteuerung fehlt es häufig an klaren Vorgaben: Nur rund 30 Prozent der Unternehmen definieren klare Ziel- oder Mindestpreise für Verhandlungen. Weniger als jedes fünfte Unternehmen plant Zugeständnisse systematisch im Voraus. Verbesserungspotenzial sehen die Befragten vor allem in einer besseren Nachverfolgung realisierter Preissteigerungen, stärker differenzierten Preiserhöhungen und einer stärkeren Vorbereitung von Preisverhandlungen.
„Viele Unternehmen haben zudem ein Kommunikationsproblem“, sagt Mayer. „Sie begründen Preiserhöhungen fast ausschließlich mit gestiegenen Kosten. Das wird jedoch zum Risiko, sobald Kosten wieder sinken – denn dann geraten auch Preise unmittelbar unter Druck.“
Flexibles Preismanagement wird zum Wettbewerbsfaktor
Die aktuellen geopolitischen Verwerfungen zeigen, wie schnell politische Entscheidungen Auswirkungen auf ganze Branchen haben. „Unternehmen, die ihr Pricing nicht modernisieren, riskieren dauerhaft ihre Profitabilität“, so Mayer. „Top-Performer etablieren klare Entscheidungsregeln, schnelle Umsetzungsprozesse und eine konsequente Kontrolle tatsächlich realisierter Preiserhöhungen.“
*Über die Studie:Für die „Simon-Kucher B2B Price Increase Study 2026“ wurden im April 2026 insgesamt 213 Führungskräfte aus Industrie- und B2B-Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt. Die Teilnehmer stammen überwiegend aus Geschäftsführung, Vertrieb und Pricing-Funktionen verschiedener Industriebranchen, darunter Maschinenbau, Baustoffe, Verpackung, Elektronik und Komponentenfertigung.
Über Simon-Kucher
Simon-Kucher ist eine globale Unternehmensberatung mit mehr als 2.200 Mitarbeitenden in über 30 Ländern. Als verlässlicher Partner für Commercial Excellence unterstützen wir Unternehmen dabei, nachhaltiges und profitables Wachstum zu realisieren. Wir verbinden tiefgehende Beratungsexpertise mit Spezialisierung auf Wachstumsstrategien und technologischer Kompetenz, um messbare Ergebnisse zu erzielen. Wir optimieren sämtliche Hebel der kommerziellen Strategie – von Produkt, Pricing und Innovation bis hin zu Marketing und Vertrieb – konsequent ausgerichtet am Kundennutzen und der Zahlungsbereitschaft. Mit über 40 Jahren Erfahrung in der Monetarisierung gelten wir als weltweit führende Beratung für Commercial Growth und Pricing.
Für Rückfragen und detaillierte Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: Roxana Müller (Communications & Marketing Manager) Tel: +49 160 92180752 Email: roxana.mueller@simon-kucher.com
Weiteres Material: www.presseportal.de Quelle: Simon - Kucher & Partners
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Warum manche Firmen in Sachsen-Anhalt Zölle gut wegstecken
Trotz weiter hoher US-Zölle können einige Unternehmen aus Sachsen-Anhalt ihre Geschäfte in den Vereinigten Staaten bislang stabil halten. Wie die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) auf Anfrage mitteilte, profitieren vor allem Firmen mit spezialisierten Produkten davon, dass ihre Waren in den USA nur schwer ersetzbar sind.
Ein Beispiel dafür ist das Schraubenwerk Zerbst. Nach Angaben von Geschäftsführer Eckhard Schmidt blieb das USA-Geschäft des Unternehmens trotz der höheren Zölle bislang konstant. Rund acht Prozent des Umsatzes erzielt der Hersteller von Spezialschrauben in den USA. Die zusätzlichen Kosten würden vor allem von den Kunden in den Vereinigten Staaten getragen. Eine wichtige Rolle spiele dabei, dass die Bauteile spezialisiert und schwer ersetzbar seien.
Unsicherheit trotz Zolldeal
Die Lage bleibt dennoch angespannt. Die Europäische Union und die USA hatten sich bereits im vergangenen Jahr grundsätzlich auf eine Obergrenze von 15 Prozent für die meisten EU-Exporte in die Vereinigten Staaten verständigt. Vertreter von EU-Kommission, Europaparlament und Mitgliedstaaten einigten sich nun darauf, wie die Zusagen aus dem sogenannten Turnberry-Deal umgesetzt werden sollen.
Gerade für exportorientierte Unternehmen in Sachsen-Anhalt sorgt die US-Zollpolitik weiter für Verunsicherung. «Die unberechenbare Zollpolitik der USA sorgt für erhebliche Verunsicherungen bei unseren US-aktiven Unternehmen», sagte Birgit Stodtko, Geschäftsführerin International der IHK Halle-Dessau.
Besonders betroffen seien chemische und pharmazeutische Erzeugnisse sowie Maschinen und Metallerzeugnisse. Auch für Automobilzulieferer bleibe die Lage wegen möglicher weiterer US-Zölle angespannt.
Manche Unternehmen profitieren sogar
Gleichzeitig zeigt sich in Sachsen-Anhalt bislang ein differenziertes Bild. «Bundesweit sind die Exporte in die USA 2025 drastisch eingebrochen. In Sachsen-Anhalt gab es diese Entwicklung glücklicherweise nicht», erklärte Stodtko.
Nicht alle Unternehmen leiden gleichermaßen unter den Zöllen. Nach Angaben der IHK können einzelne Firmen ihre Geschäfte in den USA trotz höherer Abgaben nicht nur stabil halten, sondern sogar ausbauen. Der Süßwarenhersteller Halloren profitiere etwa davon, dass Schweizer Konkurrenten teilweise noch höhere Zölle zahlen müssten. Auch Merz Pharma in Dessau und Bayer in Bitterfeld werden von der Kammer als Beispiele für stabile US-Geschäfte genannt.
Feste Lieferketten als Vorteil
Die DIHK sieht die Gründe für stabile Exporte vor allem in langjährigen Geschäftsbeziehungen und festen Lieferketten. «Wer auf spezialisierte Maschinen, Vorprodukte oder Hightech „Made in Germany“ angewiesen ist, kann nicht einfach umsteigen», erklärte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier.
Besonders deutlich zeige sich das im Maschinenbau, bei Automobilzulieferern sowie in der Chemie- und Pharmabranche. Viele deutsche Anbieter seien fest in bestehende Lieferketten eingebunden. Noch trügen diese Strukturen die Exporte.
Nach Angaben von IHK und DIHK geben viele Unternehmen die zusätzlichen Kosten inzwischen weiter. «Knapp drei Viertel der Unternehmen geben an, sie ganz oder teilweise an ihre US-Kunden weiterzureichen», erklärte Treier. Damit trügen letztlich vor allem amerikanische Importeure und Verbraucher die Kosten der Zollpolitik.
Wie es weitergeht
Gleichzeitig warnen die Wirtschaftsverbände vor den Folgen dauerhaft hoher Zölle. «Die Hochzollpolitik der USA hat bereits großen Flurschaden in der deutschen Außenwirtschaft angerichtet», erklärte Treier. Dauerhaft hohe oder weiter steigende Zölle könnten die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Produkte zunehmend schwächen.
Wie sich der Handelskonflikt weiter entwickelt, bleibt offen. Die Einigung von EU-Parlament und Mitgliedstaaten zur Umsetzung des Zolldeals muss noch vom Ministerrat und vom Plenum des Europaparlaments bestätigt werden. Zudem behält sich die EU vor, Zugeständnisse wieder auszusetzen, falls die USA weitere Zölle verhängen oder Vereinbarungen nicht einhalten.
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Russland bestätigt Einsatz seiner Oreschnik-Rakete
Russland hat nach eigenen Angaben in der Ukraine erneut die wegen ihrer Zerstörungskraft besonders gefürchtete neue Mittelstreckenrakete vom Typ Oreschnik eingesetzt. Es handle sich um eine Antwort auf die «terroristischen Angriffe» der Ukraine auf zivile Objekte in Russland, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau der Agentur Interfax zufolge mit.
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FC Bayern gewinnt DFB-Pokalfinale gegen Stuttgart
Der FC Bayern München hat zum 21. Mal den DFB-Pokal gewonnen und das Double perfekt gemacht. Der deutsche Fußball-Meister besiegte Titelverteidiger VfB Stuttgart im Berliner Olympiastadion dank des Dreifachtorschützen Harry Kane mit 3:0 (0:0).
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Goldene Palme in Cannes für rumänischen Regisseur Mungiu
Die Goldene Palme der Filmfestspiele Cannes geht an den rumänischen Regisseur Cristian Mungiu für seinen Film «Fjord». Das gab die Jury am Abend bekannt.
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Dritte Leiche nach Hauseinsturz in Görlitz gefunden
Nach dem Einsturz eines Wohnhauses in der sächsischen Stadt Görlitz ist in den Trümmern eine dritte Leiche gefunden worden. Es handelt sich um einen Mann, teilte die Polizei mit.
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Deutsche Industrie steigert Umsatz – und streicht Jobs
Die deutsche Industrie hat im ersten Quartal erstmals seit 2023 den Umsatz gesteigert, baut aber weiter im großen Stil Jobs ab. Das zeigt eine Studie der Beratungsgesellschaft EY, die auf Daten des Statistischen Bundesamts basiert und der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.
Demnach sank die Zahl der Beschäftigten in der Industrie zum Ende des ersten Quartals auf 5,3 Millionen Menschen – ein Rückgang von 2,3 Prozent oder 127.300 zum Vorjahreszeitraum. Am meisten Arbeitsplätze gingen unterm Strich in der Autoindustrie verloren mit rund 32.000, gefolgt vom Maschinenbau (22.000) und der Metallerzeugung und -bearbeitung (8.800).
Metallbranche steigert Umsatz stark
Zugleich sieht EY Hoffnung für die schwächelnde Industrie, der hohe Energie- und Arbeitskosten, Konkurrenz aus China und US-Zölle zu schaffen machen. Laut Studie stieg der Umsatz in der Industrie im ersten Quartal um 1,7 Prozent auf gut 531 Milliarden Euro – das erste Plus binnen Jahresfrist nach zehn Quartalen mit Rückgängen. Zuletzt war die Industrie im zweiten Quartal 2023 gewachsen.
Hauptgrund für den jüngsten Anstieg sei ein Umsatzplus von 18 Prozent in der Metallbranche, dort wuchsen die Exporte um 28 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Ein leichtes Plus schafften im ersten Quartal auch die Autobranche (2,1 Prozent) und die Elektroindustrie (1,4 Prozent). Dagegen sank der Umsatz in der Papier- und Textilindustrie um rund 6 bzw. 8 Prozent.
«Die kommenden Monate werden zeigen, ob es sich beim Wachstum einiger weniger Branchen nur um ein Strohfeuer handelt oder um eine Trendwende», sagt Jan Brorhilker, Managing Partner bei EY Deutschland.
Rückenwind für die Industrie kam im ersten Quartal sowohl aus dem Inland, als auch von den Exporten. Im ersten Quartal war die deutsche Wirtschaft insgesamt überraschend stark gewachsen. Der Auftragsbestand in der Industrie stieg im März laut Statistischem Bundesamt um gut 8 Prozent zum Vorjahresmonat. Allerdings dämpft der Iran-Krieg die Aussichten: Die Bundesregierung hat ihre Wachstumsprognose für 2026 auf 0,5 Prozent halbiert.
«Solche Situation hat es sehr lange nicht gegeben»
Brorhilker erwartet weitere Jobverluste in der Industrie, denn in vielen Branchen bestünden erhebliche Überkapazitäten. Sorgen um Fachkräftemangel träten zunehmend in den Hintergrund. Die Bundesregierung habe wichtige Maßnahmen ergriffen wie den Industriestrompreis oder die Senkung der Körperschaftssteuer, diese wirkten aber erst zeitverzögert.
Bei vielen Unternehmen stünden nicht mehr nur Sparprogramme, sondern auch die Schließung ganzer Werke zur Diskussion, sagte Brorhilker. «Eine solche Situation hat es in der deutschen Industrie sehr lange nicht gegeben.»