Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an den Franzosen Henri Kagan und den Japaner Kenso Soai für die Entdeckung nichtlinearer Effekte und der Autokatalyse in der asymmetrischen organischen Synthese. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm mit.
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Ex-BND-Präsident Hanning wegen Spionageverdachts in U-Haft
Unter anderem wegen Spionageverdachts und Landesverrats muss Ex-BND-Präsident August Hanning in Untersuchungshaft. Ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs (BGH) in Karlsruhe habe den Haftbefehl gegen den 80-Jährigen in Vollzug gesetzt, sagte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft. Hannings früherer Büroleiter soll ihn mit Infos des BND versorgt haben, die der Ex-BND-Chef gewinnbringend für seine Beratertätigkeit genutzt haben soll. Auch prüfen die Ermittler, ob Hanning in einem Fall die Infos für eine Analyse für einen ausländischen Nachrichtendienst verwendet hat.
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Bund untersagt Verkauf von Logistikfirma an Chinesen
Die Bundesregierung untersagt wegen Sicherheitsbedenken den Verkauf von 80 Prozent der Anteile des Hamburger Logistikunternehmens Zippel an die chinesische Staatsreederei Cosco. Das sagte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums nach einer Kabinettssitzung.
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Metall-Tarifrunde beginnt ohne Arbeitgeber-Angebot
Die Tarifverhandlungen der bayerischen Metall- und Elektroindustrie haben ohne Angebot der Arbeitgeber für die mehr als 800.000 Beschäftigten begonnen. Hauptergebnis der ersten Verhandlungsrunde in München war die Vereinbarung der zweiten Verhandlungsrunde für den 27. Oktober in Coburg. Der Arbeitgeberverband vbm lobte das erste Gespräch mit der IG Metall als «positiven Austausch». IG Metall-Landesbezirksleiter Horst Ott sagte diplomatisch: «Wir sind uns sehr bewusst, dass wir eine große Verantwortung haben.»
Die Gewerkschaft fordert fünf Prozent mehr Geld für die Beschäftigten und eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 110 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Das ist angesichts der anhaltenden schlechten Lage vor allem in der Autoindustrie eine niedrigere Ausgangsforderung als in den Tarifrunden der vergangenen Jahre.
Gegenwind für sämtliche Forderungen der IG Metall
Für Beschäftigte in Betrieben mit guter wirtschaftlicher Lage will die IG Metall eine tarifliche Gewinnbeteiligung. «Es gab bei jeder unserer Forderungen Gegenwind», sagte Ott. «Wenn die Unternehmen keine Kostenreduzierung bekommen, wenn sie also nicht wettbewerbsfähiger werden, dann wäre es eine Katastrophe», sagte hingegen Thomas Kaeser, der die Verhandlungen auf Arbeitgeberseite führt. Zuvor demonstrierten etliche in rot gekleidete IG Metaller vor dem Verhandlungsort im Hotel Bayerischer Hof.
Eine Einigung bereits in der ersten Verhandlungsrunde war von vornherein ausgeschlossen. Vielmehr werden schwierige Verhandlungen erwartet. Das liegt unter anderem daran, dass es wichtigen Teilen der Metall- und Elektroindustrie wie der Autoindustrie derzeit schlecht geht. Es gibt auch gut bis sehr gut laufende Bereiche wie Rüstung und Luftfahrtindustrie – in diesen Bereichen arbeiten aber weit weniger Menschen als in Autoindustrie oder dem Maschinenbau. Die Arbeitgeber lehnen eine tarifliche Gewinnbeteiligung strikt ab.
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Metall-Tarifauftakt in Niedersachsen ohne Annäherung
Die erste Verhandlungsrunde für die Beschäftigten der niedersächsischen Metall- und Elektroindustrie ist ohne Annäherung zu Ende gegangen. Die Arbeitgeber hätten die Forderung zurückgewiesen und kein eigenes Angebot vorgelegt, teilte die IG Metall mit. Die Gewerkschaft fordert fünf Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Sie begründet das unter anderem mit gestiegenen Lebenshaltungskosten.
Außerdem will die IG Metall über die Sicherung von Jobs und Standorten sowie über eine stärkere Beteiligung der Beschäftigten in erfolgreichen Unternehmen sprechen. Die Tarifrunde müsse auch dem Umstand Rechnung tragen, dass sich die Branche wirtschaftlich uneinheitlich entwickle. Das dürfe aber kein pauschaler Grund für einen generellen Verzicht auf höhere Entgelte sein. Die Beschäftigten hätten den Wandel mitgetragen und große Flexibilität bewiesen.
Dass die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt haben, überrascht IG-Metall-Bezirksleiter und Verhandlungsführer Thorsten Gröger nicht. Dennoch sei «ein wenig mehr Empathie für die Situation der Beschäftigten» angemessen. Nun liege der Ball bei den Arbeitgebern. Bis zum nächsten Termin am 27. Oktober hätten sie Gelegenheit, die Argumente gewissenhaft zu prüfen und eigene Vorschläge zu machen.
Arbeitgeber warnen vor weiteren Belastungen
NiedersachsenMetall verwies zum Verhandlungsauftakt auf die angespannte Lage der Branche. Die Produktion der Metall- und Elektroindustrie liege rund 15 Prozent unter dem Niveau von 2018, teilte der Arbeitgeberverband mit. Seitdem seien bundesweit fast 350.000 Jobs verloren gegangen. Außerdem arbeite die Branche seit drei Jahren mit einer zu niedrigen Kapazitätsauslastung. «Der Beschäftigungsabbau ist keine theoretische Gefahr für unsere Branche, er findet längst statt», sagte Arbeitgeber-Verhandler Mladen Petkovic.
Rund jeder vierte Betrieb rechnet demnach im laufenden Jahr mit Verlusten, bei einem weiteren guten Fünftel fallen die Gewinne nur mager aus. «Wir brauchen einen tariflichen Rahmen, der auch für Unternehmen funktioniert, die unter erheblichem wirtschaftlichem Druck stehen», sagte Petkovic. Die Forderung der IG Metall passe deshalb nicht zur Lage vieler Betriebe.
Für VW-Beschäftigte wird separat verhandelt
Der Flächentarifvertrag für die Metall- und Elektroindustrie regelt Entgelt und Arbeitsbedingungen. Wichtige Sparten sind Maschinenbau, Metallbearbeitung und Elektrotechnik. Warnstreiks sind ab dem 1. November möglich. Sollte es bei dem nächsten Gespräch an einer ernsthaften Verhandlungsgrundlage fehlen, werde man die gebotenen Konsequenzen ziehen, teilte die IG Metall mit.
Die IG-Metall-Bezirksleitung in Hannover ist für zwei Tarifgebiete im Land zuständig: Niedersachsen und Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim. Dort wird separat verhandelt. Insgesamt sind davon etwa 120.000 Beschäftigte betroffen. Der Nordwesten Niedersachsen gehört zum Bezirk Küste, der auch Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern umfasst.
Für die Beschäftigten der Volkswagen AG wird ebenfalls getrennt verhandelt. Sie haben einen eigenen Haustarifvertrag, der zum Jahresende ausläuft.
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Bund untersagt Verkauf von Logistikfirma durch Chinesen
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Spionageverdacht – Ex-BND-Präsident Hanning in U-Haft
Ex-BND-Präsident August Hanning kommt unter anderem wegen Spionageverdachts in Untersuchungshaft. Ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs (BGH) in Karlsruhe habe den Haftbefehl gegen den 80-Jährigen in Vollzug gesetzt, teilte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft mit.
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Weg frei für Bahn-Neubaustrecke Hannover-Hamburg
Im Bundestag sind für die bundesweit wichtige Bahnstrecke zwischen Hannover und Hamburg nach einem langen Ringen die Weichen für eine Neubautrasse gestellt worden. Der Verkehrsausschuss stimmte für einen entsprechenden Antrag, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr.
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Chemie-Nobelpreis an einen Franzosen und einen Japaner
Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an den Franzosen Henri Kagan und den Japaner Kenso Soai für die Entdeckung nichtlinearer Effekte und der Autokatalyse in der asymmetrischen organischen Synthese. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm mit.
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Anwälte: Pike spricht nach gescheiterter Hinrichtung wieder
Die US-Amerikanerin Christa Pike, die in der vergangenen Woche einen Hinrichtungsversuch im Bundesstaat Tennessee überlebt hatte, ist nach Angaben ihrer Anwälte wieder bei Bewusstsein und kann sprechen. Die 50-Jährige werde weiter intensivmedizinisch behandelt, ihre Prognose sei noch unklar.