Der an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns gestrandete Buckelwal schwimmt weg. Dies war auf Livestreams im Internet zu erkennen. Der Meeressäuger lag seit dem 31. März in der Wismarbucht vor der Insel Poel fest.
Autor: Stojancho Gjorgjiev
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Bürgerentscheide in NRW: Mehrheit für Olympia-Bewerbung
Bei den Bürgerentscheiden in Nordrhein-Westfalen hat sich laut Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) eine Mehrheit für eine Olympia-Bewerbung ausgesprochen. In 16 der 17 Städte stimmten demnach rund zwei Drittel für eine Bewerbung der Region «KölnRheinRuhr» für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044, nur in Herten wurde das erforderliche Quorum verfehlt.
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Trump: USA bleiben bei ihrer Seeblockade des Iran
Trotz der vom Iran angekündigten Öffnung der Straße von Hormus hält US-Präsident Donald Trump an seiner Seeblockade für Schiffe mit einem iranischen Hafen als Start oder Ziel fest. Diese solle bestehen bleiben, bis die Verhandlungen mit Teheran abgeschlossen seien, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.
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Warum es auf der Hannover Messe stinkt
In Halle 25 der Hannover Messe liegt ein unangenehmer Geruch in der Luft. «Im Zuschauerraum wurde mutwillig eine stark beißend riechende Flüssigkeit freigesetzt», teilte ein Sprecher der Messe auf Anfrage mit. Schon am Montag fiel Besuchern beim Auftritt von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) ein Geruch auf, der an Erbrochenes erinnerte – auch am Dienstag ist er noch nicht verflogen und bleibt unangenehm.
Nach Angaben der Messe wurde die betroffene Stelle vom Sicherheitsteam rasch identifiziert und umgehend gesichert. Anschließend seien alle notwendigen Maßnahmen ergriffen worden, darunter der Austausch eines Teppichbereichs sowie eine gründliche Reinigung und Desinfektion.
Die Halle 25 mit der «Center Stage» zählt zu den wichtigsten Bühnen der Messe, auf der Spitzenpolitiker und Wirtschaftsvertreter auftreten. Neben Pistorius sprach dort am Montag auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), am Dienstag traten Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und Rheinmetall-Chef Armin Papperger auf.
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Rheinmetall-Chef: Rüstungsproduktion kann zügig steigen
Trotz wachsender Nachfrage nach Waffen sieht sich die deutsche Rüstungsindustrie laut Rheinmetall-Chef Armin Papperger in der Lage, die Produktion schnell auszuweiten. «Das ist machbar und ich sehe da kein Problem drin», sagte er bei einer Diskussionsrunde auf der Hannover Messe. Wenn die Aufträge da seien, werde die deutsche Industrie auch liefern können. Das habe sein Unternehmen schon bisher in seiner Autozuliefersparte gezeigt. Das werde nun auch im Rüstungsbereich gehen.
Schon die Fertigung von Artilleriemunition habe sein Unternehmen seit Beginn der russischen Vollinvasion in der Ukraine mehr als verzehnfacht. «Da geht es um riesige Investitionen.» Und die habe sein Unternehmen zum Teil ohne schriftlichen Auftrag getätigt, «per Handschlag», sagte Papperger. Der Vertrag sei erst danach gekommen. «Und wenn wir dieses Vertrauen haben, dann kriegen wir auch Geschwindigkeit.»
Tempo hoch – Preise runter
Die sei auch nötig. Zu lange habe man sich allein auf die nukleare Abschreckung verlassen «und im konventionellen Bereich haben wir zu wenig gemacht», so der Rheinmetall-Chef. Jetzt habe man in kurzer Zeit lernen müssen umzusteuern. Gerade die Waffentechnik entwickle sich rasant, etwa durch den Einsatz von Drohnen. Darauf müsse die Branche schnell reagieren und die Technologien zügig weiterentwickeln.
Bei den Preisen, die etwa die Bundeswehr zahlen muss, zeigte sich Papperger zuversichtlich, dass diese sinken werden. «Ich glaube, dass die Preise runtergehen.» Denn mit den ganzen Aufträgen aus Deutschland und von anderen europäischen Ländern werde das Volumen steigen – und die Kosten würden dadurch sinken. Bei der Artilleriemunition sei das schon jetzt zu beobachten. Die sei heute dank großer Stückzahlen günstiger als noch vor fünf oder sechs Jahren.
Der Auftritt des Rheinmetall-Chefs wurde mehrfach durch Zwischenrufe gestört. Gleich zu Beginn gab es Sprechchöre wie «Nie wieder Krieg» und «Nie wieder Wehrpflicht». Mehrere Störer wurden von Sicherheitskräften aus dem Veranstaltungsbereich getragen.
Rüstung erstmals stärker im Fokus
Auf der Messe zeigt Rheinmetall unter anderem, wie sich Fahrzeuge auch aus großer Entfernung fernsteuern lassen. Auf dem Messestand in Hannover wurde dazu ein Fahrstand als Kontrollzentrum aufgebaut, von dem aus in Echtzeit ein Fahrzeug am Firmensitz in Düsseldorf gesteuert wird.
Das Thema Rüstung ist auf der Hannover Messe in diesem Jahr erstmals mit einem eigenen Schwerpunkt vertreten. Im sogenannten Defense Production Park zeigen rund 40 Unternehmen auf 1.200 Quadratmetern Lösungen für den schnellen Hochlauf der Rüstungsproduktion.
Am Montag hatte bereits Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) die Industrieschau besucht. Für die Messegesellschaft ist der neue Bereich auch ein Vorgeschmack auf die Sicherheits- und Verteidigungsmesse Defence & Security Equipment International Germany, die im März 2027 erstmals in Hannover stattfinden soll.
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Ministerpräsident bekennt sich zur Verteidigungsindustrie
Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies stellt sich hinter die Verteidigungsindustrie. «Niedersachsen bekennt sich klar zur Industrie, bekennt sich klar zur Bundeswehr, bekennt sich klar zur Verteidigungs- und Rüstungsindustrie», sagte der SPD-Politiker auf der Hannover Messe. «Wir wollen ein Teil der Lösung sein, um Deutschland, um Europa sicherzumachen.»
Sabotage, Drohnenüberflüge, Desinformation und Cyberangriffe stünden inzwischen auch in Niedersachsen auf der Tagesordnung. Das sage er nicht, um Angst zu machen, sondern um die Realität zu beschreiben, so Lies. «Die sicherheitspolitische Lage verändert sich rasant.»
Es gebe keinen Anlass zur Entspannung oder zur Rückkehr in Zeiten, in denen man geglaubt habe, vieles regele sich von selbst. «Das zeigt, dass wir uns selber vorbereiten müssen.» Deutlich werde das auch durch die Bilder aus der Ukraine und dem Iran sowie die zunehmenden hybriden Bedrohungen.
Neue Nähe zwischen Industrie und Verteidigung
Lies mahnte, es dürfe nicht bei der Analyse von Risiken bleiben. Entscheidend sei, die Resilienz von Wirtschaft und Gesellschaft zu stärken und sich auf Bedrohungen von außen wie auch auf große Schadenslagen im Inneren vorzubereiten. Der kürzliche Stromausfall in Berlin habe gezeigt, «wie anfällig unsere Infrastruktur ist und wie notwendig es ist, darauf reagieren zu können».
Es gehe nicht allein um die Sicherheit Deutschlands, sondern um die Verteidigungsfähigkeit Europas insgesamt. Entscheidend sei dafür der enge Austausch zwischen Politik und Industrie – auch auf der Hannover Messe, die das Thema Rüstung in diesem Jahr erstmals stärker in den Fokus rückt. So müsse man sich nicht mehr verstecken, «um über etwas zu reden, was den Menschen Sicherheit gibt».
Der Regierungschef sprach von einem «Brückenschlag» zwischen klassischer Industrie und Rüstungsindustrie. Den aktuellen Herausforderungen werde man nur gerecht, wenn Industriepolitik und Verteidigungsindustrie als Ganzes betrachtet würden. Die Zeitenwende bedeute dabei mehr als eine strategische Neuausrichtung der Verteidigungspolitik. Dazu gehöre auch, industrielle und technologische Kompetenzen gezielt zu stärken.
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Reiche sieht KI als «Überlebenschance» für Industrie
Künstliche Intelligenz (KI) entscheidet nach Ansicht von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche über die Zukunft der deutschen Industrie. KI sei «eine Überlebenschance» für den Industriestandort Deutschland, sagte die CDU-Politikerin auf der Hannover Messe.
Die Technologie biete die Möglichkeit, als Industrieland auf die Weltbühne der KI-Giganten zu kommen. «Da gehören wir hin», sagte Reiche. Sie zeigte sich überzeugt, dass deutsche Unternehmen dies schaffen könnten. Voraussetzung sei jedoch, dass vorhandene Daten besser genutzt werden. Deutschland verfüge über eine hohe industrielle Fertigungstiefe und «sitzt auf einem riesigen Datenschatz», um den die USA das Land beneiden würden.
Kritisch äußerte sich Reiche zur europäischen Regulierung. Die KI-Verordnung der EU behandele das Thema, als gehe es um «Spielzeug-Chatbots». Tatsächlich gehe es um die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie. Die Regeln müssten so angepasst werden, dass Industriedaten für KI nutzbar würden. Andernfalls könnten Unternehmen ihre Daten nicht für das Training von Anwendungen einsetzen.
USA profitieren – Reiche verlangt weniger Hürden
Reiche warnte zudem vor Standortnachteilen durch zu strenge Regeln. Es sei «nicht in Ordnung», dass Unternehmen – etwa beim Training autonomer Autos – in die USA ausweichen müssten, weil sie Daten in Europa nicht ausreichend nutzen dürften. Deshalb entstünden entsprechende Trainings- und Schulungszentren an der US-Westküste.
Zugleich plädierte Reiche für mehr Tempo in der Politik. Man müsse schneller, mutiger und entschlossener werden – und auch mal riskieren, Regulierungen nicht perfekt umzusetzen.
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Reiche sieht KI als «Überlebenschance» für Industrie
Künstliche Intelligenz (KI) entscheidet nach Ansicht von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche über die Zukunft der deutschen Industrie. KI sei «eine Überlebenschance» für den Industriestandort Deutschland, sagte die CDU-Politikerin auf der Hannover Messe.
Die Technologie biete die Möglichkeit, als Industrieland auf die Weltbühne der KI-Giganten zu kommen. «Da gehören wir hin», sagte Reiche. Sie zeigte sich überzeugt, dass deutsche Unternehmen dies schaffen könnten. Voraussetzung sei jedoch, dass vorhandene Daten besser genutzt werden. Deutschland verfüge über eine hohe industrielle Fertigungstiefe und «sitzt auf einem riesigen Datenschatz», um den die USA das Land beneiden würden.
Kritisch äußerte sich Reiche zur europäischen Regulierung. Die KI-Verordnung der EU behandele das Thema, als gehe es um «Spielzeug-Chatbots». Tatsächlich gehe es um die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie. Die Regeln müssten so angepasst werden, dass Industriedaten für KI nutzbar würden. Andernfalls könnten Unternehmen ihre Daten nicht für das Training von Anwendungen einsetzen.
USA profitieren – Reiche verlangt weniger Hürden
Reiche warnte zudem vor Standortnachteilen durch zu strenge Regeln. Es sei «nicht in Ordnung», dass Unternehmen – etwa beim Training autonomer Autos – in die USA ausweichen müssten, weil sie Daten in Europa nicht ausreichend nutzen dürften. Deshalb entstünden entsprechende Trainings- und Schulungszentren an der US-Westküste.
Zugleich plädierte Reiche für mehr Tempo in der Politik. Man müsse schneller, mutiger und entschlossener werden – und auch mal riskieren, Regulierungen nicht perfekt umzusetzen.
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Reiche sieht KI als «Überlebenschance» für Industrie
Künstliche Intelligenz (KI) entscheidet nach Ansicht von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche über die Zukunft der deutschen Industrie. KI sei «eine Überlebenschance» für den Industriestandort Deutschland, sagte die CDU-Politikerin auf der Hannover Messe.
Die Technologie biete die Möglichkeit, als Industrieland auf die Weltbühne der KI-Giganten zu kommen. «Da gehören wir hin», sagte Reiche. Sie zeigte sich überzeugt, dass deutsche Unternehmen dies schaffen könnten. Voraussetzung sei jedoch, dass vorhandene Daten besser genutzt werden. Deutschland verfüge über eine hohe industrielle Fertigungstiefe und «sitzt auf einem riesigen Datenschatz», um den die USA das Land beneiden würden.
Kritisch äußerte sich Reiche zur europäischen Regulierung. Die KI-Verordnung der EU behandele das Thema, als gehe es um «Spielzeug-Chatbots». Tatsächlich gehe es um die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie. Die Regeln müssten so angepasst werden, dass Industriedaten für KI nutzbar würden. Andernfalls könnten Unternehmen ihre Daten nicht für das Training von Anwendungen einsetzen.
USA profitieren – Reiche verlangt weniger Hürden
Reiche warnte zudem vor Standortnachteilen durch zu strenge Regeln. Es sei «nicht in Ordnung», dass Unternehmen – etwa beim Training autonomer Autos – in die USA ausweichen müssten, weil sie Daten in Europa nicht ausreichend nutzen dürften. Deshalb entstünden entsprechende Trainings- und Schulungszentren an der US-Westküste.
Zugleich plädierte Reiche für mehr Tempo in der Politik. Man müsse schneller, mutiger und entschlossener werden – und auch mal riskieren, Regulierungen nicht perfekt umzusetzen.
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Warnstreik und Messe erschweren Verkehr in Hannover
Der Weg zur Hannover Messe war für zahlreiche Besucher am Morgen knifflig. Es kam zu überfüllten S-Bahnen und Staus, wie die zuständigen Stellen mitteilten. Grund ist neben dem hohen Besucheraufkommen auch der Warnstreik bei den Straßenbahnen und Bussen in der Landeshauptstadt.
Auf mehreren Kilometern staute sich der Verkehr am Morgen auf dem Messeschnellweg, wie die Verkehrsmanagementzentrale mitteilte. Auch der zusätzlich geöffnete Standstreifen änderte nichts daran. Auf Fotos waren lange Autoschlangen zu sehen. Am Vormittag normalisierte sich der Verkehr nach der Anreise vieler Besucher.
Fahrgäste verlassen freiwillig überfüllte Züge
Auch im S-Bahn-Verkehr gab es Probleme. Zwischen 8.30 und 9.00 Uhr waren zwei Züge so stark überfüllt, dass die Fahrzeuge eine Warnung auslösten, wie die Bundespolizei mitteilte. Einige Fahrgäste hätten die Züge daraufhin freiwillig wieder verlassen. Geräumt werden mussten die Bahnen demnach allerdings nicht. Die Bundespolizei habe vor Ort darauf geachtet, dass Menschen angesichts des ebenfalls sehr vollen Bahnsteigs nicht auf die Gleise fallen.
Seit Montag gibt es in Niedersachsen bei den kommunalen Verkehrsunternehmen einen Warnstreik. Hintergrund ist der festgefahrene Tarifkonflikt. Am Mittwoch sollen Busse und Straßenbahnen ihren Betrieb wieder aufnehmen. Um zur Hannover Messe zu kommen, können Besucher bis dahin neben der S-Bahn und dem Auto auch auf Taxen oder Shuttle-Busse ausweichen, auf die am Hauptbahnhof hingewiesen wird.