Der frühere Bundespostminister Christian Schwarz-Schilling (CDU) ist tot. Der 95-Jährige sei am Ostermontag im Kreise seiner Familie im hessischen Büdingen gestorben, teilte der hessische CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Brand mit, ein langjähriger Freund Schwarz-Schillings. Zuvor hatte der Hessische Rundfunk darüber berichtet.
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Ex-Postminister Schwarz-Schilling ist tot
Der frühere Bundespostminister Christian Schwarz-Schilling (CDU) ist tot. Der 95-Jährige sei am Ostermontag im Kreise seiner Familie im hessischen Büdingen gestorben, teilte der hessische CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Brand mit, ein langjähriger Freund Schwarz-Schillings. Zuvor hatte der Hessische Rundfunk darüber berichtet.
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Mehr Exporte, weniger Produktion: Aufschwung bleibt aus
Hoffnungsschimmer für den Export, aber enttäuschende Februar-Bilanz der Industrie: Der erhoffte Aufschwung der Exportnation Deutschland nach drei mageren Konjunkturjahren kommt nicht in Schwung. Es bleibt schwierig für Europas größte Volkswirtschaft, denn der Ölpreisschock infolge des Iran-Kriegs ist nicht verdaut. Und ob die kurz nach Ostern von den USA und Iran verkündete Waffenruhe in eine dauerhafte Lösung des Nahost-Konflikts mündet, muss sich erst noch zeigen.
Die weitere konjunkturelle Entwicklung hänge «entscheidend vom Fortgang der Konfliktsituation im Nahen Osten» ab, fasst das Bundeswirtschaftsministerium die Lage zusammen. Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) rechnet damit, dass die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Krieges, der am 28. Februar begonnen hatte, für den europäischen Groß- und Außenhandel noch längere Zeit spürbar bleiben werden.
«Wir dürfen uns hier nichts vormachen: Das ist keine Trendwende, sondern bestenfalls eine Atempause», sagt BGA-Präsident Dirk Jandura. Auch die positiven Februarzahlen dürften «nicht darüber hinwegtäuschen, dass der deutsche Außenhandel auf einem zunehmend fragilen Fundament steht – und das bereits vor der jüngsten geopolitischen Eskalation im Iran».
Aufatmen für Exporteure
Immerhin haben Deutschlands Exporteure nach dem Dämpfer zu Jahresbeginn im Februar wieder bessere Geschäfte gemacht. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden in dem Monat Waren «Made in Germany» im Gesamtwert von 135,2 Milliarden Euro ins Ausland verkauft und damit 3,6 Prozent mehr als im Januar des laufenden Jahres. Auch im Vergleich zum Februar 2025 gab es ein Plus, wie die Wiesbadener Statistiker mitteilten: Die Ausfuhren lagen anhand vorläufiger Daten 2,9 Prozent höher.
Während jedoch die Geschäfte mit den Partnerländern der Europäischen Union von Januar auf Februar kalender- und saisonbereinigt zulegten, gab es sowohl auf dem besonders wichtigen US-Markt als auch im Handel mit China Rückschläge. Zwar gingen auch im Februar die meisten deutschen Exporte in die Vereinigten Staaten, allerdings war deren Wert mit 12,2 Milliarden Euro 7,5 Prozent niedriger als im Januar 2026 und sogar 13,3 Prozent geringer als im Vorjahresmonat.
«Wenn die Ausfuhren in den wichtigsten Abnehmerstaat deutscher Güter rückläufig sind, ist dies jedenfalls kein gutes Signal», kommentierte der Chefvolkswirt der Liechtensteiner VP Bank, Thomas Gitzel. Insgesamt kämen vom Außenhandel bislang «keine nennenswerten Impulse».
Da im Februar auch die Einfuhren nach Deutschland kräftig zulegten – binnen Monatsfrist gab es ein Import-Plus von 4,7 Prozent auf 115,4 Milliarden Euro – ging der Handelsbilanzüberschuss im Vergleich zum Januar etwas zurück.
Industrieproduktion sinkt überraschend
Da zugleich die Industrieproduktion im Februar entgegen den Erwartungen gesunken ist und im März die in Höhe geschnellten Energiepreise den privaten Konsum gebremst haben dürften, rechnen Ökonomen damit, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal auf der Stelle trat.
Von Januar auf Februar 2026 ging die Fertigung im verarbeitenden Gewerbe in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 0,3 Prozent zurück. Analysten hatten mit 0,7 Prozent Anstieg gerechnet. Zumindest fielen die Januar-Zahlen nach neuen Berechnungen nicht so schwach aus: Statt eines Minus von 0,5 Prozent ergab sich eine Stagnation der Industrieproduktion.
Die Produktion habe schon vor dem Iran-Krieg wegen hohen Kostendrucks auf dem schwachen Vorjahresniveau verharrt, ordnet der Außenwirtschaftschef der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Volker Treier, ein. Mit einer Trendwende sei vorerst nicht zu rechnen: «Der Energiepreisschock ist eine Hypothek für die Industriekonjunktur in Deutschland.»
Trotz aller Risiken Zuversicht
Trotz der erneuten Krise rechnet eine deutliche Mehrheit der deutschen Exporteure mit weiterem Wachstum. Laut einer Umfrage des Kreditversicherers Allianz Trade, an der in zwei Wellen im Februar und März weltweit etwa 6.000 Unternehmen teilnahmen, erwarten 83 Prozent der in Deutschland befragten Unternehmen für das laufende Jahr steigende Exportumsätze.
Auf den Waffenstillstand hätten die Märkte sehr euphorisch reagiert, stellte Allianz-Experte Björn Griesbach fest. Doch er warnt: «Das Risiko ist keineswegs vom Tisch.» Mit den aktuellen Kursgewinnen sei erst rund ein Drittel des Risikos wieder ausgepreist, zwei Drittel blieben aber noch.
Im Gesamtjahr 2025 waren die deutschen Exporte erstmals seit zwei Jahren wieder leicht gewachsen – trotz des Zollstreits mit der US-Regierung von Präsident Donald Trump. Für das laufende Jahr erwartet der Außenhandelsverband BGA bisher in Plus von 0,6 Prozent.
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Mehr Exporte, weniger Produktion: Aufschwung bleibt aus
Hoffnungsschimmer für den Export, aber enttäuschende Februar-Bilanz der Industrie: Der erhoffte Aufschwung der Exportnation Deutschland nach drei mageren Konjunkturjahren kommt nicht in Schwung. Es bleibt schwierig für Europas größte Volkswirtschaft, denn der Ölpreisschock infolge des Iran-Kriegs ist nicht verdaut. Und ob die kurz nach Ostern von den USA und Iran verkündete Waffenruhe in eine dauerhafte Lösung des Nahost-Konflikts mündet, muss sich erst noch zeigen.
Die weitere konjunkturelle Entwicklung hänge «entscheidend vom Fortgang der Konfliktsituation im Nahen Osten» ab, fasst das Bundeswirtschaftsministerium die Lage zusammen. Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) rechnet damit, dass die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Krieges, der am 28. Februar begonnen hatte, für den europäischen Groß- und Außenhandel noch längere Zeit spürbar bleiben werden.
«Wir dürfen uns hier nichts vormachen: Das ist keine Trendwende, sondern bestenfalls eine Atempause», sagt BGA-Präsident Dirk Jandura. Auch die positiven Februarzahlen dürften «nicht darüber hinwegtäuschen, dass der deutsche Außenhandel auf einem zunehmend fragilen Fundament steht – und das bereits vor der jüngsten geopolitischen Eskalation im Iran».
Aufatmen für Exporteure
Immerhin haben Deutschlands Exporteure nach dem Dämpfer zu Jahresbeginn im Februar wieder bessere Geschäfte gemacht. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden in dem Monat Waren «Made in Germany» im Gesamtwert von 135,2 Milliarden Euro ins Ausland verkauft und damit 3,6 Prozent mehr als im Januar des laufenden Jahres. Auch im Vergleich zum Februar 2025 gab es ein Plus, wie die Wiesbadener Statistiker mitteilten: Die Ausfuhren lagen anhand vorläufiger Daten 2,9 Prozent höher.
Während jedoch die Geschäfte mit den Partnerländern der Europäischen Union von Januar auf Februar kalender- und saisonbereinigt zulegten, gab es sowohl auf dem besonders wichtigen US-Markt als auch im Handel mit China Rückschläge. Zwar gingen auch im Februar die meisten deutschen Exporte in die Vereinigten Staaten, allerdings war deren Wert mit 12,2 Milliarden Euro 7,5 Prozent niedriger als im Januar 2026 und sogar 13,3 Prozent geringer als im Vorjahresmonat.
«Wenn die Ausfuhren in den wichtigsten Abnehmerstaat deutscher Güter rückläufig sind, ist dies jedenfalls kein gutes Signal», kommentierte der Chefvolkswirt der Liechtensteiner VP Bank, Thomas Gitzel. Insgesamt kämen vom Außenhandel bislang «keine nennenswerten Impulse».
Da im Februar auch die Einfuhren nach Deutschland kräftig zulegten – binnen Monatsfrist gab es ein Import-Plus von 4,7 Prozent auf 115,4 Milliarden Euro – ging der Handelsbilanzüberschuss im Vergleich zum Januar etwas zurück.
Industrieproduktion sinkt überraschend
Da zugleich die Industrieproduktion im Februar entgegen den Erwartungen gesunken ist und im März die in Höhe geschnellten Energiepreise den privaten Konsum gebremst haben dürften, rechnen Ökonomen damit, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal auf der Stelle trat.
Von Januar auf Februar 2026 ging die Fertigung im verarbeitenden Gewerbe in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 0,3 Prozent zurück. Analysten hatten mit 0,7 Prozent Anstieg gerechnet. Zumindest fielen die Januar-Zahlen nach neuen Berechnungen nicht so schwach aus: Statt eines Minus von 0,5 Prozent ergab sich eine Stagnation der Industrieproduktion.
Die Produktion habe schon vor dem Iran-Krieg wegen hohen Kostendrucks auf dem schwachen Vorjahresniveau verharrt, ordnet der Außenwirtschaftschef der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Volker Treier, ein. Mit einer Trendwende sei vorerst nicht zu rechnen: «Der Energiepreisschock ist eine Hypothek für die Industriekonjunktur in Deutschland.»
Trotz aller Risiken Zuversicht
Trotz der erneuten Krise rechnet eine deutliche Mehrheit der deutschen Exporteure mit weiterem Wachstum. Laut einer Umfrage des Kreditversicherers Allianz Trade, an der in zwei Wellen im Februar und März weltweit etwa 6.000 Unternehmen teilnahmen, erwarten 83 Prozent der in Deutschland befragten Unternehmen für das laufende Jahr steigende Exportumsätze.
Auf den Waffenstillstand hätten die Märkte sehr euphorisch reagiert, stellte Allianz-Experte Björn Griesbach fest. Doch er warnt: «Das Risiko ist keineswegs vom Tisch.» Mit den aktuellen Kursgewinnen sei erst rund ein Drittel des Risikos wieder ausgepreist, zwei Drittel blieben aber noch.
Im Gesamtjahr 2025 waren die deutschen Exporte erstmals seit zwei Jahren wieder leicht gewachsen – trotz des Zollstreits mit der US-Regierung von Präsident Donald Trump. Für das laufende Jahr erwartet der Außenhandelsverband BGA bisher in Plus von 0,6 Prozent.
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Trump droht Iran mit schneller Zerstörung von Infrastruktur
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit einer schnellen Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke gedroht, sollte Teheran nicht rechtzeitig einlenken. Der Republikaner sagte im Weißen Haus, dass die USA nach Ablauf seines Ultimatums innerhalb von vier Stunden eine «völlige Zerstörung» herbeiführen könnten. Die von ihm gesetzte Frist läuft nach deutscher Zeit um 2.00 Uhr in der Nacht zum Mittwoch ab.
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Trump will Angriffe auf den Iran für zwei Wochen aussetzen
US-Präsident Donald Trump ist nach eigenen Angaben bereit, zwei Wochen lang auf Bombardierungen und Angriffe auf den Iran zu verzichten, wenn dieser die wichtige Straße von Hormus öffnet. Dabei werde es sich um eine beidseitige Waffenruhe handeln, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit.
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Dax startet mit kräftigem Plus
Der Dax steigt nach der angekündigten zweiwöchigen Feuerpause zwischen dem Iran und den USA deutlich. Der deutsche Leitindex legte zum Handelsstart um 4,9 Prozent auf 24.033 Punkte zu.
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Iran bestätigt zweiwöchige Waffenruhe
Der Iran hat einer von US-Präsident Donald Trump angekündigten zweiwöchigen Waffenruhe zugestimmt. Das berichtete die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim. Trump hatte die Öffnung der Straße von Hormus zur Bedingung für die Feuerpause gemacht.
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Irans Außenminister kündigt Öffnung der Straße von Hormus an
Irans Außenminister hat eine Öffnung der Straße von Hormus im Rahmen einer Waffenruhe angekündigt. In Abstimmung mit den iranischen Streitkräften und unter Berücksichtigung technischer Einschränkungen soll der Schiffsverkehr in der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge ermöglicht werden, schrieb Abbas Araghtschi in einer Erklärung.
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Post-Beschwerden mit Höchstwert – Anstieg um ein Viertel
In Deutschland haben sich noch nie so viele Verbraucherinnen und Verbraucher über die Deutsche Post und ihre Wettbewerber beschwert wie im vergangenen Jahr. Wie aus Angaben der Bundesnetzagentur hervorgeht, gingen bei ihr 55.395 Beschwerden ein und damit ein Viertel mehr als 2024.