Der britische Premierminister Keir Starmer will trotz Rücktrittsforderungen im Amt bleiben. Seine Partei habe ein Verfahren zur Absetzung des Vorsitzenden, dieses sei aber nicht eingeleitet worden, sagte Starmer Regierungsangaben zufolge während einer Kabinettssitzung am Morgen.
Autor: Stojancho Gjorgjiev
-
Regierung: Starmer will im Amt bleiben
Der britische Premierminister Keir Starmer will trotz Rücktrittsforderungen im Amt bleiben. Seine Partei habe ein Verfahren zur Absetzung des Vorsitzenden, dieses sei aber nicht eingeleitet worden, sagte Starmer Regierungsangaben zufolge während einer Kabinettssitzung am Morgen.
-
Selbstfahrende Teslas bringen Schüler und Senioren ans Ziel
Wer auf dem Land wohnt und kein Auto hat, hat es schwer. Wenn dann auch keine Busse fahren, ist man aufgeschmissen: Das ist gerade für Schüler und ältere Menschen ein Problem. Genau diese Personen nimmt ein Pilotprojekt in der Eifel in den Blick: Sie können sich jetzt mit einem selbstfahrenden Tesla kostenlos zur Schule oder zum Arzt bringen lassen.
Das Projekt ist eine Kooperation zwischen der Verbandsgemeinde Arzfeld, dem Eifelkreis Bitburg-Prüm und dem Maschinenbauer Tesla Automation in der Eifelstadt Prüm. Es ist auch deshalb bundesweit einmalig, weil die Teslas hier als Shuttle bereits zu Testzwecken mit dem Software-Update «Full Self-Driving» (Überwacht) fahren, das bundesweit noch nicht zugelassen ist.
«Es ist so entspannt»
Die Auszubildenden Emilia Fuchs und Lukas Müller steigen an der Berufsbildenden Schule in Gerolstein in den Tesla ein. Im Auto immer mit dabei ist ein Fahrer, der im Notfall eingreifen kann. Er gibt das Ziel Bitburg ein: Das Lenkrad dreht sich von allein, der Fahrer legt seine Hände auf die Knie.
Die rund 40 Kilometer lange Strecke geht über kurvige Landstraßen, durch Kreisverkehre, an Baustellen vorbei. Das Auto fährt selbstständig: Es setzt den Blinker, biegt ab, erkennt kreuzende Fußgänger, fährt links an einem parkenden Auto vorbei. Der Fahrer greift nur einmal ein, um das Tempo nach oben zu regulieren.
«Ich finde die Fahrt super. Es ist so entspannt», sagt der 20-jährige Müller, der Elektroniker für Betriebstechnik lernt. «Ich fühle mich sicherer, als wenn ich selbst fahren würde.» Die angehende Industriekauffrau Fuchs (22) meint: «Ich fand es anfangs ein bisschen befremdlich, aber nach ein paar Minuten, als ich gesehen habe, es funktioniert, bin ich schon beruhigter gewesen.»
Senioren lassen sich zum Arzt oder Einkaufen fahren
Das Projekt läuft seit Dezember. Und zwar so gut, dass es nun auf weitere Landkreise ausgeweitet wird, wie der Landrat des Eifelkreises Bitburg-Prüm, Andreas Kruppert (CDU), sagt. «Wir testen das jetzt in einer relativ großen Region, die eine gute halbe Million Menschen abdeckt.» Statt an zwei Tagen sollen die Shuttles künftig nach Bedarf an fünf Tagen eingesetzt werden.
«Wir sehen beim autonomen Fahren gerade für den ländlichen Raum eine riesige Chance.» Es gebe in der Eifel viele kleine und kleinste Gemeinden. «Und wir haben immer weite Wege.» Schon jetzt gebe es viele Rufbus-Systeme, um den öffentlichen Personennahverkehr flächendeckend hinzubekommen. Eine attraktive zeitliche Taktung bleibe aber schwierig.
Das Tesla-Angebot in der Verbandsgemeinde ist an das ehrenamtliche Bürgerbus-Projekt Arzfeld angedockt. «Wir haben von Anfang an ein positives Feedback gehabt», sagt Bürgermeister Johannes Kuhl (CDU). Senioren nutzen die Teslas von den kleinsten Gehöften zur Fahrt zur Apotheke, zum Arzt oder zum Einkaufen. «Und wir zeigen: Innovationsprojekte müssen nicht immer im urbanen Raum starten. Das funktioniert auch im Ländlichen.»
Bisher mussten Fahrer kaum eingreifen
Zwischenfälle bei den Tesla-Fahrten in der Eifel habe es bisher keine gegeben. In wenigen Fällen griff der Fahrer ein: Einmal zum Beispiel, als das Auto in eine Sackgasse fuhr und auf einem engen Parkplatz wenden wollte. Es ist das erste Shuttle-Projekt in Europa, bei dem die Teslas mit FSD (Überwacht) fahren.
Dieses fortgeschrittene Assistenzsystem können Tesla-Fahrer in den USA schon seit Jahren nutzen. Für die europäischen Länder hat das Unternehmen die Zulassung beantragt. Als erstes Land haben die Niederlande im April grünes Licht gegeben. Wann das Go für Deutschland kommt, ist noch offen.
Das Eifeler Projekt sieht Tesla auch als weiteren internen Test an. Hier sind zwei Tesla Model Y im Einsatz, die in Grünheide bei Berlin gebaut wurden. Das Unternehmen Tesla Automation, das hochautomatisierte Produktionslinien für die Fabriken des Elektroautobauers Tesla weltweit herstellt, zählt rund 1.900 Mitarbeiter an vier Standorten: Prüm und Neuwied in Rheinland-Pfalz sowie Neutraubling in Bayern und das baden-württembergische Reutlingen.
«K.I.T.T, fahr mich!»
Dass die jungen Leute die Fahrten in dem Hightech-Shuttle cool finden – das habe man erwartet, sagt der Landrat. Bei älteren Menschen sei er aber anfangs von Vorbehalten ausgegangen. War aber nicht so: «Viele sind begeistert und nutzen das Angebot regelmäßig», sagt Kuhl. Bei Anfragen werde heute explizit gefragt, ob der Tesla kommen könne.
Wenn das System eines Tages voll autonom unterwegs sein könnte, wäre es natürlich noch breiter einsetzbar, sagt Kuhl. Er selbst würde es dann auch gerne nutzen. Gerade bei Terminen am Wochenende: «Da würde ich mich dann ins Auto setzen und wie früher in der Fernsehserie „Knight Rider“ zum Auto sagen: „K.I.T.T., fahr mich!“»
-
EU-Einigung: Mehr wichtige Medikamente in Europa herstellen
Im Kampf gegen Engpässe bei lebenswichtigen Medikamenten in der EU haben sich Unterhändler in Brüssel auf Regeln geeinigt, um die Produktion von Arzneimitteln leichter mit öffentlichen Geldern unterstützen zu können. Das teilten die Vertreter des Europäischen Parlaments und der Mitgliedstaaten mit.
-
Produktionsstätte für Plastikersatz in Hamburg eröffnet
Das Unternehmen Traceless hat in Hamburg-Harburg eine Produktionsstätte für Plastikersatz eröffnet. Das Bundesumweltministerium, das das Projekt mit rund fünf Millionen Euro gefördert hat, bezeichnete die Anlage als die weltweit erste ihrer Art. «Solche Ideen brauchen wir für erfolgreichen Klima- und Umweltschutz», sagte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) laut einer Mitteilung. Schneider zufolge kann das Material, das Traceless erzeugt, konventionelles Plastik ersetzen.
Traceless investiert nach eigenen Angaben mehr als 20 Millionen Euro in die Produktionsstätte. An dem Standort, dem neuen Hauptsitz, sind auch Vertrieb, Entwicklung, Logistik und Verwaltung angesiedelt. Rund 3.000 Tonnen Plastikersatz will Traceless im Jahr herstellen können. Zu den Kunden zählen der Händler Otto und der Verpackungshersteller Mondi, wie es heißt.
Traceless gibt an, den Plastikersatz aus pflanzlichen Reststoffen der Agrarindustrie herzustellen. Genauer gesagt geht es um Nebenprodukte der Getreideverarbeitung. Die von Traceless produzierten Granulate seien selbst kein Plastik. Die neue Produktionsanlage ist dem Unternehmen zufolge teils schon in Betrieb genommen worden. Die Fertigung soll in den nächsten Monaten hochgefahren werden, wie das Unternehmen mitteilte.
Traceless ist den Angaben nach 2020 gegründet worden und beschäftigt etwa 110 Mitarbeiter. Im niedersächsischen Buchholz in der Nordheide betrieb das Unternehmen eine sogenannte Pilotanlage, also eine Testanlage. Traceless plant laut Mitteilung, die Produktionskapazitäten in Zukunft auszubauen. Der Bau einer noch größeren Anlage sei bereits in Planung.
-
Bayern-Funktionärin Krüger wird Sportvorständin beim HSV
Die frühere Profi-Fußballerin Kathleen Krüger wird neue Sportvorständin beim Fußball-Bundesligisten Hamburger SV und damit Nachfolgerin von Stefan Kuntz. Das teilte der norddeutsche Club mit. Die 40-Jährige war zuletzt Funktionärin beim FC Bayern München und betreute den Rekordmeister zuvor als Teammanagerin.
-
Anschlag in Hamburg geplant? 17-Jähriger festgenommen
Ein 17-jähriger Syrer soll einen Terroranschlag in Hamburg geplant haben und ist deshalb festgenommen worden. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft Hamburg mit.
-
Deutsche Messe setzt auf neue Vorstände und Masterplan
Die Deutsche Messe stellt sich angesichts schwieriger Zeiten im internationalen Messegeschäft neu auf und nimmt dabei auch die Zukunft ihres Geländes in Hannover in den Blick. Messe-Chef Jochen Köckler bleibt Vorstandsvorsitzender, bekommt aber zwei weitere Vorstände an die Seite, wie das niedersächsische Wirtschaftsministerium mitteilte. Das Führungstrio soll das Unternehmen strategisch neu ausrichten und einen langfristigen Masterplan entwickeln.
Niedersachsens Wirtschaftsminister und Aufsichtsratschef Grant Hendrik Tonne (SPD) sprach von einem «tiefgreifenden Wandel» der Branche. Das Messegeschäft sei wirtschaftlich «enorm herausfordernd», zugleich gebe es Chancen für starke Standorte wie Hannover.
Ziel sei es, den Standort zu sichern, Arbeitsplätze zu erhalten und den Ruf der Messe national wie international zu festigen. «Das Wohl der Messe ist immer eine zentrale landespolitische Angelegenheit gewesen und sie ist es nach wie vor», sagte der Minister. Das Land Niedersachsen hält 50 Prozent der Anteile an der Deutschen Messe.
Hannover Messe schrumpft deutlich
Aushängeschild der Messegesellschaft ist die Hannover Messe, die zuletzt mit einem deutlichen Rückgang bei Besuchern und Ausstellern zu kämpfen hatte. In diesem Jahr kamen rund 110.000 Besucher. 2027 soll die weltweit bekannte Industrieschau nur noch vier statt bislang fünf Tage dauern.
2019 habe die Hannover Messe noch mehr als 200.000 vermietete Quadratmeter umfasst, sagte Tonne. In diesem Jahr seien es nur noch etwas mehr als 80.000 Quadratmeter gewesen. «Und das auch nur dank einer wirklichen Kraftanstrengung aller Beteiligten, um das zu organisieren.»
Nun müsse die Messe neue Veranstaltungen nach Hannover holen, um zusätzliche Besuchergruppen anzusprechen und das Gelände besser auszulasten, sagte Tonne. Ein Beispiel sei die Verteidigungs- und Sicherheitsmesse DSEI Germany, die im kommenden Jahr erstmals auf dem Gelände stattfindet. Das zeige, «dass Hannover neue Formate kann».
Neue Köpfe für den Neustart
Es brauche ein nachhaltiges und selbsttragendes Geschäftsmodell. «Das haben wir derzeit so nicht, und deswegen braucht es dort eine Verstärkung und auch eine Konzentration darauf», sagte Tonne. Trotz des größten Messegeländes in Deutschland spiele Hannover wirtschaftlich derzeit nicht in einer Liga mit Standorten wie Frankfurt, München oder Düsseldorf. Deshalb gebe es kurzfristigen Handlungsbedarf.
Dafür holt die Messe zwei neue Manager in die Führung. Holger Feist gehört seit Anfang Mai zum Vorstand und soll neue Geschäftsfelder entwickeln sowie die Digitalisierung vorantreiben. Ab dem 18. Mai kommt Konstantin Kühl hinzu. Er soll den Masterplan für die Messe erarbeiten. Der Vorstandsvorsitzende Jochen Köckler soll sich weiter um das klassische Messegeschäft kümmern.
Kein Investor in Sicht
Nach Angaben von Tonne soll der Masterplan die Zukunft des gesamten Messegeländes in den Blick nehmen. Dabei gehe es unter anderem um den künftigen Bedarf an Hallen und Flächen, mögliche neue Nutzungskonzepte sowie Themen wie Modernisierung, Flexibilität und Energieeffizienz. Auch die Frage, welche Bereiche langfristig womöglich nicht mehr benötigt werden, müsse beantwortet werden.
Über mögliche neue Investoren wird inzwischen ebenfalls gesprochen. Einen strategischen Partner für die Deutsche Messe, wie ihn CDU-Fraktionschef Sebastian Lechner zuletzt ins Spiel gebracht hatte, schloss Tonne nicht grundsätzlich aus. Ein solcher Investor müsse allerdings zur Ausrichtung und zum Selbstverständnis des Unternehmens passen. «So etwas gibt es bisher nicht, um das auch deutlich zu sagen.»
-
Deutsche Messe setzt auf neue Vorstände und Masterplan
Die Deutsche Messe stellt sich angesichts schwieriger Zeiten im internationalen Messegeschäft neu auf und nimmt dabei auch die Zukunft ihres Geländes in Hannover in den Blick. Messe-Chef Jochen Köckler bleibt Vorstandsvorsitzender, bekommt aber zwei weitere Vorstände an die Seite, wie das niedersächsische Wirtschaftsministerium mitteilte. Das Führungstrio soll das Unternehmen strategisch neu ausrichten und einen langfristigen Masterplan entwickeln.
Niedersachsens Wirtschaftsminister und Aufsichtsratschef Grant Hendrik Tonne (SPD) sprach von einem «tiefgreifenden Wandel» der Branche. Das Messegeschäft sei wirtschaftlich «enorm herausfordernd», zugleich gebe es Chancen für starke Standorte wie Hannover.
Ziel sei es, den Standort zu sichern, Arbeitsplätze zu erhalten und den Ruf der Messe national wie international zu festigen. «Das Wohl der Messe ist immer eine zentrale landespolitische Angelegenheit gewesen und sie ist es nach wie vor», sagte der Minister. Das Land Niedersachsen hält 50 Prozent der Anteile an der Deutschen Messe.
Hannover Messe schrumpft deutlich
Aushängeschild der Messegesellschaft ist die Hannover Messe, die zuletzt mit einem deutlichen Rückgang bei Besuchern und Ausstellern zu kämpfen hatte. In diesem Jahr kamen rund 110.000 Besucher. 2027 soll die weltweit bekannte Industrieschau nur noch vier statt bislang fünf Tage dauern.
2019 habe die Hannover Messe noch mehr als 200.000 vermietete Quadratmeter umfasst, sagte Tonne. In diesem Jahr seien es nur noch etwas mehr als 80.000 Quadratmeter gewesen. «Und das auch nur dank einer wirklichen Kraftanstrengung aller Beteiligten, um das zu organisieren.»
Nun müsse die Messe neue Veranstaltungen nach Hannover holen, um zusätzliche Besuchergruppen anzusprechen und das Gelände besser auszulasten, sagte Tonne. Ein Beispiel sei die Verteidigungs- und Sicherheitsmesse DSEI Germany, die im kommenden Jahr erstmals auf dem Gelände stattfindet. Das zeige, «dass Hannover neue Formate kann».
Neue Köpfe für den Neustart
Es brauche ein nachhaltiges und selbsttragendes Geschäftsmodell. «Das haben wir derzeit so nicht, und deswegen braucht es dort eine Verstärkung und auch eine Konzentration darauf», sagte Tonne. Trotz des größten Messegeländes in Deutschland spiele Hannover wirtschaftlich derzeit nicht in einer Liga mit Standorten wie Frankfurt, München oder Düsseldorf. Deshalb gebe es kurzfristigen Handlungsbedarf.
Dafür holt die Messe zwei neue Manager in die Führung. Holger Feist gehört seit Anfang Mai zum Vorstand und soll neue Geschäftsfelder entwickeln sowie die Digitalisierung vorantreiben. Ab dem 18. Mai kommt Konstantin Kühl hinzu. Er soll den Masterplan für die Messe erarbeiten. Der Vorstandsvorsitzende Jochen Köckler soll sich weiter um das klassische Messegeschäft kümmern.
-
Deutsche Messe setzt auf neuen Vorstand und Masterplan
Die Deutsche Messe stellt sich angesichts schwieriger Zeiten im internationalen Messegeschäft neu auf und nimmt dabei auch die Zukunft ihres Geländes in Hannover in den Blick. Ein neuer dreiköpfiger Vorstand soll das Unternehmen umbauen und einen langfristigen Masterplan entwickeln, wie das niedersächsische Wirtschaftsministerium mitteilte. Das Land Niedersachsen hält 50 Prozent der Anteile an der Deutschen Messe.
Wirtschaftsminister und Aufsichtsratschef Grant Hendrik Tonne (SPD) sprach von einem «tiefgreifenden Wandel» der Branche. Das Messegeschäft sei wirtschaftlich «enorm herausfordernd», zugleich gebe es Chancen für starke Standorte wie Hannover. Ziel sei es, den Standort zu sichern, Arbeitsplätze zu erhalten und den Ruf der Messe national wie international zu festigen. «Das Wohl der Messe ist immer eine zentrale landespolitische Angelegenheit gewesen und sie ist es nach wie vor», sagte der Minister.
Hannover Messe schrumpft deutlich
Aushängeschild der Messegesellschaft ist die Hannover Messe, die zuletzt mit einem deutlichen Rückgang bei Besuchern und Ausstellern zu kämpfen hatte. In diesem Jahr kamen rund 113.000 Besucher. 2027 soll die weltweit bekannte Industrieschau nur noch vier statt bislang fünf Tage dauern.
2019 habe die Hannover Messe noch mehr als 200.000 vermietete Quadratmeter umfasst, sagte Tonne. In diesem Jahr seien es nur noch etwas mehr als 80.000 Quadratmeter gewesen. «Und das auch nur dank einer wirklichen Kraftanstrengung aller Beteiligten, um das zu organisieren.»
Nun müsse die Messe neue Veranstaltungen nach Hannover holen, um zusätzliche Besuchergruppen anzusprechen und das Gelände besser auszulasten, sagte Tonne. Ein Beispiel sei die Verteidigungs- und Sicherheitsmesse DSEI Germany, die im kommenden Jahr erstmals auf dem Gelände stattfindet. Das zeige, «dass Hannover neue Formate kann».
Neue Köpfe für den Neustart
Es brauche ein nachhaltiges und selbsttragendes Geschäftsmodell. «Das haben wir derzeit so nicht, und deswegen braucht es dort eine Verstärkung und auch eine Konzentration darauf», sagte Tonne. Trotz des größten Messegeländes in Deutschland spiele Hannover wirtschaftlich derzeit nicht in einer Liga mit Standorten wie Frankfurt, München oder Düsseldorf. Deshalb gebe es kurzfristigen Handlungsbedarf.
Dafür holt die Messe zwei neue Manager in die Führung. Holger Feist gehört seit Anfang Mai zum Vorstand und soll neue Geschäftsfelder entwickeln sowie die Digitalisierung vorantreiben. Ab dem 18. Mai kommt Konstantin Kühl hinzu. Er soll den Masterplan für die Messe erarbeiten. Der Vorstandsvorsitzende Jochen Köckler soll sich weiter um das klassische Messegeschäft kümmern.