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  • Warnstreik und Messe erschweren Verkehr in Hannover

    Der Weg zur Hannover Messe war für zahlreiche Besucher am Morgen knifflig. Es kam zu überfüllten S-Bahnen und Staus, wie die zuständigen Stellen mitteilten. Grund ist neben dem hohen Besucheraufkommen auch der Warnstreik bei den Straßenbahnen und Bussen in der Landeshauptstadt.

    Auf mehreren Kilometern staute sich der Verkehr am Morgen auf dem Messeschnellweg, wie die Verkehrsmanagementzentrale mitteilte. Auch der zusätzlich geöffnete Standstreifen änderte nichts daran. Auf Fotos waren lange Autoschlangen zu sehen. Am Vormittag normalisierte sich der Verkehr nach der Anreise vieler Besucher.

    Fahrgäste verlassen freiwillig überfüllte Züge

    Auch im S-Bahn-Verkehr gab es Probleme. Zwischen 8.30 und 9.00 Uhr waren zwei Züge so stark überfüllt, dass die Fahrzeuge eine Warnung auslösten, wie die Bundespolizei mitteilte. Einige Fahrgäste hätten die Züge daraufhin freiwillig wieder verlassen. Geräumt werden mussten die Bahnen demnach allerdings nicht. Die Bundespolizei habe vor Ort darauf geachtet, dass Menschen angesichts des ebenfalls sehr vollen Bahnsteigs nicht auf die Gleise fallen. 

    Seit Montag gibt es in Niedersachsen bei den kommunalen Verkehrsunternehmen einen Warnstreik. Hintergrund ist der festgefahrene Tarifkonflikt. Am Mittwoch sollen Busse und Straßenbahnen ihren Betrieb wieder aufnehmen. Um zur Hannover Messe zu kommen, können Besucher bis dahin neben der S-Bahn und dem Auto auch auf Taxen oder Shuttle-Busse ausweichen, auf die am Hauptbahnhof hingewiesen wird.

  • KI schürt Unsicherheit am Arbeitsmarkt / Der Faktor Mensch / ManpowerGroup Global Workforce Trendreport 2026 veröffentlicht (FOTO)

    Frankfurt am Main (ots)

    • Über die Hälfte der Generation Z befürchtet, durch Automatisierung in den nächsten zwei Jahren ihren Job zu verlieren.
    • 61 Prozent der Unternehmen weltweit planen, ihre Investitionen in Automatisierung weiter zu erhöhen.
    • Ein Drittel der Arbeitgeber weltweit hält ethisches Urteilsvermögen für kaum automatisierbar – menschliche Kompetenzen bleiben entscheidend.

    Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitswelt schneller und tiefgreifender als viele Unternehmen erwartet haben. Unter der Überschrift „Der Faktor Mensch“ zeigt der aktuelle Trendreport der ManpowerGroup klar auf: Arbeit wird zunehmend neu organisiert, Tätigkeiten werden neu verteilt, Stellenprofile aufgebrochen und Rollen anders zusammengesetzt als bisher. Während Unternehmen ihre Investitionen in Automatisierung ausbauen, wächst die Unsicherheit bei den Beschäftigten – insbesondere bei jungen Generationen.

    61 Prozent der Unternehmen weltweit planen, ihre Investitionen in Automatisierung weiter zu erhöhen. Diese konzentrieren sich vor allem auf standardisierbare und repetitive Tätigkeiten. Gleichzeitig werden bestehende Jobprofile nicht vollständig ersetzt, sondern neu strukturiert: Aufgaben werden aus bisherigen Stellen herausgelöst und zwischen Mensch und KI aufgeteilt.

    Generation Z besonders von Automatisierung betroffen

    Besonders deutlich wird der Wandel mit Blick auf junge Beschäftigte. Über die Hälfte der Generation Z befürchtet, dass Automatisierung ihre Rolle in den kommenden zwei Jahren ersetzen könnte. Diese Unsicherheit betrifft vor allem Einstiegspositionen, die als besonders stark automatisierbar gelten.

    Gleichzeitig steht die Generation Z neuen Technologien grundsätzlich offen gegenüber und nutzt KI-Anwendungen häufig selbstverständlich. Was fehlt, sind klare Leitplanken, transparente Regeln und gezielte Unterstützung beim Kompetenzausbau. Dabei sind sie nicht allein, denn gerade einmal 44 Prozent aller Erwerbstätigen weltweit im letzten Halbjahr weitergebildet. Ohne strukturierte Weiterbildungsangebote und nachvollziehbare Karrierepfade droht die Kluft zwischen technologischer Entwicklung und Beschäftigungsfähigkeit weiter zu wachsen.

    Der Mensch bleibt wichtiger Faktor

    Der Titel des Reports bringt es auf den Punkt: Zentrale menschliche Kompetenzen bleiben trotz aller Fortschritte unverzichtbar. Ein Drittel der Arbeitgeber weltweit nennt ethisches Urteilsvermögen als eine der am schwersten automatisierbaren Fähigkeiten. Auch Kundenservice und Teamführung gelten als Aufgaben, die nicht einfach so durch KI ersetzt werden können. Diese Kompetenzen bleiben fester Bestandteil vieler Rollenprofile, auch in stärker automatisierten Arbeitsumgebungen.

    Das zeigt, dass erfolgreiche KI-Strategien nicht allein auf Technologie setzen, sondern auf systematische Qualifizierung, klare Rollenmodelle und einen bewussten Umgang mit menschlichen Stärken. Nur so lassen sich Produktivität, Vertrauen und langfristige Beschäftigungsfähigkeit miteinander verbinden.

    Die globalen „Future of Work“-Trends im Überblick:

    Der Report beschäftigt sich neben dem aktuell dominierenden Thema KI noch mit weiteren Entwicklungen und identifiziert sechzehn Trends, die sich in vier Themenbereiche gliedern. Dies sind Hybride Super Teams aus Menschen und KI, die Notwendigkeit von schnellem Lernen, die Notwendigkeit eines Wandels von Systemen und Normen sowie die Nachfolgekrise, ausgelöst durch den Fachkräftemangel und eine alternde Bevölkerung.

    Hybride Super Teams

    • Neugestaltung von Jobprofilen
    • KI-Unterstützung
    • Automatisierung von Routinetätigkeiten
    • Gig Goes Big

    Normen im Wandel

    • Präsenzvorgaben
    • Sinkendes Vertrauen
    • Gerechtigkeitslücken
    • Spannungsspitzen

    Schnelles Umlernen gefragt

    • KI-Kompetenzen
    • Vorindustrielle Fähigkeiten
    • Produktivitätsdruck
    • Weiterbildung im Fokus

    Die Nachfolgekrise

    • Fachkräftemangel
    • Zweifel an Abschlüssen
    • Wissensabwanderung
    • Nachlassende Führungskraft

    Alle Trends und die Implikationen auf die Mitarbeitenden in Unternehmen finden Sie hier.

    Zum vollständigen Report und dem kostenlosen Download.

    Über die ManpowerGroup Deutschland

    Mit rund 7.000 Mitarbeitenden zählt die ManpowerGroup zu den größten Personaldienstleistern in Deutschland. Unter dem Dach der Unternehmensgruppe agieren die Gesellschaften Manpower, Experis, Talent Solutions sowie spezialisierte Einzelmarken. Die ManpowerGroup ist Pionier der Zeitarbeit und hat das Modell der Arbeitnehmerüberlassung erfunden. Mittlerweile ist das Unternehmen seit 75 Jahren für Bewerber*innen und Unternehmen am Markt aktiv und setzt Branchenstandards. Die ManpowerGroup unterstützt Unternehmen bei ihrer Transformation in der sich stetig und rasant wandelnden Welt der Arbeit und stellt umfassende Lösungen für das Rekrutieren, Entwickeln und Managen der für den nachhaltigen Erfolg notwendigen Fachkräfte bereit. In Deutschland ist die ManpowerGroup seit 1965 tätig und gehört zu der amerikanischen ManpowerGroup (TM).

    Pressekontakt:
    Manpower Deutschland GmbH & Co. KG
    Pressestelle
    Dr. Katrin Luzar
    Frankfurter Straße 60-68
    65760 Eschborn
    E-Mail: presse@manpower.de
    Weitere Presseunterlagen finden Sie auch im Internet unter https://www.manpowergroup.de
    Weiteres Material: www.presseportal.de
    Quelle:            ManpowerGroup Deutschland GmbH
  • Polizei: Acht Kinder bei Schusswaffenvorfall getötet

    Bei einem Schusswaffenvorfall in Shreveport im US-Bundesstaat Louisiana sind am Sonntagmorgen (Ortszeit) nach Polizeiangaben acht Kinder getötet worden. Vorläufigen Erkenntnissen zufolge waren die Opfer zwischen 1 und 14 Jahren alt, sagte Chris Bordelon von der örtlichen Polizeidienststelle.

  • Trump: US-Delegation Montag für Verhandlungen in Islamabad

    Im Konflikt mit dem Iran reist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump wieder eine Delegation aus Washington für Verhandlungen in die pakistanische Hauptstadt Islamabad. Seine Vertreter würden dort am Montagabend sein, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social ohne Angaben zur Zeitzone zu machen.

  • Iran: Straße von Hormus während Waffenruhe frei

    Der Iran will Handelsschiffen die Durchfahrt durch die Straße von Hormus für die verbleibende Dauer der geltenden Waffenruhe wieder erlauben. Außenminister Abbas Araghtschi schrieb auf X, die Schiffe müssten auf einer vom Iran vorgegebenen Route fahren. Auch US-Präsident Donald Trump erklärte, die Meerenge sei wieder offen.

  • FC Bayern erneut deutscher Fußball-Meister

    Der FC Bayern München ist zum 35. Mal deutscher Fußball-Meister. Der Rekord-Titelträger gewann daheim 4:2 gegen den VfB Stuttgart und ist damit vier Spieltage vor Saisonende nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen.

  • Reindustrialisierung tritt in Europa und den USA in selektivere, strategischere Phase ein

    Berlin (ots)

    • Reindustrialisierung[1] wird zum Mainstream: 73 Prozent der großen europäischen und US-amerikanischen Unternehmen verfügen mittlerweile über eine Strategie oder arbeiten an einer solchen – ein Anstieg gegenüber 59 Prozent im Jahr 2024.
    • Geplante Investitionen sollen innerhalb der nächsten drei Jahren bei knapp 2,5 Billionen US-Dollar liegen; im Jahr 2025 lag der Wert noch bei 4,7 Billionen US-Dollar, was auf eine Verlagerung hin zu selektiveren, kapitaleffizienteren Modellen hindeutet.
    • Langfristige strategische Vorteile überwiegen kurzfristige Einsparungen: 86 Prozent der Unternehmen legen bei ihren Entscheidungen den Schwerpunkt auf Marktzugang und die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette.
    • KI wird zu einem zentralen Faktor für die Umsetzung der Reindustrialisierung; 87 Prozent der Unternehmen planen in KI und andere fortschrittliche Technologien zu investieren, um die Kosten in Verbindung mit der Reindustrialisierung zu reduzieren.

    Die Reindustrialisierung ist in eine reifere, diszipliniertere Phase eingetreten, da Unternehmen eine stärkere Kontrolle über Abhängigkeiten anstreben und gleichzeitig wirtschaftliche Tragfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit aufrechterhalten wollen. Laut Ausgabe 2026[2] des Capgemini Research Institute-Berichts „The resurgence of manufacturing: Reindustrialization strategies in Europe and the US“, verfügen mittlerweile fast drei Viertel der großen europäischen und US-amerikanischen Unternehmen über eine entsprechende Strategie oder sind dabei, eine solche zu entwickeln. Dabei wird eine klare Verlagerung hin zu resilienten und kontrollorientierten Betriebsmodellen widergespiegelt. Gleichzeitig sind die geplanten Reindustrialisierungsinvestitionen für die nächsten drei Jahre stark zurückgegangen, was eher auf einen pragmatischeren und selektiveren Ansatz bei der Kapitalallokation hindeutet als auf geringere Ambitionen. Unternehmen passen nun ihre Produktions- und Lieferkettenpräsenz an, um kritische Abhängigkeitsrisiken zu begrenzen und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit durch hybride Strategien im Inland, im Nearshore- und Friendshore-Bereich zu erhalten, die zunehmend durch Automatisierung und KI ermöglicht werden.

    Die Auswirkungen der Reindustrialisierung sind nicht in allen Sektoren gleich. Am ausgeprägtesten ist der Wandel in produktionsintensiven und strategisch kritischen Branchen wie der Automobilindustrie, Elektronik, der Halbleiterindustrie sowie der Luft- und Raumfahrt und der Verteidigungsindustrie, wo Abhängigkeitsrisiken, Risiken in der Lieferkette und Überlegungen zum Marktzugang am akutesten sind. Diese Branchen treiben den Übergang von einer groß angelegten Expansion hin zu selektiveren, technologiegestützten Industriemodellen voran.

    „Angesichts wachsender geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten tritt die Reindustrialisierung in eine neue, reifere Phase ein – klar ausgerichtet auf Resilienz, Souveränität und langfristige Wettbewerbsfähigkeit“, sagt Dr. Michael Schulte, CEO von Capgemini Engineering und Mitglied des Group Executive Boards von Capgemini.„Reindustrialisierung bedeutet heute, regional ausgewogene Ökosysteme aufzubauen, die kritische Abhängigkeiten reduzieren. Dies geht einher mit einem pragmatischen Investitionsansatz, der flexiblere und kapitaleffizientere Modelle fördert. Die Zielrichtung ist eindeutig – der Erfolg wird jedoch von der Umsetzung abhängen: von Entscheidungen mit Fokus auf langfristigen Erfolg sowie vom konsequenten Aufbau digitaler und personeller Grundlagen für nachhaltige industrielle Stärke.“

    Mit zunehmender Reife der Strategien zeichnen sich vielfältige regionale Wege ab

    Die Umfrage von 2026 zeigt, dass Unternehmen zunehmend vielfältige, hybride Reindustrialisierungsansätze bevorzugen. Sie sind auf regionale Gegebenheiten zugeschnitten, anstatt sich auf ein einziges Modell zu konzentrieren. Dies zeigt sich insbesondere an der Bedeutung von Friendshoring in Kontinentaleuropa. Es wird von 64 Prozent der Unternehmen genannt wird und markiert eine klare Verlagerung hin zu Fertigungs- und Lieferketten bei Verbündeten zur Steuerung strategischer Abhängigkeiten.

    Reshoring-Aktivitäten in den USA nehmen zu: Fast die Hälfte (48 %) der Unternehmen investiert, gegenüber 30 Prozent im Jahr 2025, während weiterhin beachtliche 42 Prozent in Nearshoring investieren. Innerhalb Europas geht das Nearshoring gegenüber dem Niveau von 2025 zurück (von 55 % auf 39 %), während das Reshoring moderater zunimmt (von 34 % auf 42 %), was strukturellen Kostendruck und regulatorische Komplexität widerspiegelt.

    Die Unternehmen stellen gemäß Studienergebnissen ihr Engagement in China neu auf, gleichzeitig verstärken sie ihre Präsenz in Indien, dicht gefolgt von Vietnam, Mexiko und Kanada. Das unterstreicht eine umfassendere Neugestaltung globaler Lieferketten rund um diversifizierte Ökosysteme unterstreicht. Auch die USA ziehen vermehrt ausländische Investitionen an, wobei eine große Mehrheit (fast 85 %) der in der EU ansässigen Unternehmen in die US-Fertigung investiert, um vom direkten Marktzugang zu profitieren und die Handelspolitik zu meistern. Gleichzeitig planen rund zwei Drittel der Unternehmen (64 %), ihre Investitionen in China in den nächsten drei Jahren beizubehalten oder zu erhöhen, was eine pragmatische Neuausrichtung der Betriebsabläufe und Lieferketten über Branchen und Märkte hinweg unterstreicht.

    Selektive Investitionen und langfristiger Wert haben Vorrang vor skalierungsorientierter Expansion

    Unternehmen in unkritischen Branchen bevorzugen zunehmend flexiblere Alternativen, um den Zugang zu industriellen Kapazitäten vom Besitz von Anlagen und Greenfield-Projekten zu entkoppeln. Sie wenden sich zunehmend Modellen wie Multi-Produkt-Fertigungsanlagen, Partnerschaften in der Auftragsfertigung und gemeinsamer Infrastruktur zu, um strategische Kontrolle zu bewahren und gleichzeitig die Kapitalintensität zu begrenzen.

    Die Studie stellt ferner fest, dass Entscheidungen zur Reindustrialisierung aus einer ganzheitlicheren wirtschaftlichen Perspektive bewertet werden. Eine klare Mehrheit der Unternehmen gibt an, dass die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette Entscheidungen zur Reindustrialisierung rechtfertigt, verbunden mit hohen Erwartungen an das Umsatzwachstum in den nächsten drei Jahren. Fast acht von zehn Unternehmen gehen davon aus, dass Skaleneffekte die Stückkosten im Laufe der Zeit senken werden, was eine Verlagerung hin zu langfristigem strategischem Wert gegenüber kurzfristigen Einsparungen unterstreicht.

    Technologie, insbesondere KI, wirkt als Katalysator

    Technologie spielt eine immer größere Rolle bei der nachhaltigen Umsetzung einer effektiven Reindustrialisierung. Die Studie stellt fest, dass eine große Mehrheit (87 %) der Unternehmen plant, in fortschrittliche Fertigungstechnologien zu investieren, insbesondere in KI, Automatisierung und digitale Zwillinge. Höhere Produktionskosten in der Nähe der Endmärkte sollen so ausgeglichen werden.

    KI, einschließlich generativer und agentischer KI, wird als unerlässlich angesehen, um die Effizienz zu steigern. Anwendungsfälle, die für die Umsetzung entscheidend sind, konzentrieren sich auf Bereiche wie Produktionsplanung und -optimierung, Risikomodellierung in der Lieferkette sowie Standortauswahl, wo KI eine schnellere und fundiertere industrielle Entscheidungsfindung direkt unterstützt.

    Der Fachkräftemangel bleibt jedoch für eine große Mehrheit ein häufiges Hindernis bei der Ausweitung der Reindustrialisierung. Dies gilt insbesondere bei Kompetenzen in den Bereichen fortschrittliche Fertigungstechnik, Automatisierung, KI und digitale Technologien, was die Notwendigkeit unterstreicht, den Technologieeinsatz mit der Transformation der Belegschaft in Einklang zu bringen.

    Methodik

    Vom 2. Januar bis zum 3. Februar 2026 befragte das Capgemini Research Institute 1.208 Führungskräfte in Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über 1 Milliarde US-Dollar (bzw. 500 Millionen US-Dollar im Verteidigungssektor) in den USA, Großbritannien und Kontinentaleuropa (Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, den nordischen Ländern und Spanien). Die befragten Unternehmen sind in 13 Schlüsselbranchen tätig. Die befragten Führungskräfte sind auf Direktorenebene tätig und arbeiten in verschiedenen geschäfts-, technologie- und fertigungsbezogenen Funktionen. Zusätzlich zur Umfrage befragte das Capgemini Research Institute auch Führungskräfte und Experten aus den Bereichen Lieferkette und Fertigung in großen globalen Unternehmen.

    Die Ergebnisse wurden durch umfangreiche Sekundärrecherchen validiert, wobei Informationen bis zum 26. März 2026 einbezogen wurden; spätere Änderungen sind möglicherweise nicht berücksichtigt.

    Studienband zum Donwload: https://ots.de/XyuqET

    Definitionen der im Bericht verwendeten Schlüsselbegriffe:

    • Friendshoring: Verlagerung eines Teils der Fertigungs-/Produktions-/Lieferantenbasis/Dienstleister in Länder, die geopolitische oder Handelspartner des Heimatlandes des Unternehmens sind
    • Nearshoring: Verlagerung eines Teils der Fertigungs-/Produktions-/Lieferantenbasis/Dienstleister in ein nahegelegenes oder benachbartes Land.
    • Reshoring: Rückverlagerung eines Teils der Fertigungs-/Produktions-/Lieferantenbasis/Dienstleister zurück in den Binnenmarkt des Landes mit dem Unternehmenshauptsitz.

    Über Capgemini

    Capgemini ist ein globaler Partner für die KI-gestützte Geschäfts- sowie Technologietransformation. Das Unternehmen schafft messbaren Mehrwert für seine Kunden, indem es die Zukunft von Organisationen gestaltet und im Zusammenspiel von KI, Technologie sowie dem Mensch Realität werden lässt. Seit fast 60 Jahren steht Capgemini für Verantwortung wie auch Vielfalt und beschäftigt über 420.000 Mitarbeitende in mehr als 50 Ländern. Das End-to-End-Leistungsspektrum gründet auf einer umfangreichen Branchenexpertise, einem starken Partner-Ökosystem sowie Kompetenzen in den Bereichen Strategie, Technologie, Design, Engineering und Operations. Die Gruppe erzielte 2025 einen weltweiten Umsatz von 22,5 Milliarden Euro.

    Make it real|www.capgemini.com/de

    [1] Reindustrialisierung gemäß der Definition im Bericht: Neugestaltung globaler Lieferketten und Fertigungskapazitäten, oft mit dem Ziel, diese näher an die heimischen Märkte heranzuführen.

    [2] Die weltweite Umfrage wurde zwischen Januar und Februar 2026 durchgeführt. Die Ergebnisse wurden durch umfangreiche Sekundärrecherchen validiert, wobei Informationen bis zum 26. März 2026 einbezogen wurden; spätere Änderungen sind möglicherweise nicht berücksichtigt.

    Pressekontakt:
    Achim Schreiber
    Tel.: 069 9515-1281
    E-Mail: achim.schreiber@capgemini.com
    Weiteres Material: www.presseportal.de
    Quelle:            Capgemini
  • Rüstung und Rohstoffe: Merz und Lula vertiefen Partnerschaft

    Verdoppelung des Handels und eine engere Kooperation bei Rüstung und Rohstoffen: So wollen Deutschland und Brasilien ihre Partnerschaft weiter vertiefen. «Die Nähe zwischen unseren beiden Ländern ist notwendiger denn je in einer Zeit, in der sich die Weltordnung so grundlegend verändert», sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nach den deutsch-brasilianischen Regierungskonsultationen in Hannover auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Präsident Luiz Inácio Lula da Silva. «Wir wollen den gegenseitigen Nutzen stärken, und wir wollen ein Netz starker und gleichgesinnter Partner sein.»

    Lula und Merz machten sich gemeinsam für eine Reform der Vereinten Nationen stark. Beide Länder beanspruchen seit langem ständige Sitze im UN-Sicherheitsrat, in dem derzeit nur fünf Atommächte permanent vertreten und mit Vetorecht ausgestattet sind: USA, China, Russland, Großbritannien und Frankreich. Auch wegen des Vetorechts sind alle Reformbemühungen in den vergangenen Jahrzehnten gescheitert.

    Lula setzt Attacken gegen Trump fort

    Der brasilianische Präsident setzte bei dem Treffen seine Attacken gegen US-Präsident Donald Trump fort. Den von den USA und Israel begonnen Iran-Krieg hatte er am Vortag bereits als «Wahnsinn» bezeichnet. Nun kritisierte er Trumps Entscheidung scharf, Südafrika vom nächsten G20-Gipfel in Florida auszuschließen. 

    Er habe dem südafrikanischen Präsident Cyril Ramaphosa geraten, trotzdem zu dem Treffen zu kommen, sagte Lula. «Wenn man heute Südafrika rauswirft, wird morgen Deutschland rausgeworfen, wird Brasilien rausgeworfen.» Er rief die deutsche Regierung dazu auf, mit ihm gemeinsam auf eine Teilnahme von Südafrika zu dringen. 

    Trump hatte angekündigt, Südafrika nicht zu dem G20-Gipfel im Dezember in einem seiner Hotels – dem «Trump National Doral Miami» – einzuladen. Der Republikaner warf Südafrika vor, einen Genozid an weißen Bauern zu begehen. Fachleute und Südafrikas Regierung widersprechen der Darstellung eines angeblichen Völkermords entschieden.

    EU-Mercosur-Abkommen soll Handel ankurbeln 

    Merz und seine Frau Charlotte hatten Lula und seine Frau Janja bereits am Sonntag auf Schloss Herrenhausen empfangen und anschließend gemeinsam die Hannover Messe eröffnet. Heute folgten die deutsch-brasilianischen Regierungskonsultationen mit insgesamt 15 Ministern auf beiden Seiten.

    Im Mittelpunkt stand dabei die wirtschaftliche Zusammenarbeit. Das vorläufige Inkrafttreten des Freihandelsabkommens zwischen der EU und den vier Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay zum 1. Mai bietet dafür die besten Voraussetzungen. Merz hofft nun, das Handelsvolumen mit Brasilien «in den nächsten Jahren» verdoppeln zu können.

    «Wir wollen die Stärken unserer Volkswirtschaften gemeinsam entfalten, und zwar als wichtige Handelspartner», sagte Merz. Zudem plädierte er für eine gemeinsame Verringerung der wirtschaftlichen Abhängigkeiten. «Das ist ein Gebot der Stunde in einer Welt, die eben unberechenbar geworden ist. Wir vertiefen unsere Kooperation im Bereich kritischer Rohstoffe», sagte er. Brasilien ist für Deutschland besonders als Lieferant von seltenen Erden attraktiv, die für Laptops, Handys und E-Motoren gebraucht werden.

    Lula an weitere Fregatten interessiert

    Auch im Rüstungsbereich wollen Deutschland und Brasilien enger kooperieren. Lula ist an vier weiteren Fregatten des Typs Tamandaré von Thyssenkrupp Marine Systems interessiert. Derzeit sind vier solcher Fregatten in Brasilien im Bau. «Heute machen wir Fortschritte bei den Bemühungen um den Erwerb vier weiterer Einheiten», sagte Lula. Zudem gebe es Gespräche über gepanzerte Fahrzeuge, Luftabwehr und Drohnen.

    Bei dem Besuch gab es aber auch atmosphärisch etwas geradezurücken. Der erste Brasilien-Besuch des Kanzlers hatte vorübergehend Verstimmungen ausgelöst. Nach seiner Rückkehr von der Weltklimakonferenz in der Amazonas-Metropole Belém hatte er sich in einer Weise über die sehr arme Stadt geäußert, die viele Brasilianer als beleidigend und abschätzig empfanden. Auch Lula hatte ihn zunächst dafür kritisiert, sich dann aber beim G20-Gipfel in Johannesburg wieder mit ihm versöhnt. 

    Lula wollte Wurst vom Imbiss

    Vielleicht als Wiedergutmachung versuchte Merz ihm in Hannover einen Wunsch zu erfüllen, den er vor seiner Abreise in einem «Spiegel»-Interview geäußert hatte: «Ich habe ihm gesagt, wenn ich nach Deutschland reise, esse ich gerne Wurst vom Straßenimbiss.»

    Merz ließ ihm vor dem festlichen Mittagessen auf Schloss Herrenhausen «eine Auswahl von Wurstspezialitäten» servieren. So richtig freuen konnte sich Lula darüber aber nicht. Er wollte eine Wurst vom Imbiss und nicht vom Schlosskoch. «Das Einzige, was ich bedaure, ist, dass ich an keiner Straße vorbeigekommen bin, an der ein Imbisswagen stand, der Bratwürste oder Bratwurst im Wagen verkaufte», sagte er.

  • Pistorius: Deutschland muss mehr für Europas Sicherheit tun

    Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius sieht Deutschland in der Pflicht, deutlich mehr für die europäische Sicherheit zu tun. «Aufgrund unserer Größe, unserer Wirtschaftskraft, unserer geostrategischen Rolle steht Deutschland in der Verantwortung, deutlich mehr zu tun als bisher – und natürlich nicht nur für unsere eigene Sicherheit, sondern für die Sicherheit Europas insgesamt», sagte der SPD-Politiker auf der Hannover Messe.

    Wirtschaftliche Stärke und Sicherheit seien untrennbar miteinander verbunden, betonte Pistorius. «Ohne Sicherheit keine prosperierende Wirtschaft, ohne wirtschaftliche Stärke keine Sicherheit.» Eine starke Industrie sei zwingende Voraussetzung für die Verteidigung von Demokratie und Sicherheit.

    Spätestens seit dem russischen Angriff auf die Ukraine vor mehr als vier Jahren sei Sicherheit in Deutschland kein Randthema mehr. «Die Wirtschaft spürt geopolitische Bedrohungen und Risiken unmittelbar. Das macht der Krieg im Iran und der aktuelle Konflikt in der Straße von Hormus allzu deutlich.»

    «Wir sind häufig noch nicht effektiv genug»

    Der Minister kritisierte, dass Deutschland bei der Umsetzung von Innovationen zu langsam sei. «Gerade im Verteidigungsbereich können wir es uns angesichts der Geschwindigkeit, in der die Dinge sich verändern, nicht leisten, dass zwischen einem funktionierenden, guten Prototypen und der Serienproduktion Jahre vergehen.» In einer Welt, in der sich Bedrohungen in Tagen entwickelten statt in Jahren, sei Geschwindigkeit «kein Nice-to-have», sondern «zwingende Voraussetzung für unsere Sicherheit».

    Als Beispiel nannte er Drohnen: Die ukrainischen Partner sprächen inzwischen von Innovationszyklen von sechs bis zwölf Wochen. «Und nein, die ehrliche Antwort lautet: Wir sind häufig noch nicht effektiv genug und zeitgemäß genug.»

    Rüstung erstmals stärker im Fokus

    Das Thema Rüstung ist auf der Hannover Messe in diesem Jahr erstmals mit einem eigenen Schwerpunkt vertreten. Im sogenannten Defense Production Park zeigen rund 40 Unternehmen auf 1.200 Quadratmetern Lösungen für den schnellen Aufbau der Rüstungsproduktion. Am Dienstag werden unter anderem Rheinmetall-Chef Armin Papperger sowie Airbus-Defence-Manager Michael Schöllhorn erwartet. 

    Für die Messegesellschaft ist der neue Bereich auch ein Vorgeschmack auf die Sicherheits- und Verteidigungsmesse Defence & Security Equipment International Germany, die im März 2027 erstmals in Hannover stattfinden soll.

  • Konjunkturflaute belastet Maschinenbauer Festo weiter

    Die maue Wirtschaftslage belastet das Geschäft des Automatisierungsspezialisten Festo weiter. Der Umsatz sank 2025 um 3,7 Prozent auf rund 3,33 Milliarden Euro, wie das Unternehmen aus Esslingen auf der Hannover Messe mitteilte. Es handelt sich um den dritten Rückgang in Folge. 2022 hatte Festo noch einen Erlös von 3,81 Milliarden Euro erwirtschaftet. Zum Gewinn äußert sich der Mittelständler traditionell nicht.

    Kunden treten auf die Bremse

    Der Maschinen- und Anlagenbau hat den Angaben nach mit herausfordernden Marktbedingungen zu kämpfen. Das werde durch Handelsbarrieren wie die unberechenbare US-Zollpolitik und geopolitische Konflikte erschwert. «Viele Kunden zögern weiter mit Investitionen, vor allem der Bereich Automotive und Zulieferer spüren die Krise», hieß es weiter. 

    Festo-Chef Thomas Böck teilte mit: «Wir haben in einem herausfordernden Umfeld 2025 ein solides Geschäftsergebnis erzielt.» Ende 2025 beschäftigte das Unternehmen rund 20.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – genau so viele wie ein Jahr zuvor. Ungefähr 8.200 von ihnen arbeiteten in Deutschland. 

    Um die Marktposition von Festo auszubauen, müsse man sich aber dauerhaft der neuen Realität auf den Weltmärkten stellen, wird Böck zitiert. «Daher entwickeln wir das Unternehmen 2026 strukturell weiter». Festo richte sich auf die nahtlose Integration von elektrischer Automatisierung, Pneumatik, digitalen Funktionen und Künstlicher Intelligenz (KI) aus. Eine konkrete Prognose für das laufende Jahr gab der Manager nicht ab. 

    Festo-Technik in vielen Branchen im Einsatz

    Festo ist spezialisiert auf Steuerungs- und Automatisierungstechnik in der Industrie. Zu den Produkten des Unternehmens gehören Geräte, die mit Druckluft arbeiten, sowie Software- und KI-Lösungen. Zum Einsatz kommen sie zum Beispiel in der Nahrungsmittel-, Auto- und Medizintechnikbranche. Festo ist außerdem in der technischen Bildung aktiv und arbeitet zunehmend an Bioreaktoren, um nachhaltige Lösungen für die Industrie zu entwickeln.