Spaniens Verfassungsgericht hat Medienberichten zufolge den Weg für eine Rückkehr des katalanischen Separatistenführers Carles Puigdemont als freier Mann in seine Heimat geebnet. Der Haftbefehl gegen den seit dem illegalen Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien von 2017 im Exil lebenden Politiker muss nun aufgehoben werden, wie der staatliche spanische TV-Sender RTVE und die Zeitung «El Pais» berichteten.
Blog
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Physik-Nobelpreis an Neutrinoforscher Francis Halzen
Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr an den belgisch-amerikanischen Neutrinoforscher Francis Halzen für entscheidende Beiträge zum Neutrino-Observatorium «IceCube» und zur Entdeckung hochenergetischer Neutrinos astrophysikalischen Ursprungs. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm mit.
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Germanwings-Prozess: Gericht weist Klage Hinterbliebener ab
Im Prozess um zusätzliches Schmerzensgeld für Angehörige der Opfer nach dem Absturz einer Germanwings-Maschine im Jahr 2015 mit 150 Toten ist die Klage abgewiesen worden. Das sagte die Richterin am Landgericht Braunschweig.
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GBA: Ex-BND-Chef Hanning wegen Spionageverdacht festgenommen
Der ehemalige BND-Präsident August Hanning ist wegen Spionageverdachts festgenommen worden. Ebenfalls festgenommen wurde nach Angaben des Generalbundesanwalts ein enger Mitarbeiter Hannings. Dieser soll dem ehemaligen BND-Chef auch nach dessen Dienstzeit Erkenntnisse des Nachrichtendienstes weitergegeben haben, die Hanning für seine Beratertätigkeit genutzt haben soll.
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GBA: Ex-BND-Chef Hanning wegen Spionageverdacht festgenommen
Der ehemalige BND-Präsident August Hanning ist wegen Spionageverdachts festgenommen worden. Ebenfalls festgenommen wurde nach Angaben des Generalbundesanwalts ein enger Mitarbeiter Hannings. Dieser soll dem ehemaligen BND-Chef auch nach dessen Dienstzeit Erkenntnisse des Nachrichtendienstes weitergegeben haben, die Hanning für seine Beratertätigkeit genutzt haben soll.
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Ex-BND-Präsident Hanning wegen Spionageverdacht festgenommen
Der ehemalige BND-Präsident August Hanning ist am Morgen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur unter Spionageverdacht festgenommen worden. Außer Hanning wurde demnach ein ehemaliger enger Mitarbeiter von ihm festgenommen.
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Industrie-Experte: Prozesse und Datenchaos blockieren den Aufschwung
Dr. Andreas Vieweg: „Der Konjunkturwind hilft wenig, wenn Blindleistung und fehlerhafte Stammdaten den Erholungsvorteil auffressen.“
Die deutsche Wirtschaft gewinnt laut Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2026 wieder an Fahrt: Die Institute erwarten für 2026 ein Plus beim preisbereinigten Bruttoinlandsprodukt von 1,3 Prozent. Gleichzeitig bleibt die Industrie weit hinter dem Vorkrisenniveau zurück. Nach dem IMK Report 203 lag die Industrieproduktion im zweiten Quartal 2026 rund 13 Prozent unter dem Stand von 2019; seitdem sind rund 617.000 Industriejobs weggefallen. Für den Aachener Prozess- und Datenexperten Dr.-Ing. Andreas Vieweg liegt darin die eigentliche Botschaft: Ohne saubere Prozesse und verlässliche Stammdaten kommt der Aufschwung in vielen Werken gar nicht an.
Erholung oben, Engpass unten
Makrozahlen und die Realität auf dem Shopfloor fallen auseinander. Während Prognosen auf eine konjunkturelle Belebung deuten, kämpfen Fertigungsbetriebe weiter mit Fehlteilen, Nacharbeit, Bestandsbergen und unzuverlässiger Termintreue. Vieweg beobachtet in Mandaten immer wieder denselben Effekt: Sobald Aufträge zurückkehren, stoßen gewachsene Abläufe und Datenlücken sofort an ihre Grenzen.
„Viele Werke freuen sich über die ersten Auftragszeichen – und merken dann, dass ihre Prozesse den Mehrbedarf nicht tragen“, sagt Dr. Andreas Vieweg. „Wer unter Auslastungsdruck manuell umherjagt, Excel-Listen pflegt und Stammdaten nachkorrigiert, verschenkt den Erholungsvorteil, noch bevor er bilanziell sichtbar wird.“
Blindleistung statt Wertschöpfung
Mit Blindleistung meint der Ingenieur Aufwand, der täglich anfällt, aber keinen Kundenwert schafft: Materialsuche, Doppelbuchungen, Klärschleifen zwischen Vertrieb, Einkauf und Fertigung, das Nachziehen fehlerhafter Stücklisten. In der Flaute sei dieser Ballast oft noch zu verkraften gewesen. Mit steigender Nachfrage werde er zum Flaschenhals.
„Je tiefer der Einstieg in Unternehmensprozesse, desto deutlicher die Blindleistung“, so Vieweg. „In der Krise hat man das oft als Betriebsgeräusch hingenommen. Im Aufschwung wird daraus der Faktor, der Liefertermine und Margen zerstört.“
Stammdaten entscheiden über Tempo
Besonders kritisch sieht der Berater die Datenbasis in ERP-Systemen. Ohne belastbare Artikel-, Stücklisten- und Lieferantenstammdaten bleiben Disposition, Kapazitätsplanung und Liefertreue Glückssache. Software und neue Dashboards änderten daran wenig, solange die zugrunde liegenden Strukturen fehlerhaft seien.
Nach seiner Einschätzung erfolgen rund 80 Prozent aller Management-Entscheidungen ohne echte Datenbasis. „Das ist keine Statistik aus einer Marktstudie, sondern die wiederkehrende Erfahrung aus Restrukturierungen und Werksprojekten“, stellt Vieweg klar. „Wer den Aufschwung nutzen will, muss zuerst Transparenz schaffen – in Prozessen und in den Stammdaten. Sonst automatisiert man nur das Chaos.“
Was Werke jetzt priorisieren sollten
Praktisch empfiehlt Vieweg, vor großen Digitalisierungs- oder Investitionsentscheidungen drei Fragen zu klären: Welche Arbeitsschritte sind überhaupt wertschöpfend? Wo entstehen systematisch Fehlteile, Bestände und Terminverzüge? Und welche Stammdaten sind so unzuverlässig, dass niemand im Unternehmen den Zahlen traut?
„Der Konjunkturaufschwung ist eine Chance – aber nur für Betriebe, die ihre internen Bremsen lösen“, fasst Dr. Andreas Vieweg zusammen. „Wer jetzt Prozesse bereinigt und Datenqualität herstellt, skaliert mit. Wer weiter auf Zuruf und Bauchgefühl fährt, wird die Erholung vor allem als Stress und Nacharbeit erleben.“
Quellen
Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2026: Aufschwung mit Strukturproblemen – Finanzpolitik auf Abwegen, Pressemitteilung, https://ots.de/zeKfxZ
Kiel Institut: Aufschwung mit Strukturproblemen – Finanzpolitik auf Abwegen, https://ots.de/wHg6Hd
IMK Report Nr. 203, September 2026, https://ots.de/fr3I5c
Dr.-Ing. Andreas Viewegist Spezialist für die Prozessoptimierung in der Industrie; Fertigungsunternehmen beauftragen ihn regelmäßig als Berater und Interim Manager. Er analysiert anhand von Datenstrukturen hochkomplexe Abhängigkeiten, die den Firmen selbst nicht bewusst sind, und schafft damit Transparenz als Grundlage zur Optimierung. Er arbeitet dabei nach einem Fünf-Phasen-Modell: 1. Anforderungen hinterfragen, 2. unnötige Prozessschritte eliminieren, 3. Prozesse vereinfachen und strukturieren, 4. Durchlaufzeiten beschleunigen und 5. Automatisierung. Seine Erfahrung: „Viele Unternehmen scheitern bei der Optimierung, weil sie diese Schrittfolge nicht vollständig oder nicht in dieser Reihenfolge durchlaufen und zum Beispiel Prozesse optimieren, die in Wahrheit überflüssig sind.“ Gemäß dem Grundsatz „der Teufel steckt im Detail“ arbeitet der Ingenieur mit Promotion bei Einsätzen regelmäßig auf dem Shopfloor, nutzt das ERP-System und zeigt fehlerhafte Prozessstrukturen und Defizite faktenbasiert auf, die das Management bisher gar nicht kannte. Der Tiefgang geht bei Bedarf bis in die Stammdatenpflege.
Pressekontakt: Direktkontakt: Dr. Andreas Vieweg, VPD Verbesserung von Prozessen und Datenstrukturen, Aachen, Mail: avieweg@vpd-consulting.de, Web: https://vpd-consulting.de Presseagentur: euromarcom public relations, E-Mail: team@euromarcom.de
Weiteres Material: www.presseportal.de Quelle: VPD Verbesserung von Prozessen und Datenstrukturen
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Industrie-Experte: Prozesse und Datenchaos blockieren den Aufschwung
Dr. Andreas Vieweg: „Der Konjunkturwind hilft wenig, wenn Blindleistung und fehlerhafte Stammdaten den Erholungsvorteil auffressen.“
Die deutsche Wirtschaft gewinnt laut Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2026 wieder an Fahrt: Die Institute erwarten für 2026 ein Plus beim preisbereinigten Bruttoinlandsprodukt von 1,3 Prozent. Gleichzeitig bleibt die Industrie weit hinter dem Vorkrisenniveau zurück. Nach dem IMK Report 203 lag die Industrieproduktion im zweiten Quartal 2026 rund 13 Prozent unter dem Stand von 2019; seitdem sind rund 617.000 Industriejobs weggefallen. Für den Aachener Prozess- und Datenexperten Dr.-Ing. Andreas Vieweg liegt darin die eigentliche Botschaft: Ohne saubere Prozesse und verlässliche Stammdaten kommt der Aufschwung in vielen Werken gar nicht an.
Erholung oben, Engpass unten
Makrozahlen und die Realität auf dem Shopfloor fallen auseinander. Während Prognosen auf eine konjunkturelle Belebung deuten, kämpfen Fertigungsbetriebe weiter mit Fehlteilen, Nacharbeit, Bestandsbergen und unzuverlässiger Termintreue. Vieweg beobachtet in Mandaten immer wieder denselben Effekt: Sobald Aufträge zurückkehren, stoßen gewachsene Abläufe und Datenlücken sofort an ihre Grenzen.
„Viele Werke freuen sich über die ersten Auftragszeichen – und merken dann, dass ihre Prozesse den Mehrbedarf nicht tragen“, sagt Dr. Andreas Vieweg. „Wer unter Auslastungsdruck manuell umherjagt, Excel-Listen pflegt und Stammdaten nachkorrigiert, verschenkt den Erholungsvorteil, noch bevor er bilanziell sichtbar wird.“
Blindleistung statt Wertschöpfung
Mit Blindleistung meint der Ingenieur Aufwand, der täglich anfällt, aber keinen Kundenwert schafft: Materialsuche, Doppelbuchungen, Klärschleifen zwischen Vertrieb, Einkauf und Fertigung, das Nachziehen fehlerhafter Stücklisten. In der Flaute sei dieser Ballast oft noch zu verkraften gewesen. Mit steigender Nachfrage werde er zum Flaschenhals.
„Je tiefer der Einstieg in Unternehmensprozesse, desto deutlicher die Blindleistung“, so Vieweg. „In der Krise hat man das oft als Betriebsgeräusch hingenommen. Im Aufschwung wird daraus der Faktor, der Liefertermine und Margen zerstört.“
Stammdaten entscheiden über Tempo
Besonders kritisch sieht der Berater die Datenbasis in ERP-Systemen. Ohne belastbare Artikel-, Stücklisten- und Lieferantenstammdaten bleiben Disposition, Kapazitätsplanung und Liefertreue Glückssache. Software und neue Dashboards änderten daran wenig, solange die zugrunde liegenden Strukturen fehlerhaft seien.
Nach seiner Einschätzung erfolgen rund 80 Prozent aller Management-Entscheidungen ohne echte Datenbasis. „Das ist keine Statistik aus einer Marktstudie, sondern die wiederkehrende Erfahrung aus Restrukturierungen und Werksprojekten“, stellt Vieweg klar. „Wer den Aufschwung nutzen will, muss zuerst Transparenz schaffen – in Prozessen und in den Stammdaten. Sonst automatisiert man nur das Chaos.“
Was Werke jetzt priorisieren sollten
Praktisch empfiehlt Vieweg, vor großen Digitalisierungs- oder Investitionsentscheidungen drei Fragen zu klären: Welche Arbeitsschritte sind überhaupt wertschöpfend? Wo entstehen systematisch Fehlteile, Bestände und Terminverzüge? Und welche Stammdaten sind so unzuverlässig, dass niemand im Unternehmen den Zahlen traut?
„Der Konjunkturaufschwung ist eine Chance – aber nur für Betriebe, die ihre internen Bremsen lösen“, fasst Dr. Andreas Vieweg zusammen. „Wer jetzt Prozesse bereinigt und Datenqualität herstellt, skaliert mit. Wer weiter auf Zuruf und Bauchgefühl fährt, wird die Erholung vor allem als Stress und Nacharbeit erleben.“
Quellen
Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2026: Aufschwung mit Strukturproblemen – Finanzpolitik auf Abwegen, Pressemitteilung, https://ots.de/zeKfxZ
Kiel Institut: Aufschwung mit Strukturproblemen – Finanzpolitik auf Abwegen, https://ots.de/wHg6Hd
IMK Report Nr. 203, September 2026, https://ots.de/fr3I5c
Dr.-Ing. Andreas Viewegist Spezialist für die Prozessoptimierung in der Industrie; Fertigungsunternehmen beauftragen ihn regelmäßig als Berater und Interim Manager. Er analysiert anhand von Datenstrukturen hochkomplexe Abhängigkeiten, die den Firmen selbst nicht bewusst sind, und schafft damit Transparenz als Grundlage zur Optimierung. Er arbeitet dabei nach einem Fünf-Phasen-Modell: 1. Anforderungen hinterfragen, 2. unnötige Prozessschritte eliminieren, 3. Prozesse vereinfachen und strukturieren, 4. Durchlaufzeiten beschleunigen und 5. Automatisierung. Seine Erfahrung: „Viele Unternehmen scheitern bei der Optimierung, weil sie diese Schrittfolge nicht vollständig oder nicht in dieser Reihenfolge durchlaufen und zum Beispiel Prozesse optimieren, die in Wahrheit überflüssig sind.“ Gemäß dem Grundsatz „der Teufel steckt im Detail“ arbeitet der Ingenieur mit Promotion bei Einsätzen regelmäßig auf dem Shopfloor, nutzt das ERP-System und zeigt fehlerhafte Prozessstrukturen und Defizite faktenbasiert auf, die das Management bisher gar nicht kannte. Der Tiefgang geht bei Bedarf bis in die Stammdatenpflege.
Pressekontakt: Direktkontakt: Dr. Andreas Vieweg, VPD Verbesserung von Prozessen und Datenstrukturen, Aachen, Mail: avieweg@vpd-consulting.de, Web: https://vpd-consulting.de Presseagentur: euromarcom public relations, E-Mail: team@euromarcom.de
Weiteres Material: www.presseportal.de Quelle: VPD Verbesserung von Prozessen und Datenstrukturen
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Industrie-Experte: Prozesse und Datenchaos blockieren den Aufschwung
Dr. Andreas Vieweg: „Der Konjunkturwind hilft wenig, wenn Blindleistung und fehlerhafte Stammdaten den Erholungsvorteil auffressen.“
Die deutsche Wirtschaft gewinnt laut Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2026 wieder an Fahrt: Die Institute erwarten für 2026 ein Plus beim preisbereinigten Bruttoinlandsprodukt von 1,3 Prozent. Gleichzeitig bleibt die Industrie weit hinter dem Vorkrisenniveau zurück. Nach dem IMK Report 203 lag die Industrieproduktion im zweiten Quartal 2026 rund 13 Prozent unter dem Stand von 2019; seitdem sind rund 617.000 Industriejobs weggefallen. Für den Aachener Prozess- und Datenexperten Dr.-Ing. Andreas Vieweg liegt darin die eigentliche Botschaft: Ohne saubere Prozesse und verlässliche Stammdaten kommt der Aufschwung in vielen Werken gar nicht an.
Erholung oben, Engpass unten
Makrozahlen und die Realität auf dem Shopfloor fallen auseinander. Während Prognosen auf eine konjunkturelle Belebung deuten, kämpfen Fertigungsbetriebe weiter mit Fehlteilen, Nacharbeit, Bestandsbergen und unzuverlässiger Termintreue. Vieweg beobachtet in Mandaten immer wieder denselben Effekt: Sobald Aufträge zurückkehren, stoßen gewachsene Abläufe und Datenlücken sofort an ihre Grenzen.
„Viele Werke freuen sich über die ersten Auftragszeichen – und merken dann, dass ihre Prozesse den Mehrbedarf nicht tragen“, sagt Dr. Andreas Vieweg. „Wer unter Auslastungsdruck manuell umherjagt, Excel-Listen pflegt und Stammdaten nachkorrigiert, verschenkt den Erholungsvorteil, noch bevor er bilanziell sichtbar wird.“
Blindleistung statt Wertschöpfung
Mit Blindleistung meint der Ingenieur Aufwand, der täglich anfällt, aber keinen Kundenwert schafft: Materialsuche, Doppelbuchungen, Klärschleifen zwischen Vertrieb, Einkauf und Fertigung, das Nachziehen fehlerhafter Stücklisten. In der Flaute sei dieser Ballast oft noch zu verkraften gewesen. Mit steigender Nachfrage werde er zum Flaschenhals.
„Je tiefer der Einstieg in Unternehmensprozesse, desto deutlicher die Blindleistung“, so Vieweg. „In der Krise hat man das oft als Betriebsgeräusch hingenommen. Im Aufschwung wird daraus der Faktor, der Liefertermine und Margen zerstört.“
Stammdaten entscheiden über Tempo
Besonders kritisch sieht der Berater die Datenbasis in ERP-Systemen. Ohne belastbare Artikel-, Stücklisten- und Lieferantenstammdaten bleiben Disposition, Kapazitätsplanung und Liefertreue Glückssache. Software und neue Dashboards änderten daran wenig, solange die zugrunde liegenden Strukturen fehlerhaft seien.
Nach seiner Einschätzung erfolgen rund 80 Prozent aller Management-Entscheidungen ohne echte Datenbasis. „Das ist keine Statistik aus einer Marktstudie, sondern die wiederkehrende Erfahrung aus Restrukturierungen und Werksprojekten“, stellt Vieweg klar. „Wer den Aufschwung nutzen will, muss zuerst Transparenz schaffen – in Prozessen und in den Stammdaten. Sonst automatisiert man nur das Chaos.“
Was Werke jetzt priorisieren sollten
Praktisch empfiehlt Vieweg, vor großen Digitalisierungs- oder Investitionsentscheidungen drei Fragen zu klären: Welche Arbeitsschritte sind überhaupt wertschöpfend? Wo entstehen systematisch Fehlteile, Bestände und Terminverzüge? Und welche Stammdaten sind so unzuverlässig, dass niemand im Unternehmen den Zahlen traut?
„Der Konjunkturaufschwung ist eine Chance – aber nur für Betriebe, die ihre internen Bremsen lösen“, fasst Dr. Andreas Vieweg zusammen. „Wer jetzt Prozesse bereinigt und Datenqualität herstellt, skaliert mit. Wer weiter auf Zuruf und Bauchgefühl fährt, wird die Erholung vor allem als Stress und Nacharbeit erleben.“
Quellen
Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2026: Aufschwung mit Strukturproblemen – Finanzpolitik auf Abwegen, Pressemitteilung, https://ots.de/zeKfxZ
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Dr.-Ing. Andreas Viewegist Spezialist für die Prozessoptimierung in der Industrie; Fertigungsunternehmen beauftragen ihn regelmäßig als Berater und Interim Manager. Er analysiert anhand von Datenstrukturen hochkomplexe Abhängigkeiten, die den Firmen selbst nicht bewusst sind, und schafft damit Transparenz als Grundlage zur Optimierung. Er arbeitet dabei nach einem Fünf-Phasen-Modell: 1. Anforderungen hinterfragen, 2. unnötige Prozessschritte eliminieren, 3. Prozesse vereinfachen und strukturieren, 4. Durchlaufzeiten beschleunigen und 5. Automatisierung. Seine Erfahrung: „Viele Unternehmen scheitern bei der Optimierung, weil sie diese Schrittfolge nicht vollständig oder nicht in dieser Reihenfolge durchlaufen und zum Beispiel Prozesse optimieren, die in Wahrheit überflüssig sind.“ Gemäß dem Grundsatz „der Teufel steckt im Detail“ arbeitet der Ingenieur mit Promotion bei Einsätzen regelmäßig auf dem Shopfloor, nutzt das ERP-System und zeigt fehlerhafte Prozessstrukturen und Defizite faktenbasiert auf, die das Management bisher gar nicht kannte. Der Tiefgang geht bei Bedarf bis in die Stammdatenpflege.
Pressekontakt: Direktkontakt: Dr. Andreas Vieweg, VPD Verbesserung von Prozessen und Datenstrukturen, Aachen, Mail: avieweg@vpd-consulting.de, Web: https://vpd-consulting.de Presseagentur: euromarcom public relations, E-Mail: team@euromarcom.de
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Deutsche Automobilindustrie schrumpft: Neue Roland-Berger-Studie prognostiziert mindestens 200.000 Stellen weniger bis 2030
München (ots) –
- Roland-Berger-Studie erwartet einen Rückgang von rund 692.000 auf weniger als 500.000 Beschäftigte in der deutschen Automobilindustrie.
- Deutsche Fahrzeugwerke sind nur zu etwa 60 Prozent ausgelastet – ein profitabler Betrieb erfordert mindestens 75 bis 80 Prozent.
- Rechnerisch mindestens fünf Werke zu viel in Deutschland.
Die deutsche Automobilindustrie steht vor einem tiefgreifenden Strukturwandel. Um weiterhin international wettbewerbsfähig zu bleiben, muss sich die Branche laut der neuen Roland-Berger-StudieGermany’s automotive reset:From model of global success to painful consolidationradikal verändern: Selbst wenn jetzt die richtigen Schlüsse gezogen werden, dürften bis 2030 mindestens 200.000 Arbeitsplätze in Deutschland wegfallen. Die Zahl der Beschäftigten bei Herstellern und Zulieferern dürfte von rund 692.000 im Jahr 2025 auf etwa 490.000 sinken. Rund 90.000 direkte Arbeitsplätze, 95.000 Stellen in indirekten Funktionen und 15.000 Managementpositionen wären betroffen. Wenn die notwendigen Entscheidungen nicht zeitnah umgesetzt werden, seien sogar noch mehr Stellenstreichungen zu erwarten.
„Um profitabel zu produzieren, braucht ein Werk eine Auslastung von 75 bis 80 Prozent. Davon sind viele deutsche Standorte weit entfernt. Wir haben Kapazitäten für mehr als sechs Millionen Fahrzeuge, bauen aber nur gut vier Millionen. Das heißt, wir haben rechnerisch mindestens fünf Produktionswerke zu viel. Deshalb führt kein Weg an Kapazitätsanpassungen vorbei“, sagt Felix Mogge, Partner bei Roland Berger.
Die Produktion in Deutschland ist in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Während 2015 noch 5,9 Millionen Fahrzeuge in deutschen Werken hergestellt wurden, waren es 2025 nur noch rund 4,2 Millionen. Gleichzeitig liegt die installierte Produktionskapazität weiterhin bei rund 6,4 Millionen Fahrzeugen pro Jahr. Laut Studie handelt es sich bei den aktuellen Produktionszahlen um den neuen Status quo – ein Zurück zum alten Produktionsvolumen sei nicht zu erwarten.
Überkapazität trifft auf Kostennachteil
Neben den Überkapazitäten in den deutschen Werken kämpft der Produktionsstandort Deutschland mit Kostennachteilen. Bei den Fertigungskosten eines Fahrzeugs, zum Beispiel in den Bereichen Batterie & E-Antrieb, Materialkosten oder Fertigungslohn, verfügen chinesische Hersteller insgesamt über einen Kostenvorteil von rund 30 Prozent.„Zwar haben die deutschen Hersteller technologisch den Anschluss an die Weltspitze geschafft, aber ein Preisunterschied von rund 30 Prozent lässt sich durch Markenstärke allein nicht mehr ausgleichen“,resümiert Mogge.
Roland Berger sieht Unternehmen und Politik gleichermaßen in der Verantwortung, sicherzustellen, dass nicht noch mehr als die erwarteten 200.000 Arbeitsplätze verloren gehen:„Die deutsche Autoindustrie muss ihre Fahrzeuge deutlich schneller entwickeln und produzieren. Auf der anderen Seite muss die Politik die Veränderungen in der Branche aktiv flankieren. Denkbar sind zum Beispiel Innovationscluster, die die technologische Entwicklung fördern, oder eine Qualifizierungsoffensive für Beschäftigte„, betont Sebastian Gundermann, Partner bei Roland Berger.
Während chinesische Hersteller neue Fahrzeuge zum Teil innerhalb von 24 Monaten entwickeln, benötigen deutsche häufig 48 Monate oder länger. Ein realistisches Ziel für die deutsche Industrie ist laut Studie eine Entwicklungszeit von 30 bis 36 Monaten. Auch weitere Investitionen in Zukunftstechnologien seien trotz des aktuellen Kostendrucks essenziell. Die Studie empfiehlt zusätzlich eine Kooperation von Herstellern und Zulieferern bei der Softwareentwicklung, da sich deren Anteil an den Entwicklungskosten bis 2030 mehr als verdoppeln wird.
Die Politik sollte währenddessen geplante Standortumbauten schneller genehmigen und die Zusammenarbeit verschiedener Marktteilnehmer erleichtern. Auch mit Qualifizierungsprogrammen für mehr als 50.000 Beschäftigte in den Bereichen Software, Batterie, Robotik und Künstlicher Intelligenz sollte der Staat die notwendige Transformation aktiv unterstützen.
Die Studie können Sie hier herunterladen: Download
Über die Studie
Die Studie„Germany’s automotive reset: From model of global success to painful consolidation“von Roland Berger analysiert die strukturellen Herausforderungen der Branche im globalen und deutschen Markt. Grundlage sind Auswertungen von Markt-, Unternehmens- und Branchendaten sowie Berechnungen und Analysen von Roland Berger.
Über Roland Berger
Roland Berger ist die einzige führende Strategieberatung mit europäischen Wurzeln. Das Unternehmen vereint tiefe Industrie- und Branchenkenntnis mit umfassender Erfahrung in zentralen Managementfunktionen und Transformationsprojekten. 1967 gegründet und mit Hauptsitz in München, unterstützt Roland Berger Unternehmen weltweit bei der Gestaltung und Umsetzung komplexer Transformationen – von strategischer Neuausrichtung über Performance-Steigerung bis hin zur Entwicklung und Anwendung datenbasierter, KI-gestützter Lösungen. Roland Berger hat sich unternehmensweit Net-Zero-Emissionsziele bis 2040 gesetzt, die von der Science Based Targets Initiative validiert wurden. Über die Fortschritte berichtet das Unternehmen jährlich in seinem ESG-Bericht. Im Jahr 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von über einer Milliarde Euro.
Pressekontakt: Julia Frank Corporate Communications & PR Tel.: +49 160 744 3507 E-Mail: julia.frank@rolandberger.comwww.rolandberger.com
Weiteres Material: www.presseportal.de Quelle: Roland Berger