Die Vereinigten Arabischen Emirate treten mit Wirkung zum 1. Mai aus der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) aus. Hintergrund sei eine gründliche Abwägung auch mit Blick auf die anhaltenden «Störungen im Persischen Golf und der Straße von Hormus», heißt es in einer Erklärung der staatlichen Nachrichtenagentur WAM.
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Kone übernimmt TK Elevator – Kritik von IG Metall
Milliarden-Deal auf dem Weltmarkt für Aufzüge und Rolltreppen: Der familiengeführte finnische Aufzughersteller Kone übernimmt den bisherigen Konkurrenten TK Elevator (TKE) von einem Konsortium um die Finanzinvestoren Cinven und Advent. Die Transaktion bewertet die ehemalige Aufzugsparte von Thyssenkrupp mit 29,4 Milliarden Euro inklusive Schulden, wie die Parteien mitteilten. Die Übernahme solle in bar und neuen Kone-Aktien erfolgen, hieß es.
Mit einem Abschluss wird frühestens im zweiten Quartal 2027 gerechnet. Die zuständigen Behörden müssen dem Deal noch zustimmen. Die TKE- Konzernzentrale hat ihren Sitz in Düsseldorf.
Kone wäre rechnerisch neuer Marktführer
Gemessen an den aktuellen Umsätzen würde Kone mit dem Deal alle anderen Aufzug- und Rolltreppenhersteller weit hinter sich lassen: Im vergangenen Geschäftsjahr hatte das US-Unternehmen Otis mit umgerechnet rund 12,3 Milliarden Euro die Nase vorn – vor dem Schweizer Konzern Schindler, der auf umgerechnet knapp 11,9 Milliarden Euro kam. Kone erzielte gut 11,2 Milliarden, TKE gut 9,2 Milliarden Euro. Das neue Unternehmen mit mehr als 100.000 Mitarbeitern käme damit rechnerisch auf einen Jahresumsatz von knapp 20,5 Milliarden Euro.
TK Elevator gehörte bis 2020 zum Industriekonzern Thyssenkrupp, der die Mehrheit an dem Unternehmen dann für 17,2 Milliarden Euro an Cinven und Advent verkaufte. Thyssenkrupp ist noch an TK Elevator beteiligt. Kone hatte damals schon mit Hilfe des Finanzinvestors CVC einen Versuch unternommen, TK Elevator zu übernehmen, kam aber nicht zum Zuge.
Thyssenkrupp-Aktie profitiert
Die Aktie von Thyssenkrupp legte deutlich zu. Am frühen Nachmittag lag sie mehr als acht Prozent über dem Schlusskurs des Vortags. Analysten sehen den Essener Industriekonzern als einen großen Profiteur des Deals. Thyssenkrupp wollte sich zu den Auswirkungen der geplanten Übernahme noch nicht äußern. «Wir prüfen derzeit die genauen Implikationen auf unseren Anteil an TK Elevator», sagte eine Sprecherin des Unternehmens.
Die Transaktion sieht vor, dass das Konsortium um Cinven und Advent fünf Milliarden Euro in bar sowie neue Aktien erhalten soll. Die bisherigen Aktionäre hielten an dem fusionierten Unternehmen dann 33,8 Prozent der Anteile und 18,3 Prozent der Stimmrechte, hieß es laut Mitteilung. Kone-Aufsichtsratschef Antti Herlin soll auch nach dem Zusammenschluss mehr als 50 Prozent der Stimmrechte behalten.
Jährlich 700 Millionen Euro Kosteneinsparungen geplant
Der Zusammenschluss soll Kosten senken. Kone beziffert das Potenzial auf jährlich rund 700 Millionen Euro Vorsteuer-Kosteneinsparungen. Die Synergien sollen unter anderem durch eine höhere Dichte der Servicenetze entstehen. Rund zwei Drittel der Umsätze werden den Angaben zufolge im Geschäft mit Service und Modernisierung erzielt.
Konkurrent Schindler äußerte sich kritisch zum angekündigten Zusammenschluss. Eine globale Übernahme von TK Elevator durch Kone würde zwei der größten globalen Marktteilnehmer vereinen, hieß es in einer Stellungnahme. «Angesichts des Umfangs und der weitreichenden Überschneidungen ist mit erheblichem Widerstand der betroffenen Marktteilnehmer zu rechnen.» Dies mache langwierige behördliche Prüfungen und Rechtsstreitigkeiten wahrscheinlich und habe anhaltende Unsicherheit für die bestehenden Kunden und Mitarbeiter zur Folge.
Scharfe Kritik der IG Metall an fehlender Vorab-Information
Die IG Metall äußerte sich empört, dass die Mitbestimmungsgremien vor der Bekanntgabe nicht informiert worden seien. Dies sei «ungeheuerlich», sagte der Bezirksleiter der IG Metall NRW und stellvertretende TKE-Aufsichtsratsvorsitzende Knut Giesler. In der Ankündigung sehe man einen Angriff auf die Mitbestimmung und die Beschäftigten in Deutschland, Europa und global. «Darauf wird es auch entsprechende Reaktionen geben.» Nähere Angaben machte die Gewerkschaft dazu nicht.
Verhandlungen der letzten Wochen zu einem neuen Tarifvertrag, der einen möglichen Börsengang absichern sollte, seien damit ad absurdum geführt, so Giesler weiter. Der Vertrag sollte nach Gewerkschaftsangaben ursprünglich an diesem Donnerstag unterzeichnet werden. Um eine «ausführliche Information» zum weiteren Prozess zu bekommen, forderte die Gewerkschaft die Einberufung einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung innerhalb der nächsten sieben Tage.
TKE-Stellungnahme: Sind «im Austausch mit Mitbestimmung»
Das Unternehmen reagierte auf die Kritik: «TKE sowie seine Gesellschafter nehmen die Äußerungen der Arbeitnehmervertreter wahr und befinden sich im Austausch mit der IG Metall und der Mitbestimmung.» Die Parteien seien sich der Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden von TKE bewusst und nähmen deren Anliegen und ihre Vertreter sehr ernst.
Der Unternehmenszusammenschluss unterliege noch der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden, hieß es. «Die aufseiten von TKE getroffenen Vereinbarungen zur Mitbestimmung und Tarifverträgen gelten unverändert und bieten Sicherheiten für die Mitarbeitenden in Deutschland.»
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Ministerpräsident Hendrik Wüst besucht P&G-Standort Euskirchen zum 50-jährigen Jubiläum der Pampers-Produktion in Deutschland (FOTO)
Euskirchen (ots) –
- Einblicke in Hightech-Produktion, Digitalisierung und KI-gestützte Fertigung
- Austausch über Innovation, Investitionen und den Industriestandort Nordrhein-Westfalen
Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Pampers-Produktion in Deutschland besuchte Hendrik Wüst, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, heute das Procter & Gamble (P&G)-Werk in Euskirchen. Er informierte sich vor Ort über die fortschrittliche Digitalisierungsstrategie des Standorts sowie über dessen zentrale Rolle als Vorreiter für Industrie 4.0 im globalen Produktionsnetzwerk von P&G.
Das Werk in Euskirchen ist die weltweit größte Produktionsstätte für Pampers und zugleich ein bedeutender Standort für digitale Transformation in der industriellen Fertigung. Bei seinem Besuch erhielt Ministerpräsident Wüst Einblicke in die hochmoderne digitale Steuerungszentrale, von der aus Produktionsprozesse in Echtzeit überwacht und optimiert werden. Ein besonderer Fokus lag dabei auf dem Einsatz KI-gestützter Systeme in Produktion und Qualitätskontrolle. Diese Technologien tragen dazu bei, höchste Produktstandards sicherzustellen und gleichzeitig Effizienz und Nachhaltigkeit in der Fertigung weiter zu steigern.
Im Rahmen des Rundgangs informierte sich der Ministerpräsident zudem über die Dimensionen der Produktion am Standort Euskirchen. Die Leistungsfähigkeit des Werks zeigt sich unter anderem daran, dass die in nur sieben Minuten produzierten Windeln gestapelt den Berliner Fernsehturm um das Doppelte überragen würden.
Im Mittelpunkt des Besuchs standen außerdem die Innovationsprozesse, mit denen P&G die Marke Pampers kontinuierlich weiterentwickelt. Diesen Anspruch unterstreicht das Unternehmen durch gezielte Investitionen in den Standort Euskirchen. In den vergangenen Jahren hat P&G rund 100 Millionen Euro in die Modernisierung und Erweiterung des Werks investiert, darunter auch in ein neues vollautomatisiertes Hochregallager. Die Investitionen stärken die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts und schaffen die Grundlage für weiteres Wachstum und zukunftsfähige Produktion in Nordrhein-Westfalen. Ergänzt wird die Innovationsarbeit durch den engen Austausch mit Verbraucherinnen und Verbrauchern. Im P&G-Forschungszentrum in Schwalbach testen wöchentlich bis zu 800 Eltern neue Produkte und geben Feedback, das direkt in die Weiterentwicklung einfließt.
Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Nordrhein-Westfalen ist führender Wirtschafts- und Innovationsstandort – auch aufgrund von Unternehmen wie Procter & Gamble, die kontinuierlich in ihre Standorte investieren und hochwertige Arbeitsplätze schaffen und erhalten. Fast 100 Millionen Euro Investition in den vergangenen Jahren – das ist ein starkes Signal für Wertschöpfung und technologischen Fortschritt in unserem Land. 50 Jahre Pampers-Produktion in Nordrhein-Westfalen stehen zudem für Verlässlichkeit, Innovationskraft und industrielle Stärke ‚Made in NRW‘. Der Standort in Euskirchen zeigt eindrucksvoll, wie moderne Produktion, Digitalisierung und Nachhaltigkeit erfolgreich zusammenwirken.“
„Der Besuch von Ministerpräsident Wüst ist für uns eine besondere Anerkennung des Engagements und der Innovationskraft unserer Teams in Euskirchen“, sagte Astrid Teckentrup, Vorsitzende der Geschäftsführung von P&G in Deutschland, Österreich und der Schweiz. „Unser Werk ist das Herzstück der Marke Pampers in Europa und ein starkes Beispiel für die Leistungsfähigkeit des Produktionsstandorts Deutschland. Dass wir seit 50 Jahren in Euskirchen erfolgreich für Familien produzieren, verdanken wir dem Know-how unserer Mitarbeitenden und unseren kontinuierlichen Investitionen in Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit.“
Über Pampers
Seit mehr als 60 Jahren begleitet Pampers Familien und widmet sich der glücklichen und gesunden Entwicklung von Babys weltweit. Diese Verpflichtung zu Qualität und Innovation wird seit 50 Jahren am Standort Euskirchen gelebt. Als einzige Windelmarke, die in Deutschland hergestellt wird, unterstreicht Pampers sein Bekenntnis zu höchsten Standards „Made in Germany“. Der Schlüssel zum Erfolg liegt im tiefen Verständnis für die Bedürfnisse von Babys und Eltern. Jede einzelne Windel ist das Ergebnis intensiver Forschung und entsteht in enger Zusammenarbeit mit Eltern, Kinderärzt:innen und Hebammen. Im Forschungszentrum in Schwalbach geben wöchentlich bis zu 800 Familien wertvolles Feedback, das direkt in die Produktentwicklung einfließt, um höchste Sicherheits- und Qualitätsstandards zu garantieren. Pampers ist eine der Kernmarken von Procter & Gamble und stolz darauf, die weltweit führende Windelmarke zu sein, der Familien Tag und Nacht vertrauen.
Über P&G
Procter & Gamble (P&G) bietet Verbrauchern auf der ganzen Welt eines der stärksten Portfolios mit qualitativ hochwertigen und führenden Marken wie Always®, Ambi Pur®, Ariel®, Bounty®, Charmin®, Crest®, Dawn®, Downy®, Fairy®, Febreze®, Gain®, Gillette®, Head & Shoulders®, Lenor®, Olay®, Oral-B®, Pampers®, Pantene®, SK-II®, Tide®, Vicks®, und Whisper®. P&G ist weltweit in 70 Ländern tätig. Weitere Informationen über P&G und seine Marken finden Sie unter www.de.pg.com
Pressekontakt: P&G Unternehmenskommunikation Sulzbacher Straße 40 65824 Schwalbach am Taunus Ajla Galijasevic E-Mail: galijasevic.a@pg.com Dajana Dächert E-Mail: daechert.d@pg.com
Weiteres Material: www.presseportal.de Quelle: Procter & Gamble GmbH
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Kone übernimmt TK Elevator – Kritik von IG Metall
Milliarden-Deal auf dem Weltmarkt für Aufzüge und Rolltreppen: Der familiengeführte finnische Aufzughersteller Kone übernimmt den bisherigen Konkurrenten TK Elevator (TKE) von einem Konsortium um die Finanzinvestoren Cinven und Advent. Die Transaktion bewertet die ehemalige Aufzugsparte von Thyssenkrupp mit 29,4 Milliarden Euro inklusive Schulden, wie die Parteien mitteilten. Die Übernahme solle in bar und neuen Kone-Aktien erfolgen, hieß es.
Mit einem Abschluss wird frühestens im zweiten Quartal 2027 gerechnet. Die zuständigen Behörden müssen dem Deal noch zustimmen. Die TKE- Konzernzentrale hat ihren Sitz in Düsseldorf.
Kone wäre rechnerisch neuer Marktführer
Gemessen an den aktuellen Umsätzen würde Kone mit dem Deal alle anderen Aufzug- und Rolltreppenhersteller weit hinter sich lassen: Im vergangenen Geschäftsjahr hatte das US-Unternehmen Otis mit umgerechnet rund 12,3 Milliarden Euro die Nase vorn – vor dem Schweizer Konzern Schindler, der auf umgerechnet knapp 11,9 Milliarden Euro kam. Kone erzielte gut 11,2 Milliarden, TKE gut 9,2 Milliarden Euro. Das neue Unternehmen mit mehr als 100.000 Mitarbeitern käme damit rechnerisch auf einen Jahresumsatz von knapp 20,5 Milliarden Euro.
TK Elevator gehörte bis 2020 zum Industriekonzern Thyssenkrupp, der die Mehrheit an dem Unternehmen dann für 17,2 Milliarden Euro an Cinven und Advent verkaufte. Thyssenkrupp ist noch an TK Elevator beteiligt. Kone hatte damals schon mit Hilfe des Finanzinvestors CVC einen Versuch unternommen, TK Elevator zu übernehmen, kam aber nicht zum Zuge.
Thyssenkrupp-Aktie profitiert
Die Aktie von Thyssenkrupp legte deutlich zu. Am frühen Nachmittag lag sie mehr als acht Prozent über dem Schlusskurs des Vortags. Analysten sehen den Essener Industriekonzern als einen großen Profiteur des Deals. Thyssenkrupp wollte sich zu den Auswirkungen der geplanten Übernahme noch nicht äußern. «Wir prüfen derzeit die genauen Implikationen auf unseren Anteil an TK Elevator», sagte eine Sprecherin des Unternehmens.
Die Transaktion sieht vor, dass das Konsortium um Cinven und Advent fünf Milliarden Euro in bar sowie neue Aktien erhalten soll. Die bisherigen Aktionäre hielten an dem fusionierten Unternehmen dann 33,8 Prozent der Anteile und 18,3 Prozent der Stimmrechte, hieß es laut Mitteilung. Kone-Aufsichtsratschef Antti Herlin soll auch nach dem Zusammenschluss mehr als 50 Prozent der Stimmrechte behalten.
Jährlich 700 Millionen Euro Kosteneinsparungen geplant
Der Zusammenschluss soll Kosten senken. Kone beziffert das Potenzial auf jährlich rund 700 Millionen Euro Vorsteuer-Kosteneinsparungen. Die Synergien sollen unter anderem durch eine höhere Dichte der Servicenetze entstehen. Rund zwei Drittel der Umsätze werden den Angaben zufolge im Geschäft mit Service und Modernisierung erzielt.
Scharfe Kritik der IG Metall an fehlender Vorab-Information
Die IG Metall äußerte sich empört, dass die Mitbestimmungsgremien vor der Bekanntgabe nicht informiert worden seien. Dies sei «ungeheuerlich», sagte der Bezirksleiter der IG Metall NRW und stellvertretende TKE-Aufsichtsratsvorsitzende Knut Giesler. In der Ankündigung sehe man einen Angriff auf die Mitbestimmung und die Beschäftigten in Deutschland, Europa und global. «Darauf wird es auch entsprechende Reaktionen geben.» Nähere Angaben machte die Gewerkschaft dazu nicht.
Verhandlungen der letzten Wochen zu einem neuen Tarifvertrag, der einen möglichen Börsengang absichern sollte, seien damit ad absurdum geführt, so Giesler weiter. Der Vertrag sollte nach Gewerkschaftsangaben ursprünglich an diesem Donnerstag unterzeichnet werden. Um eine «ausführliche Information» zum weiteren Prozess zu bekommen, forderte die Gewerkschaft die Einberufung einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung innerhalb der nächsten sieben Tage.
TKE-Stellungnahme: Sind «im Austausch mit Mitbestimmung»
Das Unternehmen reagierte auf die Kritik: «TKE sowie seine Gesellschafter nehmen die Äußerungen der Arbeitnehmervertreter wahr und befinden sich im Austausch mit der IG Metall und der Mitbestimmung.» Die Parteien seien sich der Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden von TKE bewusst und nähmen deren Anliegen und ihre Vertreter sehr ernst.
Der Unternehmenszusammenschluss unterliege noch der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden, hieß es. «Die aufseiten von TKE getroffenen Vereinbarungen zur Mitbestimmung und Tarifverträgen gelten unverändert und bieten Sicherheiten für die Mitarbeitenden in Deutschland.»
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Kone übernimmt TKE: IG Metall kritisiert fehlende Vorab-Info
Die IG Metall hat mit Kritik auf die Ankündigung einer Übernahme des Aufzugherstellers TK Elevator (TKE) durch den finnischen Konkurrenten Kone reagiert. «Eine Ankündigung an die Presse und die Belegschaft, ohne vorher die Mitbestimmung – seien es die betrieblichen Mitbestimmungsgremien oder den Aufsichtsrat – zu informieren, ist ungeheuerlich», sagte der Bezirksleiter der IG Metall NRW und stellvertretende TKE-Aufsichtsratsvorsitzende Knut Giesler.
In der Ankündigung sehe man einen Angriff auf die Mitbestimmung und die Beschäftigten in Deutschland, Europa und Global. «Darauf wird es auch entsprechende Reaktionen geben», so Giesler.
Der börsennotierte, familiengeführte Kone-Konzern hatte zuvor bekanntgegeben, dass man TKE von den Finanzinvestoren Cinven und Advent übernehmen wolle. Die Transaktion bewertet die ehemalige Aufzugsparte von Thyssenkrupp mit 29,4 Milliarden Euro inklusive Schulden, wie die Parteien mitteilten. Damit entstünde einer der größten Aufzug- und Fahrtreppenhersteller der Welt.
Giesler sieht «klaren Bruch der vertrauensvollen Zusammenarbeit»
Er nehme die Ankündigung des Zusammenschlusses mit sehr großer Verärgerung zur Kenntnis, sagte Giesler. «Der Betriebsrat und die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sehen darin einen klaren Bruch der vertrauensvollen Zusammenarbeit.» Verhandlungen der letzten Wochen zu einem neuen Tarifvertrag, der einen möglichen Börsengang absichern sollte, seien damit ad absurdum geführt.
Um eine «ausführliche Information» zum weiteren Prozess zu bekommen, forderte die Gewerkschaft die Einberufung einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung innerhalb der nächsten sieben Tage.
TKE-Stellungnahme: Sind «im Austausch mit Mitbestimmung»
TKE reagierte auf die Kritik: «TKE sowie seine Gesellschafter nehmen die Äußerungen der Arbeitnehmervertreter wahr und befinden sich im Austausch mit der IG Metall und der Mitbestimmung.» Die Parteien seien sich der Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden von TKE bewusst und nähmen die Anliegen der Mitarbeitenden und ihrer Vertreter sehr ernst.
Der Unternehmenszusammenschluss unterliege noch der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden, hieß es. «Die aufseiten von TKE getroffenen Vereinbarungen zur Mitbestimmung und Tarifverträgen gelten unverändert und bieten Sicherheiten für die Mitarbeitenden in Deutschland.»
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Bundesregierung will «Zuckerabgabe» einführen
Die Bundesregierung plant die Einführung einer «Zuckerabgabe». Zur Konsolidierung des Haushalts sind daneben eine Erhöhung der Alkohol- und Tabaksteuer sowie der Abbau von Finanzhilfen geplant, wie es aus Kreisen des Finanzministeriums hieß.
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Autozulieferer Aumovio verkauft Standort Rheinböllen
Der Autozulieferer Aumovio verkauft seinen Standort in Rheinböllen im Rhein-Hunsrück-Kreis mit rund 320 Beschäftigten an die RHB-Industries. Bei dem Käufer handelt es sich um eine speziell für die Transaktion gegründete Tochter der Transformationsberatung Falkensteg. Übernommen werden nach Unternehmensangaben die Produktion, Forschung und Entwicklung, sämtliche Geschäftsaktivitäten sowie die Belegschaft. Die Transaktion soll bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein.
In Rheinböllen werden Bremssättel und elektrische Parkbremsen gefertigt sowie autonome mobile Roboter entwickelt und produziert. Aumovio und RHB-Industries stünden im Austausch mit Arbeitnehmervertretern, hieß es. Eine tarifliche Regelung zur Überleitung der Beschäftigungsbedingungen sei bereits vereinbart.
Investor für Robotik-Sparte gesucht
RHB-Industries kündigte an, zunächst eine Auftragsfertigung im Bremsenbereich aufzubauen, um laufende Serienprojekte zu unterstützen. Parallel sollen neue Geschäftsfelder erschlossen werden – genannt werden unter anderem die Bereiche Verteidigung, Robotik sowie die Prozessindustrie mit Großwärmepumpen. Für das Robotikgeschäft will RHB-Industries nach eigenen Angaben einen strategischen Investor suchen, der Technologie, Know-how und Teile der Belegschaft übernimmt.
Aumovio begründete den Verkauf mit der fortgesetzten Konsolidierung seiner europäischen Fertigungsstandorte und einem stärkeren Fokus auf das Kerngeschäft. Das Unternehmen war im September 2025 als Abspaltung aus dem früheren Continental-Unternehmensbereich Automotive hervorgegangen.
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1.200 Polizisten bei Razzia gegen «Hells Angels» im Einsatz
Mit einer großangelegten Razzia geht die Polizei in Nordrhein-Westfalen gegen die Rockergruppe «Hells Angels» vor. Rund 1.200 Beamte seien in 28 Städten im Einsatz, erklärte das Innenministerium in Düsseldorf. Zuvor hatte die Behörde den Verein «Hells Angels Motorcycle Club Leverkusen» verboten.
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Kenianer stürmt zu Marathon-Weltrekord unter zwei Stunden
Der Kenianer Sabastian Sawe ist in London als erster Mensch in einem offiziellen Wettkampf einen Marathon unter zwei Stunden gelaufen. Sawe gewann bei dem prestigeträchtigen Rennen in 1:59:30 Stunden und war damit schneller als der bisherige Weltrekord seines Landsmanns Kelvin Kiptum, der 2023 in Chicago 2:00:35 Stunden lief.
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Kenianer stürmt zu Marathon-Weltrekord unter zwei Stunden
Der Kenianer Sabastian Sawe ist in London als erster Mensch in einem offiziellen Wettkampf einen Marathon unter zwei Stunden gelaufen. Sawe gewann bei dem prestigeträchtigen Rennen in 1:59:30 Stunden und war damit schneller als der bisherige Weltrekord seines Landsmanns Kelvin Kiptum, der 2023 in Chicago 2:00:35 Stunden lief.