Der Automatisierungsspezialist Festo will rund 1.300 Stellen streichen. Angesichts verschärfter Marktbedingungen setze man auf ein globales Transformationsprogramm, teilte das Unternehmen aus Esslingen am Neckar mit.
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EU genehmigt deutsche Milliarden für Klimaschutz
Deutschland darf seine Industrie beim Umstieg auf klimafreundlichere Produktionsweisen mit fünf Milliarden Euro unterstützen. Die Europäische Kommission gab grünes Licht für entsprechende Pläne der Bundesregierung, wie sie in Brüssel mitteilte.
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EU genehmigt Deutsche Milliarden für Klimaschutz
Deutschland darf seine Industrie beim Umstieg auf klimafreundlichere Produktionsweisen mit fünf Milliarden Euro unterstützen. Die Europäische Kommission gab grünes Licht für entsprechende Pläne der Bundesregierung, wie sie in Brüssel mitteilte.
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Einigung: EU will KI für Missbrauch-Deepfakes verbieten
KI-Anwendungen zum missbräuchlichen Erstellen von sexualisierten Deepfakes sollen in der EU künftig verboten sein. Vertreter der Mitgliedstaaten und des Europäischen Parlaments einigten sich auf eine entsprechende Anpassung des KI-Gesetzes, wie die zyprische EU-Ratspräsidentschaft mitteilte.
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Deutsche Exporte steigen – aber neue Zolldrohungen von Trump
Lichtblick für Deutschlands Exporteure inmitten neuer Zolldrohungen aus den USA: Im März wuchsen die Ausfuhren «Made in Germany» in alle Welt überraschend – trotz des Nahostkriegs. Von Aufatmen kann aber keine Rede sein. Mit einem Ultimatum von US-Präsident Donald Trump an die EU droht der Handelsstreit zwischen Europa und den USA wieder aufzuflammen. Zudem sank die Produktion der deutschen Industrie unerwartet, sie leidet unter dem Iran-Konflikt.
Im März legten die Exporte um 0,5 Prozent zum Februar auf 135,8 Milliarden Euro zu, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Zum Vorjahresmonat stand ein Plus von 1,9 Prozent. Analysten hatten nach einem starken Februar mit einem Minus gerechnet. Zugleich schrumpfte aber die Produktion im verarbeitenden Gewerbe um 0,7 Prozent – vor allem im Maschinenbau und der Energieerzeugung, während Bau und Autobranche zulegten.
«Die Aussichten auf eine moderate Erholung der Industrie trüben sich angesichts des Nahostkonflikts und der von US-Präsident Donald Trump angedrohten Zölle zunehmend ein», schrieb Nils Jannsen, Leiter Konjunktur Deutschland am Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW).
Teure Energie mit Iran-Krieg dämpft die Stimmung
«Die Industrie befindet sich nach einem Zwischenhoch wieder auf dem absteigenden Ast», meinte der Ökonom Jens-Oliver Niklasch von der Landesbank Baden-Württemberg. Offenkundig habe der Anstieg der Energiepreise wegen des Iran-Kriegs für einen Dämpfer gesorgt. «Für eine Stimmungsverbesserung braucht es zuallererst eine Öffnung der Straße von Hormus.»
Ein Ende des Kriegs und der Lieferkettenprobleme durch die Sperrung der Meerenge sei aber nicht in Sicht, meint DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. «Das leichte Exportplus reicht nicht für eine Entwarnung. Die wirtschaftlichen Folgen des Kriegs im Nahen Osten sind noch nicht überall absehbar, das konjunkturell dickere Ende kommt noch nach.»
Geschäft mit USA unter Druck – und Trump droht weiter
Im März blieben die USA wichtigster Auslandsmarkt für deutsche Exporteure, Ausfuhren im Wert von 11,2 Milliarden Euro bedeuteten allerdings einen Rückgang um 7,9 Prozent um Vormonat. Verglichen mit März 2025 schrumpften die Exporte sogar um gut ein Fünftel (21,4 Prozent). «Die Zollpolitik des US-Präsidenten Donald Trump hinterlässt demnach deutliche Bremsspuren», sagte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank.
Und Trump treibt seinen aggressiven Kurs unbeirrt voran, auch wenn ein US-Gericht von ihm verhängte temporäre Importzölle von zehn Prozent für rechtswidrig erklärte. Er setzt der EU eine Frist: Sollte sie nicht bis zum Geburtstag der USA am 4. Juli ihren Teil des transatlantischen Handelsabkommens erfüllen, würden die Zölle «leider sofort auf ein viel höheres Niveau steigen», drohte er auf seiner Plattform Truth Social.
Im Sommer 2025 hatten sich die EU und die USA auf eine Zollobergrenze von 15 Prozent auf die meisten EU-Warenimporte in die USA geeinigt. Im Gegenzug verpflichtete sich die EU, Zölle auf US-Industriegüter zu streichen und den Marktzugang für US-Agrarprodukte zu erleichtern. Unter anderem Zolldrohungen von Trump im Grönland-Konflikt bremsten aber die Umsetzung des Deals.
Auch aus China kommt kein Rückenwind für die deutschen Exporteure: Die Ausfuhren dorthin sanken im März um 1,8 Prozent gegenüber Februar. Dagegen wuchs das Geschäft der deutschen Exporteure mit der EU um 3,4 Prozent auf 78,4 Milliarden Euro und erwies sich erneut als Stütze.
Wachstumsprognosen gekappt
Die Exporteure, einst eine Säule der deutschen Wirtschaft, stehen mit Trumps Zollpolitik und Konkurrenz aus China schon länger unter Druck. Zuletzt hatte der Iran-Krieg für Unsicherheit gesorgt und die Hoffnung auf einen spürbaren Aufschwung zunichtegemacht. Die gestiegenen Ölpreise belasten Verbraucher an den Tankstellen, dämpfen den Konsum und verteuern den Transport von Waren – das trifft die Exportnation Deutschland besonders. Die Bundesregierung hat ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr auf 0,5 Prozentpunkte halbiert.
Iran-Krieg belastet Unternehmen
Den deutschen Exporten von knapp 136 Milliarden Euro im März standen kräftig wachsende Importe von gut 121 Milliarden Euro gegenüber. Unterm Strich stand ein Außenhandelsüberschuss von 14,3 Milliarden Euro, deutlich weniger als im Februar (19,6 Mrd Euro) – aus Sicht des Handelsverbands BGA ein Warnsignal. Unternehmen spürten zunehmend die Folgen des Iran-Kriegs in Form steigender Speditionspreise und teurerer Vorprodukte, schrieb Präsident Dirk Jandura.
Noch 2025 hatten die deutschen Exporte erstmals seit zwei Jahren wieder zugelegt – trotz des Zollstreits mit Trump. Für 2026 rechnet die Deutsche Industrie- und Handelskammer wegen des Iran-Kriegs mit einer Stagnation der Exporte statt einem Plus von 1,0 Prozent, wie zuvor erwartet.
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FC Bayern im Halbfinale der Champions League ausgeschieden
Der FC Bayern München hat den Einzug ins Finale der Champions League verpasst. Im Halbfinal-Rückspiel spielte der deutsche Fußball-Meister am Abend nur 1:1 (0:1) gegen Paris Saint-Germain. Der Titelverteidiger trifft im Endspiel am 30. Mai in Budapest auf den FC Arsenal.
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Durchsuchungen in zwölf Ländern bei mutmaßlichen Neonazis
In zwölf Bundesländern laufen Durchsuchungen bei mutmaßlichen Rechtsextremisten – ausgenommen sind Baden-Württemberg, Thüringen, Hamburg und Bremen. 36 Personen werde die Bildung oder Mitgliedschaft in den kriminellen Vereinigungen «Jung und Stark» sowie «Deutsche Jugend voran» vorgeworfen, sagte eine Sprecherin der Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe.
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Industrieproduktion sinkt – Trendwende nicht in Sicht
In Deutschland zeichnet sich in der Industrie keine Trendwende ab. Im März ging die Fertigung im verarbeitenden Gewerbe im Monatsvergleich überraschend um 0,7 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Analysten hatten eigentlich ein leichtes Plus erwartet.
Im Februar war der für die deutsche Wirtschaft wichtige Bereich zudem stärker als ursprünglich gemeldet geschrumpft. Die Fertigung ging nach revidierten Zahlen um 0,5 Prozent zurück. Zuerst war ein Rückgang von 0,3 Prozent gemeldet worden.
Im Jahresvergleich meldete das Statistikamt für März kalenderbereinigt ein Minus von 2,8 Prozent. Auch das blieb klar hinter den Erwartungen der Experten zurück.
Am Vortag hatten Auftragsdaten noch positiv überrascht. Im März zog der Auftragseingang im Monatsvergleich überraschend deutlich um fünf Prozent an.
LBBW-Ökonom Jens-Oliver Niklasch sieht die Industrie nach einem Zwischenhoch wieder auf dem absteigenden Ast. Der Anstieg der Energiepreise als Folge des Iran-Kriegs habe offenbar für einen Dämpfer gesorgt. «Insgesamt überwiegen derzeit die Abwärtsrisiken», sagte Niklasch. Für eine Stimmungsverbesserung brauche es eine Öffnung der Straße von Hormus.
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Produktion im März 2026: -0,7 % zum Vormonat / Produktion in den energieintensiven Industriezweigen um 1,2 % gestiegen
Produktion im Produzierenden Gewerbe
März 2026 (real, vorläufig):
-0,7 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)
-2,8 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)
Februar 2026 (real, revidiert):
-0,5 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)
-0,2 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)
Die reale (preisbereinigte) Produktion im Produzierenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im März 2026 gegenüber Februar 2026 saison- und kalenderbereinigt um 0,7 % gesunken. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich war die Produktion von Januar 2026 bis März 2026 um 1,2 % niedriger als in den drei Monaten zuvor. Im Februar 2026 sank die Produktion gegenüber Januar 2026 nach Revision der vorläufigen Ergebnisse um 0,5 % (vorläufiger Wert: -0,3 %). Im Vergleich zum Vorjahresmonat März 2025 war die Produktion im März 2026 kalenderbereinigt 2,8 % niedriger.
Produktionsrückgänge in der Energieerzeugung und im Maschinenbau
Der Rückgang im März 2026 gegenüber dem Vormonat ist auf die Produktionsrückgänge in der Energieerzeugung (-4,0 %) und im Maschinenbau (-2,7 %) zurückzuführen. Positiv wirkten sich hingegen die Anstiege im Baugewerbe (+1,9 %) und in der Automobilindustrie (+1,9 %) aus.
Die Industrieproduktion (Produzierendes Gewerbe ohne Energie und Baugewerbe) sank im März 2026 gegenüber Februar 2026 saison- und kalenderbereinigt um 0,9 %. Dabei sank die Produktion von Investitionsgütern um 1,6 % und die Produktion von Konsumgütern um 1,9 %. Die Produktion von Vorleistungsgütern stieg dagegen um 0,8 %.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat März 2025 sank die Industrieproduktion kalenderbereinigt um 4,1 %.
Produktion in energieintensiven Industriezweigen gestiegen
In den energieintensiven Industriezweigen ist die Produktion im März 2026 gegenüber Februar 2026 saison- und kalenderbereinigt um 1,2 % gestiegen. Im Dreimonatsvergleich war die Produktion in den energieintensiven Industriezweigen von Januar 2026 bis März 2026 um 2,1 % höher als in den drei Monaten zuvor. Verglichen mit dem Vorjahresmonat März 2025 war die energieintensive Produktion im März 2026 kalenderbereinigt um 1,2 % niedriger. Eine Analyse zum Produktionsindex für energieintensive Industriezweige ist auf der Themenseite „Industrie, Verarbeitendes Gewerbe“ im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes verfügbar.
Methodische Hinweise:
In allen Meldungen zu Konjunkturindikatoren sind die unterschiedlichen Vergleichszeiträume zu beachten. Im Fokus der Konjunkturbeobachtung steht der Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte zum Vormonat/Vorquartal. Hieraus lässt sich die kurzfristige konjunkturelle Entwicklung ablesen. Der kalenderbereinigte Vorjahresvergleich dient einem längerfristigen Niveauvergleich und ist von saisonalen Schwankungen und Kalendereffekten unabhängig.
Die Veränderungsraten basieren auf dem Produktionsindex für das Produzierende Gewerbe. Das durchschnittliche Ergebnis im Jahr 2021 wird dabei als Basis des Index verwendet und auf 100 Indexpunkte festgelegt (2021 = 100). Die Saison- und Kalenderbereinigung erfolgte mit dem Verfahren X13 JDemetra+.
Die dem Produktionsindex zugrundeliegende Datenerhebung erfolgt fachlich gegliedert nach dem Güterverzeichnis für Produktionsstatistiken (GP). Im Berichtsmonat Januar 2026 hat die neue Fassung des Güterverzeichnisses, Ausgabe 2026 (GP 2026), die bisher gültige Ausgabe 2019 (GP 2019) abgelöst. Die bei der Ergebnisdarstellung genutzte Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008) änderte sich durch die GP-Umstellung nicht, die Abgrenzung der Wirtschaftszweige bleibt somit bestehen. Auch die in der Pressemitteilung betrachteten Ergebnisse auf höher aggregierter Ebene (WZ-2-Steller und Aggregate) bleiben unverändert. Die GP-Umstellung betrifft lediglich die interne Zuordnung der produzierten Güter auf die 4-Steller der Klassifikation der Wirtschaftszweige.
Die fünf hier als energieintensiv bezeichneten Branchen haben einen besonders hohen Energiebedarf im Verhältnis zu ihrer Bruttowertschöpfung. Bezogen auf das Berichtsjahr 2021 benötigten sie zusammen 77 % des gesamten industriellen Energieverbrauchs. Ihr Anteil an der industriellen Bruttowertschöpfung betrug 17 %. In diesen Branchen waren 2021 rund 930 000 Beschäftige in rund 7 000 Industriebetrieben in Deutschland tätig.
In dieser Pressemitteilung werden für einige Wirtschaftszweige für ein besseres Verständnis Kurzbezeichnungen verwendet, die von den Bezeichnungen der Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008) abweichen. Eine Übersicht dieser Kurzbezeichnungen ist auf der Themenseite „Industrie, Verarbeitendes Gewerbe“ im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes zu finden.
Weitere Informationen:
Basisdaten und lange Zeitreihen zum Produktionsindex im Produzierenden Gewerbe können über die Tabelle Indizes der Produktion (42153-0001) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden. Die Zeitreihe Produktionsindex energieintensive Industriezweige liegt dort nun ab dem Jahr 2005 vor.
Eine Analyse zum Zusammenhang zwischen Materialknappheit, Auftragseingängen, Produktion und Preisen in der Industrie bietet ein Dossier auf der Themenseite „Konjunkturindikatoren“ im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes. Ausführliche Informationen zur Produktion der energieintensiven Industriezweige sind auf der Themenseite „Industrie, Verarbeitendes Gewerbe“ verfügbar.
Der Produktionsindex ist auch im „Dashboard Konjunktur“ (www.dashboard-konjunktur.de) verfügbar. In diesem Datenportal bündelt das Statistische Bundesamt hochfrequente Indikatoren der amtlichen Statistik und weiterer Datenanbieter zu den Themen Wirtschaft und Finanzen sowie Arbeitsmarkt, Bauen und Energie.
Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.
Weitere Auskünfte: Konjunkturindizes, Saisonbereinigung Telefon: +49 611 75 2806 www.destatis.de/kontakt
Pressekontakt: Statistisches Bundesamt Pressestelle www.destatis.de/kontakt Telefon: +49 611-75 34 44
Weiteres Material: www.presseportal.de Quelle: Statistisches Bundesamt
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Produktion im März 2026: -0,7 % zum Vormonat / Produktion in den energieintensiven Industriezweigen um 1,2 % gestiegen
Produktion im Produzierenden Gewerbe
März 2026 (real, vorläufig):
-0,7 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)
-2,8 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)
Februar 2026 (real, revidiert):
-0,5 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)
-0,2 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)
Die reale (preisbereinigte) Produktion im Produzierenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im März 2026 gegenüber Februar 2026 saison- und kalenderbereinigt um 0,7 % gesunken. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich war die Produktion von Januar 2026 bis März 2026 um 1,2 % niedriger als in den drei Monaten zuvor. Im Februar 2026 sank die Produktion gegenüber Januar 2026 nach Revision der vorläufigen Ergebnisse um 0,5 % (vorläufiger Wert: -0,3 %). Im Vergleich zum Vorjahresmonat März 2025 war die Produktion im März 2026 kalenderbereinigt 2,8 % niedriger.
Produktionsrückgänge in der Energieerzeugung und im Maschinenbau
Der Rückgang im März 2026 gegenüber dem Vormonat ist auf die Produktionsrückgänge in der Energieerzeugung (-4,0 %) und im Maschinenbau (-2,7 %) zurückzuführen. Positiv wirkten sich hingegen die Anstiege im Baugewerbe (+1,9 %) und in der Automobilindustrie (+1,9 %) aus.
Die Industrieproduktion (Produzierendes Gewerbe ohne Energie und Baugewerbe) sank im März 2026 gegenüber Februar 2026 saison- und kalenderbereinigt um 0,9 %. Dabei sank die Produktion von Investitionsgütern um 1,6 % und die Produktion von Konsumgütern um 1,9 %. Die Produktion von Vorleistungsgütern stieg dagegen um 0,8 %.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat März 2025 sank die Industrieproduktion kalenderbereinigt um 4,1 %.
Produktion in energieintensiven Industriezweigen gestiegen
In den energieintensiven Industriezweigen ist die Produktion im März 2026 gegenüber Februar 2026 saison- und kalenderbereinigt um 1,2 % gestiegen. Im Dreimonatsvergleich war die Produktion in den energieintensiven Industriezweigen von Januar 2026 bis März 2026 um 2,1 % höher als in den drei Monaten zuvor. Verglichen mit dem Vorjahresmonat März 2025 war die energieintensive Produktion im März 2026 kalenderbereinigt um 1,2 % niedriger. Eine Analyse zum Produktionsindex für energieintensive Industriezweige ist auf der Themenseite „Industrie, Verarbeitendes Gewerbe“ im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes verfügbar.
Methodische Hinweise:
In allen Meldungen zu Konjunkturindikatoren sind die unterschiedlichen Vergleichszeiträume zu beachten. Im Fokus der Konjunkturbeobachtung steht der Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte zum Vormonat/Vorquartal. Hieraus lässt sich die kurzfristige konjunkturelle Entwicklung ablesen. Der kalenderbereinigte Vorjahresvergleich dient einem längerfristigen Niveauvergleich und ist von saisonalen Schwankungen und Kalendereffekten unabhängig.
Die Veränderungsraten basieren auf dem Produktionsindex für das Produzierende Gewerbe. Das durchschnittliche Ergebnis im Jahr 2021 wird dabei als Basis des Index verwendet und auf 100 Indexpunkte festgelegt (2021 = 100). Die Saison- und Kalenderbereinigung erfolgte mit dem Verfahren X13 JDemetra+.
Die dem Produktionsindex zugrundeliegende Datenerhebung erfolgt fachlich gegliedert nach dem Güterverzeichnis für Produktionsstatistiken (GP). Im Berichtsmonat Januar 2026 hat die neue Fassung des Güterverzeichnisses, Ausgabe 2026 (GP 2026), die bisher gültige Ausgabe 2019 (GP 2019) abgelöst. Die bei der Ergebnisdarstellung genutzte Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008) änderte sich durch die GP-Umstellung nicht, die Abgrenzung der Wirtschaftszweige bleibt somit bestehen. Auch die in der Pressemitteilung betrachteten Ergebnisse auf höher aggregierter Ebene (WZ-2-Steller und Aggregate) bleiben unverändert. Die GP-Umstellung betrifft lediglich die interne Zuordnung der produzierten Güter auf die 4-Steller der Klassifikation der Wirtschaftszweige.
Die fünf hier als energieintensiv bezeichneten Branchen haben einen besonders hohen Energiebedarf im Verhältnis zu ihrer Bruttowertschöpfung. Bezogen auf das Berichtsjahr 2021 benötigten sie zusammen 77 % des gesamten industriellen Energieverbrauchs. Ihr Anteil an der industriellen Bruttowertschöpfung betrug 17 %. In diesen Branchen waren 2021 rund 930 000 Beschäftige in rund 7 000 Industriebetrieben in Deutschland tätig.
In dieser Pressemitteilung werden für einige Wirtschaftszweige für ein besseres Verständnis Kurzbezeichnungen verwendet, die von den Bezeichnungen der Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008) abweichen. Eine Übersicht dieser Kurzbezeichnungen ist auf der Themenseite „Industrie, Verarbeitendes Gewerbe“ im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes zu finden.
Weitere Informationen:
Basisdaten und lange Zeitreihen zum Produktionsindex im Produzierenden Gewerbe können über die Tabelle Indizes der Produktion (42153-0001) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden. Die Zeitreihe Produktionsindex energieintensive Industriezweige liegt dort nun ab dem Jahr 2005 vor.
Eine Analyse zum Zusammenhang zwischen Materialknappheit, Auftragseingängen, Produktion und Preisen in der Industrie bietet ein Dossier auf der Themenseite „Konjunkturindikatoren“ im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes. Ausführliche Informationen zur Produktion der energieintensiven Industriezweige sind auf der Themenseite „Industrie, Verarbeitendes Gewerbe“ verfügbar.
Der Produktionsindex ist auch im „Dashboard Konjunktur“ (www.dashboard-konjunktur.de) verfügbar. In diesem Datenportal bündelt das Statistische Bundesamt hochfrequente Indikatoren der amtlichen Statistik und weiterer Datenanbieter zu den Themen Wirtschaft und Finanzen sowie Arbeitsmarkt, Bauen und Energie.
Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.
Weitere Auskünfte: Konjunkturindizes, Saisonbereinigung Telefon: +49 611 75 2806 www.destatis.de/kontakt
Pressekontakt: Statistisches Bundesamt Pressestelle www.destatis.de/kontakt Telefon: +49 611-75 34 44
Weiteres Material: www.presseportal.de Quelle: Statistisches Bundesamt