Das Europäische Parlament hat für ein Prüfverfahren gegen die rechtspopulistische Parteienfamilie Europa der souveränen Nationen (ESN) gestimmt. Die zuständige Aufsichtsbehörde soll nun mögliche Verstöße der ESN-Partei, der auch die AfD angehört, gegen EU-Grundwerte prüfen.
Autor: Stojancho Gjorgjiev
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Insolvente Unternehmen: Immer weniger werden gerettet
Bei Insolvenzen größerer Unternehmen wird immer seltener ein Rettungsweg gefunden. Im vergangenen Jahr konnte nur noch knapp jede dritte Firma (32,1 Prozent) nach der Pleite saniert oder an Investoren verkauft werden, wie die Transformationsberatung Falkensteg in einer Studie ermittelt hat. 2020 hatte die Rettungsquote mit 57 Prozent noch deutlich mehr als die Hälfte betragen. Untersucht wurde der Verlauf von 486 Insolvenzverfahren bei Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 10 Millionen Euro.
«Die Überlebenschance eines insolventen Unternehmens ist auf einen Tiefstand gefallen und hat sich innerhalb von fünf Jahren halbiert. Eine Insolvenz ist heute deutlich häufiger das Ende als ein Neuanfang», sagt der Falkensteg-Partner und Studienautor Jonas Eckhardt. Die angezeigte Zahlungsunfähigkeit gehe deutlich seltener auf vorübergehende Belastungen zurück. In weiten Teilen fehle es schlicht an einem tragfähigen Geschäftsmodell.
Handel und Verbrenner als Verlierer
Das treffe beispielsweise Zulieferer der Verbrennertechnik oder den klassischen Handel. Selbst risikobereite Käufer übernähmen keine Kapazitäten, die strukturell nicht mehr gebraucht würden.
Die höchste Rettungsquote beobachtet die Studie im Gesundheitswesen (50 Prozent) sowie in der Logistikbranche mit 42,1 Prozent. Transportunternehmen seien für Käufer attraktiv, weil sie Zugriff auf knappe operative Ressourcen wie Fahrer, Disponenten, Fachpersonal, Fuhrpark, Standorte und Kundenbeziehungen erhielten. Im Maschinenbau sorgen Patente, moderne Maschinenparks, eingespielte Kundenbeziehungen und spezialisierte Belegschaften für 41,0 Prozent Übernahmen oder Sanierungen.
Sicheres Aus
Nahezu sicher ist das unternehmerische Aus hingegen für insolvente Autohandelsunternehmen, von denen nur 6,1 Prozent gerettet wurden. Auch Metallwarenhersteller mit 29,9 Prozent und Elektrotechnikunternehmen mit 27,6 Prozent liegen deutlich unter dem Durchschnitt.
Für das laufende Jahr rechnet Eckhardt mit etwa 450 Großinsolvenzen nach 486 Fällen im Jahr 2025. Zu den größten Belastungen zählten steigende Energiepreise, hohe Arbeitskosten, drohende Lieferkettenstörungen und die konfrontative Handelspolitik der USA. Die höchsten Risiken steckten in der Logistik, der Chemie und der Metallwarenbranche. Nach einer kurzen Atempause im Jahr 2025 werde die Insolvenzwelle bei den Automobilzulieferern weitergehen.
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MIG Capital beteiligt sich über ihre MIG Fonds an der Series-A-Finanzierungsrunde über 8,1 Mio. £ des britischen Startups Luffy AI
München (ots) –
- Das Deep-Tech-Startup entwickelt neuroplastische KI für adaptive Echtzeitsteuerung. Die hocheffizienten Modelle werden in Simulationen trainiert und passen sich auf dem Gerät adaptiv und situativ an, um komplexe Systeme effizienter zu steuern.
- Die Finanzierung soll die Kommerzialisierung von Luffy AI vorantreiben und dazu beitragen, erfolgreiche PoCs und Pilotprojekte in strategische Partnerschaften mit führenden Industrieunternehmen zu überführen.
- Die Finanzierungsrunde wird von BGF, dem aktivsten Eigenkapitalinvestor Großbritanniens und Irlands, angeführt. Beteiligt sind neben der MIG Capital die bestehenden Investoren Bow Capital, Chrysalix, Momenta und UKI2S.
MIG Capital, einer der führenden deutschen Wagniskapitalgeber, gab heute bekannt, sich an einer Finanzierungsrunde über 8,1 Mio. £ für das in Abingdon, Großbritannien, ansässige Startup Luffy AI zu beteiligen. Die MIG Fonds 2, 6 und 18 stellen dem Unternehmen insgesamt 1,5 Mio. £ zur Verfügung. Luffy AI ist ein Pionier neuroplastischer KI für adaptive Echtzeitsteuerung. Der erfolgreiche Abschluss der Finanzierungsrunde wird von BGF, dem aktivsten Eigenkapitalinvestor Großbritanniens und Irlands, angeführt. Beteiligt sind zudem die bestehenden Investoren Bow Capital, Chrysalix, Momenta und UKI2S.
Die Industrie hat bislang nicht in gleichem Maße von KI profitiert wie die digitalen Branchen. Physische KI-Modelle benötigen große Datenmengen, eingebettete Anwendungen sind durch die verfügbare Rechenleistung auf dem Gerät begrenzt, und physischen Anlagen fehlt häufig eine verlässliche Anbindung an die Cloud. Luffy AI adressiert diese Einschränkungen mit einem neuroplastischen KI-Stack für die adaptive Echtzeitsteuerung. Die effizienten neuronalen Netze des Start-ups, sogenannte Sparse Neural Networks, werden zunächst in Simulationen trainiert und anschließend im realen Einsatz weiter angepasst. Große Trainingsdatensätze sind dafür nicht erforderlich. Die Architektur ist schlank, energieeffizient und selbstoptimierend, wodurch ein ständiges Nachtrainieren aus der Cloud nicht notwendig ist. Nach Angaben des Unternehmens kann die Technologie bis zu 400-mal effizienter sein als herkömmliches Deep Learning.
Das Startup setzt seine KI-Modelle derzeit in der industriellen Motorsteuerung und in Anwendungen für Frequenzumrichter ein, darunter industrielle Pumpen, Ventilatoren und Förderanlagen. Rund 50 Prozent des weltweiten Verbrauchs elektrischer Energie entfallen auf Elektromotoren, von denen viele ineffizient arbeiten. Adaptive KI-basierte Motorsteuerung kann Plug-and-Play-Motoren ermöglichen, die sich im Einsatz selbst auf Last und Betriebsbedingungen einstellen. Dadurch kann Energie eingespart, die Inbetriebnahme verkürzt und die Motorleistung insgesamt verbessert werden.
Die Finanzierung soll die Kommerzialisierung des Startups vorantreiben und dazu beitragen, erfolgreiche PoCs und Pilotprojekte in strategische Partnerschaften mit führenden Industrieunternehmen zu überführen. Langfristig kann die Technologie in einer Vielzahl weiterer Anwendungsfelder eingesetzt werden, darunter Positionsregelung für Robotik und Drohnen, thermische Prozesssteuerung sowie weitere Physical-AI-Anwendungen.
Für MIG Capital ist Luffy AI ein typisches Investment: ein echter technologischer Durchbruch, der ein konkretes Problem in der Praxis löst. Industrielle Steuerung basiert heute noch weitgehend auf einer digitalisierten Version eines rund hundert Jahre alten Paradigmas, das nicht für das immense Potenzial moderner neuronaler Netze entwickelt wurde. Luffy AI denkt diese Grundlage neu. Die Motorsteuerung ist dabei das erste Bewährungsfeld, doch die Chancen dieser Technologie reichen deutlich darüber hinaus.
Dr. Nicolas Rose-André, Principal bei MIG Capital, kommentiert:„Luffy AI zeigt, dass adaptive KI-Steuerung auch mit deutlich weniger Daten und Rechenleistung möglich ist. Genau das ist entscheidend, damit KI in physischen Maschinen praktikabel wird. Da Elektromotoren rund die Hälfte des weltweiten Stroms verbrauchen, ist allein das Effizienzpotenzial enorm. Wir unterstützen eine seltene Kombination aus klar differenzierter Technologie und einem herausragenden Team, das diese in den Markt bringen kann.“
Dr. Matthew Carr, Mitgründer und CEO von Luffy AI, sagte:„KI hat Sprach- und Bildgenerierung grundlegend verändert, in der Industrie aber bislang über Predictive Maintenance und Dashboards hinaus noch keinen vergleichbaren Einfluss entfaltet. Fabriken, Motoren und physische Systeme brauchen KI, die klein, schnell und in Echtzeit adaptiv ist, nicht von der Cloud abhängig und nicht auf enorme Datenmengen oder Rechenleistung angewiesen. Bei Luffy AI haben wir bereits gezeigt, was mit KI-basierter Motorsteuerung möglich ist, und werden die neue Finanzierung nutzen, um unsere Umsetzung und unseren Rollout auszuweiten.“
Kate Ronayne, Frühphaseninvestorin bei BGF, ergänzt:„Luffy AI bricht mit einem Branchenstandard, der seit 100 Jahren besteht. Die direkte Integration hochspezialisierter KI in physische Industriesysteme verringert die Abhängigkeit von Fachingenieuren, weil die Systeme sich selbst in Betrieb nehmen lassen und breit einsetzbar sind. Das Unternehmen hat beeindruckende Fortschritte bei der Validierung seiner differenzierten Technologie gemacht, und wir freuen uns sehr, Luffy AI auf dem weiteren Weg zu begleiten.“
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Über Luffy AI
Luffy nutzt neuroplastische KI für adaptive Steuerung in Echtzeit. Die neuronalen Netze des Unternehmens werden in der Simulation trainiert, ohne dass große Trainingsdatensätze erforderlich sind, und in der realen Anwendung weiter verfeinert. Dort können sie bis zu 400-mal effizienter sein als herkömmliches Deep Learning. Die leichtgewichtige Architektur ist besonders energieeffizient und selbstoptimierend, wodurch kein ständiges Nachtrainieren aus der Cloud erforderlich ist. Diese eingebaute Anpassungsfähigkeit, kombiniert mit der Möglichkeit, die Modelle in bestehende Hardware einzubetten, macht Luffys Modelle besonders geeignet für komplexe Edge-Anwendungen wie Industriemotoren, Frequenzumrichter, thermische Steuerung und Robotik.
Weitere Informationen: https://luffy.ai/
Über BGF
BGF hat seit 2011 fünf Milliarden Pfund in 650 Unternehmen investiert. BGF stellt flexibles Kapital als Minderheitsinvestor bereit. Die Erstinvestments liegen bei Wachstumsunternehmen zwischen drei und 30 Millionen Pfund und bei Unternehmen in früheren Phasen zwischen drei und zehn Millionen Pfund. BGF stellt Folgefinanzierungen zur Unterstützung des weiteren Wachstums bereit und begleitet Unternehmen mit maßgeschneiderter Unterstützung von der Investition bis zum Exit.
www.bgf.co.uk / @BGF
Über MIG Capital
MIG Capital zählt zu den führenden deutschen VC-Investoren. MIG investiert über die MIG Fonds in junge Deep-Tech- und Life-Sciences-Unternehmen im deutschsprachigen Europa und darüber hinaus. Das Unternehmen hat bisher über 770 Millionen Euro in rund 60 Unternehmen investiert. MIG-Portfoliounternehmen entwickeln Innovationen unter anderem in den Bereichen Biopharmazeutika, Energie- und Umwelttechnologien, Advanced Computing, Digitalisierung / IoT, Medizintechnik und Digital Health. Das Beteiligungsportfolio besteht derzeit aus mehr als 30 Unternehmen.
MIGs Investmentteam setzt sich aus einer engagierten Expertengruppe von Ingenieuren, Naturwissenschaftlern, Medizinern und Unternehmern zusammen, die in analytischen und kreativen Prozessen Risiken und Chancen von Geschäftsmodellen und Technologien bewerten. Ihre Reputation, ihre Erfahrung und ihr Netzwerk ermöglichen einen hervorragenden Zugang zu Unternehmen, Institutionen und Entscheidungsträgern, um das Wachstum ihrer Portfoliounternehmen zu unterstützen.
In den vergangenen Jahren realisierte MIG Capital mehr als zehn erfolgreiche Verkäufe, darunter in jüngerer Zeit der Portfoliounternehmen Siltectra (an Infineon) und Hemovent (an MicroPort) und platzierte mit BRAIN, NFON, BioNTech und Immatics mehrere Unternehmen an der Börse.
Für weitere Informationen: www.mig.ag, www.mig-fonds.de. LinkedIn: MIG Capital
Pressekontakt: Konatkt MIG Capital Dr. Nicolas Rose-André +49-151-184-11878 na@mig.ag Pressekontakt Sophia Muhr +49-176-962-37796 sm@mig.ag
Weiteres Material: www.presseportal.de Quelle: MIG Capital
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US-Fußballstar Balogun darf gegen Belgien spielen
Die amerikanische Fußball-Nationalmannschaft kann im WM-Achtelfinale gegen Belgien mit Stürmerstar Folarin Balogun auflaufen. Nachdem der Fußball-Weltverband überraschend die Rotsperre des Angreifers auf Bewährung ausgesetzt hatte, erklärte die FIFA nun eine Beschwerde des belgischen Verbands dagegen für unzulässig.
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Trump zu Balogun-Sperre: «Habe FIFA um Überprüfung gebeten»
US-Präsident Donald Trump hat bestätigt, die FIFA im Wirbel um die Rot-Sperre von US-Stürmer Folarin Balogun bei der Fußball-WM selbst um eine Überprüfung gebeten zu haben. «Ich habe um eine Überprüfung gebeten, weil ich nicht dachte, dass es ein Foul war», sagte Trump.
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Maritime Zulieferer: «Der Branche geht es exzellent gut»
Deutschlands maritime Zuliefererindustrie rechnet dank florierender Geschäfte bei Reedereien mit anhaltendem Wachstum. Mehr als 80 Prozent der Mitglieder erwarteten zunehmende oder konstanten Auftragseingänge, berichtete die Marinesparte des Maschinenbauverbandes VDMA. Die Auftragseingänge stiegen demnach 2025 um fünf Prozent.
«Der Branche geht es exzellent gut», sagte der Vorsitzende des Verbands, Martin Johannsmann. Die Reedereien profitierten von einer guten Ertragslage und reinvestierten einen großen Teil der Gewinne. Die Mittel flössen in den Neubau von Schiffen und in die Modernisierung und Instandhaltung der Flotten, was auch den Bedarf an Ersatzteilen steigere.
2025 steigerte die maritime Zuliefererindustrie das vierte Jahr in Folge die Umsätze – und zwar im Vergleich zum Vorjahr um 5,2 Prozent auf 12,5 Milliarden Euro. Dieses Jahr erwartet der VDMA einen Umsatz von 13 Milliarden Euro, was einem Plus von vier Prozent entspräche.
Heterogene Branche
Der VDMA Marine Equipment and Systems arbeitet mit unterschiedlichen Segmenten der Schifffahrt zusammen und beliefert beispielsweise Werften, die Kreuzfahrtschiffe, Jachten und Marineschiffe bauen. «Die Schifffahrtzulieferung ist eine sehr heterogene Branche», sagte Johannsmann. Die Zuliefererindustrie sei dadurch nicht von einer Kundengruppe abhängig.
Deutschlands maritime Zulieferer sitzen nicht allein an der Küste, sondern verteilen sich auf Deutschland. Die meisten Umsätze werden von Unternehmen in Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen erzielt. Geld wird überwiegend im Ausland verdient, die Exportquote lag bei hohen 80 Prozent.
Die Mitglieder des Verbands beliefern Schiffbauer, Reedereien und Unternehmen der Öl- und Gasindustrie auf See. Dem Verband zufolge beschäftigt die Branche rund 65.000 Mitarbeiter.
U-Boote aus Deutschland für Kanada
Den jüngst bekanntgewordenen Großauftrag für den Kieler Marineschiffbauer TKMS lobte der Verband. Das sei ein Erfolg für den Standort Deutschland. Die Zulieferindustrie sei jedoch aufgrund ihrer Exportstärke an solchen Aufträgen beteiligt, unabhängig davon, wo die U-Boote gebaut würden. Der VDMA gehe aber davon aus, dass die Branche vom TKMS-Auftrag profitiere.
Am Montag wurde bekannt, dass TKMS bis zu zwölf U-Boote nach Kanada liefern soll. Das hatte der kanadische Premierminister Mark Carney mitgeteilt. Der deutsche Hersteller stach einen südkoreanischen Konkurrenten aus. Der Vertrag muss aber noch ausgehandelt werden.
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US-Präsident Donald Trump hat bestätigt, die FIFA im Wirbel um die Rot-Sperre von US-Stürmer Folarin Balogun bei der Fußball-WM selbst um eine Überprüfung gebeten zu haben. «Ich habe um eine Überprüfung gebeten, weil ich nicht dachte, dass es ein Foul war», sagte Trump.
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Kabinett beschließt Haushaltsentwurf – höhere Schulden
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Weidel als AfD-Co-Chefin wiedergewählt
Alice Weidel bleibt Co-Chefin der AfD. Der Parteitag in Erfurt bestätigte die 47-Jährige ohne Gegenkandidaten mit 81 Prozent im Amt. Sie steht seit 2022 gemeinsam mit Tino Chrupalla an der Spitze der AfD.
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