Autor: Stojancho Gjorgjiev

  • Bahnstrecke Hamburg-Berlin erst zum 14. Juni komplett fertig

    Die Bahnstrecke Hamburg-Berlin wird nach einer umfassenden Sanierung erst am 14. Juni wieder durchgehend befahrbar sein. Das teilte die Deutsche Bahn mit. Ursprünglich war die vollständige Inbetriebnahme am 1. Mai geplant.

  • IEA will wegen Iran-Kriegs Rekordmenge Ölreserven freigeben

    Die Internationale Energieagentur IEA will als Reaktion auf den Iran-Krieg eine Rekordmenge strategischer Ölreserven freigeben. Insgesamt werden die 32 Mitgliedsländer der Agentur 400 Millionen Barrel Rohöl freigeben, wie es in einer in Paris veröffentlichten Mitteilung heißt.

  • Dax-Konzern Daimler Truck: Gewinn um 34 Prozent eingebrochen

    Der Gewinn beim Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck ist im vergangenen Jahr um 34 Prozent eingebrochen. Das Konzernergebnis sei 2025 im Vergleich zum Vorjahr von rund 3,1 Milliarden Euro auf zwei Milliarden Euro gesunken, teilte der Dax-Konzern aus Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart mit.

  • Sprit erstmals seit Kriegsbeginn im Tagesvergleich billiger

    Zum ersten Mal seit Beginn des Iran-Krieges ist Sprit im Tagesvergleich wieder billiger geworden. Superbenzin der Sorte E10 und Diesel waren im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Mittwochs um 3,4 beziehungsweise 5,4 Cent pro Liter billiger als am Dienstag, wie der ADAC mitteilt.

  • Was Reiches Berater in der Iran-Krise empfehlen

    Berater von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) lehnen Tankrabatte oder eine Übergewinnsteuer als Antwort auf gestiegene Energiepreise ab. Steigende Preise signalisierten Knappheit, was auch erwünscht sei, damit weniger verbraucht werde, schreiben die vier Ökonomen in einem Kurzgutachten mit dem Titel «Eskalation im Nahen Osten: Auswirkungen auf Europa – und was (nicht) zu tun ist». Eine von manchen geforderte Übergewinnsteuer lehnen sie ebenfalls ab.

    Absage an Subventionen

    Generell raten die Ökonomen zur Zurückhaltung bei staatlichen Ausgaben zur Pufferung der Krise. «In der aktuellen Situation gibt es derzeit keinen Grund für besondere Subventionen. Die Situation ist bisher nicht vergleichbar mit dem extremen Knappheitsszenario von 2022 aufgrund der großen Abhängigkeit von Russland.» Sie regen aber an: «Auch Steuersenkung müssen erwogen werden, gerade ein Vorziehen der Körperschaftsteuersenkung ist geboten.»

    Dem «Wissenschaftlichen Beraterkreis Wirtschaftspolitik» gehören die Wirtschaftswissenschaftler Veronika Grimm, Justus Haucap, Stefan Kolev und Volker Wieland an. Der Kreis soll Reiche und ihr Haus beraten.

    Zweifel an neuer Tankstellen-Regel

    Wenn sich zeige, dass es im Kraftstoffgroßhandel eine erhebliche und
    dauerhafte Störung des Wettbewerbs gebe, so könne das Bundeskartellamt aktiv werden, schreiben die Fachleute. 

    «Ultimativ gehören auch Preissteigerungen zu den Risiken des Lebens. Der Staat kann und sollte seine Bürgerinnen und Bürger nicht gegen jedwede Risiken des Lebens wie etwa einen temporären Anstieg der Kraftstoffpreise absichern.»

    An der Wirksamkeit der in dieser Woche von Reiche angekündigten Regelung, wonach Tankstellen ihre Preise wie in Österreich nur noch einmal am Tag erhöhen sollen dürfen, hegen die Ökonomen Zweifel. Sie raten, dies nach drei Jahren auf den Prüfstand zu stellen.

    Gasspeicher

    Die Befüllung der Gasspeicher könne «zu einer signifikanten Herausforderung werden», wenn die hohen Preise für Erdgas länger anhielten, heißt es. Wie und ob das durch staatliche Vorgaben zu lösen sei, sei aber noch zu diskutieren. Befürchtet wird, dass strikte Vorgaben die Einkaufspreise erst recht steigen lassen.

    Eine staatliche Gasreserve lehnen die Ökonomen ab. Diese könne nur sinnvoll umgesetzt werden, wenn dafür zusätzliche Speicherkapazitäten geschaffen würden. Dies dauere aber zwischen vier und zehn Jahren, zudem besitze Deutschland bereits eine der größten Gasspeicher-Infrastrukturen Europas. 

    Fracking in Deutschland als Option

    Die Möglichkeit, die geringe deutsche Gasförderung durch Fracking deutlich auszuweiten, sollte aus Sicht der Berater ernsthaft geprüft werden. Dabei wird Erdgas aus unterirdischem Gestein gelöst. Kritiker fürchten Verunreinigungen des Grundwassers durch Chemikalien.

    Ratschlag: Langfristige Gaslieferverträge abschließen

    Deutschland und Europa sollten mehr langfristige Gaslieferverträge abschließen, was derzeit durch die Klimaziele erschwert werde, fordern die Berater. Dabei könnten aber Methoden zur Abscheidung und unterirdischen Speicherung von CO2 genutzt werden sowie andere Klimaschutzmaßnahmen.

    Wenn Deutschland und Europa weniger Gas verbrauchten, würde dies eben in anderen Weltregionen konsumiert, sagte Grimm – und womöglich mit mehr schädlichen Nebenwirkungen für das Klima. Zugleich drohe Industrie ins Ausland abzuwandern, von wo dann klimaschädlicher produzierte Produkte wieder nach Europa exportiert würden. 

    Der europäische Emissionshandel sei weiter nötig, um die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern wie Öl und Gas weiter zu verringern, heißt es in dem Gutachten. Dabei solle Europa aber stärker auf die Vernetzung mit Handelssystemen in anderen Weltregionen setzen.

    Was wird aus der Inflation?

    Wenn die aktuellen Preissteigerungen für zwei bis drei Monate anhielten, sei mit einem Anstieg der Inflation zu rechnen, sagte Wieland. Laut Gutachten wäre in dieser Modellrechnung mit einem Anstieg um 1 Prozentpunkt zu rechnen. Im Februar lag die Inflation in Deutschland bei 1,9 Prozent. Auch die Wachstumsprognose werde dann um einige Zehntel niedriger ausfallen, so Wieland.

    Andere Lage als zum Beginn des Ukraine Kriegs

    Die aktuelle Lage sei nicht mit jener nach dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs 2022 vergleichbar, als Russland als wichtigster Gaslieferant wegbrach, betonen die Berater. Inzwischen sei die deutsche Gasversorgung deutlich breiter aufgestellt, unter anderem durch die Einfuhr von Flüssiggas aus den USA. 

    Ein besonderer Fokus liegt derzeit auf der Straße von Hormus – einer Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, durch die normalerweise ein bedeutender Teil des globalen Ölhandels verläuft. Der Schiffsverkehr dort ist nahezu zum Erliegen gekommen. Öl- und Gaslieferungen durch die Straße von Hormus gingen jedoch zum allergrößten Teil in asiatische Länder, so die Fachleute. Aber: Die Preise auf dem Weltmarkt steigen, was auch Deutschland spürt.

    Wie es im besten Fall weitergehen könnte

    Was die Entwicklungen im Nahen Osten auf die Dauer für die Wirtschaft bedeuten, hängt von der Entwicklung des Iran ab. Hier halten sich die Berater mit Einschätzungen zurück. Sollte es aber zu politischem Wandel und einer Öffnung des Landes mit Aufhebung von Sanktionen kommen, könnte die europäische Wirtschaft profitieren, schreiben sie. Gerade Maschinen- und Anlagenbauer – ein Bereich, in dem Deutschland stark ist – könnten gute Geschäfte machen. 

    «Analysen deuten darauf hin, dass in einem solchen positiven politischen Szenario die Wachstumsimpulse für Deutschland durchaus in einer Größenordnung liegen könnten, die mit den Effekten großer Handelsabkommen wie dem Mercosur vergleichbar oder sogar größer ist.» Zudem könne iranisches Öl die Preise auf dem Weltmarkt dämpfen.

  • Metall- und Elektroindustrie baut 2025 21.000 Stellen ab

    Die bayerische Metall- und Elektroindustrie will angesichts schwacher Konjunktur und hoher Kosten in diesem Jahr weiter Stellen abbauen. Im vergangenen Jahr hat der größte Industriezweig im Freistaat nach Angaben der zwei Arbeitgeberverbände bayme und vbm 21.000 Jobs gestrichen. Die Entwicklung wird sich in diesem Jahr voraussichtlich fortsetzen. «Besonders negativ sind die Pläne in der Automobil- und Zulieferindustrie sowie bei den Herstellern elektrischer Ausrüstungen», sagte Bertram Brossardt, der Hauptgeschäftsführer der beiden Verbände. 

    Brossardt: Lage «dramatisch»

    Schon 2024 war es mit der Beschäftigung in der M+E-Industrie abwärts gegangen. Insgesamt sind in den vergangenen zwei Jahren nach Arbeitgeberangaben 36.000 Arbeitsplätze verloren gegangen. «Die Lage ist und bleibt also weiterhin dramatisch», sagte Brossardt. Gleichzeitig stieg die Produktion 2025 um 1,7 Prozent. Zur Metall- und Elektroindustrie gehören unter anderem Autohersteller und Maschinenbauer.

    Die Arbeitslosenquote in Bayern war im Laufe des vergangenen Jahres auf 4 Prozent gestiegen. Ende Februar waren dann rund 341.000 Menschen arbeitslos gemeldet, eine Quote von 4,4 Prozent.

  • Metallbetriebe beklagen Bewerbermangel in der Ausbildung

    Die überwältigende Mehrheit der norddeutschen Metall- und Elektrobetriebe erhält einer Umfrage zufolge zu wenige Bewerbungen auf Ausbildungsplätze. Das geht aus der «Ausbildungsumfrage 2025/2026» der Arbeitgeberverbände Nordmetall und AGV Nord hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 

    Demnach klagten 82 Prozent der Betriebe, sie könnten Ausbildungsplätze etwa nicht besetzen, weil es zu wenige Bewerbungen gebe. Im Vergleich zur zurückliegenden Umfrage 2023 hat sich das Problem verschärft: Damals meldeten noch 76 Prozent der Betriebe einen Mangel an Bewerbungen. Gründe der Entwicklung gehen aus einer Mitteilung zur Umfrage nicht hervor.

    Rund 180 Betriebe haben sich beteiligt

    Nordmetall und AGV Nord veröffentlichen die Umfrage alle zwei Jahre. Den Angaben nach beteiligten sich rund 180 Unternehmen aus Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen, dem nordwestlichen Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Die Befragung lief vom 8. Dezember 2025 bis zum 21. Januar. 

    Nordmetall und AGV Nord vereinen nach eigenen Angaben 690 Mitgliedsunternehmen mit mehr als 180.000 Beschäftigten. Zu den Mitgliedern gehören etwa Maschinen- und Schiffbauer, Firmen aus Luftfahrt- und Automobilindustrie sowie Stahlproduzenten. 

    Weniger ungeeignete Bewerbungen, weniger Abbrüche

    Aus Sicht der Betriebe erfreulich ist, dass die Eignung der Ausbildungskandidaten zugenommen hat: Nur ungefähr jeder zweite Betrieb (54 Prozent) klagte über ungeeignete Bewerbungen. 2023 lag der Wert mit 82 Prozent noch deutlich höher. 

    Auch sind Abbrüche der Umfrage nach seltener geworden: Sieben Prozent der Betriebe benannten Ausbildungsabbrüche als ein Problem. Zuvor klagte noch jeder fünfte Betrieb darüber. Thomas Küll, Mitglied der Geschäftsleitung der Verbände, sprach anlässlich der Entwicklungen von einem erfreulichen Signal.

  • Rheinmetall winkt bei VW-Werk Osnabrück ab

    Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat einer möglichen Übernahme des VW-Werks Osnabrück eine Absage erteilt. «Eine Übernahme des Werkes in Osnabrück ist unter den gegebenen Voraussetzungen kein Thema für Rheinmetall», sagte ein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die «Hannoversche Allgemeine Zeitung» darüber berichtet.

    VW sucht derzeit nach einer neuen Verwendung für den Standort, wenn dort 2027 die Pkw-Fertigung ausläuft. Rheinmetall aus Düsseldorf galt bisher als wichtigster Interessent. Dessen Vorstandschef Armin Papperger hat die Fabrik vor einem Jahr besucht und dort auch Möglichkeiten einer weiteren Zusammenarbeit ausgelotet. 

    Der Standort hätte sich nach Angaben des Rheinmetall-Sprechers für den Konzern zur Produktion von sechsrädrigen Radpanzern angeboten. «Hier werden jedoch aktuell keine weiteren Kapazitäten benötigt.» Eine erhöhte Nachfrage gebe es dagegen nach achträdrigen Radpanzern. Um dem gerecht zu werden, weite Rheinmetall stattdessen seine Kapazitäten in Kassel aus.

    Blume will bis Ende 2026 über Zukunft entscheiden

    Erst am Dienstag hatte VW-Chef Oliver Blume angekündigt, bis Ende 2026 über die Zukunft des Werkes Osnabrück zu entscheiden. Zugleich bestätigte er, dass es dort auch Gespräche mit Rüstungsunternehmen gebe. 

    Die Produktion der in Osnabrück gebauten Porsche-Modelle läuft in diesem Jahr aus, Mitte 2027 dann auch die Fertigung des VW T-Roc Cabrios. Das Werk hat rund 2.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

    Osnabrück ist das kleinste VW-Werk. Der Standort war 2009 nach der Insolvenz von Karmann zu VW gekommen. Zuvor war Karmann jahrzehntelang Auftragsfertiger für VW.

  • Reiche: Preiserhöhung an Tankstellen nur noch einmal täglich

    Tankstellen in Deutschland sollen nur noch einmal am Tag ihre Spritpreise erhöhen dürfen. Dieses Modell wolle die Bundesregierung so rasch wie möglich einführen, sagte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) in Berlin.

  • Deutschland gibt wegen Iran-Kriegs Teil der Ölreserven frei

    Deutschland gibt nach dpa-Informationen einen Teil der nationalen Ölreserven frei. Hintergrund sind die wegen des Iran-Kriegs deutlich gestiegenen Öl- und Spritpreise, die G7-Staaten hatten deshalb über eine Freigabe von Reserven beraten.