Autor: Stojancho Gjorgjiev

  • Mönchengladbach verpflichtet Blessin als neuen Trainer

    Alexander Blessin wird neuer Trainer bei Borussia Mönchengladbach. Der 53-Jährige übernimmt den Job beim Tabellenletzten der Fußball-Bundesliga, wie die Borussia bekanntgab.

  • IG Metall will fünf Prozent mehr Lohn für Metallbeschäftigte

    Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld für die gut 3,7 Millionen Beschäftigten in der deutschen Metall- und Elektroindustrie. Zudem will die Gewerkschaft in der Tarifrunde für die größte deutsche Industriebranche eine Gewinnbeteiligung für Beschäftigte in «Boom-Unternehmen» durchsetzen sowie über die Absicherung von Arbeitsplätzen und Standorten verhandeln. Der neue Tarifvertrag soll nach Vorstellung der Gewerkschaft eine Laufzeit von zwölf Monaten haben. 

    «Wir gehen mit kämpferischem Realismus in die Verhandlungen», sagte die IG-Metall-Vorsitzende Christiane Benner in Frankfurt. «Statt Krisenrhetorik, Angriffen auf soziale Standards und Schwarzmalerei erwarten die Beschäftigten sichere Jobs, Ausgleich für gestiegene Preise und einen gerechten Anteil an den Gewinnen der Unternehmen.» 

    Benner wandte sich entschieden gegen drohende Werkschließungen oder Forderungen nach unbezahlter Mehrarbeit. «Verlagerungsdrohungen als Ablenkungsmanöver von Management-Versagen akzeptieren wir nicht.» Ein Angriff auf die 35-Stunden-Woche sei «nicht akzeptabel».

    Arbeitgeber: IG Metall ignoriert Krise der Branche

    Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall entgegnete, viele Unternehmen könnten in Deutschland nicht mehr rentabel wirtschaften. Es gebe nicht den Luxus, über die Verteilung von Zuwächsen zu verhandeln, betonte Gesamtmetall-Präsident Udo Dinglreiter. «Für zu viele unserer Unternehmen geht es um ihre Existenz. Jetzt muss es darum gehen, Kosten zu senken und den Standort zu retten.» Die IG Metall ignoriere die Dimension und Tiefe der Krise.

    Erste Verhandlungen mit den Arbeitgeberverbänden auf regionaler Ebene sind ab dem 7. Oktober geplant. Die aktuellen Tarifverträge laufen zum 31. Oktober aus. Danach sind dann sofort auch Warnstreiks möglich, weil in dieser Runde auf eine nachlaufende Friedenspflicht verzichtet worden ist. 

    Sorgen wegen drohender Werksschließungen 

    In den Flächentarifverträgen für die deutsche Metall- und Elektroindustrie werden die Arbeitsbedingungen in wichtigen Branchen verhandelt wie Autoindustrie, Maschinenbau, Metallbearbeitung, Elektrotechnik und sonstiger Fahrzeugbau, wo Rüstung eine Rolle spielt. 

    Die IG Metall hatte bereits zuvor klargemacht, dass die Arbeitnehmer nach Abzug der zuletzt gestiegenen Inflation mehr Geld in der Tasche haben sollen. 

    Die Tarifrunde steht im Zeichen eines massiven Stellenabbaus in der Autoindustrie, wo auch Werksschließungen drohen, etwa bei VW. Gegen Einschnitte hatte die IG Metall am Montag bei einem bundesweiten Aktionstag rund 175.000 Beschäftigte mobilisiert. 

    Nicht verhandelt wird für die Beschäftigten der kriselnden Volkswagen AG, für die ein eigener Haustarifvertrag gilt. Dort fordert die IG Metall ebenfalls fünf Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. 

    Komplexe Lage in Branchen 

    Erschwert werden die Tarifverhandlungen dadurch, dass die Lage in der Metall- und Elektroindustrie geteilt ist. Während die Autobranche tief in der Krise steckt und der Maschinenbau angeschlagen ist, laufen die Geschäfte in der Elektroindustrie gut und der sonstige Fahrzeugbau erlebt mit den Staatsausgaben für Rüstung eine Sonderkonjunktur. Gut geht es nach Angaben der IG Metall auch Betrieben der Medizintechnik und der Luft- und Raumfahrt. 

     «Metall und Elektro ist mehr als Autoindustrie», sagte Benner. Die Lage sei besser, als die Arbeitgeber sie darstellten. Die Forderung der IG Metall biete genug Spielraum, um zu differenzieren. 

    IG-Metall-Tarifvorständin Nadine Boguslawski sagte, die Beschäftigten spürten steigende Lebenshaltungskosten, daher brauche es eine spürbare Entgelterhöhung. «Wer Aufschwung will, braucht Kaufkraft», sagte Boguslawski. Das stütze auch die Binnenkonjunktur. 

    IG Metall: Angriff auf 35-Stunden-Woche wäre Kriegserklärung 

    Für Empörung sorgen bei der IG Metall etwa Forderungen bei Mercedes-Benz nach Mehrarbeit ohne Lohnausgleich. Man akzeptiere keine Angriffe auf die 35-Stunden-Woche als gewerkschaftliche Errungenschaft, bekräftigte Benner in Frankfurt. «Die Beschäftigten haben ihren Beitrag geleistet.» Tarifvorständin Boguslawski sagte, sollten die Arbeitgeber den Manteltarifvertrag kündigen, wäre das eine «Kriegserklärung». 

    Mercedes-Aufsichtsratschef Martin Brudermüller hatte zuvor die Rückkehr zur 40-Stunden-Woche angeregt – für dasselbe Gehalt. In der deutschen Autoindustrie ist bei tarifgebundenen Unternehmen die 35-Stunden-Woche Standard. Gesetzlich verpflichtend ist sie nicht. Mercedes-Benz hat mit der Schließung von zwei Werken in Deutschland gedroht, sollten die Kosten nicht sinken. 

    In der vorherigen Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie 2024 hatte die IG Metall sieben Prozent mehr Geld gefordert und ein Plus von 5,1 in zwei Schritten Prozent erreicht. Damals waren die Zeiten aber in den großen Branchen besser.

  • IG Metall will fünf Prozent mehr Lohn für Metallbeschäftigte

    Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld für die gut 3,7 Millionen Beschäftigten in der deutschen Metall- und Elektroindustrie. Zudem will die Gewerkschaft in der Tarifrunde für die größte deutsche Industriebranche eine Gewinnbeteiligung für Beschäftigte in «Boom-Unternehmen» durchsetzen sowie über die Absicherung von Arbeitsplätzen und Standorten verhandeln. Der neue Tarifvertrag soll nach Vorstellung der Gewerkschaft eine Laufzeit von zwölf Monaten haben. 

    «Wir gehen mit kämpferischem Realismus in die Verhandlungen», sagte die IG-Metall-Vorsitzende Christiane Benner in Frankfurt. «Statt Krisenrhetorik, Angriffen auf soziale Standards und Schwarzmalerei erwarten die Beschäftigten sichere Jobs, Ausgleich für gestiegene Preise und einen gerechten Anteil an den Gewinnen der Unternehmen.» 

    Benner wandte sich entschieden gegen drohende Werkschließungen oder Forderungen nach unbezahlter Mehrarbeit. «Verlagerungsdrohungen als Ablenkungsmanöver von Management-Versagen akzeptieren wir nicht.» Ein Angriff auf die 35-Stunden-Woche sei «nicht akzeptabel». 

    Erste Verhandlungen mit den Arbeitgeberverbänden auf regionaler Ebene sind ab dem 7. Oktober geplant. Die aktuellen Tarifverträge laufen zum 31. Oktober aus. Danach sind dann sofort auch Warnstreiks möglich, weil in dieser Runde auf eine nachlaufende Friedenspflicht verzichtet worden ist. 

    Sorgen wegen drohender Werksschließungen 

    In den Flächentarifverträgen für die deutsche Metall- und Elektroindustrie werden die Arbeitsbedingungen in wichtigen Branchen verhandelt wie Autoindustrie, Maschinenbau, Metallbearbeitung, Elektrotechnik und sonstiger Fahrzeugbau, wo Rüstung eine Rolle spielt. 

    Die IG Metall hatte bereits zuvor klargemacht, dass die Arbeitnehmer nach Abzug der zuletzt gestiegenen Inflation mehr Geld in der Tasche haben sollen. 

    Die Tarifrunde steht im Zeichen eines massiven Stellenabbaus in der Autoindustrie, wo auch Werksschließungen drohen, etwa bei VW. Gegen Einschnitte hatte die IG Metall am Montag bei einem bundesweiten Aktionstag rund 175.000 Beschäftigte mobilisiert. 

    Nicht verhandelt wird für die Beschäftigten der kriselnden Volkswagen AG, für die ein eigener Haustarifvertrag gilt. Dort fordert die IG Metall ebenfalls fünf Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. 

    Komplexe Lage in Branchen 

    Erschwert werden die Tarifverhandlungen dadurch, dass die Lage in der Metall- und Elektroindustrie geteilt ist. Während die Autobranche tief in der Krise steckt und der Maschinenbau angeschlagen ist, laufen die Geschäfte in der Elektroindustrie gut und der sonstige Fahrzeugbau erlebt mit den Staatsausgaben für Rüstung eine Sonderkonjunktur. Gut geht es nach Angaben der IG Metall auch Betrieben der Medizintechnik und der Luft- und Raumfahrt. 

     «Metall und Elektro ist mehr als Autoindustrie», sagte Benner. Die Lage sei besser, als die Arbeitgeber sie darstellten. Die Forderung der IG Metall biete genug Spielraum, um zu differenzieren. 

    IG-Metall-Tarifvorständin Nadine Boguslawski sagte, die Beschäftigten spürten steigende Lebenshaltungskosten, daher brauche es eine spürbare Entgelterhöhung. «Wer Aufschwung will, braucht Kaufkraft», sagte Boguslawski. Das stütze auch die Binnenkonjunktur. 

    IG Metall: Angriff auf 35-Stunden-Woche wäre Kriegserklärung 

    Für Empörung sorgen bei der IG Metall etwa Forderungen bei Mercedes-Benz nach Mehrarbeit ohne Lohnausgleich. Man akzeptiere keine Angriffe auf die 35-Stunden-Woche als gewerkschaftliche Errungenschaft, bekräftigte Benner in Frankfurt. «Die Beschäftigten haben ihren Beitrag geleistet.» Tarifvorständin Boguslawski sagte, sollten die Arbeitgeber den Manteltarifvertrag kündigen, wäre das eine «Kriegserklärung». 

    Mercedes-Aufsichtsratschef Martin Brudermüller hatte zuvor die Rückkehr zur 40-Stunden-Woche angeregt – für dasselbe Gehalt. In der deutschen Autoindustrie ist bei tarifgebundenen Unternehmen die 35-Stunden-Woche Standard. Gesetzlich verpflichtend ist sie nicht. Mercedes-Benz hat mit der Schließung von zwei Werken in Deutschland gedroht, sollten die Kosten nicht sinken. 

    In der vorherigen Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie 2024 hatte die IG Metall sieben Prozent mehr Geld gefordert und ein Plus von 5,1 in zwei Schritten Prozent erreicht. Damals waren die Zeiten aber in den großen Branchen besser.

  • Wind aus dem Osten, grüne ZukunftCRRC präsentiert Komplettlösungen für erneuerbare Energien auf der WindEnergy Hamburg (FOTO)

    Vom 22. bis 25. September (Ortszeit) findet die WindEnergy Hamburg 2026, eine der weltweit bedeutendsten Branchenveranstaltungen, statt. Die Messe bringt führende internationale Windkraftunternehmen, erstklassige technische Teams und Energiepartner zusammen, um die Zukunft der weltweiten Energiewende zu diskutieren. CRRC präsentiert auf der Messe vier Kernlösungen: die vollständige Windkraft-Wertschöpfungskette, den gesamten Lebenszyklus, High-End-Ausrüstungen sowie die Integration von Wind-, Solar-, Speicher- und Wasserstofftechnologien. Damit bietet das Unternehmen dem globalen Markt praxisorientierte, reproduzierbare und hochzuverlässige Systemlösungen für erneuerbare Energien.

    Branchenübergreifende Innovation schafft einen vollständigen Windkraft-Industriecluster

    Aufbauend auf seiner jahrhundertelangen Erfahrung im High-End-Anlagenbau hat CRRC seine Kerntechnologien aus dem Schienenverkehr – darunter Traktionsmotoren, Umrichtersteuerungen, Transformatoren, Getriebe und Präzisionsfertigung – erfolgreich auf den Sektor der erneuerbaren Energien übertragen. Entstanden ist eine lückenlose Wertschöpfungskette, die Windkraftanlagen, Generatoren, Rotorblätter, Türme, Getriebe, Umrichter, Transformatoren und High-End-Verbindungselemente abdeckt.

    Derzeit deckt das Windkraft-Portfolio von CRRC die gesamte Leistungsklasse von 1,5 MW bis 12 MW an Land (Onshore) sowie von 8 MW bis 20 MW auf See (Offshore) ab. Mit mehr als 20 Produktionsstätten für Windkraftanlagen befinden sich aktuell über 13.000 CRRC-Windkraftanlagen in fast 400 Windparks weltweit im stabilen Betrieb.

    Ganzheitliches Produktportfolio: Passgenaue Lösungen für den globalen Markt

    Auf der diesjährigen WindEnergy Hamburg präsentiert CRRC sein komplettes Produktprogramm im Bereich der neuen Energien. Von Kernkomponenten über Schlüsselbauteile bis hin zu Energiespeichersystemen bietet das Unternehmen eigenständig entwickelte Lösungen aus einer Hand.

    Die internationale Windkraft-Plattform „Xuansa Z07“ wurde speziell für die anspruchsvollen europäischen Betriebsbedingungen, Transportbeschränkungen, Lärmschutzauflagen und Salzsprühnebel-Anforderungen entwickelt. Dank ihres modularen und standardisierten Designs bietet sie eine Lebensdauer von 25 Jahren. Hinzu kommen Leichtbauweise, leiser Betrieb und hohe Korrosionsbeständigkeit. Für unterschiedliche Gelände und Windstärken maximiert die smarte Plattform „Xuansa S07“ die Effizienz bei schwachem bis mittlerem Wind. Dies gelingt durch die große Profiltiefe und das dünne Tragflächenprofil sowie ein proprietäres, intelligentes Steuerungssystem.

    Mit Fokus auf die globalen Trends zu immer größeren Anlagen und hoher Integration in der Offshore-Windkraft präsentiert CRRC seine mittelschnelllaufenden Permanentmagnet-Generatoren für Offshore-Windkraftanlagen im Leistungsbereich von 15 bis 26 MW. Dieses Modell zeichnet sich durch eine integrierte Bauweise von Getriebe und Generator aus; dank optimierter elektromagnetischer Auslegung sowie Verbesserungen bei Isolationsschutz und Umweltbeständigkeit erreicht es eine hohe Leistungsdichte, einen hohen Wirkungsgrad, einen hohen Integrationsgrad und eine hohe Zuverlässigkeit.

    Im Bereich der Kernkomponenten hat CRRC fünf wesentliche Technologieplattformen für Windkraftgeneratoren etabliert, die einen Leistungsbereich von 600 kW bis 25 MW abdecken. Die Windkraftgetriebe des Unternehmens zählen hinsichtlich der Drehmomentdichte zur internationalen Spitzenklasse, und die jährliche Produktionskapazität für Rotorblätter übersteigt 5.000 Sätze. Wichtige unterstützende Produkte – wie die hochfesten Schließringbolzen der MTD-Serie (Festigkeitsklasse 10.9) – gewährleisten den sicheren und stabilen Betrieb von Windkraftanlagen über deren gesamten Lebenszyklus hinweg.

    Um den Herausforderungen bei der Erschließung von Windkraftprojekten in der Tiefsee und in weit vor der Küste gelegenen Gebieten zu begegnen, hat CRRC eigenständig eine schwimmende Halbtaucher-Plattform mit drei Säulen entwickelt. Die für den Einsatz in Wassertiefen von 100 Metern konzipierte Plattform vereint Leichtbauweise, hohe Widerstandsfähigkeit gegen starken Wind und Wellengang sowie Wirtschaftlichkeit und eignet sich für Anwendungen wie Offshore-Windkraft, Offshore-Wasserstoffproduktion und Multi-Energie-Integration.

    Synergetische Multi-Energie-Innovation für den Aufbau eines neuen, intelligenten Energie-Ökosystems

    Aufbauend auf seinen Stärken entlang der gesamten Wertschöpfungskette hat CRRC eine innovative, integrierte Smart-Energy-Lösung entwickelt, die Wind-, Solar-, Speicher- und Wasserstofftechnologien miteinander verknüpft. Über eine intelligente Energiemanagement-Plattform koordiniert und steuert das System diese vielfältigen Energiequellen, um eine optimale Ergänzung der verschiedenen Energieformen, einen effizienten Verbrauch sowie eine stabile Energieabgabe zu gewährleisten.

    Die flüssigkeitsgekühlten Batteriespeichercontainer der Serie 6.X verfügen über optimierte Strukturen für das Wärmemanagement und mehrstufige Sicherheitssysteme, um den „Wärmeinsel-Effekt“ wirksam zu minimieren. Zudem sind sie mit Explosionsentlastungssystemen im Millisekundenbereich, doppelten Brandschutzmechanismen sowie mehrstufigen Überwachungs- und Schutzfunktionen ausgestattet. Innerhalb der Standard-Containerabmessungen erzielt das System eine um 25 % höhere Energiedichte, und der Ertrag über die gesamte Lebensdauer eines Speicherkraftwerks der 200-MWh-Klasse liegt etwa 10 % über dem der Vorgängergeneration. Der Vakuum-Schwungradspeicher mit Magnetlagerung (MW-Klasse) zeichnet sich durch eine Nennleistung von 1.250 kW, eine Drehzahl von 10.500 U/min und eine Lebensdauer von 1,5 Millionen Zyklen aus und ermöglicht so eine hochfrequente Leistungsreaktion im Millisekundenbereich für das Stromnetz.

    Umsetzung grüner Prinzipien entlang der gesamten Wertschöpfungskette und Unterstützung der globalen „Dual-Carbon“-Ziele durch chinesische Lösungen

    Auf dieser Messe präsentiert sich CRRC unter dem Motto „Wind und Sonne für die Zukunft nutzen“ und integrierte kohlenstoffarme Innovationen in den gesamten Lebenszyklus – von Forschung, Entwicklung und Fertigung bis hin zu Lieferung, Betrieb und Wartung. Von recycelbaren Windturbinenblättern und Transformatoren mit umweltfreundlicher Isolierflüssigkeit bis hin zu durchgängig kohlenstoffarmen Produktionsprozessen erfüllt CRRC sein Versprechen zur globalen CO2-Neutralität durch eine umfassende ökologische Aufwertung seiner Wertschöpfungskette.

    Mit Blick auf die Zukunft wird CRRC seine globale industrielle Präsenz und die internationale technische Zusammenarbeit weiter ausbauen sowie integrierte Lösungen für Windkraft, Energiespeicherung und kombinierte Wind-Solar-Speicher-Wasserstoff-Systeme kontinuierlich weiterentwickeln. Auf diese Weise will das Unternehmen den weltweiten Übergang zu grüner, kohlenstoffarmer Energie vorantreiben und gemeinsam eine nachhaltige, grüne Zukunft gestalten.

    Pressekontakt:
    Media Contact
    Organization: CRRC Zhuzhou Electric Motor Co., Ltd.
    Contact person: Wen Yizhou
    Telephone number: +86 13762362208
    Website: https://www.crrcgc.cc/zzs/
    Email: 410070844@qq.com
    Country: China
    Address: No.1 Boya Road, Shifeng District, Zhuzhou City, Hunan Province
    Weiteres Material: www.presseportal.de
    Quelle:            CRRC Zhuzhou Electric Motor Co., Ltd.
  • Metall-Tarifrunde: IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld

    Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld für die gut 3,7 Millionen Beschäftigten in der deutschen Metall- und Elektroindustrie. Zudem will die Gewerkschaft in der Tarifrunde eine Gewinnbeteiligung für Beschäftigte in «Boom-Unternehmen» durchsetzen sowie über die Absicherung von Arbeitsplätzen und Standorten verhandeln. Der neue Tarifvertrag soll nach Vorstellung der Gewerkschaft eine Laufzeit von zwölf Monaten haben. 

    «Wir gehen mit kämpferischem Realismus in die Verhandlungen», sagte die IG-Metall-Vorsitzende Christiane Benner in Frankfurt. «Statt Krisenrhetorik, Angriffen auf soziale Standards und Schwarzmalerei erwarten die Beschäftigten sichere Jobs, Ausgleich für gestiegene Preise und einen gerechten Anteil an den Gewinnen der Unternehmen. Verlagerungsdrohungen als Ablenkungsmanöver von Management-Versagen akzeptieren wir nicht.» 

    Erste Verhandlungen mit den Arbeitgeberverbänden auf regionaler Ebene sind ab dem 7. Oktober geplant. Warnstreiks sind ab November möglich. 

    Gewerkschaft will Reallöhne und Jobs sichern 

    Die IG Metall hatte bereits vor zwei Wochen klargemacht, dass sie in der Tarifrunde für die Beschäftigten in der Autoindustrie, im Maschinenbau, in Metallbearbeitung und Elektrotechnik mindestens die Reallöhne sichern will. Sprich: Nach Abzug der zuletzt gestiegenen Inflation sollen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mehr Geld in der Tasche habe. 

    Die Tarifrunde für die größte deutsche Industriebranche steht im Zeichen eines massiven Stellenabbaus in der Autoindustrie, wo auch Werksschließungen drohen, etwa bei VW. Gegen Einschnitte hatte die IG Metall am Montag bei einem bundesweiten Aktionstag rund 175.000 Auto-Beschäftigte mobilisiert. 

    Nicht verhandelt wird für die Beschäftigten der kriselnden Volkswagen AG, für die ein eigener Haustarifvertrag gilt. Dort fordert die IG Metall ebenfalls fünf Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

  • Evonik kündigt Abbau von 3.200 Stellen ab

    Der Chemiekonzern Evonik hat den Abbau von 3.200 Stellen angekündigt. 2.150 davon entfallen auf Deutschland, wie das Unternehmen in Essen mitteilte.

  • Oktoberfest: Mitarbeiter nach Fahrgeschäft-Unfall gestorben

    Ein Mitarbeiter eines Fahrgeschäfts auf dem Münchner Oktoberfest ist nach einem Unfall an seinen schweren Verletzungen gestorben. Zu den Umständen des mutmaßlichen Betriebsunfalls werde ermittelt, teilte die Polizei in der Nacht mit.

  • Effizienz ist keine Vision: Warum KI in deutschen Unternehmen ankommt, aber nicht transformiert

    63 Prozent der deutschen Unternehmen nutzen KI, aber nur 15 Prozent transformieren ihre Arbeitsweisen und Geschäftsmodelle. Der Unterschied zwischen Anwendung und Transformation liegt im Zukunftsbild.

    Künstliche Intelligenz ist in deutschen Unternehmen angekommen. Laut einer aktuellen Studie von Strand Partners im Auftrag von Amazon Web Services nutzen 63 Prozent der deutschen Unternehmen KI. Damit liegt Deutschland über dem EU-Durchschnitt von 54 Prozent. Doch nur 15 Prozent setzen KI transformativ ein. Aus Sicht des Technologieberatungsunternehmens Slalom liegt der Grund dafür vor allem im deutschen Effizienzdenken.

    „KI ist in den meisten Unternehmen angekommen. Aber nur wenige schaffen den Übergang von Pilotprojekten oder Assistenten zum transformativen Einsatz. Wer mit KI Arbeitsweisen verändern und Geschäftsmodelle durch neue Kundenerlebnisse, Produkte und Services transformieren will, braucht ein klares Bild davon, wie Kunden und Mitarbeiter in drei bis vier Jahren mit dem Unternehmen agieren sollen“, sagt Dr. Stephan Theis, Managing Director Go-to-Market bei Slalom Germany.

    DasZielbild kommt vor dem Werkzeug

    Oft starten KI-Programme, indem sie auf bestehende Prozesse aufgesetzt werden. Unternehmen erzielen dann mit einzelnen Werkzeugen und Anwendungsfällen Effizienzgewinne. Eine Studie von Slalom unter 161 Führungskräften in Deutschland und 2.000 Führungskräften weltweit zeigt: 78 Prozent der deutschen Befragten betrachten KI als Werkzeug für Kostenreduktion und betriebliche Effizienz. Nur 39 Prozent sehen darin einen Katalysator, ihr Geschäftsmodell neu zu denken. International liegt dieser Anteil bei 48 Prozent.

    Theis: „Unternehmen freuen sich, wenn sie einzelne Prozesse verbessern, dedizierte Tätigkeiten automatisieren und Kosten senken. Das ist unternehmerisches Einmaleins. Die eigentliche Innovation folgt auf eine klar formulierte Vision. Wer KI lediglich aus der Perspektive von Kosten und Zeitgewinnen betrachtet, nutzt ein mächtiges Gestaltungswerkzeug wie einen Taschenrechner.“

    Führungskräfte müssen festlegen, welches Geschäft sie mit KI aufbauen wollen und wie interne Prozesse neu zu gestalten sind, um besser und vernetzter zu arbeiten. Die Technologie folgt diesen Entscheidungen. Wer dagegen mit einer Liste von Werkzeugen startet, optimiert meist den Status quo.

    Piloten entstehen, Transformation folgt selten

    Die Studie „Generative KI in der deutschen Wirtschaft 2026“ von KPMG zeichnet ein ähnliches Bild: 97 Prozent der Unternehmen halten KI für relevant für ihr Geschäftsmodell und ihre Wertschöpfung, doch weniger als ein Prozent hat KI über alle betrachteten Bereiche hinweg vollständig und systematisch integriert.

    „KI-Piloten sind schnell aufgesetzt, indem ein Team ein Problem mit einem Tool löst. Um das transformative Potenzial von KI in der Breite zu heben, bedarf es jedoch einer radikalen Änderung der Perspektive: weg vom einzelnen Anwendungsfall hin zum Ende-zu-Ende-Prozess. Für die Entscheidungsfindung müssen Führungskräfte ihre Unternehmensstrategie auf die Chancen und Risiken von KI überprüfen und adaptieren. Diese Arbeit führt in jedem Fall transformative Elemente mit sich“, betont Theis.

    Nach der Pilotphase sind daher zwei Aspekte zu berücksichtigen: Unternehmen müssen prüfen, ob das Vorhaben das Zielbild unterstützt und ob es mehr verändert als den Arbeitsablauf einer einzelnen Abteilung oder Rolle. Die Auswahl von Technologie und Plattform, die Etablierung neuer Prozesse und Mitarbeiterbefähigung folgen danach.

    Experimentieren als Arbeitsmethode

    Eine tragfähige Vision entsteht selten in Konferenzräumen. Die technologischen Transformationen vergangener Jahre haben gezeigt: Erst wenn Menschen die Technologie verinnerlicht haben, beginnt der eigentliche Wandel. Neugier und Erkundungsbereitschaft müssen daher Teil der Unternehmenskultur werden.

    Unternehmen schaffen das Fundament für Transformation, wenn sie Experimentierzeit bereitstellen, klare Leitplanken definieren und erfolgreiche Ansätze durch Anreize belohnen. Die Mitarbeiter müssen KI einsetzen, Grenzen austesten und neue Möglichkeiten im Arbeitsalltag entdecken. Dabei braucht Neugier zwar Raum, aber keinen Dauer-Pilotbetrieb. Führungskräfte müssen Experimente an konkrete Probleme binden, Ergebnisse sichtbar machen, erfolgreiche Ansätze schnell skalieren und Vorhaben ohne Perspektive beenden.

    Theis: „Innovative Ideen entstehen selten zwischen zwei Status-Calls. Unternehmen müssen KI-Experimentierräume fest in den Arbeitsalltag einbauen und ihnen ein klares Ziel geben, das auf die Vision einzahlt. Dann können die Teams konkrete Probleme angehen, schnell lernen und die wenigen starken Ideen in die Breite der Organisation bringen. Auf diese Weise entsteht Fortschritt und Transformation.“

    Über Slalom Germany

    Seit der Gründung im Jahr 2001 in Seattle, Washington, ist Slalom ein führendes, international tätiges Technologieberatungsunternehmen, das global denkt und lokal agiert. Slalom-Mitarbeiter helfen heute Unternehmen weltweit an 54 Standorten in 12 Ländern, mit menschenzentrierten digitalen Ende-zu-Ende-Lösungen und einem großen Partnernetzwerk Wertschöpfung zu betreiben und ihre Geschäftsmodelle und Arbeitsweisen zu transformieren. Dabei verbindet das Unternehmen Expertise in Cloud, Daten und Künstlicher Intelligenz mit ganzheitlicher Transformation durch die Optimierung von Prozessen, Arbeitsweisen und Kundeninteraktionen.

    Mit 200 Mitarbeitern an den Standorten München, Düsseldorf und Frankfurt am Main ist Slalom Germany seit 2022 ein vertrauenswürdiger Partner großer und mittelständischer Unternehmen. Die Experten für digitale Transformation unterstützen Unternehmen in der DACH-Region in den Branchen Einzelhandel & Konsumgüter, Finanzdienstleistungen, Fertigung, Life Sciences, Medien, Mobilität, Pharma und Technologie. Durch Zugriff auf globales Knowhow und neueste Technologien und mit fundierter lokaler Expertise helfen sie Kunden, ihre Geschäftsmodelle und Arbeitsweisen ganzheitlich zu transformieren. Für technologische Transformation, die Menschen in den Mittelpunkt stellt und nachhaltig wirkt.

    Für weitere Informationen siehe: www.slalom.com, LinkedIn oder Instagram.

    Pressesprecher:

    Oguzhan Acay
    Pressesprecher
    Slalom Germany
    Sendlinger Straße 7, 80331 München
    presse@slalom.com
    Weiteres Material: www.presseportal.de
    Quelle: Slalom Germany
  • «Handelsblatt»-Chef: «Haben uns den Wohlstand falsch erklärt»

    Sebastian Matthes, Chefredakteur des «Handelsblatts», hat sein erstes Buch geschrieben. In «Inside 2029» stellt er liebgewonnene Glaubenssätze der Wirtschaftsnation Deutschland auf den Prüfstand. Deutschland habe zu lange eine durch China befeuerte Sonderkonjunktur mit eigener Innovationskraft verwechselt, sagt er im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. Tech-Enthusiast Matthes macht Vorschläge, wie es besser ginge – und sagt, dass Medien die Innovationskraft im Lande mit entfachen sollten. 

    Frage: Die einst stolze Wirtschaftsnation Deutschland steckt in einer Struktur- und Sinnkrise. Wann genau sind wir falsch abgebogen?

    Antwort: Es war eher ein schleichender Prozess. Deutschland war in den vergangenen Jahrzehnten so beschäftigt damit, den Wohlstand der Vergangenheit zu verwalten, dass es vergessen hat, einen Plan zu entwickeln, wie der Wohlstand in Zukunft erwirtschaftet werden soll. Und das hängt damit zusammen, dass sich Deutschland zu lange die Ursachen seines eigenen Erfolgs falsch erklärt hat.

    Frage: Was genau haben wir uns falsch erklärt?

    Im «goldenen Jahrzehnt», den Jahren mit starkem Wirtschaftswachstum nach der Finanzkrise, galt Deutschland als innovatives Exportland. Doch das Wachstum in diesen Jahren war nicht in erster Linie das Ergebnis von Reformen und Innovationskraft der Firmen, wie oft behauptet wird. Entscheidend war der Aufstieg Chinas, der deutschen Unternehmen eine Sonderkonjunktur bescherte. Wir haben einen ökonomischen Lottogewinn mit eigener Innovationskraft verwechselt.

    Frage: Sonderkonjunktur ist doch nichts Schlechtes?

    Antwort: Wenn man es falsch interpretiert, dann schon. China hat damals in Rekordzeit seine Industrie aufgebaut und kaufte massenhaft deutsche Anlagen, Maschinen und Autos. Dabei haben viele übersehen, dass einige der Industrien ihren Höhepunkt schon überschritten hatten. Die Zahl der Patente in traditionellen Branchen wie Maschinenbau und Automobilindustrie stieg noch. Aber in Hightech-Feldern wie Biotech, Software und IT fiel Deutschland zurück. Der Erfolg dieser Jahre hat uns blind gemacht für Zukunftstechnologien.

    Frage: Sie nennen Deutschland nun ein Mitteltechnologieland im Gegensatz zu einem Hightech-Land wie den USA. Woran zeigt sich das?

    Antwort: 57 Prozent der privaten Forschungs- und Entwicklungsausgaben fließen in Deutschland in traditionelle Branchen wie Auto, Maschinenbau und Chemie, nur 36 Prozent in Software und Biotechnologie. In den USA fließen 85 Prozent der Forschungsausgaben in diese neuen Felder.

    Frage: Sie haben weltweit Hightech-Zentren wie in Boston, Shenzhen und Bangalore bereist, um die Innovationsformel zu finden. Was haben diese Orte gemeinsam?

    Antwort: Keines ist zufällig entstanden. Überall haben Wirtschaftspolitiker, Wissenschaftler und Unternehmer langfristige Strategien entwickelt. Und in all diesen Regionen arbeiten Universitäten, Forschungseinrichtungen, Unternehmen, Start-ups und Investoren eng zusammen. Boston war Ende der 1970er-Jahre noch eine Industriebrache. Heute ist es das Weltzentrum für Biotechnologie. Mit der richtigen Politik kann also in wenigen Jahrzehnten ein globaler Innovationsmagnet entstehen.

    Frage: Warum hat die deutsche Politik diese Entwicklung verschlafen?

    Antwort: Gute Wirtschaftspolitik bedeutete in Berlin jahrzehntelang, alles dafür zu tun, dass es der verbrennergetriebenen Automobilindustrie gut geht. Während Deutschland in der Finanzkrise mit der Abwrackprämie die alte Industrie unterstützte, definierte Peking sieben strategische Zukunftsfelder, darunter neue Energien, Elektromobilität und neue Materialien. In diesen Feldern ist China heute führend. Deutschland hat nie systematisch hinterfragt, welche technologischen Veränderungen sich abzeichnen und ob die starken Industrien von heute auch morgen noch eine Zukunft haben. Diese Analyse und die Strategie daraus gehören ins Kanzleramt.

    Frage: Packt die Bundesregierung unter Friedrich Merz das Thema an?

    Antwort: Die Hightech-Agenda des Forschungsministeriums enthält wichtige Punkte. Sie bleibt aber die Strategie eines Ministeriums. Innovationspolitik müsste über alle Ministerien hinweg betrieben und im Kanzleramt koordiniert werden. Der Staat sollte bei riskanten Technologien als früher Auftraggeber auftreten und die Finanzmarktregeln so verändern, dass viel mehr Geld aus Europa in junge Technologiefirmen fließen kann. Deutschland hat dafür mit der Agentur für Sprunginnovationen ein Instrument, allerdings mit einem Bruchteil der finanziellen Möglichkeiten seines amerikanischen Vorbilds DARPA.

    Frage: Sind grundlegende Reformen in der aktuellen Stimmung in Deutschland überhaupt möglich?

    Antwort: Ja, wenn man sie richtig erklärt. Die Bundesregierung verkauft Zukunft oft als Verlustprojekt: Die Menschen sollen länger arbeiten, später in Rente gehen, mehr vorsorgen. Niemand sagt ihnen, wofür genau. Der kanadische Premierminister Mark Carney mutet seinen Landsleuten harte Einschnitte zu, beschreibt den Umbau aber als eine Art «Nation Building»: Wir werden als Wirtschaftsnation unabhängiger und stärker – so die Botschaft. Reformen brauchen ein Ziel, für das sie sich lohnen. Die Bundesregierung hat keines formuliert.

    Frage: In Ihrem Buch schreiben Sie: «Die Zukunft hat keine Lobby.» Welche Rolle spielen Ihrer Meinung nach hier Medien?

    Antwort: Alles, was es gibt, hat eine Interessenvertretung. Was noch nicht existiert, hat keine. Natürlich müssen Medien zeigen, was nicht funktioniert, wir müssen aber auch stärker über Ideen, Köpfe und Unternehmen berichten, die gesellschaftliche Probleme lösen, Krankheiten heilen und neue Technologien entwickeln, denn davon haben wir auch in Deutschland viele. Ihnen müssen wir eine Bühne geben. Das ist kein Aktivismus, sondern eine möglichst vollständige Beschreibung der Wirklichkeit.

    Frage: Haben Sie ein konkretes Beispiel?

    Antwort: Das Münchner Start-up Isar Aerospace, vor ein paar Jahren noch ein Studentenprojekt, hat gerade eine Rakete in den Orbit geschossen. Es gelang beim zweiten Versuch. SpaceX von Elon Musk brauchte dafür noch vier Anläufe. Warum ist die Nachricht nicht eine Woche lang Top-Thema in den Medien? Vielleicht ist den Deutschen die Freude am Neuen abhandengekommen.

    Frage: Welche Bremse hätte die größte Wirkung, wenn Deutschland sie löste?

    Antwort: Es ist ein Dreiklang: den Staat bei sehr frühen und riskanten Technologien stärker als Investor einsetzen, endlich eine Brücke von der Forschung in Richtung Wirtschaft bauen und Bürokratie abbauen: Ein Berliner Unternehmer, mit dem ich für mein Buch gesprochen habe, will mit seinem Start-up Cellbricks Organe im 3D-Drucker herstellen. Er diskutierte monatelang mit einer Behörde, ob es 36 oder 33 Mäuse für einen Tierversuch verwenden darf. Schließlich verlegte er die Versuchsreihe nach Boston.

    Frage: Was macht Sie optimistisch, dass Deutschland die Innovationswende bis 2029 schafft?

    Antwort: Wir haben noch eine faire Chance. Unsere Forschungsinstitute und Hochschulen haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von Weltrang. Das Problem ist, dass in Deutschland immer noch zu viele Forschungsergebnisse in Archiven landen, aus denen neue Technologiefirmen werden könnten. An der Harvard Universität oder in Stanford helfen eigene Einheiten Forscherinnen und Forschern dabei, daraus Start-ups zu machen. Wir haben auch in Deutschland die Forscher, zunehmend auch das Kapital für Gründer und eine starke Industrie. Wir haben sie bisher nur nicht zusammengebracht.

  • Metall-Tarifrunde: So viel fordert die Gewerkschaft

    Die IG Metall fordert für die rund 140.000 Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt fünf Prozent mehr Geld. Das haben die Tarifkommissionen einstimmig beschlossen, wie die Gewerkschaft in Hannover mitteilte. Die Forderung gilt demzufolge sowohl für Beschäftigte als auch für Auszubildende, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. 

    Die wirtschaftliche Lage ist nach Ansicht der Gewerkschaft «ausgesprochen unterschiedlich». Während einige Unternehmen mit Unterauslastung und tiefgreifenden strukturellen Veränderungen konfrontiert seien, verfügten andere über eine solide Auftragslage und wirtschaftliche Spielräume. 

    IG Metall: Forderung ist begründet und vertretbar

    Diese Lage «nehmen wir ernst», teilte IG-Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger mit. Daraus folge aber nicht, dass die Beschäftigten ihren Anspruch auf eine angemessene Entgeltentwicklung zurückstellen sollten. Die Preise hätten das Leben dauerhaft verteuert, zugleich helle sich die konjunkturelle Perspektive auf. «Vor diesem Hintergrund ist eine Forderung von fünf Prozent sachlich begründet und wirtschaftlich vertretbar».

    Wegen der Preissteigerungen will die IG Metall auch eine «soziale Komponente» herausverhandeln, die vor allem unteren Entgeltgruppen zugutekommt. Sie soll die unterschiedlichen Belastungen in den Belegschaften berücksichtigen. Denn Beschäftigte mit niedrigen Einkommen, Teilzeitkräfte und Azubis seien von den höheren Kosten für Wohnen, Energie und Lebensmittel besonders betroffen.

    Außerdem will die Gewerkschaft mit den Arbeitgebern darüber sprechen, wie Beschäftigte in besonders erfolgreichen Unternehmen angemessen an deren Entwicklung beteiligt werden können. «Die wirtschaftlichen Unterschiede zwischen den Betrieben gehören auf den Tisch», sagte Gröger. Sie dürften aber nicht als Argument für einen allgemeinen Verzicht der Beschäftigten dienen. 

    Daneben wollen die Gewerkschafter die Tarifrunde nutzen, um über die Zukunft von Jobs und Standorten zu sprechen. Die bestehenden tariflichen Instrumente sollten daraufhin überprüft werden, ob sie den veränderten Bedingungen noch gerecht werden oder gezielt weiterentwickelt werden müssten, hieß es. 

    Arbeitgeber: Forderung passt nicht in die Zeit 

    Der Arbeitgeberverband Niedersachsenmetall lehnte die Forderung ab. «Fünf Prozent für zwölf Monate zu fordern, ist angesichts der katastrophalen Lage in Teilen unserer Industrie schlicht unrealistisch», teilte Hauptgeschäftsführer Volker Schmidt mit. Das passe nicht in die Zeit. Die Tarifvertragsparteien sollten die kommenden Wochen nutzen, um auf diese extrem auseinanderlaufende Situation innovative Antworten zu finden.

    Die Flächentarifverträge für die Metall- und Elektroindustrie regeln Gehalt und Arbeitsbedingungen von bundesweit rund 3,7 Millionen Beschäftigten. Wichtige Sparten sind – neben der Autoindustrie – Maschinenbau, Metallbearbeitung und Elektrotechnik. Am Mittwoch bündelt der IG-Metall-Vorstand in Frankfurt die regionalen Beschlüsse zu einem bundesweiten Forderungspaket. Die Verträge laufen zum 31. Oktober aus. Danach sind Warnstreiks möglich. 

    Für VW-Beschäftigte wird separat verhandelt

    Betroffen sind in den Tarifgebieten Niedersachsen und Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim ungefähr 120.000 Beschäftigte, in Sachsen-Anhalt rund 20.000. Die ersten Gespräche mit den Arbeitgebern sind für den 8. Oktober in Hannover, Osnabrück und Magdeburg angesetzt.

    Für die Beschäftigten der Volkswagen AG wird separat verhandelt. Sie haben einen eigenen Haustarifvertrag, der zum Jahresende ausläuft.