Autor: Stojancho Gjorgjiev

  • CDU sagt Klausurtagung wegen Wetterwarnungen ab

    Der CDU-Vorstand hat seine Klausurtagung in Mainz wegen der aktuellen Wetterwarnungen abgesagt. «Aufgrund der eindringlichen Wetterwarnungen und der damit verbundenen Gefahrenlage sowie den angekündigten Zug- und Flugausfällen sehen wir uns leider gezwungen, unsere Jahresauftaktklausur am kommenden Freitag und Samstag abzusagen», teilte eine Parteisprecherin mit.

  • Zwei Brandenburger Minister treten aus BSW aus

    Nach dem Bruch der SPD/BSW-Koalition in Brandenburg treten Gesundheitsministerin Britta Müller und Verkehrsminister Detlef Tabbert aus dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) aus. Das teilten sie in einer Erklärung mit, die der dpa vorliegt. Zuvor berichteten die «Potsdamer Neuesten Nachrichten».

  • Deutsche Produktion steigt unerwartet – aber Export leidet

    In der deutschen Industrie mehren sich die Anzeichen für ein Ende der jahrelangen Talfahrt. Im November stieg die Produktion von Industrie, Bau und Energieversorgern überraschend den dritten Monat in Folge – vor allem dank starker Zuwächse in der Autobranche. Einen empfindlichen Dämpfer gab es dagegen für die Exporteure, die im wichtigen Geschäft mit den USA starke Rückgänge hinnehmen mussten. Ökonomen sehen unterm Strich dennoch immer mehr Signale, dass die Wirtschaft im neuen Jahr wieder in Fahrt kommt. 

    Die jüngsten Daten unterstreichen, «dass es langsam aufwärtsgeht mit der Konjunktur der deutschen Industrie», sagte Analyst Jens-Oliver Niklasch von der Landesbank Baden-Württemberg. 

    Aus Sicht von Thomas Gitzel, Chefvolkswirt bei der Liechtensteiner VP Bank, dürfte die deutsche Wirtschaft zum Jahresende 2025 gewachsen sein. Die Industrieproduktion lasse darauf schließen, «dass das gesamtwirtschaftliche Wachstum im vierten Quartal klar über der Nullmarke liegen wird». Füllten sich die Auftragsbücher, werde die Produktion und in Folge auch die Exporte davon profitieren. «Es gibt also begründeten Anlass zur Hoffnung, dass die deutsche Wirtschaft im Jahr 2026 um einiges stärker wachsen sollte.»

    Autobranche stellt mehr her

    In der Industrie allein legte die Produktion im November um 2,1 Prozent zu – angetrieben nicht nur von der Autobranche, sondern auch vom Maschinenbau, einer weiteren Schlüsselbranche. Die Energiezeugung sank dagegen kräftig. Zusammen mit leichten Rückgängen am Bau wuchs die Produktion um 0,8 Prozent, während Experten einen Rückgang erwartet hatten. Schon am Donnerstag waren Daten zu Industrieaufträgen überraschend stark ausgefallen.

    «Exportwirtschaft droht Anschluss zu verlieren»

    Gegenwind bekommt die deutsche Wirtschaft aber vom Export, der im November deutlich um 2,5 Prozent auf rund 128 Milliarden Euro nachgab. Dirk Jandura, Präsident des Außenhandelsverbands BGA, sprach von einem «weiteren Warnsignal für den Wirtschaftsstandort Deutschland».

    Vor allem die wichtigen Exporte in die USA schrumpften angesichts der Zölle von Präsident Donald Trump kräftig um 4,2 Prozent zum Vormonat auf 10,8 Milliarden Euro. Im Vorjahresvergleich lagen die Ausfuhren in die USA sogar fast ein Viertel niedriger. «Das unterstreicht einmal mehr, wie sehr dieser einstige Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft ins Stottern geraten ist», sagt Marcus Schattenberg, Volkswirt bei der Deutschen Bank. 

    Auch in die EU-Staaten wurde deutlich weniger exportiert, während die Ausfuhren nach China um 3,4 Prozent zulegten. DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier sieht ein geteiltes Bild. Problematisch bleibe die Beziehung zum wichtigsten Exportland, den USA. «Da ist es nur ein schwacher Trost, dass China die Rolle unseres wichtigsten Handelspartners wieder übernimmt.»

    Gestiegene Importe nach Deutschland und die höhere Industrieproduktion wertete Treier als «erste Anzeichen für eine nachhaltige Stabilisierung der Industrie zum Jahresende».

    Zwar habe sich die Industrieproduktion gefangen, meint auch Nils Jannsen, Leiter Konjunktur Deutschland am Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW). Doch insgesamt dürfte die Herstellung 2025 rund 14 Prozent niedriger liegen als 2018. In den vergangenen sieben Jahren sei die Industrieproduktion nur 2021 gestiegen, damals mit einer Teil-Erholung von der Corona-Pandemie.

    Ökonomen: Es geht langsam aufwärts

    Die Krise der Industrie, die im großen Stil Jobs streicht, ist ein wesentlicher Grund für die Flaute der deutschen Wirtschaft, die zwei Jahre in Folge geschrumpft ist und 2025 stagnieren dürfte. In diesem Jahr erwarten Ökonomen wieder Wachstum – nicht zuletzt, weil die milliardenschweren Staatsausgaben für Rüstung und Infrastruktur die Konjunktur anschieben. 

    Die positiven Signale aus der Industrie würden zwar von schwachen Exporten und einem geringen privaten Konsum überschattet, meint Carsten Brzeski, Chefvolkswirt bei der ING Bank. «Die ersten Anzeichen einer industriellen Wende, zusammen mit der vollständigen Umsetzung der Konjunkturprogramme, bestärken jedoch unsere Einschätzung, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr endlich wieder wachsen wird.»

  • Exportflaute verschärft Handlungsdruck

    „Die Zahlen sind ein weiteres Warnsignal für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Die Exportwirtschaft wird zunehmend zwischen schwacher Auslandsnachfrage, geopolitischen Risiken und wachsendem Wettbewerbsdruck zerrieben. Um Abhängigkeiten zu reduzieren und neue Wachstumsperspektiven zu eröffnen, muss das Mercosur-Abkommen heute endlich beschlossen werden“, fordert Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum deutschen Export.

    „Der sogenannte Chinaschock ist längst Realität – deutsche und europäische Anbieter geraten preislich immer stärker ins Hintertreffen. Die steigenden Importe aus China sind dabei Ausdruck einer noch vergleichsweise stabilen deutschen Binnenkonjunktur und eines höheren Bedarfs an importierten Vorleistungen. Sie ändern jedoch nichts an der strukturellen Schwäche des Außenhandels. Belastend ist auch der Einbruch im US-Geschäft, der unsere zentralen Exportbranchen wie die Automobilindustrie und den Maschinenbau trifft. Unser exportorientiertes Geschäftsmodell wird von außen zunehmend infrage gestellt, ohne dass es bislang eine schlüssige politische Antwort darauf gibt“, warnt Jandura.

    „Ganz oben auf der Agenda der Politik muss daher eine strategische Neuausrichtung der deutschen Außenwirtschaftspolitik stehen. Deutschland braucht jetzt eine aktive, strategische Außenwirtschaftspolitik, die Unternehmen bei Diversifizierung, Markterschließung und resilienten Lieferketten unterstützt – andernfalls droht ein schleichender Verlust an Wettbewerbsfähigkeit. Notwendig sind hierfür eine Bündelung der Zuständigkeiten, der Abbau von Doppelstrukturen und eine konsequentere Nutzung bestehender Förderinstrumente. Zudem muss die Außenwirtschaftspolitik deutlich enger mit Sicherheits- und Wirtschaftsschutzfragen verzahnt werden“, so der BGA-Präsident abschließend.

    Während laut Statistischem Bundesamt (DESTATIS) die Exporte gegenüber dem Vormonat um 2,5 Prozent zurückgingen, stiegen die Importe weiter an. Im Jahresvergleich zeigt sich ein ähnliches Bild: sinkende Ausfuhren bei deutlich steigenden Einfuhren. Der Außenhandelsüberschuss schrumpft weiter spürbar. Konkret sind im November 2025 die deutschen Exporte gegenüber Oktober 2025 kalender- und saisonbereinigt um 2,5 Prozent gesunken, während die Importe um 0,8 Prozent stiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2024 nahmen die Exporte um 0,8 Prozent ab, die Importe legten hingegen um 5,4 Prozent zu.

    9. Januar 2026

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    Quelle:            BGA Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V.
  • Deutsche Industrie bleibt überraschend auf Erholungskurs

    In der deutschen Industrie mehren sich die Anzeichen für ein Ende der Krise. In den Betrieben des verarbeitenden Gewerbes ist die Produktion im November dank starker Zuwächse in der Autoindustrie überraschend weiter gestiegen. 

    Im Monatsvergleich legte die Fertigung um 0,8 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilt. Dies war der dritte Anstieg in Folge. Analysten hatten hingegen einen Dämpfer erwartet und waren im Schnitt von einem Rückgang zum Oktober um 0,7 Prozent ausgegangen.

    Zudem wurden die Produktionsdaten für den Vormonat nach oben revidiert. Im Oktober war die Fertigung demnach um 2,0 Prozent gestiegen. Zuvor war ein Zuwachs um 1,8 Prozent gemeldet worden.

    Vor allem Zuwächse in der Automobilindustrie 

    «Die positive Entwicklung der Produktion im November 2025 ist maßgeblich auf die Zuwächse in der Automobilindustrie zurückzuführen», hieß es. Hier meldete das Bundesamt einen Anstieg um 7,8 Prozent im Monatsvergleich. Auch der Bereich Maschinenbau habe zum positiven Ergebnis beigetragen. Negativ habe sich ein Rückgang in der Energieerzeugung um 7,8 Prozent ausgewirkt.

    Auch die Entwicklung im Jahresvergleich überraschte positiv. Hier wurde für November ein Zuwachs um 0,8 Prozent ermittelt, während Analysten mit einem Rückgang um 1,0 Prozent gerechnet hatten. 

    Bereits am Donnerstag waren Daten zum Auftragseingang in der Industrie überraschend stark ausgefallen, was bei Ökonomen die Hoffnung auf ein Ende der Talfahrt in der deutschen Industrie weckte.

    Ifo: Autohersteller weniger pessimistisch

    Nach Angaben des Ifo-Instituts hat sich die Stimmung in der Automobilindustrie im Dezember 2025 leicht verbessert. Der Geschäftsklimaindex stieg demnach auf minus 19,8 Punkte von saisonbereinigt minus 20,2 Punkten im November. Während die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage dem Ifo zufolge schlechter beurteilen, sehen sie den kommenden Monaten weniger pessimistisch entgegen. «Einen Lichtblick stellt die Entwicklung bei der Elektromobilität dar», sagt Ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl. 

    Ökonomen: Es geht langsam aufwärts

    Die jüngsten Daten unterstreichen, «dass es langsam aufwärts geht mit der Konjunktur der deutschen Industrie», kommentierte Analyst Jens-Oliver Niklasch von der Landesbank Baden-Württemberg. Nach Einschätzung von Thomas Gitzel, Chefvolkswirt bei der VP Bank, lässt die Industrieproduktion darauf schließen, dass das gesamtwirtschaftliche Wachstum im vierten Quartal klar über der Nullmarke liegen werde.

    Die positiven Signale aus der Industrie würden zwar durch schwache Exporte und einen geringen privaten Konsum überschattet, sagte Carsten Brzeski, Chefvolkswirt bei der ING Bank. «Die ersten Anzeichen einer industriellen Wende, zusammen mit der vollständigen Umsetzung der Konjunkturprogramme, bestärken jedoch unsere Einschätzung, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr endlich wieder wachsen wird.»

  • Deutsche Industrie bleibt überraschend auf Erholungskurs

    In der deutschen Industrie mehren sich die Anzeichen für ein Ende der Krise. In den Betrieben des verarbeitenden Gewerbes ist die Produktion im November dank starker Zuwächse in der Autoindustrie überraschend weiter gestiegen. 

    Im Monatsvergleich legte die Fertigung um 0,8 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilt. Dies war der dritte Anstieg in Folge. Analysten hatten hingegen einen Dämpfer erwartet und waren im Schnitt von einem Rückgang zum Oktober um 0,7 Prozent ausgegangen.

    Zudem wurden die Produktionsdaten für den Vormonat nach oben revidiert. Im Oktober war die Fertigung demnach um 2,0 Prozent gestiegen. Zuvor war ein Zuwachs um 1,8 Prozent gemeldet worden.

    Vor allem Zuwächse in der Automobilindustrie 

    «Die positive Entwicklung der Produktion im November 2025 ist maßgeblich auf die Zuwächse in der Automobilindustrie zurückzuführen», hieß es. Hier meldete das Bundesamt einen Anstieg um 7,8 Prozent im Monatsvergleich. Auch der Bereich Maschinenbau habe zum positiven Ergebnis beigetragen. Negativ habe sich ein Rückgang in der Energieerzeugung um 7,8 Prozent ausgewirkt.

    Auch die Entwicklung im Jahresvergleich überraschte positiv. Hier wurde für November ein Zuwachs um 0,8 Prozent ermittelt, während Analysten mit einem Rückgang um 1,0 Prozent gerechnet hatten. 

    Bereits am Donnerstag waren Daten zum Auftragseingang in der Industrie überraschend stark ausgefallen, was bei Ökonomen die Hoffnung auf ein Ende der Talfahrt in der deutschen Industrie weckte.

    Ifo: Autohersteller weniger pessimistisch

    Nach Angaben des Ifo-Instituts hat sich die Stimmung in der Automobilindustrie im Dezember 2025 leicht verbessert. Der Geschäftsklimaindex stieg demnach auf minus 19,8 Punkte von saisonbereinigt minus 20,2 Punkten im November. Während die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage dem Ifo zufolge schlechter beurteilen, sehen sie den kommenden Monaten weniger pessimistisch entgegen. «Einen Lichtblick stellt die Entwicklung bei der Elektromobilität dar», sagt Ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl.

  • Deutsche Industrie bleibt überraschend auf Erholungskurs

    In der deutschen Industrie mehren sich die Anzeichen für ein Ende der Krise. In den Betrieben des verarbeitenden Gewerbes ist die Produktion im November dank starker Zuwächse in der Autoindustrie überraschend weiter gestiegen. 

    Im Monatsvergleich legte die Fertigung um 0,8 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilt. Dies war der dritte Anstieg in Folge. Analysten hatten hingegen einen Dämpfer erwartet und waren im Schnitt von einem Rückgang zum Oktober um 0,7 Prozent ausgegangen.

    Zudem wurden die Produktionsdaten für den Vormonat nach oben revidiert. Im Oktober war die Fertigung demnach um 2,0 Prozent gestiegen. Zuvor war ein Zuwachs um 1,8 Prozent gemeldet worden.

    Vor allem Zuwächse in der Automobilindustrie 

    «Die positive Entwicklung der Produktion im November 2025 ist maßgeblich auf die Zuwächse in der Automobilindustrie zurückzuführen», hieß es. Hier meldete das Bundesamt einen Anstieg um 7,8 Prozent im Monatsvergleich. Auch der Bereich Maschinenbau habe zum positiven Ergebnis beigetragen. Negativ habe sich ein Rückgang in der Energieerzeugung um 7,8 Prozent ausgewirkt.

    Auch die Entwicklung im Jahresvergleich überraschte positiv. Hier wurde für November ein Zuwachs um 0,8 Prozent ermittelt, während Analysten mit einem Rückgang um 1,0 Prozent gerechnet hatten. 

    Bereits am Donnerstag waren Daten zum Auftragseingang in der Industrie überraschend stark ausgefallen, was bei Ökonomen die Hoffnung auf ein Ende der Talfahrt in der deutschen Industrie weckte.

  • Produktion im November 2025: +0,8 % zum Vormonat / Produktion in den Monaten Januar bis November 2025 mit leichtem Minus

    Produktion im Produzierenden Gewerbe

    November 2025 (real, vorläufig):

    +0,8 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)

    +0,8 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)

    Oktober 2025 (real, revidiert):

    +2,0 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)

    +1,0 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)

    Die reale (preisbereinigte) Produktion im Produzierenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im November 2025 gegenüber Oktober 2025 saison- und kalenderbereinigt um 0,8 % gestiegen. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich war die Produktion von September 2025 bis November 2025 um 0,7 % höher als in den drei Monaten zuvor. Im Oktober 2025 stieg die Produktion gegenüber September 2025 nach Revision der vorläufigen Ergebnisse um 2,0 % (vorläufiger Wert: +1,8 %). Im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2024 war die Produktion im November 2025 kalenderbereinigt 0,8 % höher.

    Deutlicher Anstieg in der Automobilindustrie

    Die positive Entwicklung der Produktion im November 2025 ist maßgeblich auf die Zuwächse in der Automobilindustrie zurückzuführen (saison- und kalenderbereinigt +7,8 % zum Vormonat). Auch die Anstiege im Maschinenbau (+3,2 %) und in der Maschinenwartung und -montage (+10,5 %) beeinflussten das Gesamtergebnis positiv. Negativ wirkte sich hingegen der Rückgang in der Energieerzeugung (-7,8 %) aus.

    Die Industrieproduktion (Produzierendes Gewerbe ohne Energie und Baugewerbe) stieg im November 2025 gegenüber Oktober 2025 saison- und kalenderbereinigt um 2,1 %. Dabei stieg die Produktion von Investitionsgütern um 4,9 %. Die Produktion von Vorleistungsgütern sank um 0,8 % und die Produktion von Konsumgütern um 0,3 %. Außerhalb der Industrie sank die Bauproduktion um 0,8 %.

    Im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2024 stieg die Industrieproduktion kalenderbereinigt um 1,3 %.

    Produktion in energieintensiven Industriezweigen gesunken

    In den energieintensiven Industriezweigen ist die Produktion im November 2025 gegenüber Oktober 2025 saison- und kalenderbereinigt um 1,5 % gesunken. Im Dreimonatsvergleich war die Produktion in den energieintensiven Industriezweigen von September 2025 bis November 2025 um 0,1 % höher als in den drei Monaten zuvor. Verglichen mit dem Vorjahresmonat November 2024 war die energieintensive Produktion im November 2025 kalenderbereinigt um 3,3 % niedriger. Eine Analyse zum Produktionsindex für energieintensive Industriezweige ist auf der Themenseite „Industrie, Verarbeitendes Gewerbe“ im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes verfügbar.

    Produktion Januar bis November 2025 mit leichtem Minus, aber positive Signale im letzten Quartal

    In den Monaten Januar bis November des Jahres 2025 lag die Produktion im Produzierenden Gewerbe kalenderbereinigt 1,2 % niedriger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Insbesondere in der Industrie (-1,3 %) und im Baugewerbe (-1,7 %) ging die Produktion zurück. Die Energieerzeugung stieg hingegen um 2,0 %.

    In der Industrie ist der Rückgang maßgeblich auf die Entwicklung in der Automobilindustrie (-2,4 %), in den energieintensiven Industriezweigen (-2,6 %) und im Maschinenbau (-2,3 %) zurückzuführen.

    Betrachtet man die längerfristige Entwicklung in der Industrie, so war die Produktion in den Jahren 2023 und 2024 überwiegend einem Abwärtstrend gefolgt. Ausgehend von einem Tiefpunkt im Dezember 2024 war im Verlauf des Jahres 2025 zunächst eine leichte Erholung zu beobachten, die Produktion lag im 1. Halbjahr 2025 kalender- und saisonbereinigt um 0,2 % höher als im Halbjahr davor. Nach einem Einbruch im August blieb die Produktion auch im September auf einem niedrigen Niveau, maßgeblich beeinflusst von geringen Produktionswerten in der Automobilindustrie. Im Oktober begann in der Industrieproduktion ein verhaltener Erholungskurs, der sich im November fortsetzte. Für die Einschätzung der Entwicklung der Produktion im Dezember könnten positive Signale anderer Industrieindikatoren relevant sein. So ist der Lkw-Maut-Fahrleistungsindex im Dezember 2025 mit +3,2 % deutlich angestiegen (kalender- und saisonbereinigte Vormonatsrate). Weiterhin haben sich die Auftragseingänge in der Industrie zuletzt positiv entwickelt. Der Auftragseingangsindex im Verarbeitenden Gewerbe lag im November 2025 kalender- und saisonbereinigt um 5,6 % höher als im Vormonat. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen lag der Auftragseingang im weniger volatilen Dreimonatsvergleich von September 2025 bis November 2025 um 2,1 % höher als in den drei Monaten zuvor. Die vorläufigen Ergebnisse zum Produktionsindex im Dezember 2025 erscheinen am 6. Februar 2026.

    In den energieintensiven Industriezweigen ist für die Jahre 2024 und 2025 überwiegend eine Stagnation der Produktion zu beobachten, nachdem sie in den Jahren 2022 und 2023 stark zurückgegangen war. Im Durchschnitt der Monate Januar 2025 bis November 2025 lag die Produktion hier kalender- und saisonbereinigt um 17,7 % niedriger als im Jahr 2021.

    Methodische Hinweise:

    In allen Meldungen zu Konjunkturindikatoren sind die unterschiedlichen Vergleichszeiträume zu beachten. Im Fokus der Konjunkturbeobachtung steht der Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte zum Vormonat/Vorquartal. Hieraus lässt sich die kurzfristige konjunkturelle Entwicklung ablesen. Der kalenderbereinigte Vorjahresvergleich dient einem längerfristigen Niveauvergleich und ist von saisonalen Schwankungen und Kalendereffekten unabhängig.

    Die Veränderungsraten basieren auf dem Produktionsindex für das Produzierende Gewerbe. Das durchschnittliche Ergebnis im Jahr 2021 wird dabei als Basis des Index verwendet und auf 100 Indexpunkte festgelegt (2021 = 100). Die Saison- und Kalenderbereinigung erfolgte mit dem Verfahren X13 JDemetra+.

    Die fünf hier als energieintensiv bezeichneten Branchen haben einen besonders hohen Energiebedarf im Verhältnis zu ihrer Bruttowertschöpfung. Bezogen auf das Berichtsjahr 2021 benötigten sie zusammen 77 % des gesamten industriellen Energieverbrauchs. Ihr Anteil an der industriellen Bruttowertschöpfung betrug 17 %. In diesen Branchen waren im Jahr 2021 knapp eine Million Beschäftige (929 599) in 6 986 Industriebetrieben in Deutschland tätig.

    In dieser Pressemitteilung werden für einige Wirtschaftszweige für ein besseres Verständnis Kurzbezeichnungen verwendet, die von den Bezeichnungen der „Klassifikation der Wirtschaftszweige (Ausgabe 2008)“ abweichen. Eine Übersicht dieser Kurzbezeichnungen ist auf der Themenseite „Industrie, Verarbeitendes Gewerbe“ im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes zu finden.

    Weitere Informationen:

    Basisdaten und lange Zeitreihen zum Produktionsindex im Produzierenden Gewerbe können über die Tabelle Indizes der Produktion (42153-0001) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden. Die Zeitreihe Produktionsindex energieintensive Industriezweige liegt dort nun ab dem Jahr 2005 vor.

    Eine Analyse zum Zusammenhang zwischen Materialknappheit, Auftragseingängen, Produktion und Preisen in der Industrie bietet ein Dossier auf der Themenseite „Konjunkturindikatoren“ im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes. Ausführliche Informationen zur Produktion der energieintensiven Industriezweige sind auf der Themenseite „Industrie, Verarbeitendes Gewerbe“ verfügbar.

    Der Produktionsindex ist auch im „Dashboard Konjunktur“ verfügbar, das Teil des „Dashboard Deutschland“ (www.dashboard-deutschland.de) ist. In diesem Datenportal bündelt das Statistische Bundesamt hochaktuelle Indikatoren der amtlichen Statistik und weiterer Datenanbieter zu den Themen Wirtschaft und Finanzen sowie Arbeitsmarkt, Bauen und Wohnen, Energie und Ukraine. Mit dem „Pulsmesser Wirtschaft“ steht dort auch ein Tool zur Konjunkturbeobachtung in Echtzeit bereit.

    Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.

    Weitere Auskünfte:
    Konjunkturindizes, Saisonbereinigung
    Telefon: +49 611 75 2806
    www.destatis.de/kontakt
    Pressekontakt:
    Statistisches Bundesamt
    Pressestelle
    www.destatis.de/kontakt
    Telefon: +49 611-75 34 44
    Weiteres Material: www.presseportal.de
    Quelle:            Statistisches Bundesamt
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