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  • Cannes startet mit Star-Power, aber ohne Hollywood

    Viele hatten es erwartet, doch erst nachträglich war klar: Das Krimi-Drama «Paper Tiger» mit Scarlett Johansson, Adam Driver und Miles Teller wird im prestigeträchtigen Wettbewerb der Filmfestspiele in Cannes laufen. Es ist der Film mit dem wohl größten Star-Aufgebot, der in das Rennen um die Goldene Palme (12. bis 23. Mai) geht – und dafür nachnominiert wurde.

    Wenn das glamouröse Filmfest am Dienstag in Südfrankreich startet, setzt es einmal mehr auf große Namen. Viele Filme sind mit international bekannten Schauspielern besetzt – darunter Penélope Cruz, Glenn Close, Brendan Fraser, Bill Murray, Dustin Hoffman, Rami Malek und Sandra Hüller. John Travolta zeigt seinen ersten Film als Regisseur. Und Barbra Streisand und «Der Herr der Ringe»-Regisseur Peter Jackson werden mit einer Ehrenpalme ausgezeichnet. 

    Viele Stars, aber Hollywood-Studios fehlen

    Bei all dem Glamour und den Promis fällt aber auch auf: Die großen Hollywood-Studios halten sich in diesem Jahr zurück. Im Wettbewerb vertreten sind jedoch zwei US-amerikanische Regisseure aus dem Arthouse- und Independentkino: James Gray mit «Paper Tiger» und «The Man I Love» von Ira Sachs mit Oscar-Preisträger Rami Malek. Hollywood-Blockbuster wie «Mission: Impossible – The Final Reckoning» mit Tom Cruise, der 2025 in Cannes noch außer Konkurrenz präsentiert wurde, fehlen hingegen.

    Festivaldirektor Thierry Frémaux führt das auf die Lage der US-Filmindustrie zurück. In einem Interview des Branchenmagazins «Screen Daily» sagte er, die USA habe die Corona-Pandemie, die Hollywood-Streiks und die Brände in Los Angeles erlebt. Hinzu kämen eine politisch unsichere Lage sowie laufende Studio-Übernahmen. «All das sorgt nicht für die nötige Gelassenheit, um Entscheidungen zu treffen, geschweige denn Filme zu produzieren, die in der Regel Millionen von Dollar kosten», sagte Frémaux.

    Doch auch ohne die US-Studios zieht es Stars nach Cannes, zum Beispiel «Marvel»-Schauspieler Sebastian Stan an der Seite von Renate Reinsve im Drama «Fjord» des rumänischen Regisseurs Cristian Mungiu. In «Diamond» von Andy Garcia gehören Brendan Fraser, Bill Murray, Dustin Hoffman und Vicky Krieps zum Cast. Für die Komödie «Full Phil» (Quentin Dupieux) werden Kristen Stewart und Woody Harrelson in Cannes erwartet.

    Internationales Autorenkino gewinnt an Bedeutung

    Das zeigt auch, dass das internationale Autorenkino weiter an Bedeutung gewinnt. Damit war das Filmfest in den vergangenen Jahren äußerst erfolgreich. Bei den diesjährigen Oscars zum Beispiel liefen vier von fünf nominierte Produktionen in der Sparte Bester internationaler Film zuvor an der Croisette, darunter der Oscar-Gewinner «Sentimental Value». Die Cannes-Hits «Parasite» (2020) und «Anora» (2025) wurden bei den Oscars sogar als bester Film ausgezeichnet.

    Auch in diesem Jahr konkurrieren internationale Schwergewichte im Wettbewerb. Der iranische Regisseur Asghar Farhadi kehrt mit dem in Paris gedrehten Film «Parallel Tales» zurück. Der spanische Star-Regisseur Pedro Almodóvar kommt mit seinem neuen Film «Bitter Christmas». 

    Und der Japaner Hirokazu Koreeda, der 2018 für «Shoplifters» die Goldene Palme gewann, zeigt «Sheep in the Box» – über ein Paar, das einen humanoiden Roboter wie ein Kind großzieht. Wer am Ende die Goldene Palme gewinnt, entscheidet eine Jury unter Vorsitz des südkoreanischen Regisseurs Park Chan-wook («No Other Choice»). Demi Moore und Stellan Skarsgård sind ebenfalls Teil der Jury.

    Sandra Hüller, Jella Haase – und Lars Eidinger gleich doppelt

    Eine Chance auf eine Auszeichnung hat auch die deutsche Regisseurin Valeska Grisebach mit ihrem Wettbewerbsfilm «Das geträumte Abenteuer». Er spielt in der Grenzregion zwischen Bulgarien, Griechenland und der Türkei und folgt einer Frau, die sich auf einen fragwürdigen Deal einlässt, um einem alten Freund zu helfen.

    Neben Grisebach sind in Cannes weitere deutsche Namen vertreten. Sandra Hüller etwa spielt in Pawel Pawlikowskis «Vaterland» über den Kalten Krieg Erika Mann, die Tochter von Schriftsteller Thomas Mann. Jella Haase ist in «Gentle Monster» der Österreicherin Marie Kreutzer neben Léa Seydoux und Catherine Deneuve zu sehen.

    Und Lars Eidinger mischt gleich doppelt mit: Im Wettbewerbsfilm «Moulin» von László Nemes verkörpert er den Gestapo-Chef Klaus Barbie. Zudem spielt er in «Heimsuchung – Eine Jahrhundertgeschichte» mit, dem neuen Film von Regie-Größe Volker Schlöndorff. Die Literaturverfilmung nach Jenny Erpenbeck läuft in der Sonderreihe «Cannes Première». Hier präsentiert auch John Travolta sein Regie-Debüt «Propeller One-Way Night Coach», ein von seiner Flugleidenschaft inspirierter Film.

  • Pistorius zu Gesprächen in der Ukraine eingetroffen

    Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) ist zu Gesprächen über einen Ausbau der Rüstungskooperation mit der Ukraine in der Hauptstadt Kiew eingetroffen. Bei neuen Projekten stehe die gemeinsame Entwicklung modernster unbemannter Waffensysteme aller Reichweiten im Fokus, sagte er der Deutschen Presse-Agentur zum Auftakt der Reise, die aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich angekündigt worden war.

  • Trotz Gerüchten im Netz: Bluetooth-Kopfhörer unbedenklich

    Musik beim Joggen, Krafttraining oder auf dem Weg zur Arbeit: Bluetooth-Kopfhörer sind weit verbreitet. Immer wieder kursieren im Netz Warnungen vor einer angeblich gefährlichen Strahlung der Geräte. Dabei wird häufig auf die Nutzung ähnlicher Frequenzen wie bei Mikrowellen verwiesen. Fachleute sehen darin jedoch keinen Hinweis auf eine Gesundheitsgefahr.

    Behauptung

    Die Strahlung von Bluetooth-Kopfhörern schädigt das Gehirn und ist krebserregend.

    Bewertung

    Falsch. Es gibt keine wissenschaftlichen Belege für gesundheitsschädliche Wirkungen von Bluetooth-Kopfhörern.

    Fakten

    Bluetooth-Kopfhörer nutzen hochfrequente elektromagnetische Felder. Sie arbeiten dabei ähnlich wie WLAN oder Mikrowellenherde im Bereich von etwa 2,45 Gigahertz. Entscheidend für mögliche gesundheitliche Auswirkungen ist jedoch nicht allein die Frequenz, sondern vor allem die Leistung der Geräte.

    Nach Angaben des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) nutzen Bluetooth-Kopfhörer nur eine vergleichsweise geringe Leistung im Milliwatt-Bereich. Im Gegensatz zu einem Mikrowellenherd mit rund 1000 Watt erreichen typische Geräte nur etwa 0,0025 Watt.

    «Diese Leistung ist so gering, dass die Nutzung von Bluetooth-Kopfhörern nicht zu einer relevanten Erwärmung des Gewebes am Ohr führen kann», erklärt Florian Kohn, wissenschaftlicher Referent im Kompetenzzentrum Elektromagnetische Felder beim BfS.

    Sendeleistung von Smartphones deutlich höher

    Die gesundheitlichen Auswirkungen von Strahlung auf den menschlichen Organismus gelten als gründlich erforscht. Gesetze und Normen sehen Grenzwerte zur Produktsicherheit vor. Eine Größe ist die spezifische Absorptionsrate (SAR), die etwa für Handys angewendet wird. Dieser SAR-Wert gibt an, «wie viel Energie das Körpergewebe bei der Nutzung des Telefons aufnimmt», erläutert Kohn.

    Für Smartphones, die laut Kohn auf eine maximale Sendeleistung von 200 Milliwatt (0,2 Watt) kommen, im Alltag jedoch meist darunter liegen, beträgt der maximal zulässige SAR-Wert zwei Watt pro Kilogramm Körpergewebe. Zum Vergleich: Kabellose Kopfhörer arbeiten mit einer Sendeleistung von etwa 2,5 Milliwatt (0,0025 Watt).

    «SAR-Werte durch Funkwellen einzelner Bluetooth-Geräte bleiben in der Regel unterhalb der empfohlenen Grenzwerte», sagt auch Sarah Drießen vom Forschungszentrum für elektromagnetische Umweltverträglichkeit der Uniklinik Aachen. Mit anderen Worten: Die elektromagnetischen Felder sind zu schwach, um die Temperatur des Körpergewebes so stark zu erhöhen, dass gesundheitliche Gefahren drohen.

    Auch Thomas Zwick, Leiter des Instituts für Hochfrequenztechnik und Elektronik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), verweist auf die bisherige Studienlage. Elektromagnetische Strahlung im Mikrowellenbereich sei vielfach untersucht worden, «bisher ohne einen Nachweis für Erkrankungen beim Menschen bei Einhaltung der Grenzwerte».

    Kabel als Alternative? Ja, aber Handy weg vom Körper

    Wer die Strahlenbelastung im Kopfbereich dennoch reduzieren möchte, kann kabelgebundene Kopfhörer verwenden. Expertin Drießen weist darauf hin, dass dann häufig das Smartphone näher am Körper getragen wird und dadurch unter Umständen eine höhere Belastung durch das Mobiltelefon entsteht.

  • KI gibt Siemens Energy Rückenwind in den USA

    Der Stromhunger der KI-Rechenzentren treibt die Geschäfte bei Siemens Energy an. Insbesondere diese Nachfrage habe im zweiten Quartal des Geschäftsjahres für Rekordauftragseingänge gesorgt, teilte der Konzern mit, der nach zweieinhalb Jahren meist steigender Aktienkurse inzwischen zu den wertvollsten Unternehmen in Deutschland gehört.

    Dass die Geschäfte blendend laufen, hatte Siemens Energy bereits im April auf Basis vorläufiger Zahlen gemeldet und die Prognose angehoben. Diese Zahlen bestätigte der Konzern nun: Der Gewinn nach Steuern stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwei Drittel auf 835 Millionen Euro, der Umsatz von 10 auf 10,3 Milliarden und der Auftragseingang von 14,4 auf 17,7 Milliarden Euro. Bis zum Ende des Geschäftsjahres am 30. September will Siemens Energy rund 4 Milliarden Euro Gewinn machen. 

    Marktumfeld «sehr positiv»

    «Das Marktumfeld, in dem wir uns bewegen, bleibt trotz geopolitischer Unsicherheiten sehr positiv», sagt Siemens-Energy-Chef Christian Bruch. «Das spiegelt sich in einem erneut sehr starken Quartal und einem 
    überzeugenden ersten Halbjahr wider. Dass wir den Ausblick anheben, zeigt unsere Überzeugung, dass sich diese Entwicklung fortsetzt.»

    Selbst die Krisentochter Siemens Gamesa, die in der Vergangenheit immer wieder den ganzen Konzern in die roten Zahlen gezogen hatte, kommt auf ihrem Weg in die Gewinnzone voran. Im abgelaufenen Quartal meldete sie nur noch einen Verlust von 39 Millionen Euro. Vor einem Jahr waren es noch mehr als eine halbe Milliarde Euro gewesen. Gamesa soll in einem der nächsten Quartale wieder schwarze Zahlen schreiben. 

    Die größten Gewinnbringer waren im zweiten Quartal erneut die Sparten Gas Services und Grid Technologies (Netztechnologie) mit jeweils mehr als einer halben Milliarde Gewinn. Einen Teil der Einkünfte will Energy bereits wieder an seine Aktionäre zurückgeben: Das laufende Aktienrückkaufprogramm soll beschleunigt werden.

  • Bundesrat verweigert Entlastungsprämie die Zustimmung

    Die steuerfreie Entlastungsprämie von bis zu 1.000 Euro, die Unternehmen an ihre Beschäftigten zahlen können, kommt vorerst nicht. Der Bundesrat stimmte dem vom Bundestag bereits beschlossenen Gesetzentwurf überraschend nicht zu. Die Länder kritisieren, dass sie und die Kommunen den Großteil der Kosten tragen müssten.

  • Deutsche «Hondius»-Passagiere in Niederlanden gelandet

    Vier deutsche Passagiere des von einem Hantavirus-Ausbruch betroffenen Kreuzfahrtschiffs sind mit einem Evakuierungsflug in den Niederlanden angekommen. Das von der Kanaren-Insel Teneriffa kommende Flugzeug mit insgesamt 26 Passagieren und Crewmitgliedern der «Hondius» landete am Abend in Eindhoven, von wo aus es für die Deutschen weiter nach Frankfurt geht.

  • Kann der Rüstungsboom den Strukturwandel im Land stützen?

    Die milliardenschweren Investitionen der Bundeswehr in Ostdeutschland wecken Hoffnungen auf neue Industriearbeitsplätze in Sachsen-Anhalt. Unternehmen versuchen verstärkt, sich neue Geschäftsfelder im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich zu erschließen. Doch wie stark das Land tatsächlich von den steigenden Verteidigungsausgaben profitieren wird, ist bislang offen. Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften dämpfen Erwartungen an einen größeren Beschäftigungsboom.

    Die Bundeswehr plant nach Angaben des Verteidigungsministeriums Investitionen von rund 1,37 Milliarden Euro in Sachsen-Anhalt – etwa für Infrastruktur und neue Einrichtungen. Gleichzeitig sehen immer mehr Unternehmen Chancen im Verteidigungsmarkt. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums suchen inzwischen auch Firmen aus der Automobilzulieferindustrie Kontakte zur Sicherheits- und Verteidigungsbranche.

    Rheinmetall baut Standort im Harz aus

    Am konkretesten ist der Ausbau bislang beim Rüstungskonzern Rheinmetall in Silberhütte im Harz. Dort sollen die Produktionskapazitäten für pyrotechnische Sätze – etwa für Signal-, Leucht- und Nebelmittel – bis 2027 verdoppelt werden. Geplant seien Investitionen von 30 bis 40 Millionen Euro sowie bis zu 150 zusätzliche Arbeitsplätze, teilte ein Rheinmetall-Sprecher mit. Gesucht würden vor allem «pyrotechnische Facharbeiter», daneben auch Logistiker, Chemiefacharbeiter oder Mitarbeiter in der Qualitätssicherung.

    Der Konzern setzt dabei auch auf Beschäftigte aus anderen Industriebereichen. «Handwerker und Menschen mit einer industriellen Ausbildung können nach einer zweijährigen internen Ausbildung dazu befähigt werden», erklärte Rheinmetall. Daher seien Menschen aus anderen Berufszweigen herzlich willkommen. Nach Angaben des Unternehmens arbeiten derzeit fast 300 Menschen am Standort Silberhütte.

    Das Land sieht in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie grundsätzlich Chancen für den Strukturwandel. «Die gestiegenen Investitionen in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (SVI) könnten einen Beitrag dazu leisten, weggefallene Industriearbeitsplätze in anderen Bereichen zu ersetzen», erklärte das Wirtschaftsministerium. Gleichzeitig räumt die Landesregierung ein, dass sich bislang kaum abschätzen lasse, wie stark Sachsen-Anhalt tatsächlich profitieren wird.

    Bund hat keine regionalen Zahlen

    Auch das Bundesverteidigungsministerium kann dazu derzeit keine konkreten Angaben machen. Das Ministerium erklärte, es gebe «keine Statistik zur regionalen Verortung der Haushaltsmittel aus dem Sondervermögen». Viele Rüstungsprojekte hätten internationale Lieferketten, regionale Wertschöpfung lasse sich daher oft «nur bedingt beziehungsweise nicht verlässlich» zuordnen.

    Der Maschinenbauverband VDMA sieht zwar neue Chancen für Unternehmen, bremst aber Erwartungen an einen großen Beschäftigungsschub. «Das lässt sich aktuell nicht seriös abschätzen oder konkret beantworten», erklärte der Verband auf die Frage, ob die wachsende Verteidigungsindustrie Jobverluste im Automotive-Bereich auffangen könne. Der Verteidigungsbereich werde als Kunde des Maschinenbaus jedoch nicht dieselbe Größenordnung wie die Automobilindustrie erreichen.

    Zwar gebe es Überschneidungen bei Qualifikationen etwa in Fertigungstechnik, Elektronik oder Mechatronik. Dennoch blieben viele Unternehmen zunächst Zulieferer. «Maschinenbaufirmen werden in aller Regel nicht selbst zu Rüstungsgüterproduzenten», erklärte der Verband. Hürden seien unter anderem Regulierung, Zertifizierung und Sicherheitsanforderungen.

    Dass die Sicherheitsbranche inzwischen auch für andere Industriebetriebe an Bedeutung gewinnt, zeigt etwa der Magdeburger Helmhersteller Schuberth. Das Unternehmen produziert neben Motorradhelmen seit Jahren auch Schutzhelme für Polizei, Feuerwehr und Militär. Bereits vor einigen Jahren hatte das Unternehmen auf eine steigende Bedeutung dieses Geschäftsbereichs verwiesen.

    Rheinmetall kündigte zudem an, sein Engagement in Ostdeutschland auszubauen. «Diese Lage hat sich im Zuge der Zeitenwende verändert», erklärte der Konzern mit Blick auf die bislang eher westdeutsch geprägte Rüstungsindustrie. Das Unternehmen stehe bereits mit verschiedenen Landesregierungen zu möglichen weiteren Projekten in Kontakt.

    Rüstung ist bestenfalls eine «Beschäftigungsbrücke»

    Doch auch die IG Metall dämpft die Erwartungen an einen größeren Beschäftigungseffekt. «Die Vorstellung, die Rüstungsindustrie könne das auffangen, was in der Automobilindustrie gerade wegbricht, ist ein industriepolitisches Luftschloss», erklärte Gewerkschaftssprecher Jan Mentrup. Die Mathematik sei eindeutig: «Rüstung ist kein Auffangbecken, sondern bestenfalls eine Beschäftigungsbrücke.»

    Der Wechsel von Beschäftigten aus der Autoindustrie in die Wehrtechnik sei schwieriger als häufig dargestellt. «Nur ein Bruchteil der frei werdenden Beschäftigten kann tatsächlich eins zu eins in die Rüstungsindustrie wechseln», erklärte die Gewerkschaft.

  • Von Virusausbruch betroffenes Schiff in Teneriffa angekommen

    Das von einem Ausbruch des Hantavirus betroffene Kreuzfahrtschiff ist Live-Aufnahmen des spanischen Fernsehens zufolge in den Hafen Granadilla der Insel Teneriffa eingefahren. Von hier aus sollen die Menschen an Bord der «Hondius», darunter mehrere Deutsche, unter strengen Sicherheitsvorkehrungen zu einem nahegelegenen Flughafen gebracht und sofort in ihre Heimatländer geflogen werden.

  • Commerzbank baut weitere 3.000 Stellen ab

    Die Commerzbank will im Übernahmeringen mit der italienischen Unicredit konzernweit etwa 3.000 weitere Vollzeitstellen abbauen. Das teilte der Dax-Konzern in Frankfurt mit.

  • USA und Iran beschießen sich in Straße von Hormus

    Trotz Waffenruhe haben sich die USA und der Iran gegenseitig in der Straße von Hormus beschossen. «US-Streitkräfte wehrten unprovozierte iranische Angriffe ab und reagierten mit Schlägen zur Selbstverteidigung», teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) des US-Militärs auf der Plattform X mit. Das iranische Militär bestätigte Angriffe auf US-Kriegsschiffe und machte dafür US-Attacken auf einen iranischen Öltanker verantwortlich.